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Paper PrincePaper Prince

Paper Prince

Das Verlangen

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Paper Prince — Inhalt

Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …

Erschienen am 03.04.2017
Übersetzer: Ulrike Brauns
368 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978-3-492-06072-1
Erschienen am 01.03.2017
Übersetzer: Ulrike Brauns
368 Seiten, WMEPUB
ISBN 978-3-492-97648-0

Leseprobe zu »Paper Prince«

8. Kapitel
ELLA



Der Bus fährt viel, viel zu früh in Bayview ein. Ich bin noch nicht bereit. Dabei weiß ich, dass ich niemals bereit sein werde. Reeds Untreue ist jetzt ein Teil von mir. Sie kriecht mir durch die Adern wie Teer, befällt das, was von meinem Herzen noch übrig ist, wie aggressiver Krebs.
Reed hat mich zerstört. Er hat mich reingelegt. Er hat mich dazu gebracht zu glauben, dass es in dieser schrecklichen, beschissenen Welt etwas Gutes geben kann. Dass es jemanden geben könnte, dem wirklich etwas an mir liegt.
Ich hätte es besser wissen müssen. [...]

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8. Kapitel
ELLA



Der Bus fährt viel, viel zu früh in Bayview ein. Ich bin noch nicht bereit. Dabei weiß ich, dass ich niemals bereit sein werde. Reeds Untreue ist jetzt ein Teil von mir. Sie kriecht mir durch die Adern wie Teer, befällt das, was von meinem Herzen noch übrig ist, wie aggressiver Krebs.
Reed hat mich zerstört. Er hat mich reingelegt. Er hat mich dazu gebracht zu glauben, dass es in dieser schrecklichen, beschissenen Welt etwas Gutes geben kann. Dass es jemanden geben könnte, dem wirklich etwas an mir liegt.
Ich hätte es besser wissen müssen. Ich bin mein Leben lang in der Gosse rumgekrochen und habe verzweifelt versucht herauszukrabbeln. Ich habe meine Mutter geliebt, aber ich wollte so viel mehr vom Leben als das, was sie uns bieten konnte. Ich wollte mehr als eine schäbige Wohnung und schimmelige Essensreste und den elendigen Kampf, über die Runden zu kommen.
Callum Royal hat mir gegeben, was meine Mutter nicht konnte: Geld, eine Ausbildung, ein schickes Haus. Eine Familie. Eine –
Eine Illusion, meldet sich die bittere Stimme in meinem Kopf zu Wort.
Ja, ich schätze, das war es. Und das Traurigste ist, dass Callum noch nicht mal was davon weiß. Ihm ist nicht mal klar, dass er in einem Haus der Lügen wohnt.
Oder vielleicht doch. Kann sein, dass ihm bewusst ist, mit wem sein Sohn schläft …
Nein. Ich weigere mich, darüber nachzudenken, was ich an dem Abend in Reeds Zimmer gesehen habe, an dem ich abgehauen bin.
Trotzdem steigt mir die Erinnerung ungefragt vor Augen.
Reed und Brooke auf seinem Bett.
Brooke nackt.
Brooke, die ihn berührt.
Ein Würgen entkommt mir, sodass mir die ältere Dame auf der anderen Seite des Gangs einen besorgten Blick zuwirft.
»Alles in Ordnung, mein Kind?«, fragt sie.
Ich schlucke die Übelkeit runter. »Ja«, sage ich matt. »Ich habe bloß Magenschmerzen.«
»Nur noch ein bisschen Geduld«, erwidert sie mit einem beruhigenden Lächeln. »Sie machen die Türen schon auf. In einem Sekündchen sind wir draußen.«
