Die Geschichte der Baltimores

Roman

Hardcover
E-Book

€ 24,00 inkl. MwSt.

Der neue Geniestreich von Joël Dicker

Die Goldmans aus Montclair sind eine typische Mittelstandsfamilie, sie leben in einem langweiligen Vorort von New Jersey und schicken ihren Sohn Marcus auf eine staatliche Schule. Ganz anders die Goldmans aus Baltimore: Man ist wohlhabend und erfolgreich, der Sohn Hillel hochbegabt, der Adoptivsohn Woody ein vielversprechender Sportler. Als Kind ist Marcus hin- und hergerissen zwischen der Bewunderung für diese »besseren« Verwandten und seiner leisen Eifersucht auf ihr perfektes Leben. Hillel und Woody aber sind seine besten Freunde, zu dritt sind sie unschlagbar, zu dritt schwärmen sie für das gleiche Mädchen - Alexandra. Bis ihre heile Welt eines Tages für immer zerbricht.

Acht Jahre nach der Katastrophe beschließt Marcus, inzwischen längst berühmter Schriftsteller, die Geschichte der Baltimores aufzuschreiben. Aber das Leben ist komplizierter als geahnt, und die Wahrheit über die Familie hat viele Gesichter, die ihm gänzlich unbekannt waren ...

 

»Die Geschichte der Baltimores« ist Joël Dickers zweiter ins Deutsche übersetzte Roman. Eine rasante, so klassische wie abgründige Geschichte über Erfolg und Niedergang, über Loyalität und tragische Missverständnisse.

  • € 24,00 [D], € 24,70 [A]
  • Erschienen am 02.05.2016
  • 512 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
  • Übersetzt von: Andrea Alvermann, Brigitte Große
  • ISBN: 978-3-492-05764-6
 
 

Leseprobe zu »Die Geschichte der Baltimores«

Prolog
Sonntag, 24.?Oktober 2004
Einen Monat vor der Katastrophe

Morgen muss mein Cousin Woody ins Gefängnis. Dort wird er die nächsten fünf Jahre seines Lebens verbringen.
Schon auf der Fahrt vom Flughafen in Baltimore zum Haus meines Onkels Saul in Oak Park, wo Woody seine Jugend verbrachte und wir ihm an seinem letzten Tag in Freiheit Gesellschaft leisten wollen, male ich mir aus, wie er durch das Gittertor der imposanten Strafvollzugsanstalt von Cheshire, Connecticut, geht.
Für ein paar Stunden werden wir wieder zusammen sein, das wunderbare Quartett aus Woody, Hillel, Alexandra und [...]

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Joël Dicker

Joël Dicker

Joël Dicker wurde 1985 in Genf geboren. Der studierte Jurist hat bislang drei Romane veröffentlicht, »Les Derniers Jours de nos Pères«, »La Vérité sur l'Affaire Harry Quebert« (dt.: »Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert«) und »Le Livre des Baltimore« (dt.: »Die Geschichte der Baltimores«). Für mehr ...

0 Buchblog Veröffentlicht am 03.05.2016 von Piper Verlag

Interview mit Bestsellerautor Joël Dicker

Wo schreibt Joël Dicker seine Bücher und wieso meint man beim Lesen, er wäre in den USA zu Hause? Der Bestsellerautor über das Schreiben und seinen lang erwarteten, neuen Roman »Die Geschichte der Baltimores«.

Rezensionen und Pressestimmen

Frankfurter Neue Presse


»So spannend erzählt, dass diese vielschichtige Familiensaga wie ein Thriller wirkt.«   

ORF


»Ein Buch, das zu fesseln weiß und dessen Charaktere dem Leser noch lang im Gedächtnis bleiben.«   

Freundin


»Bis zur letzten Seite hochspannend und rasant erzählt.«   

St. Galler Tagblatt


»Erzählerisch und dramaturgisch sehr geschickt und mit hohem Unterhaltungswert.«   

NDR Kultur


»Dicker hält seine Leser geschickt in Atem. (...) Ein richtiger Pageturner.«   

NZZ (CH)


»Dicker ist ein sehr süffiges, sehr kurzweiliges Buch, im positiven Sinne: ein Unterhaltungsroman gelungen.«   

Deutschlandradio Kultur


»Joël Dicker erweist sich aufs Neue als begabter Erzähler, der sich gekonnt in die Psyche seiner Figuren einfühlt.«   

