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Vielleicht im Sommer

Roman | „›Tschick‹ aus Bielefeld“ WELT AM SONNTAG
23,00 €
30.04.2026
272 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
12,8cm x 21cm
978-3-492-07383-7

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Piper Verlag GmbH
Georgenstraße 4
80799 München

Beschreibung

Zwei Außenseiter, eine unwahrscheinliche Freundschaft und sieben Sommertage, die alles verändern

In seinem ergreifenden Debüt nimmt uns der junge Autor Lukas Mi-Sa Nguyen Egger mit auf einen unvergesslichen Roadtrip an die Nordsee.

„Draußen starren sie mich an. Wie Doppelhaushälften, die das erste Mal ’nen Plattenbau sehen.“

Sommer 2007: Der 15-jährige Kian, aufgewachsen bei seinem kleinkriminellen Vater, landet nach einem schweren Schicksalsschlag im Heim. Er weiß sofort, dass er dort nicht bleiben kann. Bei einem nächtlichen Fluchtversuch trifft er Marco, der ganz andere Gründe hat abzuhauen.…

Zwei Außenseiter, eine unwahrscheinliche Freundschaft und sieben Sommertage, die alles verändern

In seinem ergreifenden Debüt nimmt uns der junge Autor Lukas Mi-Sa Nguyen Egger mit auf einen unvergesslichen Roadtrip an die Nordsee.

„Draußen starren sie mich an. Wie Doppelhaushälften, die das erste Mal ’nen Plattenbau sehen.“

Sommer 2007: Der 15-jährige Kian, aufgewachsen bei seinem kleinkriminellen Vater, landet nach einem schweren Schicksalsschlag im Heim. Er weiß sofort, dass er dort nicht bleiben kann. Bei einem nächtlichen Fluchtversuch trifft er Marco, der ganz andere Gründe hat abzuhauen. Nach einsamen und harten Jahren im Waisenhaus hat er erfahren, dass er eine Halbschwester an der Nordsee hat. Als es den beiden ungleichen Jungen gemeinsam gelingt auszubrechen, beginnt eine abenteuerliche Reise Richtung Meer. Sie berauschen sich an der neuen Freiheit. Vor allem entdecken sie zum ersten Mal, was es bedeutet, eine Familie zu haben und füreinander da zu sein.

„Wir denken an ›Tschick‹ von Wolfgang Herrndorf und ›Der große Sommer‹ von Ewald Arenz. Der Roman wird jedoch weniger im Modus des Abenteuers als auf der Ebene sozialer Herkunft und emotionaler Abhängigkeit erzählt. Damit verschiebt er das Genre ins Innere der Figuren und durchleuchtet den Habitus männlicher Freundschaft.“ WELT AM SONNTAG

Ein hinreißender und ernsthafter Coming-of-age-Roman: Jung, authentisch, mitreißend – Lukas Mi-Sa Nguyen Egger ist ein neuer Lieblingsautor, der viel zu sagen hat.

Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger wuchs als jüngster Sohn eines vietnamesischen Vaters und einer deutschen Mutter auf und erlebte früh, was es bedeuten kann, kulturell und finanziell am Rand der Gesellschaft zu stehen. Darin fand er die Motivation, sich intensiv mit den Schicksalsbiografien von ausgegrenzten Kindern und Jugendlichen in Deutschland auseinanderzusetzen. Der Wunsch, denen eine Stimme zu geben, die keine haben, mündete in seinem Romandebüt.

„Freundschaft ist der freiwillige Raum, in dem wir aus unseren Rollen ausbrechen dürfen.“ Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger

Nguyen Egger: Vielleicht im Sommer

Medien zu „Vielleicht im Sommer“

Über Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger

Foto von Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger

Biografie

Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger, geboren 2000 in Pforzheim, wuchs als jüngster Sohn eines vietnamesischen Vaters und einer deutschen Mutter auf und erlebte früh, was es bedeuten kann, kulturell und ökonomisch am Rand der Gesellschaft zu stehen. Seine Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen...

