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Bad For You – Krit und BlytheBad For You – Krit und Blythe

Bad For You – Krit und Blythe

Roman

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Bad For You – Krit und Blythe — Inhalt

Blythe ist gerne alleine. Zu schmerzvoll waren die Erfahrungen, die sie mit anderen Menschen machen musste. Doch als sie endlich in ihre erste eigene Wohnung zieht, sieht sie sich plötzlich mit ihrem Nachbarn Krit Corbin konfrontiert. Der charismatische Sänger einer Rockband feiert jede Nacht, als gäbe es kein Morgen. Als Blythe ihn eines Abends anfleht, die Musik endlich leiser zu drehen, bittet er sie herein – denn sie ist so anders als die Frauen, die sonst bei ihm ein und aus gehen. So unschuldig und verführerisch. So unwiderstehlich. So abweisend.

Erschienen am 19.10.2015
Übersetzer: Heidi Lichtblau
304 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-492-30808-3
Erschienen am 19.10.2015
Übersetzer: Heidi Lichtblau
304 Seiten, WMEPUB
ISBN 978-3-492-97123-2

Leseprobe zu »Bad For You – Krit und Blythe«

Prolog

Ab ins Bett, Blythe«, riss mich Mrs Williams’ Stimme aus meinen Gedanken. »Und vergiss nicht zu beten!«


Ich drehte mich von dem Fenster weg, neben dem ich hock­­te, und sah zu der Frau, die mein Vormund war. Ein einziges Mal hatte ich den Fehler gemacht, sie »Mutter« zu nennen, woraufhin sie mich mit einem Gürtel geschlagen hatte.


»Ja, Ma’am«, erwiderte ich und stieg von meiner geliebten Fenstersitzbank runter. In einem Kinofilm hatte ich mal so einen Platz zum Hinausgucken gesehen und mir danach auch einen gewünscht. Mrs Williams hatte mich [...]

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Prolog

Ab ins Bett, Blythe«, riss mich Mrs Williams’ Stimme aus meinen Gedanken. »Und vergiss nicht zu beten!«


Ich drehte mich von dem Fenster weg, neben dem ich hock­­te, und sah zu der Frau, die mein Vormund war. Ein einziges Mal hatte ich den Fehler gemacht, sie »Mutter« zu nennen, woraufhin sie mich mit einem Gürtel geschlagen hatte.


»Ja, Ma’am«, erwiderte ich und stieg von meiner geliebten Fenstersitzbank runter. In einem Kinofilm hatte ich mal so einen Platz zum Hinausgucken gesehen und mir danach auch einen gewünscht. Mrs Williams hatte mich daraufhin »eigensüchtig« und »besitzgierig« genannt und mich als Strafe für diese Bitte verdroschen.


Doch am Weihnachtsmorgen hatte mich ihr Mann, Pastor Williams, dann mit solch einer Fenstersitzbank überrascht. Später hatte mich Mrs Williams heimlich dafür bestraft, dass ich ihren Mann zu der Sünde verleitet hatte, mich zu beschenken. Aber das war diese Bank allemal wert.


»Denk daran, Gott dafür zu danken, dass du im Gegensatz zu deiner Mutter noch am Leben bist«, fuhr sie fort. Irgendetwas schien ihr über die Leber gelaufen zu sein, denn an diesem Abend hatte sie einen besonders fiesen Ton drauf. Da hieß es, höllisch aufpassen, da sie mich in dieser Stimmung beim kleinsten Anlass bestrafte. Selbst wenn ich für ihre Wut gar nichts konnte.


»Ja, Ma’am.« Ich fürchtete ihre Tiraden über meine Mutter, die ich leider nie kennenlernen durfte, und deren Tod. Zu gern breitete sie sich bis ins kleinste schmutzige Detail darüber aus, wie sehr meine Mutter für ihre Sünden hatte büßen müssen. Mein Hass auf Gott wurde dadurch nur noch größer. Warum war er nur so gemein und rachsüchtig? Doch im Laufe der Jahre begriff ich, dass das gütigere Herz von Pastor Williams ihn viel eher verkörperte.


