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Blacksmith Queen

Blacksmith Queen

Roman

Taschenbuch
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Blacksmith Queen — Inhalt

Nach dem Tod des alten Königs tritt eine Prophezeiung in Kraft: Eine Königin soll den Thron übernehmen. Dies ist eine schlechte Nachricht für die Söhne des Königs, die damit aus der Thronfolge ausscheiden. Krieg bricht aus, als die Prinzen versuchen, das Land an sich zu reißen. Für die Waffenschmiedin Keeley Smythe ist der Krieg ein gutes Geschäft – bis sich herausstellt, dass ihre kleine Schwester Beatrix die neue Königin werden soll und Keeley Beatrix vor dem wütenden Adel beschützen muss. Keeley schließt sich mit Kriegern aus einem Bergclan zusammen. Einer der Krieger ist Caid – der nicht nur gut aussieht, sondern auch ein Zentaur ist ...

€ 13,00 [D], € 13,40 [A]
Erscheint am 06.07.2020
Übersetzt von: Michaela Link
416 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-28170-6

Leseprobe zu „Blacksmith Queen“

Prolog

Der große König hatte kaum seinen letzten Atemzug getan, da schlug ein Bruder dem anderen den Kopf ab.

Es ging so schnell, dass ich, der Hüter Seines Wortes, keine Chance hatte zu fliehen. Ich versuchte wegzulaufen, doch die Flure der Burg füllten sich schnell mit kämpfenden Männern und sterbenden Frauen und Kindern. Am Ende versteckte ich mich überall dort, wo sich mir die Möglichkeit bot, doch ich musste stets in Bewegung bleiben, um nicht mein Leben zu verlieren.

Ich hörte die Schreie der Sterbenden, doch ich war nicht mutig genug, um [...]

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Prolog

Der große König hatte kaum seinen letzten Atemzug getan, da schlug ein Bruder dem anderen den Kopf ab.

Es ging so schnell, dass ich, der Hüter Seines Wortes, keine Chance hatte zu fliehen. Ich versuchte wegzulaufen, doch die Flure der Burg füllten sich schnell mit kämpfenden Männern und sterbenden Frauen und Kindern. Am Ende versteckte ich mich überall dort, wo sich mir die Möglichkeit bot, doch ich musste stets in Bewegung bleiben, um nicht mein Leben zu verlieren.

Ich hörte die Schreie der Sterbenden, doch ich war nicht mutig genug, um einzugreifen. Um zu helfen. Denn ich wusste bereits zu viel. Seine Majestät hatte mich vor vielen Jahren genau hiervor gewarnt.

„Wenn ich sterbe“, hatte der König gesagt und mich von seinem Thron aus angesehen, „werden meine Söhne alles in Stücke reißen. Sie werden bei ihrem Versuch, meinen Platz einzunehmen, alles zerstören, was ich aufgebaut habe. Keiner von ihnen wird jedoch des Thrones würdig sein. Kein Einziger.“

Ich wusste nicht, ob das stimmte, denn wer war ich schon? Nur der Hüter Seines Wortes. Ich wusste nicht, ob irgendeiner von ihnen würdig war oder ob sie alle würdig waren. Es war nicht meine Aufgabe, so etwas zu entscheiden.

Ich hatte allerdings keine Ahnung gehabt, dass es sich so zutragen würde. So … schnell.

Die jüngsten Knaben wurden sofort von ihren älteren Geschwistern getötet. In ihren Betten niedergemetzelt, zusammen mit ihren Müttern, die sie zu beschützen versuchten. Es gab keine Gnade für sie.

Die älteren Söhne kämpften gegeneinander, doch nicht alle waren echte Krieger. Die Schwächsten fanden ein schnelles Ende. Alle, die kämpfen konnten, taten ihr Bestes, aber zum Schluss blieben nur fünf Prinzen übrig: Marius der Hasserfüllte, der älteste und am meisten gefürchtete Sohn des Alten Königs; Straton der Verschlinger; Cyrus der Verehrte sowie die Zwillinge – Theodorus und Theotimus –, die zu jung waren, um sich Beinamen verdient zu haben, und trotzdem bereits wegen ihrer Bösartigkeit verabscheut wurden.

Irgendwann sah ich Straton und Cyrus vom Burggelände fliehen: Cyrus nahm so viele Unschuldige wie möglich mit, um sie zu retten. Ich versuchte, nach unten zu gelangen, um mich ihm anzuschließen, doch mir wurde der Weg von kämpfenden Männern versperrt.

