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The Joy(ce) of Running – Der Lauf meines Lebens The Joy(ce) of Running – Der Lauf meines Lebens - eBook-Ausgabe

Joyce Hübner
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Die Deutschlandumrundung

— 120 Marathons, 5127 Kilometer und 69 656 Höhenmeter
Paperback (20,00 €) E-Book (19,99 €)
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The Joy(ce) of Running – Der Lauf meines Lebens — Inhalt

20 Wochen, 69.656 Höhenmeter, 5127 Kilometer: In 120 Marathons rund um Deutschland

Joyce Hübner kann sich ein Leben ohne den Laufsport nicht mehr vorstellen: „Wer einmal ein Runner’s High erlebt hat, weiß, wovon ich spreche.“ Am 1. Mai 2023 startete sie ihr größtes Projekt, in 143 Tagen Deutschland an der Grenze zu umrunden und dabei insgesamt 5127 Kilometer und 69.656 Höhenmeter in 120 Marathons zurückzulegen. Ganz schön ambitioniert! Die zähe Joyce lässt sich weder von alpinen Bergstrecken mit Schneefeldern stoppen noch von Krankheit, extremer Hitze, Regen oder Wind. In den sozialen Medien, allen voran TikTok, fiebern Hunderttausende mit @runninggirl.joyce mit. Und auch live begleiten sie Hunderte andere begeisterte Läufer:innen und Radler:innen aus der Region, sei es für ein paar Kilometer oder für einen ganzen Marathon.

Eine faszinierende Inspiration für Läufer:innen und solche, die es werden wollen

€ 20,00 [D], € 20,60 [A]
Erschienen am 03.05.2024
Mitautor: Carsten Polzin
272 Seiten, Klappenbroschur
EAN 978-3-89029-593-0
Download Cover
€ 19,99 [D], € 19,99 [A]
Erschienen am 03.05.2024
Mitautor: Carsten Polzin
256 Seiten
EAN 978-3-492-60658-5
Download Cover

Leseprobe zu „The Joy(ce) of Running – Der Lauf meines Lebens“

Prolog
Dienstag, 6. Juni 2023, in den Chiemgauer Alpen
Auf alle erdenklichen Emotionen war ich vorbereitet: Erschöpfung. Freude. Oder Stolz.
Aber das hier ist anders.
Wir haben einfach nur Angst.
Unsere Finger klammern sich an alles, was ihnen zur Verfügung steht: Vorsprünge, Steine, die niedrig gewachsenen Latschen. Das widerspenstige Peitschen ihrer Zweige, wenn wir an ihnen vorbei- oder mangels Alternative direkt über sie kriechen, das Stechen der Nadeln an den aufgeschrammten Beinen nehmen wir kaum noch wahr. Auch nicht die Erschöpfung nach über zehn [...]

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Prolog
Dienstag, 6. Juni 2023, in den Chiemgauer Alpen
Auf alle erdenklichen Emotionen war ich vorbereitet: Erschöpfung. Freude. Oder Stolz.
Aber das hier ist anders.
Wir haben einfach nur Angst.
Unsere Finger klammern sich an alles, was ihnen zur Verfügung steht: Vorsprünge, Steine, die niedrig gewachsenen Latschen. Das widerspenstige Peitschen ihrer Zweige, wenn wir an ihnen vorbei- oder mangels Alternative direkt über sie kriechen, das Stechen der Nadeln an den aufgeschrammten Beinen nehmen wir kaum noch wahr. Auch nicht die Erschöpfung nach über zehn Stunden, die wir für die letzten 35 Kilometer gebraucht haben. Hunger und Durst sind nur noch dumpfe, längst vergessene Gefühle irgendwo in den Tiefen des Körpers.
Unsere Prioritäten haben sich längst verschoben. Jede Bewegung ist ein Tasten, ein Ausprobieren, ein Hoffen. Jeder Schritt entscheidet darüber, ob wir uns noch ein Stück weiter auf dem Berggrat halten können oder einfach abrutschen. Wir machen uns längst nichts mehr vor: ein falsches Auftreten, ein Abrutschen mit der Hand, und es wäre das Ende.
Dabei hatte alles so gut angefangen. Wir waren überpünktlich um 6:50 Uhr am Morgen in Ramsau aufgebrochen. Christian, Wolle und ich – drei hoch motivierte Läufer, die sich auf einen sonnigen Trailmarathon in der fantastischen Bergwelt Berchtesgadens und des Chiemgaus freuten. Wir schwatzten munter miteinander und genossen die spektakuläre Kulisse der Gipfelwelt, die sich uns beim Aufstieg eröffnete.
Das GPS leitete uns zielsicher direkt in den Fels. Als die ersten gesicherten Steige zu erklimmen waren, verloren wir noch nicht die gute Laune. Während wir durch die ersten Schneefelder stapften und uns in Geröllhängen auf allen vieren nach oben zogen, wechselten wir uns mit dummen Sprüchen und Galgenhumor ab, um uns von einem unguten Gefühl abzulenken, das uns langsam beschlich: Das, was das Navi uns hier als Weg anpries, war eine Querfeldein-Expedition ins Nirgendwo. Und dass wir sie durchzogen, war alles andere als vernünftig. Am ersten Gipfelkreuz, nach fast vier Stunden, hatten wir lediglich zehn Kilometer geschafft, nicht einmal ein Viertel der geplanten Distanz. Aber wir konnten wieder lachen. Ja, das war hart gewesen. Zweifellos das heftigste Brett seit Beginn dieses Projekts. Aber niemand hatte behauptet, der Deutschlandlauf werde einfach werden. Und ich war sicher, wir hätten das Schlimmste hinter uns. Von nun an würde sich die Strecke flacher gestalten.
Nachdem Wolle im Tal von seiner Frau in Empfang genommen worden war, die sich wegen der fortgeschrittenen Zeit bereits Sorgen gemacht hatte, blieben nur noch Christian und ich übrig, um den Marathon zu Ende zu bringen. Christian ist ein erfahrener Trailrunner, aber auch er kannte die Route nicht, die uns nun den zweiten Anstieg des Tages bescherte. Ein Berg von 1961 Meter Seehöhe lag noch zwischen uns und dem Ziel. Das Sonntagshorn. So ein schöner Name, da konnte es nicht schlimm werden. Es war bereits später Nachmittag, als wir den Berg in Angriff nahmen, und niemand von uns hatte eine Stirnlampe dabei, doch das machte uns nicht sonderlich viel Sorgen. Christian ist ein lustiger Typ mit viel Energie und unermüdlicher guter Laune, und wir stiegen voller Zuversicht erneut in die zerklüfteten Felsen der Bergwelt auf.
Der Ausblick auf die schneebedeckten Spitzen um uns herum war Ehrfurcht gebietend und machte uns demütig. Es ging auf und ab, die Schneefelder glitzerten in der letzten Sonne des Tages.
Während wir dem Gipfel entgegenkletterten, sprachen wir noch darüber, wie besonders und herausfordernd dieser Tag verlaufen war. Und wie einzigartig das Erlebnis uns in Erinnerung bleiben würde.
Doch das ist über zwei Stunden her. Die Erinnerung an eine andere Welt.
Längst sprechen wir nicht mehr.
Vor uns liegt ein schmaler Bergkamm, der zu beiden Seiten aus Hunderte Meter steil abfällt. Entsprungen dem Albtraum eines Menschen mit Höhenangst.
Es gibt nach wie vor eine Linie, die das GPS störrisch anzeigt. Aber da ist kein Weg. Nur Büsche, Fels, loses Gestein. Lange sitzen wir am Beginn des Grats und sind ratlos. Dann ernüchtert. Und schließlich nur noch verzweifelt.
Wie kommen wir aus dieser Nummer raus? Abbruch? Bergwacht? Es ist einer der wenigen Dialoge, die wir in den letzten Stunden geführt haben.
„Soll ich die Bergrettung rufen?“, frage ich Christian, der ein paar Meter von mir entfernt hockt und stumm in die Ferne blickt.
„Nein. Die können hier oben ohnehin nichts ausrichten.“
Noch länger hier zu sitzen, weiter auszukühlen und darauf zu warten, dass die Sonne untergeht, ist keine Option. Also setzen wir uns in Bewegung. Jeder für sich in Gedanken versunken und so konzentriert, wie es uns der Kopf noch erlaubt.
„Das ist wie Leben oder Tod“, stoße ich irgendwann hervor.
Nach langer Pause erwidert Christian: „Ich wähle das Erste.“
O ja, das wähle ich ebenfalls, denke ich, während meine rechte Hand erneut nach dem feuchten Zweig einer Latsche tastet, um irgendwo Halt zu finden.
Ich hoffe nur, dass ich wirklich die Wahl habe.