»Und«, fuhr Mrs Williams fort, »danke ihm für das Dach über deinem Kopf.« Gern erinnerte sie mich daran, dass ich die von ihr und Pastor Williams entgegengebrachte Güte gar nicht verdiente. Auch daran war ich gewöhnt. In den dreizehn Jahren, die ich nun auf der Welt war, kamen der Pastor und seine Frau den Eltern, die ich nie gehabt hatte, noch am nächsten. Meine Mutter war bei meiner Geburt gestorben. Sie hatte eine Lungenentzündung gehabt, und es war das reinste Wunder, dass ich lebend auf die Welt gekommen war. Und das auch noch sechs Wochen zu früh.


»Ja, Ma’am«, erwiderte ich erneut und bewegte mich so langsam auf mein Bett zu, dass ich mit etwas Glück um Schläge herumkam.


Sie stand stocksteif da und reckte die Nase, sodass sie auf mich runtersehen musste. Ihre braunen Augen mit dem Silberblick wirkten in Kombination mit dem schwarzen Gestell ihrer Brille gleich noch unheimlicher. Ihr langes, rotes Haar hatte sie zu einem strengen Knoten zusammengefasst.


»Und danke Gott natürlich auch für deine Gesundheit. Selbst wenn du ausnehmend hässlich bist und sicher nie eine Schönheit aus dir wird, solltest du dafür dankbar sein, dass du lebst. Und gesund bist. Verdient hast du das nämlich nicht.«


»Jetzt reicht’s, Margaret«, ertönte Pastor Williams’ Stimme aus dem Flur. Nicht zum ersten Mal rieb sie mir meine Hässlichkeit unter die Nase und dass die Sünden meiner Mutter dafür verantwortlich seien. Dass niemand mich je lieben wür­­­­de, weil mein Anblick kaum zu ertragen sei. Dabei hatte ich mich damit schon seit Langem abgefunden und mied den Blick in den Spiegel möglichst. Ich hasste es, wenn dieses Gesicht zurückstarrte, das bei Mrs Williams so viel Hass und bei Pastor Williams nur Mitleid hervorrief.


»Sie muss das wissen!«


»Nein, das muss sie nicht. Du bist nur wütend und lässt es an Blythe aus. Lass sie in Ruhe. Noch einmal warne ich dich nicht! Das muss aufhören!«, sagte er zu seiner Frau im Flüsterton.


Wann immer er sie dabei ertappte, wie sie mir mein Aussehen vorhielt oder mich an die Sünde erinnerte, die mich mein ganzes Leben verfolgen würde, wies er sie zurecht und schickte sie weg. Dann konnte ich erleichtert aufatmen, denn ich wusste, am nächsten Tag behielt er sie im Blick, und sie würde sich schmollend in ihrem Zimmer verkriechen und mir nicht zu nahe kommen.


Ich bedankte mich nicht bei ihm, denn er würde sowieso nicht darauf eingehen, sondern sich nur zum Gehen wenden – wie immer. Er vermied es, mich anzusehen. Die wenigen Male in meinem Leben, wo er mich tatsächlich angeschaut hatte, war er zusammengezuckt, das hatte ich gemerkt. In letzter Zeit noch öfter. Ich wurde hässlicher. So musste es sein.


Ich sehnte mich so danach, alt genug zu sein, um auf eigenen Füßen zu stehen. Dann müsste ich nicht mehr in die Kirche gehen und mir etwas von dem lieben Gott anhören, dem diese Leute dienten. Von dem, der mich so hässlich gemacht und mir meine Mutter genommen hatte. Ich wollte nur weg von alledem und in einem kleinen Städtchen abtauchen, in dem mich keiner kannte und wo ich einfach allein sein und schreiben konnte. In meinen Geschichten durfte ich schön sein. Ein Prinz würde kommen und mich lieben, und ich würde wissen, wie es sich anfühlte, zu jemandem zu gehören. Ich liebte meine Geschichten. Auch wenn sie bislang alle nur in meinem Kopf existierten.


»Geh zu Bett, Blythe.« Pastor Williams wandte sich um und folgte seiner Frau den Gang entlang.


»Ja, Sir. Gute Nacht, Sir.«


Er blieb stehen, und ich wartete, ob er noch etwas sagen würde. Ob er sich noch mal zu mir umdrehen und mich anlächeln würde. Okay, meinetwegen auch: einfach nur ansehen. Mir vielleicht versichern würde, dass die Sünde meiner Mutter mein Leben nicht für immer beherrschen würde. Doch umsonst. Er stand nur einen Augenblick da, mir den Rücken zugewandt, und ging dann mit hängenden Schultern davon.


Eines Tages … würde ich frei sein.