Es hieß, Cyrus habe die halbe Armee seines Vaters übernommen, jene Soldaten, die ihm treu ergeben waren, und plane bereits seinen nächsten Angriff auf seine Brüder, während Straton schon eine Armee von Söldnern bereitstehen hatte, die auf ihre Befehle warteten. Im Laufe des Tages waren auch die Zwillinge verschwunden, aber niemand schien zu wissen, wohin, und niemand suchte nach ihnen, außer den übrigen Brüdern vielleicht. Doch die Zwillinge waren – trotz ihrer Fähigkeit zu kämpfen – relativ dumm, und ich war mir sicher, dass niemand sich ihretwegen große Sorgen zu machen brauchte. Selbst wenn sie irgendwann wieder auftauchten, würden sie schnell ausgelöscht werden.

Das bedeutete also, dass die Burg und das Gelände ringsum gegenwärtig von Prinz Marius gehalten wurden, der die andere Hälfte der väterlichen Armee übernommen hatte. Ich konnte ihn durch die Burg ziehen hören, mit der Absicht, alle zu töten, die er nicht für loyal hielt – ihm und nur ihm gegenüber –, oder schlimmer noch, alle, die auch nur die kleinste Chance hatten, durch ihre Abstammung auf den Thron zu gelangen.

Da ich nicht wusste, wie Marius mich einschätzen würde – ich hatte seinem Vater gegenüber stets offen meine Loyalität gezeigt und war ein entfernter Cousin von Marius –, huschte ich in das Gemach des Alten Königs und versteckte mich hinter einer der riesigen Säulen.

Gerade noch rechtzeitig, den Göttern sei gedankt! Denn ein weiterer meiner Cousins kam kurz nach mir in den Raum gerannt. Er war bereits blutüberströmt, doch Marius folgte ihm herein und streckte ihn nieder, indem er dem Mann mit seinem Schwert den Rücken aufschlitzte. Unser Cousin fiel auf den Marmorboden und schluchzte. Voller Verzweiflung.

„Prinz Marius, bitte! Ich bin von Eurem Blut! Bitte!“

Marius sagte nichts zu seinem flehenden Cousin, sondern rammte ihm lediglich seine Klinge in den Rücken, bis zum Herz, ohne sich darum zu scheren, dass der Leichnam des Alten Königs noch immer auf seinem Bett lag.

Ich hielt mir den Mund zu, aus Angst davor aufzuschreien. Ich war nicht fürs Kämpfen geschaffen. Ich war nicht für Krieg geschaffen. Ich war lediglich ein Chronist. Ich hatte Aufzeichnungen über das Leben des Alten Königs gemacht. Aber jeder König wählte seinen eigenen Chronisten, und Marius würde nichts von dem behalten wollen, was einst seinem Vater gehört hatte, außer dem Thron und der Krone.

Marius beendete sein Werk und richtete sich auf. Ich schob mich weiter hinter die Säule und betete, dass er den Raum nicht durchsuchen würde. Aber er ging nicht fort, und da wusste ich, dass er kommen würde. Kommen würde, um mich zu töten.

Doch die Götter mussten meine Gebete erhört haben, denn plötzlich erscholl eine süße Stimme.

„Marius? Wo bist du?“

„Mutter?“

„Ah, da bist du ja!“

Ich spähte wieder um die Säule herum und beobachtete, wie Marius’ Mutter das Gemach des Alten Königs betrat. Maila war die ranghöchste Gefährtin des Alten Königs gewesen, da sie ihm seinen ersten Sohn geboren hatte. Der Alte König hatte nie geheiratet, daher kam Maila in den Augen der Untertanen einer Königinwitwe am nächsten. Und im Gegensatz zu den anderen Gefährtinnen hatte sie auch fast wie eine Königin gelebt, denn wenn der Alte König Gäste empfangen hatte, war immer Maila an seiner Seite gewesen. Das bedeutete auch, dass sie jede Menge Gold und Juwelen besaß und sich jederzeit alles kaufen konnte, was ihr gefiel. Ihre Gewänder waren die schönsten und prachtvollsten, ihr Haar war stets kunstvoll frisiert. Außerdem war es Maila gelungen, sich ihre Schönheit zu erhalten.

»Mutter, was tust du hier? Du solltest in Sicherheit sein, in …«

Ein weiterer Cousin kam in den Raum gerannt und schwang seinen Streitkolben. Maila duckte sich schnell und Marius fing den Schlag mit seinem Schwert ab, bevor er dem Mann einen Dolch in den Bauch rammte. Wieder und wieder, bevor er ihm obendrein die Kehle aufschlitzte.

„Mutter, du musst zu meinen Soldaten zurückkehren. Sie werden dich beschützen.“

„Ich muss mit dir sprechen, und das kann nicht warten. Außerdem sind die meisten deiner Brüder entweder tot oder geflohen. Die Burg ist unser.“

»Trotzdem wäre mir wohler, wenn …«

In diesem Moment stürzte ein schreiender Soldat in den Raum, das Schwert hoch über dem Kopf erhoben, um Prinz Marius anzugreifen. Der Soldat trug die Farben von Prinz Cyrus und war bereit, für den Mann zu sterben, von dem er hoffte, dass er König werden würde.