Teil 1: Der wilde Osten – Etappen 1 bis 30
Kilometer: 1282
Höhenmeter uphill: 28623
Höhenmeter downhill: 27676
Reine Laufzeit: 167:13 Stunden


Der erste Tag von vielen Tagen – Etappe 1
Fünf Wochen zuvor 
Montag, 1. Mai:  Von Frankfurt (Oder) nach Eisenhüttenstadt 
9:57 Uhr.
In ein paar Minuten ist es so weit, und ich will eigentlich gar nicht loslaufen.
Viel zu großartig ist das hier alles. An der imaginären Startlinie auf der Stadtbrücke stehen zahlreiche Zuschauer, der Oberbürgermeister, Radio Oderwelle und andere Medien. Und vor allem knapp 30 Laufbegeisterte, die mich an diesem ersten Tag begleiten wollen. Die meisten kannte ich vorher noch nicht, aber es sind auch einige mir liebe Menschen dabei, die extra zum Start angereist sind. Ein Freund ist gar überraschend aus Kenia eingeflogen, um mich auf die Strecke zu schicken, was mir alle verschwiegen haben und was mich sehr berührt. Wir haben uns so lange nicht gesehen, und nun soll ich schon wieder davonlaufen?
Aber zum Laufen bin ich da. Heute und die nächsten viereinhalb Monate lang wird es für mich nichts anderes geben.
Es herrscht allgemeine Aufbruchsstimmung. Noch einmal werden hier und da Hände geschüttelt und Umarmungen ausgetauscht, dann zählen wir gemeinsam von zehn runter.
Los geht’s.
Nach ein paar Hundert Metern stoße ich gleich auf das erste Hindernis: Aufgrund des Stadtfests stehen uns zahlreiche Bierbänke im Weg. Der Tross findet aber auch ohne Navi hindurch, und ich lasse die Eindrücke der ersten Minuten auf mich wirken.
Ich bin zwar in Brandenburg aufgewachsen, war jedoch noch nie zuvor in Frankfurt (Oder) gewesen. Jetzt erkenne ich, was ich verpasst habe: Es ist ein lebhaftes Städtchen mit prachtvollen Altbauten und modernen Straßenzügen, zahlreichen Plätzen – und vor allem Brücken. Die friedlich dahinfließende Oder markiert die Grenze zu Polen. Auf der anderen Seite liegt die Stadt Słubice, und der Austausch zwischen Deutschland und Polen scheint hier sehr rege zu sein, zumindest lässt der starke Autoverkehr auf den Brücken darauf schließen.
Bei Kilometer 9 erwartet mich die erste Frühstücksstation in Gestalt meines Freundes Sven und unseres Autos. Meine Follower auf Instagram und TikTok kennen Sven als @der_praktikant_von_joyce, oder einfach „der Praktikant“. Diese liebevolle Bezeichnung hat er sich selbst gegeben, und seine Funktion wird für die nächsten Monate tatsächlich eine sehr vielfältige sein – ein Mädchen für alles und der Mann fürs Grobe zugleich, mein Helfer, meine Verpflegungsstelle, mein Taxi ins Hotel und zum Startpunkt, mein Logistiker, Manager und nicht zuletzt mein Seelentröster. Ohne ihn, das wusste ich von Beginn an, wäre ein Projekt dieser Dimension nicht möglich. Daher bin ich ihm unendlich dankbar, dass er mich begleitet. Ich zeige es ihm aber nicht jeden Tag, damit er nicht zu übermütig wird.
Nachdem er mich mit Energieriegeln und einem Isodrink versorgt hat, schickt er mich wieder auf die Strecke.
Kilometerlang geht es nun am Fluss entlang, für mich und alle, die nicht schon entschieden haben, dass ihr Laufpensum für heute erfüllt sei. Der Uferweg ist mitunter so wurzelig und überwachsen, dass man Trailschuhe gebrauchen könnte. Das GPS leitet uns mitten durchs Gebüsch, über Bahngleise, die wir mit mulmigem Gefühl queren, und in diverse Sackgassen. Immer wieder müssen wir uns einen eigenen Weg suchen, denn dort, wohin das Navi weist, stoßen wir auf undurchdringliches Grün, Zäune oder Wasser. Ich verspüre ein bisschen schlechtes Gewissen, erst recht den Einheimischen gegenüber, denn ich bin diejenige, die die Route geplant hat, und ich bin auch dafür verantwortlich, dass wir uns mehr als einmal im Dickicht verfranzen und mit Netzen gesicherte Gerollhänge erklimmen. Wir hätten wohl alle nicht damit gerechnet, dass bereits am ersten Tag so viele Höhenmeter zusammenkommen. Das tut der Stimmung in dem noch immer beeindruckend großen Pulk aber keinen Abbruch. Wir scherzen und lachen miteinander und sind uns einig darin, dass es irgendwie ein besonderes Gefühl ist, sich so direkt an einer Grenze entlangzubewegen.


