Lieferung innerhalb 2-3 Tage
Bezahlmöglichkeiten
Vorbestellung möglich
Blick ins Buch
Reise nach Kalino

Reise nach Kalino

Roman

Taschenbuch
€ 9,99
€ 9,99 inkl. MwSt.
Lieferzeit 2-3 Werktage
In den Warenkorb Im Buchshop Ihrer Wahl bestellen
Gratis-Lieferung ab 5,00 €
Geschenk-Service
Versand und Lieferbedingungen

Reise nach Kalino — Inhalt

Julius Werkazy, gekleidet in billige Schnürlsamthosen und braunes Jackett, ist ein Detektiv alten Schlages. Es gibt wahrlich renommiertere Agenturen als seine – dennoch lädt der rätselhafte Gründer von Kalino ausgerechnet ihn ein, um den schwierigsten Fall der Landesgeschichte zu lösen. Während Werkazy unerwartet über sich hinauswächst, beginnt er zu begreifen, dass die Wahl nicht zufällig auf ihn gefallen ist ...

€ 9,99 [D], € 10,30 [A]
Erschienen am 17.02.2014
256 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-30222-7

Leseprobe zu »Reise nach Kalino«

KAPITEL 1

 

Julius Werkazy erhält einen Anruf und sorgt sich um seine Araukarie

 

Seit Julius Werkazy zurückdenken konnte, teilte er Probleme in zwei Kategorien ein: in solche, denen er ausweichen konnte, wie unbezahlte Rechnungen, und in solche, die er wohl nie loswerden würde, wie seinen eigenen Namen. Jedes Mal, wenn er ihn auf der Tür seines Büros sah, glaubte er, eine bösartige Macht hätte ihn mit einem zweifelhaften Pseudonym bedacht, das er nicht nur auf der Tür, sondern eines Tages auch auf seinem Grabstein würde ertragen müssen.
Um dem zu [...]

weiterlesen

KAPITEL 1

 

Julius Werkazy erhält einen Anruf und sorgt sich um seine Araukarie

 

