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Mord auf der InselMord auf der InselMord auf der Insel

Mord auf der Insel

Ein Gotland-Krimi

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Mord auf der Insel — Inhalt

Es ist Herbst auf der schwedischen Insel Gotland. Die Bäume leuchten in den schönsten Farben und die goldenen Sonnenstrahlen wärmen die Bewohner des kleinen Dorfs Mullvald. Anki Karlsson, eine rüstige Dame in den besten Jahren, ist mit ihren beiden Island-Pferden gerade erst hierher gezogen. Endlich hat sie einen Ort der Ruhe und des Friedens gefunden. Doch kaum ist ihr gemütliches Häuschen eingerichtet, da häufen sich auch schon die Absonderlichkeiten. Erst randaliert jemand in der Kirche. Dann wird das Lieblingspferd der einflussreichsten Frau von Mullvald vergiftet. Und schließlich liegt auch noch eine Tote auf Ankis Gartenterrasse. Da Anki nicht nur die »Neue« im Dorf ist, sondern unglücklicherweise auch immer zur falschen Zeit am falschen Ort, fällt der Verdacht bald auf sie. Und so beschließt die resolute Dame, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen ...

€ 14,00 [D], € 14,40 [A]
Erschienen am 01.08.2016
Übersetzer: Ulrike Brauns
304 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978-3-86612-409-7
€ 10,00 [D], € 10,30 [A]
Erschienen am 02.10.2017
Übersetzer: Ulrike Brauns
320 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-492-31179-3
€ 8,99 [D], € 8,99 [A]
Erschienen am 01.08.2016
Übersetzer: Ulrike Brauns
304 Seiten, WMEPUB
ISBN 978-3-492-95252-1

Leseprobe zu »Mord auf der Insel«

Prolog

Mullvald

 

 

Der Ausritt am Strand hatte ihr gutgetan. Der Ostersamstag war sonnig und ungewöhnlich warm gewesen, obwohl ein frischer Frühlingswind das Meer noch bis in den Nachmittag hinein aufwühlte.

Barbro mistete die Boxen aus und schaffte alles mit der Schubkarre fort. Dann versorgte sie Melody und Bravur mit der allabendlichen Portion Mineralfutter und je einer Gabel Heu.

Plötzlich flog die Stalltür quietschend auf. Der Wind hatte nicht nachgelassen und blies ein paar trockene Blätter herein. Erschrocken fuhr Barbro herum. Sie erwartete [...]

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Prolog

Mullvald

 

 

Der Ausritt am Strand hatte ihr gutgetan. Der Ostersamstag war sonnig und ungewöhnlich warm gewesen, obwohl ein frischer Frühlingswind das Meer noch bis in den Nachmittag hinein aufwühlte.

Barbro mistete die Boxen aus und schaffte alles mit der Schubkarre fort. Dann versorgte sie Melody und Bravur mit der allabendlichen Portion Mineralfutter und je einer Gabel Heu.

Plötzlich flog die Stalltür quietschend auf. Der Wind hatte nicht nachgelassen und blies ein paar trockene Blätter herein. Erschrocken fuhr Barbro herum. Sie erwartete niemanden, schon gar nicht so spät am Ostersamstag. Sie griff nach dem Riegel außen an der Box und öffnete die Tür. In der Stallgasse stand ein unerwarteter Besucher und hielt eine Flasche in die Höhe.

»Hallo«, sagte Barbro verwundert. »Wieso bist du nicht zu Hause und isst Hering mit Ei?«

Der Besuch lachte und setzte sich auf einen Strohballen, der darauf wartete, in den Boxen verteilt zu werden. Für den ­Augenblick taugte er jedoch vortrefflich als Sitzgelegenheit.

