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Nachhausekommen Nachhausekommen - eBook-Ausgabe

Jan Peter Bremer
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Roman

„Überzeugt durch ein fast zauberhaftes Schweben durch die eigene Vergangenheit ... Ein vertrackt schönes Buch.“ - Tagesspiegel

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Nachhausekommen — Inhalt

Sechs Jahre alt ist der Erzähler, als ihn seine Eltern aus dem wilden Berlin der 1970er-Jahre ins dörfliche Gümse des niedersächsischen Wendlands verpflanzen. Nicht nur ist sein imposanter Vater ein erfolgreicher Künstler, auch wird ihr Zuhause ein regelmäßiger Treffpunkt für die Kunst- und Kulturszene der alten Bundesrepublik. Mit dem intellektuellen, politisch links stehenden Milieu der Eltern und dem ländlich-provinziellen Leben des Dorfes im „Zonenrandgebiet“ prallen Welten aufeinander, zwischen denen der Junge Orientierung sucht – und schließlich im Schreiben findet.

In einer großen Erinnerungsbewegung schildert Jan Peter Bremer eine Kindheit auf dem Land, seine literarisch meisterhaft erzählte, tragikomisch-berührende Geschichte.

„Jan Peter Bremer erzählt, wie ein kindliches Bewusstsein sich bildet, nämlich sein eigenes, und weil er ein so kluger, eleganter Erzähler ist, ist das unendlich traurig und furchtbar lustig zugleich.“ Thomas Hettche

„Mein Kosmos von Jan Peter Bremer ist um ein weiteres Buch bereichert worden: Nachhausekommen. Tragikomisch, berührend, grandios.“ Angelika Klüssendorf

€ 22,00 [D], € 22,70 [A]
Erschienen am 31.08.2023
208 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
EAN 978-3-8270-1491-7
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€ 19,99 [D], € 19,99 [A]
Erschienen am 31.08.2023
208 Seiten
EAN 978-3-8270-8075-2
Download Cover
„Es sind einzelne Sätze, die eine wunderschöne Genauigkeit haben (…) Aber mehr noch als solche brillanten Beobachtungen, Beschreibungen, ist es die Stimmung, die Bremer erzeugt: nicht nostalgisch, nicht wehmütig, nicht traurig, sondern voller Anteilnahme und Komik, Schmerz und Erfahrungshunger.“
WDR 3 - Lesestoff
„Das Kostbarste, Schönste an ›Nachhausekommen‹ ist jedoch die Sprache. Bremer ist ein feiner Stilist, der eine sanfte Ironie hinter langen, kunstvoll geflochtenen und oft ein wenig altmodisch klingenden Satzkaskaden verbirgt.“
rbb Kultur
„Einer der feinsten Stilisten deutscher Sprache... Dieser Berliner Schriftsteller ist ein Crack!“
Deutschlandfunk Kultur "Lesart"
„Überzeugt durch ein fast zauberhaftes Schweben durch die eigene Vergangenheit ... Ein vertrackt schönes Buch.“
Tagesspiegel
Jan Peter Bremer

Über Jan Peter Bremer

Biografie

Jan Peter Bremer, 1965 in Berlin geboren, erhielt für einen Auszug aus seinem Roman „Der Fürst spricht“ 1996 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Er nahm Aufenthaltsstipendien im In- und Ausland wahr, unterrichtete am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und veröffentlichte zahlreiche weitere ausgezeichnete...

Lieber Jan-Peter Bremer, Ihr Ich-Erzähler in NACHHAUSEKOMMEN führt uns in die Zeit Anfang der 1970er-Jahre und aus dem wilden West-Berlin ins niedersächsische Wendland, das ehemalige „Zonenrandgebiet“, wo Sie aufgewachsen sind. Wie muss man sich eine Kindheit an diesem Ort vorstellen?

Wir sind ja damals nicht nur ins schöne und noch ziemlich unberührte Wendland gezogen, was zu dieser Zeit der am dünnsten besiedelte Landstrich Westdeutschlands war, sondern dort auch noch an einen absolut idyllischen Ort. Nämlich in ein kleines, verwunschenes Schlösschen, das direkt an einem See lag, in dem man im Sommer schwimmen und auf dem man im Winter Schlittschuh laufen konnte.