Seit Julius Werkazy zurückdenken konnte, teilte er Probleme in zwei Kategorien ein: in solche, denen er ausweichen konnte, wie unbezahlte Rechnungen, und in solche, die er wohl nie loswerden würde, wie seinen eigenen Namen. Jedes Mal, wenn er ihn auf der Tür seines Büros sah, glaubte er, eine bösartige Macht hätte ihn mit einem zweifelhaften Pseudonym bedacht, das er nicht nur auf der Tür, sondern eines Tages auch auf seinem Grabstein würde ertragen müssen.
Um dem zu entgehen, goss er sich, nachdem er ins Büro gekommen war, ein paar Tropfen seines kostbaren Otards in den Tee und betrachtete ausgiebig das Gemälde über seinem Schreibtisch. Es zeigte einen wohlhabenden Mann, der eine gelbe Katze im Arm hielt. Und obwohl die Katze ziemlich schwer aussah, schwebte der Mann einige Zentimeter über der Erde und strahlte eine Ruhe aus, die Werkazy nicht einmal überkam, wenn er nachts todmüde ins Bett fiel. So stellte er sich nicht nur einen perfekten Detektiv vor, sondern auch einen Mann mit einem Namen, der sich nicht wie ein Pseudonym anhörte.
An jenem Morgen, als er gerade dazu übergehen wollte, alle Punkte auf dem Fell der Katze zu zählen, läutete ganz unerwartet das Telefon. Werkazy stellte vorsichtig den Tee ab und betrachtete misstrauisch den läutenden Apparat. Wenn eine Agentur so wenig abwarf wie die seine, wurde das Abheben des Hörers zu einer Kunst. Es wäre nicht klug, sich gleich auf den Apparat zu stürzen und einem Klienten zu verraten, wie es in Wirklichkeit um die »Agentur Werkazy« stand, andererseits durfte man nicht zu lange warten, damit der Anrufer nicht wieder auflegte. Werkazy beherrschte diese Kunst, und so buchstabierte er das Wort »Araukarie« rückwärts. Das dauerte knapp zehn Sekunden, seiner Erfahrung nach die ideale Wartezeit. Diesmal aber kam es ihm vor, als sei der Anrufer übermäßig hartnäckig, deshalb legte er noch zwei Sekunden drauf. Dann erst nahm er den Hörer ab und meldete sich wie immer, indem er den Namen seiner Agentur nannte.
»Spreche ich mit dem Chef der Agentur Werkazy oder einem der Mitarbeiter?«, fragte eine kräftige Männerstimme am anderen Ende der Leitung.
»Sie sprechen mit dem Inhaber persönlich«, bestätigte Werkazy und vermied es dabei, noch einmal seinen Namen zu nennen.
Die Stimme des Mannes klang nicht wie der übliche Anrufer. Er klang wie jemand, der nicht selber anruft, sondern das seiner Sekretärin oder einem Mitarbeiter überlässt. Aber offenbar war etwas passiert, das den Mann zwang, persönlich zum Hörer zu greifen. »Erlauben Sie, dass ich mich vorstelle«, sagte er. »Mein Name ist Osmos, und ich rufe aus einem Ort an, den man als Kalino kennt.«
Werkazy las selten Zeitung, aber es war unmöglich, den Namen Kalino oder den von Kalinos Gründer F. Osmos nicht zu kennen. Es war ungefähr so, als bekäme man einen Anruf aus dem Vatikan, bei dem sich der Papst persönlich am Apparat meldete. Nur war Werkazy weder besonders religiös, noch wusste er mehr über Kalino, als dass es sich um eine Art Stadt handelte, die seit Jahrzehnten so gründlich von der Welt abgeschottet war, dass man praktisch nichts von ihr wusste.
Er fixierte seine Teetasse und sagte mehr zu ihr als zu Osmos: »Ich bin ganz Ohr. Womit kann ich Ihnen helfen ? «
»Nun, helfen ist inzwischen vielleicht das falsche Wort«, sagte Osmos. »Es geht um einen Vorfall, der sich bereits ereignet hat und nicht rückgängig machen lässt. Jetzt gilt es einzig und allein den Schaden zu begrenzen, damit nicht noch mehr Unheil geschieht.«
Warum werden die Reichen und Mächtigen immer so herablassend, wenn etwas außer Kontrolle gerät?, dachte Werkazy und sagte: »Könnten Sie mir andeuten, um welche Art von Schaden es hier geht?«
