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Das Buchcover zeigt eine ruhige Naturszene mit einem Angler, der an einem Gewässer steht. Der Angler ist in einer hellen Kleidung dargestellt, umgeben von einer Hund, der ihm zur Seite steht. Die Farbpalette umfasst sanfte Blau- und Orangetöne, die eine harmonische Atmosphäre schaffen. Der Titel „NACH ONKALO“ ist prominent in großen, weißen Buchstaben platziert, während der Name der Autorin „Kerstin Preiwuß“ in einem helleren Blau darüber steht. Unten rechts ist der Hinweis „Roman“ zu sehen.

Nach Onkalo

Roman
20,00 €
01.03.2017
240 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
12,8cm x 21cm
978-3-8270-1314-9

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info@piper.de
Piper Verlag GmbH
Georgenstraße 4
80799 München

Beschreibung

Matuschek ist vierzig, als seine Mutter stirbt, mit der er das Haus teilte. Ohne ihre Fürsorge weiß er nicht, wie es weitergehen soll. Eine Frau hat er nicht und von dort, wo er wohnt, geht man weg, wenn man kann. Aber Matuschek ist einer, der bleibt, Bewohner des Hinterlands, einer längst von allen aufgegebenen Welt. Zum Glück gibt es Nachbarn. Igor, der Russe, wird zum Freund. Den alten Witt kennt er seit seiner Jugend. Und dann sind da die Tauben, die Matuschek als Junge bekam und seitdem züchtet. Brieftauben haben einen inneren Kompass und kehren stets nach Hause zurück. Das kann schon…

Matuschek ist vierzig, als seine Mutter stirbt, mit der er das Haus teilte. Ohne ihre Fürsorge weiß er nicht, wie es weitergehen soll. Eine Frau hat er nicht und von dort, wo er wohnt, geht man weg, wenn man kann. Aber Matuschek ist einer, der bleibt, Bewohner des Hinterlands, einer längst von allen aufgegebenen Welt. Zum Glück gibt es Nachbarn. Igor, der Russe, wird zum Freund. Den alten Witt kennt er seit seiner Jugend. Und dann sind da die Tauben, die Matuschek als Junge bekam und seitdem züchtet. Brieftauben haben einen inneren Kompass und kehren stets nach Hause zurück. Das kann schon reichen fürs Leben. Als Matuschek Irina kennenlernt, winkt das Glück. Aber dann geht etwas schief und er beginnt von neuem. „Nach Onkalo“ zeigt eine Welt am Rand, in der sich die großen Fragen nicht weniger deutlich stellen: was einen zusammenhält und wie man glücklich wird. Matuschek stellt sich diese Fragen nicht, er will nur seinen Alltag meistern. Doch vielleicht befähigt ihn genau das zur Erkenntnis „ob das Leben die Mühe lohnt“.

Über Kerstin Preiwuß

Foto von Kerstin Preiwuß

Biografie

Kerstin Preiwuß wurde 1980 in Lübz geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Leipzig. Seit dem Wintersemester 2021 hat sie den Lehrstuhl für „Literarische Ästhetik“ am Deutschen Literaturinstitut Leipzig inne. Die Lyrikerin, Romanautorin und Essayistin promovierte über deutsch-polnische Ortsnamen...

Mehr über Kerstin Preiwuß

Aus „Nach Onkalo“

1

 

Mutter ist weg. Stimmt nicht, sie liegt noch im Bett, aber Matuschek kann nichts anderes mehr denken. Er rennt durch das Haus, als gäbe es kein Morgen, eher ein Tier als ein Mensch so früh um sechs. Eine halbe Stunde zu spät ist er schon, weil sie ihn nicht geweckt hat. Der Tisch ist nicht gedeckt und der Ofen kalt. Matuschek fasst an die Heizung, aber auch die ist aus. Bevor er losfährt, muss er aufs Klo. Eine Dreiviertelstunde dauert es bis zum Flughafen, und wenn dann noch was in ihm steckt, wird es eng. Man hat so seine Zeiten, und bei ihm kommt es immer [...]

