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Hope StreetHope Street

Hope Street

Wie ich einmal englischer Meister wurde - Der SPIEGEL-Bestseller #1

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Hope Street — Inhalt

„Es geht um mehr als nur Leben und Tod“ – Campino über sich und seine größte Leidenschaft

Er ist einer der populärsten Musiker Deutschlands. Aber das ist nur die halbe Geschichte. Die andere Hälfte fängt mit Kevin Keegan an, dem englischen Stürmer mit den wilden Locken. Der wurde in den 70ern zu Campinos großem Idol: Als zehnjährigem Sohn einer englischen Mutter und eines Richters aus Düsseldorf war ihm dieser Keegan Erlösung und Vorbild zugleich – ein cooler Engländer, der ihm zeigte, auf welcher Seite er zu stehen hatte. Seitdem verbinden sich in der Entscheidung für den besten Fußballverein der Welt die ganze Widersprüchlichkeit seiner Herkunft und die Liebe zu einem Land, das irgendwo zwischen Beatles und Brexit steht. – Von alldem, seiner Familie und der rasenden Leidenschaft zum Liverpool FC erzählt Campino in diesem Buch.

€ 22,00 [D], € 22,70 [A]
Erschienen am 05.10.2020
368 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
EAN 978-3-492-07050-8
€ 18,99 [D], € 18,99 [A]
Erschienen am 05.10.2020
368 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-99750-8

Leseprobe zu „Hope Street“

1 Becoming a Brit


Wo hast du den Hut her?

Prince Philip zu seiner Frau Queen Elizabeth II
nach ihrer Krönung 1953

 

»I, Andreas Frege, do solemnly, sincerely and truly declare and affirm that on becoming a British citizen, I will be faithful and bear true allegiance to Her Majesty Queen Elizabeth Second, her Heirs and Successors, according to law. I will give my loyalty to the United Kingdom and respect its rights and freedoms, I will uphold its democratic values. I will observe its laws faithfully and fulfil my duties and obligations as a British [...]

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1 Becoming a Brit


Wo hast du den Hut her?

Prince Philip zu seiner Frau Queen Elizabeth II
nach ihrer Krönung 1953

 

„I, Andreas Frege, do solemnly, sincerely and truly declare and affirm that on becoming a British citizen, I will be faithful and bear true allegiance to Her Majesty Queen Elizabeth Second, her Heirs and Successors, according to law. I will give my loyalty to the United Kingdom and respect its rights and freedoms, I will uphold its democratic values. I will observe its laws faithfully and fulfil my duties and obligations as a British citizen.“

Diesen Eid auf die Queen und die britische Demokratie schwor ich am 25. März 2019 in der Britischen Botschaft in Berlin und wurde damit im Alter von 56 Jahren endlich britischer Staatsbürger. Anwesend waren der Botschafter Sir Sebastian Wood und seine Frau, meine Schwester Judy, meine Verlobte und einige Mitarbeiter des Hauses. Ich hatte meinen Sohn ein paar Tage zuvor gefragt, ob er zu diesem für mich sehr wichtigen Ereignis mitkommen wolle. Lenn ist fünfzehn und hat einen dichten Terminkalender.

„Lenn, am Montagnachmittag werde ich offiziell britischer Staatsbürger! Es wird eine kleine Zeremonie für mich geben, und ich fände es schön, wenn du dabei bist.“

„Wann ist das? Montag? Nö, lass mal, Papa. Da hab ich bestimmt was vor.“

Mein geliebter Junge. Ich schaute ihm zu, wie er gelangweilt auf seinem Handy herumdaddelte, und konnte mir nicht verkneifen, ihn genervt anzubrummen: „Musst du nicht noch was für die Schule machen?“

Ich war das ganze Wochenende über schon nervös und konnte in der Nacht auf Montag kaum schlafen. Ich dachte an meine Mutter und daran, dass sie ihre Sehnsucht nach England in den fünfzig Jahren, die sie in Deutschland verbracht hatte, nie losgeworden war. Wie sie immer, wenn die Fähre mit ihr und uns Kindern Richtung Festland ablegte, alleine an Deck stand und mit Tränen in den Augen auf die weißen Felsen von Dover zurückblickte, bis sie nicht mehr zu sehen waren. Sie war als junge Frau mit 23 Jahren aus Liebe zu meinem Vater nach Deutschland gekommen, hatte mit ihm dort eine Familie gegründet und sechs Kinder großgezogen.

