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Piper Schicksalsvoll ist das Label von Piper Digital, in dem Reisen möglich sind: In ferne Zeiten und Länder, zu bekannten Persönlichkeiten und starken Frauen. Auch Familiengeheimnisse, erwachsene Liebesgeschichten und Nahrung für die Seele sind hier zu finden, ebenso Neuausgaben von Klassikern. Lass dich von unseren Titeln inspirieren und mitreißen!

Monatlich erscheinen neue Titel, wie gewohnt als E-Book und Print.

Piper Schicksalsvoll macht Bücher für alle, die sich auf eine Reise wagen möchten. 

Signorina VivaldiSignorina Vivaldi

Das Waisenmädchen aus Venedig. Historischer Roman

Ein venezianisches Waisenmädchen im 18. Jahrhundert, das trotz aller Widrigkeiten eine steile Karriere zu einer gefeierten Violinvirtuosin macht – für alle LeserInnen von historischen Romanen und Künstlerbiografien„Du hast die Gabe, mit deinem Spiel die Herzen der Menschen zu berühren, in ihnen Gefühle und Emotionen zu wecken, von denen viele vielleicht gar nicht ahnen, dass sie in ihnen schlummern.“Venedig, Weihnachten 1702: Das Waisenmädchen Anna Maria wünscht sich vom Christkind Vater oder Mutter.Kurz darauf geht ihr Wunsch in Erfüllung, als Antonio Vivaldi seinen Dienst als Maestro di violino im Waisenhaus antritt. Er entdeckt Anna Marias außergewöhnliche Musikalität und gibt ihr Geigenunterricht. Er behandelt sie mit so viel Liebe und Verständnis, als wäre sie seine eigene Tochter. Doch den Menschen um sie herum ist dies ein Dorn im Auge. Als Vivaldi infolge knapper finanzieller Mittel entlassen wird, bricht für Anna Maria eine Welt zusammen. Wird sich ihr Traum von einem Leben voller Musik trotzdem erfüllen?
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Tanz bis ans Ende der WeltTanz bis ans Ende der Welt

Roman

Zwei Welten, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Die goldenen 1920er Jahre und der Schrecken einer brutalen Diktatur. Eine schicksalshafte Geschichte über die Verbundenheit zweier Frauen und ihren Kampf für ein besseres Leben„Susan atmete die vom Regen reingewaschene Luft ein. Diese Stadt bestand aus riesengroßen grauen Gebäuden und wurde sehr häufig von schlechtem Wetter heimgesucht, aber sie versprach, ein Ort völlig ungeahnter Freiheit zu werden.“Die Berliner Cabarets in den 1920er Jahren – eine goldene, zügellose Welt, die zwei Frauen aus unterschiedlichen Welten magisch anzieht. Auch wenn Susan und Anna nur durch einen Zufall zusammengefunden haben, werden sie bald ein erfolgreiches Duo auf der Bühne. Sie genießen ihre Freiheit, bis sich über ihnen plötzlich die dunklen Wolken einer brutalen Diktatur zusammenbrauen. Ihr bisheriges Leben scheint nicht mehr möglich und sie müssen sich auf neue Wege begeben, um zu überleben. Vor allem Anna bangt um den Mann, an den sie ihr Herz verloren hat, denn er ist jüdischer Abstammung …
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Eine Liebe in BlackmooreEine Liebe in Blackmoore

Roman

Ein wunderbar romantischer Roman im Regency-Stil, der von einer emanzipierten, freigeistigen jungen Frau erzählt, die letztendlich lernt, ihrem Herzen zu folgen. Für alle LeserInnen, die nicht genug von viktorianischen Romanzen à la „Bridgerton“ kriegen können„Immer, wenn ich einen Vogel sehe, denke ich an dich. Dann frage ich mich, wohin dich deine Flügel eines Tages tragen werden, wenn du sie erst ausgebreitet hast, und wie weit fort von mir. Ich fürchte mich vor diesem Moment, um meinetwillen, und gleichzeitig sehne ich ihn herbei, um deinetwillen.“England, 1820. Kate Worthington hat sich geschworen, niemals zu heiraten. Sie möchte frei sein und die Welt bereisen. Ihre Mutter missbilligt das, schließlich ziemt sich das nicht für eine junge Frau. Als Kate jedoch auf das Anwesen Blackmoore eingeladen wird, lässt sie sich auf eine Wette mit ihrer Mutter ein: Gelingt es Kate, drei Heiratsanträge in Blackmoore zu bekommen – und sie alle abzulehnen –, ist sie frei. Wenn nicht, entscheidet ihre Mutter über ihre Zukunft. Ein Kinderspiel, denkt Kate. Doch kaum in Blackmoore angekommen, merkt sie, dass es gar nicht so leicht ist, in wenigen Tagen drei Männerherzen zu erobern – und zu brechen. Und als sie schließlich einen Antrag bekommt, stellt sie mit Entsetzen fest, dass ihr Herz etwas ganz anderes will als ihr Verstand ...
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Sommer in EdenbrookeSommer in Edenbrooke