Marius schwang abermals seine Waffen, doch Maila hob die Hand, um ihn aufzuhalten, und einige Sekunden später blieb der Soldat wie angewurzelt stehen, sein Schwert immer noch erhoben. Er hustete, dann schoss ihm Blut über die Lippen. Maila stieß ein kleines Lachen aus und hielt sich den Mund zu, als der Soldat zu Boden stürzte – tot.

„Mutter, was hast du getan?“

„Ich habe den Brunnen der Soldaten vergiftet. Oh, sieh mich nicht so an“, beklagte sie sich. „Wir wussten beide, dass ich mich niemals aus dieser Angelegenheit würde heraushalten können. Ich warte seit deiner Geburt darauf, dass du den Thron besteigst.“

„Das hier ist meine Schlacht.“

„Falsch. Das hier ist unsere Schlacht. Denkst du wirklich, all meine anderen Söhne wären durch Unfälle gestorben? Nein. Ich habe ihnen ihr Leben genommen, weil das mein Recht als ihre Mutter war. Ich kam nicht in die Nähe deiner anderen Halbbrüder, wegen ihrer Mütter, aber ich wusste, wenn die Zeit reif war, würdest du in der Lage sein, die übrigen zu beseitigen. Und sieh nur, wie brillant du hier deine Aufgabe erfüllst. Also, gönne mir ein wenig Spaß.“

Der Lärm weiterer kämpfender Soldaten im Flur veranlasste den Prinzen, Maila näher zu sich heranzuziehen und sich vor sie zu stellen.

„Sag mir einfach, was los ist, und beeil dich bitte.“

„Vor nicht allzu langer Zeit ist ein Bote eingetroffen. Von den Hexen von Amhuinn.“

Das überraschte mich. Die Hexen von Amhuinn blieben für gewöhnlich in ihrer Bergfestung, lasen ihre Bücher und verfassten ihre Aufzeichnungen. Sie tanzten nicht nackt im Mondschein, sie opferten keine Stiere in der Morgendämmerung, sie brauten keine Liebes- oder Rachetränke. Trotzdem hatten ihre Aussagen Macht. Selbst der Alte König hatte respektiert, was sie sagten.

Und was sie sagten, musste auch Maila wichtig genug gewesen sein, um den sicheren Ort zu verlassen, an dem ihr Sohn sie untergebracht hatte.

„Was wollen sie?“, fragte der Prinz.

»Sie haben die Götter angerufen und …«

Ein Onkel des Prinzen stürmte in den Raum, doch er war schon älter und bewegte sich nicht mehr so flink, wie er das früher einmal getan hatte. Marius schlug ihm den Kopf ab und beförderte seinen Leichnam mit einem Tritt zu Boden.

„Mutter, komm einfach zur Sache!“

„Ihre Seherin hat eine Königin gesehen. Eine Königin, die an die Stelle des Alten Königs tritt.“

Ich runzelte verwirrt die Stirn. Ich konnte mich nicht erinnern, je in meinem Leben von einer Seherin bei den Amhuinn gehört zu haben. Es musste jemand sein, der sich wahrhaft bewiesen hatte, da die Hexen von Amhuinn – nach allem, was ich wusste – sich eher auf Statistiken verließen als auf jene, die in die Zukunft blicken konnten.

„Was für eine Königin?“

„Ein Mädchen. Die Tochter eines Bauern.“

„Eine Bäuerin?“

„Ich war ebenfalls Bäuerin, bevor man mich an deinen Vater verkauft hat.“

„Dann leg das Miststück in Ketten und bring sie zu mir. So oder so werde ich der nächste Herrscher dieses Landes sein.“

Maila warf einen Blick auf den Alten König in seinem Bett und ich sah in ihren Zügen weder Schmerz noch Bedauern über seinen Tod. „Dein Halbbruder Straton hat sich bereits auf die Suche nach dieser Bauerntochter gemacht.“

»Gut. Soll er sie töten. Ich habe andere Dinge zu tun …«

„Sei nicht wie deine Brüder“, fuhr Maila ihren Sohn an. „Sei nicht so kurzsichtig. Ob Bäuerin oder Edelfrau, wenn die Hexen von Amhuinn schon ein Mädchen auserwählt haben, dann wird es auch von den Herzögen und Baronen dieses Landes bereitwilliger akzeptiert.“