Die eigene Heimat hatte sie dafür aufgegeben, aber nie aufgehört zu vermissen.

Sie würde sich heute sicherlich sehr über meinen Schritt freuen, nun auch offiziell zu meinen englischen Wurzeln zu stehen. Drei von uns sechs Geschwistern haben ohnehin schon seit Geburt britische Pässe – John, Judy und Lizzie –, während sich bei Mike (Geburtsname Michael), Maria und mir wohl unser Vater durchgesetzt hatte. Ich hatte es immer als Unglück empfunden, einen deutschen Vornamen zu haben, und wenn die Kinder in der Grundschule riefen:

„Andreas, du bist ja gar kein Engländer, zeig doch mal deinen Ausweis!“, war ich machtlos.

In meinem besten und einzigen Anzug, den ich sonst nur bei Hochzeiten, Beerdigungen oder in der Director’s Box des Liverpool FC trage, machte ich mich an diesem Montag mit meiner Verlobten auf den Weg zum Brandenburger Tor. Dort trafen wir Judy und gingen dann gemeinsam hinüber zur Botschaft.

Als wir die Sicherheitsschleuse passiert hatten, empfing uns Botschafter Wood und führte uns in einen kleinen Saal, in dem auf einem marineblauen Teppich ein Rednerpult sowie ein großes Porträt der Queen aufgestellt waren. Eine Union-Jack-Fahne hing daneben.

Nach dem Eid überreichte mir der Botschafter meine Urkunde, alle klatschten, und wir stießen mit Champagner an. Ich blickte auf das Porträt der Queen und erinnerte mich an den Moment, an dem wir uns schon mal begegnet waren. Ich muss ungefähr acht gewesen sein und war mit meinen Eltern und Geschwistern in den Sommerferien in Cornwall. Von dort fuhren wir manchmal für ein paar Tage zu Auntie Marigold nach Dartmouth. Marigold war die Patentante meiner Schwester Lizzie, und ich bewunderte sie. Sie hatte Sommersprossen und rote Haare, war Mitglied im Bogenschützenverein und holte uns stets mit ihrem Bentley Continental in dieser wundervollen Farbe ab: British Racing Green. Immer mit Vollgas, Typ Draufgänger. Eine Hand war ständig auf der Hupe, um auf den engen, mit Hecken dicht bewachsenen Straßen vor jeder Kurve klarzumachen, dass Gefahr im Verzug war. Sie hatte eine raue Stimme und ein lautes, ansteckendes Lachen.

„I love these Cornish roads! You never know what’s coming“, schrie sie hinter dem Steuer und lachte schon wieder. Ihre beiden Katzen hießen Mercedes und Porsche, und ihr Haus war vollgestopft mit Büchern und Standuhren. Sie lebte mit ihrem Mann Tom auf einem Hügel genau an der Flussmündung des River Dart, ihr Garten reichte bis ans Ufer, und Onkel Tom musste immer ihr Motorboot steuern, obwohl er Nichtschwimmer war. Mit diesem Boot machten wir einige Ausflüge, und als wir einmal in einen Sturm gerieten und die Wellen es wie eine Nussschale hin und her warfen, stand Tom hinterm Steuer wie ein alter Seebär und rief:

„Hold on tight now! There’s a big one coming. We’re gonna get wet.“

Dann schlug das Wasser über uns zusammen, und Marigold und Tom lachten.

Beim Abendessen schenkten sie uns Kindern in riesigen Gläsern Rose’s Lime Juice nach, so viel, dass ich manchmal mitten in der Nacht aufwachte, weil ich ins Bett gemacht hatte. Meiner Mutter war das so peinlich, dass sie noch im Morgengrauen das Laken wusch, bevor alle anderen wach waren.

