Der Film zu Carsten Henns Bestseller „Der Buchspazierer"
Die warmherzige Geschichte von Carl Christian Kollhoff, der neunjährigen Schascha und einer Gruppe besonderer Leser:innen, die zu Freunden werden.
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„Carsten Henn (…) strickt erneut eine leicht märchenhafte Geschichte: einfühlsam, immer nah am Menschen und ohne sich sprachlich unnötig zu verkünsteln.“
Älter werdenVom Autor des SPIEGEL-Bestsellers „Der Buchspazierer“: ein warmherziger Roman mit ganz viel Gefühl und in wunderbarer Sprache
Bestseller-Autor Carsten Henn erzählt in „Der Geschichtenbäcker“ davon, sich selbst anzunehmen, wie man ist, von den Zutaten für ein gutes Leben – und von der Kunst des Brotbackens.
Brot backen ist fast wie ein Tanz. Teig wird rhythmisch geknetet, die Drehung der Hände, der Schwung der Hüfte geben ihm Geschmeidigkeit. Fasziniert beobachtet die ehemalige Tänzerin Sofie den italienischen Bäcker Giacomo bei seiner Arbeit. Eigentlich wollte sie den Aushilfsjob in der…
Vom Autor des SPIEGEL-Bestsellers „Der Buchspazierer“: ein warmherziger Roman mit ganz viel Gefühl und in wunderbarer Sprache
Bestseller-Autor Carsten Henn erzählt in „Der Geschichtenbäcker“ davon, sich selbst anzunehmen, wie man ist, von den Zutaten für ein gutes Leben – und von der Kunst des Brotbackens.
Brot backen ist fast wie ein Tanz. Teig wird rhythmisch geknetet, die Drehung der Hände, der Schwung der Hüfte geben ihm Geschmeidigkeit. Fasziniert beobachtet die ehemalige Tänzerin Sofie den italienischen Bäcker Giacomo bei seiner Arbeit. Eigentlich wollte sie den Aushilfsjob in der Dorfbackstube gleich wieder kündigen. Zu sehr hat das Ende ihrer Karriere ihr Leben aus der Bahn geworfen. Wer ist sie, wenn sie nicht tanzt? Wer wird sie lieben, wenn sie nicht mehr auf der Bühne strahlt? Doch überraschend findet Sofie in der kleinen Bäckerei viel mehr als nur eine Beschäftigung: die Weisheit eines einfachen Mannes, das Glück der kleinen Dinge und den Mut zur Veränderung.
„Der Geschichtenbäcker“ – ein Roman wie eine warme Decke, der berührt, unterhält, aber auch inspiriert und nachwirkt.
„Ein Buch zum Einkuscheln, ein Buch, das wärmt und Zuversicht spendet.“ Brigitte über „Der Buchspazierer“
„Ein Umarmungsbuch. Eine zarte, fast märchenhafte Lektüre. Ein Wohlfühlbuch, ach was, ein Umarmungsbuch – und wer braucht so eines nicht in dieser Zeit?“ Neue Westfälische Zeitung über „Der Buchspazierer“
Kapitel 1
Kruste
Wie lange kann man weitertanzen, wenn die Musik zu Ende ist?
Das fragte sich genau ein Mensch im Konzerthaus der Stadt. Der Saal war eine Schmuckschachtel, voller Gold und Schnörkel, voller Stuck und Bordüren. Alles schien zu sagen, dass Zeit hier keine Rolle spielte, es egal war, welches Jahr man gerade zählte, welchen Monat, welchen Tag.
Aber Zeit verging, und das war Teil des Problems.
Sofie Eichner saß in Reihe 5, Sitz 34. Obwohl es ein gepolsterter Sitz war, schien es ihr, als fiele sie ins Bodenlose. In Filmen sah man manchmal Menschen rücklings – [...]
