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Crazy Rich Crazy Rich - eBook-Ausgabe

Julia Friedrichs
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Die geheime Welt der Superreichen

Hardcover (24,00 €) E-Book (23,99 €)
€ 24,00 inkl. MwSt. Erscheint am: 29.08.2024 Bald verfügbar Das Buch kann 30 Tage vor dem Erscheinungstermin vorbestellt werden.
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Crazy Rich — Inhalt

WAS WÜRDEN SIE MIT 1000 MILLIONEN EURO TUN?

Wie grenzenlos der Reichtum einiger weniger wirklich ist und wie ihr Vermögen das Land verändert.

Julia Friedrichs ist gelungen, was es so noch nicht gegeben hat: Sie bittet Superreiche zum Gespräch, und diese erlauben ihr umfassende Einblicke in ihre Welt und stellen sich ihren Fragen. Ist Vermögen eine Privatangelegenheit? Braucht es ein anderes Steuersystem? Kann es richtig sein, dass sich extreme Vermögen in den Händen ganz weniger ballen? Wann habe ich genug?

Auf den Spuren des Geldes

Ihre Recherchereise führt die Autorin zu Luxusjachten, in Family-Offices und Steueroasen. Im Gespräch mit Wissenschaftlern und Experten fördert sie exklusive neue Daten zutage über die vermögendsten Familien des Landes. Ein augenöffnender Trip durch die Welt des Geldes und ein vielschichtiger Blick auf jene, die sonst schweigen.

Wer sind Deutschlands Superreiche?

Superreich ist ein Mensch, der über viele Millionen Euro verfügt. Hierzulande sind es 3300 Personen, die 23 Prozent des gesamten Finanzvermögens besitzen. Aber auch in anderen Ländern nimmt die Zahl der Superreichen zu. Mit dem Geld, das man braucht, um ihre Superjachten auch nur ein Jahr instand zu halten, könnte man mittlerweile die Schulden aller Entwicklungsländer tilgen - auf einen Schlag. 

Müssen wir dem Reichtum Grenzen setzen?

Welches Ausmaß an Ungleichheit verträgt eine Gemeinschaft, verträgt die Demokratie, in der zumindest theoretisch jede Stimme gleich viel wert sein soll? Wie viel dürfen Einzelne für sich beanspruchen in einer Welt, in der die Ressourcen endlich sind? Müssen wir dem Reichtum Grenzen setzen? 
Julia Friedrichs begibt sich auf die Spuren des Geldes. Eine eindringliche Reportage über die Frage, wie wir als Gesellschaft zusammenleben wollen.  

€ 24,00 [D], € 24,70 [A]
Erscheint am 29.08.2024
384 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
EAN 978-3-8270-1512-9
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€ 23,99 [D], € 23,99 [A]
Erscheint am 29.08.2024
304 Seiten
EAN 978-3-8270-8100-1
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Julia Friedrichs

Über Julia Friedrichs

Biografie

Julia Friedrichs, 1979 im westlichen Münsterland geboren, studierte Journalistik in Dortmund und Brüssel. Seitdem arbeitet sie als Autorin von Reportagen und Dokumentationen für die ARD, das ZDF und die Zeit. 2024 gründete sie gemeinsam mit Jochen Breyer die Produktionsfirma Tell Me Why. 

Julia...

INTERVIEW mit Julia Friedrichs

Liebe Julia, in deinem letzten Buch hast du über die Working Class unseres Landes geschrieben, eine gesellschaftliche Gruppe, zu der viele von uns ja Bezug haben. Wie kam es dazu, dass du dich jetzt den Superreichen zuwendest?

Wir leben in einem Land, in dem vor allem die Ungleichheit der Vermögen sehr groß ist - auch im internationalen Vergleich. Das oberste Prozent der Bevölkerung hat ca. ein Drittel des Vermögens. Deutlicher ist die Ungleichheit noch bei Betriebsvermögen: Da liegen, Schätzungen der Uni Duisburg zufolge, 86 Prozent bei den reichsten 1,5 Prozent. Das heißt: Vermögen ballt sich in Deutschland bei einer kleinen Gruppe von Menschen. Rund viertausend Haushalte, das sind die hinter den Milliardärsvermögen, besitzen geschätzte 1,4 Billionen Euro, rund drei Mal so viel wie der gesamte Bundeshaushalt.