Was wird mir alles bevorstehen?
Die Markierungen säumen das Ufer und wehren sich mal mehr, mal weniger erfolgreich dagegen, vom Gebüsch überwuchert zu werden. Schwarz-rot-gold sind die Plastikpfähle angemalt. Grenzsteine aller Art werde ich in den kommenden Wochen noch in allen möglichen Variationen zu sehen bekommen. Langsam wird mir klar, dass dieses Projekt nun wirklich begonnen hat, und beginne zu begreifen, welche Dimension es eigentlich aufweist.
Jeden Tag ein Marathon, und das 120-mal hintereinander. Am Ende werde ich über 5100 Kilometer in den Beinen und einmal Deutschland umrundet haben. Das Projekt verspricht ein Grenzlauf im doppelten Sinne zu werden: Ich werde so viel wie möglich direkt die Außengrenze unter die Füße nehmen und dabei auf die eine oder andere Weise meine eigenen Grenzen kennenlernen. Was wird mir alles bevorstehen? Wenn ich auf die Karte sehe, stelle ich fest, dass ich von den meisten Orten und Landschaften, die ich passieren werde, überhaupt nicht gehört habe. Obgleich sie in meinem Heimatland und damit gewissermaßen vor der Haustür liegen. Auch das ist etwas, das mich zu diesem Abenteuer inspiriert hat: Deutschland so kennenzulernen, wie man es sonst nie vermag.
Wir befinden uns auf dem Weg nach Eisenhüttenstadt, und das in einer herrlichen Landschaft. Schattige Kiefernwälder empfangen uns, und es zwitschert munter vor sich hin, als wäre hier nie etwas anderes gewesen als unberührte Natur. Dabei ist dieses Landschaftsschutzgebiet aus dem ehemaligen Braunkohletagebau hervorgegangen und muss Ende der 1980er-Jahre mehr als deprimierend ausgesehen haben. Heute ist es einfach nur ein Genuss, hier entlangzutraben, und eine willkommene Abwechslung nach der gleißenden Mittagshitze am Flussufer.
Irgendwo rechts neben uns liegt der Helenesee, ein Badesee mit Strand und sehr sauberem Wasser, der schon einmal zum schönsten See Brandenburgs gekürt wurde. Leider haben wir keine Zeit für einen Abstecher dorthin, denn bis zum Etappenziel sind es noch 16 Kilometer zu laufen.
Als könnte es nicht noch abwechslungsreicher werden, führt die Strecke erst auf einen Damm, dann säumen leuchtende Rapsfelder den Weg. Zahllose Bienenkästen werden von ihren summenden Bewohnern umkreist. Rapshonig wäre sicherlich keine schlechte Läufernahrung, zumal ich schon jetzt darauf achten möchte, so viel Kalorien wie möglich zu mir zu nehmen.
Da ich wohl kaum eine Wabe aus einem der Kästen nehmen kann, widme ich mich lieber der Aussicht auf den nächsten Verpflegungspunkt, der etwa fünf Kilometer entfernt ist. Inzwischen sind wir nur noch zu fünft, eine kleine Runde, die hoch motiviert, die letzten Kilometer dieses Marathons vollzumachen.
Auch die Grenzpfähle zeigen eine Art Countdown. Eben war es noch Grenzpfahl 473, jetzt 471. Wenn wir noch alle runterzählen müssen, wird das ein langer Tag.
Auf der endlosen Gerade in Richtung Ziel stoßen zwei weitere Läufer zu uns. Wie schön, dass wir den letzten Teil der Strecke gemeinsam in Angriff nehmen können, obwohl es inzwischen in der Gruppe verdächtig still geworden ist. Ab Kilometer 30 schlägt im Marathon üblicherweise der „Mann mit dem Hammer“ zu, und einige, die von Anfang an dabei sind, bekommen ihn sicherlich gerade zu spüren. Mir selbst geht es, wie man so schön sagt, den Umständen entsprechend gut. Klar, es ist heiß, die Oberschenkel schmerzen, und ich habe Durst. Aber es ist alles im Plan. Bewusst halte ich ein Tempo, das weit unter dem liegt, mit dem ich normalerweise 42,2 Kilometer absolvieren würde. Überzöge ich bereits am ersten Tag, könnte das ein sehr frühes Aus meiner Deutschlandumrundung bedeuten, und das Risiko will ich definitiv nicht eingehen. Es gilt, jeden Tag so entspannt wie möglich durchzulaufen und mit dem Gefühl anzukommen, dass es eigentlich noch einmal genauso lange weitergehen dürfte.
Das gelingt mir heute recht gut.


Zwei Bonuskilometer
Die letzten Kilometer über das Kopfsteinpflaster von Eisenhüttenstadt reißen wir easy ab, und die Stimmung unter den Damen und Herren in meiner Begleitung hebt sich wieder. Klar, die letzte Verpflegungsstation mit den Köstlichkeiten, die der Praktikant bereitstellt, wartet auf uns. Und der Zielschuss.
Leider zu früh gefreut. Wir stellen fest, dass wir uns durch die falsche Navigation und unsere eigenen Wegfindungskünste keine Umwege, sondern sogar eine Abkürzung eingefangen haben. So stehen am Zielpunkt erst 40 Kilometer auf der Uhr.
Es hilft nichts, wir müssen weiter. Wieder aus der Stadt raus, geht es noch einmal als Bonus für einen 15-minütigen Rundkurs auf den in der Hitze gleißenden Asphaltweg durch die Wiesen.
Schließlich sind sich unsere Laufuhren aber doch einig, dass die Marathondistanz voll ist. Jubel, Erleichterung, Händeabklatschen. Feierabend.
Der erste Tag von vielen Tagen ist geschafft. Es war der schönste Auftakt, den ich mir hätte denken können, vor allem, weil so viele dabei waren, mit denen ich dieses Erlebnis teilen konnte: zwei Freunde und mehrere mir zuvor fremde Menschen als Laufbegleitung und mein Freund aus Kenia als Praktikant 2.0 im Auto. Ich bin gespannt, wie es morgen weitergeht und ob überhaupt irgendwer am Start ist. Das wäre zweifellos der Beginn einer neuen Herausforderung, denn so schön es ist, alleine zu laufen, so hilfreich ist es, wenn man sich unter freundlichen Mitläufern gegenseitig motivieren kann.
Aber egal, das wird alles erst in ungefähr 17 Stunden relevant sein. Momentan zählt nur, dass der Auftakt mir Mut gemacht hat. Trotz kleinerer Schwierigkeiten hat alles funktioniert, und irgendwie bestätigt mich das etwas in der Hoffnung, dass das, was ich hier vorhabe, überhaupt möglich ist.


Jetzt erst recht
„Das ist unmöglich.“
Wie oft habe ich diesen Satz bereits zu hören bekommen?
Es begann in meiner Jugend. Aufgewachsen in einem kleinen Dorf in Brandenburg, erwachte schon in jungen Jahren der Wunsch nach Unabhängigkeit in mir. Bereits als Kind hatte ich „Chefrin“ werden wollen, weil ich das Wort „Chefin“ zur bis heute andauernden Belustigung meiner Mutter und Großmutter nicht aussprechen konnte. Sich von anderen etwas vorschreiben zu lassen hatte mir nie gefallen. Noch weniger wollte ich mich damit abfinden, dass ich weniger zählen sollte, nur weil ich ein Mädchen war. Insbesondere mein Großvater war im Grunde seines Herzens enttäuscht davon, dass aus mir kein Junge geworden war.
Aus seiner Sicht konnte ich es nachvollziehen: Er hatte noch zu DDR-Zeiten eine florierende Autowerkstatt aufgebaut und sich dadurch im Dorf einen Namen gemacht. Wenn man mit Autos zu tun hatte, zählte man in diesen Zeiten etwas. Nach der Wende wurde der Betrieb zu einem großen Autohaus, und zahlreiche Familienmitglieder stiegen in das Business mit ein. Dass einmal die Enkelkinder den Betrieb fortführen würden, stand eigentlich klar in den Geschichtsbüchern geschrieben. Ich wäre eine sehr gute Besetzung gewesen. Das Problem war nur: Einem Mädchen traute mein Großvater das nicht zu. Davon abgesehen hatte ich nicht das geringste Interesse daran, das Autohaus zu übernehmen. Ich wollte raus aus dieser Enge des Dorfes, mir etwas ganz Eigenes aufbauen. Ich träumte von einer großen, richtig krassen Karriere. Sollten sie hier doch mit ihren Kleinwagen handeln. Eines Tages würde ich mit dem Porsche vorfahren und es allen zeigen.
„Das schaffst du ohnehin nicht“, hörte ich dann von meinem Großvater. „Vielleicht erbst du das hier alles einmal, aber ansonsten wird aus dir sicherlich nicht viel werden.“
Das werden wir noch sehen, dachte ich mir. Jetzt erst recht.


