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Die Douglas-SchwesternDie Douglas-Schwestern

Die Douglas-Schwestern

Roman

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Die Douglas-Schwestern — Inhalt

Die Anfänge der Parfümerie Douglas – betörende Düfte und zwei starke Schwestern

Wunderschöne Flakons und betörende Düfte! Schon als kleines Mädchen ist Maria Carstens fasziniert von den Parfüms der feinen Hamburger Damen. Und so versprechen sie und ihre Schwester Anna sich, eines Tages ihre eigene Parfümerie zu eröffnen. Doch während der Vater die beiden tatkräftig unterstützt, sabotiert die ängstliche Mutter das Vorhaben ihrer Töchter. Als sich ihr Traum schließlich erfüllt und sie 1910 am Neuen Wall mit der Parfümerie „Douglas“ eine Welt der Düfte erschaffen, fängt das Abenteuer erst an!

Sinnlich, mitreißend, inspirierend – Unsere Erfolgsautorin Charlotte Jacobi erzählt von der Entstehung des Parfümerie-Imperiums Douglas

€ 10,00 [D], € 10,30 [A]
Erscheint am 30.11.2020
464 Seiten, Klappenbroschur
EAN 978-3-492-31647-7
€ 8,99 [D], € 8,99 [A]
Erscheint am 30.11.2020
464 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-99697-6

Leseprobe zu „Die Douglas-Schwestern“

Prolog

1897

Marie Carstens hob ihr zartes Näschen in den Hamburger Sommerhimmel und schnupperte. Wie viele Gerüche es hier gab! Nach Gewürzen, nach Kaffee, nach der weiten Welt, nach Blumen, nach Abenteuer und nach Freiheit. Die Elfjährige war an diesem warmen Julitag des Jahres 1897 mit Frau Fehling, der Köchin ihrer Familie, unterwegs, um einzukaufen. Das Mädchen konnte sein Glück kaum fassen: Am Morgen hatte die stets besorgte Stiefmutter erklärt, sie habe mit Maries jüngerer Schwester einen Arzttermin, und die Köchin solle während ihrer Abwesenheit [...]

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Prolog

1897

Marie Carstens hob ihr zartes Näschen in den Hamburger Sommerhimmel und schnupperte. Wie viele Gerüche es hier gab! Nach Gewürzen, nach Kaffee, nach der weiten Welt, nach Blumen, nach Abenteuer und nach Freiheit. Die Elfjährige war an diesem warmen Julitag des Jahres 1897 mit Frau Fehling, der Köchin ihrer Familie, unterwegs, um einzukaufen. Das Mädchen konnte sein Glück kaum fassen: Am Morgen hatte die stets besorgte Stiefmutter erklärt, sie habe mit Maries jüngerer Schwester einen Arzttermin, und die Köchin solle während ihrer Abwesenheit auf die ältere Tochter achten. Das bedeutete für Marie ein paar Stunden ohne strenge und überängstliche Blicke.

Odile Carstens sorgte sich ständig wegen irgendetwas. Sie hätte die Mädchen am liebsten dauernd im Blick gehabt, deshalb fühlte Marie sich bisweilen wie in einem goldenen Käfig.

An ihre leibliche Mutter hatte Marie keine Erinnerungen mehr, da sie kurz nach der Geburt der zwei Jahre jüngeren Anna an der Cholera gestorben war. Aber fürsorglicher und ängstlicher als Odile, die der Vater der Mädchen nach einem Jahr als Witwer geheiratet hatte, konnte keine biologische Mutter sein! Erst kürzlich hatte sie Frau Fehling angewiesen, jede Mahlzeit so lange zu kochen, bis sämtliche Bakterien abgetötet seien. Obwohl Marie wusste, dass man Bakterien nicht sehen konnte, hatte sie unwillkürlich nach kleinen Tierchen Ausschau gehalten. Aber es war so lecker gewesen, dass sich ihre Bedenken schnell zerstreut hatten.

Mit einem Mal wurde das Mädchen durch einen üblen Geruch aus seinen Gedanken gerissen. Unwillkürlich rümpfte es die Nase. Kein Wunder: Sie waren am Fischmarkt angekommen. Marie liebte das Menschengewimmel dort, die Seefahrerabenteuer, die man in den Gesichtern der Fischer lesen konnte. Weniger schätzte sie jedoch den Geruch von Fisch, wenn er nicht mehr ganz frisch war – etwas, das Marie immer sofort bemerkte. Und sie fand die toten Wesen mit ihrer glänzenden, schuppigen Haut und den hohlen Augen unheimlich. Bei dem Gedanken, den Fisch später essen zu müssen, drehte sich ihr der Magen um. Schnell schaute sie weg – und direkt in das Gesicht einer wunderschönen Dame, die neben ihr stehen geblieben war. Marie fiel sogleich der herrlich angenehme Duft der nobel gekleideten Mittzwanzigerin auf. Regelrecht magisch roch sie. Nach … Vanille. Danach duftete auch der Pfeifentabak ihres Papas: Vor allem wenn dieser lange fort gewesen war, sog Marie den vertrauten Geruch geradezu gierig ein. Er signalisierte, dass Heinrich Carstens von einer seiner vielen Reisen zurückgekehrt war. Dann waren sie und Anna nicht mehr den Ängsten ihrer Stiefmutter ohne die ausgleichende Wirkung des Vaters ausgeliefert.