Roman

Ein romantischer Regency-Roman, um eine Heldin, die der Liebe über Umwege begegnet. Für alle LeserInnen, die nicht genug von viktorianischen Romanzen à la „Bridgerton“ kriegen können„Ich sah ihr in die Augen und entdeckte darin mehr Kraft, Nervenstärke und Moral als je bei einer anderen Frau. Eine Falle schloss sich um mein Herz und in diesem Augenblick war ich hilflos.“Marianne Daventry würde alles dafür geben, der Langweile in Bath zu entkommen, wo ein lästiger Verehrer immer wieder versucht, sie für sich zu gewinnen. Deswegen zögert sie nicht, als sie eines Tages eine Einladung von ihrer Zwillingsschwester Cecily erhält, sie auf dem großen Landsitz Edenbrooke zu besuchen. Marianne hofft, dort in aller Ruhe entspannen und die schöne Landschaft erkunden zu können, während ihre Schwester damit beschäftigt ist, den attraktiven Erben von Edenbrooke zu umwerben – doch spätestens, als sie dem sehr unfreundlichen, aber sehr gut aussehenden Sir Philip in die Arme läuft, wird Marianne allmählich klar, dass man manche Dinge einfach nicht planen kann. Denn der geheimnisvolle Mann wird nicht nur ihr Herz in Aufruhr versetzen, sondern auch ihr ganzes Leben durcheinanderwirbeln ...
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Melusinas wundersame ReiseMelusinas wundersame Reise

Roman

Fassen Sie sich ein Herz, setzen Sie sich auf den rumpelnden Wagen und lassen Sie sich Melusinas märchenhafte Geschichte von Feen und Mäusen erzählen„Meine Mutter war eine verzauberte Prinzessin. Die Trolle haben sie meiner Großmutter geschenkt, weil sie sich so sehr ein Mädchen gewünscht hat.“Es war einmal ... ein junges Waisenmädchen namens Melusina im Jahre 1890, dessen Schicksal vorbestimmt scheint: Sie soll eine Ehe mit ihrem gewalttätigen Cousin eingehen. Melusina schafft es diesem Grauen zu entkommen und schließt sich dem verwegenen Schausteller Erik an, der mit seinem Mäusezirkus durch das Land zieht und zusätzlich Wahrsagerei betreibt. Zusammen begeben sie sich auf eine Reise, bei der Melusina nicht nur die sagenumwobenen Landschaften Islands durchstreift, sondern auch ihre eigenen hellseherischen Fähigkeiten entdeckt ...
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BELIEVE - Bheka heißt, jemanden beschützenBELIEVE - Bheka heißt, jemanden beschützen

Roman

Eine Geschichte über eine Liebe, die stärker ist als der Tod, über die Macht der Träume und das, was man sehen kann, wenn man es sehen will – für alle Leser:innen von Guillaume Musso & Dani Atkins„Halt dich an deinen Träumen fest, so lange du willst, Liebes. Aber vergiss dabei das Leben nicht.“Bheka heißt, jemanden beschützen, und genau das wird Danny tun. Endlich kann er Kayleen in ihren Träumen besuchen und ihr sagen, wie stolz er auf sie ist, wie sehr er sie liebt und vermisst. Aber da ist ja auch noch Gillian, die ungeahnte Gefühle in ihm auslöst und auch Kayleen entdeckt, dass sie nicht alleine bleiben will. Ob der Fußballstar Seb dafür der Richtige ist, muss sich erst herausstellen, denn auch der Fotograf Jake lässt sie nicht kalt.   Dies ist der zweite Band der „Believe“ - Trilogie
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Psycho-QueenPsycho-Queen

