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Das Buchcover zeigt im oberen Bereich eine Portraitaufnahme von Anja Mazuhn, die in einem hellen Pullover lächelt. Im Hintergrund sind Schafe auf einer grünen Wiese zu sehen, unter einem bewölkten Himmel. Der Titel „Meine wilden Inseln“ wird in großen, weißen Buchstaben hervorgehoben. Im unteren Bereich des Covers ist eine Küstenlandschaft mit Wellen und einem kleinen, traditionellen Holzhaus abgebildet. Die Farben sind überwiegend sanft und erdigt, was eine ruhige, einladende Atmosphäre vermittelt.

Meine wilden Inseln - eBook-Ausgabe

Wie ich auf den Färöern zwischen Wellen, Wind und Schafen mein Glück fand | Unterhaltsame Insel-Abenteuer im nordatlantischen Naturparadies
9,99 €
24.02.2022
224 Seiten
978-3-492-60075-0

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Beschreibung

Eine Liebeserklärung an die nordische Seele
18 Inseln im Nordatlantik, schroffe Klippen, raues Wetter, mehr Schafe als Menschen: Als Anja Mazuhn und ihr Mann zufällig eine Dokumentation über die Färöer sehen, trifft es sie beide mitten ins Herz.

Nach einem spontanen Urlaub auf Eysturoy, der zweitgrößten Insel, erkennen sie ihre große Chance auf Veränderung in einem kleinen Haus mit Meerblick und ergreifen sie kurzerhand.

Ein mutiger Neuanfang zwischen hohen Bergen und tiefen Fjorden

Voller Begeisterung entdeckt Anja Mazuhn eine neue Heimat mit atemberaubender Natur, faszinierenden Menschen und…

Eine Liebeserklärung an die nordische Seele
18 Inseln im Nordatlantik, schroffe Klippen, raues Wetter, mehr Schafe als Menschen: Als Anja Mazuhn und ihr Mann zufällig eine Dokumentation über die Färöer sehen, trifft es sie beide mitten ins Herz.

Nach einem spontanen Urlaub auf Eysturoy, der zweitgrößten Insel, erkennen sie ihre große Chance auf Veränderung in einem kleinen Haus mit Meerblick und ergreifen sie kurzerhand.

Ein mutiger Neuanfang zwischen hohen Bergen und tiefen Fjorden

Voller Begeisterung entdeckt Anja Mazuhn eine neue Heimat mit atemberaubender Natur, faszinierenden Menschen und einer komplizierten Sprache. Sie lernt färöische Gelassenheit und findet wie nebenbei, was sie immer gesucht hat: Glück, Gemeinschaft und Abenteuer.

Mit 24 Seiten Farbbildteil, Illustrationen und zwei Karten

Medien zu „Meine wilden Inseln“

Über Anja Mazuhn

Foto von Anja Mazuhn

Biografie

Anja Mazuhn arbeitete über 20 Jahre als Journalistin und schrieb unter anderem für Die Welt und die Berliner Morgenpost Gesellschaftsreportagen und Reiseberichte. Auf ihrem Blog My Faroe Islands erzählt sie erfolgreich von ihrer zweiten Heimat, die eigentlich schon fast ihr Hauptwohnsitz ist. Sie...

Mehr über Anja Mazuhn
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Anja Mazuhn
Meine wilden Inseln.
INTERVIEW mit Anja Mazuhn

Was macht das Leben auf einer Insel so besonders?

„Das Stück Land, auf dem man sich bewegt, sobald man eine Insel betreten hat, ist begrenzt. Das gibt ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Zum Wesen einer jeden Insel gehört es, vom Meer umspült zu werden. Wenn man am Wasser wohnt, liegt man im Bett und hört die Wellen rauschen. Seevögel fliegen. Bis in den Traum. Mit Inseln ist das so eine Sache: Sobald wir das Wort „Insel“ auch nur hören, läuft in unseren Köpfen ein Film ab. Die einen denken an Gauguin auf Tahiti, andere an Robinson, Atlantis und Thule; „reif für die Insel“; Lord of the Flies. Inseln sind magisch. Sie lassen uns über Sinnfragen, Formen menschlichen Zusammenlebens und unsere winzige Rolle im großen Spiel des Universums nachdenken.