Die warmherzige Geschichte von Carl Christian Kollhoff, der neunjährigen Schascha und einer Gruppe besonderer Leser:innen, die zu Freunden werden.
weitere InfosDie Bücher von Sebastian Henn verzaubern, regen zum Nachdenken an und sind pures Leseglück! Mit seinem neuen Roman "Die Butterbrotbriefe" liefert er wieder eine warmherzige und inspirierende Lektüre.
weitere InfosHappy Reading: Wir haben die besten Bücher zusammengestellt, die uns glücklich machen. Diese Geschichten verzaubern und zeigen den Weg zu einem glücklichen Leben.
weitere Infos„›Der Geschichtenbäcker‹ ist eins der schönsten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Wieder einmal hat Carsten Henn mich mit seiner liebevollen Art zu schreiben tief berührt. Giacomo und Sofie sind zwei ganz besondere Figuren, deren Geschichte sich in mein Herz geschlichen hat. Eine absolute Leseempfehlung und mindestens genauso schön wie ›Der Buchspazierer‹.“
woertermaedchen„Eine warmherzige Geschichte mit einem wunderschönen Cover und ganz besonderen Charakteren, die einem sehr schnell ans Herz wachsen. Die einem vermitteln, dass man nie den Mut verlieren und immer an sich selbst glauben soll. ›Der Geschichtenbäcker‹ bekommt von mir einen Ehrenplatz auf meiner Jahresbestenliste, 10/5 Sternen und eine von Herzen kommende Leseempfehlung.“
tiaras_buecherzimmer„Tiefgreifendes Werk“
stadtMagazin Köln online„Der Autor hat einen neuen Fan. Mich hat ›Der Geschichtenbäcker‹ wirklich sehr beeindruckt.“
sonjas_buecherecke„Eine absolute Empfehlung dieses warmherzigen und gefühlvoll, sensibel geschriebenen Romans nicht nur für TänzerInnen und BäckerInnen.“
lovelybooks.de„Ein tiefsinniger Roman über Schmerz und Neuorientierung. Liebe und Leidenschaft. Darüber, das Besondere in seinem Tun zu erkennen und zu erhalten. Und das Ganze gebacken mit dem üblichen Zauber einer Henn-Geschichte!“
die_buecherweltenbummlerin„Ein warmherziger Roman darüber, wann es sich lohnt loszulassen und an welchen Dingen im Leben man festhalten sollte.“
buecher_wuermchen_„Viele unterhaltsame Charaktere und schöne Situationen lassen diese Geschichte zu einer echten Feelgood-Lektüre werden. (...) Dieser warmherzige Roman über einen Neuanfang verdient noch ganz viele Leser!“
buchsichten„Bereits am Anfang hat mich der bildhafte, beinahe poetische Schreibstil sehr angesprochen. Es gibt viele Textstellen, die man markieren möchte, weil sie so viel Wahres und Schönes ausdrücken. Generell übermittelt das Buch eine nachdenkliche Stimmung an die Leser*innen. Man überdenkt viele Situationen aus dem eigenen Leben und wächst gemeinsam mit der Protagonistin Sofie.“
bookspumpkin„Carsten Henn hat mit der ›Geschichtenbäcker‹ einen ganz wunderbaren Roman geschrieben, der seine Leser wie eine warme Decke wärmt und einem ein ganz wohliges Gefühl gibt.“
WDR 2 - Lesen„Ein Roman voller Liebe, sympathischen und authentischen Figuren, Achtsamkeit und Lebensweisheit. Eine ideale Urlaubslektüre, unterhaltsam und einfühlsam.“
TITEL Kulturmagazin„Henns ›Geschichtenbäcker‹ sprudelt vor Metaphern und Lebensweisheiten, gibt Mut und verknotet sie mit der Handlung wie einen Hefezopf.“
Saarbrücker Zeitung„Carsten Henn beschreibt diese Szenen alle höchst poetisch – auch er ist ein Geschichtenbäcker, von dem man sich nicht satt lesen kann.“
Ruhr Nachrichten„Wieder gelingen liebevoll gezeichnete Figuren, wieder ein Buch fürs Gemüt, mit allen Emotionen des Lebens, zu denen neben dem Lachen auch das Weinen zählt.“
Rottaler Anzeiger„Ich hatte nach dem Lesen jedes Mal richtig Lust, mal wieder selbst den Backofen anzuwerfen.“
RadioF„Das ist ein seelenvolles und wohltuendes Buch.“
