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Schreib den Namen deiner Mutter Schreib den Namen deiner Mutter - eBook-Ausgabe

Evan Tepest
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Roman

— Ein knallgegenwärtiges Debüt über familiäre Leerstellen

„Es ist ein Buch, das nachdenklich stimmt, viele Reflektionen über sexuelle Identität, über Familien- und andere Beziehungen enthält.“ - Neue Rhein Zeitung

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Schreib den Namen deiner Mutter — Inhalt

Alex schreibt an einem Essay. Und kommt nicht voran. Das Thema: Worüber meine Mutter und ich nicht sprechen. Ein Besuch in der glamourös kaputten Provinzvilla der überreizten Mutter soll weiterhelfen, doch er zeigt nur: Sie sprechen gar nicht miteinander. Nicht über Alex’ Queerness, nicht über die Antidepressiva, die sie offensichtlich beide nehmen, nicht über die Traumata der Familie. Als die Mutter Alex beim Schützenfest (versehentlich!) anschießt, ist klar, dass nicht nur die Arbeit am Essay gescheitert ist. 
Ein grandios lakonischer Roman darüber, was Familien trennt und zusammenhält – das Unausgesprochene.

Hart und verletzlich, kühl und komisch – ein knallgegenwärtiger Roman über familiäre Leerstellen

€ 22,00 [D], € 22,70 [A]
Erschienen am 29.02.2024
192 Seiten, Hardcover
EAN 978-3-492-07271-7
Download Cover
€ 18,99 [D], € 18,99 [A]
Erschienen am 29.02.2024
144 Seiten
EAN 978-3-492-60747-6
Download Cover
„Tepest erzählt das Coming-out als nichtbinär nicht als Ende einer Geschichte, sondern als Wendepunkt. Und das ist wiederum gar nicht altbekannt, sondern ganz frisch und gegenwärtig.“
MDR Kultur „Unter Büchern“
Evan Tepest

Über Evan Tepest

Biografie

Evan Tepest lebt als Autor in Berlin. Im Februar 2024 erscheint sein erster Roman Schreib den Namen deiner Mutter im Piper Verlag. 2023 erschien der Essayband Power Bottom. Seine Texte sind außerdem in Anthologien und Zeitschriften erschienen, zuletzt in Delfi. Zeitschriftfür neue Literatur. Tepest...

INTERVIEW mit Evan Tepest

In deinem Roman begleiten wir Alex bei einem Heimatbesuch in die westdeutsche Provinz. Eigentlich ist geplant, die Asche von Opa Kurt im Kreise der Familie im Meer zu verstreuen, Alex aber möchte die Zeit für ein Schreibprojekt nutzen. Was hat es damit auf sich? 

Alex ist ziemlich lost – ihre Freundin hat sich von ihr getrennt, ihr zweites Buch verkauft sich nicht und ihre FreundInnen haben genug von ihrer Depression. Sie spürt, dass sie an vielen Stellen in ihrem Leben feststeckt, aber ist zum Zeitpunkt des Romanbeginns emotional zu taub, um zu verstehen, was los ist. Und weil sie zu allem Überfluss noch Geldnot hat, beschließt sie, anlässlich des Besuches bei ihrer Mutter eine Essayanfrage für den Sammelband „Schreib den Namen deiner Mutter“ anzunehmen – es soll darin um Dinge gehen, über die sie mit ihrer Mutter nicht spricht. Dabei spürt sie aber zunehmend, dass sie eigentlich über gar nichts wirklich sprechen und dass Einiges in ihrer Familiensituation – besonders, was die Mutter anbelangt – sie in ihrem eigenen Leben blockiert.  

Alex stößt beim Recherchieren und Nachdenken über den Essay deshalb ziemlich schnell an Grenzen –in der Familie liegt über ganz vielem der Mantel des Schweigens. Halten Familien überhaupt nur zusammen, wenn gewisse Dinge beschwiegen werden? 