»Ich fürchte, das würde zu lange dauern. Sie müssen wissen, dass dieser Anruf keine Selbstverständlichkeit ist. Um die Verbindung herzustellen, mussten alle kalinianischen Sicherheitssysteme abgeschaltet werden. Das gesamte Leben in Kalino steht im Augenblick wegen dieses Anrufs still. «
Bekäme Werkazy für jeden Klienten, der sein Anliegen nicht am Telefon preisgeben wollte, einen Cent, bräuchte er kein Honorar mehr. Allerdings war das die originellste Erklärung, die er bis jetzt gehört hatte. Das wirklich Erstaunliche aber war, dass Osmos nicht log. Nach all den Jahren hatte Werkazy so etwas wie ein inneres Radar für Lügen entwickelt. Irgendetwas Großes musste in Kalino gründlich danebengegangen sein.
»Dann lassen Sie es mich anders formulieren«, sagte Werkazy. »Betrifft der eingetretene Schaden eine Person?« Worte wie »Mord« oder »Verbrechen« vermied er schon seit Jahren.
»Das muss ich leider bejahen.«
»Ist es jemand, den Sie persönlich kannten?«
»Ich kenne jeden einzelnen Einwohner von Kalino.«
»Ist dieser Jemand noch am Leben?«
»Ja und nein.«
»Er ist also tot und doch nicht tot?«
»Es ist mir überaus unangenehm, in Rätseln zu sprechen, und daher möchte ich Ihnen folgenden Vorschlag unterbreiten: Kommen Sie nach Kalino, und sehen Sie sich alles persönlich vor Ort an. Sie können dann frei entscheiden, ob Sie den Fall übernehmen wollen oder nicht. Sie haben mein Wort darauf.«
Werkazy ließ eine kurze Pause entstehen. »So peinlich es mir jetzt ist, das zu sagen, aber Ihr Wort genügt mir nicht. Da wäre noch die Frage der Sicherheiten. «
Auch wenn es um Geld ging, verwendete Werkazy nie das Wort selbst, und interessanterweise hatte er noch keinen Klienten getroffen, der nicht trotzdem sofort verstanden hätte, worum es ging.
»Das ist kein Problem. Unsere Gratifikation wird Ihr übliches Honorar um einiges übersteigen. Und mit ›einiges‹ meine ich das Zehnfache. Die alles entscheidende Frage lautet, wann Sie zu uns kommen können. Der Zeitfaktor ist von größter Bedeutung.«
»Einen Augenblick bitte. Ich sehe nach.«
Werkazy nahm den Kalender zur Hand. Er hatte in den kommenden zwei Wochen nur zwei Termine: einen Zahnarzttermin, den er sowieso hatte verschieben wollen, und ein Treffen mit einer Klientin, die mit ihrem Friseur durchgebrannt war. Werkazy blätterte möglichst geräuschvoll im Kalender, damit man es am anderen Ende der Leitung hören konnte. In solchen Momenten wurde ihm wieder einmal klar, wie viel der Job eines Detektivs mit dem eines Schauspielers gemeinsam hatte.
»Ich könnte nächsten Donnerstag da sein.«
»So lange können wir leider nicht warten. Was würden Sie von morgen halten?«
» Morgen ? Ausgeschlossen. «
»Wie ich schon sagte, das Honorar steht hier nicht zur Debatte. Ich bin bereit, es noch einmal um den Faktor zwanzig zu erhöhen.«
»Ich weiß nicht. Ich müsste eine Menge Arbeit zur Seite schieben. «
»Vielleicht wäre es für Sie ein Anreiz zu erfahren, dass Sie der erste Besucher in Kalino wären. Es ist ein einzigartiger Ort. Viele bedeutende Persönlichkeiten würden sich glücklich schätzen, dort auch nur einen Tag verbringen zu dürfen. «
Privilegien waren nichts, womit man Werkazy locken konnte. Die Aussicht, die Rechnungen des letzten Monats begleichen zu können, köderte ihn weitaus mehr.
»Ich werde sehen, was sich machen lässt«, sagte Werkazy. »Ich muss das noch mit meinem Partner abklären. «
»Das ist exzellent. Sie werden es nicht bereuen. Das kann ich Ihnen versprechen.«
Werkazy wollte sich nicht über die Zuverlässigkeit von Versprechen auslassen, die einem Detektiv über das Telefon gegeben wurden, also wechselte er das Thema.
»Bevor wir auflegen, wüsste ich gerne noch eines. Warum haben Sie ausgerechnet meine Agentur gewählt? Es gibt viele andere Agenturen. Einige sind weit renommierter als unsere.«