Radio Bayern 1„Carsten Henn schafft mit dem Geschichtenbäcker einen wunderschönen und herzerwärmenden Roman, der einem verdeutlicht, auch die kleinen Dinge im Leben zu schätzen.“
Pinzgauer Nachrichten„Ein herzerwärmendes Wohlfühlbuch!“
Neue Ruhr Zeitung„Carsten Henn backt zwar reichlich Lebensweisheiten in seinen romantischen Plot ein, doch die vertrauten Beigaben reichert er mit reichlich Humor und erzählerischem Geschick auf.“
Main-Spitze„Beim Lesen steigt einem gewissermaßen der Duft frischgebackenen Brotes in die Nase, man bekommt unweigerlich Hunger.“
Kölner Stadt-Anzeiger„›Der Geschichtenbäcker‹ ist eine warmherzige Geschichte.“
Kölner Stadt-Anzeiger„Diese besondere Geschichte ist warmherzig, melancholisch und zaubert dem Leser ein Lächeln ins Gesicht.“
Kompakt!„All das ist so warmherzig und wunderbar bildreich geschrieben, dass man beim Lesen bald den wohligen Duft einer Backstube in der Nase hat.“
Hannoversche Allgemeine Zeitung„Tolles Buch“
Haller Kreisblatt„Auch beim ›Geschichtenbäcker‹ weiß er, wann welche Knöpfe zu drücken sind, wie der nötige Humor einzusetzen ist und wie seine Sätze den richtigen Rhythmus bekommen.“
General-Anzeiger„Henns neuer Roman ›Der Geschichtenbäcker‹ spendet Trost, gibt Hoffnung.“
Freundin„Ein Roman mit einer Portion Humor, einer Mut machenden Geschichte und liebevollen Protagonisten.“
Die Glocke„Der Roman ist leicht zu lesen und schenkt innere Wärme und ein Lächeln.“
Der Evangelische Buchberater„Carsten Henn erzählt einfühlsam und berührend darüber, welche Zutaten ein gutes Leben braucht und welche Kunst das Brot backen erfordert.“
Aachener Nachrichten„Carsten Henn (…) strickt erneut eine leicht märchenhafte Geschichte: einfühlsam, immer nah am Menschen und ohne sich sprachlich unnötig zu verkünsteln.“
Älter werden»Carsten Henn erzählt nach dem „Buchspazierers“ in „Der Geschichtenbäcker“ von der ehemaligen Ballerina Fanny, die nach dem Ende ihrer Karriere eine neue Beschäftigung braucht. Auf gut Glück wird sie Aushilfe beim Dorfbäcker. Giacomo, ehemaliger Gastarbeiter aus der Lombardei, ist wortkarg und untersetzt. Aber sein Brot schmeckt so gut, dass die Menschen Schlange stehen. Fanny, die Kohlenhydrate jahrelang gemieden hat, beginnt allmählich, sich auf die körperlich fordernde Arbeit des Backens einzulassen – ebenso wie auf die Bekanntschaft mit Giacomo.« Felicitas von Lovenberg
Worum geht es in Ihrem neuen Buch „Der Geschichtenbäcker“?
Im Kern um die Frage, was man mit seinem Leben anstellt, wenn der ursprüngliche Plan dafür nicht mehr funktioniert. Genau so ergeht es im Roman nämlich Sofie, deren bisheriges Leben endet, und die nicht weiß, wie es weitergehen soll. Als Tänzerin kann sie nicht mehr arbeiten, weil ihr Körper sie im Stich lässt.
Als Tanzlehrerin will Sofie nicht arbeiten, weil sie das immer daran erinnern würde, was sie verloren hat. Durch einen Zufall trifft sie dann auf den Bäcker ihres kleinen Dorfes, den Italiener Giacomo. Durch ihn und seine Backkunst ändert sich alles. Sie erkennt, dass Backen wie Tanzen ist. Und sie erfindet sich neu.
„Der Geschichtenbäcker“ – ein ungewöhnlicher Titel! Was ist damit gemeint und warum heißt der Roman so?
Ich will nicht zu viel verraten, aber Giacomo backt ganz besondere Brote. Und Geschichten sind ihr Geheimnis. Das findet Sofie aber erst mit der Zeit heraus. Giacomo backt außerdem, und das ist mir genauso wichtig, mit einer Zutat, von der uns unsere Mütter und die Fernsehwerbung immer erzählt haben: Liebe. Die Liebe zu seinem Beruf, die Liebe zum Brot und auch die Liebe zu seinen Kunden. Das backt er alles mit ein. Ich versuche das zu Hause auch immer, aber manchmal werden die Brote trotz ganz viel Liebe leider nix (lacht).
