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Mirror: Weiß wie Schnee (Spieglein, Spieglein 1)
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„Eine fesselnde und originelle Märchenadaption, die nicht nur mit lebendigen Charakteren und einer spannenden Handlung überzeugt, sondern auch tiefgründige psychologische Fragen aufwirft.“
elchisworldofbooksandcrafts.deBeschreibung
Spieglein, Spieglein - kann mich mal! Diese Stiefmutter stellt die Märchenwelt auf den Kopf - „Das zehnte Königreich“ trifft auf „Das doppelte Lottchen“.
„Ich habe mich immer gefragt, warum die Bösen das tun, was sie tun.“
Die Münchner Ärztin Lena steckt in einer unglücklichen Beziehung fest, weil sie unerschütterlich daran glaubt, dass sich alles zum Guten wenden wird. Zum gleichen Zeitpunkt kämpft in der Parallelwelt der Märchen Lenas Ebenbild, Schneewittchens böse Stiefmutter Luna, ums Überleben. Auf der Suche nach einem Ausweg sieht sie im Zauberspiegel Lena. Kurzentschlossen tauscht die…
Spieglein, Spieglein - kann mich mal! Diese Stiefmutter stellt die Märchenwelt auf den Kopf - „Das zehnte Königreich“ trifft auf „Das doppelte Lottchen“.
„Ich habe mich immer gefragt, warum die Bösen das tun, was sie tun.“
Die Münchner Ärztin Lena steckt in einer unglücklichen Beziehung fest, weil sie unerschütterlich daran glaubt, dass sich alles zum Guten wenden wird. Zum gleichen Zeitpunkt kämpft in der Parallelwelt der Märchen Lenas Ebenbild, Schneewittchens böse Stiefmutter Luna, ums Überleben. Auf der Suche nach einem Ausweg sieht sie im Zauberspiegel Lena. Kurzentschlossen tauscht die Giftmischerin ihren Platz mit der Ärztin. Die grausame Märchenwelt ist für Lena ein Schock und sie beginnt für ein Happy End aller zu kämpfen. Doch der Lauf der Geschichte ist festgeschrieben und bald ist Lena versucht, zu den Mitteln der bösen Stiefmutter zu greifen, um ihrem Schicksal zu entgehen.





















Bewertungen
Ein kreativer und fesselnder Auftakt
"Mirror: Weiß wie Schnee" ist ein fesselnder Auftakt zu Lucia Herbsts "Spieglein, Spieglein"-Reihe, der das klassische Märchen von Schneewittchen auf einzigartige Weise neu interpretiert. Die Idee, die traditionelle Märchenwelt als Grundlage für eine moderne, düstere Parallelwelt zu nutzen, ist h…
"Mirror: Weiß wie Schnee" ist ein fesselnder Auftakt zu Lucia Herbsts "Spieglein, Spieglein"-Reihe, der das klassische Märchen von Schneewittchen auf einzigartige Weise neu interpretiert. Die Idee, die traditionelle Märchenwelt als Grundlage für eine moderne, düstere Parallelwelt zu nutzen, ist hochgradig kreativ und originell. Sie mischt Altes und Vertrautes mit neuen, kreativen Elementen und schafft so eine Geschichte, die von Anfang bis Ende fesselt.
Dabei zieht der lebendige, fesselnde Schreibstil der Autorin den Leser direkt in die Handlung hinein. Besonders beeindruckend sind die Kontraste zwischen der bodenständigen Münchner Ärztin Lena und ihrer Gegenspielerin, der bösen Stiefmutter Luna aus der Märchenwelt. Beide sind mit ihrem Leben, wie es aktuell läuft unzufrieden - dabei gesteht es sich eine mehr und die andere weniger ein. Die vermeintlich „böse Königin“ bekommt dabei im Verlauf eine immer menschlichere, nachvollziehbare Seite, was sie unglaublich sympathisch macht. Generell sind alle Charaktere sehr vielschichtig und menschlich dargestellt. Und dabei dachte ich, ich kenne die Märchencharaktere bereits aus meiner Kindheit in und auswendig.
Die Idee des Platztausches zwischen Lena und Luna bringt eine erfrischende Dynamik in die Handlung. Lena, die in der grausamen und brutalen Märchenwelt landet, muss sich nicht nur gegen die festgeschriebenen Regeln dieser Welt behaupten, sondern auch ihre eigenen moralischen Grenzen ausloten. Es ist spannend, wie sie mehr und mehr in Versuchung gerät, zu den Mitteln der bösen Stiefmutter zu greifen, um ihrem Schicksal zu entkommen. Der Spannungsbogen bleibt dabei durchgehend hoch, und die Leser*innen fiebern mit Lena mit.
Der Plotttwist am Ende kam für mich überraschend und lässt viele Fragen offen - genau das macht die Geschichte so reizvoll und lässt einen den nächsten Band der Reihe ungeduldig erwarten. Bisher habe ich dafür nur leider noch kein Veröffentlichungsdatum oder ähnliches gefunden.