Was genau interessiert dich an den Reichsten der Reichen, und warum denkst du, dass wir mit ihnen beschäftigen sollen?

Es gibt ein paar Klischees über Superreiche, die durchaus zutreffen: Während man anderswo, zum Beispiel in den Golfstaaten oder den USA, mit seinem Reichtum protzt, ist der deutsche Reichtum sehr viel diskreter, verborgener, nicht so offensichtlich. Nicht mal, wer die vermutlich reichste Familie des Landes ist, war öffentlich, weil die Familie erreicht hat, dass sie auf den Reichenlisten nicht auftaucht. Aber der Einfluss, der mit dem vielen Geld einhergeht, ist deshalb ja nicht geringer. Ich habe für mein Buch sehr lange und intensiv mit jemandem aus einer der reichsten Familien des Landes gesprochen. Er sagt offen: Natürlich zählen seine Bedürfnisse mehr als die normaler Bürger. Immer wieder würden ihm Treffen mit hochrangigen Politikern angeboten. Er müsse nur zuschlagen. Wenn er wollte, könnte er sein Geld in politische Macht umwandeln. Forscher sprechen davon, dass etwa ab einer Schwelle von 20 bis 30 Millionen das Budget erreicht ist, ab dem aus Vermögen Macht werden kann.

In unserem alltäglichen Leben ist es ja eher unwahrscheinlich, dass wir einem oder einer Superreichen begegnen. Wie ist es dir gelungen, Kontakt zu einigen von ihnen aufzunehmen?

Das ist sehr mühsam gewesen. Gemeinsam mit meinem Kollegen Jochen Breyer, mit dem ich eine ZDFDokumentation zum Thema gedreht habe, habe ich Brief um Brief geschrieben, versucht, Netzwerke in die Welt aufzubauen. Geholfen hat mir eine Kuriosität: Seit Kurzem gibt es in Deutschland geheime Gesprächskreise junger, eher kritischer Superreicher. Dort wurde mein Buch über Deutschlands Erben als Einstiegslektüre gelesen. Einige junge Reiche kannten mich also. Ansonsten braucht man vor allem Zeit und eine gewisse Nehmerqualität, was Absagen angeht.

Wer sind die Superreichen in Deutschland, aus welchem Milieu stammen sie?

Wenn man das so genau wüsste. Was fehlt, ist so etwas wie eine Soziologie der Superreichen. Großer Reichtum ist in Deutschland extrem schlecht erforscht. Auch bei Studien, auf denen „Reichtumsforschung“ draufsteht, geht es, wenn man genau hinschaut, oft eher um den millionaire next door, Menschen, die ein, zwei Millionen haben. Das sind keine Superreichen. Es gibt inzwischen, zum Glück, Projekte, die das ändern wollen: am Max-Planck-Institut in Köln oder auch ein Forschungsprojekt der Volkswagenstiftung. Aber vieles steht noch am Anfang. Ein paar grundsätzliche Aussagen über Superreiche lassen sich natürlich treffen: Superreiche sind in der Mehrheit männlich. Sie sind fast immer Westdeutsche. Und nicht selten haben sie ihr Geld, zumindest in Teilen, geerbt.

Was unterscheidet Superreiche von „normal“ Vermögenden – außer der Menge ihres Besitzes?

Es gibt zwei Schwellen, da man sagt, dass Vermögen tatsächlich einen großen Unterschied macht: Die erste liegt, je nach Zinslage, bei einem Vermögen von drei bis fünf Millionen Euro. Ab dieser Summe ist es möglich, allein aus dem Vermögen zu leben. Das heißt, die Erträge sind so hoch, dass keine Erwerbsarbeit mehr nötig wäre. Die allermeisten Vermögenden arbeiten trotzdem, aber es wäre für ein gutes Leben eben nicht mehr erforderlich. Die zweite Schwelle hatte ich oben beschrieben. Sie liegt bei zwanzig oder dreißig Millionen Euro verfügbarem Vermögen. Ab dieser Größenordnung hängt an dem Geld, wenn man möchte, oft Einfluss.

