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Signora Verdi. Die Primadonna des Komponisten
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Beschreibung
1841: Italien ist zersplittert in viele Kleinstaaten, die Bevölkerung sehnt sich nach Einheit und Selbstbestimmung. Als gefeierte Opernsängerin tourt Peppina durch das ganze Land. In Mailand lernt sie den jungen, verwitweten Komponisten Giuseppe Verdi kennen und ist von ihm und seiner Musik restlos begeistert. Die beiden nähern sich einander an. Doch Peppinas Vergangenheit liegt wie ein Schatten zwischen ihnen und macht es den beiden unmöglich, in ihrer Heimat zusammenzuleben. Erst im fernen Paris werden sie ein Paar. Aber dann bricht die Revolution aus, Freiheitskämpfe toben in Italien und…
1841: Italien ist zersplittert in viele Kleinstaaten, die Bevölkerung sehnt sich nach Einheit und Selbstbestimmung. Als gefeierte Opernsängerin tourt Peppina durch das ganze Land. In Mailand lernt sie den jungen, verwitweten Komponisten Giuseppe Verdi kennen und ist von ihm und seiner Musik restlos begeistert. Die beiden nähern sich einander an. Doch Peppinas Vergangenheit liegt wie ein Schatten zwischen ihnen und macht es den beiden unmöglich, in ihrer Heimat zusammenzuleben. Erst im fernen Paris werden sie ein Paar. Aber dann bricht die Revolution aus, Freiheitskämpfe toben in Italien und eine junge Sopranistin wird unerwartet zur Nebenbuhlerin.





















Bewertungen
Mitreißender Liebes- und Künstlerroman
Giuseppe Verdi ist sicher jedem ein Begriff. Aber wer war die Frau an seiner Seite? Die erfolgreiche Sängerin Giuseppina Strepponi, genannt Peppina? Dank Verena Maatman konnte ich sie näher kennenlernen.
Die Geschichte beginnt in einem Moment des Übergangs: Verdi hat gerade Nabucco komponiert,…
Giuseppe Verdi ist sicher jedem ein Begriff. Aber wer war die Frau an seiner Seite? Die erfolgreiche Sängerin Giuseppina Strepponi, genannt Peppina? Dank Verena Maatman konnte ich sie näher kennenlernen.
Die Geschichte beginnt in einem Moment des Übergangs: Verdi hat gerade Nabucco komponiert, doch er kämpft noch mit dem Verlust seiner Ehefrau und Töchter. Die Begegnung zwischen ihm und Peppina ist zunächst rein professionell – sie übernimmt die Rolle der Abigaille. Doch aus der beruflichen Zusammenarbeit wird eine Liebe voller Leidenschaft.
Als ich über Nabucco las, kamen mir sofort meine Erinnerungen an eine Aufführung in der Arena von Verona hoch. Damals wusste ich nicht, dass diese Oper Verdis großen Durchbruch und Karrierestart markierte. Peppina dagegen musste sich wegen Überbelastung ihrer Stimme langsam von der Bühne zurückziehen.
Sie ist eine Frau, die man gern persönlich kennenlernen würde: selbstbewusst, begeisterungsfähig, herzlich und voller Ideen. In Paris gründete sie eine Gesangschule, las leidenschaftlich gern Romane und sorgte finanziell für ihre Familie. Besonders imponiert hat mir, wie viel sie als Übersetzerin, Musikerin und Theaterexpertin bei der Entstehung von Verdis bekannten Opern, seiner Korrespondenz und Vertragsverhandlungen mitgewirkt hat. Aus dem unschlagbaren Team wurde schnell ein unzertrennliches Paar.
Man kann sich nur zu gut vorstellen, wie schwer es für Peppina war, als Mutter von drei unehelichen Kindern mit der gesellschaftlichen Ablehnung umzugehen und gleichzeitig ihre finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren. Für mich war es ein großes Vergnügen, ihren gemeinsamen Lebensweg zu verfolgen, der quer durch Italien, nach Paris und St. Petersburg führte und auch Einblick in die politischen Umbrüche zu bekommen. Wenn ich in Zukunft wieder eine Oper von Verdi höre, werde ich sicherlich auch Signora Verdi vor Augen haben und daran denken, wie viel mehr hinter dem großen Bühnenglanz steckt. Die sehr gut recherchierte Romanbiografie ist ein spannendes Drama über Kunst, Liebe und weibliche Kreativität.
Eine emotionale Reise in das Italien des 19. Jahrhunderts
„Signora Verdi“ von Verena Maatman hat mir einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Musikgeschichte geboten.
Was mich zudem besonders fasziniert hat, war die geschichtliche Kulisse des italienischen Freiheitskampfes. Die Sehnsucht nach Freiheit und Einheit ist in jedem Kapitel spürbar.…
„Signora Verdi“ von Verena Maatman hat mir einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Musikgeschichte geboten.
Was mich zudem besonders fasziniert hat, war die geschichtliche Kulisse des italienischen Freiheitskampfes. Die Sehnsucht nach Freiheit und Einheit ist in jedem Kapitel spürbar. Mittendrin erleben wir die wunderbare Giuseppina „Peppina“ Strepponi und ihre tiefe, komplexe Beziehung zu Giuseppe Verdi.
Das Buch zeigt ungeschönt ihren harten Weg: von der gefeierten Primadonna, die durch die Belastung ihre Stimme verliert, über ihre geheimen Mutterschaften bis hin zu den gesellschaftlichen Skandalen, denen sie ausgesetzt war. Ihre Beziehung zu Giuseppe Verdi wird ohne Kitsch erzählt. Man spürt, dass sie weit mehr als die Frau an seiner Seite war – sie war seine schärfste Kritikerin, seine emotionale Stütze in schweren Krisen und hat seinen Weg zum Nationalhelden maßgeblich mitgeprägt.
Für alle Opernliebhaber ist dieses Buch absolut empfehlenswert. Wenn die Entstehung von Meisterwerken wie Nabucco beschrieben wird, bekommt man sofort Lust, die Musik parallel anzuhören
Mein Fazit: Ein unglaublich warmherziges, brillant recherchiertes Buch, das mir die Welt der Oper noch einmal ganz neu eröffnet hat.