Insgesamt ist „Mirror: Weiß wie Schnee“ ein fesselnder und origineller Fantasy-Roman, der Märchenfans und Liebhaber*innen moderner Fantasy gleichermaßen begeistern wird. Die spannende Handlung, der lebendige Schreibstil und die faszinierende Märchenwelt, die mit frischen Ideen angereichert ist, machen dieses Buch zu einem echten Lesevergnügen. Der Cliffhanger am Ende verspricht, dass die Geschichte noch lange nicht vorbei ist – und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es weitergeht.
Zu hoher eigener Anspruch
Lucia Herbsts Roman "Mirror: Weiß wie Schnee" entführt die Leser in eine facettenreiche Welt, die sowohl traumhaft als auch düster ist. Mit einem eindrucksvollen Stil und einer komplexen Erzählweise gelingt es der Autorin, zentrale Themen wie Identität, Selbstwahrnehmung und die Dualität des mens…
Lucia Herbsts Roman "Mirror: Weiß wie Schnee" entführt die Leser in eine facettenreiche Welt, die sowohl traumhaft als auch düster ist. Mit einem eindrucksvollen Stil und einer komplexen Erzählweise gelingt es der Autorin, zentrale Themen wie Identität, Selbstwahrnehmung und die Dualität des menschlichen Daseins zu beleuchten. Doch trotz dieser ambitionierten Ansätze bleibt das Werk in einigen Aspekten hinter den Erwartungen zurück.
Die Handlung entfaltet sich um die Protagonistin Mira, die auf der Suche nach ihrem wahren Selbst ist. Der Titel "Mirror" reflektiert nicht nur Miras innere Zerrissenheit, sondern auch die gesellschaftlichen Erwartungen, die an junge Frauen gestellt werden. Die Metapher des Spiegels wird immer wieder verwendet, um den Leser dazu zu bringen, über die Grenzen zwischen Realität und Illusion nachzudenken. Herbst versteht es, Miras innere Konflikte durch lebendige Beschreibungen und tiefgründige Dialoge authentisch darzustellen.
Ein zentrales Element des Romans ist die Beziehung zwischen Mira und ihrer Mutter. Diese Dynamik ist sowohl tragisch als auch inspirierend und zeigt, wie familiäre Bindungen sowohl einen Rückhalt als auch eine Quelle emotionaler Belastung darstellen können. Herbst gelingt es, diese vielschichtige Beziehung nuanciert darzustellen und der Leserschaft die Komplexität von Miras Gefühlen nachvollziehbar zu machen.
Allerdings leidet der Roman gelegentlich unter seinem eigenen Anspruch. Während der Schreibstil oft poetisch und berührend ist, gibt es Abschnitte, in denen die Lektüre durch übermäßige Ausschweifungen ins Stocken gerät. Besonders im Mittelteil scheinen einige Passagen deplatziert und tragen nicht zur Entwicklung der Handlung oder der Figuren bei. Hier hätte eine straffere Erzählweise dem Werk gut getan, um die Spannung und den Lesefluss zu erhöhen.
Ein weiteres Manko ist die Orientierungslosigkeit, die teilweise bei den Charakteren spürbar ist. Während Mira als Hauptfigur gut ausgearbeitet ist, bleiben viele Nebenfiguren blass und uninspiriert. Insbesondere die Freundschaften, die sie im Laufe ihrer Reise schließt, wirken oft stereotypisch und wenig glaubwürdig. Dies führt dazu, dass die emotionale Tiefe, die für die Entwicklung der Geschichte entscheidend wäre, nicht vollständig erreicht wird.
Herbst behandelt auch gesellschaftliche Themen wie Schönheitsideale und die daraus resultierende Selbstwertkrise. Diese Aspekte sind in der heutigen Zeit äußerst relevant und bieten einen kritischen Blick auf den Druck, dem insbesondere junge Frauen ausgesetzt sind. Die Autorin schafft es, diese Thematiken sensibel zu integrieren, was dem Leser wertvolle Denkanstöße bietet. Dennoch bleibt die Auseinandersetzung damit oft an der Oberfläche und könnte noch intensiver und differenzierter gestaltet werden.
Positiv hervorzuheben ist die kreative Gestaltung des Plots. Herbst spielt mit fantastischen Elementen, die die Realität Miras durchbrechen und eine zusätzliche Dimension in die Handlung einbringen. Diese surrealen Elemente, die an Märchen erinnern, verleihen dem Buch eine besondere Note und laden die Leser dazu ein, sich in einer Welt voller Wunder und Schrecken zu verlieren.
Insgesamt ist "Mirror: Weiß wie Schnee" von Lucia Herbst ein ansprechendes Debüt, das zwar mit einigen Schwächen kämpft, aber dennoch zum Nachdenken anregt. Die vielschichtige Darstellung von Miras innerem Kampf und der kritische Blick auf gesellschaftliche Normen sind Aspekte, die das Buch lesenswert machen. Trotz seiner Längen und der teils flachen Charakterdarstellungen bietet der Roman einen spannenden und tiefgründigen Einblick in die Herausforderungen, mit denen viele junge Frauen heute konfrontiert sind. Lucia Herbst hat das Potenzial, sich als bedeutende Stimme in der zeitgenössischen Literatur zu etablieren, und wir dürfen gespannt sein, welche Geschichten sie in Zukunft erzählen wird.