Der schmale Pfad durchs Hinterland

Der schmale Pfad durchs Hinterland

Roman

€ 24,00 inkl. MwSt.

"Ein herausragender Roman über die Liebe und den Krieg ... Richard Flanagan wurde geboren, um dieses Buch zu schreiben." A. C. Grayling, Jury-Mitglied des Man Booker Prize

 

»Ein glücklicher Mann hat keine Vergangenheit, ein unglücklicher nichts anderes.«

»Ein tiefgründiges und bewegendes Meisterwerk über einen verzweifelten jungen Mann in Zeiten des Krieges«, urteilt der Observer. Preisgekrönt entfachte Richard Flanagans Roman weltweit einhellige Begeisterung: Sein Held ist Dorrigo Evans, ein begabter Chirurg, dem eine glänzende Zukunft bevorsteht. Als der Zweite Weltkrieg auch Australien erreicht, meldet er sich zum Militär. Doch der Krieg macht keine Unterschiede, und während Dorrigo in einem japanischen Gefangenenlager mit seinen Männern gegen Hunger, Cholera und die Grausamkeit des Lagerleiters kämpft, quält ihn die Erinnerung an die Liebe zu der Frau seines Onkels. Bis er einen Brief erhält, der seinem Leben eine endgültige Wendung gibt. Richard Flanagans schmerzvoll poetischer Roman erzählt von den unterschiedlichen Formen der Liebe und des Todes, von Wahrheit, Krieg und der tiefen Erkenntnis eines existentiellen Verlusts.

  • € 24,00 [D], € 24,70 [A]
  • Erschienen am 14.09.2015
  • 448 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
  • Übersetzt von: Eva Bonné
  • ISBN: 978-3-492-05708-0
 
 

Leseprobe zu »Der schmale Pfad durchs Hinterland«

 

1

Warum ist am Anfang immer das Licht? Dorrigo Evans’ erste Erinnerungen handelten von Sonnenstrahlen, die einen Kirchensaal durchfluten, einen hölzernen Kirchensaal, in dem er mit seiner Mutter und seiner Großmutter sitzt. Er wankt in gleißend helles Licht, hinein in das übersinnliche Willkommen und wieder hinaus, in die Arme der Frauen. Der Frauen, die ihn lieben. Als wage er sich auf See und kehre an den Strand zurück, wieder und wieder.
Gesegnet seist du, sagt seine Mutter, während sie ihn umarmt und wieder loslässt. Gesegnet seist du, Junge.
Das musste 1915 oder 1916 gewesen [...]

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Richard Flanagan

Richard Flanagan

Richard Flanagan wurde 1961 in Tasmanien geboren. Sein Roman »Goulds Buch der Fische«, ausgezeichnet mit dem Commonwealth Prize, machte ihn 2002 weltweit bekannt, seine insgesamt sechs Romane sind seither in 41 Ländern erschienen. Für »Der schmale Pfad durchs Hinterland« erhielt Richard Flanagan mehr ...

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Richard Flanagan im Interview

Der mit dem Booker Prize gekrönte Roman »Der schmale Pfad durchs Hinterland« erzählt von der Liebe eines Mannes in Zeiten des Krieges, von seiner Suche nach der Wahrheit und der Erkenntnis all dessen, was er verloren hat erzählt. »Zweifellos das beste Buch des Jahres, und es bezeugt eindrucksvoll, dass Richard Flanagan einer unserer größten Schriftsteller ist.« John Burnside
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Richard Flanagans neuer Roman im GUARDIAN

Der GUARDIAN gibt einen interessanten Einblick in »Der schmale Pfad durchs Hinterland«. Von Thomas Keneally.

Medien zu »Der schmale Pfad durchs Hinterland«

Rezensionen und Pressestimmen

Luxemburger Tageblatt


»Das Buch wirkt wie ein riesiges Gemälde der menschlichen Abgründe.«   

Die Welt


»Flanagan erzählt eindringlich von den grässlichen Zuständen am ›schmalen Pfad‹ der Strecke, von den entwürdigenden Krankheiten und dem nagenden Hunger der Zwangsarbeiter, von der Grausamkeit seelisch entstellter japanischer Aufseher und dem vieltausendfachen Tod in der Hölle des Regenwalds – und hat doch weniger einen Kriegs- als einen Liebesroman geschrieben.«   

Aachener Zeitung


»Richard Flanagans ›Der schmale Pfad durchs Hinterland‹ ist ein Kriegsroman auf hohem Niveau; er beleuchtet nicht nur die Gräuel einer finsteren Zeit, er geht weit darüber hinaus. Natürlich geht es um den Tod, es geht aber auch um Liebe, Freundschaft, Vergangenes und Künftiges; es geht um das Leben.«   