Im Duft dieser Fremden machte Marie zudem einen Hauch von Rosen aus. Und etwas Aufregendes, das sie nicht einordnen konnte.

„Sie riechen aber gut“, platzte sie heraus und strahlte die Dame an.

„Marie“, kam es tadelnd von der dürren Köchin. „Denk an deine Mutter: Nicht mit fremden Leuten sprechen!“

Beschämt senkte das Mädchen den Blick.

„Schon gut“, beschwichtigte jedoch die Schöne. »Ich kenne die Kleine. Maria Carstens – mein Mann und ihr Vater sind gute Geschäftsfreunde.«

„Aber Maria nennt mich niemand, alle sagen Marie“, erklärte das Kind.

Frau Fehling nahm die junge Dame nun genauer ins Visier und erkannte sie schließlich: »Ach, Frau Kolbe … Bitte verzeihen Sie meine Unaufmerksamkeit, gnädige Frau!«

Die Köchin wirkte meist recht selbstsicher, doch Marie merkte deutlich, wie unangenehm es ihr war, die Freundin ihrer Herrschaft nicht sofort erkannt zu haben. Aber es war ihr ja selbst so gegangen. Sie hatte Frau Kolbe bisher noch nie bemerkt. Das war jedoch kein Wunder, denn in den seltenen Fällen, in denen ihr Vater bei ihrer Stiefmutter Empfänge oder Teeeinladungen durchgesetzt hatte – Odile Carstens befürchtete stets, bei solchen Anlässen ausspioniert zu werden –, hatte sie die Mädchen nach einer kurzen Begrüßung der Gäste stets sofort auf ihre Zimmer verbannt.

„Erinnerst du dich an mich, Marie?“, fragte Frau Kolbe nun auch, und Marie schüttelte verlegen den Kopf.

„Nicht schlimm“, lachte die Dame. »Ich an deiner Stelle würde die vielen Erwachsenen auch nicht auseinanderhalten können. Aber es freut mich, dass dir mein Duft gefällt. Das ist ein Parfüm. Damit sprühen sich feine Damen – und manchmal auch die Herren – ein, um gut zu riechen. Du kennst das bestimmt von Seifen. Die stellt mein Mann her. Sie duften ebenfalls, wenn auch nicht ganz so stark wie Parfüm.«

Mit einem Seitenblick auf die Köchin vergewisserte sich Marie, dass es in Ordnung war, wenn sie noch weiter mit der netten Dame plauderte. Die lächelte ihr aufmunternd zu. „Du kennst die Produkte von Frau Kolbe“, erklärte die Köchin. „Die Chinesische Himmelsseife benutzt du jeden Tag.“

„Ja“, rief Marie. „Die riecht so wundervoll. Immer wenn ich mir die Hände gewaschen habe, schnuppere ich ganz lange daran.“

„Wie schön“, sagte Berta Kolbe schmunzelnd. Dann fiel ihr etwas ein. „Wenn du möchtest, kannst du mich begleiten. Ich brauche dringend einen neuen Duft und wollte eine Parfümerie besuchen. Vielleicht finden wir für dich ja auch etwas Schönes.“

Marie spürte ihr Herz schneller schlagen, eine Parfümerie hatte sie schon immer einmal von innen anschauen wollen, doch ihre Stiefmutter hatte es nicht erlaubt. Ein ganzer Laden voller schöner Düfte! Flehend flog der Blick des Mädchens zu Frau Fehling. „Darf ich?“

Die Köchin zögerte. „Nun, ich weiß nicht. Ich müsste eigentlich erst die Erlaubnis meiner Herrschaft einholen.“

„Das ist mir bewusst“, pflichtete Berta Kolbe ihr bei. „Und ich würde es von meinem Personal ebenso erwarten. Aber ich kenne Maries Eltern wirklich gut und bin sicher, dass ihr Vater“ – sie betonte das Wort auffällig – „nichts dagegen hätte. Wenn sich schon einmal die Gelegenheit ergibt, sollte man sie nutzen.“

Marie wusste nicht, warum, aber sie hatte das Gefühl, dass sich das Gespräch zwischen den beiden Frauen auf einer anderen Ebene abspielte. Sie hatte dies schon oft bei Erwachsenen beobachtet: dass sie etwas sagten und gleichzeitig noch eine unausgesprochene Botschaft weitergaben. Dann redeten sie anders, eindringlicher irgendwie, und sahen sich vielsagend an.

