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Tiger Soul (Tigers 1)

G. A. Aiken
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Roman

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Tiger Soul (Tigers 1) — Inhalt

Actiongeladen, humorvoll und sexy!

Als Tiger-Gestaltwandler ist Finn Malone Streitereien gewohnt. Doch er ahnt nicht, was ihn erwartet, als er mit seinen Brüdern einige Honigdachs-Gestaltwandlerinnen aus einem Kampf rettet. Die Honigdachs-Ladys quartieren sich kurzerhand ins Haus der Malones ein, und nur wenig später erkennt Finn sein Zuhause kaum wieder: Die Honigdachse übernehmen die Kontrolle über den Fernseher, verputzen Finns Essen, schlafen auf seinem Sofa … Hieß es nicht immer, Honigdachse seien brutal und rachsüchtig? Von anhänglich und häuslich war nie die Rede. Und wie schaffen sie es, dabei so unglaublich sexy zu sein?

€ 13,00 [D], € 13,40 [A]
Erschienen am 30.06.2022
Übersetzt von: Michaela Link
448 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-28271-0
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€ 9,99 [D], € 9,99 [A]
Erschienen am 30.06.2022
Übersetzt von: Michaela Link
448 Seiten, WMePub
EAN 978-3-492-60091-0
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Leseprobe zu „Tiger Soul (Tigers 1)“

Prolog


„He. He, Kleine.“

Wieder ruckte der Sitz nach vorn, und Mads Galendotter tat, was sie während der letzten zehn Minuten getan hatte: Sie konzentrierte sich auf den weiß-rot-blauen Basketball in ihren Händen.

Dies war ihr erster Tag an der Junior High. Später stand noch ein Probespiel für die Basketballmannschaft der Schule an. Sie wusste, dass sie gut genug war, um in die Mannschaft zu kommen, aber zwischen jetzt und dem Probespiel direkt nach der Schule durfte nichts passieren. Sie hatte nicht vor, es zu vermasseln, indem sie sich auf irgendeinen [...]

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Prolog


„He. He, Kleine.“

Wieder ruckte der Sitz nach vorn, und Mads Galendotter tat, was sie während der letzten zehn Minuten getan hatte: Sie konzentrierte sich auf den weiß-rot-blauen Basketball in ihren Händen.

Dies war ihr erster Tag an der Junior High. Später stand noch ein Probespiel für die Basketballmannschaft der Schule an. Sie wusste, dass sie gut genug war, um in die Mannschaft zu kommen, aber zwischen jetzt und dem Probespiel direkt nach der Schule durfte nichts passieren. Sie hatte nicht vor, es zu vermasseln, indem sie sich auf irgendeinen Mist einließ. Auch wenn das genau das war, was ihre Cousinen sich von ihr erhofften.

Sie wussten wirklich, wie sie sie ärgern konnten.

Sie waren zwei Jahre älter als Mads und schon in der neunten Klasse. Von Rechts wegen sollten sie im Bus ganz hinten bei den Neuntklässlern sitzen und die Nerds tyrannisieren wie alle anderen. Aber ihre Cousinen hassten sie ebenso sehr, wie Mads sie hasste. Also hatten sie sich auf den Sitz direkt hinter ihr fallen lassen, und dann war diese arme Kleine auf die Idee gekommen, sich direkt neben Mads zu setzen. Jetzt schikanierten ihre Cousinen anstelle von Mads die Kleine. Denn sie wussten, dass das Mads mehr stören würde, als wenn sie sie direkt in die Mangel nahmen. Verdammt, sie war es gewöhnt, dass sie sie schikanierten, schließlich war sie von Geburt an von ihnen gepiesackt worden. Es ging das Gerücht, dass die beiden, als Mads noch ein Baby war, versucht hatten, sie mithilfe einer streunenden Katze zu ersticken. Wenn ihre Urgroßmutter nicht hereingekommen wäre und sie dabei erwischt hätte, wie sie Mads das kreischende Tier aufs Gesicht drückten …

Also ja, sie war innerlich darauf gefasst, dass ihre Cousinen ihr das gesamte Schuljahr zur Hölle machen würden, bis sie endlich auf die Highschool einige Blocks entfernt wechselten. Aber jetzt hatten sie ein neues Opfer gefunden, das sie quälen konnten. Die arme Kleine neben ihr. Sie war ein süßes Ding – Asiatin, mit Zöpfen und einer richtigen Brotdose. Ihre Eltern hatten ihr kein Mittagessen in einer braunen Papiertüte gegeben wie die anderen Eltern der Junior-High-Schüler. Oder Geld fürs Mittagessen. Schlimmer noch, auf ihrer Brotdose prangte Barbie. Barbie! Sie hätte ebenso gut eine Zielscheibe auf dem Rücken haben können.