WDR 4 »Bücher«


»Ein Buch, das berührt und noch lange nachklingt.«   

Berner Zeitung


»Wie er Unmenschliches in stille Bilder fasst und aus einer grauenerweckenden Geschichte poetische Schönheit zieht – das ist sein Verdienst.«    

Neue Zürcher Zeitung


»eines der beeindruckendsten Prosawerke der letzten Jahre, dessen Lektüre man so leicht nicht mehr abschüttelt. Wenn es heute tatsächlich noch immer jene Bücher geben sollte, die das Leben verändern können, dann gehört Flanagans Roman mit Sicherheit dazu.«   

Tages Anzeiger


»Ein Roman, in dem das Höchste und das Erbärmlichste einen literarischen Tanz vollführen, von dem man auch beim Lesen kaum glauben kann, dass er möglich ist – und gelingen kann.«   

Wilhelmshavener Zeitung


»Ein furioses, erschütterndes literarisches Feuerwerk. (...) Unbedingt lesen.«    

Kurier am Sonntag


»seine Sprache ist präzise, manchmal fast unbarmherzig knapp, dann wieder von erstaunlicher poetischer Tiefe. Grandios.«   

Sächsische Zeitung


»ein großes Epos (...) Mit gnadenloser Wucht entrollt Richard Flanagan diese Tortur eines Lebens und fragt unter Verzicht auf einfache Antworten, wie und ob einer ein Mensch bleiben kann in Zeiten kollektiver Verbrechen.«   

Süddeutsche Zeitung


»Mit diesem Roman hat Richard Flanagan seinen Markstein einer eigenständigen Literatur Australiens geschaffen.«   

Heilbronner Stimme


»Auf verschiedenen Zeitebenen baut Flanagan ein faszinierendes Mosaik, das zeigt, wie schwierig es ist, nach dem Überleben weiterzuleben. (...) ein literarisches Meisterstück, spannend und erschütternd.«   

Die Zeit


»›Der schmale Pfad durchs Hinterland‹ zählt zum Kreis der Werke, deren künstlerischer Rang nicht zu trennen ist von ihrer Bedeutung als historisches Zeugnis.«   

Falter (A)


»Wie es Flanagan gelingt, sich in den Feind hineinzudenken (...) zählt zu den faszinierendsten Aspekten des Romans.«   

Deutschlandradio Kultur


»Flanagan stellt plastisch und glaubhaft dar, wie wichtig für das Überleben des Einzelnen der Zusammenhalt der Gemeinschaft ist. Dieses Buch ist ein Beleg dafür, wie vielschichtig die Vergegenwärtigung des ›abscheulichen Horrors‹ geraten kann.«   

SR 2


»In einem gnadenlosen Realismus schildert Flanagan, wie Dorrigo Evans und seine Männer ums Überleben kämpfen. Wohin man blickt, sieht man Leiden und Tod. Und doch gelingt es Flanagan, selbst dort Menschlichkeit und Liebe Raum zu geben«   

Kurier


»Verrecken und die Liebe wechseln einander ab (...) Alles gehört zusammen, alles fließt ineinander, bald fließt man selbst mit. Eine außergewöhnliche Leseerfahrung.«   

Neue Presse


»Liebe und Krieg, unendliches Leid und gewaltiges Glücksversprechen werden ohne Sentiment erzählt – wunderbar.«   

Süddeutsche Zeitung - Extra


»›Der schmale Pfad durchs Hinterland‹ ist ein Kriegsroman, der nicht in den Kugel- und Bombenhagel der Front eintauchen muss, um ein Bild des Grauens zu zeichnen, und zugleich ein in Buchstaben gegossenes Denkmal über Pathos, Zusammenhalt und Menschlichkeit in Zeiten größter Unmenschlichkeit.«   

Abendzeitung München


»Die packende subjektive Wahrheit in der grünen Hölle«   

Die Rheinpfalz


»Wie noch keinem anderen Schriftsteller zuvor gelingt es dem Australier (...) die letzten Momente seiner Figuren einzufangen, ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihre Verblüffung. Das ist einmalig – und bislang unerreicht.«   

Ruhr Nachrichten


»Flanagan stellt diesen Ereignissen eine große Liebe gegenüber und schafft damit einen nicht mehr zu überbietenden Kontrast: Das Schönste und das Schlimmste, was ein Mensch erleben kann, sind in diesem Buch vereint. Ganz große Literatur!«   

Sonntags Zeitung (CH)


»Ein grandioser Roman über das, was Charakter und Persönlichkeit ausmachen.«   

Observer


»Ein tiefgründiges und bewegendes Meisterwerk über einen verzweifelten jungen Mann in Zeiten des Krieges.«   

Buchkultur (A)