Rhein-Zeitung


»fein komponiert«   

Berner Zeitung


»Chapeau!«   

Schweiz am Sonntag


»Liebe, Freundschaft, Ehrgeiz, Eifersucht und Neid: Das sind die Themen, die Dicker in einer Vielzahl von Variationen souverän auffächert und ironisch zugespitzt in kühn geschlagenen Bogen erzählt.«   

Zentralschweiz am Sonntag


»Das Buch überzeugt - auch in der Fähigkeit, an ›Harry Quebert‹ anzuknüpfen, und mit der Familiensaga doch etwas Eigenes zu schaffen.«   

SRF (CH)


»Joël Dicker beweist erneut ein Gespür für menschliche Abgründe. (...) Spannung auf hohem Niveau.«   

Glamour


»Liebe und Hass, Reich und Arm, das volle Programm. Top!«   

BÜCHER Magazin


»Atemlos folgt man Joël Dickers Wahrheitssuche, um dieser Familientragödie auf die Spur zu kommen.«   

BARBARA


»Joël Dicker zeigt, dass er genau weiß, was ein toller Roman braucht: eine rasante Erählweise, liebenswerte Leute und eine sich langsam entfaltende Katastrophe.«   

Bonnie & Clyde


»Einmal aufgeschlagen, legt man auch den zweiten Roman des erfolgreichsten Schweizer Schrifstellers, Joël Dicker, kaum mehr weg. (...) Das Weiterlesen wird zum lustvollen Zwang.«   

Kommentare zum Buch
1. Der geklaute Hund
wal.li am 19.09.2016 - 12:05:15

Die Goldmans aus Baltimore waren immer die Besseren und die Goldmans aus Montclair so etwas wie die armen Verwandten. So jedenfalls sieht es Marcus Goldman, der Sohn der Montclairs. Für ihn ist es das Tollste auf der Welt, seine Ferien und lange Wochenenden in Baltimore verbringen zu dürfen. Dort gehört er zu den Goldman-Cousins, ein Triumvirat bestehend aus Hillel, dem Sohn der Baltimores, dessen Ziehbruder Woody und eben Marcus. Was für eine tolle Kindheit haben die drei Unzertrennlichen. Gemeinsam wollen sie die Welt erobern. Natürlich gibt es Veränderungen, je älter sie werden. Zum Beispiel als die Villa in den Hamptons von den Nevilles erworben wird. Zum einen erweitert sich ihr Club durch den liebenswerten aber schwerkranken Scott und dessen zwei Jahre ältere Schwester Alexandra, die den Jungen die erste Sehnsucht schenkt.   Berichtet wird die Geschichte der Baltimores und der Goldman-Cousins von Marcus. Etliche Jahre nachdem ein einschneidendes Ereignis ihr Triumvirat auseinander gebrochen hat, lebt Marcus zeitweilig in Florida. Hier will er mit seinem neuen Roman beginnen. Ablenkung erhält er von seinem älteren Nachbarn Leo, ebenso wie von einem Hund, der ihm zuläuft. Versucht, das Tier einfach zu behalten, macht er sich aber doch auf die Suche nach dem Besitzer, und - es gibt keine Zufälle im Leben - es ist seine Jugendliebe Alexandra, mit der er sich fortan zunächst heimlich den freundlichen Duke teilt.   Wie um den Baltimores ein Denkmal zu setzen, entwickelt sich diese Geschichte langsam von der glücklichen Kindheit, in der es auch schwere Stunden gibt, bis hin zu dem Ereignis, das die Katastrophe genannt wird. Doch immer bleibt der Bezug zur Gegenwart erhalten, in der Marcus und Alexandra sich wieder treffen und noch einige Steinchen zusammengefügt werden müssen, um ein vollständiges Bild der Geschichte der Baltimores vor Augen zu haben.   Zum Glück hat sich Joël Dicker mit dem Schreiben seines zweiten Romans etwas Zeit gelassen. Nach dem herausragenden Erstling war es sicher nicht ganz einfach, seinem Stil treu zu bleiben und dennoch ein ganz anderes Buch zu schreiben. Mit der Familiengeschichte der Goldmans ist ihm dies allerdings bestens gelungen. Zwar fühlt man sich schon an sein Erstlingswerk erinnert, aber das Drama um die Goldmans hat etwas eigenes. Eine Familie, in der etliches unausgesprochen bleibt, in der das Beste gewollt wird, in der jeder seine Schwächen hat, in der die Freundschaft schließlich ungebrochen bleibt und in der die Liebe groß genug ist, um Marcus Goldman zum Schriftsteller werden zu lassen, damit er sie erzählen kann: die tragisch-komische und berührende Geschichte der Baltimores.