Mit Borderline zum Bestseller

Ein Tabu-Thema endlich auf den Tisch gebracht – in den autobiografischen Episoden von Bestsellerautorin und Medienpersönlichkeit Myriam von M geht es um ihren Kampf mit psychischen Erkrankungen wie Borderline, Depression, Angststörungen und ZwängeMyriam von M steigt dafür in die Untiefen ihrer Psyche hinab und öffnet längst verschlossene Schubladen ihrer berührenden Vergangenheit. Sie greift Episoden ihres Lebens auf und schildert mit entwaffnender Offenheit ihren Umgang mit schwerwiegenden psychischen Erkrankungen. Ihre Geschichte räumt mit Vorurteilen auf und bietet nicht nur eine wertvolle Stütze für Betroffene. „Psycho-Queen“ eröffnet deren Angehörigen eine faszinierende Perspektive, die nachhaltig für Verständnis wirbt und einfühlsam sensibilisiert.„Trotz meiner zahlreichen Störungen habe ich Dinge erreicht, von denen ich kaum zu träumen wagte - das kannst DU auch!“, gibt sich Myriam von M gewohnt kämpferisch. Als Betroffene mit fundiertem Fachwissen versucht sie ihr eigenes Verhalten auch psychologisch zu erklären und begibt sich auf eine schonungslos ehrliche Reise zu sich selbst.

Suizidale Tendenzen

Kapitel 1
1.1 Die Gegenwart

Januar 2020 … Ich befinde mich in den USA, da ich über Weihnachten Freunde und Familie besucht habe. Von den üblichen Streitigkeiten abgesehen, die Familienfeiern wohl unweigerlich mit sich bringen, verliefen die Feiertage durchaus beschaulich, und ich bin mit meinem Mann Benny gut in das neue Jahr gestartet. In den Nachrichten verfolge ich allerdings zunehmend Berichte über ein unbekanntes Virus, das zu der Zeit in China grassiert. Ich bezeichne mich selbst gerne und treffend als germaphobe, zu Deutsch also jemanden, der eine Phobie vor Bakterien und Viren entwickelt hat, was zumeist mit ausgeprägten Hygienezwängen einhergeht. Schon aus diesem Grund habe ich ein ungutes Gefühl dabei, zumal noch nicht viele Details über das Virus bekannt sind. China ist zwar einerseits beruhigend weit weg, andererseits reicht es schließlich aus, wenn eine infizierte Person ein Flugzeug besteigt. Für den Moment fühle ich mich aber relativ sicher, und mein Rückflug nach Deutschland liegt noch ein paar Wochen in der Zukunft. Ich liebe es, für längere Zeit in meiner Heimat zu sein. Schwierig wird es nur, wenn währenddessen in Deutschland Dinge passieren, die eigentlich meine Anwesenheit erfordern.

Ich werde wach und schaue auf mein Handy. Es ist 11 Uhr morgens in Seattle an der amerikanischen Pazifikküste. Neben der Uhrzeit gibt mein Handy auch eine Nachricht preis, die dort aufgrund der Zeitverschiebung bereits seit Stunden ungeduldig auf mich wartet. Ihr Inhalt weckt eine dunkle Vorahnung: „Myriam! Du hast es bestimmt schon gehört. Ansonsten ruf mich dringend an!“, lautet der Appell meiner alten Jugendfreundin Annabelle. Eigentlich nehme ich mir besonders im Urlaub viel Zeit, bevor ich das Bett verlasse, und kuschle mich lieber noch mal an meinen Mann, bevor ich schließlich aufstehe und etwas tapsig und verschlafen in den Tag starte. Heute bin ich sofort hellwach. „Hey Annabelle! Nein, ich weiß gar nichts. Was ist denn passiert? Ist etwas mit Michael?“, schreibe ich zurück und merke, wie ein bedrückendes Gefühl meine Brust einschnürt. Die meisten Menschen kennen dieses Gefühl, tun sich in der Beschreibung aber schwer. In Anlehnung an die Terminologie der Alien-Filme nennen mein Mann und ich dieses Gefühl scherzhaft Chestburster. Häufig kann ich die Herkunft dieser Kreatur, die cineastisch aus meinem Brustkorb herauszubrechen droht, nicht zuordnen. Heute allerdings liegt die Ursache buchstäblich schwarz auf weiß vor mir auf dem Display meines Smartphones. Meine Nachricht bleibt von Annabelle ungelesen, also versuche ich sie anzurufen – vergeblich. „Verdammte Zeitverschiebung!“, rufe ich laut und wecke damit meinen Mann, der mich verdutzt anguckt. Ich behalte den Chatverlauf mit Annabelle im Auge, doch egal, wie angestrengt ich auf die beiden grauen Häkchen unter meiner Nachricht starre, sie wollen nicht blau werden. Wie ein Damoklesschwert schwebt meine dunkle Vorahnung viele Stunden über mir, während sich der Tag träge dahinzieht. Normalerweise genieße ich es, mit meinem Mann in einem Diner zu frühstücken und anschließend etwas zu unternehmen. Doch heute steht mir nicht der Sinn danach. Immer wieder gehe ich mögliche Szenarien mit Benny durch, bis Annabelle sich endlich meldet und meine schlimmste Befürchtung bestätigt: Michael ist tot.

