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Die Krone der DunkelheitDie Krone der Dunkelheit

Die Krone der Dunkelheit

Roman

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Die Krone der Dunkelheit — Inhalt

Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.

Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.  

Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird ...

€ 15,00 [D], € 15,50 [A]
Erschienen am 02.10.2018
640 Seiten, Klappenbroschur
EAN 978-3-492-70526-4
€ 12,99 [D], € 12,99 [A]
Erschienen am 02.10.2018
640 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-99235-0

Leseprobe zu »Die Krone der Dunkelheit«

Prolog – Weylin

– Daaria –

 

 

Vor achtzehn Jahren

Die Luft in Daaria, der Heimatstadt der Seelie, schmeckte nach Asche, und der Wind trug den Geruch von Rauch mit sich. Lautlos betrat Weylin den Innenhof des Schlosses, in dem sich zahlreiche Fae tummelten, denn Königin Valeska hatte zum Fest geladen. In teure Gewänder gehüllt standen ihre Gäste beisammen, tauschten sich über die neuste Mode aus – goldene Ringe, welche die gesamte Länge ihrer spitzen Ohren zierten – und spekulierten über die jüngsten Angriffe der Elva – bestialische Wesen, die ihr [...]

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Prolog – Weylin

– Daaria –

 

 

Vor achtzehn Jahren

Die Luft in Daaria, der Heimatstadt der Seelie, schmeckte nach Asche, und der Wind trug den Geruch von Rauch mit sich. Lautlos betrat Weylin den Innenhof des Schlosses, in dem sich zahlreiche Fae tummelten, denn Königin Valeska hatte zum Fest geladen. In teure Gewänder gehüllt standen ihre Gäste beisammen, tauschten sich über die neuste Mode aus – goldene Ringe, welche die gesamte Länge ihrer spitzen Ohren zierten – und spekulierten über die jüngsten Angriffe der Elva – bestialische Wesen, die ihr Unwesen außerhalb der Stadt trieben –, als hätten sie Erfahrung im Kampf. Bedienstete des Hofes schwirrten währenddessen über den Platz, schenkten süßen Wein nach und reichten raffinierte Häppchen aus rohem Fisch und gegartem Fleisch. Zwei Schausteller tanzten über den Platz und erschufen mithilfe ihrer Magie und einiger Fackeln komplexe Skulpturen aus Feuer, deren Hitze Weylin sogar aus mehreren Fuß Entfernung spüren konnte.

Kaum einer der Anwesenden bemerkte ihn, und jene achtsamen Fae, die ihn dennoch wahrnahmen, wandten ihre Blicke eilig von ihm ab. Denn er war nicht wie sie. Er war ein Halbling. Ein Schatten. Ein Niemand. In ihren Augen hatte er keine Beachtung verdient. Und wäre da nicht seine schneeweiße Haut gewesen, hätte er mit seinen schwarzen Haaren und der dunklen Uniform wohl vollständig mit dem Mauerwerk verschmelzen können. Denn das Schloss im Herzen von Daaria war aus finsterem Vulkanstein errichtet worden und gehörte ohne Zweifel zu den beeindruckendsten Bauwerken des Landes. Selbst wenn Weylin seinen Kopf in den Nacken legte, konnte er die sechzehn Turmspitzen kaum ausmachen, auf denen das Ewige Feuer brannte – Flammen, die nie erloschen – als Zeichen für die niemals endende Macht des Königshauses.

Weylin allerdings brauchte keine Erinnerung an die Macht der Königin. Er spürte sie jeden Tag am eigenen Leib und sah sie im Spiegel, wenn er seinen Rücken betrachtete. Zwar waren die Wunden des Blutschwurs seit langer Zeit verheilt, doch noch heute konnte er die wulstige Narbe sehen, die in der Form eines Dreiecks unter seinem Nacken saß. Sie zeichneten ihn nicht nur als Sklaven, sondern vor allem als Verfluchten. Er hatte keine andere Wahl, als Valeska zu dienen.

