
Der Mann, der vor Lachen weinte - eBook-Ausgabe
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Beschreibung
„Ein exzellentes Buch. Dieser Beigbeder ist ein Diamant.“ Paris Match
Octave Parango ist Frankreichs meistgehörter Radiokolumnist. Jeden Donnerstagmorgen kommentiert er die Lage der Nation – blitzgescheit und amüsant, überdreht und bissig. Doch in Wahrheit ist Octave das Lachen vergangen: Die Neonwesten stecken die Republik in Brand, und selbst die besten Drogen täuschen ihn nicht mehr darüber hinweg, dass seine Tage als Don Juan gezählt sind. Octave Parango setzt an zu seinem letzten Schlag.
Dies ist das Buch einer Selbstvernichtung. In ihm verwandelt sich Octave Parango in einen Don Quichotte…
„Ein exzellentes Buch. Dieser Beigbeder ist ein Diamant.“ Paris Match
Octave Parango ist Frankreichs meistgehörter Radiokolumnist. Jeden Donnerstagmorgen kommentiert er die Lage der Nation – blitzgescheit und amüsant, überdreht und bissig. Doch in Wahrheit ist Octave das Lachen vergangen: Die Neonwesten stecken die Republik in Brand, und selbst die besten Drogen täuschen ihn nicht mehr darüber hinweg, dass seine Tage als Don Juan gezählt sind. Octave Parango setzt an zu seinem letzten Schlag.
Dies ist das Buch einer Selbstvernichtung. In ihm verwandelt sich Octave Parango in einen Don Quichotte – und ruft das Ende seiner Zeit lieber gleich selbst aus. Eine hinreißende Satire auf die Diktatur des Lachens, der Frédéric Beigbeder mit einer unerhörten Aufrichtigkeit begegnet.
„Brutal und irre lustig, mal geistreich, mal verzweifelt.“ Le Figaro Magazine
Über Frédéric Beigbeder
Aus „Der Mann, der vor Lachen weinte“
Ich heiße Octave Parango, und in zwanzig Jahren bin ich vierundsiebzig.
Die Umfragewerte liegen frisch auf dem Tisch: Ich arbeite für das meistgehörte Morgenmagazin Frankreichs. Médiamétrie hat die Zahl der Hörer von France Publique ermittelt, es sind 3,9 Millionen. Stolz sagt der Moderator der Sendung 7/9 heute jeden einzelnen Beteiligten an. „Und jetzt zum meistgehörten Wetterbericht Frankreichs“, „wir schalten nun den meistgehörten Wirtschaftsexperten Frankreichs hinzu“, „an meiner Seite sitzt die meistgehörte Interviewerin Frankreichs“, und als ich an der Reihe [...]
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Auf das Kultbuch "Neununddreißigneunzig" und seine Abrechnung mit der Werbewelt folgt Beigbeders neuer, autobiografischer Roman mit seinem literarischen Alter Ego: dem großartigen, rebellischen Octave Parango.
Was hat Octave Parango in den letzten zehn Jahren getrieben?
Octave Parango ist gewissermaßen mein negatives Double. Alles, was sich an Schlechtem in mir ansammelt, kommt alle zehn Jahre zum Vorschein. In den Nullerjahren war Octave im Marketing, 2010 war er als Modelscout in Moskau unterwegs, und jetzt ist er wieder nach Paris zurückgekehrt, ohne dass irgendwer genau wüsste, wie er es dort zum Kolumnisten im Morgenradio gebracht hat, wo er für diese Tätigkeit doch in keiner Weise qualifiziert ist.
Was lässt ihn denn vor Lachen weinen?
Es geht gar nicht so sehr darum, dass er vor Lachen weint, ich glaube, er würde viel lieber vor Freude weinen, während die ganze Gesellschaft um ihn herum vor Lachen weint. Nach zehn Jahren kommt er nach Frankreich zurück und findet sich in einem Land wieder, in dem die Leute sich kaputtlachen, um ihre Not und ihren Kummer zu vergessen, in dem die Ernsthaftigkeit also gar nicht mehr existiert.
Irgendeine Botschaft für seine Mitstreiter bei France Publique?
Anhand der Jobs, die Octave im Laufe der Jahre absolviert, erzählt er von seiner Zeit. Wenn es eine Botschaft an seine Kollegen gibt, dann wohl: „Mir hast du es zu verdanken, dass du in die Ewigkeit eingehst. Indem ich dich in meinen Roman einbaue, verwandle ich dich in einen Archetypen.“
Nimmt Octave Parango eigentlich zu viele Drogen?
Die wahre Obsession von Octave ist das Vergnügen. Er stammt aus einer alten Welt, stammt aus einer Generation, die in Ermangelung anderer Ideale wirklich daran geglaubt hat, dass der Hedonismus die ultimative Utopie sein kann. Deswegen ist da schon etwas dran, ja. Octave will Spaß haben, im Bett, beim Trinken, wenn er Drogen nimmt oder den nächsten gut bezahlten Job annimmt, ohne groß was dafür zu tun. Das ist in der Tat sein Traum, doch es gelingt ihm immer weniger.
Heißt das, dass wir Octave in zehn Jahren wiedersehen werden?
Wenn er dann noch am Leben ist – und ganz ehrlich, mit seinem haarsträubenden Lebenswandel bleibt ihm noch, sagen wir, eine Viertelstunde –, aber wenn er tatsächlich überlebt, wäre es schon interessant, ihn in zehn Jahren noch einmal auferstehen zu lassen. Mein Verhältnis zu ihm weist die eine oder andere Unterbrechung auf. Aller zehn Jahre wird er wiedergeboren, und dann schreibe ich plötzlich wieder von den schlimmsten Dingen, die man sich nur vorstellen kann.
Das Interview wurde zur Verfügung gestellt vom französischen Verlag Grasset.
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