Dazu hatten wir ein riesiges Grundstück, auf dem Schafe und Esel weideten. Von außen gesehen konnte es eigentlich keinen idealeren Ort für ein Kind zum Aufwachsen geben. Aber eben genau von diesem eigentlich handelt der Text. Denn natürlich waren wir nicht nur Zugereiste, sondern wir wurden dort auch als Fremde wahrgenommen.

Sie waren etwa fünf, sechs Jahre alt, als Ihre Eltern mit Ihnen hierhin aufs Land zogen, Dein Vater war ein angesehener, erfolgreicher bildender Künstler, und schon bald hat es auch einen regelrechten Zuzug an Berliner Kunst- und Kulturschaffenden der Zeit in diesem Landstrich gegeben. Maler, Schriftsteller, Journalisten – ein sehr großer Teil der Kulturszene von Rang ging bei euch ein und aus. Wie muss man sich euer Leben damals vorstellen?

Man muss sich dieses Grundstück oder dieses kleine Anwesen tatsächlich wie eine Insel oder auch wie eine Bastion inmitten des bäuerlichen Lebens vorstellen, das uns von allen Seiten umgab. Meine Eltern waren zwar die ersten, die dort hinaus ins Wendland zogen, aber schon bald folgten ihnen zum Beispiel die Schriftsteller Hans Christoph Buch und Nicolas Born, die sich ebenfalls in dieser Gegend Häuser kauften. Die brachten dann natürlich wieder Leute mit. Und dann gab es auch noch die Werkstatt Rixdorfer Drucke, die mein Vater mit seinen drei Künstlerkollegen in Berlin betrieben hatte und die sich von jetzt an auf unserem Grundstück befand.

In dieser Werkstatt arbeiteten die Künstler eben mit den Schriftstellern Born und Buch, aber auch weiterhin mit Schriftstellern, mit denen sie schon in Berlin gearbeitet hatten, wie zum Beispiel H. C. Artmann oder Reinhard Lettau und vielen anderen zusammen, die dafür zu uns anreisten. Besonders die Sommermonate waren von diesen Ereignissen geprägt und natürlich auch von unserer Badewiese, die ein Treffpunkt für all diese Menschen aus Berlin war, die sich nun im Wendland aufhielten.

Das waren alles Leute, die damals im vollen Saft standen, und deshalb war die Stimmung auch oftmals ziemlich aufgeladen. Ebenso hitzig wie über Politisches, Literarisches und Künstlerisches debattiert wurde, wurde auch gefeiert, und dann gab es wieder diese langen Herbst- und Wintermonate, in denen mein Vater unermüdlich vor sich hinarbeitete und die hauptsächlich von Regelmäßigkeit geprägt waren.

Die Kunst- und Kulturszene auf der einen, die bodenständigen Menschen des niedersächsischen Dorfes auf der anderen Seite: Wie ging das zusammen und was bedeutete dieses Aufeinandertreffen so verschiedener Welten für Dich als jungen Menschen?

Wie gesagt, wir waren dort Fremde und das nicht nur, weil wir Zugezogene waren, sondern auch, weil wir anders aussahen und unser Lebensstil ein anderer war und weil bei uns eine andere Moral herrschte und deshalb auch die politischen Ansichten ganz andere waren als die, die im Dorf herrschten. Deswegen wurden wir von den meisten nicht nur mit Misstrauen, sondern von einigen im Dorf vielleicht sogar mit einer gewissen Feindseligkeit betrachtet. Meine Eltern auf ihrem Grundstück hat das nicht wirklich angefochten.

Aber ich musste ja zum Beispiel zur Schule, eine Dorfschule, die nicht sehr weit weg lag, und da schlugen mir dann von meinen Mitschülern all die Vorurteile entgegen,die wiederum in deren Elternhäusern gegen uns herrschten. Ich war also etwas ausgesetzt, was mir permanent und immer wieder von Neuem übergestülpt wurde. Das Problem ist, dass man als Kind auf die Kinder in seinem Dorf angewiesen ist, weil in einem so dünn besiedelten Landkreis alle anderen einfach zu weit weg sind, um sie überhaupt kennenlernen zu können.

