Kleines Land

Roman

€ 16,99 inkl. MwSt.

Wie eine verzauberte Kindheit im Herzen von Afrika im erzwungenen Exil in Paris endet

"Bevor all das geschah, von dem ich hier erzählen werde, gab es nur das Glück, das nicht erklärt werden musste. Wenn man mich fragte, wie geht es dir, habe ich geantwortet: Gut." Damals traf sich Gabriel mit seinen Freunden auf der Straße, erlebte seine Kindheit wie in einem paradiesischen Kokon. Bis seine Familie zerbrach und fast zur selben Zeit sein kleines Land, Burundi, bei einem Militärputsch unvorstellbare Grausamkeiten erdulden musste. Bis seine Mutter den Verstand verlor. Zwanzig Jahre später erst, nach der Flucht mit seiner Schwester in ein fernes, fremdes Frankreich, kehrt Gabriel in eine Welt zurück, die er längst verschwunden glaubte. Doch er findet dort etwas wieder, das er für unwiederbringlich verloren hielt. - "Kleines Land" ist ein überwältigendes Buch, voller Schrecken und Glückseligkeit, Güte und ewiger Verlorenheit - ein Stück französischer Weltliteratur im allerbesten Sinne.

  • € 16,99 [D], € 16,99 [A]
  • Erschienen am 02.10.2017
  • 224 Seiten , WMEPUB
  • Übersetzt von: Andrea Alvermann, Brigitte Große
  • ISBN: 978-3-492-97767-8
 
 

Leseprobe zu »Kleines Land«

1

Die wahren Gründe für die Trennung meiner Eltern werde ich nie erfahren. Aber anscheinend gab es da von Anfang an ein großes Missverständnis. Einen Konstruktionsfehler in ihrer Begegnung, ein Sternchen, das niemand gesehen hatte oder sehen wollte. In der Zeit davor waren meine Eltern jung und schön, Hoffnung ließ ihre Herzen schwellen wie die Sonne der Unabhängigkeiten. Das musste man sehen! Mein Vater konnte sein Glück nicht fassen, als er ihr am Hochzeitstag den Ring an den Finger steckte. Mit seinen stechenden grünen Augen, seinen blond gesträhnten brünetten Haaren und seiner [...]

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Gaël Faye

Gaël Faye

Gaël Faye, 1982 in Burundi geboren, wuchs als Kind einer ruandischen Mutter und eines französischen Vaters auf, bevor er 1995 als Folge des Bürgerkriegs nach Frankreich flüchten musste. Nach dem Ende seines Wirtschaftsstudiums arbeitete er zwei Jahre als Investmentbanker in London, bevor er nach mehr ...

0 Buchblog Veröffentlicht am 09.10.2017 von Piper Verlag

Der französische Autor Gaël Faye im Portrait

In seinem Debütroman »Kleines Land« beschwört Gaël Faye seine unbeschwerte Kindheit in Burundi herauf, der durch den Bürgerkrieg ein jähes Ende gesetzt wird.

Veranstaltungen

Buchpräsentation: Am Mittwoch, 25. Oktober 2017 in Wien
Gaël Faye präsentiert »Kleines Land« in Wien

 

 

Zeit: 19:30 Uhr
Ort: Hartliebs Bücher, Porzellangasse 36, A-1090 Wien
Buchpräsentation: Am Donnerstag, 26. Oktober 2017 in Zürich
Gaël Faye präsentiert »Kleines Land« in Zürich

Im Rahmen von Zürich Liest.

Deutsche Lesung: Marco Michel, Moderation: Daniel Binswanger

Zeit: 20:30 Uhr
Ort: Karl der Grosse, CH-8001 Zürich

Medien zu »Kleines Land«

Rezensionen und Pressestimmen

Darmstädter Echo


»›Kleines Land‹ ist ein berührender, häufig auch amüsanter Roman mit Multikulti-Großfamilien, paradiesischer Natur, profanem, dann wieder skurrilem Alltag, Rassismus, Brutalität und Kriegstraumata, dem Beginn eines neuen Lebens in Europa und dem Traum von der Rückkehr.«   

Stern


»Gael Faye erzählt in ›Kleines Land‹ eindrucksvoll und nüchtern über eine Kindheit im Schatten des Genozids.«   

Berner Zeitung (CH)