Woher kam die Inspiration für dieses Buch?
Mir kommen eigentlich alle Inspirationen beim Essen. Kulinarisches treibt mich ja seit vielen Jahren um, und Brot liebe ich sehr. In Restaurants mache ich häufig den „Brotfehler“ und esse so viel von dem leckeren selbstgebackenen Brot, dass nachher kaum noch Platz für die eigentlichen Gerichte ist.
Seit Jahren wollte ich deshalb ein Buch schreiben, bei dem dieses großartige Lebensmittel eine Rolle spielt. Aber ich habe von Anfang an gespürt, dass ich keinen Kriminalroman darüber schreiben kann. Brot zu backen ist so ein sinnlicher, körperlicher Vorgang, deshalb wollte ich eine Geschichte erzählen, in der es um dieses Sinnliche geht, und damit zusammenhängend auch um Liebe. Vor allem der zu sich selbst, die erst wahrhaftige Liebe zu anderen ermöglicht. Sofies Mann ist Choreograph, das macht die Verwerfung an diesem Punkt ihres Lebens umso schwerwiegender.
Wie würden Sie Ihre Hauptfigur Sofie beschreiben?
Sie ist ein Mädchen vom Dorf, das sich ihren großen Kindheitstraum erfüllt hat, gegen alle Widerstände. Und jetzt wird sie gezwungen, daraus aufzuwachen. Sie will den Traum natürlich nicht loslassen, will nicht wahrhaben, dass es vorbei ist. Aber sie muss sich dem stellen. Sie glaubt nicht, dass sie die Stärke dazu hat, sie fühlt sich verloren und unverstanden. Aber sie hat ganz viel Stärke in sich, und es gibt einen wunderbaren Weg für sie.
Was macht den „Geschichtenbäcker“ Giacomo so besonders?
Auf jeden Fall sein großes Herz. Zuerst wirkt er wortkarg, ja fast unfreundlich, aber dann lernt man ihn näher kennen. Er ist auf der einen Seite ein einfacher Mann, andererseits aber auch sehr klug, wobei seine ganze Lebensphilosophie auf Brot beruht, weil das seine Welt ist: die kleine Backstube mit dem alten Holzofen und die Wohnung darüber.
Auf eine gewisse Weise ähnelt er Carl Kollhoff, dem Buchhändler aus meinem Roman „Der Buchspazierer“, und doch ist er auch ganz anders. Carl hat übrigens einen Kurzauftritt im Buch, ich wollte mich auf diese Weise bei ihm für die gemeinsame Reise bedanken.
Welche Lebensweisheit würde Giacomo den Lesern des Romans mit auf den Weg geben?
Wie jeder gute Bäcker weiß Giacomo um die Bedeutung von Zeit. Deshalb würde er sagen: Nur wer einer Sache die nötige Zeit gibt, dem wird sie gelingen. Zeit ist die wichtigste Zutat. Bei allem. Zeit ist es auch, die Sofie sich geben muss. Das ist hart für sie zu lernen. Sie ist sehr ungeduldig und will manchmal mit dem Kopf durch die Wand.
Warum erlebt Brotbacken gerade ein so großes Revival? Und was macht Brotbacken zu einer besonderen Kunst?
Brot ist unser fundamentalstes Lebensmittel. Und vielleicht unser emotionalstes. Viele essen es zum Frühstück, Kinder nehmen es mit als Pausenbrot in die Schule, Erwachsene als Stulle mit auf die Arbeit, und abends gibt es wieder Brot. Wenn meine Großmutter mir zeigen wollte, das sie mich liebt, schmierte sie mir ein Brot mit dick Butter drauf – in meiner Familie zeigt man seine Liebe seit jeher durch Essen. Ich glaube, in der Corona-Pandemie wurde die Sehnsucht nach einem Lebensmittel groß, dass uns sagt „Es ist alles gut, du bist zuhause“. Viele begannen, Brot zu backen, denn solange das möglich war, wusste man: Uns kann eigentlich nichts passieren.
