Journalistin Valerie Schönian und der katholische Priester Franziskus von Boeselager
Lieferung innerhalb 3-4 Tage
Bezahlmöglichkeiten
Vorbestellung möglich

Ein Priester, eine Journalistin und ein Jahr

Valerie Schönian darüber, wie ihr Buch »Halleluja« entstanden ist

Kirchen waren für mich nur prachtvolle Steingemäuer, irgendwo zentral im Stadtbild: schöne Architektur, bereichernd für die Skyline. Hinein ging ich nie. Bis vor zwei Jahren.

Ich arbeitete eigentlich als Journalistin in Berlin, als ich im April 2016 für zwölf Monate meinen Lebensmittelpunkt nach Münster-Roxel verlagerte. Dort begleitete ich im Rahmen eines  Projekts der katholischen Kirche Franziskus von Boeselager, einen Priester. Was ich in diesem Jahr erlebt, erfahren und gedacht habe, habe ich auf dem Blog »Valerie und der Priester« beschrieben – und jetzt in meinem Buch »Halleluja«.

 

Die Idee

Zwei Menschen aus verschiedenen Lebensrealitäten sollten sich begegnen: Großstadt- trifft auf Kirchenwelt, Freiheits- auf Traditionsliebe. Eine, die die katholische Kirche für ein verstaubtes Antiquariat hält, trifft einen, der alles für Gott gibt, weil ihm der Glaube so viel gibt.

Ein paar Wochen im Monat wohnte ich also in einem Hotel in Münster-Roxel, eine Minute vom Pfarrhaus entfernt, eine Minute von der Kirche. Ich habe Franziskus von Boeselager bei seinem Früh-, Mittag- und Abendgebet in der hauseigenen Kapelle erlebt und ihn bei Messdienerfahrten, Krankenbesuchen und Beerdigungen begleitet. Ich habe beobachtet, wie er mit Hunderten betet oder allein für sich. Und vor allem habe ich Fragen gestellt. Franziskus von Boeselager hat sie mir beantwortet — alle.

Die Journalistin

Ich besuchte ein katholisches Gymnasium in Magdeburg, daher kann ich das Vaterunser aufsagen. Mit 14 spielte ich mal den Hirten in einem Krippenspiel. Ich bin konfirmiert, weil meine Eltern das für eine gute Idee hielten. Das war’s dann bald mit meinem kirchlichen Bezug. Nach der Schule ging ich nach Berlin, um Politikwissenschaft und Germanistik zu studieren. Für eineinhalb Jahre lebte ich in München und war dort an der Deutschen Journalistenschule. Jetzt arbeite und lebe ich wieder in Berlin. Ich gehöre zu der urbanen Mittzwanzigergeneration, die eher linksliberal und feministisch als gläubig ist.

Ich wollte verstehen, was jemanden heutzutage dazu bringt, Priester zu werden. Was ist da, das jemanden davon überzeugen kann? Davon, den Rest seines Lebens auf freie Sonntage, eine eigene Familie, auf Sex zu verzichten?

Der Priester

Franziskus von Boeselager ist in Wickede (Ruhr) geboren und in Menden im Sauerland aufgewachsen. Einen Teil seiner Schulzeit verbrachte er in einem benedektinischen Internat in Irland. Zurück in Deutschland besuchte er ein Jesuiteninternat, beides hat er sich selbst gewünscht. Er studierte BWL in Elmshorn bei Hamburg und Köln. Er sagt, er führte ein normales Studierendenleben. Nach Abschluss suchten sich seine Kommilitonen Jobs und gründeten Familien. Franziskus wurde Priester. Dafür studierte er noch einmal sieben Jahre, 2013 wurde er im Kölner Dom geweiht. Seit September 2014 lebt und arbeitet er in Roxel, einem Ortsteil von Münster.

Kann das klappen?

Das Projekt war ein Experiment für alle Beteiligten: für mich, die Journalistin, für Franziskus von Boeselager, für die Gemeinde in Münster. Es passierte im Rahmen der katholischen Kirche, die für viele gefühlt seit 2000 Jahren das gleiche macht. Sodass sich alle fragten: Kann das funktionieren?

In einem unserer ersten Gespräche erzählte ich Franziskus, warum ich Journalistin geworden bin und sagte, es sei der beste Beruf der Welt. Er hob zwei Finger hoch: »Der zweitbeste.« Wir lächelten.

Na dann: Halleluja.

Blick ins Buch
HallelujaHalleluja

Wie ich versuchte, die katholische Kirche zu verstehen

Glaube ist Valerie Schönian fremd. Die junge Journalistin lebt ein typisches Mittzwanziger-Leben in Berlin, als sie gefragt wird, ob sie für ein Projekt der katholischen Kirche einen Priester begleiten möchte. Sie wagt das Experiment und macht sich für ein Jahr auf nach Münster-Roxel, in die Gemeinde von Franziskus von Boeselager. Dort erlebt sie ihn beim Früh-, Mittag- und Abendgebet. Sie begleitet ihn bei Messdienerfahrten, Krankenbesuchen und in den Vatikan. Und vor allem stellt sie Fragen: Wieso wird man heutzutage Priester? Warum sind Frauen vom Priesteramt ausgeschlossen? Und was macht Franziskus eigentlich, wenn nicht Sonntag ist?
Paperback
€ 16,00
E-Book
€ 12,99
€ 16,00 inkl. MwSt.
Jetzt kaufen
Gratis-Lieferung ab 5,00 €
Geschenk-Service
Versand und Lieferbedingungen
€ 12,99 inkl. MwSt.
Jetzt kaufen
Gratis-Lieferung ab 5,00 €
Geschenk-Service
Versand und Lieferbedingungen

Kommentare

Kommentieren Sie diesen Beitrag:

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtangaben und müssen ausgefüllt werden.