»Warum sollte ich die brauchen …?«

„Du brauchst ihre Armeen. Cyrus hat sich bereits die Hälfte der Männer deines Vaters genommen. Die übrigen sind dir zwar treu ergeben, aber wenn du hoffst, gegen Cyrus zu siegen und, was noch schwieriger ist, gegen Straton, der seine Söldnerarmee über Jahre hinweg aufgebaut hat, dann brauchst du mehr Männer. Männer, die bereit sind, für dich zu sterben.“

»Also … du willst, dass ich sie töte?«

„Nein! Verdammt, Sohn! Denk doch nach! Du sollst eine Königin an deiner Seite haben, die den Segen der Hexen von Amhuinn hat. Genau jener Hexen, die vor vierhundert Jahren deine Vorfahren auf den Thron gesetzt haben.“

Marius stieß einen langen Seufzer aus. „Du willst, dass ich sie vor meinem Bruder rette.“

„Dafür ist es zu spät. Man hat bereits Beschützer zu ihr geschickt.“

„Hast du sie geschickt?“

„Nein. Es sind keine Freunde von uns. Aber sie werden das Mädchen zu den Hexen von Amhuinn bringen müssen, damit es dort persönlich von seiner Bestimmung erfährt. Also wissen wir, wo die Bauerntochter zu finden ist. Nimm sie und heirate sie. Mach sie zur Königin.“

„Ich will nicht heiraten.“

»Dein Vater war der einzige Sohn seines Vaters. Du, mein Lieber, hattest dieses Glück nicht. Eine Ehefrau zu haben – eine Königin – bedeutet nicht, dass du nebenbei keine Huren haben kannst. Dein Urgroßvater hatte das auch, und deine Urgroßmutter, die Königin, wusste immer, wo ihr Platz war.«

»Ich weiß nicht …«

„Lern sie kennen. Man wird sie ergreifen und dir bringen. Ich werde das alles arrangieren. Sobald wir sie haben, kannst du immer noch entscheiden, ob du sie behalten oder ihr die Kehle aufschlitzen willst.“

Marius stieß den Atem aus und schaute kurz zur Decke. „Na gut. Ich werde sie kennenlernen. Aber zuerst muss sie sowieso Straton überleben. Ich bin noch nicht bereit, mich ihm zu stellen.“

„Wenn es ihr nicht gelingt, deinen Halbbruder zu überlisten“, sagte Maila und trat über die toten Angehörigen hinweg, „wird sie kein großer Verlust sein.“

„Du musst mir etwas versprechen“, sagte Marius, obwohl seine Mutter ihm bereits den Rücken zukehrte.

Sie drehte sich wieder zu ihm um. „Und was wäre das, mein Liebling?“

»Dass du, wer auch immer diese Bäuerin ist … sie nicht töten wirst, bis ich zu dem Schluss komme, dass ich keine Verwendung für sie habe.«

»Warum sollte ich jemals …«

„Mutter.“

Maila grinste. „Ich verspreche es. Ich werde brav sein.“ Die beiden sahen einander an, bis Maila hinzufügte: „Zumindest werde ich es versuchen.“

„Danke. Ich habe es immer zu schätzen gewusst, dass du mich geleitet hast, doch jetzt, da Vater tot ist, ist es an der Zeit, meine eigenen Entscheidungen zu treffen.“

„Selbstverständlich.“

„Also, zwing mich bitte nicht, dich bis zu deinem plötzlichen und tragischen Tod in nicht allzu ferner Zukunft in ein Nonnenkloster zu sperren.“

„Das würdest du deiner eigenen Mutter antun?“, fragte Maila ihren einzigen verbliebenen Sohn.

Marius trat dicht vor seine Mutter und legte ihr sanft seine blutverschmierte Hand auf die Wange. „Noch bevor du zu deinen erwählten Göttern beten könntest, dich zu retten.“

Maila lächelte. „Du bist so sehr mein Sohn.“

Sie verließen den Raum und Marius brachte seine Mutter wieder in Sicherheit. Ich nutzte meine Chance und kroch durch die versteckte Tür unter dem riesigen Bett, die der Alte König vor allen außer mir geheim gehalten hatte.

Sobald ich hindurch war, schloss ich langsam die Tür hinter mir, damit niemand mich fliehen hörte. Als ich aufrecht stehen konnte, eilte ich durch den schmalen Geheimgang und betete, dass die Stahltür am Ende nicht von irgendeinem stämmigen Soldaten versperrt wurde, der sich fragen würde, was ich im Schilde führte.