Mehr über Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger

Events zum Buch

Lesung mit Musik

Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger präsentiert „Vielleicht im Sommer“ in München

17. Mai 2026
München substanz – Club, Bar und Kneipe
Lesung mit Musik

Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger präsentiert „Vielleicht im Sommer“ in Karlsruhe

21. Mai 2026
Karlsruhe Stadtbibliothek Karlsruhe
Lesung mit Musik

Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger präsentiert „Vielleicht im Sommer“ in Pforzheim

29. Mai 2026
Pforzheim Thalia Pforzheim
Lesung

Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger präsentiert „Vielleicht im Sommer“ in Gießen

19. Juni 2026
Gießen Junge Kirche Gießen
Lesung mit Musik

Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger präsentiert „Vielleicht im Sommer“ in Stuttgart

16. Juli 2026
Stuttgart Stadtbibliothek am Mailänder Platz, Max-Bense-Forum
Lesung mit Musik

Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger präsentiert „Vielleicht im Sommer“ in Hamburg

13. August 2026
Hamburg Musikpavillon Planten un Blomen

Aus „Vielleicht im Sommer“

1

Kian schweigt. Er tastet die Narbe hinter seinem Ohr ab. Die Aludecke, die ihm ein Sanitäter vor wenigen Sekunden über die Schultern gelegt hat, rutscht runter und fällt achtlos auf den Teppichboden.

„Irgendwie saß er die ganze Zeit still da. Keine Ahnung, was mit ihm los ist.“ Der Polizist tritt zur Seite und macht Platz für den Sozialarbeiter, der vor wenigen Sekunden durch die Tür gekommen ist und nun die Tapete betrachtet. Der Beamte mustert ihn und winkt ab. „Das ist Ihr Job.“

Der dürre Mann rückt seine Hornbrille zurecht, löst seinen Blick von der Wand und [...]

Buchcover müssen unverändert und vollständig wiedergegeben werden (inklusive Verlagslogo). Die Bearbeitung sowie die Verwendung einzelner Bildelemente ist ohne gesonderte Genehmigung nicht zulässig. Wir weisen darauf hin, dass eine Zuwiderhandlung rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Blogbeiträge zum Buch

Spannende Debüts 2026

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Außergewöhnliche Neuerscheinungen von talentierten jungen Debütautor:innen, die uns mit ihren einzigartigen Stimmen und Geschichten begeistert haben.

weitere Infos

Bewertungen

Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger
Vielleicht im Sommer.
2 Bewertungen

Vielleicht im Sommer

Anna-Naemi Düver
am 10.10.2025

Lukas ist einfach so ein Talentierter Mensch. Was soll man dazu noch sagen. Das Buch wird Crazy gut

Klare Empfehlung

Manuel Bäuerle
am 04.05.2026

Ein wunderbares Buch eines unfassbar talentierten Autors

INTERVIEW

Lieber Lukas, wie bist Du zum Schreiben gekommen? 
Ich kann nicht genau sagen, wann das Schreiben an gefangen hat. Ich weiß nur, dass ich schon als Kind Geschichten erfunden und meiner ältesten Schwester zum Testlesen gegeben habe. Dass mich Worte bereits in frühen Jahren so fasziniert haben, liegt sicher an der Familie, in die ich hinein geboren wurde: Mein Vater ist Vietnamese, und wäre ihm nicht das tragische Schicksal zuteilgeworden, im Vietnam krieg aufwachsen zu müssen, dann wäre aus ihm ganz bestimmt ein Poet geworden. Meine Mutter ist Deutsche, und auch sie hat ein besonderes Sprachgefühl. Als jüngstes von vier Kindern vollendete ich diese bunte Familie, in der vor allem zwei Dinge sehr wichtig waren: Essen und Reden. Oft saßen wir stundenlang zusammen, haben Reis gegessen, Geschichten erzählt, diskutiert und uns gegenseitig unterbrochen. Worte waren also schon immer wichtig für mich. Und da es mir oft schwerfällt, mich zu öffnen, ist das Schreiben für mich auch immer eine Art der Reflexion und Selbstoffenbarung. Außerdem macht es mir unglaublich viel Spaß. Ich vergesse die Zeit beim Schreiben. Und ich liebe die Momente, wenn die Figuren anfangen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Das ist manchmal anstrengend, wenn sie dir dein ganzes Skript verdrehen, aber ich werde gern von ihnen überrascht. 