Du lieber Himmel. Nein. Ein Sekündchen ist viel zu früh. Ich will nie wieder aus diesem Bus aussteigen. Ich will das ganze Geld nicht, das Callum mir in Nashville aufgezwungen hat. Ich will nicht zurück in den Royal Palace und so tun müssen, als wäre mein Herz nicht in Millionen Stücke zerbrochen. Ich will weder Reed sehen noch seine Entschuldigungen hören. Wenn es denn überhaupt welche gibt.
Als ich hereingeplatzt bin, während er mit der Freundin seines Vaters zugange war, hat er kein Wort gesagt. Kein Sterbenswort. Kann also gut sein, dass ich da durch die Tür komme und Reed wieder ganz der grausame Alte ist. Vielleicht wäre mir das sogar ganz recht, dann könnte ich vergessen, dass ich je in ihn verliebt war.
Ich stolpere aus dem Bus, den Schulterriemen von meinem Rucksack fest umklammert. Die Sonne ist schon untergegangen, aber der Busbahnhof ist hell erleuchtet. Es wimmelt nur so von Fahrgästen um mich herum, während der Fahrer das Gepäck aus dem Bauch des Busses zieht. Ich habe kein weiteres Gepäck, nur meinen Rucksack.
Als ich abgehauen bin, habe ich nichts von den schicken Sachen mitgenommen, die Brooke für mich gekauft hat. Die warten jetzt alle in der Villa auf mich. Am liebsten würde ich jedes bisschen Stoff verbrennen. Ich will nichts davon anziehen, geschweige denn in dem Haus wohnen.
Warum hat Callum mich nicht einfach in Ruhe gelassen? Ich hätte mir in Nashville ein neues Leben aufbauen können. Ich hätte glücklich werden können. Irgendwann jedenfalls.
Stattdessen sitze ich wieder in den Fängen der Royals, nachdem Callum jede erdenkliche Drohung angewendet hat, um mich zurückzubringen. Unfassbar, was Callum alles in Bewegung gesetzt hat, um mich zu finden. Wie sich herausgestellt hat, waren die Scheine der ersten zehn Riesen nummeriert – er musste also nur abwarten, bis ich einen davon benutze, und schon konnte er feststellen, wo ich bin.
Ich will gar nicht wissen, wie viele Gesetze er brechen musste, um die Seriennummern von Hunderternoten landesweit zu verfolgen. Aber vermutlich stehen Männer wie Callum über dem Gesetz.
Jemand hupt, und alles in mir verspannt sich, als eine schwarze Limousine am Bordstein hält. Dieselbe Limousine, die dem Bus von Nashville bis nach Bayview gefolgt ist. Der Fahrer steigt aus – es ist Durand, Callums Chauffeur (Schrägstrich Leibwächter) –, der groß ist wie ein Bär und ungefähr genauso furchteinflößend.
»Wie war die Fahrt?«, fragt er barsch. »Hast du Hunger? Sollen wir irgendwo anhalten, damit du was essen kannst?«
Sonst ist Durand absolut nicht so gesprächig. Ich frage mich, ob Callum ihm befohlen hat, besonders nett zu mir zu sein. Da ich keinen solchen Befehl bekommen habe, bin ich alles andere als nett und knurre: »Steigen Sie ein und fahren Sie.«
Seine Nasenflügel beben.
Es tut mir nicht mal leid. Ich habe diese Leute so dermaßen satt. Von nun an sind sie meine Feinde. Sie sind die Gefängniswärter und ich der Häftling. Sie sind weder Familie noch Freunde. Sie bedeuten mir nichts.