Weg von hier
Noch hatte ich aber mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Meine beginnende Pubertät und die Scheidung meiner strengen Eltern machten die Situation für alle nicht einfacher, und ich führte mich sicherlich nicht wie ein Musterkind auf. Erst wohnte ich bei meiner Mutter, bis sie mich rauswarf. Dann war ich bei meinem Vater, bis der dasselbe tat. Also wieder zurück zur Mutter.
Eine absolute Notwendigkeit stand mir vor Augen: Ich musste ausziehen. Und weg von hier. Weit weg.
Also schmiss ich die Schule. Kaum dass die zehnte Klasse absolviert war, verließ ich mein Dorf und bewarb mich um eine kaufmännische Ausbildung. Allerdings nicht in Potsdam oder Berlin, sondern in Düsseldorf, 500 Kilometer weit weg.
Nun hatte ich endlich eine eigene Wohnung und verdiente mein eigenes Geld. Das fühlte sich wunderbar unabhängig an und bestätigte mich darin, dass es der richtige Weg gewesen war. Die Ausbildung schloss ich ab und hängte noch ein Studium an, das mich zur staatlich geprüften Betriebswirtin mit Fachrichtung Marketing machte. Ich hegte die Hoffnung, dass mir die Welt ein Stück offenstehen würde, doch die Ernüchterung kam schnell. Der Job, den ich damit bekam, war eine Assistenzstelle, mit der ich nicht sonderlich glücklich war. Ich begann zu kellnern, was mir sehr gut gefiel, und spielte sogar mit dem Gedanken, ein eigenes Café zu eröffnen. Meine Mutter erinnerte mich jedoch daran, dass es noch andere Optionen gab, und schlug mir vor, nach Berlin zurückzukehren und in der Immobilienbranche zu arbeiten, in der sie gut vernetzt war. Ich beschloss, dass es nicht schaden könne, es durch ein dreimonatiges Praktikum auszuprobieren. Zu meiner eigenen Überraschung lief es recht gut. Mein Arbeitgeber wollte mich halten und gab mir die Möglichkeit, nebenberuflich weiter zu studieren, sodass ich schließlich zur Immobilienökonomin wurde. Nach einigen weiteren Stationen landete ich bei einem Wohnungsbauträger als „technische Erwerbermanagerin“. Hinter dieser etwas kryptischen Bezeichnung verbirgt sich ein Bindeglied zwischen Bauträger, Kunden und Projektentwickler.
War das die große Karriere, von der ich immer geträumt hatte? Die, die mir einen Porsche verschaffen würde? Sicher nicht.
Das Bild, das ich einige Jahre zuvor vor Augen gehabt hatte – Joyce hupt im Cabrio vor dem Eingang des Autohauses –, ließ sich allerdings ohnehin nicht mehr verwirklichen. Denn das Autohaus war inzwischen insolvent gegangen.
Dies hatte meinen Großvater schwer getroffen, es war so etwas wie sein Lebenswerk gewesen. Und ich reihte mich aus seiner Sicht vermutlich endgültig ein in die Reihe derer, denen er nicht sonderlich viel zugetraut hatte.
Jahre später, als er bereits pensioniert war, überraschte er mich dann aber mit einer von Herzen kommenden Entschuldigung. Er habe erkannt, dass noch andere Dinge im Leben zählten als die Karriere. Was er damals gesagt habe, tue ihm leid. Er habe verstanden, dass die vorgezeichneten Wege nichts für mich seien und dass ich meinen eigenen gehen würde. Und er sei überzeugt, dass ich eines Tages meine Bestimmung finden würde.
Die Worte meines Großvaters bedeuteten mir viel. Und wir beide ahnten nicht, dass ich diese Bestimmung bereits gefunden hatte. Ich hatte es nur noch nicht verstanden. Denn sie war schon immer ein Teil meines Lebens gewesen: der Sport.