Wie geht es einem, wenn man sich mit einem Menschen trifft, der problemlos das Viertel aufkaufen könnte, in dem man wohnt – macht das etwas mit einem?

Es ist sehr schwer vorstellbar. Immer wieder habe ich die Beträge, von denen ich wusste, umgerechnet. Eine Zahl mit wie vielen Nullen besitzt die Person, die da gerade vor mir auf dem Stuhl sitzt? Sehr großes Vermögen schafft ein Machtgefälle, eine Distanz. Konfrontiert mit seiner extremen Form, mit Hunderten Millionen von Euro, fällt es schwer, sich nicht unbedeutend zu fühlen, sich nicht devot zu verhalten. Ob man will oder nicht: Man ist aufgeregt, wenn man einen Milliardär auf dem Handy anruft. Und: Man denkt das Geld immer mit. Das hat mich selbst ein bisschen geärgert, dass ich auch bei den Superreichen, mit denen ich oft und lange gesprochen habe, das Geld nie so richtig ausblenden konnte. Das ist nicht ganz fair, weil auch Superreiche natürlich ein Recht darauf haben, als Persönlichkeit unabhängig von ihrem Vermögen wahrgenommen zu werden.

Gab es einen Superreichen, der dich besonders beeindruckt hat?

Fast alle meiner Gesprächspartner waren auf ihre Art beeindruckend. Manche beeindruckend reflektiert, manche hatten sich beeindruckend wenig Gedanken darüber gemacht, ob mit dem vielen Geld auch eine Verpflichtung einhergeht. Denn eines ist ja wichtig: Die Reichen gibt es nicht, genauso wenig wie die Armen. Genauso großer Unfug wäre es, die einen als, wie es das Klischee vielleicht will, unsozial und herzlos zu beschreiben, und die anderen als faul und antriebslos. So simpel sind Menschen nicht gestrickt. Ich habe mit freundlichen und herrischen Reichen gesprochen, mit zurückhaltenden und selbstbewussten, mit reflektierten und solchen, die sich mit dem Lauf der Welt nicht sonderlich zu beschäftigen schienen. Manche hatten Jachten, andere nicht mal ein Auto. Manche wollten mit dem Geld vor allem unternehmerisch etwas bewegen, steckten es in immer wieder neue innovative Unternehmen, andere in exzessivem Ausmaß in Beton.

Was hat dich bei deiner Recherche am meisten überrascht?

Uff. Die ganze Recherche war ein Reigen an Überraschungen. Ich war ja in vielen Welten unterwegs, die nicht so ganz alltäglich sind. Ich war auf Konferenzen von „Steuergestaltern“ und in Salzburg bei einem Bürgerrat, den die Nachfahrin des BASFGründers Engelhorn, Marlene, veranstaltet, um 25 Millionen ihres Vermögens an die Gesellschaft zurückzugeben. Ich war im China Club in Berlin, einem exklusiven „Vereinsheim“ für Vermögende, wo allein die Aufnahmegebühr 10 000 Euro betragen soll. Und natürlich bei der Superjacht-Show in Monaco, wo man, wenn man toy, also „Spielzeug“ sagt, gern Mini-U-Boote für private Tauchgänge im Millionensegment meint. Vor allem aber habe ich über Stunden Gespräche geführt. Und die Aufnahmen dieser spannenden und selten zustande kommenden Gespräche dann zu Hause abzuhören, war bei jedem Hören eine neue Überraschung.

Veranstaltung
Buchpräsentation
Montag, 02. September 2024 in Berlin
Zeit:
Uhr
Ort:
Pfefferberg Theater, Berlin
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Lesung und Gespräch
Dienstag, 03. September 2024 in Lüneburg
Zeit:
19:30 Uhr
Ort:
Heinrich-Heine-Haus,
Am Ochsenmarkt 1a
21335 Lüneburg
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