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Unbegründete Ängste
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„Wie sich Christians Bezugspersonen und Satelliten (miss-)verstehen, beeinflussen, Halt geben und helfen, zeigt ›Unbegründete Ängste‹ mit leisem Humor, viel Wohlwollen, Respekt und Charme.“
Deutschlandfunk Kultur - Studio 9Beschreibung
Christian Lotz (30) lebt als queerer Single in einer sächsischen Kleinstadt. Jeden Sonntag trifft er sich mit seinen Eltern zum Sektfrühstück, unter der Woche arbeitet er im Fitnessstudio. Muskulös und gutaussehend – seine Mutter schwärmt, er sehe aus wie David Beckham Anfang der 2000er –, ist er innerlich von Unsicherheit geplagt und sorgt sich im Grunde um alles: Wie wirkt er auf andere? Warum findet er nicht den richtigen Mann? Was bringt die Zukunft in Zeiten von Klimawandel, Rechtsextremismus und Pandemien? Und ist er nicht vielleicht längst unheilbar krank, wie ihm seine täglichen…
Christian Lotz (30) lebt als queerer Single in einer sächsischen Kleinstadt. Jeden Sonntag trifft er sich mit seinen Eltern zum Sektfrühstück, unter der Woche arbeitet er im Fitnessstudio. Muskulös und gutaussehend – seine Mutter schwärmt, er sehe aus wie David Beckham Anfang der 2000er –, ist er innerlich von Unsicherheit geplagt und sorgt sich im Grunde um alles: Wie wirkt er auf andere? Warum findet er nicht den richtigen Mann? Was bringt die Zukunft in Zeiten von Klimawandel, Rechtsextremismus und Pandemien? Und ist er nicht vielleicht längst unheilbar krank, wie ihm seine täglichen Internetrecherchen weismachen wollen? Seine Antwort ist stets die größtmögliche Katastrophe. So wächst in Christian eine existenzielle Angst, die bald keinen Anlass mehr kennt. Erst als seine Lage unübersehbar wird, öffnet er sich seinem Umfeld – und erfährt: Geteilte Angst ist halbe Angst. Und manchmal braucht es bloß einen Funken Mut.
„Res Siguschs Roman stellt die großen Fragen im Kleinen. Das ist queer und witzig, gegenwärtig und klug. Große Empfehlung!“ Markus Thielemann
Über Res Sigusch
Events zum Buch
Res Sigusch liest aus „Unbegründete Ängste“ in Greifswald
Res Sigusch mit "Unbegründete Ängste" zu Gast bei Leipzig liest
Res Sigusch liest aus „Unbegründete Ängste“ in Wittenberg
Res Sigusch liest aus „Unbegründete Ängste“ in Berlin
Aus „Unbegründete Ängste“
ADRENALIN
August – September
1
Da ist eine Bushaltestelle im Abendlicht. Da sind ein Maisfeld, ein Wald und ein Kreisverkehr mit drei Ausfahrten. Die erste führt in Richtung Stadt, die zweite in Richtung Dorf und Dorf und noch mal Dorf, und die dritte einen langen Schotterweg hinunter zum Tierheim. Den ganzen Tag hat die Sonne vom Himmel gebrannt, 32 ° Ende August, seit Wochen kein Regen. Staub wirbelt auf, als ein Hund durch das Tor des Tierheims auf den Schotterweg zerrt. Wie in Zeitlupe kämpft er gegen den Menschen an seiner Leine. Christian steht der Schweiß auf [...]
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Pressestimmen
„Res Sigusch gelingt mit ›Unbegründete Ängste‹ eine eindrückliche Charakterstudie eines jungen Mannes auf der Suche nach Halt im Gefühlstrubel und eine lebendige Milieustudie.“
Deutschlandfunk - Büchermarkt„Wie sich Christians Bezugspersonen und Satelliten (miss-)verstehen, beeinflussen, Halt geben und helfen, zeigt ›Unbegründete Ängste‹ mit leisem Humor, viel Wohlwollen, Respekt und Charme.“
Deutschlandfunk Kultur - Studio 9Mit „Wesentliche Bedürfnisse" hast du 2024 debütiert, jetzt folgt „Unbegründete Ängste". Beide Titel klingen fast wie ein Begriffspaar. Erzählen die Romane von zwei Seiten derselben Medaille?
Ja und nein – zwar stehen beide unabhängig voneinander, aber sie eint mein Interesse an allgemein menschlichen Zuständen. In „Wesentliche Bedürfnisse“ waren es Reue und Sehnsucht, nun geht es um Angst und Mut.
Hat dein Erzählen sich verändert zwischen Buch eins und zwei?
Meine Liebe für multiperspektivisches Erzählen ist geblieben, denn es hat den Effekt, dass keine Figur im Roman „recht hat“ und meine Texte also immer mehrere Wahrheiten zulassen. Sprachlich bin ich beharrlicher geworden. Das Schreiben dauert heute länger, weil ich stärker überarbeite und vor allem kürze, streiche, weglasse.
„Unbegründete Ängste“ spielt in einer Kleinstadt in Sachsen, thematisiert den Rechtsruck, Landtagswahlen, gesellschaftliche Spannungen. Wie politisch darf/muss Literatur heute sein?
Ich würde sogar sagen, dass es keine unpolitische Literatur gibt. In allem – jeder Figur, jedem Dialog, jeder Geschichte – drücken sich Machtverhältnisse aus, die strukturell und politisch bedingt sind. Also würde ich eher fragen: Wie politisch bin ich sowohl als Autor*in als auch als Leser*in?
Christian ist queer, aber sein Queersein nicht das zentrale Drama. Wie würdest du deinen Ansatz in „Unbegründete Ängste“ beschreiben?
Queerness ist nur ein Teil komplexer Identität, die nicht jeden Tag gleich erlebt wird, widersprüchlich sein kann und sowieso eingebettet ist in eine Fülle von alltäglicher Erfahrung. Mir geht es darum, queere Figuren zu schreiben, ohne sie auf diesen Teil ihrer Identität zu reduzieren. Es beugt vor, zu eindimensional zu werden. Dafür tagträume ich oft wochenlang von Figuren, bis ich sie aufschreiben kann.


























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