Immer nach Hause

Immer nach Hause

Roman

€ 20,00 inkl. MwSt.

Auf in eine neue Welt

Ein glänzender Künstlerroman über eine Zeit des Aufbruchs wie auch der Schaffenskrisen im Leben des jungen Hermann Hesse – Thomas Lang entwirft eine literarisch hochkarätige, fesselnde Fiktion auf der Basis der Biografie eines Ausnahme-Schriftstellers. Voller Sympathie, Einfühlungsvermögen, Witz und universeller Wahrheit.

 

Hermann Hesse ist Ende zwanzig und bereits für sein Frühwerk berühmt, als er sich mit seiner neun Jahre älteren Frau Mia in das abgelegene Dorf Gaienhofen am Bodensee zurückzieht. Sie gründen eine Familie und bauen ein Haus. Doch je mehr sich der Schriftsteller von der Welt abgeschnitten fühlt, desto größer wird seine Unzufriedenheit. Literarisch will ihm bald kaum noch etwas gelingen, er sieht sich in einer Schaffenskrise, beginnt an allem zu zweifeln und bricht schließlich auf – nicht nur zur Kur am Monte Verità.

 

Lebendig und kenntnisreich, atmosphärisch und mit unvergesslichen Figuren erzählt der mehrfach ausgezeichnete Autor Thomas Lang von einer ebenso problematischen wie faszinierenden Lebensphase jenes Schriftstellers, der später mit dem Literaturnobelpreis zu Weltruhm gelangte und zum Liebling ganzer Lesergenerationen avancierte.

  • € 20,00 [D], € 20,60 [A]
  • Erschienen am 01.08.2016
  • 384 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
  • ISBN: 978-3-8270-1333-0
 
 

Leseprobe zu »Immer nach Hause«

Der Anfang

 

An Cesco Como

Basel, 4.6.1903

Seit kurzem halte ich allabendlich einen entzückenden, kleinen, schwarzen, wilden Schatz im Arm, wandle im Mondschein, mache Verschen, pflücke Jasmin und schwelge auf entlegenen Rasenplätzen vor der Stadt … Heirat usw. ist natürlich ausgeschlossen, dafür habe ich eben keinerlei Talent.

 

An den Vater

Basel, 21.6.1903

In letzter Zeit kam ich in die Lage, die Möglichkeit einer Heirat zu überlegen. Ein mir schon länger bekanntes Mädchen, das mich lieb hat, ziemlich älter als ich ist und wohl zu mir passen würde. Ich kann mich in dieser Sache [...]

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Thomas Lang

Thomas Lang

Thomas Lang, geboren 1967 in Nümbrecht (NRW), lebt in München. 2002 erschien der Roman »Than«, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Staatsförderungspreis und dem Marburger Literaturpreis. 2005 erhielt Lang den Ingeborg-Bachmann-Preis für einen Auszug aus dem Roman »Am Seil«, der außerdem für den Preis mehr ...

Veranstaltungen

Lesung und Gespräch: Am Mittwoch, 27. September 2017 in München
Thomas Lang liest aus "Immer nach Hause" in München
Zeit: 20:00 Uhr
Ort: Münchner Stadtbibliothek Bogenhausen, Rosenkavalierplatz 16 , 81925 München

Rezensionen und Pressestimmen

spiegel-online


„Thomas Lang hat ein einfühlsames Buch geschrieben, eröffnet und beschlossen mit authentischen Briefzitaten aus Hesses Nachlass, überlassen vom renommierten Hesse-Herausgeber Volker Michels und der Hesse-Enkelin Sibylle Siegenthaler-Hesse“   

B5 aktuell


»Ein Künstlerroman geschrieben mit einem Lächeln und sehr viel ironischer Sympathie für den jungen Schriftsteller Hermann Hesse.«   

Frankfurter Neue Presse


»Thomas Lang gelingt ein großartiges Ehe-Porträt, eben weil er die Schuldfrage nicht stellt. Beinah therapeutisch begleitet er Mia und Hermann, scharfsichtig, mitfühlend. Getragen von einem sensibel-poetischen Ton, glückt Lang ein spannender, farbiger Künstler-Roman. Aus einem Paar-Schicksal macht er ein paradigmatisches Buch über das Scheitern der Liebe.«   

Süddeutsche Zeitung


»Thomas Lang zeigt diesen zweifelnden, sehnsüchtigen und selbstsüchtigen Hesse in vielen Facetten.Und es ist durchaus mutig und riskant, wie er das tut: Er fühlt sich in die Art und Weise, wie ein junger, ehrgeiziger, zwischen sich und der Welt zerrissener Schriftsteller damals seine Umgebung wahrnahm, unmittelbar ein. (...) Der Roman denunziert seinen Protagonisten nicht, aber er erklärt ihn vor dem Hintergrund seiner Zeit. Es ist eine Dekonstruktion mit literarischen Mitteln.«   

NDR Kultur


»Thomas Lang versetzt sich hautnah in die Lebenssituation Hesses, der sich zwischen häuslicher Familienidylle und freiem Künstlerleben hin und her gerissen fühlt.«    

saetzeundschaetze.com


»Thomas Lang ist mit diesem Künstlerroman ein sehr einfühlsames, vielschichtiges Portrait gelungen, in dem viel Sympathie für den "Sonderling" Hesse durchklingt. Sprachlich und in literarischer Hinsicht ist der Roman ein Lesegenuss: Flüssig geschrieben, feine Beobachtungen, abwechslungsreiche, lebendige Dialoge, Szenen, gewürzt mit trockenem Humor.«   

Kommentare zum Buch
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