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Sieben Tage Sommer

Thommie Bayer
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Roman

„Die Idee für den Plot ist originell, und die leichtfüßige Erzählweise wird von der Form begünstigt.“ - Bibliotheksnachrichten

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Sieben Tage Sommer — Inhalt

Ferien in Südfrankreich und ein abwesender Gastgeber

Max Torberg ist ein wohlhabender Mann und besitzt in den Hügeln an der Côte d'Azur ein großzügiges Ferienhaus. Dorthin lädt er fünf alte Bekannte ein, die ihm 30 Jahre zuvor bei einem Überfall das Leben gerettet haben. Seither sind sie sich nicht mehr begegnet, nun sollen sie eine Woche in seinem Haus verbringen, wo sich seine Angestellte Anja um sie kümmert. Er selbst ist noch verhindert. Bei Rotwein, Gesprächen und gutem Essen beginnen sich seine Gäste zu fragen, worin der Grund ihres Besuchs liegt. Tatsächlich verfolgt der kluge, aufmerksame Torberg ein Ziel – das auch Anja mit einschließt.

„Diese ›Sieben Tage Sommer‹ haben etwas von einem Soufflé, sie sind leicht und locker geschrieben.“ Christine Westermann

€ 22,00 [D], € 22,70 [A]
Erschienen am 30.06.2022
160 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
EAN 978-3-492-07044-7
Download Cover
€ 12,00 [D], € 12,40 [A]
Erschienen am 27.07.2023
160 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-31937-9
Download Cover
€ 9,99 [D], € 9,99 [A]
Erschienen am 30.06.2022
160 Seiten, WMePub
EAN 978-3-492-60291-4
Download Cover

Leseprobe zu „Sieben Tage Sommer“

Harmonie

Lieber Max,

mich umgibt der Duft von Oleander und Jasmin, und die Anspannung von der langen Autofahrt lässt langsam nach. Seit einer halben Stunde bin ich jetzt hier, sitze auf der Terrasse links vom Haus und schreibe dir, weil ich so überwältigt bin, dass ich es unbedingt jemandem mitteilen muss.

Du kennst das alles, es ist ein bisschen albern, dir irgendwas zu schildern, aber vielleicht freut es dich ja, diese für dich normal gewordene Schönheit mit den Augen eines anderen Menschen neu zu sehen. Vielleicht erinnerst du dich ja daran, wie es war, [...]

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Harmonie

Lieber Max,

mich umgibt der Duft von Oleander und Jasmin, und die Anspannung von der langen Autofahrt lässt langsam nach. Seit einer halben Stunde bin ich jetzt hier, sitze auf der Terrasse links vom Haus und schreibe dir, weil ich so überwältigt bin, dass ich es unbedingt jemandem mitteilen muss.

Du kennst das alles, es ist ein bisschen albern, dir irgendwas zu schildern, aber vielleicht freut es dich ja, diese für dich normal gewordene Schönheit mit den Augen eines anderen Menschen neu zu sehen. Vielleicht erinnerst du dich ja daran, wie es war, als du diesen Anblick zum ersten Mal gesehen hast – vielleicht warst du ja auch so hingerissen wie ich.

Die Sonne wird demnächst untergehen, ein einzelner, recht unmelodischer Vogel legt sich noch tapfer ins Zeug, das Leben, die Schöpfung und den gelungenen Tag zu preisen, so kommt es mir jedenfalls vor, obwohl ich ja weiß, dass in Wirklichkeit nur die Männchen mit ihrer Stimme angeben, um die Weibchen herumzukriegen.

Diesen Garten hast du bestimmt selbst angelegt, er atmet deinen Geist, finde ich, alles ist so lebendig arrangiert, dass man glaubt, eine bisher unentdeckte Ecke des Paradieses als erster Mensch zu betreten. Dabei weiß ich doch schon aus dem Studium, dass die Natur solche Harmonie nicht hervorbringt. Das kann nur der Mensch. Das will auch nur der Mensch, weil er Schönheit erkennt, weil er sie braucht und gestaltet und pflegt. Jedenfalls manche tun das. Die Pappel mit den beiden Zypressen und den gelben, roten und hellgrünen Ahornbüschen, die von hier aus den Blick auf den Pool verdeckt, könnte jedenfalls von Gauguin gemalt sein und der Bambus dahinter von Hockney. Zwei vollkommen verschiedene Welten, die sich verbinden, als hätten sie vor Jahrmillionen schon einmal zusammengehört und wären nur durch eine plötzliche Kontinentaldrift getrennt worden.

Entschuldige, ich hör auf.

Wenn dir mein Geschwärme und Geschwafel auf die Nerven geht, musst du es sagen, dann versuche ich, nüchtern und ohne Fransen zu schreiben, aber mir macht es Spaß, und wenn du damit leben kannst, gebe ich Gas.

Apropos Gas geben: Das Auto, das du mir für diesen Geheimauftrag hast vor die Tür stellen lassen, ist eine Wucht. Ich weiß, dass ein Mensch meines Alters eigentlich die Wendung „eine Wucht“ nicht benutzt, aber ich liebe den Sound der Sechzigerjahre, den mein Vater draufhatte, und ich liebe es, mich abzugrenzen von meinen Altersgenossen, weil ich ja in Wirklichkeit von einem anderen Stern komme.

Hm. Zu viele Fransen.

