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Das Buchcover zeigt einen schwarzen Hintergrund. Oben steht in roter Schrift der Name „HANS KüNG“. Darunter ist in großen weißen Buchstaben der Titel „IST DIE KIRCHE NOCH ZU RETTEN?“ platziert, wobei die Frage mit einem Fragezeichen endet. Am unteren rechten Rand befindet sich das Verlagslogo „PIPER“ in roter Schrift. Die Schriftart ist modern und kraftvoll, was eine nachdenkliche und provokante Atmosphäre vermittelt.

Ist die Kirche noch zu retten? - eBook-Ausgabe

9,99 €
29.03.2011
272 Seiten
978-3-492-95166-1

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Piper Verlag GmbH
Georgenstraße 4
80799 München

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Beschreibung

Sein Leben lang hat Hans Küng der katholischen Kirche gedient (allerdings nicht immer zur Freude der Päpste): als weltweit geachteter Theologe, als Priester und vielgelesener Autor. Jetzt erweist er ihr wieder einen Dienst, indem er klar ausspricht, woran die Kirche krankt. Deren Krise geht weit über die Missbrauchsfälle und deren Vertuschung hinaus: Es handelt sich um eine grundlegende Systemkrise. Eine Kirche, die weiterhin an ihrem Machtund Wahrheitsmonopol, an ihrer Sexual- und Frauenfeindlichkeit festhält, sich Reformen und der aufgeklärten modernen Welt verweigert, wird nicht überleben –…

Sein Leben lang hat Hans Küng der katholischen Kirche gedient (allerdings nicht immer zur Freude der Päpste): als weltweit geachteter Theologe, als Priester und vielgelesener Autor. Jetzt erweist er ihr wieder einen Dienst, indem er klar ausspricht, woran die Kirche krankt. Deren Krise geht weit über die Missbrauchsfälle und deren Vertuschung hinaus: Es handelt sich um eine grundlegende Systemkrise. Eine Kirche, die weiterhin an ihrem Machtund Wahrheitsmonopol, an ihrer Sexual- und Frauenfeindlichkeit festhält, sich Reformen und der aufgeklärten modernen Welt verweigert, wird nicht überleben – das ist Hans Küngs Fazit. Deshalb legt er eine Agenda für ein „Zukunftsgespräch“ vor.

Über Hans Küng

Foto von Hans Küng

Biografie

Hans Küng, geboren 1928 in Sursee/Schweiz, gestorben 2021 in Tübingen, war Professor Emeritus für Ökumenische Theologie an der Universität Tübingen und Ehrenpräsident der Stiftung Weltethos. Er galt als einer der universalen Denker seiner Zeit. Sein Werk liegt im Piper Verlag vor. Zuletzt erschienen...

Mehr über Hans Küng

Aus „Ist die Kirche noch zu retten?“

Was mich jetzt zum Schreiben drängt


Lieber hätte ich dieses Buch nicht geschrieben. Es ist nicht angenehm, der Kirche, die meine geblieben ist, eine solch kritische Veröffentlichung widmen zu müssen. Ich meine die katholische Kirche, die größte, mächtigste, internationalste, in etwa auch älteste Kirche, deren Geschichte und Geschick aber auch alle anderen Kirchen beeinflusst.
Lieber hätte ich freilich meine Zeit anderen dringenden Fragen und Projekten gewidmet, die auf meiner Agenda stehen. Aber der Restaurationskurs der letzten drei Jahrzehnte unter den Päpsten [...]

Buchcover müssen unverändert und vollständig wiedergegeben werden (inklusive Verlagslogo). Die Bearbeitung sowie die Verwendung einzelner Bildelemente ist ohne gesonderte Genehmigung nicht zulässig. Wir weisen darauf hin, dass eine Zuwiderhandlung rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Pressestimmen

„Die ausführliche Diagnose einer 'kranken Kirche'.“

Frankfurter Rundschau

„Auch wenn das Buch auf die Katholische Kirche gemünzt ist, so muss man doch feststellen: Eine solche kritische, aber kompetente Stimme wie dieses ist wichtig für jede Religionsgemeinschaft. Sie fordert die Etablierten heraus. Sie zwingt zum Nachdenken. Das Buch lässt sich an vielen Stellen auf andere Religionsgemeinschaften übertragen. Es bietet gläubigen Menschen wichtige Anregungen und Hilfestellungen. Auch als Nicht-Katholik fühlt man sich an vielen Stellen mit dem Autor verbunden.“

Deutschlandradio Kultur

„Dieses Buch enthält auf nur 260 Seiten die komplette Anleitung für eine umfassende Kirchenreform. Brillante Gedanken, die die Kirche wieder zukunftsfähig machen könnten, weil sie verkrustete Strukturen aufbrechen und dem Kirchenvolk mehr Macht verleihen, weil sie auf Einheit der Christen statt Trennung setzen.“

3sat

„Die Lektüre dieses Buches ist unbedingt zu empfehlen, jenen, die sich Sorge um die Kirche machen, aber auch jeden die mit ihr gar nichts am Hut haben. Ganz einfach deshalb, weil es blendend geschrieben, klug und spannend zu lesen ist.“

Neues Volksblatt (A)