Jedenfalls stand ich in diesem Garten von Auntie Marigold und Onkel Tom, als Queen Elizabeth II mir einmal winkte. Die königliche Familie war mit ihrer Yacht Britannia in die Bucht gekommen, um Dartmouth zu besuchen. Sie machte einen Spaziergang durch die Stadt, und an den Straßenseiten jubelten die Menschen ihr zu. Wir Kinder standen dabei und fanden alles großartig, obwohl wir kaum etwas sehen konnten. Als wir zum Haus zurückkamen, war Marigolds Haushälterin Amy vor Glück in Tränen aufgelöst. Auch sie hatte am Straßenrand gestanden, und der junge Prince Charles war auf sie zugegangen und hatte sie angesprochen. Das war zu viel für Amy.

„He asked for my name and he liked my dress! He was so charming.“

Sie war den ganzen Tag nicht mehr einsatzfähig.

Tante Marigold drehte sich zu mir: „I’ve got a plan and I think you’re going to like it!“ Sie nahm mich am Arm, ging mit mir zum Bootshaus, kramte ein altes Flaggentuch aus einer Kiste und fand auch noch einen langen Stock.

„When they leave the harbour you’ll wave them goodbye, Andreas“, krächzte sie wie ein Rabe und band Tuch und Stock fest zusammen. Außer mir vor Freude kam ich mit der Fahne auf die Terrasse, wo die anderen bei Kaffee und Kuchen in der Sonne saßen.

„Wenn das Schiff kommt, werde ich sie schwenken!“

Zwei Stunden später war es so weit. Mit lautem Hupen lief die Britannia wieder aus und verließ den Hafen. Von unserer hoch gelegenen Terrasse aus konnte ich erkennen, dass die königliche Familie sich an Deck versammelt hatte und sich von den Menschen am Pier winkend verabschiedete. Sie musste noch drei- oder vierhundert Meter fahren, bis sie an unserem Grundstück vorbeikam. Ich raste los, um nach unten in den Garten zu kommen, mein Bruder Mike wollte hinter mir her, aber mein Vater rief:

„Mike, du bleibst hier! Das ist doch Blödsinn, nicht wahr?“ Er fand, Mike sei für so etwas zu alt.

So stand ich allein auf der Wiese, niemand war in meiner Nähe, und an Deck der Britannia wurde es auch leerer. Als sie sich der Flussmündung näherte, hielten sich nur noch die Queen und Prince Philip dort auf und schauten über die Reling. Wie wild fing ich an, meine Fahne zu schwenken, hin und her, ohne Unterlass. Und dann kam der Moment: Queen Elizabeth drehte sich in meine Richtung, erblickte den kleinen Jungen mit der Fahne auf der Wiese und winkte ihm mehrere Sekunden lang zu. Dieser Gruß galt nur ihm, und oben auf der Terrasse hatten es alle gesehen.

 

„Congratulations, Andreas“, sagte nun ein halbes Jahrhundert später Botschafter Wood und riss mich aus meinen Gedanken. Ich kenne ihn und seine Frau schon länger. Sie sind sogar bei ein paar Konzerten der Toten Hosen gewesen und laden mich gelegentlich zu Empfängen der Botschaft ein.

Eine Stunde später waren wir wieder auf der Straße. Ich trug meine Urkunde stolz in der Hand und fühlte mich erleichtert. Schon in meiner Kindheit und Teenagerzeit wäre mir diese Staatsbürgerschaft so unglaublich wichtig gewesen, aber wohl aus Rücksicht auf meinen Vater hatte sich meine Mutter bei Maria, Mike und mir nicht um diese Formalitäten gekümmert.

Mit sechzehn hatte ich meine Mutter noch mal auf einen britischen Pass angesprochen. Sie vermutete damals jedoch, dass ich ihn nur haben wollte, um dem deutschen Wehrdienst zu entgehen, und verweigerte mir ihre Unterstützung.