An diesem Abend hatte sie ihn in ihre Gemächer bestellt, und das konnte nur zwei Dinge bedeuten: Entweder würde er heute Nacht das Bett mit ihr teilen oder für sie morden. Beide Möglichkeiten waren ihm zuwider. Hätte er eine Wahl, würde er lieber eine ganze Armee mit seinen bloßen Händen töten, als noch einmal in das Bett dieser Frau zu steigen. Doch Valeska liebte es, auch im Schlafgemach die Oberhand zu haben, und niemand war gehöriger als ein Blutsklave, der gezwungen war, jedem Wort aus ihrem Mund zu gehorchen.

Weylin erschauderte, und obwohl er es nicht wollte, trugen ihn seine Füße durch das Schloss, bis zu einer Flügeltür, die mit goldenen Ornamenten verziert war. Zwei Fae aus der Leibgarde flankierten das Schlafgemach der Königin. Anders als Weylin besaßen sie das typisch rote Haar der Seelie. Doch im Gegensatz zu den meisten Fae ihrer Art trugen sie es nicht lang, sondern kurz geschoren, so wie der Kodex der Garde es verlangte.

Die Blicke der Wachmänner waren starr geradeaus gerichtet, und sie reagierten auf Weylins Anwesenheit ebenso wenig wie all die anderen Fae. Was hatte er auch erwartet? Eine freundliche Begrüßung? Ein Lächeln? Nein, ein Halbling wie er war dergleichen nicht wert, denn er war nicht mehr als ein Spielzeug in den Händen der Königin. Doch sie schienen über seine Ankunft informiert zu sein, denn ohne ihn aufzuhalten, ließen sie ihn vorbeiziehen. Er stieß die Türen zu den königlichen Gemächern auf. Der Raum, der sich nun vor ihm auftat, versetzte ihn jedes Mal aufs Neue ins Staunen. Er war viel größer, als das Zimmer, das er in der Libelle bewohnte, einer Taverne unweit des Schlosses. Und die Wände waren so hoch, dass sie jedem Geräusch ein Echo verliehen, obwohl sie mit roten Stoffen in den verschiedensten Schattierungen kunstvoll verziert waren. Schwarze Felle mit kurzen Borsten an den Beinen und langen Zotteln am Rücken, die von wilden Elva stammten, schmückten als Teppiche den Boden. Dem Schlafgemach schlossen sich ein Waschraum und ein Kleiderzimmer an, dessen Inhalt wertvoll genug war, um ein ganzes Stadtviertel davon zu ernähren.

Wie von selbst richtete sich Weylins Blick auf das große Himmelbett, in dem er schon zu oft gelegen hatte. Valeska rekelte sich nicht darin, was er als ein gutes Zeichen wertete. Stattdessen stand die Königin an einem geöffneten Fenster und betrachtete ihren Garten, der ein Kunstwerk in sich war mit seinen geschwungenen Kieswegen, den dunklen Bäumen und den Blumenbeeten, deren Farben an flüssige Lava erinnerten. Die Blüten verbreiteten einen herben Duft, der selbst den Geruch der Asche zu verdrängen vermochte, der aufgrund der brodelnden Berge auf der Vulkanhöhe stets über der Stadt zu hängen schien.

Die Königin rührte sich nicht und nahm Weylins Anwesenheit mit keinem Wort zur Kenntnis. Ihm war es nicht gestattet, zuerst zu sprechen, und Valeska wusste das. Sie kostete dieses Machtspiel jedes Mal aus. Doch selbst wenn er das Wort hätte ergreifen dürfen, so hatte er der Königin nichts zu sagen.

Schweigend trat er neben sie an das Fenster. Er konnte das Fest im Innenhof von hier aus nicht sehen, aber hören. Ein Musiker hatte begonnen auf einer Laute zu spielen, und das nicht sonderlich gut, wie Weylin feststellte. Er fragte sich, wie es dieser Fae überhaupt an den Hof geschafft hatte. Er schien noch nicht einmal zu bemerken, dass sein Instrument verstimmt war.