Ob Frau Kolbe wusste, dass ihre Stiefmutter sie in ihrer Ängstlichkeit regelrecht einsperrte? Hatte sie deshalb nur den Vater erwähnt und gesagt, dass der sicherlich nichts dagegen hätte? Was auch immer die stumme Botschaft war – sie kam an.

Frau Fehling stimmte zu. „Also gut. Mit Frau Kolbe unterwegs zu sein ist für dich sicher spannender als mit mir alter Köchin.“ Marie wollte protestieren und beteuern, Frau Fehling sei nicht alt und ihre Gesellschaft nicht langweilig, doch diese winkte ab. „Schon gut. Wichtig ist nur, dass wir später gemeinsam nach Hause gehen.“

Wieder wechselten die beiden Frauen einen vielsagenden Blick, und Marie war sich nun sicher, dass sie sich gegenseitig das Versprechen gaben, der Stiefmutter nichts von ihrem Abenteuer zu erzählen. Was das Ganze natürlich noch aufregender machte!

„Dann ist es also abgemacht“, sagte Berta Kolbe. „Treffen wir uns in einer Stunde wieder hier?“

„Ich werde da sein“, bestätigte Frau Fehling und lächelte herzlich.

Schnurstracks ging Berta Kolbe mit Marie in ein kleines Parfümgeschäft der Firma Dralle in der Mönckebergstraße. „Das darf mein Mann nicht erfahren“, flüsterte sie dem Mädchen verschwörerisch zu. „Dralle stellt nämlich ebenfalls Feinseifen her. Dadurch ist er Konkurrenz, aber ich liebe die Parfüms einfach. Außerdem kann es ja nicht schaden, die Mitbewerber zu kennen.“

Marie, die ohnehin ganz aufgeregt war, fühlte sich mit einem Mal äußerst wichtig und nickte ernst. Nun teilten sie und Frau Kolbe also ein Geheimnis.

Die Ladentür klingelte verheißungsvoll, und sogleich strömte den beiden ein betörendes Duftgemisch entgegen. Wie berauscht, wie geblendet sah Marie sich um und fühlte sich wie im Paradies. Wohin sie auch blickte, standen kunstvoll geschliffene Gläser, in denen verschiedenfarbige Flüssigkeiten glitzerten. Wie in einem Märchenpalast, dachte Marie verzaubert.

In diesem Moment kam eine feine Dame auf sie zu – die Verkäuferin, die der Fabrikantengattin in Aussehen und Eleganz in nichts nachstand. „Guten Tag, Frau Kolbe“, grüßte sie verblüfft, aber herzlich. „Was verschafft uns die Ehre? Und wen haben Sie denn da mitgebracht?“

„Das ist Marie Carstens“, stellte sie das Mädchen vor.

Marie machte einen Knicks.

„Es freut mich sehr, dich kennenzulernen, Fräulein Marie“, meinte die Dame mit dem sorgsam frisierten, blonden Haarturm freundlich.

„Die Kleine interessiert sich für Parfüm, vielleicht finden wir ja einen passenden Duft für sie“, sagte Berta Kolbe.

„Dann wollen wir mal sehen“, murmelte die Verkäuferin und nahm einen besonders hübsch aussehenden Flakon aus dem Regal. „Das ist Extrait de Lilas, ein Parfüm von Delettrez für Damen. Es ist ganz neu.“

„Das heißt Flieder“, übersetzte Marie.

„Du kannst aber gut Französisch“, lobte die Verkäuferin. „Da habt ihr sicher einen guten Lehrer. Ich finde es schön, wenn die jungen Frauen diese Sprache heutzutage lernen.“

„Danke“, erwiderte das Mädchen stolz. „Unser Lehrer kann aber gar nicht so gut Französisch. Meine Stiefmutter kommt aus Elsass-Lothringen. Sie spricht mit uns zu Hause oft in dieser Sprache.“

„Da hast du aber Glück“, sagte die Verkäuferin, „wenn du später mal dorthin reist, stehen dir alle Türen offen.“

Marie, die es bisher als selbstverständlich erachtet hatte, Französisch zu können, freute sich: Zumindest mit ihrer Sprache hatte ihnen die Mutter also ein Stück weite Welt geschenkt.

Vorsichtig strich Marie mit dem Finger über den Flakon und ließ dabei erneut ihren Blick über die Regale schweifen. Dass all die Fläschchen hier so schön waren, erfüllte das Mädchen mit tiefer Zufriedenheit, schließlich waren in ihnen ja die schönsten Düfte der Welt gefangen. Nicht auszudenken, man hätte diese flüssigen Juwelen – ja, genau so kamen sie Marie vor – in hässlichen Gefäßen versteckt!