Annabelle, übrigens eine gemeinsame Freundin von damals, berichtet mir, dass Michaels Ex-Freundin und Mutter der gemeinsamen Tochter, die Polizei gerufen hatte, nachdem sie ihn nicht erreichen konnte. An Weihnachten fand die Polizei Michael daraufhin tot in seiner Wohnung auf. An der geplanten Beisetzung kann ich nun nicht teilnehmen, dabei hätte ich so sehr eine Art von Abschluss gebraucht. Über die Jahre hinweg hatten wir nach unserer Trennung vor über 20 Jahren mal mehr und mal weniger Kontakt. Zuletzt war der Kontakt wieder etwas dünner, und ich habe das Gefühl, als Freundin versagt zu haben. Michael litt seit einigen Jahren unter Depressionen und konnte sein Glück in der Liebe auch nach mir nicht wirklich finden. Seine Tochter, die seit der Trennung bei ihrer Mutter lebt, war sein ganzer Stolz. Mehrfach schon hatte er in der Vergangenheit davon gesprochen, sich umzubringen. Zuletzt sagte er mir vor etwa 3 Monaten, dass seine Therapie vorbei sei und er es nicht mehr packe, weiterzuleben. Hätte ich etwas tun können? Hätte ich gar etwas tun müssen? Irgendwann hat man jeden aufmunternden, durchaus ehrlich gemeinten Satz mehrfach gesagt, und die Sätze verkommen insbesondere aufseiten des Betroffenen zu leeren Phrasen. Er beteuerte immer wieder, dass ihm der Austausch mit mir viel Kraft gebe und er stolz auf mich sei. Hatte ich ihn trotzdem im Stich gelassen? Die größte Angst suizidgefährdeter Menschen ist es, nicht gehört zu werden. Ich muss es wissen. Ich selbst gehöre schließlich auch dazu.


1.2 Die Vergangenheit

Ich war zwar mit einigen Männern in meinem Leben zusammen, aber nur wenigen habe ich gesagt – und es auch so gemeint –, dass ich sie liebe. Michael war der erste. Ein Paar wurden wir 1993, beide waren wir zu diesem Zeitpunkt 17, er nur ein halbes Jahr älter als ich. „Missy“ nannte er mich immer. Gebürtig stammte er aus Polen und erinnerte mich damals optisch an den jungen Keanu Reeves aus den „Bill & Ted“-Filmen. Auf den ersten Blick war er ein eher ruhiger Typ, taute in einer ihm bekannten Umgebung aber schnell auf und gab dann gerne den Spaßvogel. Er spielte Gitarre in einer Ramones-Coverband und verehrte außerdem die Doors und Nirvana. Michael war ein unheimlich talentierter Zeichner und sollte später auch Grafikdesign studieren und insbesondere ein Meister im Umgang mit Photoshop werden. Ich erinnere mich gut daran, wie er sich einmal aus einer Laune heraus einen Kugelschreiber zur Hand nahm und begann, mein Bein zu bemalen, bis es komplett von den schönsten Mustern und Formen bedeckt war. Leider ließ er sich zu häufig von seinen Freunden ausnutzen. Er war der Erste – und lange Zeit auch der Einzige in unserem Umfeld –, der einen Führerschein und ein Auto besaß. Mit seinem VW Derby fuhr er regelmäßig Freunde und Bekannte von A nach B, meistens, um irgendwo von irgendwem Marihuana zu besorgen. Natürlich profitierte ich ebenso davon, denn auch zusammen genossen wir unser Dasein als junges Kiffer-Pärchen. Insgesamt kann ich rückblickend guten Gewissens sagen, dass er eine sehr positive Wirkung auf viele Frauen hatte. Trotz meiner Borderline-Persönlichkeitsstörung und der damit in jüngeren Jahren verbundenen Promiskuität war ich Michael in unserer Zeit stets treu. Er allerdings nahm es leider nicht immer so genau damit. Einen seiner Ausrutscher quittierte ich damals mit einem beherzten „Sabrina-Ficker“, das ich mithilfe eines Schlüssels tief in den Lack seines grünen, bei der Polizei gut bekannten VW Derbys kratzte. Ihn umgab immer eine gewisse Aura aus Leichtigkeit. Diese hatte neben seiner Unzuverlässigkeit und Untreue noch eine tiefere Schattenseite. Michael neigte dazu, alles Böse von sich wegzuschieben und zu ignorieren. Beispielsweise hatte er den Tod seines Vaters, der an Lungenkrebs starb, nie richtig verarbeitet und wollte auch nie darüber sprechen. So hielt er es mit allen Problemen, also auch mit solchen, die mich oder unsere Beziehung betrafen.

