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Die Tochter meines Vaters (Bedeutende Frauen, die die Welt verändern 2)Die Tochter meines Vaters (Bedeutende Frauen, die die Welt verändern 2)

Die Tochter meines Vaters (Bedeutende Frauen, die die Welt verändern 2)

Romy Seidel
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Anna Freud – In Wien fand sie die Liebe, in London ihren Traum

Roman

Paperback
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Die Tochter meines Vaters (Bedeutende Frauen, die die Welt verändern 2) — Inhalt

Sie kämpfte für ihr Glück - und für das der Kinder.

Sie war ein einsames Mädchen und wurde die größte Kinderanalytikerin ihrer Zeit

Wien, 1923. Anna ist überglücklich, dass sie in der elterlichen Wohnung eine eigene Praxis einrichten darf! Doch Sigmund Freud ist nicht nur Vorbild und Unterstützer, er engt seine jüngste Tochter auch ein. Oft genug quält sie das Gefühl, noch immer ein ungenügendes kleines Mädchen zu sein. Sie muss ihrem weltberühmten Vater nach wie vor Assistentin, Vertraute und Pflegerin sein, obwohl sie nichts glücklicher macht, als mithilfe der Analyse bedürftigen Kindern zu helfen.
Erst die Flucht vor den dramatischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts, eine große Liebe und ihr viele Jahre währender innerer Kampf erlauben es der klugen und sensiblen Anna, aus dem Schatten des geliebten Vaters zu treten, um endlich frei zu sein für ihre Träume.

€ 12,99 [D], € 13,40 [A]
Erschienen am 01.04.2021
400 Seiten, Klappenbroschur
EAN 978-3-492-06254-1
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€ 9,99 [D], € 9,99 [A]
Erschienen am 01.04.2021
400 Seiten, WMePub
EAN 978-3-492-99864-2
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Romy Seidel

Über Romy Seidel

Biografie

Romy Seidel alias Susanne Lieder wurde 1963 in Ostwestfalen geboren. Sie ist verheiratet und hat drei erwachsene Söhne. Inzwischen lebt sie mit ihrem Mann auf einem kleinen Resthof in der Nähe von Bremen.

Die historische Figur Anna Freud

Anna Freud, geboren 1895 in Wien, war das jüngste Kind des „Vaters der Psychoanalyse“ Sigmund Freud. Bereits im Alter von fünfzehn Jahren hatte sie all seine Werke gelesen und begann mehr und mehr, sich für die Analyse zu interessieren.

1922 wurde sie in der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung als Mitglied aufgenommen. Ein Jahr später eröffnete sie eine eigene Praxis in der Wohnung der Eltern, in der auch die Praxis ihres Vaters war.

Fühlt sich ein Kind verloren, geht es verloren, das wusste Anna Freud aus eigener leidvoller Erfahrung. Für ihre fünf Geschwister war sie Luft, für ihren Vater das Kind, das eigentlich nicht mehr kommen sollte.

Der frühe Tod ihrer Schwester, die zwei Söhne hinterließ, machte ihr deutlich, wie wichtig eine behütete, sorglose Kindheit war. Sie wollte es sich zur Aufgabe machen, Kindern die Angst zu nehmen und sie für das Leben stark zu machen. Als bei ihrem Vater Mundhöhlenkrebs festgestellt wurde, übernahm sie viele seiner  Funktionen, kümmerte sich um seine Korrespondenz, vertrat ihn auf Kongressen und war auch seine Krankenpflegerin.

1927 erschien ihr erstes Buch Einführung in die Technik der Kinderanalyse. In den folgenden Jahren gründete sie zusammen mit ihrer Lebensgefährtin Dorothy Burlingham eine Privatschule – heute vergleichbar mit einer Waldorf-Schule - und eine Tageskrippe für Kinder aus ärmsten Verhältnissen, die auch als Forschungseinrichtung diente.

1936 erschien Anna Freuds wichtigstes Buch Das Ich und die Abwehrmechanismen, das heute zur Standardliteratur der Psychoanalyse zählt. Mit diesem Werk bewegte sie sich weg von den traditionellen Grundlagen der Psychoanalyse wie der Triebtheorie. 1938 emigrierten die Freuds nach London, wo Anna ihre Arbeit als Analytikerin sofort wieder aufnehmen konnte. Im Jahr darauf starb ihr Vater, der Mann, zu dem sie Zeit ihres Lebens aufgeblickt hatte.

Nach Ausbruch des Krieges gründeten sie und Dorothy Burlingham in London ein Heim für Kinder, deren Familien durch den Krieg auseinandergerissen waren. Die Mütter konnten im Heim mitarbeiten, damit die Bindung an ihre Kinder wieder gestärkt wurde. Später kamen ein Kindergarten und eine Mütterberatungsstelle für blinde Kinder dazu.

1971, 33 Jahre nach ihrer Emigration, war Anna Freud das erste Mal wieder in Wien und eröffnete dort das Freud-Museum. Sie war eine brillante Rednerin, deren Vorträge durch die Lebendigkeit und Klarheit ihrer Worte begeisterten.

