Produktbilder zum Buch
Wesentliche Bedürfnisse
Für einen direkten Kontakt und Fragen zum Produkt wenden Sie sich bitte an:
info@piper.de
Piper Verlag GmbH
Georgenstraße 4
80799 München
„Auf wunderbare Weise zeigt Res Sigusch mit Benjamin als Hauptfigur, dass Geschlechter überhaupt keine Rolle spielen.“
marielle_liestBeschreibung
Kunstprofessor Benjamin Leiser hat alles – Geld, Status, Beziehungen – und ist dennoch nicht zufrieden. Als er auf den Studenten Konstantin trifft, erwählt er ihn zum Sohn, den er nie hatte, aber immer wollte, und erinnert sich an das Jahr '89, als seine Träume noch realisierbar schienen: Maler werden, Vater sein, das Glück finden. 30 Jahre später versucht er, sich diese „wesentlichen Bedürfnisse“ auf kreative Weise zu erfüllen. Ein Künstlerroman und eine Wendegeschichte über verpasste Gelegenheiten und scheinbares Versagen, erzählt mit filmischer Lebendigkeit und multiperspektivischem Witz.
»D…
Kunstprofessor Benjamin Leiser hat alles – Geld, Status, Beziehungen – und ist dennoch nicht zufrieden. Als er auf den Studenten Konstantin trifft, erwählt er ihn zum Sohn, den er nie hatte, aber immer wollte, und erinnert sich an das Jahr '89, als seine Träume noch realisierbar schienen: Maler werden, Vater sein, das Glück finden. 30 Jahre später versucht er, sich diese „wesentlichen Bedürfnisse“ auf kreative Weise zu erfüllen. Ein Künstlerroman und eine Wendegeschichte über verpasste Gelegenheiten und scheinbares Versagen, erzählt mit filmischer Lebendigkeit und multiperspektivischem Witz.
„Das ist meisterlich und sehr raffiniert, wie Res Sigusch Perspektiven wechselt, wie unser Blick geführt wird und unsere Wahrnehmung. Sodass wir, je nachdem, durch welche Augen und zu welchem Zeitpunkt wir auf diesen Mann und den Mikrokosmos des Kunstbetriebs schauen, das Gefühl haben, er ist ohne Moral – oder aber voller Mitgefühl und Liebe. Am Ende steht da ein echter Mensch; und der bleibt.“ Sandra Hoffmann
Über Res Sigusch
Aus „Wesentliche Bedürfnisse“
I
Benjamin ist auf dem Weg zur Galerie. Frisch gewaschenes Haar, Wintermantel, schwarze Jeans und dazu passende Lederschuhe. An der Ecke biegt er in die Straße ein: Gelächter, das Klirren von Sektgläsern, Zigarettenrauch weht ihm entgegen. Die Gäste stehen in ihren Mänteln, königsblau und creme, unter der Leuchtschrift der Galerie. Vorteilhaftes Licht, denkt er.
Er geht auf die Gruppe zu, in der er Stephan stehen sieht. Gratulation, sagt Benjamin zu ihm und meint es fast so.
Stephan klopft ihm auf die Schulter. Na endlich, sagt er, ich dachte schon, du kneifst.
Bevor [...]
Das könnte Ihnen auch gefallen
Pressestimmen
„Ein toller Roman“
WortART - Radio Weser„Es ist ein Künstlerroman und gleichzeitig eine Wendegeschichte über verpasste Gelegenheiten.“
Ruhr Nachrichten„Der Roman besticht durch seine tiefgründige Erzählweise und den lebendigen, oft humorvollen Dialogen.“
Podcast Book Shot„Res Sigusch balanciert die Perspektiven auf den Kunstbetrieb und das Nachwende Berlin so aus, dass diese Welt sowohl völlig skrupellos erscheint als auch voller Empathie und Fürsorge.“
Monopol - Magazin für Kunst und Leben„Ein atmosphärisch dichter Künstler-, Identitäts-, Wende- und Gesellschaftsroman mit einem Tupfer Kulturkritik und starken Verschwindens- und Auflösungsbildern, melancholisch und voller Sehnsucht. Auf mehr von Res Sigusch darf man gespannt sein.“
(A) Buchkultur - Das internationale Buchmagazin„Auf wunderbare Weise zeigt Res Sigusch mit Benjamin als Hauptfigur, dass Geschlechter überhaupt keine Rolle spielen.“
marielle_liest
Bewertungen
Große Benjamin-Liebe
„Wesentliche Bedürfnisse“ handelt von Benjamin Leiser, einem Kunsprofessor, der Vorlesungen hält und damit die Studierenden mitreißt und in seinen Bann zieht. Dieser Roman handelt aber auch von der Zeit des Mauerfalls, vom Erwachsenwerden und vom Erwachsensein, von Wünschen und Plänen, die wieder…
„Wesentliche Bedürfnisse“ handelt von Benjamin Leiser, einem Kunsprofessor, der Vorlesungen hält und damit die Studierenden mitreißt und in seinen Bann zieht. Dieser Roman handelt aber auch von der Zeit des Mauerfalls, vom Erwachsenwerden und vom Erwachsensein, von Wünschen und Plänen, die wieder verworfen werden (müssen), vom Selbstwertgefühl und vom Zweifeln, davon neu anzufangen und von der ewigen Suche nach der eigenen Definition von Glück.
In so vielen Aspekten des Romans habe ich mich gut aufgehoben gefühlt, ich habe eigene Gedanken wiedererkannt, konnte so vieles nachempfinden und habe mich auch manchmal über Benjamins Verhalten geärgert - so als würde ich mich über meine eigenen kleinen Eigenarten ärgern. Auf wunderbare Weise zeigt Res Sigusch mit Benjamin als Hauptfigur, dass Geschlechter überhaupt keine Rolle spielen. Wir alle haben dieselben Sorgen, fühlen uns manchmal als Versager*innen, streben nach der ganz persönlichen Erfüllung und sind hin und wieder einsam, egal ob wir in Gesellschaft von Mitmenschen sind oder nicht.
Übrigens ist eine gewisse Melancholie Benjamins stetige Begleiterin, was der Geschichte eine wundervolle Schwere verleiht.
Ich hätte nie und nimmer für möglich gehalten, dass ich mich mit einem männlichen Protagonisten einmal so verbunden fühlen und mich so sehr mit ihm identifizieren könnte. Und gerade dieses Sprengen von Grenzen, dieses Durchbrechen von Altgedachtem habe ich an diesem Roman so geliebt.
Ein spannender anderer Aspekt des Romans ist die Definition von Kunst. Schließlich ist Benjamin Kunstprofessor und die Thematik spielt durchweg eine Rolle, wenn für mich auch nicht die Hauptrolle. Doch als Kunstinteressierte war dieser Punkt ein Mitgrund für die Entscheidung, das Buch zu lesen. Dass die Thematik auf diese rebellische, trotzige und unvoreingenommene Art durch Benjamin verkörpert wurde, hat mein Herz für die Kunst mehr als erfüllt.
Große Leseempfehlung für eine frische und gefühlvolle Geschichte, für die ich mir eine Fortsetzung wünsche.