So ganz unrecht hatte sie damit nicht, ich wollte wirklich nicht zur Bundeswehr, aber die Sache mit dem Pass hatte für mich eine viel tiefere Bedeutung. Mir ging es nicht anders als vielen Millionen Menschen, die sich nach dem Land ihrer Wurzeln sehnen, aber vielleicht nie dort gewohnt haben – und es deshalb idealisieren. Oft werden sie patriotischer als mancher, der dort sein Leben verbringt. Die Liebe zur Musik, zum Fußball, zu London und meinem Cornwall – all das hatte sich fest in mir verschraubt, und als ich Punk wurde, war England die Antwort auf jede Frage, die mich interessierte. Ich verehrte einfach alles: den Geruch auf den Bahnhöfen, Full English Breakfast, Schuluniformen und Linksverkehr. Ich verherrlichte sogar das Wetter! London wurde zu meinem Mekka, und wenn ich dort war und an einem Abend zwanzig verschiedene Konzerte gleichzeitig stattfanden, die ich alle gerne gesehen hätte, dann wusste ich: So einen Ort gibt es nur einmal auf der Welt.

Ich bin mit den Toten Hosen in vielen Ländern der Erde aufgetreten, von Amerika bis Tadschikistan, und wir sind immer im Angriffsmodus auf die Bühne gegangen, nach dem Motto: Uns kann nichts passieren, wir haben nur Angst, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt. Bloß in Großbritannien habe ich diese großmäulige Haltung auf der Bühne nicht hinbekommen. Ich hatte immer das Gefühl, Eulen nach Athen zu tragen, als wollte der Lehrling dem Meister zeigen, wie das Handwerk geht.

Einmal haben wir in Birmingham gespielt, meine Verwandtschaft war extra aus der Nachbarstadt Wolverhampton angerückt. Sie hatten nie zuvor ein Konzert von uns gesehen. Ausgerechnet an diesem Abend kam es zu einer wüsten Schlägerei, als Manfred Meyer, unser Security-Mann und langjähriges Mitglied des Rockerclubs Black Devils, mit drei Zuschauern in Streit geriet. Eine Band auf Tour hat einen Ehrenkodex, wie Matrosen auf hoher See. Also sprang ich, als die ersten Fäuste flogen, von der Bühne, die anderen hinter mir her. Ich warf mich in den Mob und schlug mit dem Mikrofon auf jeden Kopf, der in Reichweite kam. Bei jedem Treffer knallte es aus den PA-Boxen in den ganzen Saal, während man mich schreien hörte: „I’ll kill you! I’ll kill you!“

Irgendwann beruhigte sich die Situation, und wir konnten mit unserem Programm fortfahren, aber als das Konzert zu Ende war, ist mir das alles unendlich peinlich gewesen. Ich wusste zuerst nicht, ob meine Verwandten inzwischen nach Hause gefahren waren.

Irgendwann tauchten sie dann doch backstage auf, und mein Cousin Stephen bemerkte trocken: „Very interesting show, Andreas!“

Nur in England habe ich mich für solche Vorfälle geschämt, als wäre es schon respektlos von uns, als deutsche Band überhaupt in dem Land aufzutreten, wo der Punk begann und explodierte.

Mit den Jahren und den vielen Reisen verschob sich mein Blickwinkel sowohl auf England als auch auf Deutschland. Wo wir mit den Toten Hosen hinkamen, hat man uns – zu Recht – als „deutsche Band“ angekündigt. Wir wurden, ob wir wollten oder nicht, immer mehr zu Botschaftern unseres Landes.

Ich lernte mit der Zeit andere wunderbare Länder kennen, die meine Begeisterung für England relativierten. Australien zum Beispiel kam mir vor wie England, nur ohne Regen, mit unglaublicher Natur und unendlichen Weiten. Oder Argentinien, ausgerechnet das Land, das mit Großbritannien in den Achtzigerjahren Krieg geführt und obendrein England bei der WM 1986 so gedemütigt hatte. Da machte Maradona die englische Abwehr lächerlich, schoss das Team alleine aus dem Turnier und sprach anschließend von der „Hand Gottes“. Voller Vorurteile kam ich Anfang der Neunzigerjahre zum ersten Mal nach Buenos Aires und habe mich trotzdem, sofort und für immer, in die Menschen und das Land verliebt.

Meine späte Entscheidung, die britische Staatsbürgerschaft mit 56 Jahren noch anzunehmen, hat ihre Wurzeln nicht in der juvenilen Begeisterung meiner jungen Jahre. Sie hat auch nichts damit zu tun, dass ich Großbritannien für perfekt halten würde wie damals zu meinen Teenagerzeiten.

