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SchmerzSchmerz

Schmerz

Roman

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Schmerz — Inhalt

Vor zehn Jahren ist Iris bei einem Anschlag schwer verletzt worden. Zwar ist sie in ihr altes Leben zurückgekehrt, doch quälen sie Tag für Tag Schmerzen. Als sie Eitan wiederbegegnet, der Liebe ihrer Jugend, der sie vor Jahren abrupt verlassen hat, wirft sie das völlig aus der Bahn. Die Wunde, die er ihr zufügte, ist nicht weniger tief als die, die der Selbstmordattentäter, der sich neben ihr in die Luft sprengte, riss. Und doch fühlt sich Iris jäh, voller Staunen, erneut zu ihm hingezogen.

Wie in »Liebesleben« lotet Shalev die Untiefen der Liebe, die Fährnisse einer fatalen Anziehung aus. Die erotische Spannung, die Wucht der unerwartet wieder aufflammenden Leidenschaft sind kompromisslos, ehrlich und tief bewegend erzählt. »Schmerz« ist ihr persönlichstes Buch, eine emotionale Grenzerfahrung.

 

€ 10,00 [D], € 10,30 [A]
Erschienen am 02.11.2016
Übersetzt von: Mirjam Pressler
384 Seiten, Broschur
EAN 978-3-8333-1076-8
€ 9,99 [D], € 9,99 [A]
Erschienen am 14.09.2015
Übersetzt von: Mirjam Pressler
384 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-8270-7847-6
»Ein Lob an die Übersetzerin Mirjam Pressler, die in immer neuen Wortfindungen den Tönen nachspürt.«
Evangelische Zeitung
»Der Übersetzung von Mirjam Pressler gelingt das Kunststück, in die doch eher spröde deutsche Sprache eine Sinnlichkeit einzuflechten, die voller Farben und Gerüche, Emotionen und Erotik ist. Diese Sprache geht unter die Haut - buchstäblich.«
literaturkritik.de
»Empfindsam schildert Shalev das Innenleben ihrer Figur. Deren Leben dreht sich zwar um andere, dennoch bleiben Kinder, Ehemann und auch Geliebter im Hintergrund, sind Nebendarsteller in der eindrücklichen Studie einer Frau und deren drängender Frage, ob sie ein verpasstes Leben nachholen kann.«
Evangelische Sonntags-Zeitung
»Empfindsam schildert Shalev das Innenleben ihrer Figur. Deren Leben dreht sich zwar um andere, dennoch bleiben Kinder, Ehemann und auch Geliebter im Hintergrund, sind Nebendarsteller in der eindrücklichen Studie einer Frau und deren drängender Frage, ob sie ein verpasstes Leben nachholen kann.«
Sonntags-Zeitung
»Dieser psychologisch feinfühlige, anschaulich und facettenreich erzählte Frauenroman ist eingebettet in eine authentische Darstellung von Leben und Überleben in Israel, das bestimmt ist vom biblisch fundierten Überlbenswillen seiner Bürger. Dieser zeitgeschichtliche Roman vermittelt mehr Wahrheit und Einsicht in die gegenwärtige politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation im Nahen Osten als aufwändige Analysen.«
bn Bibliotheksnachrichten
»Als eine der schonungslosesten Chronistinnen dieser Urgewalt aus Leidenschaft und Vernunftlosigkeit erweist sich stets aufs Neue Zeruya Shalev. Im 'Schmerz' gefangen leidet ihre Protagonistin weniger unter den körperlichen Folgen einer Selbstmordattentats als unter dem für sie schmählichen Ende ihrer ersten großen Liebe.«
choices (Köln)
»'Wie kochendes Wasser in einem brodelnden See': Das Leiden ihrer Heimat Israel hat auch bei Zeruya Shalev Wunden hinterlassen. Ein Gespräch über ihren jüngsten Roman 'Schmerz'.«
Kleine Zeitung
»In ihrem jüngsten Roman, das als ihr persönlichster Roman gilt, lotet sie auf ihre charakteristische Weise die Untiefen der Liebe aus, schreibt über fatale Anziehung und den inneren Kampf von Vernunft gegen Leidenschaft.«
Wiener Zeitung
»'Schmerz' ist vielleicht das persönlichste Buch von Zeruya Shalev, die 2004 selbst Opfer eines Terroranschlags in Jerusalem wurde. Es ist ein Buch über das Leben und den Tod, über Wunden und Wunder - aufrüttelnd bis zur letzten Seite.«
aufbruch - Zeitung für Religion und Gesellschaft
»Shalev erzählt meisterhaft das schwankende Beziehungsgeflecht zwischen den Protagonisten. Die Kernfrage ist – kann man ein verpasstes Leben nachholen? Kann man noch einmal komplett von vorne anfangen? Wie immer erzählt Zeruya Shalev, aus ihren vorausgegangenen genialen Romanen kennend, mit einer ungeheuren Intensität, aber es ist auch zu bemerken, dass ihre Iris in Liebesdingen pragmatischer, reifer geworden ist.«
Panke-Spiegel
»Stark autobiografisch geprägt, erzählt 'Schmerz' ein Stück israelischer Geschichte. Wie Zeruya Shalev das Persönliche mit dem Politischen verwebt, das ist besonders.«
Lausitzer Rundschau
»Zeruya Shalev ist eine der wichtigsten Schriftstellerinnen Israels. Sie erzählt über die Gefühle von Frauen, und wie die mit der politischen Tragödie ihres Landes verwoben sind.«
Deutsche Welle TV "Kultur 21"
»Der Übersetzung von Mirjam Pressler gelingt das Kunststück, in die doch eher spröde deutsche Sprache eine Sinnlichkeit einzuflechten, die voller Farben, Gerüche, Emotionen und Erotik ist. Diese Sprache geht unter die Haut - buchstäblich.«
literaturkritik.de
»Shalev beschreibt eine emotionale Grenzerfahrung, die bis zur letzten Seite fesselt.«
Schweiner Volkszeitung
