Sterne über der Alster

Sterne über der Alster

Roman

Taschenbuch
E-Book

€ 11,00 inkl. MwSt.

Die Revolution von 1918/19 bringt nicht nur Chaos in das geordnete Leben der Hamburger Reederfamilie Dornhain, sondern auch der Dienstboten: Der Patriarch nimmt sich das Leben, sein Chauffeur gerät unter Mordanklage und Nele Dornhain erwartet ein Kind vom Mann ihrer kleinen Schwester. Indes kämpft die älteste Tochter Ellinor um das wirtschaftliche Überleben des Familienunternehmens und auch um ihr eigenes Lebensglück, dessen Zukunft in den Sternen über der Alster geschrieben steht ...

 

 

  • € 11,00 [D], € 11,40 [A]
  • Erschienen am 09.11.2015
  • 432 Seiten, Broschur
  • ISBN: 978-3-492-30697-3
 
 

Leseprobe zu »Sterne über der Alster«

Hamburg
1
Die Villa besaß definitiv zu viele Türen.

Jedes Mal, wenn sie durch das Haus ging, um die Schlösser zu überprüfen, dachte Klara Tießen, dass ihre Tätigkeit angesichts der vielen Ein- und Ausgänge völlig sinnlos war.

Neben dem Hauptportal gab es die Dienstboteneingänge auf der Vorder- und der Rückseite, die Terrassen­türen im Hochparterre und in der ersten Etage sowie die Luke zum Kohlenkeller und eine weitere Kellerpforte. ­Darüber hinaus boten auch die hohen Fenster des mehr­stöckigen hochherrschaftlichen Gebäudes am Harvestehuder Weg recht bequeme Einstiegsmöglichkeiten für [...]

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Micaela Jary

Micaela Jary

Micaela Jary wurde als Tochter des Filmkomponisten Michael Jary in Hamburg geboren. Sie wuchs in der Welt des Kinos und der Musik auf und arbeitete als Zeitungsredakteurin, ehe sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Seit vielen Jahren schreibt sie nun erfolgreich Bücher. Sie lebte lange in mehr ...

Kommentare zum Buch
1. Und weiter geht es mit der Familie Dornhain und ihren Bediensteten
Monika F., Thalia Buchhandlung im Elbe Einkaufszentrum am 13.11.2015 - 15:46:32

Das passiert mir wirklich selten, dass ich Ihnen innerhalb von 3 Monaten zwei Bücher von der gleichen Autorin vorstellen kann, und auch noch beide für sehr gut empfunden habe. Im August durfte ich Ihnen „Wie ein fernes Lied“ von Micaela Jary vorstellen und jetzt folgt „Sterne über der Alster“. „Sterne über der Alster“ ist die Fortsetzung des Titels „Das Haus am Alsterufer“, welches im Sommer 2014 im Goldmann Verlag erschienen ist. Ursprünglich war dieser Titel eigentlich als eine Art Weihnachtsspecial gedacht, aber zu unserem Glück wurde daraus doch ein ganzer Roman.   Im ersten Band haben wir die Familie Dornhain (Großmutter Charlotte, Vater Victor und die 3 Töchter Ellinor, Nele und Lavinia) sowie die Dienstboten (Köchin Ida, die Zimmermädchen Frieda und Klara und den Chauffeur/Kontorboten und Morgenmann Richter) kennengelernt. Der 1. Band spielte in dem Zeitrahmen vom September 1911 bis zum 09. November 1918. Und der 2. Band beginnt just an dem 09. November 1918, allerdings kurz vor dem Epilog des 1. Bandes, was mich persönlich kurzzeitig verwirrt hat. Aber die Verwirrung hat sich sehr schnell gelegt. Der Krieg ist so gut wie zu Ende, stattdessen herrschen in Deutschland und der Schweiz Bürgerkriegsähnliche Zustände. Der Kaiser wurde zum Abdanken gezwungen, und nicht jeder kommt mit der neuen Situation zurecht. Victor Dornhain nimmt sich das Leben und hinterlässt in dieser schwierigen Zeit ein schweres Erbe für seine Schwiegermutter Charlotte und seine älteste Tochter Ellinor, die seine erkorene Nachfolgerin ist. Ellinor muss versuchen ihre beiden Schwestern zurück nach Hamburg zu holen, denn Nele lebt mit ihrer großen Liebe Konrad in der Schweiz und Lavinia ist als Etappenhelferin in Spa in Belgien stationiert. Dazu kommt noch, dass ihre Großmutter ein pikantes Detail aus dem Abschiedsbrief von Victor Dornhain unter den Teppich kehren möchte. Und auch bei der Dienerschaft läuft nicht alles glatt. Der Chauffeur Richter wird plötzlich verhaftet, weil er einen Mord begangen haben soll. Was hat es damit auf sich?   Die Handlung des 2. Romans spielt nur in einer relativ kurzen Zeitspanne – nämlich zwischen dem 09. November 1918 bis zum 21. Juli 1919. Aber diese Zeitspanne hat es geschichtlich in sich. Ganz Deutschland ist im Aufruhr. Die Soldaten haben gemeutert, die Bolschewiken haben die Macht übernommen, überall herrschen Räte. Das normale Leben ist zum Erliegen gekommen. Auch bei den reichen Familien herrschen Hunger und Kälte, wenn auch in weitaus geringerem Maße als bei den armen Menschen. Es steht noch nicht fest, was Deutschland als Kriegsverlierer alles ertragen muss. Es herrschen Kriminalität und Willkür auf den Straßen. Und in dieser schwierigen Zeit hat Micaela Jary ihre Geschichte angesiedelt. Es geht eine Epoche zu Ende, eine neue hat aber noch nicht begonnen. Wie wird es für die Familie weitergehen? Und kommt das für uns Leser gelüftete Geheimnis um das Dienstmädchen Klare jetzt auch bei der ganzen Familie ans Licht?   Mir hat dieser Roman wieder sehr viel Spaß gemacht. Ich habe viel über diese Zeitspanne erfahren, was mir bisher noch nicht bekannt war, u.a. auch so eine entzückende Kleinigkeit wie das Schwanenhaus auf der Aussenalster. Dieser Roman ist spannend erzählte Geschichte und Unterhaltung in einem. Ich hoffe doch sehr, dass die Autorin die Möglichkeit erhält noch weiterhin von den Geschicken der Familie zu erzählen. Immerhin sind noch einige Handlungsstränge offen!   Im wahrsten Sinne ein Hamburgisches Downton Abbey und die ideale Lektüre für Leserinnen, die diese Serie oder gut gemachte Familiengeschichten lieben.

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Micaela Jary erzählt mitreißend das Schicksal der Hamburger Reederfamilie Dornhain zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts.

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