Vielmehr kommt es mir vor wie ein Kreis, den ich für mich schließen möchte. So wie ich zu Deutschland gehöre, so fühle ich mich auch mit England verbunden, und dieses lächerliche Stück Papier, dieser Ausweis, hat die Kraft, mir das Gefühl zu geben, dass ich in England kein Gast bin, sondern zu Hause. Und gerade jetzt, wo durch den Brexit eine weitere Trennlinie gezogen worden ist, bedeutet mir das viel.

 

Durch den Tod meiner englischen Großmutter 1987 kam mir ein starker Bezugspunkt zu dem Land abhanden, der Mensch, der dort immer auf uns gewartet hatte. Und als schließlich meine Mutter im Jahr 2000 starb, ging die wichtigste Verbindung verloren. Es gab keine Brücke mehr. Meine Orientierung nach England war, wenn ich es mir von heute aus betrachte, eh nie etwas anderes als eine verdeckte Liebeserklärung an meine Mutter. Wir wollten für sie englisch sein, damit sie England nicht so vermissen musste. Nun war das vorbei.

London war da schon weggefallen, das allerdings einige Jahre zuvor: Als dort die Punkbewegung, die mich geprägt und mir so viel gegeben hatte, Mitte der Achtziger tot und begraben war, fühlte sich die Stadt für mich nur noch an wie eine verflossene Freundin. England schien mir mehr und mehr durch die Finger zu rinnen.

Geblieben ist die Liebe zu Cornwall, der Gegend meiner schönsten Kindheitserinnerungen. Und ein anderer Draht wurde nie gekappt, sondern immer nur stärker, eine Beziehung, die mich begleitet, seit ich ein kleiner Junge bin: mein Bündnis mit dem Liverpool FC.

Seit Jahrzehnten fahre ich zu allen Spielen, die ich irgendwie erreichen kann, quetsche sie zwischen Tourpläne, Studioaufnahmen und Restleben. Erst spät habe ich begriffen, dass ich da nicht nur zu Fußballspielen fahre. Unterbewusst habe ich auf diesen Reisen mein Englischsein ausgelebt, mein Bedürfnis, dazuzugehören und es fühlen zu können. Ich ziehe mir mein rotes Hemd an und bin in Sekunden verwandelt. Mit tausend anderen laufe ich durch die Straßen zum Stadion, singe dabei seltsame Lieder und bin glücklich. Das klappte damals, das klappt noch heute.

 Campino

Über Campino

Biografie

Campino, der mit bürgerlichem Namen Andreas Frege heißt, wurde 1962 in Düsseldorf geboren. Er ist der Frontmann der Düsseldorfer Band Die Toten Hosen, zu deren Gründungsmitgliedern er auch gehört. Als Sohn eines deutschen Vaters und einer englischen Mutter wuchs er in Düsseldorf auf, verbrachte...

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Pressestimmen
Westfälische Nachrichten

„So sind diese 351 Seiten wie ein Tote-Hosen-Konzert: laut, rasant, schonungslos ehrlich – an manchen Stellen leise und nachdenklich. Und, selten ist die verrückte Spezies Fußballfan so trocken analysiert worden wie von Campinos Gattin.“

ARD „Druckfrisch“

„Ein gutes, weil überraschend ambitioniertes Buch“

Offenbach-Post

„Sehr empfehlenswert“

Neue Osnabrücker Zeitung

„Achtung: Wer anfängt, dieses Buch zu lesen, vergisst schnell die Zeit. Jedes Kapitel von ›Hope Street‹ macht süchtig nach mehr.“

Kurier (A)

„Wie ein Plädoyer für Begeisterung“

Frankfurter Allgemeine Zeitung „Bücher-Podcast“

„Das ist gute Unterhaltung“

Falter (A)

„Unterhaltsam und informativ zeichnet ›Hope Street‹ nebenbei die Geschichte des Liverpool FC nach, lässt Legenden zu Wort kommen, erzählt vom bislang letzten Spiel vor Publikum – und zweigt dann eben immer wieder in biografischer Mission ab. Man muss weder sonderlich fußballinteressiert noch Fan der Toten Hosen sein, um dieses Buch mit Gewinn zu lesen.“

