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Lexikon der schönen WörterLexikon der schönen Wörter

Lexikon der schönen Wörter

Von anschmiegen bis zeitvergessen

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Lexikon der schönen Wörter — Inhalt

Die deutsche Sprache birgt viele funkelnde Edelsteine. Erst durch sie bekommen unsere Gefühle und Gedanken den richtigen Schliff: Wörter wie „feinsinnig“ und „filigran“, „schlemmen“ und „schlummern “ zählen genauso zu diesem Schatz wie die „Anmut“, das „Augenmerk“ und der „Ausbund“. Walter Krämer und Roland Kaehlbrandt haben die schönsten und kostbarsten Wörter unserer Sprache in einem Lexikon versammelt. Eine wunderbare Fundgrube für alle, die sich mit grauem Spracheinerlei nicht zufriedengeben wollen.

€ 12,00 [D], € 12,40 [A]
Erschienen am 02.06.2020
304 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-31511-1
€ 10,99 [D], € 10,99 [A]
Erschienen am 08.11.2011
304 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-95417-4
„Das ›Lexikon der schönen Wörter‹ von Roland Kaehlbrandt und Walter Krämer hat es in sich.“
Frankfurter Rundschau
„Neu aufgenommen wurden unter anderem "fremdschämen", "voll schön", aber auch "Kehrwisch" (für Handfeger) und "Schleckzeug" (Süßigkeiten). Aber natürlich finden sich in dem Nachschlagewerk auch ewig junge alte Begriffe wie "Liebreiz" und "Sahneschnitte".“
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Leseprobe zu „Lexikon der schönen Wörter“

Vorwort zur erweiterten Neuausgabe

Als wir uns vor einigen Jahren daran machten, nach einigen sprachkritischen Büchern endlich einmal die Schönheit unserer alten und lebendigen deutschen Sprache zu besingen, hätten wir nicht gedacht, dass unser „Lexikon der schönen Wörter“ über Jahre eine so große Leserschaft finden würde. Immer wieder musste das Buch neu aufgelegt werden. Aber es enthielt natürlich längst nicht alle schönen Wörter, die uns einfielen oder die uns von Liebhabern unserer Sprache genannt wurden, nachdem wir das Buch geschrieben hatten. [...]

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Vorwort zur erweiterten Neuausgabe

Als wir uns vor einigen Jahren daran machten, nach einigen sprachkritischen Büchern endlich einmal die Schönheit unserer alten und lebendigen deutschen Sprache zu besingen, hätten wir nicht gedacht, dass unser „Lexikon der schönen Wörter“ über Jahre eine so große Leserschaft finden würde. Immer wieder musste das Buch neu aufgelegt werden. Aber es enthielt natürlich längst nicht alle schönen Wörter, die uns einfielen oder die uns von Liebhabern unserer Sprache genannt wurden, nachdem wir das Buch geschrieben hatten. „Wie konntet Ihr nur das Wort sanft übersehen?“, fragte uns beispielsweise vorwurfsvoll eine engagierte Leserin. Recht hatte sie. Zwar hatten wir „sacht“ aufgenommen, aber in der Tat: „sanft“ nicht. Dabei gehörte es in unser Lexikon unbedingt hinein. Denn es benennt ein Wesen, auch eine Wesensart, die „Sanftmut“, die unsere raue Welt etwas schöner macht. Und schön ist der Klang des Wortes auch. Das schöne Wort „sanft“ musste in unser Lexikon aufgenommen werden! Und so ging es mit vielen anderen schönen Wörtern.

Deshalb schlug uns der Piper Verlag eine Neuausgabe vor. Wir öffneten unsere Schatztruhen und trugen unsere Ausbeute zusammen. Sie enthält achtzig neu aufgenommene Wörter mit Zitaten und Worterklärungen. Viele halb vergessene Wörter haben wir wieder ausgegraben wie „Anbeginn“ oder „abhandenkommen“. Unsere Wahl fiel auch auf lautmalerische Wörter wie die „Siebensachen“ oder das ausdrucksstarke „nigelnagelneu“.

Was glauben Sie, wie viele Wörter die deutsche Sprache zählt? Die meisten Deutschsprachigen meinen, es seien zwischen 50 000 und 250 000 Wörter. In Wahrheit sind es aber etwa fünf Millionen. Das kommt durch die Leichtigkeit, mit der wir im Deutschen neue Wörter bilden können. Und so werden täglich neue deutsche Wörter erfunden. Zum Beispiel das geniale „fremdschämen“. Bis dato musste man etwas umständlich (wenn auch nobel) formulieren, man habe „sich eines anderen geschämt“. Aber die leichte Wortbildung des Deutschen macht es möglich, diesen Ausdruck in einem neuen Verb zu bündeln und alles Wichtige gleichzeitig auszudrücken, eben „fremdschämen“. Eine neue Worterfindung ist auch die „Gunststunde“, ein Wort, das eine findige Studentin als Ersatz für die „happy Hour“ ersann. Wir wünschen dem Wort auch deshalb viel Erfolg, weil es zeigt, dass nicht alles Neue auf Englisch bezeichnet werden muss, sondern dass das Deutsche im Grunde jede Neuerung auch benennen kann, und das sogar mit schönen Wörtern.

