Die Magie der Lüge

Roman

€ 12,99 inkl. MwSt.

Stell dir vor, ein Zauber stiehlt dir deine Vergangenheit ...

Anderta Passario führt ein Doppelleben. Tagsüber ist sie eine harmlose Wahrsagerin, nachts eine gerissene Diebin. Sie ist glücklich. Doch eines Tages verändert ein Zauber die Wirklichkeit und Anderta scheint die Einzige zu sein, die sich an ihre Vergangenheit erinnert. War ihr ganzes Leben nur eine Lüge? Anderta ist wild entschlossen, ihr altes Leben mit allen Mitteln von dem schuldigen Magier zurückzufordern: Tirasan Passario. Dieser ahnt zwar nichts von Andertas Plänen, aber auch ihn schmerzt der Verlust seiner Vergangenheit. Gerade die Beziehung zu seinem Freund Rustan ist komplizierter denn je, denn Tirasan weiß genau, was dieser heimlich für ihn empfindet – nur hat Rustan sein Liebesgeständnis von einst vergessen. Dabei war Tir ihm noch eine Antwort schuldig! Doch sowohl Anderta als auch Tirasan müssen feststellen, dass es nichts bringt, der Vergangenheit nachzutrauern, wenn man die Gefahren der Gegenwart nicht erkennt.

  • € 12,99 [D], € 12,99 [A]
  • Erschienen am 01.09.2017
  • 336 Seiten , WMEPUB
  • ISBN: 978-3-492-97809-5
 
 

Leseprobe zu »Die Magie der Lüge«

Unerwartete Enthüllungen

 


»Die Gabe des Wahrheit-Sprechens ist mit der Entstehung der Dynastien verschwunden. Heute gibt es niemanden mehr, der sie beherrscht.«
Ceor Bluber Elluren im 6. Jahrhundert


Die Perücke kratzte wieder einmal fürchterlich, als ich sie mir auf den Kopf setzte und sie sorgfältig befestigte. Kritisch verfolgte ich im Spiegel, wie ich mich von einer eher unauffälligen Brünetten in eine rassige Schwarzhaarige mit langen, schweren Locken verwandelte. Wobei die Betonung auf schwer lag.
In meinem Leben gab es eigentlich nur eines, was ich hasste, und das war die [...]

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Nicole Gozdek

Nicole Gozdek

Nicole Gozdek wurde 1978 geboren. Nach dem Germanistik- und Romanistikstudium mit Schwerpunkt auf Literatur und einem Abstecher in die Buchbranche arbeitet sie heute als Online-Redakteurin bei einem französischen Modeunternehmen. Daneben ist sie Buchbloggerin und Autorin. Mit ihrem mehr ...

Kommentare zum Buch
1. Schwächer als der erste Band
Zank am 20.09.2017 - 13:04:46

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zum ersten Band "Die Magie der Namen".   Anderta Passario nutzt ihre Wahrheitsmagie, um zusammen mit ihrem Lebensgefährten Londurs Menschen zu bestehlen und zu betrügen. Eines Morgens wacht sie auf und alles ist anders: Kinder leben bei ihren Eltern und kennen bereits ihren wahren Namen - anstatt in Schulen als Nummern großgezogen zu werden. Was ist geschehen und warum erinnert sich außer ihr niemand mehr daran, wie es eigentlich war? Und auch ihr persönliches Leben wird auf einmal völlig auf den Kopf gestellt...   Erneut entführt Nicole Gozdek den Leser in ihre fantastische Welt voller Namensmagie. Trotz der neuen Hauptfigur gibt es natürlich auch ein Wiedersehen mit Tirasan und Rustan aus dem ersten Band. Anderta selbst ist mir leider nicht hundertprozentig sympathisch geworden. Ihre Wut über die Änderung der Wirklichkeit ist zwar einerseits verständlich, andererseits wirkt sie spätestens ab der Hälfte des Buches übertrieben und man weiß als Leser schnell, worauf die Geschichte hinauslaufen wird. Diese Vorhersehbarkeit hat meine Lesefreude etwas getrübt, auch wenn mich der Schreibstil der Autorin wieder fesseln konnte.   Gemeinsam mit den Protagonisten begibt man sich - wie bereits im Vorgängerband - auf eine Reise durch diese Welt, lernt viele Charaktere und Orte kennen und kann sich gut in die geschilderten Situationen hineinversetzen. Teilweise wirkten die einzelnen Stationen allerdings auch etwas überflüssig und wie reine Seitenfüller. Da werden Figuren gefangen genommen ohne dass mehr passiert, nur um kurz darauf befreit zu werden und ihren ursprünglichen Weg fortzusetzen.   Außer Anderta bleiben die Figuren leider relativ blass, was ich vor allem bei Sanjan schade fand. Er hätte das Potential zum Lieblingscharakter gehabt, allerdings lernt man ihn dafür nicht gut genug kennen. Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Tirasan und Rustan wirkt konstruiert und unglaubwürdig, was vor allem daran liegt, dass Tir im ersten Band schon fast homophob wirkte und sich nun reumütig um 180 Grad gedreht hat.   Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "Die Magie der Lüge" eine nur mittelmäßige Fortsetzung darstellt. Die interessante Welt und der Schreibstil der Autorin machen das Buch lesenswert. Leider können dieses Mal die Handlung und die Charaktere nicht ganz mithalten. Trotzdem habe ich die Geschichte gerne weiter verfolgt. Man sollte den ersten Teil vorher lesen, um die Zusammenhänge zu verstehen.

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