Als ich 1996 ungeplant schwanger wurde, nahm Michael das zwar hin, mit sonderlich viel Anteilnahme konnte ich aber nicht rechnen. Als ich einen Schwangerschaftstest aus der Apotheke machte, besuchten wir gerade seine Familie in Polen. Während des Mittagessens kam das Thema unweigerlich zwischen uns zur Sprache. Ich traute mich nicht, das Ergebnis anzusehen, und trug den Test seitdem mit mir herum. Also nahm er den Test an sich und verabschiedete sich kurz auf die Toilette. Kurze Zeit später kam er wieder, setzte sich neben mich und murmelte knapp „Jupp, ist positiv“, während er ruhig weiteraß. Insgeheim war er sicher dagegen, dass ich das Kind bekomme, hatte er doch gerade erst Abitur gemacht. Aus heutiger Sicht kann ich ihm diese Haltung nicht verdenken. Es war auch nicht so, dass ich darauf versessen war, ein Kind auszutragen, aber es war nun einmal passiert, und dieser Verantwortung wollte ich mich auch stellen. Erwartungsgemäß versuchte Michael meine anderen Umstände so gut es eben ging zu ignorieren, und seine Taktik sollte zunächst aufgehen. Tatsächlich war meine Schwangerschaft nämlich nach elf Wochen wieder beendet und resultierte in einer Fehlgeburt, die mich insbesondere körperlich in keinem guten Zustand zurückließ.

Zwei Tage später war ich mit Michael zu Gast bei meiner Mutter und meinem Stiefvater. Die beiden waren ein ungleiches Paar: Meine Mutter der etwas kräftige, kleine Rotschopf mit Sommersprossen und mein Stiefvater, der schlaksige Typ mit dunklen Haaren. Michael und ich saßen gerade im Esszimmer, das den Mittelteil eines langen Schlauchs, bestehend aus Küche, Esszimmer und Wohnzimmer darstellte. Mein kleiner Bruder Andy befand sich in seinem Zimmer und spielte, während sich meine Mutter und mein Stiefvater im Wohnzimmer mal wieder zankten. Diesmal ging es um die Fernbedienung des Fernsehers, da sie sich nicht auf einen Kanal einigen konnten. Ich ging dazwischen, entriss ihnen die Fernbedienung und schrie meinen Stiefvater auf Englisch an: „Stop it! This is bullshit!“ Michael verfolgte die Situation aufmerksam und angespannt, gleich einem Sprinter, der sich auf den Startschuss des anstehenden Finallaufs vorbereitet. „Stupid bitch, baby killer!“, hörte ich meinen Stiefvater verächtlich sagen, und er versetzte mir einen kräftigen Stoß, der mich rückwärts durch den Glaseinsatz einer typisch deutschen Zimmertür mit Holzrahmen beförderte. Klirrend ging das Glas zu Bruch, und ich fand mich auf dem Boden inmitten von Glasscherben wieder. Während ich aufstand und mich schüttelnd von den gröbsten Scherben und Splittern befreite, spürte ich eine infernalische Wut in mir aufsteigen.
Mein Stiefvater verstand sich schon immer darauf, mich zu triggern. Seine Anspielung, dass ich mein Baby verantwortungslos getötet hätte, indem ich mich womöglich nicht schwangerschaftskonform verhalten hatte, machte mich in diesem Moment noch wütender als die Tatsache, dass er mich gerade durch eine Tür geschubst hatte.
Er hatte meine Mutter und mich lange genug misshandelt. Diese Mixtur aus jahrelanger Peinigung und dem absoluten Hormontief nach dem Ende meiner Schwangerschaft schalteten in mir einen Tunnelblick frei, der meinen Stiefvater fixierte. In einer einzigen flüssigen Bewegung, die für mich wie in Zeitlupe ablief, machte ich einen großen Satz in Richtung meines Stiefvaters, nahm nur aus dem Augenwinkel den Messerblock auf der Küchentheke wahr, schnappte mir ein beliebiges Messer und versuchte, auf ihn einzustechen – vergeblich! Michael war über den Esstisch auf uns zugesprungen und konnte meinen Arm so ablenken, dass ich den Hals meines Stiefvaters nur leicht kratzte. Mit aller Kraft hielt Michael mich daraufhin mit beiden Armen umschlungen fest, während ich versuchte mich freizukämpfen, um zu vollenden, was ich begonnen hatte. Mein Stiefvater war kreidebleich, und Panik stand ihm ins Gesicht geschrieben. Meine Mutter hörte nicht auf zu schreien, und mein kleiner Bruder, der inzwischen Teil der Szenerie war, weinte völlig verängstigt. Michael beförderte mich mit festem Griff nach draußen ins Auto, und wir fuhren davon. Ich hatte sehr viel Glück an diesem Tag und bin froh, dass die Sache so glimpflich ablief.