Das war die Untertreibung des Jahres. Seine Agentur stand gerade mal im Telefonbuch. Und in seinen Finanzbüchern war die Farbe Rot noch häufiger zu Gast als in dem in der Nachbarschaft gelegenen Lustviertel.
»Sobald Sie in Kalino sind, werden Sie den Grund erfahren. Die Wahl ist nicht zufällig auf Sie gefallen. «
»Und wie soll ich anreisen?«
»Eine der Eigentümlichkeiten von Kalino besteht darin, dass man es nur mit einem eigenen Zug erreichen kann. Sie werden morgen um acht Uhr abgeholt und dann zu diesem Zug gebracht. Wir haben bereits alles Nötige veranlasst. «
Werkazy protestierte nicht. Er litt unter Flugangst und mochte Züge. »Punkt acht Uhr. Ich habe es mir notiert.«
»Dann freue ich mich, Sie persönlich kennenzulernen. «
Beide hängten gleichzeitig auf.
Werkazy nahm einen Schluck Tee und sah hinauf zu dem Gemälde über seinem Schreibtisch. »Hast du das gehört?«, sagte er zu dem Mann mit der Katze. »Ich kann zwar nicht über dem Boden schweben, aber manchmal habe ich eben Glück.« Er stellte die Tasse ab und marschierte hinüber ins Büro seines Partners. Er trat ein, ohne anzuklopfen.
Bruno, sein Partner, saß über einem kaputten Suchgerät und war dabei, mit einer Pinzette ein hochempfindliches Teil aus dem Gehäuse zu fischen. Er trug ein T-Shirt, auf dem Bin gestern in einem Ufo geflogen stand, und schien etwas verkatert zu sein. Werkazy hatte ihn aus zwei Gründen ausgewählt: Er selber verstand so wenig von moderner Technik, dass er einen Prozessor für eine ausgestorbene Fischart hielt, und war angewiesen darauf, dass jemand für ihn den Kontakt zu den Erfindungen des 21. Jahrhunderts herstellte. Abgesehen davon, dass Bruno diese Lücke mühelos schloss, war er ein leidenschaftlicher Sammler mittelalterlicher
Küchenwerkzeuge. Diese Mischung hatte Werkazy, der manchmal richtig sentimental werden konnte, gründlicher überzeugt als beste Referenzen.
»Sieht aus, als hätten sich unsere finanziellen Sorgen vorerst erledigt«, sagte Werkazy.
»Ah ja. Haben wir was gewonnen?«, murmelte Bruno, während er vorsichtig mit der Pinzette nach einer winzigen Schraube angelte.
»So wie es aussieht, eine Reise nach Kalino.«
Die Pinzette zuckte in Brunos Hand, und die winzige Schraube fiel wieder in das Gehäuse. Er sah auf. » Nach Kalino? Ich dachte, da darf kein Mensch hinein.«
»Offenbar machen sie jetzt eine Ausnahme. Soeben hat mich F. Osmos angerufen.«
»Der Gründer von Kalino persönlich? Und wie klang er ? «
»Wie einer, der zu viel Macht hat und genau weiß, wie er das verbergen muss. Im Moment interessiert mich vor allem eines: Ist Kalino wirklich so reich, wie Osmos tut ?«
Bruno lehnte sich zurück, als bereite ihm die Antwort darauf großen Genuss, den er ganz auskosten wolle. »Kalino ist nicht nur reich. Kalino ist extrem reich und extrem geheimnisvoll. «
»Würdest du freundlicherweise das Wort ›extrem‹ nicht so oft verwenden. Was meinst du mit ›geheimnisvoll‹ ?«
»Es heißt, die haben dort eine neue Wirklichkeit erschaffen. «
»Eine neue Wirklichkeit? Was soll das bedeuten?«
»Das weiß eben niemand so richtig.« Sein Partner hob die Pinzette in die Höhe, als sei ihm plötzlich etwas eingefallen. »Es heißt aber, die Kalinianer seien extrem intelligent. In der Zeit, die zum Beispiel unser Briefträger Maximilian braucht, um acht mit neun zu multiplizieren, würden die eine Differenzialrechnung lösen.«
»Das ist wirklich nicht schwer. In der Zeit könnte man spielend ein Mittagessen verdrücken.«
»Und sie sollen einen anderen Stoffwechsel haben als wir, wodurch sie auch um einiges besser in Form sind. Und alles läuft dort wie am Schnürchen.«
»Wenn dort alles am Schnürchen läuft, dann nur bis gestern. Irgendetwas ist dort gerade gründlich schiefgelaufen. «
» Und was ? «