»Das Schöne und das Grausame liegen dicht beieinander in Flanagans Roman (...) wenn er den Schmerz beschreibt, die Folter, auch die Erotik, die Zartheit, die alles verändernde Macht eines einzigen Kusses – dann liegt eine Bedeutung in diesen Gesten, die beim Lesen unmittelbar und körperlich spürbar wird.«   

Evie Wyld


»Ein wichtiges Buch, das aus schrecklichen Geschehnissen etwas Wunderschönes macht. Jeder sollte es lesen.«   

Kommentare zum Buch
1. Poesie des Todes
wandablue / LovelyBooks am 23.11.2015 - 14:46:17

Ich bin beeindruckt, gefesselt, geflasht, schockiert. „The Narrow Road to the Deep North“ bzw. "Der schmale Pfad durchs Hinterland", ist ein Kriegsroman auf höchstem Niveau, beruhend auf Fakten. Aber nichts für Zartbesaitete. Doch lässt man sich ein, findet man alles, was Literatur vermag. Dieses Fazit ist ursprünglich auf www.lovelybooks.de erschienen.

2. The world is. It just is.
Janine2610 am 14.05.2015 - 13:06:05

(Ich habe die englische Originalausgabe [The Narrow Road to the Deep North] gelesen.)   Der Hauptprotagonist in diesem Roman ist der Australier Dorrigo Evans, ein gelernter Chirurg. Hauptsächlich erlebt man ihn als Arzt im Gefangenenlager während dem Krieg. Dort schildert er seine täglichen Aufgaben, kümmert sich so gut es geht um die Sklaven, die POWs (Prisoners of War) bzw. deren Krankheiten und Folgen des ewigwährenden Hungerns.   Als jemand, der bei einem Krieg nicht dabei war, der keine Ahnung hat, wie es ist, Gegangener zu sein, hart an dem Bau der Burma Death Railway arbeiten zu müssen und so gut wie kaum Essen bekommt, kann sich natürlich nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie es ist, das alles mitzuerleben. Der Autor hat aber versucht, genau das mit seinen Schilderungen zu vergegenwärtigen. Und das mit Bravour, muss ich sagen! Schonungslos, das Kind beim Namen nennend, wurde hier alles Leid, Krankheit, Erschöpfung durch Hunger, Sehnsüchte und Freundschaft, und vor allem der Kampf mit dem Tod anschaulich beschrieben. Und zwar so gut, dass einem ganz anders wird, wenn man es liest.   Gerade, dass nicht ausschließlich aus Dorrigo Evans Sicht erzählt wird, sondern von den verschiedensten Warten aus, z. B. von den Gefangenen, die man nach und persönlicher kennenlernt, aber auch von den Wärtern aus, hat das Ganze so interessant gemacht. Man hat Einblicke von den unterschiedlichsten Menschen erhalten und meist konnte ich jeden einzelnen auf eine Weise in seinem Handeln und Denken verstehen. Verstehen ist aber nicht mit Gutheißen gleichzusetzen und das habe ich auch nicht immer getan, besonders wenn Gewalt und Schläge thematisiert wurden.   Die Liebe und Hoffnung spielt in diesem Roman eine ebenso große Rolle, wie all das Kriegsleiden und der Tod. Auch Dorrigo hat eine ganz eigene Liebesgeschichte zu erzählen. Es geht darin um unbändige Leidenschaft, Glück, wundervolle Zeiten und echte Liebe. Dennoch kommt die Tragik nicht zu kurz. Verschenkte Chancen und Sehnsucht, ebenso wie Handlungsunfähigkeit und Reglosigkeit in einem entscheidenden Moment, haben mich als Leserin mit dem Protagonisten gleich mitverzweifeln lassen. - Eine Liebesgeschichte, die bedauernswerter nicht sein könnte ...   Der Stil des Autors, Situationen und Menschen so unglaublich anschaulich zu beschreiben, hat mich phasenweise wirklich fasziniert. In solchen Momenten wird man wieder ganz stark daran erinnert, wie schön lesen nicht ist. Mit den richtigen Wörtern kann nämlich wirklich Hervorragendes entstehen! Und das war hier der Fall. Oft habe ich über so tolle Vergleiche, wie z. B. diesen hier, gestaunt:   "... her head bobbing like flotsam on the rolling swell of the walkers all around her."   (Großartig, nicht?)   Schlussendlich bin ich gewaltig begeistert von dem Buch. Auch wenn ich eine kleine Ewigkeit dafür gebraucht habe, gelohnt hat es sich in jedem Fall. Die Bilder, die mein Kopf beim Lesen produziert hat, waren das allemal wert. Liebe, Hoffnung, Leid, Gewalt und Tod sind die Themen, die diesen Roman aus- und lesenswert machen. - Ihr solltet euch diese Lektüre unbedingt gönnen!

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