1. Kapitel
Blythe


Ich war innerlich also genauso hässlich wie äußerlich.


Anders ließ es sich nicht erklären, dass ich keine einzige Träne vergossen hatte. Nicht einmal eine falsche Träne hatte ich bei Mrs Williams’ Beerdigung zustande gebracht. Ich wuss­­te, dass mich die Leute aus der Kirchengemeinde für einen schlechten Menschen hielten. Das erkannte man an ihren Blicken. Andererseits hatten sie ja auch alle miterlebt, dass ich keine Spur von Trauer zeigte, als ich neben Pastor Williams stand und man den Sarg seiner Frau in die Erde senkte.


Gerade mal fünf Monate zuvor hatte man bei ihr einen Hirntumor im fünften Stadium festgestellt. Die Ärzte konnten nichts mehr für sie tun. Die Gemeindemitglieder hatten daraufhin täglich nach ihr geschaut und haufenweise Aufläufe, Pasteten und Blumen ins Pfarrhaus gebracht. Pastor Williams hatte mir befohlen, dass ich nach der Schule in meinem Zimmer bleiben und seiner Frau aus den Augen gehen sollte, da sie mein Anblick nur unnötig aufregen würde. Auch wenn er es in einem freundlichen Ton sagte, versetzte es mir einen Stich. An den meisten Abenden wartete ich, bis die beiden schliefen, bevor ich mich nach unten stahl und mir etwas zum Abendessen zurechtmachte – was aufgrund der Berge von Essensvorräten zum Glück kein Problem war.


Als sie schließlich eines Nachmittags ihr Leben ausgehaucht hatte, gab mir die Hospizschwester Bescheid und bat mich, Pastor Williams in der Kirche anzurufen, um ihm zu sagen, dass er nach Hause kommen sollte. Bei dieser Nachricht regte sich nichts in mir. In diesem Moment ging mir auf, dass die anderen die ganzen Jahre über recht gehabt hatten: Ich war ein schlechter Mensch. Wie sonst ließ es sich erklären, dass Mrs Williams’ Tod mich innerlich völlig unberührt ließ? Sie war erst vierundfünfzig Jahre alt gewesen – damit aber gleichzeitig um so vieles älter als meine Mutter, die bei ihrem Tod gerade mal zwanzig gewesen war.


Doch all das lag hinter mir. Ich wollte endlich einen Schlussstrich ziehen.


Als ich jetzt vor dem Apartmenthaus mit Blick auf die Golfküste Alabamas stand und mich mit dem Gedanken vertraut machte, dass dies mein neues Zuhause war, weit entfernt von South Carolina, wurde mir zum ersten Mal wirklich bewusst, dass hier mein neues Leben beginnen würde. Eines, in dem ich meine Geschichten schreiben und das Community College besuchen konnte.


Pastor Williams hatte mich nach dem Tod seiner Frau schnell loswerden wollen, was mir nur recht gewesen war. Er hatte einen befreundeten Pfarrer in Sea Breeze angerufen, der mich im dortigen Community College unterbringen konn­­te, das zehn Fahrstunden von der Stadt und den Menschen entfernt lag, die mich hassten. Außerdem hatte Pastor Williams mir ein Apartment am Strand geschenkt und es obendrein auch noch geschafft, dass mich besagter Freund als Pfarrsekretärin einstellte. Somit stand mir jemand zur Seite, der mir half, mich in Sea Breeze einzugewöhnen.


Ich hatte zufällig mitbekommen, wie Pastor Williams am Telefon erklärt hatte, dass ich mit anderen Menschen nicht gut zurechtkäme und sehr behütet aufgewachsen sei. Was so eigentlich nicht stimmte, denn ich war auf eine christliche Mädchenschule gegangen, wo mich alle Schülerinnen wie Luft behandelten, weil ihre Mütter ihnen erzählt hatten, ich hätte eine schwarze Seele.


Bevor ich die Umzugskisten aus meinem Pick-up holte, übrigens auch ein Geschenk von Pastor Williams, wollte ich mir erst einmal die Wohnung ansehen. Ich angelte mir meine Handtasche und die Schlüssel, die er zusammen mit eintausend Dollar in bar in einen Umschlag gesteckt hatte, sprang aus der alten Karre und steuerte auf die Treppe zu. Keine der Wohnungen befand sich auf Straßenniveau, da das Gebäude – wohl für den Fall, dass Hochwasser herrschte oder ein Hurrikan wütete – auf Pfeilern errichtet war.
Ich schloss die Wohnungstür auf und schwang sie weit auf, sodass der Blick auf hübsche blassgelbe Wände und wei­­ße Korbmöbel frei wurde. Alles wirkte sehr maritim. Ich war hin und weg!