Und das Schöne ist, Brot backen geht eigentlich ganz einfach. Man braucht nur drei Zutaten: Mehl, Wasser und Hefe oder Sauerteig. Einem Brot dann im Ofen zuzusehen, wie es aufgeht ist einer der allerschönsten Anblicke, die es in der Küche gibt. Ofen-Kino!
Fanny ist eine ehemalige Tänzerin – wie kommen Sie zum Thema Tanz?
Um es direkt zu gestehen: Ich selbst bin ein ganz miserabler Tänzer. Meine Lebensgefährtin hat den Tanzkurs mit mir abgebrochen, weil sie meine ungelenken Bewegungen nicht mehr ertragen konnte. Und wenn ich mich zuhause mal rhythmisch zu Musik bewege, rollt meine Tochter mit den Augen und fleht mich an aufzuhören, weil es so schrecklich peinlich ist. Dabei liebe ich Musik sehr und auch, mich dazu zu bewegen.
So unwahrscheinlich es klingt, aber durch Fanny lebe ich meine Liebe zum Tanz aus.
Ihr Roman „Der Buchspazierer“ ist ein großer SPIEGEL-Bestseller: Wie erklären Sie sich den riesigen Erfolg?
Im Vorhinein war er ja überhaupt nicht abzusehen. Ganz im Gegenteil, das Buch war ein großes Wagnis für einen Autor wie mich, der vor allem mit Kriminalromanen bekannt geworden ist. Im Nachhinein glaube ich, der Roman hat die Sehnsucht nach Gemeinschaft in uns gestillt, die durch die Lockdowns aufkam. In der Geschichte geht es ja um Menschen, die nicht mehr richtig mit der Welt in Kontakt treten können. Genau so haben wir uns auch gefühlt, und der Roman hat uns in den Arm genommen und ein wenig getröstet. Dabei war er lange vor der Pandemie fertig geschrieben.
Nur die Widmung habe ich wegen der Lockdowns noch geändert, weil es mir ein tiefes Bedürfnis war den Buchhändlerinnen und Buchhändlern einfach mal Danke zu sagen.
Ein Rezept von Milena Drefke („Brotbäckchen“, Brühl), bei der Carsten Henn für den Roman recherchiert hat
Zutaten
• 315 g Dinkel- oder Weizenvollkornmehl oder Urkornmehle (Emmer, Einkorn, Kamut) oder eine Mischung daraus
• 75 g Sonnenblumenkerne (oder Nüsse nach Wahl)
• 30 g Kürbiskerne
• 50 g Leinsamenschrot
• 50 g Haferflocken (oder jede andere Flockensorte)
• 420 g kaltes Wasser
• 0,8 g frische Hefe (wirklich genau abwiegen! Entspricht einer kleinen Erbse)
• 9 g Salz
Zubereitung:
Saaten und Flocken nach Wunsch rösten, mit kaltem Wasser ablöschen und in eine Wanne umfüllen. Hefe einrühren, bis sie sich aufgelöst hat, dann das Salz dazu geben und umrühren. Das Mehl homogen daruntermischen.
Der Teig darf nicht zu fest, aber auch nicht zu flüssig sein. Den Teig 10 bis 12 Stunden bei Raumtemperatur (20 bis 22 Grad) gehen lassen. Lieber etwas kälter stellen. Im Sommer kann ein Raum zu warm sein, und der Teig geht zu schnell.
Nach diesem ersten Gehen den Teig in die Kastenform geben, mit einem nassen Löffel leicht andrücken, und die Form luftdicht abdecken (Frischhaltefolie oder Abdeckhaube). Noch einmal 1 bis 2 Stunden gehen lassen. Der Teig sollte sich danach merklich vergrößert haben.
Eine feuerfeste Form in den Backofen stellen, diesen auf 250 Grad vorheizen. Das Brot in der Kastenform in den Ofen stellen, eine Espressotasse Wasser in die feuerfeste Schale schütten, Ofentür schnell schließen.
Nach 10 Minuten die Ofentemperatur auf 200 Grad runterstellen und weitere 45 bis 55 Minuten backen. Sofort aus der Form nehmen und auskühlen lassen oder gebenenfalls noch etwas nachbacken für eine bessere Kruste.