Währenddessen öffnete die Verkäuferin den Flakon und betupfte Maries Handgelenk mit dem Parfüm. „Dann wollen wir mal sehen, ob es wirklich nach Flieder riecht“, sagte sie.

Das edle Elixier fühlte sich angenehm kühl auf Maries Haut an. Sie hob das Handgelenk an die Nase und sog tief den Duft ein. Der Geruch war überwältigend. Als manifestierten sich alle Fliederpflanzen dieser Welt in diesem einzigen Tropfen.

„Scheint dir zu gefallen“, stellte die Verkäuferin fest. Marie nickte eifrig, und die Dame holte ein weiteres prachtvolles Fläschchen aus dem Regal. „Weil du ja so klug bist, verrate ich dir nicht, wie dieser Duft heißt oder was die Duftstoffe sind. Ich bin gespannt, ob du es errätst.“

„Vanille“, erkannte Marie sofort voller Stolz, als sich der Duft ausbreitete. »Das erinnert mich an meinen Papa, wenn er seine Pfeife raucht. Aber es riecht viel besser. Eleganter. Ein wenig wie das Parfüm von Frau Kolbe. Und …« Sie suchte nach Worten. „Es verzaubert mich. Das schafft der Geruch von Papas Pfeife nicht.“

Berta Kolbe lachte. »Stimmt, das ist Vanille. Ich kenne den Tabakgeruch deines Vaters – er raucht die gleiche Sorte wie mein Mann. Du hast schon zwei ganz wichtige Dinge erkannt: Zum einen kommt es immer auf die Dosierung eines Dufts an, also auf die verwendete Menge. Es darf nicht zu viel und nicht zu wenig sein und muss zu den übrigen Düften passen. Zum anderen sind Düfte Erinnerungsträger. Jeder Mensch hat seinen eigenen Duft, und dazu muss das Parfüm passen. Deswegen riecht das gleiche Parfüm an zwei Menschen unterschiedlich.«

Marie lauschte mit großen Augen. „Erinnerungsträger?“, wiederholte sie versonnen. „Wenn ich Zimt rieche, dann denke ich immer an Frau Fehling“, sagte sie schließlich. „Bestimmt, weil sie mir so oft Franzbrötchen backt. Die liebe ich.“

„Siehst du“, sagte Berta Kolbe. „Und darum parfümieren manche Frauen auch ihre Liebesbriefe. Damit der Empfänger dann gleich von ihrem Duft betört wird und ihn mit der Dame seines Herzens in Verbindung bringt.“

Marie errötete. Dass jemand so offen von der Liebe sprach, war das Mädchen nicht gewohnt.

„Möchtest du noch einen Duft ausprobieren?“, fragte die Verkäuferin und rettete Marie damit aus ihrer Verlegenheit.

Sie nickte eifrig.

„Du kannst nacheinander bis zu drei Düfte versuchen“, sagte die Dame. „Mehr besser nicht, sonst kommt dein Geruchssinn durcheinander.“ Sie zauberte einen weiteren Flakon hervor. »Es geht nun wieder um eine Blume – und um eine Geschichte, die mit diesem Duft zu tun hat. Denn du hast ja inzwischen erfahren, dass Düfte Erinnerungsträger sind, und folglich hat jeder Duft auch eine Geschichte, eigentlich mehrere, eine für jede Frau, die ihn trägt. Aber diese Geschichte ist ganz besonders. Wenn du möchtest, erzähle ich sie dir.«

„Ja, bitte“, entgegnete Marie mit ernster Miene. „Aber erst mal der Duft.“

Die Verkäuferin wollte den Flakon schon entkorken, doch Berta Kolbe nahm ihn ihr mit einem charmanten Lächeln aus der Hand. „Wir kommen schon zurecht“, sagte sie.

„Gewiss, Frau Kolbe“, antwortete die Dame respektvoll. „Lassen Sie mich wissen, wenn Sie etwas benötigen.“ Mit diesen Worten zog sie sich zurück und begann, in einem der Regale Flaschen zu sortieren.

Marie sah ihr enttäuscht nach. Nun würde sie die Geschichte wohl doch nicht erfahren. Und es war ihr auch ein wenig unangenehm, dass Frau Kolbe die Verkäuferin so rüde fortgeschickt hatte. Sie wagte allerdings nicht, nach dem Grund zu fragen, und sah zu, wie die Ältere nun den Flakon öffnete, auf dem ein Medaillon mit einer hübschen, blonden Frau im Profil abgebildet war – und dem sogleich ein himmlischer Duft entwich.

„Veilchen“, erkannte Marie auch diesmal sofort.