Der „kleine“ Range Rover jedenfalls fährt sich leise und weich wie ein Luxusauto und flitzt wie ein Sportwagen. Auf der Strecke von Münster bis Luxemburg konnte ich ihn auch rennen lassen, ab der französischen Grenze dann natürlich nicht mehr, weil man hier überall nur hundertdreißig fährt. Den Stau südlich von Lyon habe ich gelassen hingenommen, weil die Musikanlage so fantastisch klingt, und im nächsten, auf der Höhe von Aix-en-Provence, konnte ich mein Französisch ein bisschen mit der Sprachlernsoftware aufpolieren.

Das Beste an diesem Auto ist, es passt hier durch die enge Straße. Mit meinem ächzenden alten Volvo, der’s mir für die Baustelle immer noch tut, hätte ich allein auf dem Weg von der Landstraße hier hoch zur Villa einigen Schaden angerichtet.

Jetzt ist die Sonne untergegangen, und ich will noch in den Pool und mir danach einen deiner Weine im Keller aufmachen. Da du ausdrücklich darauf bestanden hast, dass ich alles trinken darf, was da ist, werde ich nicht auf den Jahrgang schauen. Beziehungsweise doch.

Lieber Max, ich danke dir für diesen Spionagejob schon jetzt, bevor er überhaupt angefangen hat, weil es ein Privileg ist, an einem so schönen Ort sein zu dürfen.

Bis bald, deine Anja

~


Fransen

Lieber Max,

jetzt schreibe ich doch noch mal, weil mein Überschwang irgendwohin muss. Und da du dich noch nicht gegen die Fransen verwahren konntest, nutze ich die Gelegenheit, dir von deinem schönen Haus vorzuschwärmen.

Ich sitze wieder draußen, genieße den Wein aus dem Roussillon in kleinen Schlucken (nicht, dass du denkst, ich saufe so was im Unverstand), habe eine dicke gelbe Kerze neben mir stehen und lasse die samtweiche Sommernacht auf mich wirken. Jetzt singt eine Nachtigall – das hattest du mir schon versprochen –, sie hält sich an deinen Auftrag und betört mich mit ihrem Repertoire an Figuren, Trillern und Klick- und Schmatz- und Flötentönen.

Ich bin müde von der langen Fahrt und wollte eigentlich nach dem Schwimmen und dem letzten Sandwich aus meinem Reiseproviant ins Bett fallen, um mich von der warmen Nachtluft in den Schlaf streicheln zu lassen, aber ich bin wohl noch zu aufgedreht. Da war kein Streicheln und auch kein Schlaf.

Ich habe mir das schönste Zimmer ausgesucht, das ganz oben rechts mit dem kleinen Balkon. Ich sehe von dort Segelschiffe und große Tanker, die weiter draußen hinter einer der Inseln vorbeifahren, und einen schmalen Sichelmond, der wie eine Gondel im Himmel liegt.

Scheißeschön würde meine Mutter dazu sagen, ich würde sie zurechtweisen, weil ich diese Ausdrucksweise nicht halb so witzig finde wie sie, aber sie würde mich nur angrinsen und sagen, du hast halt scheißegute Manieren.

Du kennst sie nicht, vielleicht würdest du sie nicht mögen, aber ich mag sie, weil sie ein Fels in jeder Brandung ist. Ein rundlicher, weicher, lästernder Fels. Als Lehrerin am Gymnasium braucht sie ihren Humor, und dass ich ihr ständiges Gewitzel nicht für Humor, sondern Tourette halte, ist ihr egal. Von ihr habe ich auf jeden Fall die Logorrhö geerbt.

Ich möchte dir ein Kompliment machen für die Einrichtung. Beim ersten Blick könnte man die Möbel und Bilder für Flohmarktfunde halten, sie trumpfen nicht auf, versuchen nicht einander zu überbieten mit augenfälligem Wert oder museumsreifer Bedeutung, aber alles hat Würde und Qualität, ich habe sogar den Eindruck, das meiste stammt hier aus der Region.

Dieses Haus legt sich wie ein warmer Mantel um mich. Ein Mantel, der nirgends zwickt oder drückt oder lastet. Es passt zu dir, finde ich.

Jetzt werde ich doch langsam müde genug, um einen zweiten Versuch zu wagen. Morgen will ich mir den Ort ansehen, den Weg zum Parkhaus abgehen, das von dir empfohlene Restaurant kontaktieren und die Supermärkte checken. Und ich will noch ausnutzen, dass ich den Pool für mich alleine habe und ohne Badeanzug schwimmen kann – ab morgen Abend ist das vorbei.

Gute Nacht, deine Anja

~


Schönheit

Liebe Anja,

schreib so blumig und fransig, wie du magst, es gefällt mir. Ich kann Mäander und Vignetten nicht nur vertragen, sondern auch genießen, also ist mir jedes kleine Detail und jede Marginalie willkommen.

Es freut mich, ist aber keine Überraschung, dass dein Sinn für Schönheit, die eher zurückhaltend auftritt und unterhalb der Lärmschwelle bleibt, dir den Aufenthalt in diesem Haus versüßt. Tatsächlich ist es mein Lieblingsversteck, und ich habe mir etwas dabei gedacht, diese fünf Menschen dorthin einzuladen. Ich will sie nämlich durch deine Augen besser kennenlernen. Ich habe sie seit dreißig Jahren nicht gesehen, mich ihnen aber immer verbunden gefühlt, sogar ein bisschen verantwortlich, weshalb ich alle fünf aus der Entfernung beobachtet und hier und da unterstützend eingegriffen habe, fast immer heimlich, sodass sie nicht unbedingt davon wissen müssen.