In den seltensten Fällen sprechen Familienmitglieder über alles, was sie beschäftigt. Gerade im Falle von psychischer und/oder körperlicher Gewalt braucht es häufig eine oder mehrere Personen in einem Gruppengefüge, die eine Auseinandersetzung erzwingen. Es ist natürlich bequemer, zu verdrängen und sich der Verantwortung zu entziehen. Besonders, wenn sich das über Generationen durchzieht. Wenn Erwachsene behaupten, sie wären nie übergriffig gewesen, ist das für die betroffenen Kinder extrem schwierig. Alex fragt sich immer wieder, ob sie ihren eigenen Erinnerungen überhaupt trauen kann.  


Ich glaube aber auch – ohne das Verschweigen zu entschuldigen – dass das eine Klassenfrage ist. Für die Boomer-Eltern aus der ArbeiterInnenklasse und der Mittelschicht ist es meistens gar keine Option, Therapie zu machen oder Dinge aufzuarbeiten. Als Kinder der Nachkriegsgeneration haben viele von ihnen durchgezogen, sich auf materielle Verbesserungen und den Klassenaufstieg konzentriert. Da schien keine Zeit für Biografiearbeit. Das alles trifft auf Alex‘ Familie zu. 

Das Verhältnis von Müttern und Töchtern ist eines DER klassischen literarischen Themen – du hast einen sehr gegenwärtigen und spielerischen Umgang mit Literatur gewählt und beziehst dich auch auf alle möglichen anderen Kunstformen. Wie hast du dich dem Thema genähert? 

Ich hab schon seit ein paar Jahren mit dem Gedanken gespielt, eine Mutter-Tochter-Beziehung zu beleuchten und dabei, quasi auf einer Metaebene und auch humoristisch, einzuflechten, dass das so ein viel bearbeiteter Topos ist. Da Alex selbst Autor*in ist, greift sie in den zahlreichen Essayversuchen, die den Roman durchziehen, immer wieder auf diese Darstellungen zurück. Ich finde das auch wichtig: Der Topos von der Mutterliebe und dem Gebot „Du sollst deine Eltern lieben“ ist kulturell so zementiert, dass es gar keinen Sinn hätte, das nicht miteinzubeziehen.  

Apropos „Töchter“: Alex hadert bald mit einer klaren Geschlechterzuordnung. Vielleicht auch ein Grund, warum es mit dem Essay nicht vorangeht… Inwiefern bedingen die gängigen Rollenbilder auch die Dynamiken in Alex‘ Familie? Es ist ja auch eine Familie, in der enorm viel unterdrückt wird. 

Alex‘ Mutter versucht immer, den Schein zu wahren, und legt daher großen Wert darauf, dass alles nach außen hin seine Ordnung hat. Das heißt auch, dass sie kein Problem mit Alex‘ Lesbischsein hat, sie aber in eine bestimmte weibliche Rolle drängt. Gender-Nonkonformität ist in diesem Kontext die ungewolltere Abweichung.  


Alex macht aber selbst immer wieder lesbische Eigenschaften an ihrer Mutter aus und auch andere Familienmitglieder haben queere Anteile. Darüber wird aber nicht gesprochen, es ist kein Thema zwischen Alex und der Mutter. Die Einzige, die offen über sexuelles Begehren ist Alex‘ Oma Kriemhild, die sich im Zuge ihrer jahrzehntelangen schizophrenen Erkrankung so etwas wie einen Freifahrtschein gegeben hat.  

Als es mit dem Essay nicht weitergeht, beginnt Alex, der eigenen Jugend in der Provinz nachzuspüren. Dabei spielt Queerness eine Rolle, aber auch ehemalige FreundInnen und Vorbilder. Auch diese Suche gerät in eine Sackgasse, Alex entdeckt eine unheimliche Wut in sich… 

Alex sucht zum Beispiel zwei ihrer alten Lehrer:innen auf, Wolfang und Lena. Mit Lena beginnt sie eine Affäre, in Wolfgang, der schon älter ist und seit Jahrzehnten offen schwul in der Provinz lebt, sucht sie eine Art queeres Role Model. Beide sind aber ziemlich mit sich beschäftigt und sehen Alex nicht in ihrer Bedürftigkeit. Weil das in ihrer Familie nicht anders aussieht, kämpft Alex damit, sich in diesem Setting irgendwie zu behaupten. Und wird dabei immer wütender.  

