Vom Regenwald bis in die Straßen unserer Städte: Die Autor:innen dieser Bücher nehmen Sie mit zu faszinierenden Tieren und überraschenden Begegnungen. Ihre Geschichten machen sichtbar, was Artenschutz bedeutet und wie eng das Überleben einzelner Arten mit dem Zustand ihrer Lebensräume verbunden ist.
Christine Figgener kämpft als Meeresbiologin für Meeresschildkröten

Elegant gleiten sie durchs Wasser, legen Tausende Kilometer zurück und finden selbst Jahre später noch den Weg zu den Stränden ihrer Geburt. Meeresschildkröten sind geheimnisvolle Urzeitwesen, die seit Jahrmillionen einem tief verankerten Lebenszyklus folgen. Gemeinsam mit Meeresschildkrötenforscherin Christine Figgener sind wir schon vor dem ersten Atemzug mit dabei, schauen ins Nest hinein und folgen den geschlüpften Babys in die Weiten des Ozeans. Wir besuchen sie in ihren Kinderstuben in Küstennähe und begleiten sie auf ihrer gefährlichen Reise zum Erwachsensein. In tropischen Gefilden bekommen wir Einblicke ins Liebesleben der Schildkröten und beobachten, wie die Weibchen mühevoll am Strand ihre Nester bauen und Eier ablegen.

7 Fakten über Meeresschildkröten
Meeresschildkröten können so alt wie Menschen werden.
Meeresschildkröten reisen tausende von Kilometer von ihren Nahrungsgebieten zu ihren Niststränden.
Nur eine von 1.000 Babyschildkröten überlebt bis zum Erwachsenensein.
Die riesige Lederschildkröte kann bis zu 1.000 Meter tief tauchen.
Meeresschildkröten kehren zur Paarung und zum Nisten an den Strand ihrer Geburt zurück.
Meeresschildkröten benutzen das Erdmagnetfeld als GPS.
Unsere heutigen Meeresschildkröten existieren schon seit über 30 Millionen Jahren.
Wenn Sie das Buch von Christine Figgener lesen, bekommen Sie eine Vorstellung von den Schwierigkeiten, mit denen diejenigen konfrontiert sind, die sich in der heutigen materialistischen und oft gleichgültigen Welt für den Schutz der Natur einsetzen. Und Sie werden feststellen, dass nur jemand, der so leidenschaftlich und engagiert ist wie die Autorin, durchhalten kann, obwohl ihr Herz jedes Mal bricht, wenn sie eine der von ihr studierten Meeresschildkröten verliert. Ihre Entschlossenheit, Menschen darüber aufzuklären, wie wichtig es ist, diese faszinierenden Tiere zu retten und unsere Ozeane zu säubern, gipfelt in diesem wunderbaren Buch, das Wissenschaftler:innen, Naturschützer:innen und alle ansprechen wird, die sich für die Welt um uns herum interessieren.
Hannah Emde setzt sich als Tierärztin für Wildtiere ein