Ich nehme an, der eine oder andere ahnt es, weil die Briefe, die wir immer an Weihnachten wechseln, hin und wieder auch von Schwierigkeiten handelten, die ich dann im Hintergrund auszuräumen versucht habe. Das gelang mir natürlich nicht immer, und ich bin mir nicht sicher, ob sie mich wirklich als gute Fee ansehen, aber es könnte sein.

Du denkst jetzt vielleicht, wenn die jedes Jahr einen Brief schreiben, dann müsste ich sie doch irgendwie kennen, sie erzählen ja von sich, aber es ist etwas anderes, wie sich jemand mir gegenüber verhält, zumal nur schriftlich, als gegenüber einem ganz normalen Menschen, für den sie dich hoffentlich halten werden, der eine ganz normale Arbeit macht, nämlich das Haus eines abwesenden Besitzers zu versorgen.

Die Verbindung zwischen diesen Leuten und mir kam auf abenteuerliche Weise zustande, und ich muss ein bisschen ausholen, um dich an den Ausgangspunkt der Geschichte zu lotsen: Meine Frau Judith starb im Herbst achtundachtzig, da warst du noch nicht mal zwei Jahre alt. Ich habe sie sehr geliebt und bin mir sicher, sie mich auch. Ein fürchterlicher Autounfall bei Orléans hat ihr auf dem Heimweg von der Loire das Leben und mir den Sinn darin genommen.

Ich habe Monate zuerst in einem Sanatorium, dann im Haus meines Bruders, zuerst unter Drogen, dann nur noch stumpf und leer in einer Art Halbdämmer vor mich hin starrend verbracht, und es wurde Mai, bis ich langsam wieder wusste, wer ich war und dass ich lebe.

Ich fing an zu reisen, und zwar alleine, weil mir die Gegenwart anderer Menschen nur schwer erträglich war – ich nahm jedem von ihnen übel, dass er leben durfte und Judith nicht. Auf der zweiten größeren Reise fuhr ich durch Frankreich, und am dreißigsten August wanderte ich durch die Tarnschlucht. Der Weg führt streckenweise unten am Fluss und dann wieder oben am Rand der Hochebene entlang.

Es war noch früh am Tag, so gegen zehn Uhr, und ich begegnete fast niemandem, und wenn doch, fiel ich absichtlich zurück, indem ich eine Pause machte.

Irgendwann, oben am Steilhang an einer engen Stelle, standen zwei Männer, an denen ich zügig vorbei wollte, als einer mich packte und der andere mir ein Messer vors Gesicht hielt. Ich spürte, dass der, der mich gepackt hatte, versuchte, ein Klebeband um meine Handgelenke zu wickeln, ich wehrte mich so gut ich konnte, trat nach ihm und wollte mich seinem Griff entwinden, da zuckte der mit dem Messer plötzlich zusammen, torkelte einen Schritt rückwärts, fiel und verschwand mit einem seltsam gutturalen Laut in der Tiefe.

Gleich darauf hörte ich jemanden rufen, spürte, dass der andere mich losgelassen hatte, sah in vielleicht zehn Metern Entfernung eine Gruppe junger Leute, von denen einer einen Stein in der Hand hielt, den er nach dem zweiten Angreifer zu werfen drohte.

Der machte sich davon, seilte sich wie ein Soldat oder Polizist eines Sondereinsatzkommandos in irrer Geschwindigkeit zum Fluss hinunter ab. Mit einem Bergsteigerseil, festgezurrt an einem Baum, es war blau, aus Kunststoff und ächzte, während das Gewicht des Mannes daran zog.

Alles geschah wie in Zeitlupe und Zeitraffer zugleich. Die jungen Leute waren jetzt bei mir, ich hörte, dass sie deutsch sprachen, ich sah den Kerl inzwischen unten ein Boot starten und davonrasen, den anderen sah ich nicht. Er war nicht im Boot. Der Abhang war tief. Zwanzig, dreißig, vierzig Meter. Von oben kann man das schwer einschätzen. Der abgestürzte Angreifer war entweder schwer verletzt oder nicht mehr am Leben.

Der, der mich mit einem meisterlich gezielten Steinwurf an den Kopf dieses Kerls gerettet hatte, fragte, ob ich okay sei, und weil ich nicht sofort antwortete, stellte er die Frage noch mal auf Französisch.

Ja, sagte ich, und dass er mich gerettet habe.

Ich hab den umgebracht, sagte er, und ich konnte sehen, wie er im selben Moment leichenblass wurde. Er sackte zusammen und wurde ohnmächtig. Dass er nicht auf den Boden knallte, war der Geistesgegenwart eines seiner Begleiter zu verdanken, der ihn festhielt und behutsam in eine sitzende Haltung etwas weiter weg von der Kante zum Abhang brachte.

Ich konnte nicht denken, aber ich hörte mich selbst vorschlagen, dass wir von dieser Stelle verschwinden sollten. Wer immer jetzt hier ankäme und uns sähe, könnte uns in Erklärungsnot bringen.

Mein Retter war nicht ohnmächtig, ihm hatten nur die Beine versagt. Er rappelte sich auf, und wir gingen ein Stück weiter, bis der Weg sich wieder in den Berg bog und vom Steilhang entfernte.