Als Durand den Wagen in der runden Auffahrt vor der Villa abstellt, könnte man meinen, es sei ein Abend wie jeder andere. Da das Haus praktisch aus nichts als Fenstern besteht, werden wir von all dem ausfallenden Licht fast geblendet.
Die Eichentüren des mit Säulen verzierten Eingangs fliegen auf, und Callum erscheint, sein dunkles Haar ist perfekt gestylt, sein maßgeschneiderter Anzug klebt an seiner breiten Statur.
Ich straffe die Schultern, bereite mich auf einen weiteren Schlagabtausch vor, aber mein Vormund lächelt nur traurig und sagt: »Willkommen zurück.«
Aber wirklich willkommen fühle ich mich nicht. Dieser Mann hat meine Spur bis nach Nashville verfolgt und mich bedroht. Die Liste grässlicher Konsequenzen für den Fall, dass ich nicht zurückkehre, wirkte unendlich.
Er wollte mich – die Ausreißerin – festnehmen lassen.
Er wollte mich anzeigen, weil ich den Pass meiner Mutter benutzt habe.
Er wollte behaupten, dass ich die zehn Riesen gestohlen habe, die er mir gegeben hat, und mich wegen Diebstahl verurteilen lassen.
Keine dieser Drohungen ließ mich klein beigeben. Nein, dafür sorgte erst seine nachdrückliche Erklärung, dass es keinen Ort auf der Welt gebe, an dem er mich nicht finden würde. Egal, wohin ich ginge, er würde dort schon auf mich warten. Er würde mich bis zum Ende meines Lebens jagen, schließlich – so betonte er noch einmal – war er das meinem Vater schuldig.
Meinem Vater, einem Mann, den ich nie kennengelernt habe. Einem Mann, der, wenn man aus all den Geschichten schloss, ein verwöhnter, egoistischer Arsch war, der einen geldgeilen Drachen heiratete, ohne ihr – oder überhaupt jemandem – zu erzählen, dass er beim Landurlaub achtzehn Jahre zuvor eine junge Frau geschwängert hatte.
Ich schulde Steve O’Halloran rein gar nichts. Und Callum Royal schulde ich genauso wenig. Aber ich will auch nicht mein Leben lang über die Schulter schauen müssen. Callum blufft nicht. Er würde niemals aufhören, mir nachzustellen, wenn ich mich je dazu entschließen sollte, noch einmal abzuhauen.
Während ich ihm in die Villa folge, rufe ich mir in Erinnerung, dass ich stark bin. Widerstandsfähig. Ich kann zwei Jahre mit den Royals durchstehen. Ich muss nur so tun, als wären sie nicht da. Das Wichtigste ist, meinen Abschluss zu machen, und dann geht’s aufs College. Wenn ich erst das Examen habe, muss ich nie wieder einen Fuß in dieses Haus setzen.
Kaum oben, zeigt Callum mir das neue Sicherungssystem, das er an meiner Zimmertür installiert hat. Es ist ein biometrischer Handscanner, vermutlich ähnlich den Systemen, die er bei Atlantic Aviation nutzt. Nur mein Handabdruck gewährt Zugang zu meinem Zimmer, was so viel heißt wie, dass mit keinen weiteren nächtlichen Besuchen von Reed zu rechnen ist. Keine weiteren Filmabende mit Easton. Dieses Zimmer ist meine Zelle, und genau so will ich es.
»Ella.« Callum klingt müde, als er mir in das Zimmer folgt, das noch genauso pink und mädchenhaft ist, wie ich es in Erinnerung hatte. Callum bat damals zwar einen Raumgestalter um Hilfe, hatte dann aber doch alles selbst ausgesucht. Womit er nur bewies, dass er absolut nichts von Mädchen im Teenageralter versteht.
»Ja?«, frage ich.
»Ich weiß, warum du abgehauen bist, und ich möchte –«
»Du weißt es?«, unterbreche ich ihn.
Callum nickt. »Reed hat es mir erzählt.«
»Er hat es dir erzählt?« Ich kann meine Überraschung nicht zügeln oder verbergen. Reed hat seinem Vater von Brooke erzählt? Und Callum hat ihn nicht rausgeworfen? Scheiße, Callum wirkt nicht mal aufgebracht! Was sind das für Leute?
»Ich kann verstehen, dass du vielleicht zu beschämt warst, direkt damit zu mir zu kommen«, fährt Callum fort, »aber du sollst wissen, dass du dich immer an mich wenden kannst. Genau genommen bin ich sogar dafür, dass wir gleich morgen früh zu Polizei gehen und Anzeige erstatten.«
Verwirrung überkommt mich. »Anzeige erstatten?«
»Der Junge muss für das bestraft werden, was er getan hat, Ella.«
Der Junge? Was, zur Hölle, geht denn hier gerade ab? Callum will, dass sein Sohn bestraft wird – für … Ja, für was? Sex mit einer Minderjährigen? Ich bin noch immer Jungfrau. Ist es strafbar, dass ich – mein Gott. Ich laufe tiefrot an.