Buchcover müssen unverändert und vollständig wiedergegeben werden (inklusive Verlagslogo). Die Bearbeitung sowie die Verwendung einzelner Bildelemente ist ohne gesonderte Genehmigung nicht zulässig. Wir weisen darauf hin, dass eine Zuwiderhandlung rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Blogbeiträge zum Buch

Doppelte Ehrung für Autorin Kerstin Preiwuß

Doppelte Ehrung für Autorin Kerstin Preiwuß

Wir gratulieren unserer Autorin zu ihrer Berufung zur Professorin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig sowie auch zur diesjährigen Aufnahme in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung.

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Kerstin Preiwuß erhält den Lyrikpreis Meran 2018

Kerstin Preiwuß erhält den Lyrikpreis Meran 2018

Die in Leipzig lebende Autorin Kerstin Preiwuß erhält in diesem Jahr den Lyrikpreis Meran 2018. Im Berlin Verlag sind von Kerstin Preiwuß bisher erschienen: „Restwärme“ , „Gespür für Licht“ sowie „Nach Onkalo“. Wir gratulieren herzlich!

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Pressestimmen

„Es gelingt der Autorin, ihren Nicht-Helden Matuschek so unprätentiös und in gewisser Weise hilflos, aber mit vielen sprachlichen Details und Bildern dem Leser näherzubringen. Und es liegt vor allen Dingen daran, dass es ihr im Kontrast zur Dekonstruktion jeglichen Lebenssinns gelingt, Bildebenen aufzubauen, die tragen.“

fixpoetry.com

„Dass der schräge Sonderling letztendlich doch noch die Kurve kriegt, gehört zu den versöhnlichen Wendungen dieses versteckten Entwicklungsromans, den Kerstin Preiwuß still und ruhig inszeniert, mit dem trügerisch poetischen Unterton einer Lyrikerin.“

TITEL Kulturmagazin

„In ihrem zweiten Roman ›Nach Onkalo‹ erzählt die in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsene Autorin Kerstin Preiwuss mit sprachlichem Feingefühl von einem einfachen Mann, der sein Glück in der Welt nicht findet.“

Süddeutsche Zeitung

„Der Reiz dieses Buches liegt in seinen vielen versteckten Schichten.“

Stuttgarter Zeitung

„Es geht der Autorin keineswegs darum, sie vorzuführen und mit dem Finger auf sie zu zeigen, um ihre ganze Rückständigkeit und geistige Beschränktheit darzustellen. Im Gegenteil: Ihr Roman handelt auch von Verbundenheit und Freundschaften, die weit weg von jeder Oberflächlichkeit sind.“

Ruhr Nachrichten

„›Nach Onkalo‹ von Kerstin Preiwuß hat poetischen und psychologischen Tiefgang.“

Rhein-Neckar-Zeitung

„Eine Studie angewandter Menschlichkeit.“

Ostsee-Zeitung

„Der größte Reiz dieses Buches aber liegt in seinen vielen versteckten Schichten.“

NZZ (CH)

„Das Buch schiebt sich nicht mit aufdringlichen Diagnosen nach vorne, sondern gewinnt seine Wahrnehmungskraft aus der Dichte seiner Szenen und Sätze. (…). Eine geschickt gesetzte Offenheit bestimmt den Bau des Romans, die in ihrer Schlichtheit manchmal an Kerstin Preiwuß‘ Gedichte erinnert.“

NZZ (CH)

„Wer Literatur der etwas anderen Art liebt, ist mit diesem eigenwilligen Roman bestens beraten.“

MDR Kultur

„In Matuscheks Geschichte wird im Kleinen das Große sichtbar. Preiwuß, 1980 in Lübz geboren, beweist sich als genaue und bei aller erzählerischen Distanz als respekt- bis liebevolle Beobachterin eines abgehängten Menschen, der sich in seiner Sprachlosigkeit und Antriebsschwäche eingenistet hat.“