2. Die unzerstörbare und legendäre Goldman-Gang
Janine2610 am 21.05.2016 - 00:17:22

Lange, lange habe ich auf einen neuen Roman von Joël Dicker gewartet. Nach dem Debüt »Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert«, das ich sowohl gelesen als auch als Hörbuch gehört habe, ist nun endlich »Die Geschichte der Baltimores« erschienen: ein Familienroman mit demselben Hauptprotagonisten: Marcus Goldman. Weil ich bereits das Erstlingswerk von Dicker so überwältigend fand, hatte ich hier nun selbstverständlich hohe Erwartungen ... die absolut erfüllt worden sind! Nein, mit dieser Geschichte hat mich der Autor ganz und gar nicht enttäuscht! - Auf jeden Fall ein Lesehighlight in diesem Jahr.   Schon allein der Klappentext hat mich unheimlich neugierig auf den Inhalt gemacht. Marcus Goldman, der berühmte Schriftsteller, der in seiner Jugend zu den weniger glamourösen Montclair-Goldmans gehört hat und nun ein Buch über ›die‹ Katastrophe der Baltimore-Goldmans schreibt?   ~ Waren sie wirklich diese außergewöhnlichen Menschen, die ich so sehr bewundert hatte? Und wenn das alles nur eine Schöpfung meiner Fantasie gewesen wäre? Und wenn ich seit jeher mein eigener Baltimore gewesen wäre? ~ (S. 433)   Was ist das denn für eine verheerende Katastrophe, über die hier die ganze Zeit drumherum geschrieben wird? - Ich konnte mir keinen Reim darauf machen. Marcus hat also begonnen, die Geschichte seiner Jugend zu erzählen, in der die Baltimores natürlich eine große Rolle spielen. Das muss er auch, denn es ist wichtig über all die vorkommenden Protagonisten zu lesen und deren Vorgeschichten und Beziehungen untereinander zu kennen, ansonsten würde einen ›die‹ Katastrophe gar nicht so mitnehmen. Es war wichtig, dass ich Onkel Saul, Tante Anita, Marcus' Cousin Hillel und Woody, den Adoptivsohn der Baltimores, kennenlerne. Je mehr Marcus von ihnen geschrieben/erzählt hat, desto sympathischer fand ich sie alle. Ja, ich habe mich sogar regelrecht verliebt in die Protagonisten. Und genau deshalb hatte diese Katastrophe für mich etwas sehr Tragisches an sich. Ich kann es gar nicht beschreiben ... Es hat mich mitgenommen, obwohl ich weiß, dass es "nur" eine Geschichte ist. Aber wenn man liest, wie die liebgewonnenen Charaktere anfangen zu zerbrechen und langsam aber sicher auf ihren Abgrund zusteuern ... mir war wirklich zum Heulen zumute!   ~ »Versprich mir, mein lieber Neffe, dass du uns wieder gut machst. Mach die Baltimores wieder gut. »Wie denn? « »Bring uns wieder zusammen. Nur du kannst das. « ~ (S. 506)   Was mir besonders gefallen hat, war das Gefühl, das der Autor bei mir hervorgerufen hat, als er von der Goldman-Gang geschrieben hat. Hillel, Woody und Marcus waren ein Dreiergespann, das nichts und niemand (auf Dauer) auseinanderreißen konnte. Durch diese drei Jungs wird einem erst so richtig bewusst, was wahre Freundschaft wirklich bedeutet. Keine Frau, kein Streit und keine Eifersucht hat die Macht über deren Freundschaft ... und das ist einfach wundervoll zu lesen gewesen. - Ein ganz eigenes, überwältigendes Gefühl!   ~ Es gab immer Katastrophen, es wird immer Katastrophen geben, und das Leben geht trotzdem weiter. Katastrophen sind unvermeidlich. Sie haben im Grunde keine große Bedeutung. Wichtig ist nur, wie wir sie überwinden. ~ (S. 505)   Ich habe dieses Buch geliebt, denn einen tragischeren Familienroman, der derart fesselt, habe ich noch nie gelesen. Das, was der Autor uns hier über Freundschaft, Familie und Zusammenhalt erzählt, ist Gold wert und lässt einen das Buch mit einem ganz eigenen, zufriedenen Gefühl zuklappen.

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