Podcast „Hotel Matze“

„Es hat mich richtig erwischt. Und eigentlich ist ›Hope Street‹ ein Familienbuch. Vor 20 Jahren hat seine Band den Soundtrack für meine Pubertät gegen die Eltern geliefert und jetzt schreibt der Sänger eine Aufforderung, sich den Eltern zu nähern. Das ist wirklich besonders.“

Rheinische Post

„Sehr anrührend und unverwechselbar“

Nordwest Zeitung

„Der Frontmann der ›Toten Hosen‹ gibt in seinem Buch ›Hope Street – Wie ich einmal englischer Meister wurde‹, eine Liebeserklärung an ›seinen‹ Club, den Liverpool FC, ab – und verknüpft das geschickt mit seiner eigenen spannenden deutsch-britischen Familiengeschichte.“

Woman (A)

„Das Buch ist nicht nur eine Liebeserklärung an Freges große Leidenschat neben der Musik, den Fußball, und seinen Lieblingsverein FC Liverpool – dem er in Vor-Corona-Zeiten gerne und oft zu Spielen nachgereist ist –, sondern auch sehr persönlich: Denn der Düsseldorfer arbeitet akribisch seine Familiengeschichte auf.“

bellgato-audio.de

„Durch seinen persönlichen Schreibstil und seine augenzwinkernde Art durch das Leben zu gehen, bietet er dem Leser einen großen Einblick in seine Persönlichkeit.“

Everything Literary

Ich habe Campino zwischen den Seiten definitiv besser kennengelernt, mich im Anschluss durch ein paar Hosen-Songs geklickt und sogar einige Spieler des LFC gegoogelt. Noch dazu steht jetzt gerade eine Tasse Calm & Relax neben mir. Hope Street-Leser wissen warum!

laut.de

„Die Verquickung seiner Lebensgeschichte mit Stationen seiner Karriere als Musiker und das manische Festhalten an seinem FC Liverpool gelingt Campino in kurzweiliger Art und Weise. Für ›Hope Street‹ geht deshalb auch eine Leseempfehlung raus. Auch, aber nicht nur für Fans des Fußballs.“

westzeit.de

„Eine feine, kurzweilige Biographie“

SR 1 „Abendrot“

„Das ist spannend und anrührend zugleich.“

trend (A)

„Der Frontman der Toten Hosen geht seine Biografie clever an. Er hängt sie (überraschend selbstironisch) an seiner Liebe zum FC Liverpool auf.“

Spielmacher Magazin

„Liebevoll und humorvoll geschriebene Biografie“

Buchmedia Magazin (A)

„Von alldem, seiner Familie, seiner Sympathie für Queen Elizabeth, seinem Ärger über den Brexit und der Liebe zu den Beatles erzählt der Ausnahmemusiker – und geht mit der Feder genauso virtuos um wie mit dem Mikrofon.“

SLAM alternative music magazine (A)

„›Hope Street‹ kann sich aber nicht nur das Etikett anheften, wohl die Musikerautobiografie mit den meisten Spielstatistiken auf dem Markt zu sein, sondern auch eine kurzweilige Reise durch das auf und abseits des grünen Rasens bewegte Leben eines Mannes zu bieten, in dessen Brust familienbedingt ein deutsches wie englisches Herz schlägt.“

ZDF „Das aktuelle Sportstudio“

„Es ist sehr privat, es ist sehr lustig, es ist sehr kurzweilig.“

Mitteldeutsche Zeitung

„Höchst originell ist das alles, weil Campino in seiner Rolle als Fußballfan vergleichsweise ungeschützt aus dem Nähkästchen des Rockstarlebens plaudert.“

nightshade-magazin.de

„Man mag kaum glauben, dass dies Campinos erstes Buch ist. ›Hope Street - Wie ich einmal englischer Meister wurde ist‹ so ausgereift und dabei flüssig erzählt, wie man es sonst nur von erfahrenen Autoren kennt. An manchen Stellen leidet man mit dem Künstler, an anderen Stellen lässt sein trockener Humor einen herzhaft auflachen. In jeder Zeile spürt man seine innige Liebe zu seinem Verein, seinen engsten Mitmenschen und seiner Band.“