„He, Kleine!“ Mads’ Cousinen, die Zwillinge waren, stießen noch einmal gegen den Sitz, bevor sie gegen die Rückenlehne traten.

Sowohl Mads als auch die Kleine wurden nach vorn geschleudert.

Mads holte tief Luft. Sie konnte solche Sachen eine Ewigkeit aushalten. Den ganzen Weg bis zum Schultor. Aber wenn sie der Kleinen ins Gesicht sah, würde sie jetzt wahrscheinlich Tränen in ihren Augen aufsteigen sehen. Verdammt, inzwischen konnten der armen Kleinen diese Tränen durchaus bereits lautlos über die Wangen laufen.

Sie sah sich im Bus um. Die anderen waren damit beschäftigt, sich zu unterhalten, die Nerds zu piesacken oder einfach zu beten, dass niemand sie bemerkte. Sie hatten keine Ahnung, was direkt vor ihnen geschah. Zumindest noch nicht. Zumal Mads sich diesen Platz ziemlich weit vorn im Bus ausgesucht hatte in der Hoffnung, dass ihre Cousinen hinten bei den anderen sitzen wollten.

Doch sie waren nicht vollkommen allein.

Nah bei ihnen saßen zwei Mädchen auf der anderen Seite des Mittelgangs. Eine las in einem Buch über Zeitmanagement. Die andere, ebenfalls Asiatin, die viel zu alt schien, um noch in der Junior High zu sein, schaute aus dem Fenster. Auf dem Platz vor ihnen hatte sich ein drittes Mädchen mit langem braunem Haar niedergelassen. Sie saß allein dort, sodass sie sich mit dem Rücken ans Fenster lehnen und die Füße auf den Sitz legen konnte. Sie blätterte in einer Ausgabe der Vanity Fair.

Und es hatte definitiv keinen Sinn, mit der Busfahrerin zu reden. Nicht den geringsten. Mads würde sich gar nicht erst die Mühe machen.

Was bedeutete, dass niemand ihre Cousinen davon abhalten würde, die arme Kleine, die neben ihr saß, zu peinigen, und bis zur Schule war es noch ein ganzes Stück. Ihren Cousinen blieb mehr als genug Zeit, um diesem bedauernswerten Mädchen jahrelangen Therapiebedarf in der Zukunft zu verschaffen.

Wieder ruckte der Sitz nach vorn.

„He, Kleine. Wie heißt du? Sag uns wenigstens das.“

„Ja, genau. Komm schon. Wir wollen einfach nur nett zu dir sein.“

Außerstande, es noch länger zu ertragen – denn ihre Cousinen waren nie „einfach nur nett“ –, sah Mads die Zwillinge schließlich über ihre Schulter an und sagte mit so viel Gelassenheit, wie sie aufbringen konnte: „Lasst sie in Ruhe.“

Vier kalte braune Augen richteten sich auf Mads.

„Hast du etwas gesagt, Cousine?“ Das kam von Tilda. Sie redete mehr als Gella. Sie redete und Gella schlug zu, eine Partnerschaft, die für beide gut funktionierte.

Es hatte jetzt keinen Sinn mehr, einen Rückzieher zu machen. Zeichen von Schwäche bedeuteten nur, dass sie ihr umso mehr zusetzen würden. Ihre Cousinen knöpften sich immer die Schwächsten vor. Sie konnten nicht anders. Es war eine Instinktsache.

„Ich habe gesagt, ihr sollt sie in Ruhe lassen.“

Gella kicherte und Tilda fragte: „Oder was?“

„Oder ich reiße euch das Gesicht herunter.“ Auch diese Antwort war Instinktsache. Jedenfalls für Mads.

Gella bewegte sich ruckartig nach vorn, bereit, sich auf Mads zu stürzen, und Mads war schon fast auf den Füßen, als das Mädchen neben ihr herumwirbelte, sich auf ihren Sitz kniete und Tilda und Gella lieb anlächelte. Sie legte ihre Barbie-Brotdose oben auf die Rückenlehne ihres Sitzes.

Es war eine derart seltsame Entwicklung der Situation, dass Mads sofort aufhörte, sich zu bewegen, und Tilda ihre Zwillingsschwester Gella mit dem Arm zurückhielt.

„Hallo!“, sagte die Kleine mit dem lieben Lächeln. „Ich bin Max.“

Mads’ Cousinen glotzten sie nur an, vollkommen verwirrt von dem, was gerade geschah.

Die ganze Sache war so merkwürdig, dass selbst die drei Mädchen auf der anderen Seite des Mittelgangs sie jetzt beobachteten.

„Wenn ich Geld fürs Mittagessen mithätte, würde ich es euch geben“, fuhr Max fort, „doch ich bin arm. Aber ich kann euch mein Mittagessen geben.“

„Aus deiner kleinen Barbie-Lunchbox da?“, neckte Gella sie grausam.