Er habe das Messer gesehen und total spontan reagiert, sagte er jetzt, er habe nichts gedacht, nur den Stein genommen und geworfen und dann den nächsten Stein genommen. Er spiele Handball. Er treffe eigentlich immer.

Ich bin Ihnen unendlich dankbar, sagte ich, das wäre schlimm für mich ausgegangen.

Was das eigentlich gewesen sei, fragte jetzt einer der anderen Männer, ein Blonder mit ziemlich langen Haaren, der, der meinen Retter gestützt hatte, und er gab sich selbst gleich die möglichen Antworten. Ein Raubüberfall, ein Mordanschlag, oder eine versuchte Entführung. Er sah mich fragend an, als müsse ich das wissen. Ich zuckte zwar die Schultern, aber war mir plötzlich sicher, dass ich entführt hätte werden sollen. Ich sagte, meine Familie leite ein großes Bankhaus und könne eine hohe Summe an Lösegeld aufbringen. Ich erinnerte mich auf einmal, dass die Angreifer in den paar geknurrten Sätzen, die zwischen ihnen gefallen waren, ein hartes Französisch gesprochen hatten, wie man es in Marseille oder Toulon hört. Professionelle Gangster, vermutete ich, vielleicht Korsen. Die hätten mich in ein Versteck gebracht, mir ein Ohr oder einen Finger abgeschnitten und mich dann, nachdem sie das Lösegeld kassiert hätten, umgebracht. Sie haben mein Leben gerettet, sagte ich noch. Ich weiß nicht, wie ich Ihnen danken soll.

Mein Retter stellte sich als Jan vor.

Und ich mich als Max.

Die anderen taten es uns nach, Jans Freundin sagte, sie heiße Danielle und lebe in Grenoble, der Blonde hieß André und klang wie ein Berliner, die andere junge Frau stellte sich als Julia vor und stand untergehakt und noch immer blass vor Schreck dicht neben Hans, der deutlich älter war als die anderen und, wie mir jetzt auffiel, gut aussah.

Ich schlug vor, wir sollten weitergehen, ich wollte weg von diesem Ort, so schnell ich konnte, und wir hatten dieselbe Richtung nach Sainte-Enimie. Mein Wagen stand dort, ich war mit dem Taxi nach Ispagnac zum Ausgangspunkt des Wanderwegs gefahren.

Nach und nach löste sich die Schockstarre. Jan war sich sicher, dass der abgestürzte Mann tot sein musste. Wenn er nicht durch den Stein gestorben war, dann auf jeden Fall durch den Sturz. Mindestens dreißig Meter Steilhang, das konnte der nicht überlebt haben.

Er tut mir nicht leid, sagte ich.

Hans fand, wir müssten zur Polizei gehen und alles melden, und seine Freundin Julia, die ihn inzwischen an der Hand hielt, sah mich fragend an, als hätte ich das zu entscheiden.

Nein, sagte Danielle in französisch gefärbtem Deutsch, das sei nicht gut. Sie sah Jan an. Wenn die ihm nicht glaubten, dann müsse er ins Gefängnis.

Das war doch Notwehr, sagte Jan, aber er klang ängstlich.

Nothilfe, ergänzte ich.

Wenn wir das alle bezeugen, meinte Julia, muss man ihm doch glauben.

Danielle widersprach, das sei nicht sicher, die französische Polizei sei sehr …, sie musste nach dem richtigen Wort suchen, und fand schließlich nur: hart.

Mir fiel ein, dass es auch den juristischen Begriff des Notwehrexzesses gab, dass man bestraft werden konnte, wenn das Gericht die ausgeübte Gewalt als unangemessen einstufte, und ich pflichtete Danielle bei. Wenn Sie das alle schaffen, dann sagen wir am besten überhaupt nichts, schlug ich vor. Die Gefahr für Jan sei zu groß.

André stimmte mir zu. Wir hätten einfach nichts erlebt, seien nur gewandert und hätten uns unterhalten. Kein Bankier und kein Bösewicht, kein Messer, keine Steine, kein überhaupt nichts, sagte er. Für ihn sei das in Ordnung.

Und es ist das Richtige, bestärkte ihn Danielle.

Ich wäre Ihnen allen zu sehr großem Dank verpflichtet, sagte ich, und Jan fügte hinzu: Ich auch.

Dann sind wir jetzt eine Verschwörung, sagte Hans.

In Sainte-Enimie lud ich alle fünf zum Essen ein, erfuhr, dass Julia im Krankenhaus arbeitete, Hans Schauspieler war, André Musiker, und Jan und Danielle Studenten. Die beiden Pärchen hatten sich auf dem Weg spontan zusammengetan und später noch André aufgegabelt. Wir tauschten Adressen, ich gab ihnen nicht meine Karte, sondern nannte den Geburtsnamen meiner Frau und die Büroadresse unserer Anwaltskanzlei. Wieso ich das tat, begriff ich erst später, als ich wirklich den Namen meiner Frau annahm und meinen eigenen ablegte. Dieser Name hatte mich in diese Situation gebracht.

Wir bleiben in Kontakt, sagte ich, als wir aufstanden, um uns zu verabschieden.

