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Die Pionierin im ewigen Eis (Bedeutende Frauen, die die Welt verändern 13)Die Pionierin im ewigen Eis (Bedeutende Frauen, die die Welt verändern 13)

Die Pionierin im ewigen Eis (Bedeutende Frauen, die die Welt verändern 13)

Agnes Imhof
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Josephine Peary – Fernab der Zivilisation fand sie in der Polarnacht ihr größtes Glück

Roman

Paperback (15,00 €) E-Book (9,99 €)
€ 15,00 inkl. MwSt. Erscheint am: 26.01.2023 In den Warenkorb
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Die Pionierin im ewigen Eis (Bedeutende Frauen, die die Welt verändern 13) — Inhalt

Eine Frau im ewigen Eis und ein Baby, geboren in der Polarnacht

1891. Grönland, raue Schönheit und die Heimat der fremden Inuit – voller Neugier und Lust auf Abenteuer startet Josephine Peary zu ihrer ersten Arktisexpedition. Sie ist überglücklich, ihren Mann Robert begleiten zu dürfen. Indem sie Freundschaft mit der Inuk Arnakittoq schließt und akribisch Tagebuch führt, gelingt es ihr sogar, einen wissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Als sie schwanger wird, ist Josephines Glück perfekt. Allerdings hat sich die Beziehung zu Robert verändert, ihm missfällt die Eigenständigkeit seiner Frau. Hat ihre Liebe in der Kälte des Nordens eine Chance?

€ 15,00 [D], € 15,50 [A]
Erscheint am 26.01.2023
400 Seiten, Klappenbroschur
EAN 978-3-492-06270-1
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€ 9,99 [D], € 9,99 [A]
Erscheint am 26.01.2023
400 Seiten, WMePub
EAN 978-3-492-60246-4
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Agnes Imhof

Über Agnes Imhof

Biografie

Agnes Imhof, geboren 1973 in München, studierte Philosophie, ist promovierte Islam- und Religionswissenschaftlerin und spricht unter anderem Arabisch, Persisch und Italienisch. Die Islamexpertin ist in klassischem Gesang ausgebildet und liebt den Schwertkampf. Zusammen mit ihrem Mann und ihrer...

INTERVIEW mit Agnes Imhof

Wie würden Sie jemandem, der noch nie von Josephine Peary gehört hat, in aller Kürze erklären, wer diese Frau war?

Die meisten würden vermutlich sagen: Die Frau des Nordpolentdeckers Robert E. Peary. Ich möchte sie anders vorstellen: Josephine ist die erste Person, die mit ernsthaftem wissenschaftlichem Interesse die Kultur der Inuit beschrieb und versuchte, mit ihnen zu leben – und nicht auf ihre Kosten. Das lief noch nicht perfekt, Rassismus gegenüber den Inuit war damals an der Tagesordnung, und das eigene Überlegenheitsgefühl wurde generell nicht hinterfragt. Aber sie hat die ersten Schritte gemacht, diese herablassende Haltung zu überwinden.

Josephine musste zwischen ihrem Beruf und ihrer Rolle als Mutter hin- und herspringen. Was war Ihnen bei der Darstellung dieses Spagats besonders wichtig?

Josephine hat ihre Mutterrolle aktiv in ihre Arbeit integriert und die daraus entstehenden einzigartigen Erfahrungen mitverarbeitet. Das bedeutete einerseits für ihre Tochter, dass sie schon früh im Licht der Öffentlichkeit stand, ermöglichte aber auch einen einzigartigen Blickwinkel auf das Leben im ewigen Eis. Dass Josephine ihr Kind in einem Iglu zur Welt brachte, war eine Sensation. Später hat Robert sie zurück in die USA geschickt, wo sie das tun sollte, was in seinen Augen ihre Rolle war: ihn bei der Finanzierung und Vermarktung seiner eigenen Expeditionen zu unterstützen. Ihre Ambitionen waren ihm da wohl schon etwas über den Kopf gewachsen.

Was können wir von Josephine lernen?