„Es ist wirklich gut. Es ist mein allerliebstes Lieblingsessen auf der ganzen Welt.“

Gott, dieses arme Kind! Sie war so unschuldig. Ein perfektes Opfer. Mads wusste, dass ihre Cousinen sich nicht mit dem Thunfisch-Sandwich und dem Snickers-Riegel der Kleinen zufriedengeben würden. Die wollten Blut sehen. Aber während Mads der Unterhaltung zwischen ihren Cousinen und dem Mädchen lauschte, sprang ihr „anderes Gehör“ an. Es war das Gehör, welches ihre Urgroßmutter ihr „echtes“ Gehör nannte. „Das Gehör, das dich all den kleinen vollmenschlichen Bastarden, die du täglich von früh bis spät um dich hast, überlegen macht“, wie sie zu sagen pflegte. Mads nahm ein Geräusch wahr. Ein Geräusch, das aus der Barbie-Brotdose der Kleinen kam. Etwas kratzte gegen das Metall dessen, wovon Mads jetzt klar wurde, dass es eine alte metallene Brotdose war. Eine haltbarere Brotdose als die Dinger aus Plastik, die heutzutage hergestellt wurden.

„Meine Mom gibt mir immer die besten Sachen mit“, versprach die Kleine Mads’ fiesen Cousinen.

Max öffnete die Brotdose und schob die Hand hinein. Mads sah sich erneut im Bus um. Die Einzigen, die sie beachteten, waren die drei Mädchen von der anderen Gangseite.

Als Mads den Blick endlich wieder auf die Kleine richtete, zog diese die Hand heraus. Sie hatte etwas in ihrer geschlossenen Faust, und als Tilda sich mit offenem Mund vorbeugte, um zu sehen, was die Kleine herausgeholt hatte, schob diese Tilda etwas Bräunliches, das sich bewegte, zwischen die Lippen.

Sie versuchte zu schreien, aber die Kleine legte die Hand auf Tildas Gesicht und hielt ihr den Mund zu.

Tildas Augen weiteten sich vor Panik, und sie kratzte und schlug nach der Hand, die sich weiter auf ihr Gesicht presste. Gella gab ein erschrockenes Kichern von sich, während sie versuchte, den Arm des Kindes wegzustoßen, aber die „unschuldige“ Kleine ließ sich nicht beirren.

Mads griff sich die Brotdose und öffnete sie. Darin befanden sich mindestens sieben, vielleicht auch zehn Skorpione. Das Mädchen hatte giftige Skorpione in ihrer Barbie-Brotdose!

Einer der Skorpione krabbelte auf Mads’ Hand. Er stach sie sofort, doch Mads blinzelte nicht einmal. Stattdessen und ohne groß darüber nachzudenken, führte sie die Hand zum Mund und zog das Spinnentier mit der Zunge hinein. Sie war noch dabei, zu kauen und herunterzuschlucken, als ihr klar wurde, dass das ein sehr seltsames Verhalten inmitten eines Busses voller vollmenschlicher Kinder war.

Scheiße.

Alles war dermaßen merkwürdig, dass sie vergessen hatte, auf ihre Umgebung zu achten!

Langsam blickte sie über den Gang zu den drei Mädchen, von denen sie wusste, dass zumindest sie das kleine Drama mitgekriegt hatten, das sich gerade abspielte. Sie schauten immer noch zu, aber jetzt wirkten sie einfach neugierig. Und … und hungrig?

Das Mädchen, das allein saß, sah sich schnell um, bevor sie zu ihnen kam und die Hand in die noch immer von Mads festgehaltene Brotdose steckte, um sich ihren eigenen Skorpion herauszunehmen. Ohne auf die Stiche zu achten, die sie jetzt überall an der Hand trafen, stopfte sie sich den Skorpion in den Mund und kaute darauf herum, als sei er eine geröstete Erdnuss. Sie lächelte und Sekunden später folgten die beiden anderen Mädchen ihrem Beispiel.

Mads sah ihnen schockiert zu. Genau wie Mads waren sie alle gestochen worden. Mehrmals. Aber keins der Mädchen zeigte irgendeine Reaktion. Anders als ihre Cousine. Die wurde inzwischen von Krämpfen geschüttelt, während ihr Schaum aus den Mundwinkeln quoll. Sogar ihre Augen rollten in ihren Höhlen nach hinten, sodass nur noch das Weiß darin zu sehen war.

Und die Kleine? Was tat sie? Sie hielt Tilda immer noch den Mund zu. Ignorierte weiterhin die Boxhiebe und Ohrfeigen sowohl von Tilda als auch von Gella. Und sie lächelte immer noch glücklich.

Mann, Mads würde heute Abend, wenn sie nach Hause ging, eine Abreibung kriegen, aber das war ihr egal. Ausnahmsweise einmal unterhielt sie sich königlich! Wie hätte es auch anders sein können, wenn ihre Cousinen mal diejenigen waren, die eine Abreibung … Huch!