Meine Flucht dauerte mehrere Minuten, und sobald ich die Stahltür erreichte, öffnete ich sie gerade weit genug, um herauszufinden, ob mir irgendjemand den Weg versperrte. Durch diese Tür gelangte man in die Wälder im Westen der Burg. Ich ließ meinen Blick über die Bäume schweifen, entdeckte aber nichts. Schließlich schlüpfte ich hinaus, nahm mir jedoch die Zeit, die Tür sorgfältig hinter mir zu schließen, aus Angst, auch nur das leiseste Geräusch zu verursachen. Sobald ich das letzte Klicken hörte, stieß ich den Atem aus und …

„Du willst uns schon verlassen, Hüter des Wortes?“

Ich schloss verzweifelt die Augen und kämpfte gegen die aufsteigenden Tränen an, als ich mich Lady Maila zuwandte.

„Nun, nun, wein doch nicht. Ich bin nicht hier, um dich zu töten. Ich bin hier, um dir Schutz vor meinem Sohn anzubieten.“ Sie kam um den Baum herum, hinter dem sie gewartet hatte, und ergriff meinen Arm. „Die Lage hier wird sich drastisch verändern und ich brauche meinen eigenen Geschichtsschreiber. Du könntest der Hüter Meines Wortes sein. Wäre das nicht hübsch?“

Was konnte ich darauf erwidern? Nein? Nicht Lady Maila gegenüber. Und zwar nicht bloß wegen ihres Sohnes. Sich Maila zu widersetzen hieß, sein eigenes Todesurteil zu unterzeichnen. Und ich war noch nicht bereit zu sterben.

Also antwortete ich stattdessen: „Das wäre wunderbar, Mylady.“

„Glänzend.“ Gemeinsam gingen wir zurück zur Burg. „Und du kannst mich jetzt Königinwitwe nennen. Das ist recht passend, findest du nicht auch?“

„Ja, Mylady.“

„Und warte nur, bis du die zukünftige Königin meines Sohnes kennenlernst. Sie ist anders als alle, die dir je begegnet sind.“

Ich hoffte, dass die Königinwitwe recht hatte. Denn dieses arme Mädchen, wer immer sie sein mochte, würde etwas ganz Besonderes sein müssen, wenn sie auch nur die kleinste Chance haben wollte, diese Mutter und ihren Sohn zu überleben.



Kapitel 1

Der gewaltige Kopf des Hammers schlug hart auf dem Boden auf und erschreckte die Männer, die eben den Jungen aufgehängt hatten.

Er konnte die Frau sehen – gerade noch so –, während er dort oben hing. Er versuchte, sie zu warnen. Ihr zu sagen, dass sie abhauen solle. Diese Soldaten waren käuflich. Sie waren niemandem außer sich selbst gegenüber loyal – und dem, der sie bezahlte.

Sie waren über ihn gestolpert, als er unter genau diesem Baum geschlafen hatte, und noch bevor er wusste, wie ihm geschah, hatten sie beschlossen, ihm seine magere Habe und die drei Pferde, mit denen er gereist war, abzuknöpfen. Und wäre es nicht ein großer Spaß, ihn baumeln zu sehen?

Nun … nein.

Nein, es war kein Spaß zu baumeln.

Wie dem auch sei. Er wollte nicht, dass diese überaus hochgewachsene Frau ihr Leben riskierte, um seines zu retten. Solche Männer waren Frauen gegenüber noch grausamer als zu einem einzelnen Mann, der unter Bäumen schlief.

Sie hatte ihren großen Hammer hochgerissen und über ihren Kopf geschwungen, und als der massive Hammerkopf auf dem Boden aufgeschlagen war, hatte sie für einen Augenblick reglos dagestanden. Das Kinn gesenkt. Ihre Muskeln unter ihrer ärmellosen Tunika aus schwarzem Leder angespannt.

Nach diesem kurzen Moment hob sie nur den Blick und knurrte: „Schneidet ihn los.“

Einer der Soldaten lachte. »Schaut euch an, was wir hier haben, Jungs! Eine Schlampe mit fetten Armen, auf der Suche nach …«

Der Hammer war erneut in der Luft und schwang über ihrem Kopf, und noch bevor der Soldat seinen Satz beenden konnte, katapultierte er ihn gegen einen anderen Baum in der Nähe. Knochen brachen und Blut spritzte aus dem Mund des Söldners.

Schwerter wurden gezückt und die Männer umstellten sie.

„Schlechte Entscheidung, Weib“, bemerkte ein anderer Soldat.

„Nein“, erwiderte sie. „Schlechte Entscheidung, in meine Stadt zu kommen und einen Jungen zu töten.“

Moment mal. Er war noch nicht tot! Natürlich lag das größtenteils daran, dass die Soldaten sich dabei Zeit gelassen hatten, ihn vom Boden hochzuhieven, damit er möglichst langsam starb. Sie hatten wörtlich gesagt: „Lasst uns zuschauen, wie er ganz langsam stirbt, Jungs!“

Einer der Soldaten hieb mit seiner Klinge nach der Frau, doch sie parierte mühelos mit diesem erstaunlich großen Hammer, bevor sie dem Mann den Hammerkopf gegen die Brust rammte. Er fiel um, sein Brustkorb zerschmettert, und sein Ringen nach Luft war geradezu schmerzhaft anzuhören.