Strahlend ging ich hinein und tanzte mit ausgebreiteten Armen im Kreis herum. Dann legte ich den Kopf zurück und genoss mit geschlossenen Augen die Ruhe. Keiner kannte mich hier. Ich war nicht mehr das böse Mädchen, das der Pastor am Hals hatte, sondern einfach nur ich. Blythe Denton. Schriftstellerin. Eine exzentrische Schriftstellerin, die sich gern verkroch und auf ihr Aussehen pfiff. Es spielte für sie keine Rolle. Sie war frei.


Plötzlich war im Gang lautes männliches Gelächter zu hören, das meinem stillen Augenblick der Freude ein jähes Ende setzte. Ich ließ die Arme sinken, drehte mich um und sah direkt in die Augen … eines Typen. Und wow, in was für Augen! Sie waren von einem atemberaubenden Blau! So blau wie der Himmel an einem sonnigen Tag. Die Stimmen der anderen im Gang verklangen, doch der Typ stand immer noch da und blickte mich an. Da erst fiel mir etwas auf … Äh, hatte der sich etwa einen schwarzen Lidstrich gemalt? Angesichts der überraschend zahlreichen und farbenprächtigen Tattoos auf seinen Unterarmen ließ ich meinen Blick jedoch schnell wieder zu seinem Gesicht wandern und entdeckte eine gepiercte Augenbraue. Sein offenbar vom Wind verwehtes platinblondes Haar vervollkommnete den wilden Look.


»Hast du’s dann mal, Love? Oder bin jetzt ich an der Rei­­he?« Der amüsierte Ton in seiner tiefen Reibeisenstimme erinnerte mich an warme Schokolade. Fast wurde mir schwummerig dabei.


Unsicher, wovon er sprach, sah ich ihm schnell wieder in seine belustigten Augen.
»Ich, äh …« Ich was? Mir wollte keine Antwort einfallen. »Ich weiß nicht, was du meinst«, gestand ich schließlich. Sollte ich mich dafür entschuldigen, dass ich ihn so angestarrt hatte? Hatte ich es denn überhaupt?


»Ich habe gefragt, ob du damit fertig bist, mich abzuchecken? Unterbrechen möchte ich dich dabei nämlich nur ungern.«


Hilfe! Mein Gesicht erglühte, und ich wusste, meine Wangen liefen gerade knallrot an. Was hatte ich mir nur dabei gedacht, meine Wohnungstür sperrangelweit aufzulassen? Nachdem ich Männern für gewöhnlich lieber aus dem Weg ging, überforderte mich dieses Gespräch gerade total. Auch wenn mich dieser Fremde ausnahmsweise mal nicht mit diesem lüsternen Blick angaffte, der mich sonst immer so nervös machte. Einem Blick, mit dem mich die Männer früher immer bedacht hatten, weil sie glaubten, ich würde mit ihnen … Dinge tun. Unanständige Dinge. Trotz meiner Hässlichkeit hatten sie immer herausfinden wollen, ob ich wirklich so ein schlechter Mensch war, wie alle behaupteten.
»Es sind nur ein paar Tattoos und ein paar Piercings, Love. Ich bin vollkommen harmlos, versprochen.« Diesmal lächelte er.


Ich brachte ein Nicken zustande. Aber, hey, ich sollte bald etwas erwidern. Bloß was? Er wartete auf meine Antwort.


»Hübsch«, stieß ich nervös hervor. Himmel, wie bescheuert klang das denn! Er zog eine Augenbraue nach oben, und seine Lippen verzogen sich zu einem Schmunzeln. O nein. »Die Tätowierungen! Sie sind hübsch. Farbenfroh. Äh … Ich …« Wunderbar, ich klang wie ein Volltrottel. Na, daran ließ sich jetzt auch nichts mehr ändern. Ich schloss die Augen, damit ich nicht sehen musste, wie er mich ansah, und holte tief Luft. »Ich bin nicht gut darin, mit Menschen zu reden – ob jetzt mit Jungs oder überhaupt mit Leuten, egal.« Hallo? Hatte ich ihm das wirklich gerade gestanden?
Warum verschwand er nicht einfach, und wir strichen diesen Augenblick schleunigst aus unserer Erinnerung?