Eine große Hand legte sich Mads um die Kehle und hob sie von ihrem Sitz. Sie verlor beinahe die Kontrolle über die immer noch geöffnete Brotdose, aber eins der anderen Mädchen schnappte sie sich und schloss den Deckel, um die verbliebenen Skorpione darin einzusperren.

Mads und die Kleine wurden von den Zwillingen weggerissen und in den vorderen Teil des Busses getragen.

Mads hatte nicht einmal bemerkt, dass der Bus am Straßenrand gehalten hatte, geschweige denn dass die Busfahrerin zu ihnen gekommen war. Sie hätte es merken müssen. Die Busfahrerin war ihre Tante. Und die Zwillinge waren ihre Jungen. Nicht ihre Lieblinge, aber sie mochte sie trotzdem viel lieber als Mads. Ihre Tante öffnete die Tür und warf Mads und die Kleine aus dem Bus. Kurz darauf flogen auch die Mädchen von der Sitzbank auf der anderen Seite des Mittelgangs heraus. Die Asiatin, die eigentlich aussah, als sei sie zu alt für die Junior High, stieg freiwillig aus. Aus welchem Grund auch immer krümmte Mads’ Tante diesem Mädchen kein Haar, obwohl sie mit zehn Zentimeter hohen Absätzen – Absätzen, die höchst unpassend für eine Schülerin waren, die nur um die dreizehn Jahre alt sein konnte – leichte Beute zu sein schien. Glücklicherweise hatte sie sämtliche Rucksäcke und Lunchtüten aller Mädchen mitgebracht und sogar Mads’ Basketball. Eine nette Geste, die Mads zu schätzen wusste.

Der Bus fuhr an und holperte davon, und die fünf Mädchen blieben auf dem Gehsteig zurück, ihre Sachen zu ihren Füßen.

„Ich liebe es, die neuen Busfahrer einzuarbeiten!“, verkündete die Kleine schließlich mit einem breiten Lächeln und warf die Arme hoch, als habe sie tatsächlich etwas gewonnen.

„Weiß sie, dass das nächste Krankenhaus in der anderen Richtung liegt?“, fragte das Mädchen mit dem langen Haar.

Mads schüttelte den Kopf. „Sie bringt sie nicht ins Krankenhaus. Sie hat andere Töchter, die sie lieber mag. Wenn sie es also nicht schaffen“, Mads zuckte die Achseln. „wird sie darüber hinwegkommen.“

Max wischte ihre Besorgnis – sofern welche vorhanden war – mit einer Handbewegung beiseite. „Was für Heulsusen! Die Skorpione sind nicht einmal besonders giftig. Ich habe schon viel gefährlichere gegessen.“

„Centruroides sculpturatus“, stellte das Mädchen, das gelesen hatte, klar, und als alle anderen sie anstarrten, fügte sie nur hinzu: „Borkenskorpion aus Arizona. Zu dieser Art gehören sie. Giftig, aber für eine gesunde, heranwachsende Hyäne wahrscheinlich nicht tödlich.“ Sie hielt einen Moment lang inne, bevor sie auf die Armbanduhr an ihrem Handgelenk zeigte und verkündete: „Wir werden zu spät kommen.“

„Ist das eine Minnie-Mouse-Uhr?“, wollte Mads wissen.

Das Mädchen bedeckte die Uhr schnell mit ihrer freien Hand. „Noch, aber ich spare auf eine viel bessere.“

„Wohin kommen wir zu spät?“, fragte Max.

„In die Schule.“

„Bereitet dir das große Sorgen?“

„Es macht mich immer sehr nervös, mich zu verspäten“, erklärte die Leserin. „Ich komme nicht gern zu spät.“

Die Kleine zuckte die Achseln. „Ich mag die Schule nicht. Wir sollten schwänzen! Wir wär’s mit dem Einkaufszentrum?“

„Meinst du nicht, wir fallen auf im Einkaufszentrum?“

„Wir können ja sagen, dass wir zu Hause unterrichtet werden.“

„Ich schwänze nicht“, teilte Mads ihnen mit. „Ich habe heute ein Probespiel für die Basketballmannschaft. Das will ich nicht versäumen.“

„Wie weit ist es denn noch bis zur Schule?“, fragte die andere Asiatin. „Ich habe nicht die richtigen Schuhe an.“

„Wie alt bist du eigentlich?“ Mads musste einfach fragen.

„Dreizehn.“

„Wirklich? Du siehst aus wie dreiundzwanzig.“

„Oh.“ Sie lächelte liebenswürdig. „Vielen Dank.“

„Wenn wir rechtzeitig in der Schule sein wollen, müssen wir los“, drängte die Leserin und tippte wiederholt auf ihre Armbanduhr. Es wirkte fast ein wenig zwanghaft.