Alles außer laufen
Wenn ich etwas tue, kann ich mich ziemlich gut hineinsteigern. Und das gilt auch für den Sport. Schon als Kind hatte ich sieben Jahre lang im Verein getanzt und unter anderem an Vorführungen in Opas Autohaus teilgenommen. Ich fand mich ziemlich engagiert. Irgendwann wurde ich aber zu groß für die Kinder-Showdance-Gruppe und versuchte mich an Leichtathletik, was – wie ich schnell feststellte – einfach nur langweilig war. Also probierte ich so ziemlich alles andere aus: Volleyball, Handball, Reiten. Dann rutschte ich in die Boxszene. Dazu muss man wissen, dass der Boxsport in meiner Familie seit jeher von Bedeutung ist: Mein Vater und mein Onkel hatten beide im gleichen Verein wie Henry Maske geboxt, und dieser Ruhm strahlte auf die gesamte Familie aus. Deswegen hatten sich auch mein Bruder Roy, meine Cousine und mein Cousin diesem Sport gewidmet, und in jedem Haus unseres Familienverbands hingen Boxhandschuhe an der Wand.
Boxen sagte mir zu, und darin verbiss ich mich richtig. Das allerdings so sehr, dass ich bald wieder damit aufhören musste. Denn ich hatte die Angewohnheit, so stark auf den Sandsack einzudreschen, dass ich den Stift in der Schule nicht mehr festhalten konnte.
Das nebenberufliche Kellnern in Düsseldorf habe ich als Sport definiert – körperlich anstrengend war es allemal. Als ich dann allerdings nur noch im Büro saß, spürte ich, dass ich wieder einen wirklich sportlichen Ausgleich brauchte. Was lag da näher als das Fitnessstudio? Es war die bequemste Art, sich nach getaner Arbeit noch ohne großen Aufwand auszupowern. Für mich bedeutete es natürlich von Tag eins an eine exzessive Nutzung. Ich fand mich sechsmal die Woche an den Geräten wieder. Wenn ich dann so den Rhein entlang nach Hause schlenderte, schlich sich aber eine andere Erkenntnis ein: Noch einfacher, als ständig ins Fitnessstudio zu spazieren, wäre es doch, die Laufschuhe zu schnüren, aus der Haustür zu treten – und los.
Also begann ich zu laufen. Und überraschenderweise gefiel es mir. Das, was mich beim Boxen stets gestört hatte, war das Aufwärmen gewesen: fünf Kilometer um ein kleines Waldstück zu rennen. Ich hasste es und fand es einfach nur öde. Also kürzte ich regelmäßig mitten durchs Unterholz ab, und die anderen wunderten sich jedes Mal, wie schnell ich die Strecke wieder runtergerissen hatte. Mein Trainer wunderte sich sogar so sehr, dass er sich irgendwann ins Auto setzte und uns verfolgte. Ich wurde erwischt und hatte fortan beschämt unter regelmäßiger Kontrolle die vollen fünf Kilometer durchzuziehen, koste es, was es wolle.
Nun also, mit Mitte 20, begann ich erstmals in meinem Leben, mit Freude zu laufen, aber Ambitionen entwickelte ich dabei nicht wirklich. Im Gegenteil. Veranstaltungen interessierten mich nicht. Und wenn ein Kollege, der Marathon lief, am Morgen nach dem Wettkampf humpelnd ins Büro kam, dachte ich nur verächtlich: Wie verrückt muss man sein, das zu tun?
Ich sollte es bald erfahren.
Der Umzug nach Berlin bedeutete einen erneuten Umbruch. Ich kam nicht so richtig wieder ins Laufen und ahnte, dass ich noch ewig so vor mich hin trotten würde, wenn ich mir nicht einen Anlass gab, mehr zu tun. Also meldete ich mich spontan für den 2016er Halbmarathon in Berlin an.
Es wurde der Lauf, der alles änderte.
Immer wieder lese und höre ich davon, wie sehr sich das Laufen im Training und das im Wettbewerb unterscheiden. Eigentlich ist es für mich das Gleiche. Aber dann auch wieder nicht. Denn sonst joggte ich alleine durch die Parks. Nun befand ich mich inmitten Tausender Menschen, die mindestens so verrückt waren wie ich. Die sich gegenseitig pushten, motivierten, anfeuerten. Am Tag des Wettkampfs sorgt bereits das Adrenalin dafür, dass man weitaus schneller läuft als auf seiner Trainingsrunde. Manchmal gar zu schnell, sodass die Gefahr besteht, zu überziehen, also so viel zu schnell zu laufen, dass man sich damit selbst zu schnell erschöpft, was zum kompletten Einbrechen führen kann. Ich war Teil einer Bewegung geworden, die ich nicht gekannt hatte, und das war erhebend und aufregend. Ein ganz neues Erlebnis, so unter Gleichgesinnten zu laufen, mit dem sicheren Gefühl, dass es nichts anderes gab, das wichtiger war als das, was wir hier gerade taten.
Mit Überschreiten der Ziellinie hatte ich etwas geschafft, das ich nie für möglich gehalten hatte – 21,1 Kilometer am Stück. Und fühlte mich erschöpft, aber großartig. So großartig, dass ich noch lange von diesem Ereignis zehrte und mich immer wieder bei Wettbewerben anmeldete.
Zugleich fragte ich mich, ob ich noch mehr erreichen konnte, als Halbmarathons zu finishen. Was wäre die nächste Eskalationsstufe? Vielleicht ein Marathon? Daran dachte ich aber noch gar nicht. Es erschien mir immer noch viel zu weit weg.
„Das werde ich niemals tun“, versicherte ich Sven.
„Natürlich nicht“, erwiderte er und grinste dabei irgendwie wissend in sich hinein.
Für mich stand nach den nächsten Halbmarathons und 10-Kilometer-Läufen aber fest, dass ich etwas anderes ausprobieren wollte: 100 Kilometer beim Mammutmarsch 2018. Ja, der war lang, aber ich musste ihn schließlich nicht rennen, sondern nur wandern. Das würde schon zu machen sein. Und was der Körper nicht bereit war zu leisten, würde der Kopf wettmachen.
Leider gab es niemanden in meinem läuferischen Umfeld, der das genauso sah. Also meldete ich mich ganz alleine an. Und da Berlin und München ausgebucht waren und es nur noch freie Plätze in Wuppertal gab, trat ich eben dort an.
Die Teilnehmer trafen immer wieder auf der Strecke zusammen. Viele Menschen erzählten mir ihre Geschichten. Und nicht alle waren Novizen wie ich. Also kam schnell das Thema Marathon auf. So viele Menschen versicherten mir, dass ich das unbedingt machen sollte, und ließen keinen Zweifel daran, dass ich es schaffen würde. Das klang alles so logisch und richtig, dass ich noch vor der Ziellinie den Entschluss gefasst hatte, nun doch bei einem Marathon zu starten.
Als ich es nach dem Finish Sven am Telefon berichtete, lachte er: „Ja, das habe ich mir schon gedacht.“
Den ersten Marathon lief ich dann noch im gleichen Jahr. Und zwar heimlich. Es war ein kleiner Wettbewerb im Grunewald, und niemand sollte es mitbekommen, daher hatte ich außer Sven auch niemanden eingeweiht. Denn was, wenn ich mich völlig übernommen hatte? Wenn ich das nicht schaffte? Alle würden es wissen. Wie unangenehm. Wie. Unfassbar. Peinlich.
Ich schaffte es mit Ach und Krach. Es war alles andere als ein Vergnügen gewesen, sondern ein Kampf, gegen den mir der Mammutmarsch wie ein fröhlicher Betriebsausflug erschien. Aber ich hatte gefinisht und war die nächsten fünf Tage lang, in denen die Beine hart wie Eisen waren und ich zur allgemeinen Erheiterung vom Schreibtisch zur Teeküche humpeln musste, der glücklichste Mensch der Welt.
Mein Umfeld erkannte langsam, dass da etwas in mir vorging, das in dieser Größenordnung niemand erwartet hatte. Und selbst mein Großvater überraschte mich damit, dass er verkündete, er habe alle möglichen Apps heruntergeladen, um meine Läufe live tracken zu können (er formulierte es etwas altmodischer). Das berührte mich.
Ich war nun komplett drin in der Laufbubble: Ein Marathon folgte dem nächsten, Trailwettbewerbe wie der Zugspitz Ultratrail kamen hinzu. Ohne dass ich es so wirklich geplant hatte, war aus mir eine Langstreckenläuferin geworden. Und das hatte mich verändert. Inzwischen konnte ich mir kaum vorstellen, dass mir noch vor wenigen Jahren sechsmal die Woche Fitnessstudio gereicht hatte. Das Laufen in der Natur wollte ich nie mehr missen. Und da ich mich so gern draußen bewegte, begann ich als Ausgleich zum Laufen noch mit dem Rennradfahren und paddelte mit meinem Vater zusammen auf SUPs über die Seen.
Das Laufen wurde in meinem Kopf jeden Tag präsenter, und je mehr Menschen ich kennenlernte, je mehr Geschichten sie mir erzählten, desto faszinierter war ich davon, was alles möglich war: Es gab Menschen, die liefen 100 Meilen am Stück. Es gab welche, die zehn Marathons in zehn Tagen runterrissen. Oder 600 Kilometer nonstop durch die Wüste rannten.