Bei all diesen Themen könnte man meinen, dein Roman kommt ungeheuer schwer daher. Ich habe beim Lesen aber auch viel gelacht. Was ist das eigentlich für ein Lachen? Kannst du das erklären? 

Ich glaube, für mich hat das was mit Alter zu tun. Alex ist ja Anfang dreißig und nicht mehr zwanzig. Auch wenn sie gerade in einer Krise steckt, hat sie eine gewisse Resilienz und schafft es in diesem absurden Provinzsetting auch immer wieder, Lustmomente zu erfahren. Der Aufenthalt wird so zu einer subtilen Befreiung und dazu gehört auch, dass sie die Eigenheiten der Menschen um sich herum und auch ihre eigenen Macken mit einer gewissen Gelassenheit betrachtet – auch, wenn sie an anderer Stelle klare Urteile fällen muss.  

Du schreibst selbst auch essayistisch, im Frühjahr 2023 erschien dein erster Essay-Band „Power Bottom“. Was war für dich der größte Unterschied zwischen der Arbeit an diesen Texten und an deinem Roman? 

Ich dachte immer, es ist ein Klischee, dass Autor:innen irgendwann von ihren Figuren begleitet werden, aber das ist mir beim Schreiben, anders als bei den Essays, tatsächlich manchmal passiert. Ich glaube, es gibt auch einen größeren unbewussten Anteil beim Prosaschreiben, da beispielsweise visuelle Motive und erzählende Beschreibungen eine größere Rolle spielen und Verbindungen schaffen, auf die du zum Beispiel mich erst aufmerksam gemacht hast.  


Zugleich gibt es auch Verbindendes – abgesehen von der inhaltlichen Auseinandersetzung mit Queerness und Transness gibt es im Roman poetische und essayistische Passagen. Das Buch ist auch eher Rhythmus-, als Plot-driven, das erlebe ich auch beim Essayschreiben.  

 

Pressestimmen
MDR Kultur „Unter Büchern“

„Tepest erzählt das Coming-out als nichtbinär nicht als Ende einer Geschichte, sondern als Wendepunkt. Und das ist wiederum gar nicht altbekannt, sondern ganz frisch und gegenwärtig.“

Missy Magazine

„Eine Geschichte, die mit süßer Awkwardness und tief treffenden Wahrheiten punktet.“

detektor.fm

„Eine kleine Geschichte mit großen Themen.“

Deutschlandfunk Kultur „Lesart“

„Eine sehr lustvolle, sehr schöne Erzählung.“

Radio FM4

„Evan Tepest schafft es, aus einem womöglich explosiven Familien-Zusammentreffen ein lustig-absurdes Kammerspiel zu entwickeln, das uns als Leser:innen sofort in den Bann zieht.“

tip Berlin

„Am stärksten ist der Roman in den Passagen, in denen sich der Text im Text öfnet, wir also Alex’ Versuche beobachten können, sich einer Mutter anzunähern, die emotional nicht erreichbar ist.“

CarpeGusta - Das Magazin für Genießer

„Ein Roman, der das Unausgesprochene einfühlsam erforscht und die menschlichen Abgründe in all ihren Facetten beleuchtet – mal melancholisch, mal philosophisch, mal hart und immer mal wieder pointiert witzig.“

(A) Profil

„Der Berliner Autor Evan Tepest zeigt, wie abgründig, traurig, aber auch komisch Familiengeschichten sein können.“

Neue Rhein Zeitung

„Es ist ein Buch, das nachdenklich stimmt, viele Reflektionen über sexuelle Identität, über Familien- und andere Beziehungen enthält.“

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