Bewertungen
Ballerina wird zur Bäckerin und findet darin ihren Lebensinhalt – nette Selbstfindungsstory
Die ehemalige Primaballerina Sofie kann ihren geliebten Tanzberuf aufgrund einer Verletzung nicht mehr ausüben und wird kurzerhand durch eine andere Ballerina ausgetauscht. Sie fällt in ein tiefes Loch, versinkt in Selbstmitleid und stößt mit ihrer ichbezogenen Art ihrem Mann gehörig vor den Kopf, s…
Die ehemalige Primaballerina Sofie kann ihren geliebten Tanzberuf aufgrund einer Verletzung nicht mehr ausüben und wird kurzerhand durch eine andere Ballerina ausgetauscht. Sie fällt in ein tiefes Loch, versinkt in Selbstmitleid und stößt mit ihrer ichbezogenen Art ihrem Mann gehörig vor den Kopf, so dass bald auch die Ehe auf dem Spiel steht. Damit ihr die Unterstützung vom Amt weitergezahlt wird, nimmt Sofie einen Job als Bäckerin in ihrem kleinen Ort auf. Sie will diesen Beruf nicht ausüben, sondern nur ihren guten Willen gegenüber dem Amt zeigen und den Job dann schnell wieder kündigen. Doch irgendwas hat dieser Bäcker Giacomo an sich, was sie bald in ihren Bann zieht. Er zieht zu jeder Lebenslage Parallelen zum Brotbacken oder zu Teig, hat immer einen weisen Spruch parat, ist sonst aber wortkarg und verrät über sich selbst nicht viel. Seine Kunst ist es, in das Brot die jeweilige Lebensgeschichte der Menschen quasi einzubacken. Im übertragenen Sinn also mit viel Liebe zu backen und darin seine Erfüllung zu finden und die Menschen glücklich zu machen. Seine eigene weniger glückliche Geschichte, die eng verknüpft ist mit der der alten, sehr unfreundlichen Verkäuferin Elsa hält er im Verborgenen. Findet Sophie ihren Weg zurück ins Leben? Lernt sie, ihr Schicksal anzunehmen oder es in die eigenen Hände zu nehmen? Wie kann Giacomo und seine alte Backstube ihr dabei helfen? Ich habe schon ein paar Bücher von Carsten Henn gelesen und fand bisher jedes super. Dieses hier konnte mich nun leider nicht so packen. Es ist gut, keine Frage, voller Weisheit, Wärme, Humor und allem, was ein gutes Buch eigentlich ausmacht. Dennoch bleibt es irgendwie blass. Sofie ist schlicht langweilig, unsympathisch und sehr egoistisch. Giacomo ist ein stiller Mann mit großem Herz aber wenig anderem. Sofies Mann, ach, reden wir nicht über den, der ist wirklich langweilig. Einzig Elsa, die unfreundliche alte Verkäuferin hat für mich etwas Greifbares, hat Ecken und Kanten und ist präsent. Und Hund Motte konnte mir immer wieder ein Lächeln abgewinnen. Während die anderen irgendwie so dahinplätschern. Zudem ist mir diese ganze spirituelle Sache mit Geschichten ins Brot backen einfach zu viel des Guten. Und Anouk, Sofies kleine Nichte, die sich für Maria hält und jedem ihren Segen aufzwingt, empfinde ich als hochgradig nervig und zudem extrem unreal für ein Kindergartenkind. Henns Schreibstil ist wie gewohnt super zu lesen, man fliegt durch das Buch. Doch bleibt bei mir diesmal fast nichts hängen. Ich war mit dem Buch durch und konnte es einfach so weglegen, ohne noch einen weiteren Gedanken daran zu verlieren. Eine richtige Teflongeschichte. Das hört sich jetzt böse an und so, als würde ich das Buch verreißen. Doch das ist nicht so. Es bekommt von mir gute 3 Sterne, weil es eben GUT ist. Aber nicht mehr. Für mich zu leblos, zu wenig fesselnd oder berührend (bis auf eine Stelle die am Dorfteich spielt). Ich liebe Geschichten, die im Kopf, im Herzen und in der Seele bleiben mit Charakteren die mich auf welche Art auch immer berühren. Das vermisse ich beim Geschichtenbäcker leider völlig. Fazit: eine leichte Geschichte für zwischendurch, ganz nett, sehr gut zu lesen, aber eben für mich persönlich nichts Besonderes und schnell wieder raus aus dem Kopf.