Ich zwang mich, die Augen aufzuschlagen, und erwischte ihn dabei, wie er mich – noch immer grinsend – musterte. Der musste doch garantiert denken, dass bei mir eine Schraube locker saß. Ich konnte nur hoffen, dass er jemanden besuchte und nicht selbst hier im Haus wohnte. Noch einmal wollte ich ihm auf keinen Fall begegnen!
Er hob die Daumenkuppe an seine Unterlippe und biss leicht hinein, bevor er prustend den Kopf schüttelte. »Ich glaube nicht, dass mir schon mal jemand wie du über den Weg gelaufen ist«, sagte er und ließ die Hand wieder sinken.


Das glaubte ich ihm sofort.


»Krit, Alter!«, rief eine männliche Stimme aus dem, wie ich annahm, ersten Stock. »In einer halben Stunde müssen wir im Club sein. Also schwing dich unter die Dusche, verdammt, und zieh dich um!«


»Scheiße!« Er zog sein Handy aus der Hosentasche und warf einen Blick darauf. »Ich muss los. Bis demnächst, meine kleine Tänzerin!« Noch ein Augenzwinkern in meine Richtung und er war weg.


Seine kleine Tänzerin? O Mann! Ich schlug beide Hände vors Gesicht. Er hatte mitbekommen, wie ich mich eben vollkommen idiotisch im Kreis gedreht hatte. Hoffentlich sah ich ihn niemals wieder! Ich wollte einfach nur in Ruhe leben, ganz ohne die Blicke von anderen. Das Leben, in dem Menschen tuschelnd zusammenrückten und lachend zu mir herübersahen, lag doch gerade erst hinter mir! Ich wollte niemandem Munition liefern, sich auf meine Kosten zu amüsieren. War es denn wirklich so schwer, sich unsichtbar zu machen?


Nein, ist es nicht, außer du versuchst, dich mit fremden Typen zu unterhalten, du Genie, dachte ich bei mir.


Ich ging schnell zur Tür und schloss sie ab. Das nächste Mal würde ich sie zuerst fest zuschlagen, bevor ich mich in meiner Wohnung wieder zu einer kleinen Tanzeinlage hinreißen ließ.

Abbi Glines

Über Abbi Glines

Biografie

Abbi Glines, 1977 in Birmingham/Alabama geboren, schrieb zahlreiche Fantasy- und Jugendbücher, bevor ihr mit ihren New-Adult-Romanen der internationale Durchbruch gelang. Heute lebt die erfolgreiche Bestsellerautorin mit ihrem Mann und vier Kindern in Fairhope/Alabama.

Fragen und Antworten zu Abbi Glines
Sie haben Fragen zum Autor? Wir haben das Wichtigste für Sie zusammengefasst.
Gibt es ähnliche Bücher wie die Romane von Abbi Glines?
Wenn Ihnen die Bücher von Abbi Glines gefallen, dann empfehlen wir Ihnen folgende Autoren: Jamie McGuire, J. Lynn oder Elle Kennedy.
Welche Neuerscheinungen gibt es von Abbi Glines?
2017 ist dieses neue Buch von Abbi Glines erschienen: »Unter the Lights - Gunnar und Willa«. 2018 erscheint der 3. Band in dieser Reihe »Field Party«.
Welche Buchreihen gibt es von Abbi Glines?
Bei Piper erschienen sind: - Sea Breeze - Rosemare Beach - Vincent Boys - Field Party

