Gebrauchsanweisung für Prag und Tschechien

Gebrauchsanweisung für Prag und Tschechien

Taschenbuch
E-Book

€ 15,00 inkl. MwSt.

»Český humor« und Prager Ochsereien

Es gibt sie, die Museumsstadt. Die Postkartenidylle mit den 180 Brücken. Aber Martin Becker weiß, wo ihr Geist lebendig wird: in unspektakulären Spelunken und nieselnassen Nächten, in ehemaligen Arbeitervierteln, die zum Szenetreff mutiert sind, und in Fahrradwerkstätten, die gleichzeitig als Café fungieren. Und er weiß auch: Da ist ein Tschechien jenseits der Hauptstadt. Er nimmt uns mit nach Brünn und Karlsbad, nach Ostrava und ins Altvatergebirge. Macht uns vertraut mit der bittersüßen Schwermut der tschechischen Seele, aber auch mit dem »český humor«. Und er zeigt uns, wo heutzutage noch tschechische Wunder geschehen.


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  • € 15,00 [D], € 15,50 [A]
  • Erschienen am 17.03.2016
  • 224 Seiten, Flexcover mit Klappen
  • ISBN: 978-3-492-27675-7
 
 

Leseprobe zu »Gebrauchsanweisung für Prag und Tschechien«

Herzlich willkommen : Prager Ochsereien

Bei meinem allerersten Mal wusste ich überhaupt nichts über Tschechien. Ich hatte keinen Reiseführer gelesen, mich nicht mit der Sprache beschäftigt, geschweige denn mit der Geschichte des Landes. Ich hatte also absolut keinen blassen Schimmer. Aber das war vielleicht sogar ganz gut so. Denn mal ehrlich, wie sonst verlieren wir unser Herz im Flug ? Wir stehen morgens auf und haben nicht die Spur einer Ahnung, dass wir noch am selben Tag, sagen wir, in der Kneipe oder sonstwo, vom Blitz getroffen werden, dass wir nach Hause torkeln, ohne [...]

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Martin Becker

Martin Becker

Martin Becker, 1982 geboren, ist in Plettenberg aufgewachsen. Er ist freier Autor für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Literaturkritiker beim Deutschlandfunk und bei Deutschlandradio Kultur und berichtet in Features und Reportagen unter anderem aus Tschechien, Frankreich, Kanada und Brasilien. mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

Luxemburger Tageblatt


»Das Versteckte sichtbar machen, könnte das Motto des Buches lauten, auch im scheinbar Bekannten. Das ist nicht nur hilfreich - wenn auch nicht fürs Sehenswürdigkeiten-Hopping - sondern auch extrem unterhaltsam, nicht zuletzt, weil der Autor selbst zu einer Figur wird, die ein tschechischer Autor hätte erfinden können.«   

hungerherz.de


»Es gibt Bücher von denen ich wünschte, ich hätte sie selbst geschrieben. Die ›Gebrauchsanweisung für Prag und Tschechien‹ von Martin Becker gehört dazu. Das Buch ist eine Liebeserklärung an das Land, das auch ich am meisten liebe.«   

Agrar Post (A)


»Es gibt sie, die Museumsstadt. Die Postkartenidylle mit den 180 Brücken. Und der Autor weiß, wo ihr Geist lebendig wird.«   

bn Bibliotheksnachrichten (A)


»Diese ›Gebrauchsanweisung‹ liest sich wie ein Lesebuch, das auf über 200 Seiten individuelle wie tiefergehende Eindrücke von Prag und Tschechien vermittelt.«   

Kommentare zum Buch
1. Gebrauchsanweisung für Prag und Tschechien
Ulla Tipke-Kulms am 21.03.2016 - 22:00:51

Lieber Martin Becker,   am letzten Freitagabend saß ich selig auf dem Sofa in der ersten Reihe in „Horns Erben“ und genoss die Performance von den beiden verrückten Deutsch-Tschechen – dieser Abend war für mich der absolute Höhepunkt der Leipziger Buchmesse (meine erste!).   Nun hab ich mir einen Becherovka aus dem Schrank geholt und mir einen eingepütschert, damit ich in einen angemessenen Dankeswortschwung komme. Auf der Bahnfahrt von Leipzig nach Hamburg las ich „Nationalstraße“, im Regionalexpress von Hamburg nach Bad Oldesloe fing ich mit Ihrer Gebrauchsanweisung an. Eben habe ich sie beendet. Und bin nun voller Weltschmerz, weil mich – Ihre Schuld! – eine tiefe alte Sehnsucht nach meiner Lieblingsstadt gepackt hat.   Im August 1968 (ich war 17) fuhr ich mit dem CVJM in die damalige CSSR – Prag, Brno, Ostrava und zwischendurch viele Schlösser der Schwarzenbergs. Ich verliebt mich in den herrlichen Tagen (eine Woche vor dem Einmarsch der Sowjets) in einen Berliner Studenten, der mir in einem Café auf dem Petrin-Hang Ernst Busch-Lieder vorsang. Und noch heftiger ward die Liebe zu der Stadt und den Tschechen. Von 1989 bis vor zwei Jahren führte ich regelmäßig einen Schüleraustausch mit dem altehrwürdigen Akademischen Gymnasium in der Stepanska durch (ich habe keine Lust, all die notwendigen tschechischen Buchstaben / Häkchen etc zu suchen). Aber eigentlich bin ich nicht zum Eigentlichen gekommen, denn jedesmal haben wir den immer neuen Schülern die immergleichen alten Sehenswürdigkeiten gezeigt (plus ein Tag in Theresienstadt). Immerhin jedes Mal ein Ausflugstag (Karlovy Vary, Burg Karlstein, Berounka, Kutna Hora etc). Als ich 1970 mein Studium begann (Germanistik und Anglistik) belegte ich auch einen Kurs in Tschechisch, aber mir fehlte die Grundlage Russisch, auf der das Tschechisch-Studium aufbaute. Ich gab wieder auf. Und fühle mich sprachlich so ähnlich wie Sie, wobei Sie sich ja immerhin ernsthaft um den Spracherwerb bemüht haben und doch recht professionell darüber plaudern können.   Ich bin begeistert von Ihrem Buch, geradezu berauscht, denn ich finde – zum ersten Mal in einem Buch über Prag – meine Reisehaltung wieder. Und muss natürlich unbedingt demnächst wieder hin, um all das anzugucken, was ich noch nicht kenne. Ich habe eben mal wieder den Alois Nebel aus dem Regal gezerrt, Jaroslavs Rudis‘ Stille in Prag und sein Grandhotel. Im letzten Sommer bin ich durch Liberec gestreift, danach nach Hajnice ins Isergebirge zu einem deutsch-tschechischen Seminar mit einem der träumerischen Bummelbahnen gefahren.   Falls Sie für Ihre Bekannten und Freunde mal eine Liste mit Prager musts (Kneipen, Cafés etc) in eine word-Datei geschrieben haben, bitte ich, mir diese auch zuzumailen.   Danke für diese innigen Lese-Stunden. Ich werde es weiteren Prag-Lovern weiterempfehlen. Und ich werde mir auch Ihre anderen Bücher zulegen, Sie sind eine erfrischende und anregende literarische Entdeckung für mich – weiter so!!!   Ihre sehr ergebene und geneigte Leserin Ulla Tipke-Kulms am Abend des 21. März 2016

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