Weylin schnaubte über diesen Mangel an Talent und konnte spüren, wie das leise Geräusch Valeskas Aufmerksamkeit auf ihn lenkte. »Du bist spät dran«, sagte sie schließlich. »Ich mag es nicht, wenn man mich warten lässt.«

Weylin blickte die Königin an, und ein Lächeln trat auf seine Lippen, obwohl dies das Letzte war, was er wollte. Doch dieses Lächeln gehörte nicht ihm. Es war ein fremdes Lächeln, das sich jedes Mal auf sein Gesicht drängte, wenn er der Königin begegnete. »Ich bitte um Verzeihung.«

Eine Lüge.

Valeska nickte und wandte sich ihm vollständig zu. Eines musste man der Königin lassen, so hässlich ihr Inneres war, so hinreißend war ihr Äußeres. Ihr faltenfreies Gesicht war ein Meisterwerk der Ebenmäßigkeit, und ihre vollen Lippen und grünen Augen verliehen ihr ein jugendliches Aussehen. Das Haar fiel Valeska in roten Locken über die Schultern und umspielte die Ansätze ihrer Brüste.

»Was kann ich für Euch tun, Eure Hoheit?«

Valeska stieß ein Lachen aus, das in Weylins Ohren viel zu schrill klang, und schritt mit erhobenem Kinn in Richtung ihres Bettes, dessen Anblick ausreichte, um Übelkeit in ihm aufsteigen zu lassen. »Wieso so förmlich, Weylin? Wir sind doch unter uns.«

Nein, sind wir nicht, dachte er. Seit er das Zimmer betreten hatte, spürte er die Anwesenheit einer dritten Person. Das Lächeln, das er tragen musste, wenn er die Königin ansah, fiel in sich zusammen, als er seinen Blick durch den Raum gleiten ließ. In der dämmrigen Ecke, die am weitesten von ihm entfernt war, konnte er ein Flimmern in der Luft erkennen, wie es häufig an heißen Tagen zu sehen war. Aber das, was Weylin nun betrachtete, war kein Trugbild der Natur, es war ein magischer Schleier aus Luftmagie gewoben. Und nur wer wusste, wonach er suchte, konnte den Zauber durchschauen.

»Kommt raus, Samia!« Ihr Name klang wie ein Knurren aus Weylins Mund. »Ich weiß, dass Ihr hier seid.«

»Das hat aber lange gedauert«, antwortete eine rauchige Stimme aus dem Nichts, und im nächsten Moment verdichtete sich die zitternde Luft zu einer Gestalt, die ein Gewand aus weißen, grauen und schwarzen Federn trug. Samia hatte bereits Valeskas Vater gedient und gehörte seither zu den engsten Vertrauten der Familie. Und vermutlich gab es im ganzen Land keine zweite Fae wie sie, denn Samia war vollkommen farblos. Für gewöhnlich setzte der Alterungsprozess bei den Fae erst mit fünfhundert Jahren ein, aber Samias rotes Haar war schon vor dieser Zeit ergraut. Ihre Haut war aschfahl, und ihre eigentlich grünen Augen färbte sie sich mit einer speziellen Tinktur rabenschwarz. Sie erinnerten Weylin jedes Mal an den Schlund eines Vulkans. »Du wirst unzuverlässig.«

»Und Ihr seid keine Gefahr«, sagte Weylin gelangweilt. Er hasste die Spielchen der Fae und ihren ständigen Drang, ihre Macht und Magie unter Beweis stellen zu müssen. Er blickte zur Königin, die ihr kurzes Wortgefecht mit einem amüsierten Lächeln beobachtet hatte. Er hätte es ihr am liebsten aus dem Gesicht geschlagen. »Was wollt Ihr von mir, Eure Hoheit?«

Die Königin schritt noch immer durch den Raum. Sie erzeugte keinen Laut, und es war, als würde sie über den Boden schweben, und womöglich tat sie dies auch. Ebenso wie Samia konnte Valeska über das Element Luft herrschen. Nur war ihre Magie wesentlich stärker. Valeska verfügte über eine Macht, von der Weylin nur träumen konnte. Doch seinen Mangel an Elementarmagie glich er mit seinem Können als Krieger aus. Schließlich war er nicht ohne Grund der Schatten der Königin geworden.