Seine nächsten Worte schockieren mich. »Es kümmert mich überhaupt nicht, dass sein Vater Richter ist. Delacorte kann nicht einfach damit davonkommen, dass er ein Mädchen unter Drogen setzt, um sie dann sexuell zu nötigen.«
Ich atme ein. Guter Gott. Reed hat Callum erzählt, was Daniel versucht hat? Warum? Vielmehr: warum jetzt und nicht schon vor Wochen?
Egal, welche Gründe er hatte, ich nehme es ihm übel, dass er den Mund aufgemacht hat. Das Letzte, was ich will, ist, dass die Polizei eingeschaltet wird. Oder dass ich in einen langen, schmutzigen Prozess verwickelt werde. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie das im Gerichtssaal ablaufen wird. Highschool-Stripperin beschuldigt einen reichen weißen Jungen, dass er sie unter Drogen gesetzt hat, um Sex mit ihr zu erzwingen? Wer wird mir das abkaufen?
»Ich werde keine Anzeige erstatten.«
»Ella –«
»Das war keine große Sache, okay? Deine Söhne haben mich gefunden, bevor Daniel irgendwas anfangen konnte.« Frustration erfüllt mich. »Das war nicht der Grund dafür, dass ich weggelaufen bin, Callum. Ich … Ich gehöre hier einfach nicht hin. Ich bin einfach nicht dafür gemacht, eine reiche Prinzessin zu sein, die auf eine Privatschule geht und abends ein Gläschen schweineteuren Champagner trinkt. Das bin nicht ich. Ich bin weder schick noch reich noch –«
»Doch, du bist reich«, unterbricht er mich ruhig. »Du bist sehr, sehr reich, Ella, und das musst du allmählich akzeptieren. Dein Vater hat dir ein Vermögen vererbt, und irgendwann dieser Tage müssen wir uns mal mit Steves Anwälten zusammensetzen, um zu entscheiden, was du mit all dem Geld machen willst. Anlegen, stiften, so was in der Art. Ach, genau –« Er zieht eine Brieftasche aus Leder hervor und gibt sie mir. »Wie vereinbart dein Geld für diesen Monat und eine Kreditkarte.«
Mir ist plötzlich schwindelig. Seit ich abgehauen bin, konnte ich an nichts anderes als an Reed und Brooke denken. Die Erbschaft von Steve hatte ich völlig beiseitegeschoben.
»Lass uns ein andermal darüber sprechen«, sage ich leise.
Er nickt. »Und du willst sicher nichts wegen Delacorte unternehmen?«
»Ganz sicher«, erwidere ich nachdrücklich.
Er wirkt resigniert. »Also gut. Kann ich dir noch etwas zu essen heraufbringen?«
»Ich habe unterwegs was gegessen.« Ich will, dass er verschwindet, und das weiß er auch.
»Okay. Gut.« Er steuert die Tür an. »Wieso gehst du nicht früh schlafen? Du bist vermutlich erschöpft nach der langen Fahrt. Wir können morgen weitersprechen.«
Callum verlässt mein Zimmer, und mit einem plötzlichen Anflug von Wut bemerke ich, dass er die Tür nicht richtig zugemacht hat. Ich gehe hin, um sie zu schließen, aber im gleichen Moment fliegt sie mit solcher Wucht auf, dass ich fast auf dem Hintern lande.
Im nächsten Moment werde ich von ein paar starken Armen umschlungen.
Anfangs versteife ich mich ein wenig, weil ich fürchte, es ist Reed. Doch als ich begreife, dass es Easton ist, entspanne ich mich. Er ist genauso groß und muskulös wie Reed, hat das gleiche dunkle Haar und die gleichen blauen Augen, aber sein Shampoo riecht süßer, und das Aftershave ist nicht ganz so würzig wie das von Reed.
»Easton …«, setze ich an, aber durch den Klang meiner Stimme intensiviert sich die Umklammerung nur.
Er sagt kein Wort. Umschlingt mich, als wäre ich seine Kuscheldecke. Es ist eine erdrückende, verzweifelte Umarmung, die mir den Atem abschnürt. Erst ist sein Kinn auf meiner Schulter, dann bohrt es sich in meinen Hals, und obwohl ich auf jeden Royal in dieser Villa sauer sein sollte, kann ich nicht anders, als ihm mit einer Hand über das Haar streicheln. Das ist Easton, mein selbst ernannter großer Bruder, obwohl wir gleich alt sind. Er ist riesig, unverbesserlich, oft meganervig und baut immer Mist.
Wahrscheinlich hat er über Reed und Brooke Bescheid gewusst – das konnte Reed unmöglich vor Easton geheim halten –, und trotzdem kann ich ihn nicht hassen. Nicht, wenn er in meinen Armen zittert. Nicht, wenn er sich langsam von mir löst und mich mit solch überwältigter Erleichterung betrachtet, dass es mir den Atem verschlägt.