Ich fuhr Jan, Danielle und André mit meinem Wagen nach Ispagnac, Hans und Julia hatten es gemacht wie ich und waren von Sainte-Enimie mit dem Taxi zum Ausgangspunkt des Wanderwegs gefahren. Die Blicke der drei, als sie in meinen Jaguar einstiegen und die anerkennenden Geräusche, die sie machten, als der Zwölfzylinder fast unhörbar ansprang, machten mir bewusst, dass ich in diesem Moment weit außerhalb meiner eigenen Welt war. Und sie ebenfalls.

In Ispagnac umarmte ich alle drei zum Abschied und war für einen Moment überwältigt von einem großen Gefühl der Wärme für diese Menschen. Zumindest zwei von ihnen waren gerade mal halb so alt wie ich. André wollte Hans und Julia zu ihrer Pension bringen, weil er im selben Ort auf einem Campingplatz logierte. Als ich sie in seinem VW-Bus davonfahren sah, bemerkte ich, dass ich mich in den letzten Stunden mit ihnen wohlgefühlt hatte. Seit Monaten zum ersten Mal hatte ich mich in Gesellschaft anderer wohlgefühlt.

Direkt danach, als ich gerade den Wagen starten wollte, sackte mir der Kreislauf ab, mein Gesicht im Innenspiegel war weiß, und ich hatte auf einmal den Schweißgeruch des Mannes, der mich festgehalten hatte, in der Nase. Ich saß mindestens eine Viertelstunde lang im Auto, bis ich mich wieder in der Lage fühlte, es zu steuern.

Das Hotel in Millau verließ ich noch am selben Tag, denn ich war mir sicher, jemand von dort musste den Gangstern den Tipp gegeben haben. Ich hatte mir abends für den Morgen ein Lunchpaket machen lassen und dabei erwähnt, dass ich von Ispagnac nach Sainte-Enimie wandern wollte.

Liebe Anja, dass ich dir das jetzt so ausführlich erzählt habe, ist meinem Wunsch geschuldet, du mögest verstehen, wieso mir diese Gäste so am Herzen liegen. Ich fühle mich ihnen verbunden und verpflichtet, weil sie mir an einem entscheidenden Punkt meines Lebens geholfen haben. Seither gehören sie dazu.

Ich hoffe, du lebst dich weiterhin gut ein und kannst dich noch ein wenig entspannen, bevor du die anstrengende Arbeit der Hausdame übernehmen musst.

Lass es dir gut gehen, dein Max

~


Trauma

Lieber Max,

der einzige angemessene Satz für den Anfang einer Antwort wäre, dass mir die Worte fehlen angesichts dieser Geschichte. Aber in dem Augenblick, in dem ich das hingeschrieben hätte, wäre es eine zweifache Lüge gewesen. Erstens, weil der Satz ja aus Worten besteht, und zweitens, weil mir niemals die Worte fehlen. Was immer mir auch fehlen mag, Worte waren es noch nie.

Die Stimme meiner Mutter sagt irgendwo in einer Seitenwindung meines Gehirns, ich glaub, mich knutscht ein Elch, und shit happens und mein lieber Herr Gesangsverein. Mich ärgert, dass ich dieses unpassende Gequatsche nicht abschalten kann, also lasse ich es an mir vorbeiplätschern.

Ich musste eine Weile auf und ab gehen, um die Bilder in meinem Kopf zu ordnen. Ich fürchte, ich werde heut Nacht davon träumen.

Wurde der abgestürzte Mann gefunden? Hat sich die Polizei je bei einem von euch gemeldet? War dieses Trauma für dich der Grund, so zurückgezogen und unauffällig zu leben, wie du es, seit ich dich kenne, tust? Bist du deshalb so ein Eremit geworden?

Ich erinnere mich, dass ich dich zuerst für den Gärtner hielt, als ich bei Feli das erste Mal zu Besuch war. Ich saß in der Pergola und habe gelesen und mir eine Zigarette gegönnt. Im Haus wollte ich nicht rauchen, weil dort niemand es tat. Ich war eingeschüchtert von alldem Wohlstand und alldem Stil und habe es nicht gewagt zu fragen, ob es denn in Ordnung sei, diesem Laster zu frönen. Den Salon mit all den Pfeifen und Zigarren kannte ich da noch nicht. Den betrat man ja erst nach dem Dinner.

Du warst dabei, Rosen zu schneiden, und ich wunderte mich darüber, dass du das ohne Handschuhe tatest. Als du sahst, dass ich dich beobachtete, lächeltest du und fragtest, was ich lese, und wir unterhielten uns eine Weile über Bücher. Ich weiß nicht mehr, was ich damals gut fand, aber ich weiß noch, dass du mir Steinbeck empfohlen hast, dessen Namen ich noch nie gehört hatte. Später, als du weitergegangen warst zu den Büschen weiter hinten im Park, wunderte ich mich, dass ein Gärtner so belesen ist, mir Namen wie Morante, Frisch und Ishiguro um die Ohren haut und sich mit Helmut Jahn und Renzo Piano auskennt, für die ich damals gerade meine Leidenschaft entdeckt hatte.

Und dann wunderte ich mich, dass der Gärtner, jetzt nicht mehr in Jeans und Cordjacke, sondern in weißen Gabardinehosen und hellgrauem Leinenjackett am Dinner teilnahm und Felis Onkel war. „Wir kennen uns schon“, sagtest du, als ich dir vorgestellt wurde, und die Art, wie du mich dabei angelächelt hast, schien zu sagen, wenn du dich komisch fühlst hier unter all den Snobs, dann komm zu mir. Bei mir bist du nicht komisch.