»Das hat mir Osmos leider nicht gesagt. Und deshalb habe ich zwei Bitten an dich. Eine leichte und eine schwierige. Würdest du dich in meiner Abwesenheit um meine Araukarie kümmern? Und zwar so, dass ich sie nachher auch wiedererkenne ? «
»Ich werde es versuchen. Und die leichte Bitte?« »Ich brauche einen Sender, um jederzeit mit dir Kontakt aufnehmen zu können. So wie bei der Sache vor vier Monaten. «
»Einen Sender in Kalino?«, wiederholte sein Partner und erlaubte sich ein Lächeln. »Warum verlangst du nicht gleich einen Zauberstab?«
» Warum ? «
Sein Partner strich sich mit der Pinzette über seine rechte Augenbraue. »Kalino ist vollkommen abgeschottet von der Außenwelt. Die haben dort eine Nullsättigung elektromagnetischer Wellen fertiggebracht.«
»Kannst du mir das freundlicherweise übersetzen?«
»Das bedeutet, dass kein Signal, und ich meine wirklich kein Signal, rein- oder rauskommt. Es gibt um Kalino einen Zaun, der ein extremes magnetisches Feld erzeugt. Ich habe keine Ahnung, wie die das geschafft haben. Die kalinianische Technologie grenzt wirklich an Zauberei. Eigentlich sollte ich dort hinfahren und nicht du.«
»Leider lassen sie Leute mit Skateboards nicht hinein. «
Werkazy verstummte und dachte darüber nach, was ihm sein Partner über den Kalinozaun erzählt hatte. Dann fragte er: »Habe ich dir eigentlich schon gesagt, was an diesem Fall so besonders ist?«
»Nein, das hast du ausgelassen.«
»Dass dich, wenn ich Erfolg habe, eine satte Gehaltserhöhung erwartet. «
»Julius«, seufzte sein Partner, »das Einzige, was du bei mir diesbezüglich je erhöht hast, war mein Blutdruck. Also, wenn du mich dazu bringen willst, ein Wunder zu schaffen, dann musst du dir schon mehr Mühe geben. «
»Dann hilf mir bitte mal auf die Sprünge. Warst du nicht mal Jahrgangsbester in deinem Elektronikstudium ?«
»War ich. Und?«
»Was ich so gehört habe, sind deine alten Studienkameraden inzwischen alle bei großen Konzernen. Einer von ihnen soll sogar ein Dienstauto fahren, dessen Lenkrad aus purem Gold ist. Und das nur, weil er irgendeinen Schalter erfunden hat, der jetzt in jedem Toaster steckt. «
»Das war ein Thermostat auf Lithiumbasis.«
»Ich stelle mir vor, wie sich diese Elektronikgenies ins Fäustchen lachen, wenn sie an dich denken. Versteh mich nicht falsch. Ihr Genies seid nicht gerade soziale Typen. Trotzdem würde es mich an deiner Stelle irgendwie wurmen, wenn Leute wie die über mich lachen. An deiner Stelle würde ich ihnen gerne das Maul stopfen. Zum Beispiel, indem ich einen Sender baue, der den Kalinozaun überwindet. «
Sein Partner schüttelte den Kopf und schaute auf das halb zerlegte Suchgerät, das vor ihm lag. »Also, wenn du nicht Detektiv, sondern Prediger geworden wärst, hättest du nicht nur ein Lenkrad, sondern ein ganzes Auto aus Gold. Aber weißt du, was das Schlimmste ist? Dass ich jedes Mal darauf hereinfalle.«
»Das bedeutet, du versuchst es?«
»Vielleicht gibt es da eine Möglichkeit. Ich sehe zu, was ich tun kann«, sagte Bruno schließlich. » Bis wann brauchst du den Sender?«
» Bis morgen. «
»Dann scher dich raus! Denn so wie es aussieht, muss ich mir die Nacht um die Ohren schlagen.«
»Du wirst es nicht bereuen«, sagte Werkazy und ging zur Tür.
»Ich bereue es jetzt schon«, meinte sein Partner und rief ihm nach: »Und Julius? Vergiss eins nicht: Das Ding ist nur ein Sender und kein Zauberstab. Es wird nicht alle deine Probleme lösen können und schon gar nicht das größte Problem, das du in Kalino kriegen könntest.«
»Das größte Problem?«
»Du kennst doch den Spruch: Orte, die von einer Mauer umgeben sind, verlässt man nie auf dem Weg, auf dem man hineingekommen ist.«
»Wirklich? Wer hat dir denn diesen Unsinn erzählt?«
» Du. «
Werkazy konnte sich nicht erinnern, das jemals gesagt zu haben. Aber wer immer es auch gesagt hatte, er traf den Nagel auf den Kopf.