Nur so eine Idee
Über dies alles sprachen wir an einem warmen Abend im Juni 2022 gemeinsam mit Freunden in Potsdam.
In einem Sportgeschäft hatte ein Schuhtesting stattgefunden. Und mit einigen der Läuferfreunde gingen Sven und ich anschließend noch in den Biergarten. Einige Wochen zuvor hatte ich Jonas Deichmann live erlebt, und ich berichtete den anderen, wie begeistert ich von seinem Vortrag gewesen war. Und wie beeindruckt davon, dass er es tatsächlich geschafft hatte, einen Triathlon um die ganze Welt zu machen.
Nun muss man wissen, dass Sven zu jeder erdenklichen Situation einen passenden Spruch auf den Lippen hat. Irgendwer wirft ihm einen Brocken hin, und er zaubert daraus entweder einen blöden Witz oder eine gute Idee – oder beides. Also erwiderte er: „Dann lauf doch einmal um Deutschland herum. Hat noch keiner gemacht.“
Das sorgte für allgemeine Erheiterung in der Runde. Spaßeshalber googelten wir, wie lang die deutsche Grenze eigentlich ist, und kamen zu der Erkenntnis, dass sie um die 3900 Kilometer misst.
Damit war das Thema dann auch schon wieder erledigt, und wir verbrachten noch einen lustigen Abend mit anderen Themen.
Vielleicht hatte Sven bemerkt, dass ich irgendwann etwas ruhiger wurde. Vermutlich dachte er, dass ich einfach nur müde sei.
Als wir jedoch wieder im Auto auf dem Nachhauseweg waren, begann ich wie beiläufig: „3900 Kilometer … das kann man doch laufen. Ich meine, mal ehrlich. In einem Jahr kann man das schaffen, oder?“
Er war nicht überrascht. Er musste den Blick nicht mal von der Straße wenden.
„Das war mir so klar“, gab er nur zurück und lächelte feinsinnig.
Kein „Das schaffst du nicht“. Kein „Das ist unmöglich“.
Das macht ihn aus, und auch deswegen ist er einer der Menschen, die ich am meisten wertschätze. Sven hatte bereits in diesem Moment keine Zweifel daran, dass ich die Entscheidung getroffen hatte, das durchzuziehen. Und ich hatte keine Zweifel daran, dass es genau das war, was ich gesucht hatte.
Am nächsten Tag machten wir uns an die Planung eines Projekts, das der Lauf meines Lebens werden würde.