Südhessen Wochenblatt

„Kurzweilig unterhaltsame Lebenserzählung“

ffm-rock.com

„Campino hat tatsächlich eine sehr lebendige Art zu schreiben und man kann die Stadionatmosphäre fast fühlen.“

Radio Mülheim

„›Hope Street‹ ist also eher ein Buch für Fußball- als für Musikfans und trotzdem erfährt man auch hier noch so einiges mehr über die Person, die mit bürgerlichem Namen Andreas Frege heißt und die hier als ein angenehmer und unterhaltsamer Erzähler rüberkommt, wobei ihm heitere und witzige Anekdoten als auch ernstere, nachdenkliche Passagen gelingen.“

Aachener Zeitung Online

„Auch wenn die Spielergebnisse aus der englischen Liga herzlich egal sind, möchte man sich während der Lektüre einen schwarzen Tee mit Milch machen und einen Flug nach Liverpool buchen, um dort mit einer Tüte Fish and Chips am Hafen entlangzulaufen.“

Stadionzeitung von Hannover 96

„Ein interessantes Buch“

scharf-links.de

„In dem flüssig geschriebenen Buch erfährt man aber mehr als Fußball. Seine enge Beziehung zu England, seine Prägungen in der Jugend haben auch etwas Autobiografisches. Für das nächste Buch mit der nächsten Meisterschaft sollte es nicht so lange dauern.“

hr1 „Koschwitz am Morgen“

„Großartig!“

fm5.at (A)

„Es mag sein, dass man ähnliche Erlebnisse von den eigenen Eltern gehört hat, doch Campino schafft es durch seine Erzählweise, sofort eine Verbindung zum Leser aufzubauen. Gerade die bodenständigen, rührenden Stories, sowie die Überlegungen bei denen sich Andreas Frege selbst hinterfragt (war es notwendig in der Corona-Zeit zu einem Spiel zu fliegen?), lassen ihn sympathisch wirken. Gerne mehr!“

Oberösterreichische Nachrichten (A)

„Ein Buch für alle, die Campino und die Toten Hosen mögen oder den FC Liverpool lieben.“

rockette.space

„So lustig! Und cool. Wie alles in diesem Buch. Logisch, von Campino kommt nicht irgendeine Autobiografie (…), sondern eine Liebeserklärung an den FC Liverpool, dem Andreas Frege, seit er Kind war, zugetan ist.“

Spiegel-Podcast „Spiegel live – Das Gespräch“

„Eine spannende, sehr warme Lektüre“

Westfalenpost

„Ein Fußballbuch, aber auch ein Familienbuch, das von der Kindheit in Mettmann, der britischen Mutter und Campinos ›englischer Seele‹ erzählt.“

News (A)

„In seinem ersten autobiografischen Sachbuch ›Hope Street. Wie ich einmal englischer Meister wurde‹ vertieft der 58-Jährige seine Gedanken zur zweiten Heimat. Er erzählt vom Vorbild des englischen Stürmers Kevin Keegan. Von prägenden Erfahrungen bei Sommerurlauben in Cornwall. Davon, wie ihm die Queen an Bord der Britannia zugewinkt hat. Vom Ärger über den Brexit. Er dechifriert seine England-Liebe als Tribut an das ewige Heimweh seiner Mutter. Und berührt mit der Feststellung, wie glücklich es ihn heute noch macht, im roten Hemd Liverpools Hymne zu singen.“

Die Rheinpfalz

„Locker geschriebenes Buch, das sympathisch selbstironisch wirkt.“

ZDF "Markus Lanz"

„Ein sehr kurzweiliges Buch, das unter anderem deshalb so lesenswert ist, weil es im Grunde wie eine Zeitreise ist.“

WDR 5 „Scala“

„Es macht Spaß, das alles zu lesen. Campino schreibt anschaulich, lebendig und voller Selbstironie.“

büchermenschen (Hugendubel Magazin)

„Champions League zwischen tiefem Ernst und Selbstironie!“

Hamburger Abendblatt

„Für alle Hosen-Fans ist diese Selbstbeschreibung zwischen Familie, England und Fußball (…) ein Muss.“