Und dann blinzle ich, und schon ist er weg, stürmt ohne ein Wort aus meinem Zimmer. Sorge keimt in mir auf. Wo bleiben die Klugscheißerkommentare? Irgendein Spruch, dass ich ja nur seinetwegen zurückgekommen bin, weil er so geil aussieht und eine solch animalische Anziehungskraft hat?
Mit einem Stirnrunzeln schließe ich die Tür hinter ihm und zwinge mich dazu, mir nicht über Eastons merkwürdiges Verhalten den Kopf zu zerbrechen. Ich werde mich nicht in ein Royal-Drama hineinziehen lassen, schließlich will ich ja meine Zeit hier überleben.
Ich verstaue die Brieftasche in meinem Rucksack, ziehe mir das Sweatshirt aus und krieche ins Bett. Die seidene Tagesdecke fühlt sich einfach nur himmlisch an.
In Nashville bin ich in einem billigen Motel mit der kratzigsten Bettwäsche der Welt untergekommen. Außerdem war sie übersät von Flecken, deren Ursprung ich nie, nie, nie erfahren will. Ich hatte einen Job als Kellnerin gelandet, und Callum kreuzte in ganz ähnlicher Manier in dem Restaurant auf wie damals in Kirkwood, als er mich aus dem Stripclub getragen hat.
Ich kann immer noch nicht sagen, ob es mir besser oder schlechter ging, bevor Callum Royal in mein Leben trat.
Mein Herz krampft zusammen, als ich mir Reeds Gesicht vorstelle. Besser, entscheide ich. Definitiv viel besser.
Als hätte er gewusst, dass ich gerade an ihn denke, höre ich Reed durch die Tür. »Ella. Lass mich rein.«
Ich ignoriere ihn.
Er klopft zweimal. »Bitte. Ich muss mit dir reden.«
Ich rolle mich auf die Seite, mit dem Rücken zu ihm. Seine Stimme bringt mich um.
Ein Brummen dringt durch die Tür. »Glaubst du wirklich, dieser Scanner hält mich ab, Baby? Das solltest du besser wissen.« Er schweigt. Als ich nichts sage, fährt er fort. »Also gut, bin gleich zurück. Ich hole eben ’nen Werkzeugkasten.«
Diese Drohung – die keine leere ist – katapultiert mich aus dem Bett. Ich knalle meine Hand auf den Scanner, schon hallt ein lautes Piepen durch mein Zimmer, und das Schloss klackt. Ich reiße die Tür auf und sehe in die Augen von dem Typen, der im Begriff war, mein Leben zu zerstören, bevor ich weggelaufen bin. Gott sei Dank habe ich dem ein Ende bereitet. Ich werde ihn nie wieder nah genug an mich ranlassen, dass er je wieder auf mich wirken wird.
»Ich bin nicht dein Baby«, zische ich. »Ich bedeute dir nichts und du mir auch nicht. Hörst du? Nenn mich nicht Baby. Nenn mich gar nichts. Halt dich einfach fern von mir!«
Seine blauen Augen tasten mich gründlich von Kopf bis Fuß ab. Dann sagt er in schroffem Ton. »Geht es dir gut?«
Ich atme so flach, es grenzt an ein Wunder, dass ich nicht ohnmächtig werde. Es kommt einfach kein Sauerstoff an. Meine Lunge brennt, ich sehe verschwommen und komisch rot verfärbt. Hat er denn gar nichts verstanden von dem, was ich gerade gesagt habe?
»Du siehst dünner aus«, sagt er leise. »Du hast zu wenig gegessen.«
Ich will die Tür zumachen.
Er legt einfach nur eine Handfläche dagegen, schiebt sie auf und kommt dann herein, während ich ihn anfunkle.
»Verschwinde.«
»Nein.« Noch immer wandert sein Blick über mich, als würde er mich nach Verletzungen absuchen.
Dabei sollte er sich lieber um sich selbst kümmern, schließlich sieht er so aus, als wäre er verprügelt worden. Ganz buchstäblich verprügelt – ein lilafarbenes Hämatom zeichnet sich direkt am Ausschnitt seines T-Shirts ab. Er hat vor Kurzem erst gekämpft. Möglicherweise mehr als einmal, denn er zieht bei jedem Atemzug eine kleine Grimasse, als hätten seine Rippen etwas gegen das Luftholen.
Gut, sagt der rachsüchtige Teil von mir. Er verdient es zu leiden.
»Geht es dir gut?«, wiederholt er und lässt mich dabei nicht aus den Augen. »Hat dich jemand angefasst? Verletzt?«
Hysterisches Lachen blubbert aus mir. »Ja! Jemand hat mich verletzt! Du!«
Frustration zeichnet sich auf seinem Gesicht ab. »Du warst weg, bevor ich das erklären konnte.«
»Keine Erklärung der Welt wird gut genug sein, dass ich dir verzeihe«, fauche ich. »Du hast die Freundin deines Vaters gevögelt!«
»Nein«, sagt er mit Nachdruck. »Habe ich nicht.«
»Schwachsinn.«