Er wollte weiter zusehen und flehte die Götter an, diese mutige, aber törichte Frau zu beschützen, doch seine Sicht trübte sich langsam. Er erstickte.

Nein! Er würde nicht sterben. Er würde kämpfen!

Nachdem er diese Entscheidung getroffen hatte, gab er sich noch größere Mühe, die Finger zwischen das Seil und seine Kehle zu bekommen, in der Hoffnung, den Strick zu lockern. Während er sich abmühte, schaute er zu einem nahen Hügel und sah die Herde wilder Pferde, die er am Abend zuvor bereits entdeckt hatte. Da hatte er noch gedacht, dass die drei Pferde, um die er sich kümmerte, in der Herde nicht weiter auffallen würden. Er hatte ihnen extra Sattel und Zaumzeug abgenommen und sie direkt am Waldrand versteckt. Aber das hatte nicht so gut funktioniert wie erhofft.

Jetzt stürmten diese Wildpferde wie panisch über den Hügel, direkt auf die Soldaten und ihn zu. Doch als sie diesen Hügel hinuntergaloppierten, glaubte Samuel für einen Sekundenbruchteil, er sähe … Menschen? Die zwischen den Pferden rannten? Über die Pferde hinweg?

Oder er litt bereits an Wahnvorstellungen. Auch das war möglich.

Denn er starb. Er würde sterben, wenn er die Schlinge nicht endlich losbekam.

Da er wusste, dass ihm die Zeit davonlief, kämpfte Samuel noch heftiger. Mühte sich ab, das Seil um seinen Hals loszuwerden.

Die meisten der Männer machten Platz, um der herannahenden Herde auszuweichen. Einer jedoch griff die Frau an. In diesem Moment galoppierte ein grauer Hengst zwischen ihnen hindurch. Als der Hengst an den beiden vorbei war, schlug er mit den Hinterbeinen aus, traf den Mann am Kopf und zerschmetterte ihm den Schädel.

Die Frau nutzte ihre Chance. Sie zog eine Klinge aus ihrem Gürtel und durchtrennte Samuels Seil dort, wo es festgebunden worden war.

Samuel schlug auf dem Boden auf, würgend und keuchend, aber jetzt war er endlich in der Lage, die Finger unter das Seil zu schieben und es sich über den Kopf zu ziehen.

Eine Hand in einem Lederhandschuh erschien vor seinen tränenden Augen.

„Steh auf, Junge!“, befahl die Frau. „Auf, auf, auf!“

Samuel griff nach ihrer Hand und ließ sich von ihr auf die Füße ziehen. Dabei wurde ihm klar, dass die Pferde an ihnen vorbeiliefen. Keines hatte sie umgerannt. Es schien, als würden sie bewusst einen Bogen um Samuel und die Frau machen, während sie die anderen Männer niedertrampelten.

Die Frau sah Samuel an, den Blick auf seine Kehle gerichtet, als sich plötzlich ihr Gesichtsausdruck veränderte und sie wieder diesen Hammer hob, dessen Kopf größer war als Samuels Schädel. Er machte einen schnellen Schritt zurück, gerade als sie sich umdrehte und gleichzeitig ihre Waffe schwang.

Der Metallkopf krachte gegen ein Schwert, und der hochgewachsene, kräftig gebaute Mann, der es hielt, starrte durch eine dichte, dunkle Haarmähne auf sie herab.

„Dieser Hammer ist lächerlich“, bemerkte der Mann.

„Ich liebe meinen Hammer“, entgegnete die Frau. „Ich habe ihn selbst geschmiedet.“ Sie zog ihre Waffe von seinem Schwert weg. „Du bist ein Amichai. Nicht wahr?“

Was Samuel die mächtige Mähne und den ledernen Kilt erklärte.

„Vielleicht machen wir uns später miteinander bekannt“, antwortete der Amichai. „Zunächst solltest du dein Augenmerk lieber auf das richten, was hinter dir ist.“ Er sah Samuel an. „Runter, Junge.“

Es war kaum ein Befehl, bloß zwei leise gemurmelte Worte, aber Samuel gehorchte sofort und ließ sich auf die Knie fallen. Genau in dem Moment peitschte etwas an seinem Kopf vorbei. Er hörte ein Grunzen, hörte etwas brechen. Ein Mensch fiel neben ihm zu Boden und Samuel wand sich. Er konnte nicht anders, denn der Hammer der Frau war dem Soldaten ins Gesicht gekracht und hatte es zerschmettert. Blut, Haut, Knochen und Gehirnmasse explodierten und machten Samuel vorübergehend blind.