»Frohe Ostern! Komm, setz dich zu mir«, sagte der Gast und klopfte neben sich auf den Ballen. »Ich wollte dir ein Gläschen spendieren. Es gibt doch nichts Besseres an so ­einem windigen Ostertag, meinst du nicht auch? Ein bisschen Wärme von innen kann gar nicht schaden.«

Barbro zögerte, denn es lag noch mindestens eine Stunde Stallarbeit vor ihr. Die vierbeinigen Freunde mussten gestriegelt werden. Bravur hatte sich ausgiebig auf der Koppel ­gewälzt, und Melody war staubig und verschwitzt vom Ausritt am Strand.

»Da hast du absolut recht, aber das muss noch warten. Mach es dir doch kurz gemütlich, dann striegle ich erst noch meine Schätzchen. Danach trinke ich gern ein Glas mit.«

Doch der unerwartete Gast blieb hartnäckig.

»Schon klar, dass du dich um deine Tiere kümmern musst, aber ein Schlückchen vorab kannst du dir sicher genehmigen.«

Barbro schaute von der Flasche zu den Pferden und zurück.

»Also gut, du hast gewonnen«, sagte sie und setzte sich auf den Strohballen. »Wieso nicht mal fünfe gerade sein lassen, es ist schließlich Wochenende.«

Der Gast lächelte zufrieden, holte zwei kleine Gläser aus der Manteltasche und füllte ein paar Fingerbreit Whisky hinein.

»Auf die alten Zeiten.«

»Die alten Zeiten?«, fragte Barbro. »Denkst du an etwas Bestimmtes?«

Ihr Besuch lachte.

»Ach was. Das war nur so dahergesagt. Auf irgendwas muss man schließlich anstoßen. Prost!«

Barbro behielt den Schluck Whisky einen Moment lang im Mund, wartete, bis sich der Geschmack am Gaumen entfaltete, und ließ ihn dann die Kehle hinuntergleiten. Eine behagliche Wärme breitete sich in ihrer Brust aus.

»Köstlich«, stellte sie fest. »Ein sehr guter Tropfen.«

Die Stalltür knarrte und öffnete sich ein Stück. Der Wind pfiff um die Ecken und durch die Ritzen.

»Was war das?« Barbro warf einen Blick zur Stalltür.

Sie kicherte nervös, also legte der Gast ihr beruhigend die Hand auf den Arm.

»Das war sicher nur der Wind. Ich glaube, ich habe die Tür nicht richtig zugemacht. Versuch du es doch noch einmal, du kannst das besser als ich.«

Aus einem Glas wurden drei, während Barbro über dieses und jenes sprach. Über Pferde natürlich, aber auch über die Mitglieder der Gemeinde. Denn zu jedem einzelnen ließ sich etwas sagen. Gutes und weniger Gutes. So ein kleiner Schwatz im Stall war doch gar keine schlechte Idee.

»So, das reicht für heute«, sagte Barbro schlussendlich und stand auf. »Jetzt ist mir nämlich schon ein bisschen schummrig, dabei muss ich noch die Pferde striegeln, bevor ich es mir in der Sauna gemütlich machen kann.«

»Selbstverständlich«, erwiderte ihr Besuch. »Danke, dass du dir trotzdem Zeit für mich genommen hast. Pass auf dich auf, und hab noch ein schönes Wochenende.«

»Danke für den Whisky«, rief Barbro dem Besuch hinterher, der durch die Stalltür verschwand und erneut den Wind hereinließ.

Es war schon spät, und sie musste sich beeilen. Erneut klang es, als käme jemand in den Stall, aber sicher war es wieder nur der Wind, der mit der Tür spielte. Barbro ging hinüber, um sie richtig zu schließen, und kam auf dem Weg ins Stolpern.

»Reiß dich zusammen, Barbro«, murmelte sie.

Sie nahm den Eimer mit dem Putzzeug und öffnete Melodys Box. Es war sicher besser, mit der nervösen Stute anzufangen. Sie hatten heute gut zusammengearbeitet und das spielerische Wettrennen am Strand gewonnen. Bald würde Barbro sie zu einem richtigen Turnier anmelden können, wenigstens zu einem der lokalen auf dem Land. Sie streichelte der Stute über den Nasenrücken und legte ihr die Wange an den Kopf.