Jetzt erzähle ich dir schon wieder etwas, das du kennst. Zuerst beschreibe ich deinen Garten, dann die Szene, wie wir uns kennengelernt haben, aber vielleicht erinnerst du dich ja nicht mehr dran. Für dich war es keine bedeutende Begegnung. Für mich aber schon. Eine Art Lichtfleck in meiner Vergangenheit.

Vielleicht ist es dir schwergefallen, mir diese Geschichte zu erzählen, sie handelt von Traumata, die dein Leben und dich verändert haben, aber ich bin dir dankbar, dass du es getan hast. Jetzt mag ich diese Leute schon, bevor ich sie kennenlerne. Jan hat sich dir zuliebe in Gefahr gebracht, und die anderen sind ihm zuliebe über ihre Schatten gesprungen und haben das Geheimnis mitgetragen. Auch wenn man denken könnte, das sei mit Bequemlichkeit oder gar Feigheit zu erklären, für mich ist es das nicht. Für mich ist es Mut. Sie sind Helden.

Jetzt mach ich mich daran, meine Tagespflichten zu erledigen. Bis später vielleicht, deine Anja

~


Lichtfleck

Liebe Anja,

mag sein, dass ich unser Kennenlernen damals nicht als bedeutende Begegnung, wie du es nennst, gesehen habe, und ich erinnere mich tatsächlich nicht mehr so detailliert daran wie du, aber ich weiß noch, dass ich dich natürlich und lebendig fand und, noch bevor ich dich angesprochen hatte, für klug hielt. Wieso, weiß ich nicht. Vielleicht lag es in deiner Haltung, in deinem Blick, an dem Titel deines Buches, an den ich mich heute auch nicht mehr erinnere – keine Ahnung.

Und du warst die Freundin meines Augensterns Feli, die mir immer die Liebste war aus der ganzen Familie. Ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich sie mir als meine Tochter vorgestellt habe. Judith war zweiunddreißig, als sie starb, so alt wie du heute bist, und wir wollten Kinder. Du mochtest Feli, sie mochte dich, das reichte mir schon, um dir mit Sympathie zu begegnen.

Und da wir jetzt schon so ins Herzliche gerutscht sind, verzeih mir bitte, wenn ich etwas Heikles anspreche: Wenn ich in deinen Mails davon lese, dass du dich von der Nachtluft in den Schlaf streicheln lassen willst, oder dass du nackt im Pool schwimmst, dann ist mir das zwar nicht unangenehm, aber es lässt die leise Besorgnis in mir aufkeimen, du könntest eventuell mit mir flirten. Ist das so? Es wäre falsch.

Nicht nur, weil ich siebzig bin und du weniger als halb so alt, wenn du junge Eltern hättest, könnte ich dein Großvater sein, nein, es wäre einfach ein großes Missverständnis. Ich habe nach Judiths Tod die Tür zu dieser Art Verbindung zwischen Mann und Frau verschlossen und verriegelt. An diesem Ort in meinem Inneren gibt es nur Judith.

Ich habe zwar nicht völlig zölibatär gelebt seither, aber immer streng getrennt zwischen Zuneigung, Freundschaft, gar Liebe und bloßem erotischen Bedürfnis. Das war unfair gegenüber den Frauen, die sich mit mir einließen, ich habe mein schlechtes Gewissen deshalb mit Geschenken übertüncht, wodurch ich sie erst recht herabgesetzt habe auf den Status von Callgirls. Inzwischen ist das alles graue Vorzeit – dieser Teil des Lebens ist für mich nicht mehr relevant.

Bitte nimm mir den vielleicht falschen Verdacht nicht übel, verzeih mir die übergriffige Unterstellung und schreibe sie allein meiner Sorge zu, zwischen uns könnte sich ein Unterton einschleichen, der nicht in unser Verhältnis passt.

Und weil du danach gefragt hast: Ja, ich bin deshalb so menschenscheu geworden und führe dieses zurückgezogene Leben, weil mich der Entführungsversuch so erschüttert hat. Ich habe alles, was öffentlich war, aufgegeben, bin aus dem Vorstand der Bank und der drei Stiftungen ausgeschieden, habe meinem Bruder alle Vollmachten übertragen und bin seither nur stiller Teilhaber.

Die meiste Zeit habe ich seither auf dem Weingut im Jura verbracht, wo ich zwar nicht den Patron spiele, weil der Vigneron seine Arbeit sehr gut macht, aber ich helfe beim Schneiden und bei der Lese mit, kümmere mich um den Garten und bin ansonsten einfach nur der Alte, der da wohnt.

Ich reise, wie du weißt, noch immer viel, zu Konzerten, Ausstellungen, Festivals, aber ich bin nicht mehr mit dem Namen geschlagen, der irgendwelche Gangster auf Ideen bringen könnte. Ich bin einfach einer, der sich das teure Hotelzimmer leisten kann. Einer wie viele andere. Das ist gut. Ein gutes Leben.

Ich habe damals übrigens eine Zeit lang französische Zeitungen durchgesehen, weil ich dachte, irgendwann müsse in der Tarnschlucht eine Leiche gefunden worden sein, aber da stand kein Wort. Entweder war es mir entgangen, oder die Gangster hatten ihren Kollegen abgeholt und verschwinden lassen.