Ihr Erzähler bewegt sich tagtäglich in und zwischen diesen Welten, sein Elternhaus und das Weltbild der Eltern prägen ihn – wohin führt ihn das und wo steht er am Ende dieser Geschichte, als er beginnt, sich zu emanzipieren und seinen eigenen Weg zu suchen?

Tja, wohin führt ihn das? Letztlich und in meinem Fall führt ihn das über viele Jahre und Jahrzehnte und etliche andere Bücher hinweg genau zu diesem Buch, über das wir gerade sprechen. Es ist ja so, dass wir bis zum letzten Atemzug von unserer Kindheit durchdrungen sind. Dass meine Kindheit für mich einen Stoff darstellen könnte, war mir eigentlich schon länger bewusst. Nur war ich bisher immer daran gescheitert, wenn ich versucht hatte, darüber zu schreiben.

Und dann kam plötzlich und warum auch immer der Moment, an dem ich merkte, dass auf einmal nur noch die Lust, darüber zu schreiben, da war und jeder Groll und jeder Hintergedanke, der früher damit einherging, verflogen war. Es war ein bisschen, als wäre es mir endlich gelungen, die Scheibe zu putzen, durch die ich den Jungen betrachten konnte. Wichtig war auch, dass ich, bevor ich überhaupt den Anfang hatte, schon ungefähr wusste, wie und wann ich enden würde. Es gab also ein Ziel, von dem ich jetzt etwas wusste, aber der Junge natürlich nicht.

War es eine neue, andere Erfahrung für Sie im Schreiben dieses Romans auf klarer erkennbar autobiografisches Material zurückzugreifen und ein ICH erzählen zu lassen?

Das ist eine schwierige Frage! Eines meiner Bücher, Der amerikanische Investor, ist ja zum Beispiel auch in der ersten Person geschrieben und trägt ebenfalls autobiografische Züge. Was aber tatsächlich neu war, war diese Form zwischen Erinnern und Erfinden, so als ob man aus Bruchstücken etwas zusammensetzt, was dann aber natürlich wieder ganz anders aussieht und etwas Eigenes darstellt. Manchmal waren es bei einigen Szenen auch nur ferne Gefühle, von denen ich ausging, und wenn es mir dann beim Schreiben gelang, diesen Gefühlen wieder so nah zu kommen, dass sie mich in neuer Form wieder berührten, waren das besondere Momente.

Das Interview führte Andreas Paschedag

Pressestimmen
WDR 3 - Lesestoff

„Es sind einzelne Sätze, die eine wunderschöne Genauigkeit haben (…) Aber mehr noch als solche brillanten Beobachtungen, Beschreibungen, ist es die Stimmung, die Bremer erzeugt: nicht nostalgisch, nicht wehmütig, nicht traurig, sondern voller Anteilnahme und Komik, Schmerz und Erfahrungshunger.“

rbb Kultur

„Das Kostbarste, Schönste an ›Nachhausekommen‹ ist jedoch die Sprache. Bremer ist ein feiner Stilist, der eine sanfte Ironie hinter langen, kunstvoll geflochtenen und oft ein wenig altmodisch klingenden Satzkaskaden verbirgt.“

Deutschlandfunk Kultur "Lesart"

„Einer der feinsten Stilisten deutscher Sprache... Dieser Berliner Schriftsteller ist ein Crack!“

Tagesspiegel

„Überzeugt durch ein fast zauberhaftes Schweben durch die eigene Vergangenheit ... Ein vertrackt schönes Buch.“

Ruhr Nachrichten

„Seine Beobachtungen – nur anscheinend naiv geschildert – sind durchaus amüsant zu lesen, entwickeln einen ganz eigenen Sog.“

Frankfurter Rundschau

„Jan Peter Bremer erzählt dies im Fluss einer detailversessenen Erinnerungsbewegung, in der die Entwicklung eines schlechten, aber beobachtungsstarken Schülers nicht zuletzt als Befreiungsgeschichte und gesellschaftspolitische Tiefenbohrung vor dem Hintergrund entstehender Kernkraftwerke, den Boxkämpfen Muhammad Alis und einer selbstgefälligen Alternativkultur gelesen werden kann.“