„Du hast wirklich eine gute Nase“, lobte Berta Kolbe. „Das ist das Bouquet Marie-Louise von Edouard Pinaud, ebenfalls ganz neu. Die Namensgeberin ist die Frau auf dem Flakon, die gab es wirklich. Sie liebte Veilchen, deshalb hat sich Pinaud für die Veilchennote entschieden.“

„Das Parfüm heißt ja wie ich“, platzte es aus Marie heraus. „Vielleicht gefällt es mir deshalb so gut.“

„Marie-Louise war die Geliebte Napoleons“, erzählte Berta, und Marie war erleichtert, dass Frau Kolbe die Geschichte offenbar auch kannte. „Seine Frau Josephine hingegen liebte eher Rosen. Um ihr Schloss in Malmaison befand sich ein großer Garten mit ganz vielen Rosen, die der berühmte Maler Pierre-Joseph Redouté porträtierte. Und sie mochte auch Moschus und hat sich mit diesem Duft an Napoleon für seine Untreue gerächt.“

Kurz geriet sie ins Stocken, als überlegte sie, ob ein derartiges Thema für Kinderohren bestimmt sei, fuhr dann aber angesichts Maries faszinierter Miene fort: „Letztendlich hat der Kaiser Josephine für Marie-Louise verlassen. Und sie hat es ihm heimgezahlt, indem sie ganz viel Moschusduft in seinen Räumen verschüttete, den konnte er nämlich nicht ausstehen.“

Marie kicherte.

„Napoleon muss wohl eine ganze Weile darunter gelitten haben, denn Moschus riecht man noch sehr lange, so lange wie keinen anderen Duft.“

Das Mädchen nickte verständnisvoll. „Der arme Napoleon. Ich finde auch nicht, dass Moschus besonders gut riecht.“ Dann fragte sie: „Wurde er mit Marie-Louise denn wenigstens glücklich?“ Unwillkürlich musste sie an ihre Eltern denken und überlegte, ob ihr Vater mit seiner zweiten Frau noch glücklich war. Sie glaubte es nicht.

Die Fabrikantengattin schüttelte den Kopf. „Nein, nachdem Napoleon die Kriege verloren hatte, entfremdete sie sich von ihm. Sie zog nach Parma, und dort verliebte sie sich in den Duft von Veilchen, die dort in großer Zahl wachsen. Wie Josephine einst für die Rosen wurde Marie-Louise zum Sinnbild für die Veilchen.“

„Ich glaube, Veilchen sind auch mein Duft“, sagte Marie. „Der Duft der Marien.“

Frau Kolbe lächelte. „Ich würde ihn dir gern schenken.“

„Oh“, entfuhr es dem Mädchen überwältigt. »Das ist … das ist großartig, vielen Dank.«

„Es ist mir eine Freude“, sagte Frau Kolbe strahlend.

Doch da verdunkelte sich Maries Miene.

„Was ist?“, fragte die Fabrikantengattin besorgt. „Gefällt dir der Duft doch nicht? Wir können auch einen anderen aussuchen.“

„Ich glaube nicht, dass Maman das erlauben würde. Sie würde sicher furchtbar schimpfen.“

Frau Kolbe beugte sich zu ihr herab. „Sie braucht davon nichts zu erfahren. Das Fläschchen kannst du sicherlich irgendwo verstecken und ab und zu daran riechen. Jedes Mädchen braucht seine kleinen Geheimnisse. Solange es so schöne sind, ist das völlig in Ordnung.“

„Also gut“, sagte Marie ernst. „Dann dürfen Sie mir den Duft gern schenken.“

Eine halbe Stunde später fühlte sich Marie immer noch wie im Paradies. Frau Kolbe hatte sie, weil die beiden noch Zeit hatten, bis Frau Fehling sie erwartete, zu Tee und Kuchen ins exklusive Hübner-Haus eingeladen. Es war das Café für Hamburgs feine Gesellschaft, in dem, wie Marie wusste, auch Marie Gräfin von Bismarck-Schönhausen, die Tochter des einstigen Reichskanzlers, ein und aus ging. Wieder eine Namensschwester. Und selbst der Leibkoch des Kaisers bestellte hier.

Während Marie ihren Tee trank und ihren köstlichen Kuchen aß – natürlich Hübners beliebte Marzipantorte –, hob sie immer wieder ihr Handgelenk an die Nase, um den Duft einzusaugen. „Ich habe das Gefühl, dass sogar der Kuchen nach dem Parfüm schmeckt“, murmelte sie.

„Kein Wunder“, erwiderte Berta Kolbe. „Über deine Geschmacksnerven trifft ja beides zusammen.“ Sie lächelte versonnen und sagte dann: „Ich finde es schon erstaunlich, was für einen guten Sinn für Düfte du hast. Vor fast siebzig Jahren gab es schon einmal einen jungen Menschen, dem es genauso ging. Ihm habe ich zu verdanken, dass es heute unsere Himmelsseife gibt.“

Vor Neugier vergaß Marie das Kauen. „Wer war dieser Mensch?“, fragte sie.