»Ein furioses Buch, das lange nachhallt.«
Badener Tagblatt
»Und wie sich Iris aus dem Dilemma herauskämpft, mit welchen Krämpfen und Volten, wie sie sich ohne Selbstverrat vom Kopf wieder auf die Füße stellt, ist atemberaubend. Ein furioses Buch, das lange nachhallt.«
Nordwestschweiz
»Zeruya Shalev hat es wieder geschafft. Sie hat nach ihrem letzten Roman 'Für den Rest des Lebens' erneut ein Buch geschrieben, das man manchmal kurz aus der Hand legen muss. Weglegen muss, um kurz Luft zu holen, nachzudenken. Um sich daran zu erinnern, dass das alles nur Fiktion und nicht die eigene Gegenwart ist. Die israelische Bestsellerautorin nimmt einen auch dieses Mal nahezu erbarmungslos mit auf die Reise ins Innere ihrer Protagonisten. Dass sie es dabei schafft, grundsätzliche Alltags- und Beziehungsprobleme so treffend und charakteristisch in Szene zu setzen, ist nur eine der großen Qualitäten Zeruya Shalevs als Erzählerin.«
Jüdische Rundschau
»Zeruya Shalev jongliert gekonnt mit tiefen Emotionen.«
Zuhause Wohnen Extra
»Intensiv und mit psychologischer Feinnervigkeit spiegelt sie die innere Zerrissenheit und Obsession einer weiblichen Seele.«
Wilhelmshavener Zeitung
»In 'Schmerz' erzählt Zeruya Shalev eine Geschichte über das Leben in Israel, Terror, dessen Folgen für die Bevölkerung, aber vor allem über die Bedeutung und Macht der ersten Liebe. [...] Absolute Leseempfehlung!«
booksinmyworld.de
»Zeruya Shalev, eine der wichtigsten literarischen Stimmen Israels, genießt seit ihrem Roman 'Liebesleben' große Anerkennung. In ihrem neuen Roman erweist sie sich als Meisterin der Beschreibung existenzieller Zwiespalte.«
Pfälzischer Merkur
»Die israelische Autorin Zeruya Shalev spricht über ihren neuen Roman, eine dritte Intifada in Israel und über zweite Chancen im Leben.«
tachles - Das jüdische Wochenmagazin
»Dann habe ich noch einen Tipp für jene, die traurigen Liebesgeschichten nicht abgeneigt sind. Der neue Roman der israelischen Schriftstellerin Zeruya Shalev heißt 'Schmerz', und wer von dieser betörenden und kunstvollen Prosa nicht beeindruckt ist, muss ein Gefühlsklotz und Literaturverächter sein.«
SWR 2 Kultur
»['Schmerz'] ist nicht bloß ein Liebesroman über die zweite Lebenshälfte, wenngleich Shalev subtil von unseren Neurosen und Sehnsüchten erzählen kann, sondern das Psychogramm einer selbstbewussten Frau mittleren Alters, die in eine Krise stürzt.«
Heilbronner Stimme
»Der neue, höchst raffinierte und spannende Liebes-, Ehe- und Familienroman von Zeruya Shalev nähert sich seinem Titelthema von verschiedensten Seiten. […]. Das Motiv des Schmerzes, so möchte man nun womöglich meinen, werde hier allzu heftig strapaziert. Doch dies trifft nicht zu. Denn die Israelin Zeruya Shalev, die einst mit ihrem Roman 'Liebesleben' für Furore gesorgt hat, erzählt auf eine so feinnervige wie lodernde Art von den Psychodramen in der Familie.«
Frankfurter Rundschau
»Der Roman durchdringt das ganze Geflecht, in dem Iris als Mutter von erwachsenen Kindern, als Partnerin und als Frau in leitender Position steht. Es geht nicht nur um körperlichen Schmerz, es geht auch um das Loslassen der Kinder, darum, wie eine Ehe in Würde altert und auch da kann vieles weh tun.«
muenchnerkirchennachrichten.de
»Vier Romane hat Zeruya Shalev bisher über die Liebe geschrieben und diese in langen, ineinander verhäkelten Sätzen seziert, deren zahllose Kommas wie Narben gesetzt sind. Denn davon handelt die Liebe stets, wenn Shalev sie entkernt – von Hoffnung und Enttäuschung, die Wunden hinterlassen, die nur schlecht verheilen.«
Tages Woche
»Sehnsüchte nach einem Neubeginn und nach dem Verlassen der für sie zur Gewohnheit werdenden Beziehung mischen sich mit Überlegungen, wie sie die Situation lösen könnte.«
Hessisches Ärzteblatt
»'Schmerz' ist Zeruya Shalev's persönlichstes Buch; eine emotionale Grenzerfahrung.«
Hessisches Ärzteblatt
»Shalev kennt im neuen Roman vielerlei Arten von Schmerz, den Schmerz der ersten großen Liebe, auch den Trennungsschmerz und den Schmerz der Erkenntnis, wenn es an die Prioritäten im Leben geht.«
Süddeutsche Zeitung Münchner Neueste Nachrichten
»Als Meisterin der Emotionen erweist sich Shalev auch im neuen Roman, nur diesmal siegt die Nüchternheit – spannende Achterbahnfahrt.«
Nordwest Zeitung
»Shalev schildert diese Zerrissenheit [ihrer Figur] so wahrhaftig und nachvollziehbar, so bewegend und ehrlich, dass der Leser mit Iris bereitwillig durch alle Höhen und Tiefen geht und mit ihr hofft – auf ein Ende des Schmerzes.«
Nürnberger Nachrichten
»Wie fühlt man sich mit 17, wenn man von seiner grossen Liebe verlassen wird? Und wie, wenn man sich 30 Jahre später erneut begegnet? Shalevs Roman ist dicht gewoben, stark und ehrlich. Eine Liebes- und Lebensgeschichte, die einen mitfiebern lässt und zwingt, die 374 Seiten beinahe in einem Atemzug zu lesen.«
Schwizer Illustrierte
»Ein Buch über die Liebe, über Verlust als die andere Seite der Hingabe, über verpasste Chancen und über kleine und groß Träume in den Zwängen des Alltags.«
Offenburger Tageblatt