Später an diesem Tag saßen Michael und ich zu zweit auf der Couch in der Wohnung seiner Eltern, die sich gerade im Urlaub befanden. Wie so häufig wurde Michael telefonisch von seinen Freunden bedrängt, mit ihnen Marihuana zu besorgen. „Hey Michael, ich weiß, wo ich noch’n bisschen Zacken herkriegen kann … für günstig!“, klang es verlockend aus dem Hörer. Ich merkte ihm an, dass er eigentlich keine Lust dazu hatte, sich aber wie üblich doch überreden ließ. „Bitte geh nicht, mir geht es echt nicht gut“, bat ich ihn, zumal ich noch immer unter Nachblutungen litt. Vielleicht hatte die Episode in der Wohnung meiner Mutter ihr Übriges dazu beigetragen. Michael aber nahm meine Symptome auf die leichte Schulter. „Dann beeil Dich diesmal wenigstens, und komm schnell wieder“, nahm ich ihm immerhin das Versprechen ab, mich nicht länger als unbedingt nötig alleine zu lassen. Er willigte ein und machte sich auf den Weg. Enttäuscht blieb ich zurück, alleine mit mir und meinen Schmerzen und den Spaghetti, die ich gerade für uns vorbereitete, da das Mittagessen zuvor bei meiner Mutter ja ein jähes Ende gefunden hatte.

Zwei Stunden waren bereits vergangen, seit er aufgebrochen war. Meine Schmerzen wollten mich hingegen nicht verlassen. Stattdessen wurden sie immer stärker und manifestierten sich in reißenden Unterleibskrämpfen. Verängstigt lief ich aufs Klo, und dort ging es los. Blut schoss mir die Beine hinunter, und ich bekam Panik. Ich krümmte mich vor Schmerzen, während mir schlagartig kalt wurde und ich zu zittern begann. „Wo zum Teufel ist Michael?“, zischte ich vor mich hin und biss die Zähne fest zusammen. Aus heutiger Sicht schwer vorstellbar, aber Handys waren zu der Zeit noch nicht weit verbreitet, und ich hatte keine Möglichkeit, ihn zu erreichen. Also rief ich meine Mutter an, die glücklicherweise nur zehn Minuten entfernt wohnte und sofort zu mir kam. Mein Zustand verschlechterte sich weiter, und mein Körper versuchte inzwischen blutige Gewebeklumpen abzustoßen, was ich mit großem Entsetzen wahrnahm. Ich dachte, ich müsste verbluten! Besorgt rief meine Mutter daraufhin meinen Gynäkologen Dr. Oltenau an, der mich sofort in das nahe gelegene Flörsheimer Krankenhaus beorderte mit der Aussicht, ihn dort zu treffen. Ich fand aber trotzdem noch Zeit, einen gelben Post-it-Zettel von außen an die Wohnungstür zu heften. „Danke, dass Du mich alleine gelassen hast, Arschloch! Ich bin im Krankenhaus Flörsheim“, war darauf zu lesen.