„John Sharp Douglas. Nach ihm ist unsere Firma benannt. Das war ein junger Schotte, der 1820 nach Hamburg kam. Er wollte eine Seifenfabrik gründen.“

„Und wieso hat er das nicht zu Hause gemacht? Also in Schottland?“, wollte Marie wissen.

„Die Seifensteuern waren ihm zu hoch. Weißt du, was Steuern sind?“

„Geld, das man an den Staat zahlen muss. Papa ärgert sich immer so darüber.“

Berta schmunzelte und nahm einen Schluck Tee, wobei sie den kleinen Finger, wie Marie fasziniert beobachtete, elegant von der Tasse abspreizte. „Siehst du? Und John Sharp Douglas ärgerte sich auch. In Schottland war das wohl, zumindest was die Seife angeht, noch viel schlimmer als hier. Er hatte aber keine Lust, so viele Steuern zu zahlen, und kam deshalb nach Hamburg.“

„Und hat es ihm hier gefallen?“, fragte Marie neugierig.

„O ja, sehr“, sagte Berta. „Ich habe ihn nicht mehr kennengelernt, aber seine Söhne, die die Seifenfabrik später erbten, haben es meinem Mann erzählt. Als John Douglas mit dem Schiff ankam, war er sofort von dem Geruch des Hafens mit all seinen Gewürzen betört. Wegen des Dufts, haben seine Söhne gesagt, habe er sich in Hamburg verliebt.“

„Das kann ich gut verstehen. Ich liebe den Duft unserer Stadt auch.“

»Als John dann in die Stadt verliebt war, hat er sich gleich noch mal verliebt – diesmal in eine Frau«, erzählte Frau Kolbe.

Marie kicherte.

„Johanna Becker war eine wunderschöne Hanseatin, ich habe Bilder von ihr gesehen. Die beiden haben 1830 geheiratet. Im selben Jahr hat Douglas in der Seifenfabrik einen Durchbruch geschafft. Johanna hat ihm also Glück gebracht.“ Sie unterbrach sich und lächelte Marie zu. „Aber ich rede zu viel. Du kommst ja gar nicht zum Essen.“

„Oh!“ Marie blickte verwundert auf ihren Kuchen. „Ich habe ganz vergessen, dass er da steht. Das passiert mir sonst nie.“

„Und dein Tee wird auch kalt.“

Hastig nahm Marie einen Schluck. „Erzählen Sie mir trotzdem, wie es weiterging?“, bettelte sie. „Es ist so spannend. Ich verspreche auch, dass ich dabei esse und trinke.“

„Aber gern“, sagte Frau Kolbe. „Ich finde diese Geschichte selbst unglaublich faszinierend. Wo war ich stehen geblieben?“

„Da, wo Herr Douglas 1830 geheiratet hat und erfolgreich war.“

»Richtig. Er hat es in diesem Jahr geschafft, den Herstellungsprozess so zu vereinfachen, dass wohlriechende Seife billiger wurde – und mehr Menschen sie sich leisten konnten. Davor war sie sehr teuer gewesen.«

„Weil es schneller ging, konnte er sie auch billiger verkaufen?“, hakte das Mädchen nach.

„Ja, denn die Zeit, in der die Seife hergestellt wird, kostet ja Geld. Denk an die Arbeiter deines Vaters in seinem Korn- und Gewürzhandel. Die bekommen von ihm ja auch Geld. Und je länger sie für etwas brauchen, desto teurer wird es.“

Das leuchtete Marie ein.

„Nun konnten sich also mehr Menschen die Seife leisten, und damit ging natürlich auch der Umsatz von Douglas nach oben. Und der Schotte hat schon damals etwas begriffen, was auch du vorhin bemerkt hast.“

Marie sah sie gespannt an.

»Dass man gut riechende Dinge edel und hübsch verpacken muss. Was für die Parfüms in den Flakons gilt, die du vorhin so bewundert hast, gilt auch für die Seifen. John ließ sie schön einwickeln und etikettieren – und die Leute rissen sie ihm fast aus der Hand. Es war ein großartiger Erfolg. Und er verstand auch etwas davon, seine Produkte bekannt zu machen. Zum Beispiel ließ er den Hausarzt von Goethe und Schiller für sich werben. Mein Mann hatte das Glück, das Geschäft vor genau zehn Jahren zu übernehmen – und sein Vater wiederum hat es weitere zehn Jahre zuvor von den Söhnen des John Sharp Douglas übernommen.«

Marie war beeindruckt. Wie spannend musste es sein, wie dieser Herr Douglas ein eigenes Geschäft zu eröffnen. Am besten eine so schöne Parfümerie wie jene, die ihr die nette Frau Kolbe heute gezeigt hatte.