Leseprobe zu »Schmerz«

Erstes Kapitel
Er kommt zurück, und obwohl sie ihn seit Jahren erwartet hat, kommt er, als wäre er nie weg gewesen, als hätte sie keinen einzigen Tag ohne ihn verbracht, keinen Monat, kein Jahr, und dabei sind genau zehn Jahre vergangen. Doch dann hat Micki sie gefragt, weißt du, welches Datum heute ist, als handle es sich um einen Geburtstag oder einen Hochzeitstag, und sie strengte ihr Gedächtnis an. Sie haben im Winter geheiratet, sich im Winter davor kennengelernt, die Kinder sind im Winter geboren. Nichts wirklich Wichtiges hat sich in ihrem Leben [...]

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Erstes Kapitel
Er kommt zurück, und obwohl sie ihn seit Jahren erwartet hat, kommt er, als wäre er nie weg gewesen, als hätte sie keinen einzigen Tag ohne ihn verbracht, keinen Monat, kein Jahr, und dabei sind genau zehn Jahre vergangen. Doch dann hat Micki sie gefragt, weißt du, welches Datum heute ist, als handle es sich um einen Geburtstag oder einen Hochzeitstag, und sie strengte ihr Gedächtnis an. Sie haben im Winter geheiratet, sich im Winter davor kennengelernt, die Kinder sind im Winter geboren. Nichts wirklich Wichtiges hat sich in ihrem Leben im Sommer ereignet, obwohl in einem so langen Sommer so viel passieren kann, und Micki senkte den Blick, deutete auf ihre Hüfte, die seit damals breiter geworden ist, und plötzlich war der Schmerz wieder da, und sie erinnerte sich.
Oder erinnerte sie sich zuerst, und dann kam der Schmerz? Sie hat ihn nie vergessen, deshalb war es keine Erinnerung, sondern das absolute Dasein in dieser brennenden Minute, der Bruch, der immer klarer wurde im Geistersturm des Schreckens, in der feierlichen Lähmung der Stille: zwitscherte nicht der Vogel, das Gevögel flog nicht, der Ochs brüllte nicht, die Seraphim riefen nicht: Heiliger! Das Meer wogte nicht, die Menschen redeten nicht, sondern es herrschte ein allgemeines Stillschweigen.
Im Laufe der Zeit verstand sie, dass alles da war, nur nicht Stille, und trotzdem hatte sich allein die Stille in ihr Gedächtnis gegraben: Stumme Engel traten zu ihr, verbanden schweigend ihre Wunden, zerrissene Glieder brannten still, und sie, die anderen, schauten darauf mit geschlossenen Mündern, weiße Krankenwagen glitten geräuschlos durch die Straßen. Da schwebte eine schmale, geflügelte Tragbahre auf sie zu, und sie wurde auf Händen getragen und daraufgelegt, und in diesem Moment, in dem sie von dem brennenden Asphalt gehoben wurde, wurde der Schmerz geboren.
Zwei Kinder hatte sie zur Welt gebracht und trotzdem erkannte sie ihn nicht, als er sich ihr zum ersten Mal in seiner ganzen Macht offenbarte, sich ins Zentrum ihres Körpers bohrte, ihre Knochen zersägte, sie zu feinem Staub zermalmte, Muskeln zerstörte, Sehnen zerfetzte, Gewebe zerquetschte, Nerven zerriss, in inneren Bereichen tobte, über die sie sich nie Gedanken gemacht hatte. Nur die Dinge oberhalb des Halses hatten sie interessiert, der Schädel und das Gehirn, das Bewusstsein und die Vernunft, das Wissen und die Überlegung, die Identität, das Gedächtnis, und plötzlich hatte sie nichts außer sich selbst, nichts außer ihm, außer dem Schmerz.
Was ist, fragte er und sofort schämte er sich, was bin ich doch für ein Idiot, ich hätte dich nicht daran erinnern dürfen, und sie lehnte sich an die Wand neben der Tür – sie hatten ja gerade aus dem Haus gehen wollen, jeder zu seiner Arbeit – und versuchte, mit den Augen auf einen der Küchenstühle zu weisen, und er lief zur Küche und kam mit einem Glas Wasser zurück, das sie nicht in der Hand halten konnte.
Stuhl, zischte sie, und er zog einen der Stühle heran, doch zu ihrer Verblüffung ließ er sich selbst darauf fallen, mit seinem ganzen Gewicht, als wäre er es, der von einem plötzlichen Schmerz überfallen wurde, als wäre er es, der an jenem Morgen dort gewesen war, genau vor zehn Jahren, als die Druckwelle der Explosion sie aus dem Auto auf den Asphalt geschleudert hatte. Hätten sie nicht im letzten Moment ihre Pläne geändert, wäre er an ihrer Stelle dort gewesen, wäre durch die Luft geflogen, die glühte wie ein riesiger Asteroid, wäre mit einem Schlag zwischen den brennenden Leibern gelandet.
Warum war er es nicht gewesen, der die Kinder zur Schule gebracht hatte, wie jeden Morgen? Sie erinnert sich an ein hastiges Telefonat mit dem Büro, ein abgestürztes System. Er wollte die Kinder trotzdem fahren, aber Omer war noch nicht angezogen, er hopste im Pyjama auf dem Ehebett herum, und sie wollte Heulerei und Gebrüll verhindern. Lass nur, ich fahre sie hin, schlug sie vor, was natürlich nicht den üblichen Streit mit Omer verhinderte, der sich in der Toilette einschloss und sich weigerte herauszukommen, und die Tränen Almas darüber, dass sie seinetwegen wieder zu spät kommen würde, und als sie sich am Schultor von ihnen verabschiedet hatte, beschleunigte sie auf der belebten Straße, überholte einen Bus, der an der Haltestelle stand, hörte den schrecklichsten Knall, den sie je gehört hatte, und danach eine vollkommene Stille.