»Ich habe einen Auftrag für dich«, sagte die Königin.

»Er ist von höchster Wichtigkeit«, ergänzte Samia.

»Lasst mich raten, Ihr hattet wieder einen Traum?«, fragte Weylin.

Samia schnalzte missbilligend mit der Zunge. »Keinen Traum, eine Vision der Zukunft.«

Natürlich. Weylin richtete seinen Blick auf die Königin, sodass der Schwur ein Lächeln hervorbrachte, das es ihm ermöglichte, seine wahren Gedanken vor der Seherin zu verbergen. Einige Fae waren von den Göttern der Anderswelt nicht nur mit der Magie der Elemente gesegnet worden, sondern hatten zusätzliche Gaben erhalten. Sie konnten die köstlichsten Speisen zaubern, die großartigsten Geschichten erzählen und die lebhaftesten Bilder zeichnen. Weylin selbst gehörte ebenfalls zu den Beschenkten. Er war von den Göttern mit einem Talent für die Musik bedacht worden. Noten waren seine zweite Sprache, und jedes Instrument, das er nicht beherrschte, konnte er innerhalb weniger Stunden lernen. Doch Samia war seit jeher die einzige Fae, die behauptete, ein Talent dafür zu haben, die Zukunft sehen zu können. Es gab Gerüchte, dass sie dafür während der Vollmonde ein Blutopfer darbringen musste.

Allerdings hielt Weylin sie bloß für eine Hochstaplerin. »Und was habt Ihr in der Vision gesehen?«

»Vor zwei Tagen hat die Königin der Unseelie einen Jungen zur Welt gebracht«, erklärte Valeska an Samias Stelle. »Samia wurde ein Einblick in seine Zukunft gewährt.«

Weylin wusste von Königin Zarinas Schwangerschaft, aber die Nachricht über die Geburt eines Sohnes hatte ihn bisher nicht erreicht, obwohl die Gäste in der Libelle Klatsch und Tratsch liebten, vor allem über das andere Faevolk. »Soll ich dem Prinzen ein Geschenk überbringen?«

»Oh nein, wir wollen den Prinzen nicht beschenken.« Samia bedachte Weylin mit einem boshaften Lächeln, das ihre dunklen Augen nicht erreichte und ihn einmal mehr daran erinnerte, wen er vor sich hatte. »Wir möchten, dass du ihn für uns tötest.«

Seine Augen weiteten sich vor Unglauben. »Ihn töten?«

Samia nickte. »Der Prinz wird mit seiner Krönung ein großes Unglück über das Land bringen.«

»Was für ein Unglück?«

»Ich weiß es nicht.« Die Seherin richtete ihren Blick an die mit Stuck verzierte Decke. Sie erkundete das Muster, als würde sie mehr darin erkennen als nur die bloße Schönheit der Handwerkskunst. »Ich habe nur Dunkelheit gesehen. Sie wird sich zuerst über Melidrian legen, dann über Thobria und schließlich über die ganze Welt. Sie wird mit ihrer Schwärze alles ersticken.«

Weylin musste sich dazu zwingen, nicht mit den Augen zu rollen. »Und deswegen muss der Prinz sterben?« In all den Jahren, die er Valeska diente, hatte er schon einige fragwürdige Aufträge für die Königin ausgeführt. Widerwillig hatte er Köpfe von Hälsen geschlagen, Gliedmaßen abgetrennt, Frauen gefoltert und Kinder verschwinden lassen. Doch der Befehl, den Thronerben der Unseelie zu ermorden, übertraf alles, was er bisher für sie getan hatte.