Dafür spricht, dass mir André im ersten seiner Briefe schrieb, er sei die Strecke am frühen Nachmittag auf der gegenüberliegenden Seite abgefahren, weil ihm der Gedanke an den vielleicht nur verletzten Mann keine Ruhe gelassen habe, aber außer dem blauen Seil sei dort nichts zu sehen gewesen. Der Steilhang war nur spärlich bewachsen, einen Körper konnte man nicht übersehen, also wurde der Mann gerettet oder zumindest fortgeschafft.

Erst, als ich diesen Brief las, fiel mir auf, dass ich keine Sekunde an die unterlassene Hilfeleistung für diesen Kerl gedacht hatte, und ich schämte mich deswegen. Aber die Scham war irgendwie abstrakt. Vielleicht war sie sogar unehrlich. Mein Hass auf diese beiden Verbrecher war so beherrschend, dass ich mir selbst vorsagen musste: Das ist nicht in Ordnung. Dem Mann hättest du helfen müssen. Es waren nur Worte. Mein Gefühl war: Recht geschieht ihm.

Jetzt ist das alles weit weg. Mein Leben hat eine andere Wendung genommen, und die Erinnerung ist zu einer Art Anekdote geworden, die ich auch nur deshalb erzähle, weil du wissen sollst, was mich mit deinen Gästen verbindet.

Also: Sei nicht böse, dass ich so ungehobelt mit meinem Flirtverdacht ins Haus gepoltert bin. Und nimm es nicht als Zurechtweisung, sondern als Ausdruck der Aufmerksamkeit eines alten Mannes, der dir sehr gewogen ist.

Max

~


Flirt

Lieber Max,

alles gut. Großes Missverständnis. Kein Flirt. Telegrammstil, weil noch atemlos vom Hereinschleppen der Einkäufe. Benutzt wohl irgendjemand aus meiner Generation das Wort Telegramm? Wenn überhaupt, dann kennt unsereins diesen Begriff aus alten Filmen. Aber ich bin ja von einem anderen Stern, bei mir gibt es alte Wörter.

Danke, dass du es angesprochen hast und ich es dementieren darf. Nein, ich flirte nicht. Wenn ich so etwas schreibe, dann einfach, weil ich es meinem Vater genauso geschrieben hätte. Ich käme nie auf die Idee, dass die Vorstellung meines nackten Körpers irgendein Kribbeln auslösen würde. Ich schwöre.

Und ich bin verliebt. Ich habe dich damit in Ruhe gelassen, weil ich nicht annehme, dass dich das interessiert, aber ich bin seit Wochen gleichzeitig beschwingt und verstört, weil es da einen Menschen gibt, der mir weiche Knie macht, der offensiv um mich wirbt, mit mir ausgehen will, meine Nähe sucht, wann immer es möglich ist, mir Komplimente macht und kleine Aufmerksamkeiten zukommen lässt. Er ist aber verheiratet und hat einen Sohn.

Ich will weder seine Ehe ruinieren und dem Sohn den Vater nehmen, noch will ich eine Zweitfrau für den Nachmittag sein, die ihr Leben mit Warten und Vorwürfen verschwendet. Ich bin standhaft bisher, aber es fällt mir schwer. Ich denke viel an ihn und versuche verzweifelt, seine schlechten Seiten zu entdecken, aber außer der Untreue gegenüber seiner Frau finde ich bisher noch keine. Ich suche weiter.

Ich war beim Lou Portaou, das du mir empfohlen hast, und habe mit dem Chef ausgemacht, dass sie uns die Menükarte jeden Vormittag in den Briefkasten werfen, und ich dann für den Abend, möglichst vor sechs Uhr, die Bestellungen durchgebe oder vorbeibringe. Sind ja nur ein paar Schritte in die Rue Carnot. Das Restaurant macht mir einen sehr guten Eindruck, und ich hoffe, deine Gäste werden es zu würdigen wissen, dass du sie so verwöhnst.

Für Frühstück und Snacks habe ich den Kühlschrank in der Küche und den im Keller vollgepackt. Brot und Gebäck hole ich morgens, bevor alle aufgestanden sind, bei der Pâtisserie an der Place du Pin. Sie werden es gut haben.

Bis später vielleicht, spätestens heute Nacht, wenn sie alle da sind,

deine Anja

~


Weiche Knie

Liebe Anja,

danke, dass du mir den falschen Verdacht nicht krummnimmst. Jetzt bin ich erleichtert. Ist es dir ernst mit den schlechten Seiten deines dich Anbetenden? Ich könnte einen Detektiv bitten, sich den Mann ein wenig genauer anzusehen. Er hat sich früher um meine fünf Schützlinge gekümmert und mich auf dem Laufenden gehalten, ob es ihnen gut geht oder sie eventuell Unterstützung brauchen, und ist jetzt zwar im Ruhestand, aber er hätte sicher Lust auf eine kleine Reminiszenz an sein altes Schnüfflerleben. Zumal das heutzutage nicht mehr die anstrengende Arbeit wie früher ist, man setzt sich an den Computer, sucht im Internet herum und bittet zur Not den Enkel, sich als Hacker zu betätigen.

Deine Entscheidung.

Und jetzt bin ich gespannt auf deinen ersten Eindruck von meinen Schützlingen.