Es war noch nicht einmal die Macht der Explosion, jene fast vulkanartige Eruption des Zündstoffs, es waren auch nicht die Schrauben und Nägel und Muttern, gemischt mit Rattengift, um stärkere Blutungen zu verursachen, die ihre Ohren betäubten, sondern ein anderes Geräusch, tiefer und schlimmer als die Detonation, das Geräusch, mit dem sich Dutzende Fahrgäste vom Leben verabschiedeten, das Klagelied von Müttern, die Waisen zurückließen, die Schreie junger Mädchen, die nie erwachsen werden würden, das Weinen der Kinder, die nie mehr nach Hause kommen würden, von Männern, die sich von ihren Frauen verabschiedeten, die Klagen der Gliedmaßen, die zerstört wurden, der Haut, die verbrannte, der Beine, die nie mehr laufen würden, der Arme, die nie mehr umarmen würden, der Schönheit, die in der Erde vergehen würde, und dieses Klagelied hört sie jetzt wieder, sie hält sich die Ohren zu, während sie auf die Knie sinkt.
Oh, Iris, sagt er und schlingt die Arme um sie, ich habe gedacht, wir hätten das hinter uns, und sie versucht, sich aus seiner Umarmung zu befreien. Es geht gleich vorbei, sie presst die Lippen zusammen, vielleicht habe ich eine ungeschickte Bewegung gemacht, ich nehme eine Tablette und fahre zur Arbeit, doch da zerfällt wieder, wie damals, jede Bewegung in Dutzende kleiner Bewegungen, und jede einzelne ist schmerzhafter als die vorherige, bis sogar sie, die so großen Wert auf Selbstbeherrschung legt, dass sie als harte und verantwortungsbewusste Chefin bekannt ist, einen tiefen Seufzer ausstößt.
Aber hinter ihrem Rücken, hinter dem Seufzer, der sogar sie selbst überrascht, erklingt plötzlich lautes Lachen, und beide drehen den Kopf zum Ende des Flurs, dort steht ihr Sohn in der Tür seines Zimmers, groß und dünn, wirft sein Haar, das nur oben lang und an den Seiten geschoren ist, zurück und stößt ein Wiehern aus wie ein Pferd. Hi, was hat euch denn gepackt, Mampapa? Wieso sitzt ihr da, einer auf dem anderen? Habt ihr vor, mir einen kleinen Bruder zu schenken?
Da gibt’s überhaupt nichts zu lachen, Omer, faucht sie, obwohl sie den Anblick, der sich ihm bietet, ebenfalls lächerlich findet, ich habe plötzlich Schmerzen an der alten Wunde bekommen, ich musste mich hinsetzen, und er kommt auf sie zu, langsam, fast tänzelnd bewegt er seinen schönen Körper in den getigerten Boxershorts, wie hatte ihre Vereinigung einen so schönen Körper hervorbringen können? Cool, bleib nur so sitzen, sagt er kichernd, aber warum auf Papa? Und warum muss er ebenfalls sitzen? Tut es ihm auch weh?
Wenn man jemanden liebt, empfindet man seinen Schmerz mit, antwortet Micki in dem didaktischen Ton, den Omer besonders hasst, und sie eigentlich auch, in dem Ton, der in sich bereits die Kränkung enthält, die der Spott des Sohnes hervorrufen würde, und sie sagt, bring mir eine Tablette, Omer, oder besser zwei, sie sind in der Küchenschublade, und als sie hastig die Schmerztabletten hinunterschluckt, hat sie das Gefühl, dass aufgrund dieser Entscheidung die Schmerzen für immer und ewig verschwinden würden. Schmerzen kommen nicht einfach mit einer solchen Wucht, das ist kaum zu verstehen, schließlich ist alles behandelt, zusammengeflickt, genäht, verschraubt, transplantiert, in drei verschiedenen Operationen, während eines ganzen Jahres im Krankenhaus. Zehn Jahre sind vergangen, sie hat sich daran gewöhnt, beim Wechsel der Jahreszeiten oder nach körperlichen Anstrengungen, mit diesem pulsierenden Schmerz zu leben, nie wieder wird sie die physische Ausgeglichenheit wie in der Zeit vor dem Attentat erfahren, doch zu keinem Augenblick hat sie eine solche Welle erwartet, als würde an diesem Morgen alles von neuem anfangen.
Hilf mir aufzustehen, Omer, bittet sie, und er beugt sich zu ihr, noch immer amüsiert, hält ihr seinen schmalen, aber kräftigen Arm hin, und da steht sie, zwar noch an die Wand gelehnt, aber sie gibt nicht auf. Sie wird das Haus verlassen, sie wird zum Auto gehen, sie wird zur Schule fahren, sie wird die Sitzungen effizient leiten, Einstellungsgespräche führen, die Inspektorin willkommen heißen, sie wird dableiben und kontrollieren, was im Hort passiert, sie wird ihre E-Mails beantworten, und erst am Nachmittag, auf dem Rückweg, wenn sie mit vor Schmerz zusammengepressten Lippen im Auto sitzt, wird sie darüber nachdenken, dass Micki dort auf dem Küchenstuhl sitzen geblieben war, neben der Tür, den Kopf in beide Hände gelegt, auch nachdem sie schon hinausgegangen war, geflohen, um die Wahrheit zu sagen, als hätte sie ihm den Schmerz zurückgelassen. Er saß da, als wäre es seine Hüfte gewesen, die an jenem Morgen zerschmettert wurde, als wäre er es gewesen, dessen Leben unterbrochen worden war.
