Reisefotograf Dirk Bleyer
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Fotografieren & Reisen: Dirk Bleyer

Montag, 07. Dezember 2015 von Piper Verlag


Dirk Bleyer, Fotograf von »Masuren. Im Land der tausend Seen« im Interview:

Dirk Bleyer, studierter Ingenieur der Luft- und Raumfahrttechnik, hat seinen Lebenstraum zum Beruf gemacht: Als Fotojournalist und Reiseerzähler präsentiert er seit mehr als 15 Jahren seine erfolgreichen Travelogues (Dia-Multivisionsshows), die mit dem Prädikat „Leicavision“ ausgezeichnet wurden. Zuletzt erschienen von ihm der Bildband »Masuren. Im Land der tausend Seen«.

Wo erreichen wir Sie gerade?

Inmitten der Karstberglandschaft im Süden Thailands

Stellen Sie sich bitte kurz vor. Gibt es etwas, was man über Sie wissen sollte?

Ich reise und fotografiere seit meiner Schulzeit. Mittlerweile sind viele Bildbände und Kalender von mir erschienen. Hauptsächlich bin ich aber als Abenteuerredner mit meinen Multivisionsshows unterwegs.

Verraten Sie uns Ihren Lieblingsort:

Haben Sie Kinder? Wenn Sie mehr als eines haben, welches ist Ihr Lieblingskind? Mit anderen Worten, es gibt keinen Lieblingsort, es gibt nur viele Orte, die ich lieb gewonnen habe. Jeder ist anders und auf seine Art und Weise etwas ganz besonderes.

Was haben Sie bei Ihren Reisen / Unternehmungen immer dabei?

Meine Kamera und soweit es geht meine Frau, auch Fotografin.

Haben Sie ein Lieblingsbuch für unterwegs?

Das Fahrtenbuch. In dem halte ich akribisch genau fest, was ich gesehen, gemacht und fotografiert habe. Spaß beiseite, wenn ich unterwegs bin, fotografiere, filme und recherchiere ich von vor Sonnenaufgang bis spät nach Sonnenuntergang. So fern es überhaupt eine Nacht gibt bin ich mit Datensicherung, Emailverkehr und Schlafen beschäftigt. Da gibt es leider weder die Zeit noch die Muse um ein schönes Buch zu lesen.

Welcher Soundtrack begleitet Sie auf Ihren Reisen?

Kommt auf das Land drauf an. Oftmals ist es Irish Folk, der mir gut gefällt, oftmals sind es auch Filmmusiken, die Kraft und Emotionen ausstrahlen wie Transformer oder Gladiator, die das aktuelle Bild in mir verstärken.

Was bedeutet Heimat für Sie?

Ein Ort, an dem ich mich wohl und akzeptiert fühle. Ein Hafen, in den ich immer wieder gerne zurückkehre um Ruhe zu finden, das Erlebte zu verarbeiten und Kraft für neue Unternehmungen zu schöpfen. In der Realität ist es ein Ort, an dem ich viel zu selten und meisten zu kurz bin.

Ihr wichtigster Reisetipp:

Offen sein, Dinge nicht aus der eigenen Sichtweise heraus zu bewerten. Und wenn mal etwas nicht klappt, sich nicht ärgern sondern sich sagen: "man weiß nie, wofür es gut war!" Meistens entsteht etwas daraus, an das man nicht gedacht hat und nicht selten zu etwas Großartigerem führt als das, was man gerade verpaßt hat.

Ein Moment auf Ihren Reisen, der Sie ganz besonders berührt oder sprachlos gemacht
hat:

Als ich in Polen eine Panne hatte und in einem Haus mit Händen und Füßen gefragt habe ob ich einen Anruf tätigen dürfte, traf ich auf einen mürrischen und unfreundlichen älteren Herren. Nachdem Gespräch habe ich mich bedankt und gefragt, was ich schuldig bin. Plötzlich wurde er freundlicher und hat in einem gebrochenen aber guten Deutsch geantwortet. Voller Euphorie fragte ich ihn, wo er denn so gut Deutsch gelernt hat? Die Antwort war knapp:"In der Gefangenschaft." Da war ich, der sonst auf alles schlagfertig reagiert doch etwas....sprachlos.

Worum geht es in Ihrem Buch?

Um eine Region, die mich seit nahezu zwei Jahrzehnten nicht nur verzaubert hat, sondern im Herzen tief berührt. Um das stille, romantische und geschichtsträchtige MASUREN.

Vielen Dank für dieses Interview, Herr Bleyer!

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