Die Rose der KreuzritterDie Rose der Kreuzritter

Historischer Roman um eine unerschrockene Frau zur finsteren Zeit der Kreuzritter

Ein packender historischer Roman für alle Fans von Rebecca Gablé und Iny LorentzIhr geliebter Bruder Ludwig in Gefangenschaft der Sarazenen! Emme von Ravensberg ist erschüttert. Ohne zu zögern, begibt sie sich auf die Fahrt ins Heilige Land, um das Lösegeld zu überbringen. Begleitet wird sie von den Kreuzrittern Berengar de Bassunville und Robert von Uppsala, die mit Ludwig in Outremer kämpften. Die Reise birgt für Emme zahlreiche Gefahren – nicht nur für ihr Herz, das schon bald für Berengar schlägt. Mutig und unerschrocken muss sie alle Rückschläge überwinden, denn das Leben Ludwigs liegt in ihren Händen ...
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Die BastardinDie Bastardin

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Liebe in bester LageLiebe in bester Lage

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Ein heiterer Liebesroman mit jeder Menge Südtirol-Flair für alle Sinne. Für alle Fans von Petra Hülsmann und Michael Böckler – der ideale Begleiter für einen regnerischen UrlaubstagEllas Leben scheint perfekt. Sie ist Mitinhaberin der erfolgreichen Werbeagentur Spreegold, die sie zusammen mit ihrem Mann führt. Die beiden führen ein glamouröses Leben in der Berliner High Society, bis Ella herausfindet, dass ihr Mann sie mit ihrer Assistentin betrügt. Ella steht vor einem Scherbenhaufen und flüchtet nach Bozen um dort bei einem Weinseminar Abstand zu ihrem Berliner Leben zu finden. Schon bald tauchen zwei neue Männer in ihrem Leben auf, der Sternekoch Joe und der Verleger Michael, die sich beide für Ella interessieren. Wie wird sich Ella entscheiden und findet sie ihr neues Glück im schönen Südtirol?
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Afrika, mon amourAfrika, mon amour

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Eine Frau sucht in den Wirren des Ersten Weltkrieges in Deutsch-Ostafrika nach dem Mörder ihres Sohnes und findet die Liebe ihres Lebens. Mit großem Star-Aufgebot verfilmt: Iris Berben, Robert Atzorn, Alexander Held & Mathias Habich „Eine Zebraherde stob auseinander, als der Zug näher kam, und einmal lief eine Giraffe in bedächtigem Galopp minutenlang neben ihnen her. Katharina konnte ihr ruhiges glänzendes Auge sehen, bis sie sich vom Zug entfernte und stehenblieb. Die Schönheit des Landes traf Katharina völlig unvorbereitet und mit ganzer Wucht.“Im Jahr 1914 flieht Katharina vor der Grausamkeit ihres betrügerischen Ehemannes aus Berlin nach Deutsch-Ostafrika. Nachdem sie in der Kolonie die größten Schwierigkeiten gemeistert hat, entdeckt sie die Schönheit des Landes und verliebt sich in einen britischen Offizier. Doch plötzlich taucht ihr Ehemann auf. Weil sie über seine illegalen Geschäfte Bescheid weiß, verfolgt er sie wieder. Als der Erste Weltkrieg ausbricht und die Kolonie von Briten abgeriegelt wird, sitzt Katharina in der Falle. Sie ist ihrem Ehemann ausgeliefert, und ihr Geliebter ist jetzt ein Feind.Als dann ihr Sohn erschossen wird, hält sie nur noch ein Gedanke am Leben: Seinen Mörder zu finden …
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Berggeflüster und falscher HaseBerggeflüster und falscher Hase

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Über Steine auf dem Weg kann man stolpern – oder sie überwinden. Ein moderner Heimatroman als Liebeserklärung an die Berge„Weder du noch andere aus dem Dorf werden mich daran hindern, Dinge ans Licht zu bringen, die nicht in euer selbstgefälliges Bild passen.“Ein plötzlicher Karrierestopp erschüttert die beruflich erfolgreiche Ida genauso wie das unerwartete Erbe eines Bergbauernhofes. Kurz entschlossen kehrt sie nach zwanzig Jahren in ihre Heimat in den bayerischen Alpen zurück. Sie hofft, während der Renovierung des Hofes Licht ins Dunkel ihrer familiären Herkunft zu bringen – doch sie muss schnell erkennen, dass die Idylle der Bergwelt heute wie damals nur ein äußerer Schein ist, hinter dem das intrigante Verhalten der Dorfbewohner brodelt. Und es bleibt nicht bei verbalen Attacken...
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Sylter RosenSylter Rosen

