Provence Krimi
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Provence Krimis

Die Bücher von Anthony Coles in der richtigen Reihenfolge

Die Fälle von Peter Smith

Über die Peter-Smith-Reihe

Peter Smith ist einen Mann um die sechzig, der in Mordfälle verwickelt wird und sich mit rätselhaften Dingen konfrontiert sieht. Was ihm alles andere als recht ist. Er hat sich in Arles zur Ruhe gesetzt, um Problemen aus dem Weg zu gehen, doch so manche Rückstände aus seiner Vergangenheit, lästige, aber auch nützliche, holen ihn immer wieder ein. Am Ende einer eher krummen beruflichen Laufbahn als Dozent für Kunstgeschichte, Unternehmensberater und gelegentlich auch als Beauftragter für weniger appetitliche Projekte im Dienst Ihrer Majestät, wie es so schönfärberisch heißt, hatte er von alldem die Nase gestrichen voll.

Stattdessen wollte er nur noch tun und lassen, wonach ihm gerade der Sinn stand, und als Mann von eher gereizter Grundstimmung waren ihm Ruhe und Abgeschiedenheit das Wichtigste. Also hat er für sich und seinen Windhund ein Haus gleich neben dem Amphitheater gekauft und den Vorsatz gefasst, ein Buch zu schreiben, seine Kochkünste zu verfeinern und den Garten zu pflegen, der dankenswerterweise sehr klein und von einer hohen Mauer umgeben ist. Ein guter alter Freund aus seinen Tagen im Staatsdienst war schon ein oder zwei Jahre zuvor in die Stadt gezogen, angeblich, um mit bibliophilen Raritäten zu handeln, die er aber letztlich doch lieber sammelt.

Es gibt also jemanden, mit dem sich Smith von Zeit zu Zeit unterhalten und Schach spielen kann. Was ihm am meisten an seiner Wahlheimat gefällt, sind die Sonne und das gute Wetter; sie kommen seiner Gesundheit zugute, die nicht zuletzt aufgrund einiger unschöner Begegnungen mit Feinden Ihrer Majestät einigermaßen angegriffen ist. Trotz gegenteiliger Wünsche bleibt sein Leben ereignisreich. Manches, was ihm widerfährt, ist sogar recht angenehm. Zum Beispiel lernt er eine wunderschöne Frau aus der Camargue kennen, die aus unerfindlichen Gründen einen Narren an ihm gefressen hat. Er schließt neue Freundschaften, macht sich neue Feinde und begegnet alten wieder.

Wider Willen tappt er immer wieder in Abenteuer – davon handeln die Geschichten.

Über Arles

Über die Geschichte von Arles liegt eine kaum überschaubare Fülle von Material vor, von historisch präzisen Abhandlungen bis hin zu wilden Spekulationen. Die zunehmend verlässliche Plattform Wikipedia ist als eine erste Informationsquelle durchaus zu empfehlen. Im Folgenden seien nur ein paar besonders hervorspringende Merkmale aufgezählt.

Die Umgebung des heutigen Arles wurde schon vor über dreitausend Jahren besiedelt und verdankt ihre Bedeutung hauptsächlich der Rhone, die in den Schweizer Alpen entspringt und rund 550 Kilometer durch Frankreich fließt, bevor sie ins Mittelmeer mündet. Der Fluss bildet seit Menschengedenken die wichtigste Wasserstraße vom Mittelmeer bis ins Herz Frankreichs, da sie auf rund 500 Kilometern bis über Lyon hinaus schiffbar ist. Schon ca. 800 v.Chr. wurden an seinen Ufern erste Siedlungen gegründet, die als Handelsposten und Schiffswerften dienten, so etwa Arles, Avignon, Valence, Vienne und Lyon. Gegen Ende des ersten Jahrtausends v.Chr. richteten die eindringenden Römer in Arelate, so der antike Name der Stadt, einen größeren Stützpunkt ein. Das flache Land im Osten, der sogenannte Plan de Crau, bot von jeher fruchtbare Ackerböden, so auch das Mündungsdelta, das sich zwischen der Großen und Kleinen Rhone gebildet hatte und sich als Weideland für Viehzucht nutzen ließ. Die Gegend ist heute bekannt als die Camargue.

Ein weiterer Grund für den Aufstieg von Arles war der Umstand, dass der Fluss auf seinem Gebiet eine fast rechtwinklige Richtungsänderung vollzieht und so schmal wird, dass sich hier die erste Möglichkeit für den Bau einer Brücke ergab, über die die große Via Aurelia fortgesetzt werden konnte, eine um die Jahrtausendwende ausgebaute Landverbindung zwischen Rom und Spanien. Der Fluss führt eine Menge Wasser, vor allem im Frühling, wenn in seinem Quellgebiet die Schneeschmelze einsetzt, sodass in der großen Biegung die Strömung mitunter gewaltig sein kann. An dieser Engstelle wurde in früherer Zeit eine Folge von Brücken zerstört und das flachere Südufer regelmäßig überflutet. Trotz zahlreicher und aufwendiger Baumaßnahmen zur Eindämmung des Flusses kommt es auch heute noch zu Überschwemmungen, so etwa während des Hochwassers von 2003, dessen katastrophale Ausmaße unter anderem auf menschliches Versagen beim Wassermanagement im Oberlauf zurückgeführt wurde. Die bei Beaucaire gemessene Durchlaufmenge an Wasser erreichte das Rekordhoch von dreizehntausend Kubikmetern pro Sekunde, was, wie man mir sagte, enorm viel ist.