Kommentare zum Buch

Badboy meets Goodgirl
Isabelle P. am 13.12.2015

Inhalt: Blythe ist ein Waisenkind und lebt bei Pfarrer Williams und seiner Frau. Blythe hat eine schmerzhafte Vergangenheit hinter sich und will jetzt endlich anfangen zu leben und sich ein neues Leben aufbauen. So zieht sie in eine andere Stadt, wo sie niemand kennt. Dort trifft sie auf ihren Nachbarn Krit, welcher sie nervös macht. Krit singt in eine bekannten Band und ist ein echter Womanizer. Doch bei Blythe ist er ein netter Kerl. Die Beiden freunden sich an und lernen sich immer besser kennen. Blythe und Krit haben aber nicht damit gerechnet, das sie von ihrer Vergangenheit eingeholt werden. Denn nicht nur Blythe hat finstere Dämonen, sondern Krit auch. Werden sie es schaffen gemeinsam glücklich zu sein?   Meine Meinung: Ich bin begeistert. Ich habe mich in den ersten Seiten schon in Blythe verliebt. Sie ist so süß und unschuldig, das man sie nur noch beschützen möchte. Blythe sucht die Fehler immer bei sich und nie bei anderen. Das ist meiner Meinung nach eine bemerkenswerte Eigenschaft (doch sollte sie nicht immer die Schuld bei sich suchen). Krit passt perfekt zu Blythe, denn er zeigt ihr, wie man Spaß hat im Leben hat und was es bedeutet, Freunde zu haben. Krit holt Blythe aus ihrer Wohnung raus und zeigt ihr die Sonnenseiten des Lebens. Aber auch Blythe hilft Krit seine Dämonen zu bekämpfen und wie man liebt. Ich fand es so süß, wie Krit versuchte Blythe ein guter Freund zu sein und nicht mehr als nur ein guter Freund zu sein. Mir hat die Wandlung von Blythe in den Buch sehr gut gefallen und ich liebe das Ende des Buches. Wieder einmal hat mir der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen und sie hat mich wieder einmal gefesselt. Ich kann das Buch jeden Sea Breeze Anhänger und auch allen Romantikern, nur ans Herz legen.   Mein Blog: morethanthousandbooks.wordpress.com/2015/12/13/bad-for-you-krit-und-blythe/

Fortsetzung
Victoria am 10.11.2015

Liebe E. K., wie auch bei den Vorgängerbänden ist die Geschichte um Krit und Blythe mit diesem Band erst mal abgeschlossen. Liebe Grüße Victoria aus dem Piper Verlag

Eine wundervolle Geschichte
E.K am 09.11.2015

Ich liebe diese Geschichte!!! Krit und Blythe sind wie Feuer und Eis so verschieden aber doch so gleich. Ich war sehr traurig das die Geschichte so schnell vorbei war. Wird es denn noch einen zweiten Teil mit Krit und Blythe geben? Ich hoffe es!!!!

Abbi Glines schickt ihre Leser jedes Mal wieder auf eine ganz besondere Reise
Blonderschatten's Welt der Bücher am 01.11.2015

