Nach Onkalo

Nach Onkalo

Roman

Hardcover
E-Book

€ 20,00 inkl. MwSt.

Eine Provinzgeschichte über die großen Fragen des Lebens

Matuschek ist vierzig, als seine Mutter stirbt, mit der er das Haus teilte. Ohne ihre Fürsorge weiß er nicht, wie es weitergehen soll. Eine Frau hat er nicht und von dort, wo er wohnt, geht man weg, wenn man kann. Aber Matuschek ist einer, der bleibt, Bewohner des Hinterlands, einer längst von allen aufgegebenen Welt. Zum Glück gibt es Nachbarn. Igor, der Russe, wird zum Freund. Den alten Witt kennt er seit seiner Jugend. Und dann sind da die Tauben, die Matuschek als Junge bekam und seitdem züchtet. Brieftauben haben einen inneren Kompass und kehren stets nach Hause zurück. Das kann schon reichen fürs Leben. Als Matuschek Irina kennenlernt, winkt das Glück. Aber dann geht etwas schief und er beginnt von neuem.

»Nach Onkalo« zeigt eine Welt am Rand, in der sich die großen Fragen nicht weniger deutlich stellen: was einen zusammenhält und wie man glücklich wird. Matuschek stellt sich diese Fragen nicht, er will nur seinen Alltag meistern. Doch vielleicht befähigt ihn genau das zur Erkenntnis »ob das Leben die Mühe lohnt«.

  • € 20,00 [D], € 20,60 [A]
  • Erschienen am 01.03.2017
  • 240 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
  • ISBN: 978-3-8270-1314-9
 
 

Kerstin Preiwuß

Kerstin Preiwuß

Kerstin Preiwuß, geboren 1980 in Lübz (Mecklenburg), lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Leipzig. 2006 debütierte sie mit dem Gedichtband »Nachricht von neuen Sternen«. 2008 erhielt sie das Hermann-Lenz-Stipendium. 2012 erschien ihr zweiter Gedichtband »Rede«, der von der Deutschen Akademie mehr ...

Veranstaltungen

Lesung und Gespräch: Am Montag, 06. November 2017 in Schwerin
Kerstin Preiwuß liest aus »Nach Onkalo« in Schwerin

Die Veranstaltung wird moderiert von Frank Breuner (NDR)

Zeit: 19:30 Uhr
Ort: Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12 , 19055 Schwerin

Rezensionen und Pressestimmen

Dresdner Neueste Nachrichten


»Es ist eine Emanzipationsgeschichte, die sie so erzählt, dass wir mitfiebern und mitleiden. Fesselnd ist sie geschrieben, in einer äußerst konzentrierten, dichten, genauen Sprache.«   

Rhein-Neckar-Zeitung


»›Nach Onkalo‹ von Kerstin Preiwuß hat poetischen und psychologischen Tiefgang.«   

Falter (A)


»Kerstin Preiwuß verfügt über die hohe Tugend einer unsentimentalen Menschenfreundlichkeit.«   

Freie Presse


»Wer Literatur der etwas schrägen Art liebt, ist mit diesem äußerst eigenwilligen Roman bestens beraten.«   

Deutschlandfunk "Kritikergespräch"


»›Nach Onkalo‹ zeigt mit großer Sympathie und Genauigkeit eine Welt am Rand, in der einer nur den Alltag schaffen will. Gerade in der Reduktion stellen sich all die großen Fragen, die das Menschsein ausmachen. Beide Kritiker sind stark beeindruckt von der Dichte der Erzählung.«   

Landeszeitung für die Lüneburger Heide


»In Matuscheks Geschichte wird im Kleinen das Große sichtbar. Preiwuß, 1980 in Lübz geboren, beweist sich als genaue und bei aller erzählerischen Distanz als respekt- bis liebevolle Beobachterin eines abgehängten Menschen, der sich in seiner Sprachlosigkeit und Antriebsschwäche eingenistet hat.«   

Der Tagesspiegel


»Eine geschickt gesetzte Offenheit bestimmt den Bau des Romans, die in ihrer Schlichtheit manchmal an Kerstin Preiwuß Gedichte erinnert. Der größte Reiz dieses Buches aber liegt in seinen vielen versteckten Schichten.«   

fixpoetry.com


»Es gelingt der Autorin, ihren Nicht-Helden Matuschek so unprätentiös und in gewisser Weise hilflos, aber mit vielen sprachlichen Details und Bildern dem Leser näherzubringen. Und es liegt vor allen Dingen daran, dass es ihr im Kontrast zur Dekonstruktion jeglichen Lebenssinns gelingt, Bildebenen aufzubauen, die tragen.«   

Ostsee-Zeitung


»Eine Studie angewandter Menschlichkeit.«   

rbb Kulturradio


»Kerstin Preiwuß' Roman unterscheidet sich von den zahlreichen anderen Büchern über die ostdeutsche Provinz – durch die Wahl eines besonderen Milieus, durch die Prägnanz ihrer eigenwilligen Charaktere wie auch durch die unerwartete Schluss-Volte.«   

MDR Kultur


»Wer Literatur der etwas anderen Art liebt, ist mit diesem eigenwilligen Roman bestens beraten.«   

Deutschlandradio Kultur


»Lakonisch und zärtlich erzählt Kerstin Preiwuß vom Überlebenskampf ihres sprachlosen Protagonisten und zeigt uns die Welt der Abgehängten in Nahaufnahme.«   

Süddeutsche Zeitung


»In ihrem zweiten Roman ›Nach Onkalo‹ erzählt die in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsene Autorin Kerstin Preiwuss mit sprachlichem Feingefühl von einem einfachen Mann, der sein Glück in der Welt nicht findet.«   

Deutschlandradio Kultur


»Matuschek stolpert wie ein moderner Woyzeck durchs Leben.«   

Ruhr Nachrichten


»Es geht der Autorin keineswegs darum, sie vorzuführen und mit dem Finger auf sie zu zeigen, um ihre ganze Rückständigkeit und geistige Beschränktheit darzustellen. Im Gegenteil: Ihr Roman handelt auch von Verbundenheit und Freundschaften, die weit weg von jeder Oberflächlichkeit sind.«    

Frau und Mutter


»Kerstin Preiwuß erzählt leise, präzise und respektvoll. Und in einer Sprache, die in ihrer Schlichtheit auch Matuscheks Sprache sein könnte.«   

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