Anna Freud starb im Oktober 1982 an den Folgen eines Schlaganfalls in ihrem Haus im Londoner Stadtteil Hampstead. Sie und Dorothy Burlingham verbrachten mehr als fünf Jahrzehnte miteinander.
 

Autorin Romy Seidel im Interview

Was hat Sie an Anna Freud am meisten beeindruckt?

 An Anna Freud hat mich definitiv am meisten beeindruckt, dass sie in die Fußstapfen ihres berühmten Vaters Sigmund Freud getreten ist und dabei, wie ich finde, sehr klug und bedacht vorging. Sie hat ihn bewundert und dennoch versucht, sich von ihm abzugrenzen und ihren eigenen Weg zu gehen. Und das obwohl sie sich immer nach seiner Anerkennung, seinem Wohlwollen gesehnt hat. In der Psychoanalyse hat sie sich von traditionellen Mustern gelöst und einen Schritt in eine neue Richtung gemacht.

Was mich ebenfalls sehr beeindruckt hat, ist, wie selbstlos und liebevoll sie sich um ihren Vater gekümmert hat, als er krank wurde. Ich glaube, es hat ihr einiges abverlangt, dennoch hat sie es als selbstverständlich erachtet und sich nie beklagt. 

Für mich ist Anna Freud eine perfekte Romanheldin – und ich musste sie nicht einmal erfinden.

Was hat Sie beim Schreiben am meisten überrascht?

Ich war überrascht, wie nah Anna Freud mir gleich zu Beginn war. Ich habe die Briefe gelesen, die sie ihrem Vater und ihrer deutlich älteren Freundin Lou Andreas-Salomé geschrieben hat, und schon nach wenigen Briefen war sie wie eine gute Freundin für mich. Eine weitere große Überraschung war, dass ich mein Bild von Sigmund Freud ganz neu überdenken musste.

Pressestimmen
OÖ Nachrichten Wochenende (A)

„Eine interessante Lektüre mit dem schönen Nebeneffekt, auch den berühmten Vater von anderer Seite kennenzulernen.“

nichtohnebuch

„Ein sehr lebendiges, unglaublich fesselndes und informatives Portrait über diese starke Frau.“

Kommentare zum Buch
Auf den Spuren ihres Vaters
hasirasi2 am 22.04.2021

Sigmund Freud dürfte jedem Interessierten ein Begriff sein, aber wer kennt schon seine Tochter Anna? Ich bin ehrlich, ich hatte noch nie von ihr gehört, dabei war sie eine Vorreiterin auf dem Gebiet der Kinderanalyse.   Romy Seidel beschreibt in „Die Tochter meines Vaters“ wie eng das Leben von Vater und Tochter in den Jahren 1922 bis 1939 (bis zu seinem Tod) verknüpft war. Sie erzählt von der Liebe einer Tochter zu ihrem Vater, der fast bedingungslosen Selbstaufgabe und jahrelangen Pflege während seiner schlimmen Krebserkrankung, aber auch, wie Anna nach seiner Anerkennung für ihre Arbeit strebt, nach seinem Lob. Sie war seine Vertraute, Sekretärin und Vertretung, hat sich stets um ihn gesorgt und ihm umsorgt – und oft auch niemanden an ihn rangelassen, ihn von allen anderen abgeschirmt, hatte ich das Gefühl. Als jüngstes von 6 Kindern hat sie ihm immer nachgeeifert und sich, obwohl sie Lehrerin war, von ihm zur Analytikerin ausbilden lassen. Trotzdem arbeitete sie erst „nur“ als Englisch-Übersetzerin in seinem Psychoanalytischen Verlag und behandelte die Patienten mit ihm zusammen. Erst mit 27 spezialisierte sie sich auf die Behandlung von Kindern, ein bis dahin unerforschtes Gebiet, gründete Kitas, Schulen und Kinderheime (für Kriegswaisen) „Ich möchte Kindern helfen, ihre Angst zu verlieren und sie stark fürs Leben machen.“ (S. 49) Anna hat sich nie nach einem Mann und eigenen Kindern gesehnt, aber sie träumte von Zweisamkeit, jemanden der sie versteht und so nimmt wie sie ist. Die ungewöhnliche Beziehung, die sie dann eingeht, scheint in der Familie nie groß thematisiert oder diskutiert worden zu sein und auch die Autorin geht sehr sensibel und rücksichtvoll mit dem Thema um. Dadurch, dass Anna immer bei ihren Eltern gewohnt hat, bekommt man auch einen sehr guten Einblick in das Familienleben der Freuds.   Romy Seidel ist es gelungen, ein sehr lebendiges, unglaublich fesselndes und informatives Portrait über diese starke Frau zu verfassen. Sie beschreibt Annas intuitive Arbeit mit den kleinen Patienten sehr anschaulich, wie lernfähig und flexibel sie war, dass sie immer wieder Neues ausprobiert und sich nicht geärgert hat, wenn mal was schief gegangen ist. Ich bin durch die 400 Seiten förmlich geflogen und fand es etwas schade, dass Annas Leben nach dem Tod ihres Vaters nur noch kurz umrissen wurde, denn ihre Karriere war da noch längst nicht vorbei. Ich hätte nochmal 400 Seiten über sie lesen können …

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