»Es ist wahr. Habe ich nicht.« Er holt noch einmal Luft. »Nicht in dieser Nacht. Sie wollte mich überzeugen, dass ich für sie mit meinem Dad spreche. Ich wollte sie nur loswerden.«
Ungläubig starre ich ihn an. »Sie hatte nichts an!« Dann kommen meine Gedanken zum Stillstand, hängen sich an etwas Bestimmtem auf, was er gesagt hat.
Nicht in dieser Nacht.
Wut steigt in mir auf. »Gehen wir mal für einen Moment davon aus, ich glaube dir, dass du in dieser Nacht keinen Sex mit Brooke hattest«, ich funkele ihn an, »was ich nicht mache, aber tun wir mal einfach so. Das heißt, du hast zu einer anderen Gelegenheit mit ihr geschlafen?«
Schuldgefühle, tief und unmissverständlich, flackern in seinen Augen auf.
»Wie oft?«, will ich wissen.
Reed fährt sich mit der Hand durchs Haar. »Zwei-, vielleicht dreimal.«
Mein Herz verkrampft sich. Oh, mein Gott. Irgendwie hatte ich mit Dementis gerechnet. Aber … zuzugeben, mit der Freundin des eigenen Vaters geschlafen zu haben? Mehr als einmal?
»Vielleicht?«, kreische ich.
»Ich war betrunken.«
»Du bist widerlich«, flüstere ich.
Er zuckt nicht mal. »Ich hatte nichts mit ihr, während wir beide zusammen waren. Seit zwischen uns das erste Mal was gelaufen ist, war ich ganz dein.«
»Oh, ich Glückspilz. Ich bekomme Brookes Abgelegten. Hurra!«
Diesmal zuckt er. »Ella –«
»Halt die Fresse.« Ich hebe die Hand, so von ihm angeekelt, dass ich ihn nicht ansehen kann. »Ich muss nicht mal fragen, warum du das gemacht hast, das weiß ich nämlich sehr genau. Reed Royal hasst seinen Daddy. Reed Royal will es seinem Daddy heimzahlen. Reed Royal schläft mit Daddys Freundin.« Ich würge. »Ist dir eigentlich klar, wie krank das ist?«
»Ja, ist es.« Er klingt heiser. »Aber ich habe nie behauptet, dass ich ein Unschuldslamm bin. Ich habe ziemlich viel Scheiße gebaut, bevor ich dich kennengelernt habe.«
»Reed.« Ich schaue ihm direkt in die Augen. »Ich werde dir das niemals vergeben.«
Entschlossenheit blitzt in seinen Augen auf. »Das meinst du nicht ernst.«
Ich mache einen Schritt auf die Tür zu. »Nichts, was du sagst oder tust, kann je auslöschen, was ich an jenem Abend in deinem Zimmer gesehen habe. Sei einfach froh, dass ich meine Klappe halte. Denn wenn Callum das rausfindet, flippt er aus.«
»Mein Dad ist mir egal.« Reed kommt auf mich zu. »Du hast mich verlassen«, brummt er.
Mir fällt die Kinnlade runter. »Du bist sauer auf mich, weil ich abgehauen bin? Natürlich bin ich abgehauen! Warum sollte ich auch nur eine Sekunde länger in diesem schrecklichen Haus bleiben, nach dem, was du getan hast?«
Er kommt noch näher, viel zu nah für meinen Geschmack. Er streckt die Hand aus und legt sie mir unters Kinn. Ich weiche vor seiner Berührung zurück, weshalb es nur noch mehr in seinen Augen lodert.
»Ich habe dich jede Sekunde vermisst, die du nicht hier warst. Habe jede gottverdammte Sekunde an dich gedacht. Du willst mich für das hassen, was ich getan habe? Spar dir die Mühe – dafür habe ich mich schon gehasst, bevor du hier aufgetaucht bist. Ich habe mit Brooke geschlafen, und damit muss ich leben.« Seine Finger zittern an meinem Kinn. »Aber nicht in jener Nacht. Und ich lasse es nicht zu, dass du wegwirfst, was wir beide haben, nur weil –«
»Was wir haben? Wir haben nichts.« Mir wird wieder schlecht. Diese Unterhaltung endet jetzt und hier. »Verschwinde aus meinem Zimmer, Reed. Ich kann dich gerade nicht mal ansehen.«
Weil er sich nicht rührt, lege ich beide Hände an seinen Brustkorb und schubse. Mit Wucht. Und ich schubse und schlage so lange gegen seine muskulöse Brust, bis ich ihn Zentimeter für Zentimeter durch die Tür befördert habe. Das leichte Grinsen auf seinem Gesicht macht mich nur noch wütender. Findet er das witzig? Ist das alles nur ein Spiel für diesen Kerl?
»Verschwinde!«, befehle ich. »Ich bin fertig mit dir.«
Er starrt auf meine Hände, die noch immer gegen seinen Brustkorb pressen, dann in mein Gesicht, das im Moment sicher roter ist als eine Tomate.
»Ich gehe, wenn es das ist, was du willst.« Er hebt eine Augenbraue. »Aber fertig sind wir noch nicht, Ella. Nicht im Geringsten.«
Ich warte nicht mal, bis er ganz über die Schwelle ist, bevor ich ihm die Tür vor der Nase zuknalle.