„Wir haben noch, äh, zwanzig Minuten Zeit bis zum Unterrichtsbeginn.“

„Unterwegs kann noch alles Mögliche passieren. Alles Mögliche.“ Sie beugte sich vor. „Alles.“

„Was ist mit der Busfahrerin?“, fragte die mit dem langen Haar.

„Was soll mit ihr sein?“, gab Max zurück.

„Du hast immerhin ihre Kinder vergiftet.“

„Nur eins.“

„Sie wird schon nichts sagen“, versicherte Mads ihnen. „Es wäre zu schwer zu erklären, warum ihr Kind eine große Utah-Tarantel überlebt hat.“

„Einen Borkenskorpion aus Arizona.“

„Wir gehen zur Schule“, fuhr Mads fort, ohne die nervige Verbesserung der Leserin zu beachten, „und werden so tun, als sei nichts passiert.“

„Perfekt!“, jubelte Max. „Solange meine Schwester nichts erfährt von diesem … Shit!“ Sie senkte den Blick. „Shit, Shit, Shit, Shit, Shit!“

„Was?“, fragte Mads. Sie hatte das Gefühl, als würde ihnen das schlimmste Erlebnis aller Zeiten drohen. Denn dies war das erste Mal, dass die Kleine in ihrer Gegenwart besorgt wirkte.

„Sagt mir eure Namen“, befahl sie. „Schnell.“

„Ich bin Mads.“

„Emily“, stellte die Leserin sich vor. „Aber meine Familie nennt mich Tock.“

„Cass. Künftiger Star auf Bühne und Leinw…“

„Ja, schon gut, schon gut. Was ist mit dir, Supermodel?“

„Gong Zhao. Aus Hongkong.“ Als Max nur das Gesicht verzog und den Kopf schüttelte, als sei sie völlig verwirrt über diesen einfachen asiatischen Namen, verdrehte das Supermodel die Augen und seufzte. „Diese Amerikaner. Nenn mich einfach Nelle.“

„Warum?“

„Weil ich es sage. Und Nelle schreibt man mit zwei e. N-e-l-l-e. Kapiert?“

„Schön. Meinetwegen.“

Max zwang sich zu einem breiten Lächeln und drehte sich um, als ein sehr altes, sehr zerbeultes Cabrio tuckernd vor ihnen am Straßenrand anhielt. Der Wagen war vollgestopft mit älteren Mädchen. Es waren Mädchen aller Ethnien, aber Mads wusste aufgrund des Geruchs, dass sie alle derselben Spezies angehörten. Wölfe. Ein schwarzes Mädchen saß verbotenerweise auf der Rückenlehne der Rückbank – wie war es möglich, dass niemand sie angehalten hatte? – und sah Max mehrere Sekunden lang durchdringend an.

„Hey!“, rief Max.

Das Mädchen antwortete nicht. Stattdessen kletterte sie um die Jugendlichen herum, die sich verbotenerweise in dem Auto stapelten, und sprang heraus. Sie war größer als Max, breiter, und bewegte sich wie eine Wölfin, wie ein Raubtier auf der Pirsch. Obwohl sie tatsächlich ein wenig anders roch. Also schon wie eine Hundeartige, aber gleichzeitig auch nicht.

„Was machst du hier, Max?“

„Ich hänge nur ein bisschen mit meinen Freundinnen ab“, antwortete Max geschmeidig.

Das Mädchen baute sich vor ihr auf. „Du hast keine Freundinnen.“

„Autsch“, sagte Cass.

„Also, was hast du angestellt?“, drängte die Jugendliche. „Wen hast du verärgert? Werde ich einen Anruf bekommen? Wird Pop einen Anruf bekommen?“

„Nein.“

Was als Nächstes aus dem älteren Teenager heraussprudelte, war eine panische, fast hysterische Erklärung. „Denn wenn Pop einen Anruf bekommt, wird mich das wirklich aufregen. Es ist ohnehin schon so viel los, und Stevie ist jetzt schon gestresst. Ich musste sie heute Morgen beruhigen, weil sie sich Sorgen wegen der Zulassungstests für die Uni macht, keine Ahnung, warum. Uns allen ist klar, dass sie überragend abschneiden wird, aber du weißt ja, wie Stevie ist, also wenn sie dich bereits rausgeworfen haben …“

„Würdest du bitte damit aufhören! Es ist alles in Ordnung! Wir hängen nur ein bisschen zusammen rum. Ich … und meine Freundinnen.“

Mit zusammengekniffenen Augen lehnte sie sich zurück und musterte Max. „Du und deine Freundinnen?“

„Ja. Ich habe jetzt Freundinnen. Ich bin schließlich auf der Junior High.“

„Welche Art von Freundinnen?“

„Freundinnen eben.“

„Welche Art von Freundinnen, Max?“

Sie zuckte die Achseln. Seufzte. „Honigdachse.“

„Honigdachse. Du hast es geschafft, in dieser Stadt eine Gruppe von Honigdachsen zu finden?“