Die ganze Grenze
Zuallererst musste ich mich noch einmal als Grenzvermesserin betätigen. Deutschland, stellte ich fest, hat mit neun Ländern gemeinsame Außengrenzen: Polen, Tschechien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien, Niederlande und Dänemark. Die 3900 Kilometer kamen ungefähr hin. Etwas überraschend für mich war dabei, dass unsere Bundesrepublik die längsten Abschnitte mit Tschechien und Österreich teilt. Denn die Rechtskurve, die man von Norden kommend unterhalb Zittaus einschlagen muss, geleitet einen über einen gewaltigen Umweg erst nach Westen und dann wieder nach Südosten. Das summiert sich auf über 800 Kilometer. Und die gemeinsame Grenze mit Österreich zieht sich ebenfalls deutlich weiter in die Länge, als ich angenommen hatte – es würden abermals mehr als 800 Kilometer werden, um diese Passage vollständig hinter sich zu bringen. Bei Dänemark begnügt sich die Grenze dagegen mit bescheidenen 68 Kilometern. Das würde man gewissermaßen im Vorbeilaufen erledigen.
So weit die Theorie.
Denn in Wirklichkeit würde ich mich nicht immer direkt auf dem Grenzstreifen bewegen können. Als ich mich an die Feinplanung der ersten Etappen machte, begriff ich, dass die Kilometeruhr schneller heiß lief, als ich gedacht hatte. Der Sommer 2022 wurde zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Planungsprogramm auf meinem Rechner. Jeden Tag machte ich mich am Feierabend daran, die laufbaren Wege auf oder nahe der Grenze herauszusuchen und mich so vom auserwählten Startpunkt Frankfurt (Oder) Richtung Süden und später weiter wieder Richtung Norden vorzutasten. Warum Frankfurt (Oder)? Ich kannte die Stadt nicht. Aber sie war nicht weit von Berlin entfernt und lag direkt an der Grenze. Also Haken dran.
Nach ein paar Wochen prangte die ganze Strecke als blaue Linie auf dem Bildschirm des Laptops: Es waren in der ersten, noch imperfekten Fassung bereits 4800 Kilometer geworden. Nach dem Finetuning ergaben sich schließlich ungefähr 5100 Kilometer.
Das war eine Zahl, die auf eine fatalistische Weise gut klang. Irgendwie war es schon egal, dass es noch mal 1200 Kilometer mehr waren, als das Statistische Bundesamt beteuert. Ich wäre es auch angegangen, hätte ich 7000 Kilometer errechnet.
Klar war nur, dass ich mir dafür keinesfalls ein Jahr Zeit lassen konnte, wie ich es anfänglich erwogen hatte. Im Gegenteil, ich würde so schnell wie möglich unterwegs sein müssen, schon allein deshalb, weil ich einen festen Job hatte und nicht ewig würde weg sein können.
Da ich die Marathondistanz inzwischen ziemlich verinnerlicht hatte, hielt ich sie für eine gute Idee – als Tagesetappe. Mein Taschenrechner sagte mir, dass sich die Gesamtdistanz auf ziemlich genau 120 Marathons aufteilen ließ, wobei das für die einzelnen Routen jeweils ein paar Kilometer mehr als die klassischen 42,2 Kilometer bedeutete. Das klang schon mal hervorragend.
Die Distanzen waren vergleichbar, die Zeiten, in denen ich die jeweilige Tagesetappe absolvierte, würden sich allerdings deutlich voneinander unterscheiden. Es würde lange flache Etappen geben und, vor allem in den Alpen, extrem steile und technisch anspruchsvolle Passagen. Während ich also am Ufer eines Flusses in fünf oder sechs Stunden ins Ziel gelangen könnte, würden es im Gebirge vielleicht zehn Stunden werden. Die Höhenmeter, die man unter die Füße nehmen musste, um unsere mitteleuropäische Heimat zu umrunden, waren nicht zu unterschätzen. Sie summierten sich bereits in der Theorie auf stolze 57000.
Es war inzwischen September, und Sven und ich beschlossen, das Ganze im Mai 2023 starten zu lassen. Dann würde sich das Unterfangen über den Sommer ziehen, was Fluch und Segen zugleich wäre. Für die Gebirgsetappen war es essenziell, denn es würde auf über 2000 Metern durch die Alpen gehen, und diese Wege waren im Winter sicherlich ohnehin nicht begehbar. Der Vorteil war also, dass ich mir um Schneefall und Kälte nicht sonderlich viel Sorgen machen musste und Stunden, Tage und Wochen bei strahlendem Sonnenschein würde verbringen können. Der Nachteil war, dass ich Stunden, Tage und Wochen bei strahlendem … Nun ja, es würde definitiv eine Hitzeschlacht werden, erst recht auf den späten Etappen im Westen und im Norden.
Denn wir wollten das Ganze im Uhrzeigersinn angehen, oder etwas philosophischer gesagt: der Sonne nach. Im Osten geht die Sonne auf, im Süden nimmt sie ihren Lauf … Das klang für die Deutschlandumrundung nach einer einleuchtenden Wegführung und hatte zudem den Vorteil, dass ich bereits nach ca. 27 Marathons ins für mich herausfordernde Gebirge gelangen würde. So wäre ich noch relativ frisch und würde die Alpenetappen hoffentlich souverän hinter mich bringen. Berge waren meine Achillesferse. Als Stadtläuferin, die jahrelang hauptsächlich auf Asphalt gerannt war, hielt sich meine Trailerfahrung in Grenzen und erschöpfte sich in gelegentlichen Ausflügen in den Wald sowie ein paar Trailwettbewerben, und ja, irgendwie auch in den brüchigen Gehsteigen Berlins, die ihre eigene technische Herausforderung darstellten. Ernsthafte Trails hatte ich lediglich im Sommer beim Zugspitz Ultratrail kennengelernt. Auf der Distanz, die liebevoll Basetrail XL genannt wurde, waren wir über teils abenteuerliche Pfade mit 1650 Höhenmetern kreuz und quer durch das Wettersteingebirge geführt worden. Ich hatte glücklich gefinisht und dabei meine Liebe zu den Bergen entdeckt. Großen Respekt vor dem unberechenbaren Terrain, das mich bei meinem jetzigen Vorhaben erwartete, hatte ich trotzdem.
Im Anschluss an die Alpen würde es etwas entspannter werden: lange flache Passagen am Bodensee und am Hoch- und Oberrhein in Richtung meiner alten Wahlheimat, des Rheinlands, bis es irgendwann an die Küste ginge.
Wenn ich da erst mal wäre.
Ich konnte es kaum erwarten, endlich loszulegen. In dieser Phase war es nervenaufreibend, mit anderen Läufern über mein Vorhaben zu sprechen. Anders als sonst waren die Gespräche mit Gleichgesinnten nicht gerade motivierend. „Das ist Wahnsinn“, sagten die meisten. Und einige holten wieder den Spruch heraus, den ich am liebsten mochte: „Vergiss das, Joyce. Das ist unmöglich.“ Leider war mein Großvater inzwischen verstorben und hatte nichts mehr von meinem Vorhaben erfahren. Ich bin mir sicher, er hätte sich den Zweiflern nicht mehr angeschlossen. Ich weiß, er wäre stolz auf mich gewesen.
Andere redeten mir aber unablässig ins Gewissen. Insbesondere die erfahrenen Ultraläufer appellierten mit Engelszungen an mich, von diesem Projekt Abstand zu nehmen. Es wäre ohnehin nicht zu schaffen, und ich würde meine Gesundheit ruinieren, mich womöglich sogar in Lebensgefahr bringen.
Die, die mich kannten, wussten, wie ich auf solche gut gemeinten Warnungen und Ratschläge reagierte. Und die, die mich nicht kannten, ahnten nicht, dass sie mich mit ihren Horrorszenarios noch mehr anstachelten.
Jetzt erst recht!
Zugegeben, ich würde das nicht mit einer Marathon-Pace von 3:58-Minuten pro Kilometer durchziehen können. Solche Distanzen back-to-back zu schaffen bedeutete, dass ich sowohl möglichst langsam und entspannt laufen als auch regelmäßig Ruhetage einplanen musste. Einer pro Woche erschien mir eine sinnvolle Anzahl für die Planung. Würde es nach einzelnen Etappen notwendig werden, früher eine Pause einzulegen, wären wir flexibel.
Wir, das waren natürlich Sven und ich. Denn so wie ihm bewusst war, dass an meiner Entscheidung nicht mehr zu rütteln war, so stand für ihn fest, dass er mich begleiten würde. Die meiste Zeit würde ich in der freien Natur, abseits von Siedlungen unterwegs sein, wo es nicht einmal Tankstellen gäbe, an denen ich mich verpflegen könnte. Svens Aufgabe würde es also sein, alle paar Kilometer einen Verpflegungspunkt aus der Heckklappe des Autos aufzubauen, mich nach Erreichen des Zielpunkts aufzulesen und ins Hotel oder eine andere Unterkunft zu fahren. Nicht überall stand nach 43 Kilometern ein Motel One am Wegesrand. Daher fiel Sven die gesamte Planung der Logistik unserer Übernachtungen zu, eine nervenaufreibende Aufgabe, an die er mich noch viele Male erinnern würde. Während ich laufen durfte, würde es für ihn eine gewaltige Fahrerei werden, um unsere mobile Zentrale von einem Punkt zum nächsten, von einer Etappe zur folgenden zu bewegen. Sven nahm diese Berufung mit souveräner Begeisterung an. Er würde all das tun, was es außer Laufen noch zu tun gab. Und mich vermutlich auch als Pace Car von der Strecke schubsen, wenn ich am Nachmittag zu langsam würde.
Wenn wir das Ganze in 140 Tagen brutto schaffen wollten, hieß das für uns, wir mussten mit unseren Arbeitgebern sprechen. Sven, der als E-Commerce-Manager arbeitet, konnte recht leicht einen Deal mit seinem Unternehmen aushandeln. Und ich freute mich schon auf den Tag im September 2022, als ich voller Tatendrang ins Büro meines Chefs marschierte und verkündete: „Ich habe eine Entscheidung getroffen. Also, wie machen wir’s?“
Ich war mir ziemlich sicher, dass es nicht problematisch werden würde, eine Auszeit von ein paar Monaten zu bekommen. Denn ich hatte von Kollegen gehört, dass es ein Sabbatical-Programm in der Firma gab. Durch geplantes Vorarbeiten ab sofort konnte man sich eine Freistellung für mehrere Monate verdienen, während der noch die Hälfte des Gehalts floss, und dazu war ich zweifellos bereit.
Umso ratloser wurde ich, als ich in das ebenfalls ratlose Gesicht meines Vorgesetzten blickte, nachdem er sich meine wahnwitzige Geschichte angehört hatte.
„Das ist ja schön und gut, Frau Hübner“, begann er. „Aber wie stellen Sie sich das vor?“
„Na ja“, begann ich, „ich dachte, das Sabbatical …“
„Da sind Sie, glaube ich, nicht auf dem neuesten Stand“, fiel er mir etwas mitleidig ins Wort. „Das Programm ist leider schon lange ausgelaufen.“
„Oh“, sagte ich. Nun hatten wir doch ein Problem. Aber was war mein Credo noch mal? Ach ja: Jetzt erst recht.
Also bestand ich darauf, dass wir weiterredeten.
Und das taten wir auch. Wir redeten. Und überlegten. Und redeten noch einmal. Und irgendwann gab es die Lösung, mit der beide Seiten leben konnten: Ich beantragte unbezahlten Urlaub für die Zeit meines Projekts.
Als der genehmigt war, fiel eine gewaltige Hürde weg. Eine andere wurde allerdings dadurch direkt vor unserer Nase aufgestellt – denn finanziell war das ganze Projekt nun noch prekärer, als es sich ohnehin schon gestaltet hatte.