Über Erin Watt

Biografie

Erin Watt ist das Pseudonym zweier amerikanischer Bestsellerautorinnen, die ihre Begeisterung für großartige Bücher und ihre Schreibsucht verbindet. Beide sind sehr erfolgreiche Autorinnen in den Bereichen Young und New Adult. Die »Paper«-Serie um die Protagonistin Ella war ihr erstes gemeinsames...

Weitere Titel der Serie »Paper-Reihe«

Ella Harpers Leben verändert sich schlagartig, als der Multimillionär Callum Royal behauptet, ihr Vormund zu sein. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Die Familie mit den fünf attraktiven Brüdern hat einige Geheimnisse zu verbergen. In den ersten drei Bänden der PAPER-Reihe stehen vor allem Reed und seine Beziehung zu Ella im Mittelpunkt. Doch auch die vier anderen Royal-Söhne haben ein kompliziertes Leben, eine düstere Vergangenheit und immer wieder Pech in der Liebe.
Fragen und Antworten zu Erin Watt
Sie haben Fragen zum Autor? Wir haben das Wichtigste für Sie zusammengefasst.

Kommentare zum Buch

Noch mehr Geheimnisse und Intrigen. Spannend und fesselnd bis zum bitteren Ende. Ich bin im Royal-Fieber!
Sarahs Büchertraum am 10.04.2017

Ein einziger Moment und seine Welt liegt in Scherben. Sein Herz sehnt sich nah ihr, doch letzten Endes ist genau das eingetroffen, womit Reed immer gerechnet hat. Er ist nicht gut genug für Ella und seine Liebe wird sie vernichten. Nach einem Streit ist Ella verschwunden und das Leben im Haus der Royals steht Kopf. Selbst seine Brüder können ihm dieses Vergehen nicht verzeihen. Also macht Reed sich auf die Suche nach dem Mädchen, das seine Welt so verändert hat – ums sich zu retten. Doch die Royals sind zerstörerisch und ihr Leben wird nie wieder so sein, wie es war.   „Paper Prince“ knüpft unmittelbar an das zugleich erschreckende und spannende Ende von „Paper Princess“ an. Ich war sofort gefesselt und fühlte mich direkt wieder mitten im Geschehen. Die Ereignisse haben mich, anders als bei „Paper Princess“, sofort in den Bann gezogen. Reeds ehrlich betroffene und melancholische Art ist authentisch beschrieben und traf mich direkt ins Herz. Endlich erhalten wir einen Einblick in die Gedankengänge und Gefühlswelt eines der unnahbarsten Royal-Brüder. Dieser verliert dennoch nichts von seinem Bad Boy-Charme und ist noch genauso sexy und anziehend wie im ersten Band. Ein Fakt, der schon alleine für das Buch spricht. Der Einstieg, der gleich in mehreren Kapiteln aus Reeds Sicht beschrieben wird, hat mir sehr gut gefallen. Nicht nur, weil die Story bisher nur aus Ellas Sicht beschrieben wurde, sondern vor allem, da der Leser so selbst mit auf die Suche nach Ella geschickt wird. Ich fühlte mich aufgrund der Ahnungslosigkeit, wie es Ella geht und so sie steckt, direkt in ihre Welt hineinversetzt.   Natürlich habe ich mich gefreut, als dann auch Ella wieder ins Geschehen eingreift und die Story nun auch abwechselnd aus ihrer Sicht erzählt wird. Aufgrund des Vertrauensbruchs den Reed begangen hat, erleben wir nun statt der toughen, jungen Frau, ihre verletzte Seite. Trotz allem behält Ella ihre Charakterstärke bei und zeigt im weiteren Verlauf, dass sie nicht unterzukriegen ist. Egal, wie sehr ich die Kombination Ella-Reed auch mag, ich liebe diese Momente voller Sehnsucht, in denen sie sich zueinander hingezogen fühlen, aber Ella Reed immer wieder abweist. Dass Ella einen starken Willen besitzt, war ja schon im ersten Teil klar, doch hier legt sie noch wieder eine Schippe oben drauf.   Neben dem genz normalen Hickhack zwischen Ella und Reed, kommen auch Familienmomente und die mit Ellas Freundin Val nicht zu kurz. Die Autoren haben für mich genau den richtigen Mix aus Schulalltag, familiären Momenten, wahnsinnigem Herzschmerz und Liebelei gefunden.   Hinzu kommt, dass sie ihren Lesern noch mehr Intrigen und Geheimnissen bieten. Ein Fakt, der mich einfach nicht vom Buch loskommen ließ. Ich bin im Royal-Fieber!   Nach einem bedeutenden Cliffhanger in „Paper Princess“, befinde ich mich nach dem Ende von Band zwei nun im Schockzustand! Wie ich die Tage bis Band 3 überstehen soll, ist bisher noch nicht abzusehen.   Paper Prince bietet eine Menge emotionaler Unterhaltung. Spannend und fesselnd bis zum bitteren Ende. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne.