Wir haben uns auch bei jungen Familien umgehört, und so ist eine Wortkombination wie „voll schön“ in unsere Sammlung gelangt. Wenn nämlich ein Kind vor den Auslagen der Spielwaren auf einen großen Stoffbären zeigt und ausruft: „Mama, das ist voll schön!“, dann ist das ein Ausruf aus der Tiefe des Herzens, der einfach in unser Lexikon hineingehört.

Auch unsere deutschsprachigen Nachbarn, die Schweizer und die Österreicher (um nur die größten Sprachgemeinschaften außerhalb Deutschlands zu nennen), sind findige Wortschöpfer. Sie haben schöne Wörter erfunden, die auch in Deutschland bekannt werden sollten, wie zum Beispiel der „Anwert“, der dem Ansehen entspricht, oder der „Kehrwisch“, der auf genial einfache Weise das bezeichnet, was man in Deutschland den Handbesen oder auch den Besen in „Schippe und Besen“ nennt – nur eben genauer; oder auch das „Schleckzeug“, das eine echte Alternative zu den Süßigkeiten ist (wobei wir auch darauf nicht verzichten wollen).

Unser Dank gilt all jenen Sprachliebhabern, die uns wertvolle Hinweise gegeben haben. Er gilt den Buchhändlern, die unser Lexikon immer wieder für die Nacht- oder Ferienlektüre empfohlen haben. Und er gilt dem Piper Verlag, der diese Neuausgabe angeregt hat.

 

Dortmund und Frankfurt am Main, im Juni 2020



A

Die Sprache bleibt ein reiner Himmelsrauch Empfunden nur von stillen Erdensöhnen.

Johann Wolfgang von Goethe: „Etymologie“


Abbild

Die Forscher fanden dort außerdem eine Maske von Marcus Antonius und 22 Münzen mit einem Abbild Kleopatras.

„Süddeutsche Zeitung“

Ein Abbild wünschen wir von einem Menschen, den wir schätzen oder lieben, es ist sein Sendbote, sein Stellvertreter: „Also wandelst du, Geliebte, / Still und sicher, und es zittert / Nur dein Abbild mir im Herzen, / Weil mein eignes Herz erschüttert“ (Heinrich Heine, „Wie des Mondes Abbild zittert“). Würde man auch dann von einem Abbild sprechen, wäre auf der Münze, von der die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, Nero statt Kleopatra zu sehen?

Abbitte, abbitten

Er soll dir abbitten, fuhr Frau von G... fort.

Heinrich von Kleist: „Die Marquise von O…“

Die Abbitte zeigt, wie die deutsche Sprache durch das Anfügen kleinster Bausteine feinste Nuancen hervorbringen kann. Mag der so erzeugte Abstand zur Bitte auch nicht allzu groß sein, so ist er doch wesentlich, weil die Abbitte eine besondere Bitte ist, die ein Anerkenntnis von Schuld einschließt; bis ins 19. Jahrhundert zählte sie zu den sogenannten Ehrenstrafen. Es war eine feierliche, in Gegenwart von Zeugen abzustattende Entschuldigung. Und noch heute findet man abbitten in ebendiesem Sinn: „Uli Hoeneß erwartet gar eine Abbitte der Medien, weil sie Sosa, der im Sommer 2007 für zehn Millionen Euro nach München kam, in der Vergangenheit so verkannt hätten“ („Die Welt“).

Abendbrot

Auf, Gesellen, schöpfet Wasser / Teilt euch in das Abendbrot

Johann Wolfgang von Goethe: „Neugriechisch-epirotische Heldenlieder“

Roland Kaehlbrandt

Über Roland Kaehlbrandt

Biografie

Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, geb. 1953, ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Frankfurt am Main und Professor für Sprache und Gesellschaft an der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft bei Bonn. Er ist Sprachbeobachter, Sprachkritiker und Sprachpfleger. In der...

Über Walter Krämer

Biografie

Walter Krämer, geboren 1948, ist Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der Universität Dortmund. Er ist Autor vieler Bestseller, darunter das „Lexikon der populären Irrtümer“, und Vorsitzender des „Vereins Deutsche Sprache e.V.“. Krämer ist verheiratet und hat zwei Kinder. Zuletzt...

Pressestimmen
Frankfurter Rundschau

„Das ›Lexikon der schönen Wörter‹ von Roland Kaehlbrandt und Walter Krämer hat es in sich.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Neu aufgenommen wurden unter anderem "fremdschämen", "voll schön", aber auch "Kehrwisch" (für Handfeger) und "Schleckzeug" (Süßigkeiten). Aber natürlich finden sich in dem Nachschlagewerk auch ewig junge alte Begriffe wie "Liebreiz" und "Sahneschnitte".“

Kommentare zum Buch
Lexikon der schönen Wörter
Hermann Kölsch am 03.02.2016

In diesem wunderbaren Buch zitieren die Autoren auf Seite 35 unter dem Stichwort "Bedacht, bedenken" den Vierzeiler "Was von Menschen nicht gewußt Oder nicht bedacht, Durch das Labyrinth der Brust Wandelt in der Nacht" und geben als Quelle Kurt Tucholskys "Abends nach sechs" an.   Da ich diesen Vierzeiler als letzten Vers in Goethes Gedicht "An den Mond" kenne, frage ich mich jetzt, wie es möglich war, dass Goethe von Tucholsky abgekupfert hat. Kann mit da jemand Aufklärung verschaffen?

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