Inhaltsangabe
1 Becoming a Brit 
2 Es begann mit Kevin Keegan
3 Freunde 
4 TSV Metzkausen 
5 Deutschland gegen England am Burscheidter Weg 
6 Amerika oder die Sehnsucht nach Liverpool
7 Auswärtsspiel
8 Burnley 
9 Us and Them
10 Englische Woche
11 Liverpool Lime Street 
12 Heysel
13 This is Anfield 
14 Peter
15 Jennie
16 Support Your Local Hero 
17 Willkommen in Österreich 
18 Champions in der Wüste 
19 For the Sake of Love
20 Boxing Day 
21 Bude – The Seasiders
22 Hope Street
23 The Voice of Anfield
24 Prince Philip 
25 You’ll Never Walk Alone 
26 Henkelpott
27 Corona-Crash 
28 Wie ich englischer Meister wurde
EPILOG
With a little help from my friends
Kommentare zum Buch
Campino und der Fußball
Kitty's Kiste am 13.10.2020

Ich muss zugeben, dass ich niemand bin, der wahnsinnig gern Biografien liest, doch meine frühere Leidenschaft zu den Toten Hosen und die Tatsache, dass es dieses Buch auch als Hörbuch gibt, hat mich dazu bewogen, mich diesem zu widmen. Und obwohl es hierin vordergründig um Campinos Leidenschaft für Fußball und im Besonderen für den FC Liverpool geht und weniger um seine Band, muss ich sagen, dass mich das Buch doch positiv überrascht hat.   Schon wie Campino seine eigene Geschichte vorliest, ist wirklich toll und ich habe seiner angenehmen, leicht rauen Stimme wahnsinnig gern zugehört. Außerdem weiß er, obwohl er eher sachlich und unemotional spricht, dennoch den Hörer zu unterhalten und zu packen. Untermalt wird dies durch einige Gesangseinlagen, die man leider beim Lesen nicht genießen kann, aber für das Hörbuch eine super Idee sind. Außerdem fand ich Campinos Englisch einfach nur herrlich, hätte es jedoch toll gefunden, hätte es zu dem Englischen eine Übersetzung gegeben. Auch, wenn ich die Sprache ziemlich gut beherrsche und alles soweit verstanden habe, so gibt es aber sicher auch Leser beziehungsweise Hörer des Buches, welche das nicht tun.   Die Geschichte, die Campino hier erzählt, kann ich natürlich nicht bewerten, denn es sind seine ganz persönlichen Erlebnisse, Gedanken und Gefühle, die er zusammengetragen hat. Dabei erzählt er diese aber nicht komplett chronologisch, sondern schweift immer wieder ab zu der einen oder anderen Anekdote aus seinem ganz privaten Leben, sei es darüber, wie sich seine Eltern kennengelernt haben, seine Familie, seine Kindheit oder aber auch sein jetziges Leben. Vor allem aber geht es darum, wie es zu seiner Liebe zum FC Liverpool kam und wie sich diese mit der Zeit entwickelte. Das alles fand ich tatsächlich interessanter, als ich gedacht hätte, obwohl ich kein großer Fußballfan bin, fand allerdings persönlich seine kleinen Einsichten in sein Privatleben am spannendsten und interessantesten, da diese ihn sehr nahbar machten und ich immer mehr von ihm den Eindruck bekam, er könnte genauso gut der nette Nachbar von nebenan sein. Überhaupt hat dieses Buch Campino für mich noch sympathischer gemacht, als er mir vorher schon war und obwohl ich sicher nicht alles nachvollziehen und -empfinden kann, was er in seinem doch schon recht langen Leben erlebt hat, seine Meinung zu manchen Dingen oder auch, was er tut und getan hat, so macht gerade das ihn sehr menschlich.   Insgesamt, wenn ich aus meiner Bewertung heraus nehme, was ich nicht bewerten kann und will, ist dieses Buch tatsächlich sehr unterhaltsam und gibt einen guten Einblick in Campinos Leben und seine Liebe zum FC Liverpool, super vorgetragen von ihm selbst.

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