Eine Hand packte ihn am Oberarm und zerrte ihn abermals auf die Füße.

„Hinter mich, Junge“, sagte seine Retterin und schob ihn nach hinten, bis er gegen einen Baumstamm prallte.

Samuel wischte sich das Blut aus den Augen, gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie einer der Soldaten mit dem Schwert nach dem Kopf der Frau hieb. Sie sprang zur Seite und parierte den Schlag mit ihrem Hammer, dann setzte sie mit einem Boxhieb gegen den Kopf nach und zwang den Mann damit in die Knie. Nicht dass Samuel überrascht gewesen wäre. Die Schultern dieser Frau … Bei den Göttern!

Der Amichai, der helfend eingegriffen hatte, kämpfte jetzt gegen andere Soldaten. Er war jedoch nicht allein. Wie die meisten aus diesem Teil der Welt reiste er mit anderen zusammen. Mit zwei Männern und einer Frau. Ebenfalls hochgewachsen, ebenfalls kräftig gebaut und alle schwer bewaffnet. Allein nach dieser Beschreibung hätten sie von überallher kommen können, doch die ledernen Kilts, die Stammestätowierungen und etwas, das sein Vater immer als „ihre monströsen Mähnen“ bezeichnet hatte, machten klar, dass sie aus den Amichai-Bergen kamen. Jenem ausgedehnten Gebirgsterritorium, das von mächtigen, unfreundlichen Stämmen beherrscht wurde. Das Herrschaftsgebiet des Alten Königs grenzte direkt an die Ausläufer des Amichai-Gebirges, aber er hatte es nie gewagt, die Stämme direkt herauszufordern. Niemand hatte das je getan. Sie galten als brutale Barbaren. Tollwütige Mörder, die ihresgleichen fraßen und ihren Toten und ihren Dämonengöttern Säuglinge opferten.

Samuel wusste nicht, ob das alles der Wahrheit entsprach, aber im Moment hoffte er von Herzen, dass dem nicht so war. Denn die Amichai und die Frau mit den breiten Schultern waren seine einzige Hoffnung, am Leben zu bleiben.

Als er nach seinem eigenen Schwert greifen wollte, fiel Samuel wieder ein, dass die Soldaten es ihm entrissen hatten, bevor sie ihn aufgehängt hatten.

„Wie heißt du?“, fragte die Frau, während sie einen Soldaten auf dem Boden mit ihrem Hammer attackierte. Sein Gesicht wurde zerschmettert, seine Brust eingeschlagen.

»Ssss … Sssss …« Er schüttelte den Kopf und versuchte es noch einmal. „Samuel.“

„Ich bin Keeley“, antwortete sie und hielt inne, um ihm ein kleines Lächeln zu schenken, bevor ein weiterer Soldat auf sie zugerannt kam. Sie wirbelte den Hammer herum, stieß ihn nach vorn und rammte ihn dem Soldaten in den Bauch. Schnell hob sie die Waffe wieder an und riss den Soldaten gleich mit hoch.

Samuel beobachtete, wie sie den Mann in die Höhe hievte und ihn sich über den Kopf hielt. Die Muskeln ihrer Arme und Schultern traten bei der Anstrengung hervor, bevor sie ihn wieder zu Boden schmetterte. Der Kopf ihres Hammers steckte nun tief im Leib des Soldaten.

Als sie den Hammer herausriss, wurde Samuel erneut mit Blut und Eingeweiden bespritzt, doch diesmal hob er rechtzeitig den Arm, um seine Augen zu schützen.

Samuel musste zugeben … er war es leid, die Innereien irgendwelcher Männer abzukriegen.

Nachdem er seinen mittlerweile blutbesudelten Arm gesenkt hatte, beobachtete Samuel weiter, wie die Menschen, die es auf sich genommen hatten, ihn zu retten, gegen die brutalen Soldaten kämpften. Zum Glück – mehr um ihrer selbst willen als um seinetwillen – waren sie alle geübte Nahkämpfer und hatten die Soldaten schon nach kurzer Zeit mühelos überwältigt.

Samuel stieß gerade einen erleichterten Atemzug aus, als Keeley den Kopf hochriss und zu der nahe gelegenen Straße hinüberschaute. Im selben Moment ging die Amichai-Frau in die Hocke und legte die Hand auf den Boden.

„Es kommen noch mehr!“, rief sie.

„Wir sollten den Jungen in Sicherheit bringen“, sagte einer der Stammesmänner.

„Keine Zeit.“ Keeley schritt durch den Wald auf die Straße zu. „Ich brauche eine Axt“, befahl sie. „Sofort!“

Ein anderer Amichai zückte eine wunderschöne Waffe. Eine Axt, die aus einem einzigen langen Stück Stahl zu bestehen schien. Keeley streckte im Gehen die Hand aus und er warf sie ihr zu. Sie fing sie mit Leichtigkeit auf, ohne stehen zu bleiben.