Auf der Heimfahrt, eingesperrt zwischen Dutzenden von Autos, die in dem langsamen Verkehr durch die Straßen kriechen, erinnert sie sich, wie er schwer atmend und verlegen an ihrem Bett im Traumazimmer stand. Er war nicht der Erste, der kam, Halbfremde waren ihm zuvorgekommen, denn die Nachricht hatte sich schnell verbreitet. In umgekehrter Reihenfolge waren die Besucher und die Tröster gekommen, von den Fremdesten bis zu den Nächsten, Omer, damals sieben, und Alma, elf Jahre alt, waren von ihrer Freundin Dafna gebracht worden, eine Minute bevor sie in den Operationssaal gebracht wurde. Als sie die Kinder auf sich zukommen sah, fiel ihr mit einem Zittern ein, dass sie ausgerechnet ihnen nicht Bescheid gesagt hatte. Es war ihr gelungen, eine Nachricht auf Mickis Mailbox zu hinterlassen, auch bei ihrer Mutter, mit blutverschmierten Fingern hatte sie die Tasten gedrückt, hatte das Blut mit ihrer Bluse abgewischt, und nur die Schule der Kinder hatte sie vergessen anzurufen, und die Wahrheit war, dass sie in den Stunden, die vergangen waren, bis sie ängstlich an ihr Bett traten, Hand in Hand, ihre Existenz einfach vergessen hatte, sie hatte vergessen, dass diese Frau, die über die brennende Straße geflogen war, bis sie auf den Boden knallte, Mutter von Kindern war.
Im ersten Moment hatte sie sie fast nicht erkannt. Ein seltsames Paar näherte sich ihr, ein hoch aufgeschossener Junge und ein zierliches Mädchen. Er hell und sie dunkel. Er stürmisch und sie still. Zwei Gegensätze kamen auf sie zu, langsam, ernst, als legten sie einen unsichtbaren Blumenstrauß auf ihr Grab, und sie wollte vor ihnen fliehen, aber sie war ans Bett gefesselt, deshalb schloss sie die Augen, bis sie sie zweistimmig »Mama« sagen hörte und gezwungen war, sich zusammenzureißen. Was habe ich für ein Glück gehabt, sagte sie ihnen zuliebe, es hätte viel schlimmer sein können.
Sie dürfen ihnen ruhig zeigen, dass es Ihnen schlecht geht, sagte später einer der Ärzte, man muss ihnen nichts vormachen. Lassen Sie zu, dass sie Ihnen helfen, so bringen Sie ihnen bei, sich ihren Schwierigkeiten zu stellen. Aber sie schaffte es nicht, ihnen ihre Schwäche zu zeigen, und deshalb hatte sie ihre Anwesenheit monatelang kaum ertragen, bis sie sich endlich erholte.
Sie erinnert sich, wie Alma einmal sagte, alles wegen Omer, kühl, fast gleichgültig, als handle es sich um eine Selbstverständlichkeit, hätte er sich nicht in der Toilette eingeschlossen, wären wir früher losgefahren und du wärst gar nicht dort gewesen, als der Bus explodierte, und Omer fing an zu schreien, nach seiner Schwester zu treten und zu toben: Stimmt nicht! Alles wegen dir! Alles, weil du wolltest, dass Mama dir einen französischen Zopf macht!
Und als Micki versuchte, ihn festzuhalten und zu beruhigen, deutete der Junge plötzlich auf ihn und verkündete mit der Feindseligkeit, die immer zwischen ihnen herrschte, schon von seiner Geburt an: Alles wegen dir!
Und vielleicht hatten sie sich weiter beschuldigt, als ginge es wirklich um ein Ereignis, das sich innerhalb des Familienkreises zugetragen hatte, nicht um ein nationales Ereignis, das von Terroristen geplant und ausgeführt worden war, die ihre kleine Familie nicht kannten, aber sie wurde schon fortgetragen, in diese angsteinjagende Ablenkung der langen Stunden der Operationen und was danach kam, die monatelange Genesung und Rehabilitation, die Arbeitsstelle, die ihr am Ende des Wegs als Preis winkte. Sie wusste, dass gesagt wurde, wäre sie nicht verletzt worden, hätte man sie nicht zur Direktorin der Schule ernannt, jung wie sie war, sie selbst hatte sich das manchmal gefragt, aber die große Belastung ließ ihr keine Zeit für überflüssige Gedanken. Zehn Jahre vergingen ohne sinnlose Grübeleien, und während sie das Auto parkt und mit unsicheren Schritten ins Haus geht, hat sie das Gefühl, gerade erst aus der Operation erwacht zu sein, einer Operation, die sich zehn Jahre lang hingezogen hat, als könnte sie erst jetzt ihre Aufmerksamkeit dem Problem widmen, das damals ihre Kinder aufgebracht hatten, um endlich zu verkünden, wer wirklich der Schuldige war, und dafür hat sie sehr viel Erfahrung gesammelt.