Sich selbst zu vertrauen und Schicksalsschläge als Chancen zu begreifen. Anfangs begleitete Josephine ihren Mann, den sie sehr geliebt haben muss. Aber dann hat sie sich ein eigenes Forschungsgebiet aufgebaut. Und irgendwann war sie darin besser als er auf seinem Gebiet. Josephines Leben reicht von der viktorianischen Zeit bis in die Fünfzigerjahre mit ihren Petticoats und Bikinis. Und ebenso wie die Welt hat auch sie sich verändert und wurde zu einer modernen Frau. Ihre unglückliche Ehe hat sie letztlich selbständig gemacht, in einer Weise, wie sie es vielleicht sonst nie geworden wäre. Das war sicher sehr schmerzhaft, aber sie hat den Schmerz in etwas Gutes umgewandelt.

Was denken Sie, macht die Faszination der Arktis und des Lebens der Inuit aus?

Das Überleben in einer lebensfeindlichen Umwelt spielt sicher eine Rolle. Das Unbekannte, das Abenteuer und natürlich die grandiose Landschaft: schimmernde Eisberge auf saphirblauem Wasser, schwarze Felsen und die kurzen Sommer, wenn die wenigen Wiesen übersät sind von tausend blühenden Blumen. Die wilden Tiere, die Stürme, die an den Hütten rütteln, das meterdicke Inlandeis, das an den Küsten krachend ins Meer stürzt, die Jägerkultur der Inuit, die fast alles von Robben, Walen oder Bären gewinnt. Sicher spielt auch die Sehnsucht nach einem Leben im Einklang mit der Natur eine Rolle. Die Inuit sind zwar alles andere als Veganer, aber sie töten nur, was sie zum Leben brauchen. Schon Josephine war fasziniert von dieser Gesellschaft, in der Profit keine Rolle zu spielen und beinahe Gleichheit zwischen den Menschen zu herrschen schien – in einer Weise, wie man sich das in einer von sozialen, finanziellen und Geschlechterhierarchien geprägten Gesellschaft wie ihrer eigenen kaum vorstellen konnte.

Wie haben Sie sich in das Setting und die extremen Lebensumstände in der eisigen Kälte hineinversetzt?

Ich habe schon als Kind Geschichten aus fernen Ländern geliebt. Übrigens auch eine, die in Grönland unter Inuit spielte. Es ging um die enge Beziehung der Menschen zu ihren Hunden, um die Jagd, um das Festmahl, wenn z.B. ein Wal gefangen wurde – die Inuit interessierten sich für Nahrungssicherheit, nicht für das industrialisierte Töten um des Profits willen wie auf den großen Walfängerschiffen. Außerdem bin ich experimentierfreudig. Ehe ich anfing zu schreiben, habe ich alles über Grönland und die Inuit gelesen, was ich in die Finger bekam. Dann habe ich etwas Kalaallisut gelernt, die Sprache der Inuit. Und schließlich habe ich eine Recherchereise nach Dänemark unternommen. Jedes Buch ist für mich auch ein Forschungsprojekt.

Sie haben schon zuvor über starke, bedeutende Frauen geschrieben. Was fasziniert Sie besonders an ihnen?

Damals stellte es keinen Wert dar, wenn eine Frau stark und unabhängig war. Es ist leicht zu rebellieren, wenn man Applaus dafür bekommt, aber dann ist es auch keine wirkliche Rebellion. Wirkliche Rebellion ist, wenn man dafür beschimpft wird. Diese Frauen haben den Gegenwind ausgehalten und unbeirrt ihre Ideale verfolgt, wie unterschiedlich sie auch waren. Alle haben auf ihre Weise etwas riskiert: manche den Bruch mit übermächtigen Konventionen, um eine außerordentliche Begabung zu leben, manche eine Fahrt in ein wildes Abenteuer, wieder andere sogar ihr Leben. Was wäre die Welt ohne Risiken? Sterbenslangweilig!

Sie haben schon zahlreiche Bücher verfasst. Erleichtert Ihre Erfahrung das Erzählen einer außergewöhnlichen Geschichte, wie der von Josephine, oder hat die Figur Sie vor neue Herausforderungen gestellt?