„Es ist keine Gruppe. Wir saßen nur zufällig im selben Bus.“

„Das kommt mir ziemlich unwahrscheinlich vor.“

„Du lässt es so klingen, als hätte ich das eingefädelt! Ich bin dreizehn! Nicht einmal ich könnte etwas Derartiges arrangieren. Das ist einfach …“

„Glück? Wir sind MacKilligans. Wir haben kein Glück.“

„Ich schon. Und ich habe Freundinnen gefunden, die mich verstehen.“

„Du meinst Freundinnen, die dich in Schwierigkeiten bringen werden.“

„Nein. Sie werden mich nicht in Schwierigkeiten bringen! Ich habe es dir doch schon gestern Abend versprochen, keine Probleme mehr.“

„Hast du Skorpione mit in die Schule genommen?“

„Nein.“

„Wo sind sie denn? Nur für den Fall des Falles habe ich unter deinem Bett nachgesehen, und da waren sie nicht.“

„Ich habe gefrühstückt.“

Mads brauchte eine Sekunde, denn sie sahen sich wirklich nicht ähnlich, aber ihr wurde klar, dass diese Jugendliche die Schwester war, von der Max geredet hatte. Ihre Schwester. Sie waren auch keine Stiefschwestern. Halbschwestern vielleicht, aber definitiv blutsverwandt. Sie hatten die gleichen Schultern. Wie Fullbacks der Detroit Lions.

Die Jugendliche schaute zu Max’ „Honigdachs-Freundinnen“, und das war der Moment, in dem Mads sah, dass Cass die Brotdose mit Max’ restlichen Skorpionen hinter ihrem Rücken versteckte. Sie hätte angesichts dieser Aktion beinahe verwirrt die Stirn gerunzelt. Warum schützte Cass dieses Mädchen? Okay, sie waren alle Honigdachse – na ja, Mads war nur zur Hälfte Honigdachs –, aber sie kannten sich kaum. Warum sollten sie sich in dieses ganze Drama verwickeln lassen?

„Also, ihr kennt euch gut?“, fragte Max’ Schwester.

„Gut genug.“

„Wie heißen sie denn, deine Freundinnen?“, hakte die Jugendliche nach. Es war wie in einem Verhör.

Max deutete nacheinander auf jede Einzelne von ihnen und erinnerte sich korrekt an ihre Namen: „Emily, aber wir nennen sie Tock. Cass. Mads. Nelle. Mit zwei e.“

„Aha.“

Die Jugendliche öffnete einen x-beliebigen Rucksack, der sich als der von Tock erwies, und überprüfte ihre Notizhefte. Sie waren vollkommen leer, daher filzte sie ihr Portemonnaie. Es war schwarz und hatte einen Klettverschluss. Darin befanden sich mehrere Ausweise. Sie fand außerdem mehrere Pässe für verschiedene Länder. Mit einer hochgezogenen Braue wandte sie sich langsam Tock zu. Tock zuckte lediglich die Achseln und fragte: „Was?“

Das Mädchen steckte alles zurück ins Portemonnaie, stand auf und reichte Tock ihren Rucksack.

„Also, was habt ihr, du und deine keinen Ärger machenden Freundinnen, für heute geplant?“, fragte sie. Aber bevor Max mit irgendeiner Lüge antworten konnte, zeigte ihre Schwester mit dem Finger auf Mads. „Sag du es mir.“

Mads blinzelte und antwortete einfach mit der Wahrheit. „Basketball-Probespiel. Heute nach der Schule. Das ist mein Plan.“

„Unser Plan.“

Die Jugendliche ließ den Blick auf ihrer Schwester ruhen. „Siehst du? Du gehst immer zu weit, Max MacKilligan. Denn nicht einmal Stevie würde dir diesen Bullshit abkaufen.“

„Es ist aber wahr.“

„Du? Du erwartest, dass ich glaube, dass du dich um einen Platz in einer Basketballmannschaft bemühst? Du?“

„Warum sagst du das so? Ich kann Basketball spielen.“

„Zunächst einmal bist du ein Zwerg. Und zweitens hasst du Mannschaftssport. Du hasst jeden Sport. Und als Stevie dir mal einen Tennisball zugeworfen hat, hast du ihn zu ihr zurückgeschmettert und damit gedroht, dass sie sämtliche Zähne loswürde, sollte sie je wieder einen Ball in deine Richtung zuwerfen.“

„Sie hat mir diesen Ball hingepfeffert …“

„Das war ein Wurf.“

„Und sie hat angefangen. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass ich Mannschaftssport nicht mag. Ich brenne darauf, ein Mannschaftssportmädchen zu werden. In der wunderbaren Welt des … ähm …“

„Basketballs“, ergänzte Mads.