Die erste Bewertung schreiben

Hans Küng
Ist die Kirche noch zu retten?.
Inhaltsangabe

Inhalt


Was mich jetzt zum Schreiben drängt


I. Eine kranke, gar sterbenskranke Kirche?

Zum gegenwärtigen Stand

1. So kann es nicht weitergehen

2. Zerfall der kirchlichen Strukturen

3. Die gescheiterte Restaurationspolitik zweier Päpste

4. Von der „winterlichen“ zur kranken Kirche

5. Fieberschübe

6. Sieben Reaktionen auf die Kirchenkrankheit

7. Bischöfe, die zum Dialog bereit sind

8. Bischöfe, die den Dialog verweigern

9. Diagnostik und Therapie erfordert

10. Sterbehilfe oder Reanimation?

11. Kirchengeschichte als Anamnese

12. Ist Tradition oder Fortschritt das Wahrheitskriterium?

13. Christlicher müssten die christlichen Kirchen sein

14. Eine bedenkliche Momentaufnahme

15. Die andere Kirche


II. Diagnostik des römischen Systems

Anamnesen und Diagnosen

1. Petrus – der erste Papst?

2. Römischer Herrschaftsanspruch – schon früh proklamiert

3. Der erste wirkliche Papst und seine romzentrierte Ideologie

4. Irrende Päpste, päpstliche Fälschungen und Papstprozesse

5. Unheilige Väter und aufgezwungene Reformen

6. Vom römischen Prinzip zum römischen System

7. Das römische System spaltet die eine Christenheit

8. Wie die offene Wunde heilen?



III. Keime einer chronischen Krankheit

Untersuchungsbefunde und Therapien

1. Römisches Macht- und Wahrheitsmonopol

2. Juridismus und Klerikalismus

3. Sexual- und Frauenfeindlichkeit

4. Gewaltbereitschaft und Kreuzzugsmentalität

5. Umschlag päpstlicher Weltmacht in päpstliche Ohnmacht

6. Die Verweigerung der Reform

7. Die Reformation: radikale Antwort auf Reform unwilligkeit



IV. Rehabilitation mit Rückfällen

Triebkräfte und Gegenkräfte auf dem Weg in die Moderne

1. Rehabilitation erfordert

2. Eine Scheinrehabilitation: das Konzil der Gegenreformation

3. Römisch-katholische Gegenwelt zur Moderne

4. Erster Virus: kirchliche Wissenschaftsfeindlichkeit

5. Rückfälle: Charles Darwin

6. Zweiter Virus: kirchliche Fortschrittsfeindlichkeit

7. Rückfälle: die Pille

8. Dritter Virus: kirchliche Demokratiefeindlichkeit

9. Rückfälle: Vorliebe für autoritäre Regime

10. Vierter Virus: römisch-katholische Restaurationsbegeisterung

11. Rückfälle: Index der Volksverdummung

12. Römisches System im Frontalangriff auf die Moderne

13. Rückfälle: Rom und das kommunistische China

14. Analyse der Krankheitsgeschichte nur gültig für die westliche Welt?


V. Große Rettungsaktion

Reformation und Moderne nur halb eingeholt

1. Wie die Kirche retten? Zwischen Modernismus und Antimodernismus

2. Pius XII. – ein heiliger Papst?

3. Neubelebung der Kirche: Johannes XXIII.

4. Zwei erfolgreiche Paradigmenwechsel: das Vatikanum II

5. Statt Erneuerung Restauration: Paul VI.

6. Rückfall in die vorkonziliare Konstellation: Johannes Paul II.

7. „Santo subito“? Maciel, Wunder, Heiligeninflation

8. Warum Bischöfe schweigen

9. Gleichschaltung des Episkopats

10. Wie man „modo Romano“ Karriere machen kann

11. Eine Fassadenkirche

12. Neutestamentliches Leitbild zur Sanierung der Kirchenleitung

13. Drei petrinische Verheißungen – drei päpstliche Versuchungen


VI. Ökumenische Therapie

Rettungsmaßnahmen

1. Osteoporose des kirchlichen Systems?

2. Autoritäre Systeme können implodieren

3. Norm für Kirchenreform: kein selbstfabriziertes Kirchenrecht, sondern der in der Bibel bezeugte geschichtliche Jesus Christus

4. Die Kirche soll ihre Kernfunktionen stärken und zugleich ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen

5. Der Papst muss sich um Gemeinschaft mit der Kirche bemühen

6. Die römische Kurie zwar nicht zerstören, aber nach dem Evangelium reformieren

7. Statt Günstlingswirtschaft mehr kompetentes Fachpersonal

8. Glasnost und Perestroika für die Kirchenfinanzen

9. Die Inquisition nicht reformieren, sondern abschaffen

10. Alle Formen von Repression beseitigen

11. Das Kirchenrecht nicht nur verbessern, sondern gründlich neugestalten

12. Priestern und Bischöfen die Ehe erlauben

13. Den Frauen alle kirchlichen Ämter öffnen

14. Klerus und Laien bei der Bischofswahl wieder einschalten

15. Mahlgemeinschaft katholischen und evangelischen Christen nicht länger verwehren

16. Ökumenische Verständigung und Zusammenarbeit in Wahrhaftigkeit ohne Ausreden und Verschweigen

17. Notfalls Zwangstherapie erforderlich?

18. Im Blick auf eine Rekonvaleszenz


Zum Schluss: Die Vision bleibt

Dankeswort

Der Autor dieses Buches

Bücher des Autors zur Vertiefung