Zeruya Shalev

Über Zeruya Shalev

Biografie

Zeruya Shalev, 1959 in einem Kibbuz am See Genezareth geboren, studierte Bibelwissenschaften und lebt mit ihrer Familie in Jerusalem. Ihre vielfach ausgezeichnete Trilogie über die moderne Liebe – «Liebesleben», «Mann und Frau», «Späte Familie» – wurde in über zwanzig Sprachen übertragen. Zeruya...

Pressestimmen

Evangelische Zeitung

»Ein Lob an die Übersetzerin Mirjam Pressler, die in immer neuen Wortfindungen den Tönen nachspürt.«

literaturkritik.de

»Der Übersetzung von Mirjam Pressler gelingt das Kunststück, in die doch eher spröde deutsche Sprache eine Sinnlichkeit einzuflechten, die voller Farben und Gerüche, Emotionen und Erotik ist. Diese Sprache geht unter die Haut - buchstäblich.«

Evangelische Sonntags-Zeitung

»Empfindsam schildert Shalev das Innenleben ihrer Figur. Deren Leben dreht sich zwar um andere, dennoch bleiben Kinder, Ehemann und auch Geliebter im Hintergrund, sind Nebendarsteller in der eindrücklichen Studie einer Frau und deren drängender Frage, ob sie ein verpasstes Leben nachholen kann.«