 

KAPITEL 2

 

Willkommen in Kalino. Folgen Sie uns bitte!

 

Als Werkazy aus einem unruhigen und keineswegs erholsamen Schlaf erwachte, versuchte er wie jeder, der vorübergehend die räumliche Orientierung verloren hat, sich in dem fremden Raum wieder zurechtzufinden. Erst als er die in einem Eisenbahnwaggon bizarr wirkenden Möbel erblickte – eine Schrankwand, einen Mahagonischreibtisch und eine Messingjugendstillampe, alles fest im Boden verankert –, fielen ihm zwei Dinge gleichzeitig ein: erstens, dass er sich seit Stunden im Zug nach Kalino befand, und zweitens, dass das Ziel seiner Reise längst in Sichtweite sein musste. Er massierte sich den steifen Nacken, genoss diese nur allzu schnell vorübergehende Wohltat und blickte aus dem Fenster. Sein Instinkt, der offenbar im Schlaf genauso verlässlich wie im Wachzustand arbeitete, hatte ihn nicht getäuscht: Kalino war in Sichtweite gekommen. Es lag auf einem Berg und erinnerte aus der Ferne an eine gut ausgebaute Festung. In den Strahlen der untergehenden Sonne aber wirkte es geradezu idyllisch. Unterhalb der Baumgrenze entdeckte Werkazy den Zaun, von dem sein Partner erzählt hatte. Er sah unscheinbar aus und war höchstens drei Meter hoch. Er funkelte wie ein elastisches, reflektierendes Gewebe, wie ein mit Millionen von Sensoren durchsetzter lebendiger Organismus.
»Vielleicht wäre ein Zauberstab wirklich das Richtige«, murmelte Werkazy und holte den Koffer von der Gepäckablage herunter. Er hing an diesem Ungetüm auf kleinen Rädern, der schon beim Kauf erstaunlich schwer gewesen war, obwohl auf seinem Firmenlogo der Spruch stand: Ich helfe Ihnen, die Gravitation zu besiegen. Werkazy hatte inzwischen gelernt, nichts Schweres einzupacken. Der schwerste Gegenstand, den er mit sich führte, war sein alter Rasierapparat. Es war keine besonders originelle Idee, den Sender darin zu verstecken. Aber Werkazy ging davon aus, dass die Kalinianer genauso wenig über die Tricks in seiner Welt wussten wie er über ihre.
Als der Zug wenig später wie ein rollender Tresor in den kalinianischen Bahnhof einfuhr, wartete Werkazy mit dem Koffer geduldig an der Waggontür, bis sie sich öffnete. Einen Moment lang fürchtete er, er würde ein Stemmeisen brauchen, um hinaus zu kommen, aber sobald er sich der Tür näherte, ging sie automatisch auf, als hätte sie nur auf ihn gewartet. Die schwere Tür glitt so lautlos auf, als wäre sie aus Papier, dabei wog sie mindestens eine halbe Tonne. Werkazy war kein Mann, den derartige technische Spielereien beeindruckten, aber selbst er war ziemlich verblüfft. Schließlich war das nur ein Vorgeschmack auf die Technologie, die ihn in Kalino erwartete. Vielleicht hättest wirklich du an meiner Stelle hierherkommen sollen, Partner, dachte er und stieg aus.
Er hatte in seinem Leben schon viele Bahnhöfe gesehen, aber noch nie einen wie diesen: Es gab kein Wartezimmer, keine Kasse, geschweige denn einen Fahrplan. Es gab nicht einmal eine Tür, die aus dem Bahnhof hinausführte. Der ganze Bahnsteig war mit einer Art Aluminiumwand versiegelt, die so glatt poliert war wie ein Spiegel.
Als wollte man Werkazy möglichst wenig Zeit geben, sich umzusehen, teilte sich auf einmal die Wand in zwei Hälften, und zwei Männer traten hervor. Sie waren über zwei Meter groß und steckten in eigenartigen Uniformen, die aus einem feinen, kostbar aussehenden Stoff gemacht waren. Auf der linken Brusthälfte trugen sie ein paar neongrüne Symbole. Das wirkte bizarr, setzte ihre Amtswürde aber keineswegs herab. Im Gegenteil, etwas Geheimnisvolles ging von diesen Uniformen aus, als verfügten ihre Träger über besondere Fähigkeiten, die weit über das übliche Maß hinausgingen.
Die beiden Kalinianer kamen auf Werkazy zu, und einer der beiden, er hatte rötlich blondes, kurz geschorenes Haar, machte eine kleine Verbeugung, die man ihm anscheinend für diesen Anlass beigebracht hatte: »Willkommen in Kalino, Julius Werkazy«, sagte er. »Wir gehören dem Perfektionsdienst an und sollen Sie in Empfang nehmen. «
Polizisten, dachte Werkazy. Die erkenne ich noch überall.
Der rötlich blonde Perfektionsdiener zeigte auf das Innere des Gangs, aus dem die beiden gekommen waren.
»Bevor Sie aber kalinianischen Boden berühren, müssen Sie noch eine Prozedur durchlaufen. Sie nimmt auf Ihrer Uhr nur wenige Minuten in Anspruch. Folgen Sie uns bitte.«
Den Boden berühren? Minuten in Anspruch nehmen? Ziemlich interessante Ausdrucksweise, dachte Werkazy und schnappte sich seinen Koffer.
Alle drei betraten einen großen Raum, der bis auf einen kleinen Tisch vollkommen leer war. Der erste Perfektionsdiener ging zu diesem Tisch und zeigte auf Werkazy.
»Würden Sie bitte den Reisekoffer hierherlegen. Wir müssen kurz seinen Inhalt begutachten.« Werkazy hievte seinen Koffer auf die Tischplatte und trat einen Schritt zurück. Er mochte in Kalino sein, aber wenn es um Kontrollen ging, galten überall die gleichen Regeln. Wenn man es kurz halten wollte, sollte man mitmachen und sich keine Aufregung anmerken lassen.
»Darf ich erfahren, wie man das öffnet?«, fragte der rötlich blonde Perfektionsdiener.
»Man muss daran ziehen.« Werkazy zeigte auf den Reißverschluss.
Der rötlich blonde Kalinianer zog an dem Reißverschluss und öffnete ziemlich ungeschickt den Koffer.
Werkazys persönliche Sachen kamen zum Vorschein. Er hatte nur wenig eingepackt. Etwas zum Anziehen und ein paar Schuhe. Obenauf lag eine Zeitung, die er noch vor der Abfahrt gekauft hatte.