Cover:   Ein Cover, wie es meinem Bild der Protagonisten von Krit und Blythe entspricht. Die Frau wirkt aufgrund ihrer Körperhaltung und des abgewandten Gesichts schüchtern und unsicher, während der Mann gerade aufgerichtet vor ihr steht und ihr mit seinen Armen einen schützenden Raum bietet. Der muskulöse Körper ist auch durch das Shirt gut erkennbar und der Arm lässt noch das Stück eines Tattoos erahnen. Wieder einmal ein Traum von einem Cover für ebenso eine traumhafte Geschichte.     Meinung:   Krit und Blythe sind zwei Kontroverse die einen gemeinsamen Nenner haben, denn beide haben an einer schweren Kindheit zu knabbern.   Während wir nur durch ein paar wenige Einwürfe davon in Kenntnis gesetzt werden, was in Krit in seiner Kindheit wiederfahren ist, ist es Blythe, bei der wir über das gesamte Ausmaß jahrelanger Schikane in Kenntnis gesetzt werden. Schon in frühen Jahren hat sie ihre Mutter verloren und fristet ihr Leben seither bei Pflegeeltern – einem Pastor und seiner Frau. Mitzuerleben, wie ein liebenswerter Mensch wie Blythe von Mrs. Williams derart niedergemacht wird, war schwer zu ertragen. Am liebsten wäre ich der Frau schon gleich zu Beginn der Geschichte ins Gesicht gesprungen.     >>Und danke Gott natürlich auch für deine Gesundheit. Selbst wenn du ausnehmend hässlich bist und sicher nie eine Schönheit aus dir wird, solltest du dafür dankbar sein, dass du lebst. Und gesund bist. Verdient hast du es nämlich nicht.<<   Wenn man ein Kind in seine Familie aufnimmt, ist es ein nicht zu unterschätzendes Geschenk, wenn dieses kleine Geschöpf einen „Mutter“ nennt, doch ein Kind deshalb zu schlagen und ihm Besitzgier und Eigensucht vorzuwerfen war die Höhe. Doch auch über die Jahre hinweg, erfährt Blythe weitere Demütigungen und wird klein gehalten. Erstaunlich, dass jemand wie sie, der so viel schlechtes erfahren hat, anderen Freundlichkeit und Mitgefühl entgegenbringen kann. Auch in der Schule, außerhalb der Reichweite von Mrs. Williams, hat sie nur wenig zu lachen. Um sich selbst zu schützen hat sie sich so weit wie möglich abgeschottet.   Aufatmen heißt es für die junge Frau, als sie ein Stück Freiheit in Form eines Auto und einer Wohnung geschenkt bekommt. Doch auch dieser neue Lebensabschnitt verläuft nicht wie geplant, denn ihr Nachbar ist der Rockbandsänger Krit. Mit einem holprigen Start, der sogleich seinen exzessiven Lebensstil verdeutlicht, kreuzen sich die Wege der beiden. Durch sie erfährt Krit das erste Mal wie es ist, von einer Frau abgewiesen zu werden. Dass und ihren unschuldig verführerischen Wesenszug weckt seine Neugier.   >>Vor acht Stunden ist Linc an meiner Wohnungstür aufgetaucht und hat mir gesagt, wo du steckst.<< >>Vor acht? Die Fahrt hierher dauert zehn Stunden.<< >>Vor acht<<, wiederholte er. >>Aber es ist eine zehnstündige Fahrt!<< [...] >>Nicht, wenn ein Mann seiner Frau hinterherfährt, dann nicht.<<   Was mit einer Freundschaft beginnt, erwächst für Beide zu einer Zuneigung, die dieses Bündnis überschreitet. Dies ebnet den Weg, dass Krit seine bisherigen Lebensstil überdenkt und seine Prioritäten in eine andere Richtung verlaufen. Nur wenige seiner Gedankengänge geben uns die Möglichkeit, einen Einblick in seine Vergangenheit zu erhalten. Klar ist, dass auch seine Art zu leben, bevor Blythe in sein Leben getreten ist, eine Art Flucht darstellt. Dies wird durch Blythe gehörig auf den Kopf gestellt und das was sie für Gefühle in ihm hervorruft, macht ihm gewaltige Angst.   Geprägt von dem Geschehenen geben sich die beiden den Halt, der bisher an Beständigkeit in ihrem Leben gefehlt hat. Doch schafft die junge Liebe die Hürden, die sich ihnen in den Weg stellen, zu überstehen?       Charaktere:   Blythe hat über Jahre hinweg die sowohl psychischen als auch physischen Angriffe ihrer Pflegemutter aushalten müssen. Sie kämpft mit ihrer Unsicherheit und zieht mit ihrer natürlichen Art die Aufmerksamkeit von Krit auf sich, der ein Feuer in ihr entfacht, welches ganz neue Wesenszüge der braven und unschuldigen Blythe ans Tageslicht bringt.   Krit ist der Sänger einer Rockbänd und erfüllt das Klischee eines exzessiven Lebensstils. Viele Frauen sind bereits in seinem Bett gelandet, für ihn hat der körperliche Akt nichts mit Liebe zu tun, er genießt die Aufmerksamkeit der Frauenwelt in vollen Zügen. Doch mit Blythe ändert sich alles. Nicht nur das sie ihn abweist, sie ist auch sonst anders als alle Frauen denen er bisher begegnet ist.     Schreibstil:   Das gleichbleibende Grundgerüst der Geschichten von Abbi Glines ist ihr Markenzeichen. Wird es deshalb langweilig? Niemals!   Mit jeder weiteren Geschichte, lernen wir neue, tolle Charaktere kennen, die sich mit Leichtigkeit einen Weg in das Herz der Leser bahnen. Ebenso sehr startet man jedes Buch mit einer Vertrautheit, bei der man sich gar nicht erst einfinden muss, es ist wie eine Art nach Hause kommen, denn jedes Mal sehen wir bekannte Charaktere wieder und können ihre Wege weiter verfolgen. Die Verbundenheit der Personen wächst mit jedem weiteren Band, sodass dass Gefühl einer stetig wachsenden Familie entsteht.   Die Autorin gibt ihren Protagonisten die Zeit und den Raum eine sichtbare Entwicklung durchzumachen. Auch hier haben wir wieder die Möglichkeit, die Geschichte aus der Sicht von Krit und Blythe zu betrachten, was dazu beiträgt, schneller einen Zugang zu ihnen aufzubauen und ihre Handlungen nachvollziehen zu können.

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