„Richtig! Des Basketballs.“

„Nenn mir den Namen eines einzigen Basketballspielers“, stellte ihre Schwester sie auf die Probe. „Irgendeines Basketballspielers.“

Mads, die ihr helfen wollte, solange Max’ Schwester ihr den Rücken zuwandte, hob ein Bein und deutete auf ihren Fuß. Genauer, auf die Nike Air Jordans, die sie trug. Jeder kannte Michael Jordan, oder etwa nicht? Selbst Leute, die nichts über Basketball wussten, kannten diesen Mann. Mads hatte keine Ahnung, warum sie der kleinen Lügnerin zu helfen versuchte, aber jetzt steckte sie genauso tief drin wie Cass, die noch immer die bescheuerte Brotdose hinter ihrem Rücken versteckte.

Und sogar die anderen versuchten jetzt, ihr zu helfen, indem sie auf Mads’ Jordans zeigten und mit den Lippen wieder und wieder den Namen Michael Jordan formten.

Aber der verwirrte Blick auf Max’ Gesicht verriet Mads, dass das Mädchen keine Ahnung hatte, um wen es ging.

Ihre Schwester verdrehte übertrieben die Augen und wandte sich ab, als die Kleine plötzlich mit „James!“ herausplatzte.

Ihre Schwester drehte sich um und wartete ab.

„Ähm … La … LaBronnie James.“

„Wer?“

„LeBron James“, korrigierte Mads sie. „Aber nah genug dran.“ Als der Teenager sie anstarrte, ließ sie ihr immer noch erhobenes Bein sinken und sagte: „Er spielt bei den Cleveland Cavaliers. Ein ganz anständiger Rookie.“

Zumindest für einen vollmenschlichen Kerl.

„Siehst du, Charlie?“ Max schubste ihre Schwester mit einem breiten Lächeln. „Ich liebe Basketball.“

„Wunderbar!“ Das ältere Mädchen schubste zurück. „Dann sehen wir uns heute Nachmittag. Beim Probespiel. Ich kann es gar nicht erwarten zu sehen, wie ihr euch alle um einen Platz in der Mannschaft bemüht!“

Ohne ein weiteres Wort stieg Max’ Schwester wieder in das überfüllte Cabrio, lächelte, winkte noch einmal und gab dem Mädchen hinter dem Steuer ein Zeichen loszufahren.

Sobald sie weit genug entfernt waren, warf Tock frustriert die Arme in die Luft. „Warum muss ich zum Probespiel? Ich will nicht Basketball spielen!“

„Du musst mitkommen! Sie erwartet uns alle dort“, sagte Max.

„Sie ist schließlich nicht meine Schwester!“ Tock blinzelte, dann fragte sie ein wenig ruhiger: „Sie ist doch deine Schwester, oder?“

„Ja, sie ist meine Schwester. Rassistin!“

Tock presste die Kiefer aufeinander und sah Mads an. Mads musste rasch den Blick abwenden, weil sie sich das Lachen nicht verkneifen konnte. Tock war offenkundig zum Teil schwarz, daher war der Vorwurf ziemlich witzig.

„Und ihr kennt meine Schwester nicht“, fuhr Max fort. „Sie ist verrückt. Wenn wir dort nicht erscheinen, werden wir alle sterben.“

Die Gruppe gaffte Max mehrere Sekunden lang an, dann fragte Cass: „Warum würden wir alle sterben?“

„Ja“, stimmte Nelle ihr zu. „Warum würdest nicht nur du sterben? Du solltest die Einzige sein, die stirbt.“

„Weil sie verrückt ist.“

„Lügst du uns an?“, fragte Tock. „Du scheinst oft zu lügen.“

„Natürlich lüge ich oft. Nur deshalb bin ich noch am Leben. Weil ich lüge.“

„Du lügst deine Schwester an?“

„Ja.“ Sie zuckte die Achseln. „Und die Regierung.“

Mads runzelte die Stirn. „Warum belügst du die Regierung? Du bist dreizehn.“

„Du stellst auf jeden Fall eine Menge Fragen.“

„Eigentlich nicht. Aber es ist mir egal, was ihr tut. Ich werde heute zum Basketball-Probespiel gehen und in die Schulmannschaft kommen. Denn ich werde später mal bei der WNBA spielen.“

„Was ist die WNBA?“, fragte Cass.

Mads machte Anstalten zu gehen. „Es ist traurig, dass du eine Vagina hast.“

„Also bekomme ich keine Pluspunkte, weil ich mich an LaBronnie James erinnert habe?“, fragte Max.