Der Perfektionsdiener zog einen durchsichtigen Handschuh hervor und streifte ihn über. Anscheinend hatte er nicht nur Angst davor, Kalino zu kontaminieren, sondern auch sich selbst. Er nahm die Zeitung zwischen zwei Finger und strich mit der anderen Hand darüber.
»Wozu dient dieser Gegenstand?«
»Das nennt man bei uns Zeitung. Darin sind alle möglichen Informationen über das, was bei uns in den letzten Tagen passiert ist.«
»Wir bedauern, aber dieser Gegenstand muss hierbleiben. Die Informationen aus Ihrer Welt spielen in Kalino keine Rolle. Kein Kalinianer würde damit etwas anfangen können. «
Die Hand des Kalinianers tauchte tiefer in Werkazys Koffer hinein. Seine Bewegungen wurden immer knapper und koordinierter. Werkazy hatte noch nie jemanden gesehen, der so schnell lernte.
Die Hand des Perfektionsdieners kam plötzlich mit vier Otard-Fläschchen zum Vorschein. »Und welchem Zweck dient das ? «
»Das ist meine Medizin. Ich leide an einer chronischen Magenverstimmung und muss das regelmäßig einnehmen«, sagte Werkazy und dachte: Meine zweite Frau würde vor Freude in die Luft springen. Ich habe gerade öffentlich zugegeben, dass ich Trinker bin.
»Wir bedauern, aber Medikamente von draußen sind in Kalino ebenfalls verboten.«
Der andere Perfektionsdiener fügte hinzu: »Sollte sich Ihr Gesundheitszustand drastisch verschlechtern, werden wir sicher einen anderen Weg finden, Sie wieder gesund zu bekommen. «
Das bezweifle ich, dachte Werkazy und nickte.
Der Kalinianer legte die Otard-Fläschchen neben die Zeitung. Seine Hand griff wieder in den Koffer und förderte den Rasierapparat zutage. »Erklären Sie bitte die Funktionsweise dieses Geräts.«
»Es dient zur Gesichtspflege. Man nennt es Rasierapparat. «
»Wir wissen, was ein Rasierapparat ist. Ist er aber nicht überproportional groß ? «
»Nun, das ist bei uns der letzte Schrei.«
»Der letzte Schrei?« Der Perfektionsdiener tauschte mit seinem Kollegen einen ironischen Blick aus und öffnete den Schacht, in dem die Batterien waren.
Werkazy ließ sich nichts anmerken, aber er war froh, dass er nicht an einen Pulsmesser angeschlossen war.
Der Perfektionsdiener nahm die Batterien heraus und betrachtete sie eine Weile. Dann betrachtete er das Gehäuse. Er nahm das Oberteil ab. Es war zweifellos der erste Apparat dieser Art, den er in der Hand hielt. Dennoch schien er sich damit besser auszukennen als Werkazy, der ihn seit Jahren täglich benutzte. Die Kalinianer hatten offenbar ein überragendes Geschick im Umgang mit technischen Geräten.
»Ziemlich primitive Mechanik. Was machen wir damit?«, fragte der Perfektionsdiener seinen Kollegen.
»Wir sollten das Aussehen unseres Gastes nicht noch weiter beeinträchtigen. Es weicht ohnehin schon sehr ab«, bemerkte der andere.
»Einverstanden.« Er baute den Apparat wieder zusammen und legte ihn in den Koffer zurück. Werkazy atmete unmerklich auf.
»Wir bitten Sie um Verständnis, aber Kalino ist besonders empfindlich, wenn es um Material von draußen geht. Sie werden das bald selbst einsehen. Darf ich Sie bitten, sich diesen Identifikationschip um den Hals zu legen, damit man Sie als Fremden erkennt.«
Der Perfektionsdiener überreichte Werkazy eine Plastikkarte an einem dünnen schwarzen Band.
Werkazy hatte die Kontrolle bis jetzt ohne Protest über sich ergehen lassen, aber er hegte eine tiefe Abneigung gegen Identifikationskarten. Besonders gegen solche, die man sich um den Hals legen musste. Er schüttelte den Kopf.
»Glauben Sie wirklich, dass man mich nicht auch so als Fremden erkennt? Sie sagten doch selber gerade, dass mein Aussehen hier sehr abweicht, was immer das auch bedeutet. «
Die beiden Perfektionsdiener sahen einander an.
»Er hat recht«, flüsterte einer von ihnen. »Sein Gesicht ist Ausweis genug.«
»Wir sind einverstanden. Aber tragen Sie ihn trotzdem immer bei sich.« Der Rötlichblonde nickte und zeigte auf eine Tür. »Folgen Sie uns bitte.«
Werkazy steckte wortlos den Ausweis ein und nahm seinen Koffer. Sie durchquerten einen weiteren Gang und kamen zu einer Tür, die noch massiver war als die Tür des Eisenbahnwaggons. Der Perfektionsdiener legte die Hand auf das Türblatt, und die Tür öffnete sich. Werkazy erblickte eine unterirdische Garage, aus der ein Tunnel herausführte, der kein Ende zu haben schien. Vor ihnen stand eine Limousine mit getönten Scheiben. Neben ihr wartete der Fahrer. Er war eindeutig weder vom Perfektionsdienst noch ein Kalinianer.
»Das ist der Fahrer, der Sie zum Gründer bringt«, erklärte der zweite Perfektionsdiener.
Ohne Werkazys Antwort abzuwarten, öffnete er den Kofferraum und verstaute dort den Koffer. Seine Bewegungen waren präzise und schnell. Er verfügte über ein überdurchschnittliches Koordinationsvermögen, das anscheinend für einen Kalinianer typisch war. Aber es gab noch einen anderen Grund für seine präzisen und schnellen Bewegungen. Man wollte Werkazy schnell in der Limousine haben.
»Nehmen Sie bitte hinten Platz, und lassen Sie während der Fahrt die Fensterscheiben oben.«
Werkazy kam seiner Aufforderung nach und setzte sich in die Limousine.
»Wir wünschen Ihnen einen reibungslosen Verlauf Ihres Aufenthalts in Kalino und gutes Gelingen beim Ausführen Ihrer ehrenvollen Aufgabe.«
»Meiner ehrenvollen Aufgabe?«, staunte Werkazy.
»Sie sind hier, um einen Bericht über die Einzigartigkeit von Kalino zu verfassen. Möge er positiv ausfallen. «