Die Bewohner von Arelate waren schlau genug – oder hatten einfach das Glück –, sich auf Julius Caesars Seite zu stellen, als es 49 v.Chr. zum Bruch zwischen ihm und Pompeius kam, der von Massalia (Marseille) unterstützt wurde. Caesars Triumph führte dazu, dass Arelate auf Kosten von Marseille aufblühte. Als beschlossen wurde, eine größere Veteranenlegion in die Stadt zu verlegen, war der Grundstein für einen Wohlstand gelegt, der fünfhundert Jahre andauern sollte. Die meisten römischen Bauten der Stadt stammen aus dem ersten Jahrhundert.

Weil häufig umkämpft, schwand der Einfluss der Stadt, im 12. Jahrhundert gewann sie jedoch kurzzeitig wieder an Bedeutung, als Friedrich Barbarossa 1178 nach Arles kam, um sich dort zum König von Burgund krönen zu lassen und seine Reichsherrschaft zu festigen. In der Folgezeit aber geriet sie abermals in Vergessenheit; nur der Flusshandel und die Schiffsindustrie hielten sie am Leben.

Ihre jüngste und vielleicht letzte wirtschaftliche Renaissance erfuhr die Stadt 1846 mit der Einrichtung einer großen Eisenbahnwerkstatt in Alyscamps am südöstlichen Rand der Altstadt und dem Ausbau der Bahnstrecke zwischen Avignon und Marseille. Die Werkstatt blieb, obwohl ihr im Laufe der Zeit wechselnde Funktionen zugeschrieben wurden, der wichtigste Arbeitgeber der Region und war der letzte Garant für bescheidenen Wohlstand. Die neuen Transportmöglichkeiten für Personen und Güter machten die Stadt schließlich unabhängig von der überkommenen Flussschifffahrt.
Mehrere Berühmtheiten sind mit der Stadt verbunden. Der mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnete Dichter und Linguist Frédéric Mistral investierte einen Großteil seines Preisgeldes in die Bewahrung und Pflege provenzalischer Dialekte und gründete das ethnografische Museon Arlaten. Van Gogh lebte achtzehn Monate in der Stadt und schuf dort einige seiner bekanntesten Gemälde. Sein Freund Gauguin hielt sich weniger lange in Arles auf. In jüngerer Zeit haben sich der Fotograf Lucien Clergue und der Modedesigner Christian Lacroix in die kleine Gedenktafel der Stadt eingeschrieben, so auch ein paar Fußballstars und Stierkämpfer. Madame Calment, in Arles geboren, starb 1997 im Alter von 122 Jahren und hatte damit die längste dokumentierte Lebensspanne eines Menschen auf Erden vollendet.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Eisenbahnwerkstatt von der deutschen Armee okkupiert (wie die gesamte französische Eisenbahn), und es gibt Hinweise, die vermuten lassen, dass sie ein bedeutendes Zentrum der Résistance wurde – eines der wirklich wichtigen in der Region, was die Auffassung mancher Lokalhistoriker relativiert, die in fast jeder französischen Stadt und jedem Dorf Zellen des Widerstandes ausgemacht zu haben behaupten. Die baufällige Werkstatt wurde 1984 aufgegeben; seitdem versucht man, auf dem Gelände und unter Nutzung der Bauten ein großes Kulturzentrum zu errichten. Die Zeit wird zeigen, ob diese Bemühungen der Stadt zu einem neuerlichen Aufschwung verhelfen können oder in ihrem Ergebnis nur Kosmetik bleiben. Die Meinungen darüber gehen auseinander. Heute gilt Arles als eine recht arme Stadt mit hoher Arbeitslosigkeit und sozialen Problemen. Sie ist in hohem Maße abhängig vom Fremdenverkehr; daneben sind nur einige wenige größere Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe von Belang.

Die wichtigsten Orte der Handlung

Die Orte in und um Arles, an denen die Romane spielen. Alle sind sehenswert für Besucher der Stadt.

  • Das Amphitheater
  • Antikenmuseum
  • Das antike Theater
  • Les Alyscamps
  • Das Forum
  • Krytoportiques
  • Die Thermen Konstantins
  • Der römische Circus
  • Saint-Trophime
  • Hôtel de Dieu
  • Die Brücke von Langlois

Krimiautorin Liliane Fontaine im Interview

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