„Was hast du vor?“, fragte einer von ihnen.

„Die Straße sperren.“ Sie benutzte die Axt, um hinter sich zu deuten. „Da rüber. Los. Bewegung.“

Samuel befolgte ihre Befehle sofort und zu seiner Überraschung machten es die Amichai genauso. Das war seltsam, da er in dem Glauben erzogen worden war, dass sie Barbaren seien, die sich keinem Befehl unterwarfen.

Keeley umklammerte den Axtgriff, hob die Waffe und spannte alle Muskeln an. Dann ließ sie die Axt heruntersausen, ganz unten hinein in den Stamm eines großen Baums. Sie schlug einmal zu … zweimal … und der Baum fiel krachend über die Straße.

„Götter, ist die stark“, murmelte einer der Amichai hinter Samuel.

Keeley ging über die Straße und attackierte den nächsten Baum. Jetzt versperrten zwei große Bäume die Straße, und Samuel konnte endlich sehen, was die anderen bereits gespürt hatten: weitere berittene Söldner, die auf sie zugaloppierten.

„Beeindruckend“, sagte der dunkelhaarige Mann, „aber ich weiß nicht, was das bewirken soll. Wir hätten besser wegrennen sollen.“

Der Amichai hatte wahrscheinlich recht, obwohl Keeley es tatsächlich geschafft hatte, die Reiter vorübergehend aufzuhalten. Die an der Spitze zügelten ihre Pferde und hielten vor den Bäumen an. Der Erste lachte, als er die Straßensperre sah.

„Was soll das sein?“

Keeley antwortete nicht. Sie war zu sehr damit beschäftigt, den Leichnam von einem ihrer Landsleute zu ihnen hinüberzutragen.

„Du Miststück!“, blaffte einer der Männer. »Was hast du …«

Ihm wurde das Wort abgeschnitten, als dieser Leichnam und seine Innereien ihn und einige der anderen Soldaten trafen. Dann legte Keeley sich zwei blutverschmierte Finger an die Lippen und stieß einen langen, lauten Pfiff aus.

„Du verrückte Kuh“, rief der gegnerische Anführer, zog sein Schwert und …

Samuel stolperte rückwärts gegen die Stammesfrau. Er konnte nicht anders, da wie aus dem Nichts ein Wolf erschien, der über das Pferd des Soldaten hinwegsprang, die Reißzähne in die Kehle des Anführers schlug und ihn aus dem Sattel riss.

Weitere Wölfe sprangen von den Bäumen herunter … oder aus dem Boden heraus … da war Samuel sich nicht sicher. Er wusste es wirklich nicht genau. Denn sie schienen von überallher zu kommen. Sie waren nicht größer als die Waldwölfe, die er auf seinen Reisen gesehen hatte, aber ihm waren noch nie welche begegnet, die so kühn, so blutrünstig oder so bösartig gewesen waren.

Dann drehte einer der Wölfe sich zu ihm um und Samuel wandte sofort den Blick ab und sang gleichzeitig verzweifelt einen Schutzzauber. Er musste es tun.

Diese Augen. Liebe Götter … diese Augen!

Bevor Samuel jedoch richtig in Panik geraten konnte, kam Keeley auf ihn zugelaufen, und sie trug die Axt und ihren Hammer, als hätten sie kein Gewicht. Sie warf die Axt deren eigentlichen Besitzerin zu und rief im Vorbeirennen: „Jetzt laufen wir weg. Lauft!“, drängte sie alle wohlgelaunt. „Alle weglaufen. Schnell wie die Häschen!“

Schockiert, verwirrt und erschüttert von den Todesschreien der Soldaten liefen Samuel und die anderen hinter Keeley her.

Samuel stieß einen Pfiff aus, und die drei Pferde, mit denen er unterwegs gewesen war, erschienen am Waldrand und folgten der Gruppe, wofür Samuel sehr dankbar war. Er wollte nicht in diesen Wald zurück, um nach ihnen zu suchen, und er wollte auch seinem Herrn nicht sagen müssen, dass er die Pferde verloren hatte.

Das würde ihn mit Sicherheit seinen Kopf kosten. Und dabei hatte er so viel durchgemacht, um ihn zu behalten …

Über G. A. Aiken

Biografie

G. A. Aiken ist New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie lebt an der Westküste der USA und genießt dort das sonnige Wetter, das gute Essen und die Aussicht auf attraktive Strandbesucher. Ihre erfolgreichen Erotic-Fantasy-Reihen um die Drachenwandler, „Lions“, „Honey Badgers“, „Wolf Diaries“ und »Call...

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