»Die Geschichte überzeugt mit intensiven Sinneseindrücken und einer lyrischen Sprachmelodie.«   

Süddeutsche Zeitung


»(…) Es ist beeindruckend, wie Faye es schafft, einen Roman über den Genozid zu schreiben, ohne dass der selbst zum Thema würde (…).«   

Frankfurter Rundschau


»›Kleines Land‹ ist alles andere als ein Buch der großen Worte und lauten Töne. Es drängt sich nicht auf, aber es nimmt einen mit. Weil es zeigt, wie sich der Krieg leise, aber unaufhaltsam in ein Leben schleicht.«   

taz


»Es fesselt und verstört zugleich, wie die ohnehin schon schwierige Pubertät eines Jungen in einem Land zwischen aufkeimender Demokratie, Kolonie und Diktatur gegen seinen Willen politisiert wird. (…) Stilistisch brillant, aber brutal lässt Faye Gabriels Kindheit in sich zusammenfallen.«   

Basler Zeitung (CH)


»Faye schreibt aus der Optik eines Elfjährigen, der erst allmählich realisiert, was da abgeht, als sich die Vorboten der Katastrophe mehren. Gerade sein – zumindest scheinbar – unbeschwerter Stil macht die Brisanz der Ereignisse umso deutlicher.«   

FAS


»Seine Poesie, all die sinnlichen Wahrnehmungen, mit denen er im Buch eine Kindheit in Burundi beschreibt, ist (deshalb auch) kein sehnsüchtiger Rückblick. Sie ist ein eindrucksvoller Akt der Befreiung und Selbstfindung.«   

Augsburger Allgemeine


»Dieses Buch lässt den Atem stocken. Trotz der unvorstellbaren Grausamkeiten, die Gaël Faye schildert, gelingt ihm etwas schier Unmögliches: eine gewisse Leichtigkeit.«   

Wiener Zeitung (A)


»›Kleines Land‹ ist ein berührender, teils nostalgischer, häufiger jedoch amüsanter Roman mit Multikulti-Großfamilien, paradiesischer Natur, profanem bis skurrilem Alltag, Rassismus, Kriegstraumata, dem Neubeginn in Europa und dem Traum von der Rückkehr.«   

Kölner Stadt-Anzeiger


»Ein überzeugendes Debüt, das all jenen aus dem Herzen spricht, die ihre Heimat verlassen mussten, um in der Fremde zu leben.«   

WDR 5 Scala


»Eine Liebeserklärung an Ruanda und Burundi.«   

literaturreich.wordpress.com


»Es ist auch ein nostalgisches Buch, das über eine verlorene Kindheit berichtet – voller Liebe, aber ganz ohne Pathos -, das auch die ganz dunklen Seiten Afrikas nicht unerwähnt lässt. Ein unbedingt empfehlenswertes Buch!«   

Brigitte Beilage »Der Große Leseherbst«


»Es ist ein großes Thema, dessen sich Gael Faye mutig aus der Coming-of-Age-Perspektive annimmt. Poesie ersetzt Rührung, aber es sind nicht die Worte, die klingen, sondern der Rhythmus der Gedanken.«   

dpa


»Ein überwältigendes Buch.«   

boersenblatt.net


»Zweifelsohne einer der stärksten Romane dieses Herbstes, der aufwühlt und dazu zwingt, Position zu beziehen.«   

Deutschlandfunk Kultur Lesart


»Ein überragendes Debüt, voll sprachlicher Kraft«    

Leben (CH)


»Ihm ist ein überwältigendes Buch über das Gefühl des Verlorenseins gelungen.«   

Münchner Feuilleton


»›Kleines Land‹ ist in seiner Präsenz und machtvollen Authentizität von einer erzählerischen Dringlichkeit, die einen unmittelbar betrifft, und zugleich voller Poesie und Zartheit.«   

NEON


»Dieses Nebeneinander von Leichtigkeit und Schrecken macht ›Kleines Land‹ so toll. Denn Gael Faye führt hier völlig unsentimental vor, welche Katastrophe es bedeutet, wenn der Krieg einem die Kindheit raubt.«   

myself


»Aufwühlend und echt.«   

Emotion


»Gael Faye verleiht den erschütternden Nachrichten, die uns in den 1990ern aus Afrika erreichten, ein Gesicht – eines, das aber zeigt, dass der Schrecken trotz allem nicht über das Glück siegen darf.«   

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