Süddeutsche Zeitung online

„Angst und Stolz des kleinen Schlossbewohners, Geheimnis und grelles Angebertum der Eltern und Freunde, Rohheit und raue Zutraulichkeit der Bauernkinder - all dies verwebt Jan Peter Bremer zu einer poetischen und bewegenden Erzählung des mühsamen Heranwachsens.“

Freie Presse

„Aber mehr noch als solche brillanten Beobachtungen und Beschreibungen (…) ist es die Stimmung, die Bremer erzeugt: nicht nostalgisch, nicht wehmütig, nicht traurig, sondern voller Anteilnahme und Komik, Schmerz und Erfahrungshunger.“

taz

„Das Buch liest sich leichter und weniger abgründig, als es die Kluft zwischen Bauern und Boheme zunächst nahelegte.“

Neue Ruhr Zeitung

„Indem Bremer die Perspektive des Sechs-bis Zwölfjährigen durchhält, ohne zu psychologisieren, verklärt er ebenso wenig wie er Kritik übt.“

Der Freitag

„Diese wunderbar leichte und zugleich in die Tiefe gehende Coming-of-Age-Geschichte schreit nach einer Fortsetzung.“

Elbe-Jeetzel-Zeitung

„Wie schwer es war, den Wunsch der Eltern zu erfüllen, und wie ihm die Entdeckung des Schreibens half, doch so etwas wie Glück zu finden – all dies ist lebendig und lesenswert geschildert.“

Deutschlandfunk "Büchermarkt"

„Jan Peter Bremer beherrscht eine Kunst, die selten geworden ist: Er kann sich kurz fassen … Auch vom Scheitern kann Bremer sehr schön und doppelsinnig erzählen.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Über eine bedrückende psychologische Studie oder eine sehr persönliche autobiographische Miniatur geht Bremers Buch weit hinaus, weil es en passant ein erhellendes Porträt des bis heute häufig glorifizierten Aufbruchsmilieus der Siebzigerjahre zeichnet, das entgegen der eigenen Wahrnehmung und aller Nacktbadeideologie von derselben eisernen patriarchalen Ordnung geprägt war wie der Rest der Gesellschaft.“

Podcast „Literaturclub: Zwei mit Buch“

„›Nachhausekommen‹ ist ein packendes, berührendes und streckenweise amüsantes Buch – ein echtes Juwel unter den vielen aktuellen Autofiktionen.“

rbb Kultur „Orte und Worte“

„Er fängt in kunstvollen Sätzen dieses Spannungsfeld ein, in dem der Junge aufwächst.“

Berliner Morgenpost

„›Nachhausekommen‹ ist ein sorgsam komponierter, umsichtig erzählter, herzergreifend zärtlicher Roman.“

Radio Free FM „Freunde reden Tacheles“

„Eine Sprache, die ohne Vergleich ist.“

radioeins „Favorit Buch“

„Natürlich ist Jan Peter Bremer ein versierter, raffinierter, vielfach ausgezeichneter Erzählter. (…) Das große Kunststück dieses Buches: Dass es zeigt, was uns als einzelne Menschen verbindet - die poetische Erfahrung der Kindheit - und was uns als gesellschaftliche Wesen trennt.“

Bayern 2 „Diwan“

„Jan Peter Bremer fängt in seinem Kindheitsroman gekonnt den Zeitgeist der 70er-Jahre ein, und er gewinnt dieser Zeit ihre komischen Momente ab, indem er sie aus der verfremdenden Perspektive des verträumten Jungen darstellt.“

Berliner Morgenpost

„Nicht lebenslange Traumata, aber doch Verletzungen, Unordnung und frühes Leid stehen in ›Nachhausekommen‹ Seite an Seite mit den kleinen Glücksmomenten dieser Kindheit. Sie verschlingen sich, aber sie heben sich nicht auf. Dieser Roman ist so schön und schmerzhaft wie das Leben selbst.“

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