Sie ist in den Dschungeln der Welt zu Hause: Als Tierärztin setzt Hannah Emde sich für den Artenschutz ein – für das Überleben zum Beispiel von Tukanen und Lederschildkröten. In ihrem beeindruckenden ersten Buch vermittelt sie die Vitalität und Schönheit des Dschungels und zeigt, weshalb etwa Nasenaffen oder Sonnenbären besonders gefährdet sind. Was das für das Leben auch bei uns bedeutet und was wir alle hier und jetzt für den Erhalt der biologischen Vielfalt tun können.
Davon erzählt Hannah Emde informativ, temporeich und „… so lebendig, dass man meint, mit ihr im Dschungel zu sein.“ NEON
„Hannah Emde ist Abenteuer-Artenschützerin. Sie war schon auf der halben Welt unterwegs, um sich für gefährdete Arten einzusetzen.“
Hannah Emde im Interview
Stell dich bitte kurz vor
Ich bin Hannah, Tierärztin und lebe in Bonn, wenn ich nicht gerade durch den Dschungel stapfe. Die Natur und Tiere faszinieren mich schon von klein auf. Darum kämpfe ich gegen das Artensterben, vor allem aber auch dafür, dass wir alle die Schönheit unseres grünen Planeten sehen und schützen wollen. Ich möchte herausfinden, was wir gemeinsam für die Natur und gegen den Klimawandel und die Zerstörung von Lebensräumen tun können, und dabei alle mit auf meine Reise nehmen.
Wie kann man sich deine Arbeit für bedrohte Tierarten vorstellen?
Ich habe Tiermedizin studiert, um für und mit Wildtieren zu arbeiten. Während meines Studiums habe ich einen eigenen Artenschutzverein gegründet: Mit dem Nepada Wildlife e.V. unterstützen wir weltweit Schutzprojekte durch Spenden, Öffentlichkeitsarbeit, Bildung hier in Deutschland und tierärztliche Expertise. Vor Ort arbeite ich also einerseits als Tierärztin für Orang-Utans oder Bullenhaie, suche aber immer auch nach größeren Lösungen mit lokalen Forschenden.
Bist du überall ein gern gesehener Gast?
Es ist schon erstaunlich, wie positiv mich die Projekte und Einheimischen vor Ort empfangen. Dieses Misstrauen „da kommt jetzt eine fremde weiße Tierärztin, die alles besser weiß“, habe ich noch nie zu spüren bekommen. Ich glaube, das liegt auch daran, dass ich den Menschen auf Augenhöhe begegne. Schließlich sind sie die ExpertInnen auf ihrem Gebiet. Es bringt mir große Freude, mit den Locals im Wald unterwegs zu sein, meist verständigen wir uns ja mit Händen und Füßen.
Was war der außergewöhnlichste Moment bisher bei deinen Reisen?
Es ist ein später Nachmittag auf Borneo und ich komme völlig durchnässt von einem langen, anstrengenden Arbeitstag aus dem Dschungel zurück. Seit Tagen regnet es, meine Klamotten sind völlig nass, endlich erreiche ich unser kleines Motorboot – und als wir um die erste Flussbiegung fahren, taucht plötzlich eine große Gruppe Elefanten vor mir auf. Einige baden und spielen im Wasser, einige Babys grasen am Ufer – es sind bestimmt achtzig beeindruckende, extrem bedrohte Borneo-Zwergelefanten.
Brennende Regenwälder, Wildtiere, die vom Aussterben bedroht sind … Was kann jeder einzelne für den Artenschutz tun?
Nicht die Hoffnung verlieren! Wir alle können schon im Alltag beginnen, indem wir uns die Frage stellen, woher die Dinge in unserem Einkaufswagen kommen, was sich alles in unseren Kosmetika verbirgt und welchen Einfluss diese Produkte auf andere Teile und Tiere dieser Welt haben. Uns fragen, was hinter süßen Videos mit Wildtieren im Internet steckt oder wieso es Delikatessen aus Tierprodukten gibt. Wir alle können bewusster durchs Leben gehen und bessere Entscheidungen treffen.
Wer sollte dein Buch lesen?
Alle Menschen, die sich für die Natur, für wilde Tiere oder für fremde Länder interessieren. Menschen, die gerne reisen, Abenteuer erleben und sich fragen, was Nuss-Nougat-Creme mit Orang-Utans, was Sushi mit Bullenhaien, was Rindfleisch mit Papageien zu tun hat. Die wissen wollen, wie man reagiert, wenn einem eine Riesenschlange, ein Leistenkrokodil oder eine Tarantel im Dschungel begegnet. Vor allem soll dieses Buch aber Jung und Alt Mut machen und motivieren, selbst aktiv zu werden.
„Wir alle können etwas tun, jeden Tag, überall!“









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