Dein Max

Thommie Bayer

Über Thommie Bayer

Biografie

Thommie Bayer, 1953 in Esslingen geboren, studierte Malerei und war Liedermacher, bevor er 1984 begann, Stories, Gedichte und Romane zu schreiben. Neben anderen erschienen von ihm „Die gefährliche Frau“, „Singvogel“, der für den Deutschen Buchpreis nominierte Roman „Eine kurze Geschichte vom Glück“...

Pressestimmen
Bibliotheksnachrichten

„Die Idee für den Plot ist originell, und die leichtfüßige Erzählweise wird von der Form begünstigt.“

Münchner Merkur

„Psychologisch fein gestrickter Roman.“

ORF Nachlese

„Ein spannender und zugleich poetisch anmutender Roman in leichter Sprache, der es schafft, die Leser zu überraschen.“

Podcast „2MannBuch“

„Es liest sich klasse.“

Hamburger Abendblatt

„Er hat keine Scheu davor, die Handlung seines neuen Romans raffiniert zu verrätseln. ›Sieben Tage Sommer‹ liest sich wie ein Laborexperiment am lebenden Objekt, genauer: an sechs lebenden Objekten.“

katja_liest

„Was ich auch hier besonders mochte ist dieser feine ruhige Stil, über den Thommie Bayer verfügt. Neben dem Gefühl, von einem lebenserfahrenen Mann mit gutem Herzen zu lesen, ist es dieses Eintauchen in mediterrane Gefilde, in die Welt des Genusses von gutem Essen, erlesenen Weinen und der verständlichen Liebe für das nackte Baden in Pools in guter mediterraner Lage.“

Altmühl-Bote

„Der Sprachgenießer versinkt schwelgend in Bayers literarischem Sound, lässt sich packen von der latenten Spannung der Handlung, und am Ende wünscht er sich, dem Autor wären weit mehr als die gut 150 Seiten aus der feinen Feder geflossen.“

TV-Star

„Raffiniert aufgebaute Geschichte, wunderschön erzählt.“

Landeszeitung Lüneburg

„Ein poetisches Buch, das an ein modernes Märchen erinnert. Geschrieben wie ein lauer, gut tuender Sommerwind am Abend, der ein wohliges Gefühl hinterlässt.“

Freie Presse

„Mit seiner einfachen, niemals blumigen oder überfrachteten Sprache vermag es Bayer, den emotionalen Duktus seiner Geschichte zwar als einen melancholischen erscheinen zu lassen, ihm aber vor allem die Aufgabe zuzutrauen, dem Leser ein paar vergnügliche Minuten zu verschaffen.“

Donaukurier

„Ein spannender und zugleich poetisch anmutender Roman in leichter Sprache, der es schafft, den Leser zu überraschen.“

WDR3 „Lesestoff“

„Fast ein Märchen, das Ganze, mit vielen kleinen Happy Ends und einem gütigen Strippenzieher namens Max.“

mein-bielefelder.de

„Ein wunderbarer Sommer-Roman.“

meinfrankreich.com

„Kaum ein Titel in diesem Sommer kommt so leicht daher wie ›Sieben Tage Sommer‹ von Thommie Bayer. Und überrascht auf seinen 151 Seiten stets auf Neue.“

Badische Zeitung

„So lässt sich, das Buch in der einen, das Glas Rotwein in der anderen Hand, vom Duft nach Oleander und einem Haus in Südfrankreich träumen.“

Kleine Zeitung

„Mit leichter Hand entwirft der einstige Maler und Sänger ein Glücksszenario, das die Beschenkten aber nicht wirklich genießen können.“

Deutschlandfunk Kultur „Im Gespräch“

„Ich hatte (…) richtig Lesespaß.“

Die Oberbadische

„Thommie Bayer (…) hat mit ›Sieben Tage Sommer‹ ein leises und sehr intim erzähltes Buch verfasst. Es bildet einen wohltuenden Kontrast zu der lauten Zeit, in der wir leben.“

Ruhr Nachrichten

„Insgesamt ist der Roman ganz unterhaltsamer, leichter Lesestoff für einen Sommernachmittag auf dem Balkon.“

der-kultur-blog.de

„Dem Erzähler Thommie Bayer gelingt es wunderbar, neben den Beschreibungen der stimmungsvollen sommerlichen Atmosphäre an der Cote d’Azur, die Urlaubsgefühle wecken, auch menschliche Charaktere zu erschaffen, die sich in einem Spannungsfeld zueinander befinden, weil sie ganz unterschiedliche Gefühle füreinander empfinden. Sehr lesenswert!“

hr2 Kultur „Am Sonntagmorgen“

„Ich empfehle sehr für ein kleines bisschen Glück ›Sieben Tage Sommer‹ mitzunehmen und mehrmals zu lesen. Es ist einfach sehr gut für die gute Laune.“

Radio F

„Ein Buch, leicht wie Sommerwein und gleichzeitig gehaltvoll wie guter Bordeaux.“

Hörzu

„Ein kleines, feines Buch.“

NDR Kultur „Neue Bücher“

„Der Schriftsteller Thommie Bayer hat die Gabe, Geschichten zu erzählen, die sich leicht und amüsant lesen lassen, aber mit sorgfältig angebrachten Widerhaken zum Nachdenken verführen. So auch sein neuer Roman ›Sieben Tage Sommer‹.“

WDR 5 „Bücher“

„Diese ›Sieben Tage Sommer‹ haben etwas von einem Soufflé; sie sind leicht und locker geschrieben.“

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