»Na, du«, sagte sie sanft. »Jetzt machen wir dich bettfertig.«

Melody riss den Kopf herum. Viel zu schnell. Weitete die Nüstern. Schnaubte. Witterte. Schnappte völlig unerwartet zu. Die Bisswunde am Finger brannte, und sofort strömte Blut über Barbros Handfläche.

Sie schrie auf. »Verdammt! Was soll das?«

Bestürzt starrte sie auf das hervorquellende Blut. Die Wunde schien tief zu sein. Mit der anderen Hand wühlte sie in ihrer Hosentasche und zog ein nicht gerade frisches Taschentuch hervor, das musste als behelfsmäßiger Druckverband reichen. Die Stute reagierte nicht auf die Frage, sondern presste sich mit ihrem ganzen Gewicht gegen ihre Besitzerin, drückte sie gegen die Stallwand. Barbro verpasste der Stute einen Klaps auf die Lende, damit sie Platz machte. Melody schien verrückt geworden zu sein.

»Beweg dich!«, stieß Barbro wütend hervor.

Auszuweichen war unmöglich, das Pferd presste sich unerbittlich gegen sie. Also änderte Barbro ihre Taktik und glitt an der Wand hinunter in die Hocke. Vielleicht konnte sie schnell unter dem Pferd hindurchkrabbeln und so unbeschadet zur Tür gelangen. Was zum Teufel war denn nur in Melody gefahren? So hatte sie sich noch nie aufgeführt.

Barbro war jetzt fast am Boden, spürte das Stroh an den Fingerspitzen. Der Druck der Stute ließ ein wenig nach, und das nutzte Barbro. So schnell wie möglich krabbelte sie zur Boxentür. Ihr Finger brannte, das Taschentuch war blutdurchtränkt. Bevor sie hier weitermachen konnte, musste sie die Wunde unbedingt reinigen und richtig verbinden. Aber erst einmal galt es, unbeschadet aus der Box und bis zum Verbandskasten zu kommen.

Als Barbro gerade nach der Kante der Boxentür griff, um sich daran hochzuziehen, traf sie ein Tritt im Rücken. Der Huf war hart. Barbro sackte zusammen, ihr ging die Luft aus, sie keuchte. Der nächste Tritt erwischte sie in der Seite, der Schmerz explodierte in ihrem Brustkorb. Sie versuchte aufzustehen. Verdammt, sie musste hier raus! Melody drehte durch. Barbro rief etwas Abwehrendes, doch das Pferd trat wieder nach ihr. Diesmal ins Gesicht. Barbro konnte die Hände nicht mehr rechtzeitig hochreißen, um sich zu schützen. Es krachte, als ihr Kiefer brach.

Marianne Cedervall

Über Marianne Cedervall

Biografie

Marianne Cedervall wurde 1949 auf Gotland geboren. Heute lebt sie in Västerås, im Südosten Schwedens, arbeitet als Rechtsberaterin und schreibt Romane und Krimis. »Mord auf der Insel« ist der erste Fall für Anki Karlsson und hat die schwedischen Bestsellerlisten im Sturm erobert.

Medien zu »Mord auf der Insel«

Weitere Titel der Serie »Anki-Karlsson-Reihe«

Anki Karlsson, eine rüstige Dame in den besten Jahren, ermittelt in und um den Ort Mullvald auf Gotland – Cosy-Crime at its best!

Pressestimmen

WZ Westdeutsche Zeitung

»Ein gemütlicher, aber trotzdem spannender Krimi.«

Wiener Journal

»Atmosphärisch intensiv, gut geschrieben - perfektes Lesefutter für düstere Herbstabende.«

Ruhr Nachrichten

»Ein Schweden-Krimi, der nicht ganz so düster ist wie viele andere, ein bisschen mit Augenzwinkern geschrieben, aber ebenso spannend.«

OÖ Nachrichten

»Ein amüsanter Krimi mit feinster Ermittlungsarbeit. Über diese moderne Miss Marple möchte man gerne mehr lesen.«

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