Erfahrung hilft natürlich bei der Umsetzung einer Geschichte. Aber die Figuren sind dennoch jedes Mal wieder eine Herausforderung. Bei Josephine fiel es mir leicht, ihre Abenteuerlust und die Faszination, die Grönland auf sie ausgeübt haben muss, nachzuempfinden. Viel schwerer war es, zu verstehen, warum sie ihrem Mann die Treue hielt. Anfangs muss sie ihn geliebt haben und glücklich gewesen sein, aber wenn man als Autorin aus der Distanz von rund hundert Jahren auf Robert Peary blickt, sieht man deutlich den Aufschneider, den Hochstapler und den gewissenlosen Rassisten. Später war ihr vermutlich klar, dass es, wie unglücklich sie in ihrer Ehe auch war, ohne ihn vorbei mit Grönland wäre. Sie fing an, ihren eigenen Weg zu gehen. Die eigentliche Liebesgeschichte in diesem Roman ist deshalb die zwischen Josephine und Grönland.

Was brauchen Sie zum Schreiben? Haben Sie spezielle Rituale oder Routinen für den Schreibprozess?

Zum Glück brauche ich nicht viel. Nur mein Laptop und etwas zum Draufstellen, den Rest macht das Kopfkino! Und wenn es noch eine Tasse Tee gibt, bin ich mehr als zufrieden.

Die historischen Hintergründe zu Josphine Peary

Am 22. Mai 1863 begann in Washington das Leben der beeindruckenden Polarforscherin und Schriftstellerin Josephine Diebitsch Peary. Ihre Jugend verbrachte Josephine behütet als Tochter eines Professors, der schon früh ihre Neugierde und ihr Interesse an der Forschung förderte. Ihren zukünftigen Ehemann, Robert Edwin Peary, lernte sie bei einem Tanzkurs kennen. Die beiden schienen einige Interessen zu teilen, denn auch er hatte eine große Leidenschaft für die Forschung und wollte den Nordpol erkunden.

Das Paar heiratete drei Jahre später im Jahr 1888. Kurz darauf trat Robert 1891 seine bereits zweite Forschungsreise nach Grönland an. Motiviert von ihrer Entdeckerlust und ihrer Liebe, begleitete Josephine ihren Mann an den eisigen Rand der Welt – und wurde die erste Frau, die an einer Arktis Expedition teilnahm. In der Artis angekommen, interessierte sich Josephine nach und nach immer mehr für das Leben und die Gemeinschaft der Inuit. Während ihr Mann Expeditionen unternahm, lebte Josephine mit ihnen und führte ausführlich Tagebuch zu allen Erlebnissen und Vorkommnissen mit den Inuit.

Später veröffentlichte sie ihre Notizen als „My Arctic Journal“, was als erstes Buch über das Leben der Inuit Grönlands gilt. War Josephine zu Beginn ihrer ersten Reise noch eine ihren Mann begleitende, wenn auch von der Region begeistere Ehefrau, trat sie die zweite Arktis Expedition als erfolgreiche Forscherin mit ihrem ganz eigenen Gebiet an – und dann wurde sie schwanger! Erneut schrieb Josephine Geschichte, als sie als erste Frau, die nicht den Inuit angehörte, in einem Iglu ihre Tochter zur Welt brachte: das Schneebaby, so weiß wie die zugeschneite Welt um sie herum. So zumindest nannten die Inuit das kleine Mädchen. Josephines Glück schien vollkommen, doch ihr Ehemann Robert wollte sie und das Kind heimschicken.

Damit begannen für Josephine Jahre voller Zwiespalt und Hürden. Sie war getrennt von ihrer Wunschheimat und ihrem Mann, der das gemeinsame Glück der beiden stetig strapazierte. Dennoch unterstütze Josephine Roberts Streben, als erster Mensch den Nordpol zu erreichen, mit all ihrer Kraft. In Amerika warb sie für seine Expeditionen und fand zahlreiche Sponsoren, die die Reisen ihres Ehemanns finanzierten. Robert erreichte schließlich als erster Mann den Nordpol 1909. Sein ehemaliger Reisegefährte, Frederick Cook, beanspruchte diesen Titel jedoch ebenfalls für sich, was eine Debatte nach sich zog, in der Josephine ihrem Mann die Treue hielt. Im Alter von 92 Jahren stand Josephine 1955 noch einmal selbst im Rampenlicht, als sie für ihren bahnbrechenden Forschungsbeitrag über das Leben der Inuit die „Medal of Achievement“ der National Geographic Society erhielt.

Weitere Titel der Serie „Bedeutende Frauen, die die Welt verändern“

<p>Tauchen Sie ein in das Leben inspirierender und außergewöhnlicher Persönlichkeiten!</p>
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