Mads wirbelte herum und brüllte Max ins Gesicht: „Er heißt LeBron!“ Natürlich blinzelte das andere Mädchen nicht einmal. „Sein Name ist LeBron James. Nicht LaBronnie! Wieso kennst du ihn überhaupt? Ich meine, stimmt schon, er stellt die NBA auf den Kopf, aber du bist offensichtlich kein Fan. Du sagst, du liebst Basketball und kamst nicht mal auf Michael Jordan, den wirklich jeder Mensch auf der Welt kennt.“

„Oh, letzte Woche brauchte ich dringend Geld und habe einen Jungen mit brandneuen Sneakers rumlaufen sehen, von denen ich wusste, dass ich sie für einen wirklich hohen Preis würde verkaufen können. Also habe ich ihn erst danach gefragt, und er hat damit angegeben, dass sie LaBron-“ Sie hielt kurz inne, als Mads knurrte, und korrigierte sich. „Dass das LeBron James’ neueste Schuhe seien oder so. Als er sich von seinen Freunden getrennt hatte, habe ich ihn ins Gebüsch gezerrt, ihn verprügelt und ihm seine Schuhe weggenommen.“

Mads schnappte entsetzt nach Luft. „Du hast was getan?“

„Ich brauchte das Geld!“

„Also hast du ein Kind verprügelt?“

„Er war kein Kind. Er war ungefähr siebzehn. Und ich musste mal wieder die Kaution für meinen Vater stellen, aber das darfst du Charlie nicht erzählen, denn wenn sie es herausfindet, dreht sie wieder durch. Doch Stevie war völlig hysterisch. Sie wusste, wenn Charlie herausfinden würde, dass Dad schon wieder im Gefängnis ist, dann würde sie ihn während seiner Haftzeit umbringen lassen.“

Tock verschränkte die Arme vor der Brust. „Deine Schwester würde deinen Vater im Gefängnis umbringen lassen?“

„Sie hat sich ein wenig aufgeregt, als sie herausfand, dass Dad unsere Sozialversicherungsnummern nicht nur benutzt hat, um unsere Identitäten zu stehlen, sondern auch für eine Gaunerei im großen Stil, die ihm zu guter Letzt und typischerweise um die Ohren geflogen ist.“

„War er deshalb im Gefängnis?“

„O nein. Er war im Gefängnis, weil er ein Auto mit einem Baby darin gestohlen hat, das rein zufällig dem Bürgermeister einer Kleinstadt gehört hat. Bedauerlicherweise das Auto und das Baby. Ehrlich, das ist ein ganz gewöhnlicher Tag bei meinem Dad, und normalerweise wäre mir das auch egal. Ich würde ihn im Gefängnis verrotten lassen oder Charlie mit Freuden helfen, einen Burschen anzuheuern, der ihn an den Gitterstäben aufhängt. Beides wäre für mich völlig in Ordnung. Aber Stevie ist wirklich hysterisch geworden, und wenn Stevie hysterisch wird, fängt Charlie an auszuflippen, und wenn sie ausflippt …“

„Okay, okay.“ Mads hob die Hände, die Innenflächen nach außen gedreht. Im Grunde war es eine Kapitulation. „Vergiss, dass ich gefragt habe.“

„Hört zu, ihr schuldet mir nichts. Aber wenn ihr heute Vormittag zum Probespiel kommt …“

„Heute Nachmittag.“

„Wie auch immer. Sie muss mich antreten sehen und sehen, wie ich, ich weiß nicht, einen Ball dribbele oder so. Wenn sie dabei ist, wenn ich ausnahmsweise einmal etwas ganz Normales tue, würde mir das Charlie vielleicht vom Hals schaffen, damit ich durch die nächsten paar Tage komme …“

„Bis du die Giftschlangen rausholst?“, witzelte Mads.

Und da war wieder das breite Grinsen. „Ich habe tatsächlich auf dem Grundstück des Rudels ein paar Waldklapperschlangen gefunden. Wenn ihr Interesse habt, könnt ihr zu einem schönen Honigdachs-Essen vorbeikommen.“

„Sie haben sich wahrscheinlich längst davongeschlängelt“, warnte Tock sie.

„Nein. Sie befinden sich in einer Reisetasche unter meinem Bett.“

Max setzte sich in Bewegung, bis sie endlich zu merken schien, dass die anderen Mädchen nicht direkt hinter ihr waren. Sie blieb stehen, und als sie sich umdrehte, stellte sie fest, dass sie sie wieder einmal alle entsetzt ansahen, weil sie in einem Wolfsrudelhaus eine Tasche mit Giftschlangen unter dem Bett zurückgelassen hatte. Sie breitete die Arme aus und fragte: „Was ist denn jetzt schon wieder?“

Über G. A. Aiken

Biografie

G. A. Aiken ist New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie lebt an der Westküste der USA und genießt dort das sonnige Wetter, das gute Essen und die Aussicht auf attraktive Strandbesucher. Ihre erfolgreichen Erotic-Fantasy-Reihen um die Drachenwandler, „Lions“, „Tigers“, „Honey Badgers“, „Wolf Diaries“,...

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