...Gefühlvoll, amüsant, mitreißend und voller Erkenntnisse...
Buch Versum am 03.04.2017

Ella ist weg, keiner weiß wo Sie steckt, Reed sowie die anderen Royal Mitglieder sind auf der Suche nach Ihr. Wird Sie wieder kommen? Wird Sie gefunden ? Wird Sie sich mit Reed aussprechen ?   Das Cover elegant und sehr verspielt! Es macht sofort auf sich aufmerksam! Der Wechsel der Krone passt zur Reihe.   Der Klapptext macht neugierig und zwingt sofort zum weiter lesen!   Die Hauptprotagonisten sind Ella, Ihre Familie & Ihre Freundin Val.   Ella ist verletzt und durcheinander, sie weiß nicht wohin und flieht. Schnell sieht man aber wieder Ihre alte Stärke, schlagfertig und mutig, stellt sich jeder Herausforderung, aber ihre Verletzlichkeit macht Sie so sympathisch! Wundervoll wie durch Sie die Familie Royal wieder zusammen findet und wieder eine Einhheit wird!   Reed ist zerstört, er versucht alles um wieder an Ella zu kommen. Er ist sexy, charismatisch und sehr anziehend. Wundervoll sein Weg wieder zum Oberhaupt und zum Herzen von Ella.   Die anderen Brüder sind natürlich auch nicht ohne, die Zwillinge sind etwas stiller oder besser im Hintergrund Ihre Dinge am durch ziehen. Gideon ist nur selten da, da er schon aufs College geht und Easton ist erst wild, dann aber schnell der Bruder, den man sich fast schon wünscht! Die Entwicklung im 2. Buch ist einfach herzlich und liebenswert. Die Einheit und das Zusammenwachsen derer Familie lässt das Herz über quillen.   Collum, der Vater der Jungs zeigt endlich Initiative, er zeigt offen seine Sorge um seine Familie und amüsiert über sein Wissen über die Verhältnisse in seinem Haus.   Val ist die beste Freundin von Ella, sie ist eine große Stütze und ist eine wundervolle Freundin, aber Sie amüsiert den Leser auch mit Ihren wundervollen verrückten Geschprächsfetzen, die Sie mit Ella führt.   Der Schreibstil ist von Beginn an fließend, man wird sofort in das Geschehen gerissen! Der Cliffhanger am Schluss vom 1. Band ist so herzzerreißend, dass man sofort wieder spannend in den weiteren Verlauf rein gezogen wird. Die Erzählweise von Erin ist erfrischend und voller Emotionen. In diesem Band wechseln die Perspektiven, Reed wird im Tausch mit Ella präsentiert, dadurch versteht man auch seine Sicht der Dinge, es wird gefühlvoller dadurch. Den Leser bekommen nicht nur gefühlvolle Szenen, sondern auch viele mit Humor, aber auch aktionreiche Situationen geboten. Die immer wiederkehrende erotische Verbindung zwischen Ella und Reed ist sofort spürbar, sie macht das Buch noch prickelnder und ist wundervoll beschrieben. Besonders Reeds Plan Ella zurück zu gewinnen ist so liebenswert & voller Liebe.   Es hat mir sehr viel Freude gemacht, dass Buch zu lesen, es hat mich berührt, amüsiert und überrascht. Die Geschichte von Ella lässt Leser mit fühlen. Besonders nach dem starken Cliffhanger, ist man sofort mit Begeisterung am weiter lesen, man will wissen wo Ella ist und sorgt sich mt Reed un dder Familie Royal um Sie. Bemerkenswert wie schnell Sie mit Hilfe von Ella zusammen geschweißt wurden, ohne Sie auseinander brechen und dann sich langsam wieder annähern!   Faszinierend waren diesmal die Gedanken von Reed, so gefühlvoll und voller Liebe aber auch die spannungs- geladenen Szenen durch Drohungen und den schlimmen Cliffhanger.   Wer dem Cliffhanger Teil 1 schlimm fand, sollte bei Band 2 auf schlimmeres gefasst sein!   Empfehlenswert!   ❤   Vielen Dank für das Lesevergnügen.

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