Die Familie Carstens und ihr Personal bewohnten zwei Wohnungen in der dritten Etage sowie den Dachstuhl des Mietshauses Isestraße 89 im vornehmen Stadtteil Harvestehude. Der Vater hatte sich vom Müller zum erfolgreichen Korn- und Gewürzhändler emporgearbeitet, weshalb sie vor fünf Jahren von der Lohmühle im holsteinischen Kellinghusen hierhergezogen waren. Doch sosehr Marie ihr Zuhause am malerischen Isebekkanal auch liebte – nach diesem Ausflug in die Welt der Wohlgerüche war die Rückkehr nach Hause eher ernüchternd. Zumal Maries Stiefmutter und Anna schon zurück waren und Odile Carstens sich angesichts der Tatsache, ihre ältere Tochter nicht zu Hause vorzufinden, vollkommen hysterisch gebärdete. Kaum waren sie zur Tür herein, überschüttete sie die arme Frau Fehling mit Vorwürfen, was diese sich einbilde, ihre Tochter wie ein Dienstmädchen zum Einkaufen mitzunehmen. Die Angestellte ließ die Gardinenpredigt wortlos und mit gesenktem Kopf über sich ergehen; Marie kannte sie jedoch gut genug, um zu wissen, dass sie mehr wütend als geknickt war. Obwohl Odile Frau Fehlings Herrin war, stand die Köchin, wie Marie fand, irgendwie über ihrer Stiefmutter und war stärker als diese. Dennoch versuchte Marie, Frau Fehling zu verteidigen. „Aber Papa hat gesagt, wir sollen mehr an die frische Luft“, erinnerte sie.

Hätte sie doch besser geschwiegen, denn nun richtete sich die Wut der Stiefmutter gegen sie. Odile nahm ihre Tochter ins Visier und trat näher an sie heran. „Wie riechst du überhaupt?“, schalt sie. »Wie eine … wie eine …« Vor Empörung schnappte sie nach Luft. „Wo war Frau Fehling denn mit dir?“

»Wir sind nur durch die Stadt gegangen. Du weißt doch, wie stark es dort immer nach allem Möglichen riecht … also auf dem Markt«, stammelte Marie.

„Hm“, machte ihre Stiefmutter misstrauisch und zuckte dann seufzend die Achseln. »Aber es lässt sich wohl ohnehin nicht mehr ändern. Geh nach oben auf dein Zimmer! Ich sage Tinette, dass sie dir ein Bad einlassen soll, damit du diesen … diesen furchtbaren Geruch loswirst, bevor euer Unterricht beginnt. Es ist ja nicht zu glauben.«

Erleichtert flüchtete Marie über das Treppenhaus in die zweite Wohnung, in der sich die Zimmer der beiden Carstens-Töchter befanden.

Anna! Sie konnte es kaum erwarten, der Schwester, die ihre engste Vertraute war, von dem aufregenden Nachmittag zu berichten. Und ihr das Parfümfläschchen zu zeigen, das sie in ihrer Rocktasche verbarg.

Wegen Annas Arztbesuch erhielten die Schwestern heute ausnahmsweise nur am Nachmittag Unterricht von ihrem Hauslehrer Herr Kalkbrenner, einem aschgrauen Mann mit Eierkopf, Nickelbrille und verkniffenem Mund, der sich bestens mit ihrer strengen Stiefmutter verstand. Die frisch gebadete Marie quälte sich durch die Mathematikstunde. Anna fiel das Rechnen hingegen leicht, was ihre Schwester überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Wie langweilig und öde die Welt der schnöden Zahlen war, dachte Marie, wie grau im Vergleich zu der duftenden, farbigen Welt, die sie am Vormittag kennengelernt hatte!

Als Herr Kalkbrenner schließlich zur Erdkunde wechselte, war sie wesentlich interessierter. Sie fragte sich, wie es in diesem oder jenem Teil der Erde wohl duften würde und ob jede Region einen eigenen Duft hätte – wie die italienische Stadt Parma eben nach den Veilchen von Maries Namensschwester roch. Doch als sie ihren Lehrer danach fragte, musterte der sie mit einem Blick, als hätte sie ihn beleidigt, und verkündete schmallippig, der Ausflug am Morgen habe ihr offenbar wirklich nicht gutgetan. Marie tauschte einen verärgerten Blick mit ihrer Schwester, und ihre Hand tastete nach dem kleinen Parfümflakon, der sich noch immer in ihrer Rocktasche befand. Das Fläschchen, in dem all ihre Träume gefangen waren. Der Stoff, aus dem ihre Zukunft sein würde.

„Endlich“, flüsterte Anna, als die Tür aufging und Marie in ihr Zimmer schlich. „Ich dachte, du kommst nie. Ich kann es kaum erwarten, dass du mir alles erzählst. Ihr wart nicht nur auf dem Markt, stimmt’s?“

„Woher weißt du das?“, fragte Marie, während sie die Decke anhob und zu ihrer Schwester ins Bett kroch.

„Auf dem Fischmarkt riecht es nicht nach Parfüm“, wusste Anna.