Landeszeitung für die Lüneburger Heide

„Wer Literatur der etwas schrägen Art liebt, ist mit diesem äußerst eigenwilligen Roman bestens beraten.“

Freie Presse

„Kerstin Preiwuß erzählt leise, präzise und respektvoll. Und in einer Sprache, die in ihrer Schlichtheit auch Matuscheks Sprache sein könnte.“

Frau und Mutter

„Es ist eine Emanzipationsgeschichte, die sie so erzählt, dass wir mitfiebern und mitleiden. Fesselnd ist sie geschrieben, in einer äußerst konzentrierten, dichten, genauen Sprache.“

Dresdner Neueste Nachrichten

„Lakonisch und zärtlich erzählt Kerstin Preiwuß vom Überlebenskampf ihres sprachlosen Protagonisten und zeigt uns die Welt der Abgehängten in Nahaufnahme.“

Deutschlandradio Kultur

„Matuschek stolpert wie ein moderner Woyzeck durchs Leben.“

Deutschlandradio Kultur

„›Nach Onkalo‹ zeigt mit großer Sympathie und Genauigkeit eine Welt am Rand, in der einer nur den Alltag schaffen will. Gerade in der Reduktion stellen sich all die großen Fragen, die das Menschsein ausmachen. Beide Kritiker sind stark beeindruckt von der Dichte der Erzählung.“

Deutschlandfunk "Kritikergespräch"

„Eine geschickt gesetzte Offenheit bestimmt den Bau des Romans, die in ihrer Schlichtheit manchmal an Kerstin Preiwuß Gedichte erinnert. Der größte Reiz dieses Buches aber liegt in seinen vielen versteckten Schichten.“

Der Tagesspiegel

„Kerstin Preiwuß verfügt über die hohe Tugend einer unsentimentalen Menschenfreundlichkeit.“

(A) Falter

„Kerstin Preiwuß' Roman unterscheidet sich von den zahlreichen anderen Büchern über die ostdeutsche Provinz – durch die Wahl eines besonderen Milieus, durch die Prägnanz ihrer eigenwilligen Charaktere wie auch durch die unerwartete Schluss-Volte.“

rbb Kulturradio

Bewertungen

Kerstin Preiwuß
Nach Onkalo.
3 Bewertungen

Geschichte über Landflucht, Außenseitertum und die ungeschönte Härte des Lebens, hier wird "Dunkeldeutschland" seinem Namen gerecht

Lena
am 26.08.2017

Der 40-jährige Hans Matuschek wohnt in einem Ort im Norden Ostddeutschlands, der einen trostlosen, verlassenen Eindruck macht. Seine Mutter, die sich bisher um alles im Haushalt und das Wohlergehen ihres Sohnes gekümmert hat, ist gerade verstorben. Hätte Matuschek nicht seinen hilfsbereiten Nachbarn…

Nach Onkalo

miss.mesmerized
am 02.09.2017

Sie hat ihn einfach verlassen. Ist morgens nicht mehr aufgewacht, nicht mehr aufgestanden und hat ihm sein Frühstück nicht vorbereitet. Matuschek ist empört über seine Mutter, die ihn, wo er gerade einmal vierzig ist, alleine lässt. Und er ist überfordert, so sehr, dass sein russischer Nachbar Igor …

Matuschek und seine Tauben,,

Angela Busch
am 05.09.2017

INHALT: Hans Matuschek, ein vierzigjähriger einfacher , bodenständiger Mann , der noch immer bei seiner Mutter lebt und dort von ihr fürsorglich betreut wird, treffen einige schwere Schicksalsschläge. Seine Mutter stirbt plötzlich und er vermisst sie sehr - zwar nicht in jeder privaten Lebenslage …