Sonntags-Zeitung

»Empfindsam schildert Shalev das Innenleben ihrer Figur. Deren Leben dreht sich zwar um andere, dennoch bleiben Kinder, Ehemann und auch Geliebter im Hintergrund, sind Nebendarsteller in der eindrücklichen Studie einer Frau und deren drängender Frage, ob sie ein verpasstes Leben nachholen kann.«

bn Bibliotheksnachrichten

»Dieser psychologisch feinfühlige, anschaulich und facettenreich erzählte Frauenroman ist eingebettet in eine authentische Darstellung von Leben und Überleben in Israel, das bestimmt ist vom biblisch fundierten Überlbenswillen seiner Bürger. Dieser zeitgeschichtliche Roman vermittelt mehr Wahrheit und Einsicht in die gegenwärtige politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation im Nahen Osten als aufwändige Analysen.«

choices (Köln)

»Als eine der schonungslosesten Chronistinnen dieser Urgewalt aus Leidenschaft und Vernunftlosigkeit erweist sich stets aufs Neue Zeruya Shalev. Im 'Schmerz' gefangen leidet ihre Protagonistin weniger unter den körperlichen Folgen einer Selbstmordattentats als unter dem für sie schmählichen Ende ihrer ersten großen Liebe.«

Kleine Zeitung

»'Wie kochendes Wasser in einem brodelnden See': Das Leiden ihrer Heimat Israel hat auch bei Zeruya Shalev Wunden hinterlassen. Ein Gespräch über ihren jüngsten Roman 'Schmerz'.«

Wiener Zeitung

»In ihrem jüngsten Roman, das als ihr persönlichster Roman gilt, lotet sie auf ihre charakteristische Weise die Untiefen der Liebe aus, schreibt über fatale Anziehung und den inneren Kampf von Vernunft gegen Leidenschaft.«

aufbruch - Zeitung für Religion und Gesellschaft

»'Schmerz' ist vielleicht das persönlichste Buch von Zeruya Shalev, die 2004 selbst Opfer eines Terroranschlags in Jerusalem wurde. Es ist ein Buch über das Leben und den Tod, über Wunden und Wunder - aufrüttelnd bis zur letzten Seite.«

Panke-Spiegel

»Shalev erzählt meisterhaft das schwankende Beziehungsgeflecht zwischen den Protagonisten. Die Kernfrage ist – kann man ein verpasstes Leben nachholen? Kann man noch einmal komplett von vorne anfangen? Wie immer erzählt Zeruya Shalev, aus ihren vorausgegangenen genialen Romanen kennend, mit einer ungeheuren Intensität, aber es ist auch zu bemerken, dass ihre Iris in Liebesdingen pragmatischer, reifer geworden ist.«

Lausitzer Rundschau

»Stark autobiografisch geprägt, erzählt 'Schmerz' ein Stück israelischer Geschichte. Wie Zeruya Shalev das Persönliche mit dem Politischen verwebt, das ist besonders.«

Deutsche Welle TV "Kultur 21"

»Zeruya Shalev ist eine der wichtigsten Schriftstellerinnen Israels. Sie erzählt über die Gefühle von Frauen, und wie die mit der politischen Tragödie ihres Landes verwoben sind.«

literaturkritik.de

»Der Übersetzung von Mirjam Pressler gelingt das Kunststück, in die doch eher spröde deutsche Sprache eine Sinnlichkeit einzuflechten, die voller Farben, Gerüche, Emotionen und Erotik ist. Diese Sprache geht unter die Haut - buchstäblich.«

Schweiner Volkszeitung

»Shalev beschreibt eine emotionale Grenzerfahrung, die bis zur letzten Seite fesselt.«

Badener Tagblatt

»Ein furioses Buch, das lange nachhallt.«

Nordwestschweiz

»Und wie sich Iris aus dem Dilemma herauskämpft, mit welchen Krämpfen und Volten, wie sie sich ohne Selbstverrat vom Kopf wieder auf die Füße stellt, ist atemberaubend. Ein furioses Buch, das lange nachhallt.«

Jüdische Rundschau

»Zeruya Shalev hat es wieder geschafft. Sie hat nach ihrem letzten Roman 'Für den Rest des Lebens' erneut ein Buch geschrieben, das man manchmal kurz aus der Hand legen muss. Weglegen muss, um kurz Luft zu holen, nachzudenken. Um sich daran zu erinnern, dass das alles nur Fiktion und nicht die eigene Gegenwart ist. Die israelische Bestsellerautorin nimmt einen auch dieses Mal nahezu erbarmungslos mit auf die Reise ins Innere ihrer Protagonisten. Dass sie es dabei schafft, grundsätzliche Alltags- und Beziehungsprobleme so treffend und charakteristisch in Szene zu setzen, ist nur eine der großen Qualitäten Zeruya Shalevs als Erzählerin.«