Das nötige Kleingeld
Ich war weder Profisportlerin, noch verfügte ich sonst über unbegrenzte Ressourcen, mal eben die Münzen für 140 Hotelübernachtungen aus dem Sparschwein zu schütteln. Und ich war zwar stur und aus der Sicht einiger Leute ziemlich verrückt, aber sich während der Deutschlandumrundung im Schlafsack in den Wald zu legen und von Beeren und Käfern zu ernähren wäre sicherlich etwas für Rüdiger Nehberg gewesen, jedoch nicht für mich. So etwas überließ ich denen, die sich damit auskannten. So hart war ich nicht.
Also machten wir uns noch intensiver als zuvor auf die Suche nach Sponsoren – was vor allem zu einer Menge Frustration führte. Die Idee, das Budget mit Unterstützung der Branche aufzubessern, erschien rasch aussichtsloser als das Projekt selbst. Als Außenstehender denkt man, Unternehmen aus der Sportbranche würden sich für ungewöhnliche Abenteuer mehr interessieren. In Wahrheit sitzt das Geld dort alles andere als locker, und wenn es überhaupt eine Antwort gibt, handelt es sich entweder um eine Absage oder das Versprechen eines Sonderrabatts auf die Kollektion von letztem Jahr.
So war ich heilfroh über die Zusage einiger Hersteller, mir Laufschuhe und anderes Equipment kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Da ich plante, mindestens zwölf Paar Schuhe mitzunehmen, die ich täglich im Wechsel trüge, sodass sich die Füße gar nicht erst an irgendwelche Fehlstellungen gewöhnen könnten, war das finanziell durchaus eine große Hilfe.
Den Rest allerdings, wurde uns spätestens Anfang des Jahres 2023 klar, würden wir tatsächlich von unserem Ersparten aufbringen müssen, auch wenn das bedeutete, dass wir mehr als genau auf die Kosten blicken müssten.
Aber wir waren so weit gekommen, dass wir auch dazu bereit waren.
Zwischendurch hatte sich die Hoffnung auf einen Autosponsor zerschlagen. Zwar hatten wir schon fast die Zusage eines Herstellers, der uns mit Begeisterung unterstützen und uns einen Wagen zur Verfügung stellen wollte. Dann jedoch kam der Anruf, dass es aufgrund der seit Corona anhaltenden Schwierigkeiten in der Branche einfach kein Fahrzeug gebe, das sie entbehren könnten. Wenn jetzt noch das Autohaus der Familie da gewesen wäre!
So blieb uns nur unser 25 Jahre alter Golf. Er hatte schon 200000 Kilometer auf dem Tacho und sollte nun noch einmal ganz um Deutschland herumfahren. Wir waren skeptisch, ob er das durchhalten würde. Aber es blieb uns nichts anderes übrig, als auf das Beste zu hoffen.
Der Vorteil war, dass wir die Karre und ihre Macken kannten. Wir müssten nur die Rückbank ausbauen, um das gesamte Gepäck unterzukriegen, dann wäre alles bereit.
Bereit fühlte ich mich auch in sportlicher Hinsicht.
Trainiert man für lange Läufe, sollte man im Alltag vor allem eines tun: viel laufen. Allerdings nicht so viel, dass man sich bereits im Vorfeld verletzt und damit den Wettkampf verloren geben muss. Es geht darum, Körper und Geist ein wenig auf das vorzubereiten, was sie erwartet. Und vor allem sollte man spezifisch trainieren. Viele Einheiten, die ich für das reguläre Marathontraining brauchte, wie Intervalle oder Sprints, konnte ich vernachlässigen. Sie würden mir bei dem, was ich vorhatte, nichts nützen. Stattdessen ging es darum, die Muskeln auf die immer wiederkehrende, gleichförmige Dauerbelastung einzustellen. Daher hatte ich bereits im Sommer damit begonnen, meine Wochenkilometer behutsam zu steigern.
Im Herbst absolvierte ich einen kleinen Test: Im Wochenabstand trat ich bei den Marathons in Berlin, Köln und München an. Ich lief alle relativ zügig durch und stellte fest, dass sich das viel besser anfühlte als geahnt. Wenn ich das Tempo deutlich drosselte, würde ich vermutlich jeden Tag solch eine Distanz schaffen können.
Selbst das Fitnessstudio entdeckte ich wieder für mich. Das gleichförmige Auftreten auf hartem Untergrund jagt jedes Mal einen beachtlichen Stoß durch den Körper, und die Gelenke und Muskeln haben ganze Arbeit damit, das abzufangen. Die innere Stabilität zu stärken ist also auch für einen Läufer äußerst hilfreich, und das kann man am besten mit Fitness- und Krafttraining. Ein paar Einheiten auf dem Rennrad und dem Hometrainer nahm ich mir noch vor, um die Muskelbelastungen etwas zu verlagern.
Ab Februar würde ich keine vollen Marathons mehr trainieren, aber täglich Umfänge von mindestens 20 Kilometern laufen.
So würde ich bald auf ca. 120 Kilometer in der Woche kommen, im April das Training runterfahren, um meinem Körper einen Erholungsbooster zu verschaffen, und am 1. Mai auf den Punkt fit sein, um den Deutschlandlauf zu beginnen.
So weit der Plan. Ich war eigentlich überzeugt, dass nun nicht mehr viel passieren konnte.
Doch ich hatte mich auf furchtbare Weise getäuscht.


Meine Packliste für die Deutschlandumrundung
●    12 Paar Laufschuhe (Straße, Trail)
●    8 Longsleeves
●    6 lange Hosen
●    20 kurze Hosen
●    6 Jacken (dünne und dicke)
●    19 Laufshirts
●    10 Sport-BHs
●    30 Slips
●    28 Paar Laufsocken
●    GPS-Uhr
●    Diverse Sonnenbrillen
●    Trinkrucksack
●    Sonnenmilch in allen Stärkefaktoren
●    Cremes in allen Varianten
●    20 Haarbänder für die Zöpfe
●    Essen und Getränke (frisch für jede Etappe zugekauft vom Praktikanten)

Joyce Hübner

Über Joyce Hübner

Biografie

Joyce Hübner, 1988 in Ludwigsfelde bei Berlin geboren, Diplom-Immobilienökonomin, entdeckte 2016, mit ihrer Teilnahme beim Berliner Halbmarathon, ihre Liebe zum Laufen. Seitdem kann sie sich ein Leben ohne den Laufsport nicht mehr vorstellen: »Wer einmal ein Runners High erlebt hat, weiß, wovon ich...

Veranstaltung
Buchpräsentation
Donnerstag, 06. Juni 2024 in Brunsbüttel
Zeit:
19:00 Uhr
Ort:
River Loft - Hotel & Spa,
Am Freizeitbad 2A
25541 Brunsbüttel
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Buchpräsentation
Dienstag, 11. Juni 2024 in Lahr/Schwarzwald
Zeit:
Uhr
Ort:
Rombach,
Alter Stadtbahnhof 1
77933 Lahr/Schwarzwald
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Vortrag
Donnerstag, 13. Juni 2024 in Ludwigsfelde
Zeit:
19:00 Uhr
Ort:
Sommerplatz - open air,
Heinrich-Heine-Platz
14974 Ludwigsfelde
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