Und sie haben eine eigene Zeitrechnung. Die Zeit auf den Färöern läuft langsamer als anderswo; die Uhren ticken im Rhythmus der Natur. Wenn Windhosen über Dächer tanzen und die Wasserfälle nach oben fließen, kann man nicht über die Straße, die am Fjord entlangführt, bis zum nächsten Supermarkt fahren. Dann eben morgen. Oder übermorgen? Kanska, vielleicht. Ich mag das. Man lernt Gelassenheit und ergreift Gelegenheiten. Ein Inselphänomen: Viele Färinger machen viele verschiedene Dinge gleichzeitig. Also jemand ist Mathelehrer, gießt in seiner Freizeit Betonfundamente, veröffentlicht Gedichte, spielt in einer Heavy-Metal-Band und hält Schafe. Wenn man die Färinger fragt, warum, sagen sie: Wir machen das, weil uns die Inseln die Möglichkeit dazu bieten. Wenn man ein Interesse hat, ist es einfach, in diesem Bereich zu arbeiten oder etwas zu erfinden. Wir sind ja nicht so viele.“

Wie war es, sich auf ein neues und so anderes Leben einzulassen?

„Spannend, rückschauend-emotional – und letztendlich sehr befreiend. Das muss man aber am besten von der Vorgeschichte aus denken. Über zwanzig Jahre habe ich in Berlin als Journalistin gearbeitet, zehn davon als Society-Reporterin. Ich hatte also durchaus ein Leben, sogar eines mit vermeintlich tollem Job und Erfolg. Der Bruch kam schleichend; als Wunsch nach Veränderung, der immer präsenter wurde, verbunden mit einer Erkenntnis: Irgendwann, irgendwo ist man vom Kurs abgekommen, und nun kreiselt man vor sich hin. Und so war das dann auch.

Bis zu einem Fernsehnachmittag mit meinem Mann. Wir schauten eine Dokumentation über die Färöer und dachten: Da müssen wir unbedingt hin. Drei Tage später reisten wir auf die Inseln und machten eine Woche Urlaub. Drei Monate später eröffnete mir mein Mann: Wir fliegen wieder auf die Färöer, und diesmal kaufen wir ein Haus. Ich war völlig perplex. Zugleich habe ich gewusst: Das ist der Moment. Die Chance. Es hätte auch schiefgehen können, aber das Risiko war es mir wert. Darüber hinaus war es keine freie Entscheidung. Die Inseln haben mich gezwungen. Ein kleines Haus mit Meerblick. Zottelschafe. Gummistiefel und Löcher im Pulli. Ungezähmte Natur. Also, ich konnte da nicht widerstehen.“

Wo kannst du auf den Inseln am meisten Glück und Kraft schöpfen?

„Tatsächlich in Elduvík; dem Dorf, das wir zu unserem zweiten Zuhause gemacht haben. Dreizehn Einwohner, eine Kirche, ein Friedhof, Bootshäuser; kein Laden, keine Bushaltestelle, keine Meetings. Ich sitze am Strand, zähle Wellen, die auf meine Stiefel zurollen und beobachte vagabundierende Gänse und Schafe. Später besuche ich den Kapitän. Die Barentssee ist sein Revier, bei uns im Dorf hat er sein Sommerhaus. In seiner Küche sitzen wir am Fenster, trinken Kaffee und essen heiße Waffeln, die nach Kardamom duften. Dazu lasse ich mir Seefahrer-Geschichten erzählen. Bald darauf wütet der erste Herbststurm, und dann kommt der Winter. Schneeflocken rieseln auf Grasdächer, Nordlichter tanzen. Als wieder Sommer ist, treibt die Dorfgemeinschaft die Schafe ins Tal und schert die Tiere im Pferch per Hand. Nachts ist der Himmel mit rosafarbenen Tupfern übersät. Nach Mitternacht laufe ich über bröckelige Betonstufen hinab in unseren alten Hafen. Neben dem Anleger, auf den ich mich setze, schwanken Tangwälder unter der Wasseroberfläche; Seepocken und bunte Flechten besiedeln bizarr geformte Felswände. All das macht Elduvík für mich aus; und Kraftschöpfen und Glück.“