Zuhause Wohnen Extra

»Zeruya Shalev jongliert gekonnt mit tiefen Emotionen.«

Wilhelmshavener Zeitung

»Intensiv und mit psychologischer Feinnervigkeit spiegelt sie die innere Zerrissenheit und Obsession einer weiblichen Seele.«

booksinmyworld.de

»In 'Schmerz' erzählt Zeruya Shalev eine Geschichte über das Leben in Israel, Terror, dessen Folgen für die Bevölkerung, aber vor allem über die Bedeutung und Macht der ersten Liebe. [...] Absolute Leseempfehlung!«

Pfälzischer Merkur

»Zeruya Shalev, eine der wichtigsten literarischen Stimmen Israels, genießt seit ihrem Roman 'Liebesleben' große Anerkennung. In ihrem neuen Roman erweist sie sich als Meisterin der Beschreibung existenzieller Zwiespalte.«

tachles - Das jüdische Wochenmagazin

»Die israelische Autorin Zeruya Shalev spricht über ihren neuen Roman, eine dritte Intifada in Israel und über zweite Chancen im Leben.«

SWR 2 Kultur

»Dann habe ich noch einen Tipp für jene, die traurigen Liebesgeschichten nicht abgeneigt sind. Der neue Roman der israelischen Schriftstellerin Zeruya Shalev heißt 'Schmerz', und wer von dieser betörenden und kunstvollen Prosa nicht beeindruckt ist, muss ein Gefühlsklotz und Literaturverächter sein.«

Heilbronner Stimme

»['Schmerz'] ist nicht bloß ein Liebesroman über die zweite Lebenshälfte, wenngleich Shalev subtil von unseren Neurosen und Sehnsüchten erzählen kann, sondern das Psychogramm einer selbstbewussten Frau mittleren Alters, die in eine Krise stürzt.«

Frankfurter Rundschau

»Der neue, höchst raffinierte und spannende Liebes-, Ehe- und Familienroman von Zeruya Shalev nähert sich seinem Titelthema von verschiedensten Seiten. […]. Das Motiv des Schmerzes, so möchte man nun womöglich meinen, werde hier allzu heftig strapaziert. Doch dies trifft nicht zu. Denn die Israelin Zeruya Shalev, die einst mit ihrem Roman 'Liebesleben' für Furore gesorgt hat, erzählt auf eine so feinnervige wie lodernde Art von den Psychodramen in der Familie.«

muenchnerkirchennachrichten.de

»Der Roman durchdringt das ganze Geflecht, in dem Iris als Mutter von erwachsenen Kindern, als Partnerin und als Frau in leitender Position steht. Es geht nicht nur um körperlichen Schmerz, es geht auch um das Loslassen der Kinder, darum, wie eine Ehe in Würde altert und auch da kann vieles weh tun.«

Tages Woche

»Vier Romane hat Zeruya Shalev bisher über die Liebe geschrieben und diese in langen, ineinander verhäkelten Sätzen seziert, deren zahllose Kommas wie Narben gesetzt sind. Denn davon handelt die Liebe stets, wenn Shalev sie entkernt – von Hoffnung und Enttäuschung, die Wunden hinterlassen, die nur schlecht verheilen.«

Hessisches Ärzteblatt

»Sehnsüchte nach einem Neubeginn und nach dem Verlassen der für sie zur Gewohnheit werdenden Beziehung mischen sich mit Überlegungen, wie sie die Situation lösen könnte.«

Hessisches Ärzteblatt

»'Schmerz' ist Zeruya Shalev's persönlichstes Buch; eine emotionale Grenzerfahrung.«

Süddeutsche Zeitung Münchner Neueste Nachrichten

»Shalev kennt im neuen Roman vielerlei Arten von Schmerz, den Schmerz der ersten großen Liebe, auch den Trennungsschmerz und den Schmerz der Erkenntnis, wenn es an die Prioritäten im Leben geht.«

Nordwest Zeitung

»Als Meisterin der Emotionen erweist sich Shalev auch im neuen Roman, nur diesmal siegt die Nüchternheit – spannende Achterbahnfahrt.«

Nürnberger Nachrichten

»Shalev schildert diese Zerrissenheit [ihrer Figur] so wahrhaftig und nachvollziehbar, so bewegend und ehrlich, dass der Leser mit Iris bereitwillig durch alle Höhen und Tiefen geht und mit ihr hofft – auf ein Ende des Schmerzes.«

Schwizer Illustrierte

»Wie fühlt man sich mit 17, wenn man von seiner grossen Liebe verlassen wird? Und wie, wenn man sich 30 Jahre später erneut begegnet? Shalevs Roman ist dicht gewoben, stark und ehrlich. Eine Liebes- und Lebensgeschichte, die einen mitfiebern lässt und zwingt, die 374 Seiten beinahe in einem Atemzug zu lesen.«

Offenburger Tageblatt

»Ein Buch über die Liebe, über Verlust als die andere Seite der Hingabe, über verpasste Chancen und über kleine und groß Träume in den Zwängen des Alltags.«

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