Radek Knapp

Über Radek Knapp

Biografie

Radek Knapp, 1964 in Warschau geboren, lebt als freier Schriftsteller in Wien und in der Nähe von Warschau. Sein hintergründiger Roman »Herrn Kukas Empfehlungen« gehört zu den erfolgreichsten Longsellern der Verlagsgeschichte. Außerdem erschienen von ihm bei Piper die Erzählungssammlung...

Medien zu »Reise nach Kalino«

Pressestimmen

Neue Zürcher Zeitung

»Negative Utopien scheinen in Österreich derzeit Konjunktur zu haben: Neben Knapps ›Kalino‹ wären etwa Sautners ›Fremdes Land‹ und Lukas Meschiks ›Luzidin‹ zu nennen. Sie alle nehmen Anleihen bei klassischen Dystopien wie Huxleys ›Schöner neue Welt‹, Orwells ›1984‹ oder Jewgeni Samjatins ›Wir‹. Eines aber unterscheidet Radek Knapp von seinen Kollegen: sein Hang, mit pikaresk-anarchistischem Witz gegen die Tragödie der Moderne anzuschreiben.«

Ostthüringer Zeitung

»Sherlock Holmes wäre begeistert!«

Oberhessische Presse

»Angenehm prickelnd - gruselig und humorvoll zugleich -, so dass man das Buch nicht zur Seite legen mag.«

SWR 2 Buchkritik

»Viel Spannung, sympathische Figuren, amüsante Dialoge und eine Welt, in der man zwar nicht leben möchte, die aber bestimmt eine Reise wert ist.«

News

»Spannend düster wie von Kafka und Orwell.«

Beste Seiten

»Fulminant, wie Knapp die Elemente des klassischen Groschenheft-Krimis mit Science-Fiction-Literatur zu einem anspruchsvollen Thriller vereint. Kalino wird zum beklemmenden Zukunftsszenario einer Welt, in der Gleichschaltung und Zwangsbeglückung zu den obersten Geboten zählen. "Reise nach Kalino" erhebt den Anspruch auf die Nachfolge der großen Literatur des 20. Jahrhunderts.«

WDR 5 Literaturmagazin

»Flott, witzig, pointensicher.«

OÖ Nachrichten

»"Reise nach Kalino" verbindet die besten Eigenschaften der Genres Krimi, Science Fiction und Satire.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Knapp schlägt diesmal recht scharfe gesellschaftskritische Töne an, auch wenn er die Handlung in Form eines Detektivromans kleidet, in eine futuristische Szenerie versetzt und mit der ihm eigenen, satirischen Note versieht.«

Die Welt

»Radek Knapps 'Reise nach Kalino' ist ein munterer Genremix. [...] Was im gutsitzenden Gewand des Detektivromans daherkommt, entpuppt sich als sehr unterhaltsame Satire.«

ORF erLesen

»Fulminant.«

Sonntag

»Mit viel Witz, Charme und Fantasie hat Radek Knapp einen köstlich altmodischen und herrlich fiktionalen Detektivroman geschrieben, wie man ihn lange nicht gelesen hat. Seine schlichte pointierte Sprache ist so wohltuend wie die glückliche Auflösung, die der gebürtige Pole seinen Lesern gönnt. Mehr davon!«

BR - B5 aktuell

»(...) eine skurril-groteske Ermittlung in einer anderen Welt, die sehr viel mehr mit unserer aktuellen Gesellschaft zu tun hat, als uns lieb sein kann.«

Der Standard

»(...) vergnüglich im Ton, aber hart in der Kritik an Missständen unserer Gesellschaft.»

Dresdner Neueste Nachrichten

»Sprühend-brillante Dialoge voll sarkastischem Witz. (...) Auf derart unterhaltsame Weise vermittelt, wird Gesellschaftskritik zum Vergnügen.«

Falter

»Mit dem komischen Detektivroman 'Reise nach Kalino meldet sich Radek Knapp eindrucksvoll zurück«

Kleine Zeitung Ennstal

»Aber Radek Knapps Metier ist die listige Doppelbödigkeit, die diesen magischen Roman auszeichnet. Wer Stanislaw Lem schätzt, wird dieses soghafte Werk lieben.«

P.S.

»(...) kein üblicher Krimi, keine übliche Science-Fiction-Story, eigentümlich altmodisch und magisch, dazu mit einem feinen, tief sitzenden Humor ausgekleidet.«

Frankfurter Rundschau

»Radek Knapps 'Reise nach Kalino' ist eine Detektivgeschichte und ein ethnografischer Science-Fiction-Roman«

WDR 4, Bücher

»(...) eine augenzwinkernde Lektion in Sachen ewiger Jugend. (...) zugleich altmodisch, hochmodern, magisch, verrückt und realitätsnah - und sowas kann nur Radek Knapp!«

kulturradio rbb

»Eine kriminalistische Science Fiction Satire auf unsere Gesellschaft mit ihrem ewigen Anspruch an Glück und ewige Jugend, geschrieben von einem Autor, der fabulieren kann und die Groteske, das Komische und Lächerliche liebt.«

Ö1 ORF Radio

»MIt Witz, Ironie und Retro-Charme taucht Radek Knapp stilistisch ab in die 1950er Jahre.«

Format

»Surreal und unschlagbar witzig (…)«

Buchjournal

»Gescheit, gewitzt, grandios: Radek Knapp fesselt in der "Reise nach Kalino" mit furioser Fantasie. Ein Kriminalroman der Weltklasse.«

Buchkultur

»Ein Reisebericht, eine Abenteuergeschichte, ein Detektivroman. Aber nicht nur. Sehr zu empfehlen.«

Elke Heidenreich

»Hier mischen sich aufs Schönste moderne Gesellschaftskritik, Zukunftsvision und guter alter Detektivroman.«

Kommentare zum Buch

Kommentieren Sie diesen Beitrag:
(* Pflichtfeld)
Kommentar senden