»Ich vertraue Samia«, sagte Valeska. Sie stand nun wieder bei Weylin und streckte die Hand aus. Ihre warmen Finger mit den samtweichen Kuppen berührten seine Haut. »Unser Land lebt schon zu lange im Frieden. Es war nur eine Frage der Zeit, bis jemand wie der Prinz geboren wird.«

»Ist sein Tod wirklich notwendig? König Nevan ist jung. Sein Sohn wird erst in Jahrhunderten den Thron besteigen.« Weylin spürte, wie die Narbe aufglühte, die Valeska einst mit einem feuergebundenen Dolch in seine Haut geritzt hatte. Die Königin duldete keine Einwände. Was machte es also für einen Sinn, ihr zu widersprechen, wenn er sich ohnehin nicht weigern konnte? Aber sie sprachen hier nicht von einem Aufständischen, den er im Fluss ertränken sollte, sondern von dem zukünftigen König der Unseelie. Was immer Samia gesehen hatte, konnte kaum schlimmer sein als der Krieg, der ihnen drohte, sollte jemand herausfinden, dass Valeskas Schatten für die Ermordung des Jungen verantwortlich war.

»Die Ära von König Nevan neigt sich dem Ende zu«, erklärte Samia. Sie hatte die Hände in die langen Ärmel ihres federgeschmückten Gewandes geschoben. »Die Vision hat es mir gezeigt. Der Prinz wird der jüngste König aller Zeiten, und seine Machtergreifung wird nicht lange auf sich warten lassen.«

»Weylin.« Sein Name klang wie eine Drohung. Königin Valeska lächelte ihn an, doch weder Gutmütigkeit noch Gnade spiegelten sich in ihren Augen. Er erkannte die Entschlossenheit in ihrem Blick, und er wusste, sie hatte ihr Urteil längst gefällt. »Ich habe dich nicht hierher zitiert, um deine Meinung zu hören. Es gibt nur eine Sache, die ich von dir will, nämlich dass du den Prinzen für mich aus dem Weg räumst. Hast du verstanden?«

»Natürlich, meine Königin.« Ohne sich dagegen wehren zu können, verließen die Worte Weylins Zunge, und damit besiegelte er nicht nur sein eigenes Schicksal, sondern auch das des neugeborenen Prinzen.

Laura Kneidl

Über Laura Kneidl

Biografie

Laura Kneidl, 1990 in Erlangen geboren, studierte Bibliotheks- und Informationsmanagement in Stuttgart. 2009 begann sie, an ihrem ersten eigenen Roman zu arbeiten. Seitdem schreibt sie u.a. über die große Liebe, unsterbliche Wächter, rebellische Jäger und unverfrorene...

Veranstaltung
Lesung und Gespräch
Samstag, 20. Oktober 2018 in Berlin
Zeit:12:00 Uhr
Ort:Station Berlin - Bühne H8 "Lidenbrock",
Luckenwalder Str. 4-6
10963 Berlin
Im Rahmen der Phantastika 2018. Anschließend Signieren auf der Signiermeile bis 14 Uhr.
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Lesung
Freitag, 09. November 2018 in Nürnberg
Zeit:17:00 Uhr
Ort:Thalia-Buchhaus CAMPE,
Karolinenstr. 53
90402 Nürnberg
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Pressestimmen

katietastic.wordpress.com

»Ein imposanter Auftakt mit jede Menge interessanten und mehrdimensionalen Figuren. Laura Kneidl beweist einmal mehr ihren fantastischen Schreibstil und beeindruckt vor allem mit einem faszinierenden Worldbuilding.«

Fragen und Antworten zu Laura Kneidl
Sie haben Fragen zum Autor? Wir haben das Wichtigste für Sie zusammengefasst.
Welche Bücher hat Laura Kneidl geschrieben?
Laura Kneidl hat die erfolgreiche New Adult-Reihe »Berühre mich. Nicht« geschrieben, sowie einige Fantasy-Reihen für Jugendliche. Die Reihe »Die Krone der Dunkelheit« ist ebenfalls im Fantasy Genre angesiedelt.

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