Wie bist Du auf die Geschichte von Kian und Marco gekommen?
2019 habe ich die erste Idee aufgeschrieben. Ich wollte jungen, einsamen und ohnmächtigen Figuren die Chance geben, so etwas wie Freiheit und Vertrauen zu erleben. Und dann nachfühlen, was das mit ihnen macht. Beim Schreiben und im Austausch mit meinem Bruder Benjamin hab ich dann gemerkt, dass die Geschichte nicht nur leicht sein darf. Die echte Welt ist für mich der Maßstab, deshalb braucht es eine gewisse Härte. Kinder mit gebrochenen Biografien liegen mir sehr am Herzen. Dass ich darüber schreibe, wundert niemanden, der mich näher kennt. Ich kann vieles von dem nachempfinden, was meine Figuren beschäftigt, deshalb das Setting und die Hauptfiguren. 

Was sollen den Leser:innen nach der Lektüre deines Romans bleiben? 
Ein bittersüßer Geschmack auf der Zunge. Vielleicht etwas Wärme, gemischt mit Erinnerungen an eigene Jugendtage. Ich hoffe, dass man meine Figuren nicht so schnell vergisst, wenn man das Buch zuschlägt. Ich wünsche mir Verständnis für Menschen, die am Rand der Gesellschaft aufwachsen. Die von Freiheit vielleicht etwas überfordert sind, die keine Stimme haben und die am Ende auch nur auf der Suche sind – so wie jeder von uns. 

Was war dir beim Schreiben wichtig? Was ist der Kern deines Romans? 
Wir leben in einer Zeit, in der gewisse Stimmen kaum gehört werden. Kinder und Jugendliche sind eine sehr vulnerable Gruppe. Wenn sie dann auch noch aus prekären Verhältnissen kommen, haben sie kaum eine Chance auf Repräsentation. Ich weiß, dass Geschichten Trost spenden und Raum für Identifikation öffnen. Sie ersetzen keine politischen Veränderungen, aber sie können die Gefühle von Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit lindern. Gleichzeitig war mir wichtig, zwischen all den schweren Themen auch Leichtigkeit einzufangen – die Nostalgie, den Sommer, die Freiheit. Etwas, das die Lesenden durchatmen lässt. 

Für wen hast Du den Roman geschrieben? 
Ich habe den Roman während Corona geschrieben – als Student, ohne Kontakte in die Literaturbranche. Entsprechend hatte ich gar keine Veröffentlichung vor Augen. Deshalb habe ich vor allem für mich selbst geschrieben: Ich wollte mir einen Ort geben, den mein jugendliches Ich gebraucht oder gesucht hätte. Und genau damit richte ich mich letztlich an alle. Denn das Erwachsenwerden bringt Themen mit, die uns ein Leben lang begleiten: Freundschaft, Vertrauen, Familie und das Loslösen von der eigenen Herkunft. Ganz egal, ob man mittendrin steckt, ob es erst kurz zurückliegt oder schon Jahrzehnte her ist – jeder kann sich darin wiederfinden. 

Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass Erwachsenwerden nicht an ein Alter gebunden ist. Erwachsenwerden ist die Zeit, in der all diese Fragen aufkommen. Wie unter einem Brennglas. Die Zeit, in der Antworten neu verhandelt werden. Und in der sich alles überwältigend anfühlt: Nach Anfang und Ende. Wann das passiert, ist bei jedem unterschiedlich. Dass jeder diese Zeit durchleben muss, ist unumgänglich. Und weil niemand dieser Zeit entkommt, richtet sich mein Roman letztlich an alle.

Meinungen aus dem Handel

„Ich habe das Buch Vielleicht im Sommer von Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger endlich durchgelesen und bin ganz verliebt."
Mara van Mierlo. BÜCHER WEYER, Köln