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Sylt im Sommer und ein familiengeführter Pferdehof - Ein Inselroman zum Träumen und Schwelgen für alle Fans von Sontje Beermann und Julia Rogasch»Ich antwortete nicht auf seine Frage. Sein linker Arm lag auf der Banklehne. Er könnte mich erreichen mit seiner Hand, meine Schulter berühren, wenn da nicht ein Geschirrtuch zwischen uns wäre. Würde er dann den Arm um mich legen? Ein Geschirrtuch, das uns trennte  – verflucht.«Liebeskummer, Geldsorgen und Schreibblockade: Es könnte besser laufen für die junge Autorin Lisa. Traummann Markus hat sich als Betrüger entpuppt und Lisa ohne einen Cent und mit einer üppigen Hotelrechnung auf Sylt sitzengelassen. Außerdem ruft ihr Verlag täglich an und möchte endlich eine Idee für ihren neuen Roman sehen. Da kommt der Job auf dem Insel-Pferdehof gerade recht. Hier trifft Lisa den wortkargen, aber attraktiven Kristian, der zwar ihr Herz bewegt, den sie aber nicht recht einschätzen kann ...
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Paracelsus - Die Fragen der Toten

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Paracelsus’ Suche nach der menschlichen Seele fordert ihren Tribut – der große historische Mittelalterroman um den berühmten Arzt für alle Leser*innen von Noah Gordon und Ken FollettDer junge Paracelsus ist endlich Arzt beider Arzneien. Eines aber lässt ihm keine Ruhe: Er will die menschliche Seele finden. Verfolgt vom uralten Zauberorden des roten Gürtels begibt er sich auf Wanderschaft – quer durch Europa. Immer mit dem Ziel, das Geheimnis doch noch zu lüften. Währenddessen wütet in Basel die Pest. Paracelsus’ Freund Caspar muss als Stadtarzt hilflos mitansehen, wie die Seuche Hunderte seiner Patienten dahinrafft. Als sich der nunmehr berühmte Paracelsus zurück in seine Heimat wagt, kommt es im allgemeinen Chaos plötzlich zu einer Reihe von mysteriösen Todesfällen. Verzweifelt sucht Caspar nach dem Mörder. Die ungleiche Freundschaft wird auf ihre größte Zerreißprobe gestellt.Das Spätmittelalter als Zeit des Aufbruchs und der unglaublichen Intrigen Das beschauliche Basel wäre ohne Paracelsus kaum zum Brennpunkt der Medizingeschichte geworden. Schillernd und authentisch entfaltet sich die Stadt an der Schwelle zur Renaissance in „Paracelsus“ zu einem bunten Tableau mittelalterlichen Lebens  -hervorragend recherchiert und mit packender, leichter Feder geschrieben. Hexerei, Intrigen und Bürgerkrieg: ein würdiger Nachfolger des „Medicus“ Eva-Isabel Schmid weiß, wovon sie schreibt: Die studierte und praktizierende Ärztin glänzt in ihrer Reihe und schafft es mühelos, ihrem historischen Roman nicht nur Tempo, sondern auch Tiefe zu verleihen.Dies ist Teil 2 der Paracelsus-Reihe.
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Eine geheimnisvolle Familiensaga in Cornwall

Ein geheimnisvoller Koffer, ein tragisches Geheimnis und zwei junge Frauen, die ihren Weg finden müssen – in ganz unterschiedlichen Zeiten. Eine spannende, romantische Familiengeschichte in Cornwall„Auf den ersten Blick wirkt der Koffer nicht gerade vielversprechend. Doch er beinhaltet mehr von mir, als ich dir zu sagen vermag.“Stella Morrison arbeitet auf einer Farm in Texas, als ein dringender Anruf ihrer Mutter sie zurück nach Hause ruft. Von ihrer geliebten Großmutter erbt sie einen Koffer, der Erinnerungen und persönliche Gegenstände einer ihr fremden Frau – Charlotte Malbury – enthält. Von einem großen Unrecht, das ihrer Familie widerfahren sei, ist die Rede. Das Geheimnis lässt Stella nicht mehr los, und so reist sie nach Malbury an die raue Küste Cornwalls, um die Wahrheit herauszufinden.
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