„Stimmt“, bestätigte die Ältere, griff in ihre Nachthemdtasche und zog das Fläschchen heraus. „Darin steckt ein Geheimnis“, sagte sie. „Und unsere Zukunft.“

Anna setzte sich gespannt auf und strich mit den Fingerspitzen über den kunstvollen Flakon.

„Wunderschön“, wisperte sie.

„Ich öffne das Fläschchen jetzt und lasse dich daran riechen. Aber pass auf, dass du keinen Tropfen verschüttest, sonst merkt Maman das morgen. Dann wird sie noch misstrauischer.“

Marie öffnete das Fläschchen und hob es Anna unter die Nase. Das Mädchen schnupperte und schloss genießerisch die Augen. „Das riecht himmlisch“, schwärmte sie. „Woher hast du es?“

Marie erzählte ihr die ganze Geschichte. Und in dieser Nacht, das Parfümfläschchen fest umklammert, leisteten die beiden Schwestern einen Schwur: Als Erwachsene würden sie eine eigene Parfümerie eröffnen – und den duftenden Zauber der ganzen Welt nach Hamburg bringen.

Charlotte Jacobi

Über Charlotte Jacobi

Biografie

Charlotte Jacobi ist das Pseudonym der Autoren Eva-Maria Bast und Jørn Precht. Eva-Maria Bast ist Journalistin, Leiterin der Bast Medien GmbH und Autorin mehrerer Sachbücher, Krimis und zeitgeschichtlicher Romane. Sie erhielt diverse Auszeichnungen, darunter den Deutschen Lokaljournalistenpreis der...

Interview mit charlotte Jacobi

Wie entstand Ihre Idee, einen Roman über die „Douglas-Schwestern“ zu schreiben?
Auf die Geschichte der Carstens-Schwestern, die die heutige Parfümerie Douglas gründeten, stießen wir schon vor einigen Jahren und waren gleich fasziniert. Dass ein schottischer Seifensieder mit Nachnamen Douglas nach Hamburg kam, weil ihm die Steuern in seiner Heimat zu hoch waren, und dass dies der Beginn einer Geschichte war, die bis in die Gegenwart fortbesteht, fanden wir ebenso spannend wie die Frauen, die in dieser Geschichte eine Rolle spielten.

Wie sind Sie bei Ihrer Recherche vorgegangen?
Als wir versuchten, mehr über die Gründerinnen Anna und Maria Carstens herauszufinden, wurden wir leider enttäuscht: Die Quellenlage erwies sich zunächst als äußerst dürftig. Also begaben wir uns auf eine Zeitreise ins Hamburg und ins Paris der Jahre 1909 bis 1920. Wir begegneten interessanten realhistorischen Figuren, recherchierten viele spannende Ereignisse und waren immer faszinierter von der Welt der Düfte, davon, wie Parfüms entstehen und wie sie sich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt haben. Auch wenn man heute viele historische Informationen in Büchern und im Internet finden kann – die meisten biografischen Daten sind in Archiven und alten Akten verborgen. All die Vertragsdetails aus den frühen Jahren der Parfümerie Douglas fanden wir zum Beispiel im Hamburger Staatsarchiv. Was wir dort aber nicht fanden, waren Geburts- und Sterbedaten der Schwestern. Der Zufall hat uns zu einer Agentur für Ahnenforschung geführt, die uns mit wertvollen Informationen versorgen konnte.

Hat sich tatsächlich alles so zugetragen wie in Ihrem Roman beschrieben?
Die historischen Fakten haben wir alle minutiös recherchiert, die Handlung selbst ist jedoch frei erfunden – so verschränken sich Realität und Fantasie in unserer Geschichte immer wieder. Überliefert ist zum Beispiel der Ursprung der Parfümerie Douglas: Der Schotte John Sharp Douglas kam 1820 nach Hamburg und eröffnete dort eine Seifenfabrik. Seine Produkte wurden rasch erfolgreich, weil sie außergewöhnlich waren – und dank moderner Herstellungsmethoden auch erschwinglich. Als John Sharp Douglas starb, verkauften seine Söhne das Unternehmen, der Name blieb aber bestehen. 1909 übergab der neue Eigentümer Gustav Adolph Kolbe die Seifenfabrik in die Hände seiner Frau Berta. Die bekam noch im selben Jahr eine Anfrage der Schwestern Anna und Maria Carstens, eine Parfümerie unter dem Namen „Douglas“ eröffnen zu dürfen, da der Name schon damals in Hamburg bekannt war und für beste Qualität stand. Ganz ausführlich haben wir alle „Spuren der Realität“im Nachwort unseres Buches aufgeführt!

Veranstaltung
Lesung
Mittwoch, 10. März 2021 in Kirchheim
Zeit:19:30 Uhr
Ort:LeseLaden Kirchheim,
Wellingstr. 24
73230 Kirchheim
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