Metin Tolan erklärt Star Trek
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»Dies sind die Abenteuer des
Raumschiffs Enterprise...«

Dienstag, 10. Mai 2016 von Piper Verlag


Warum braucht man den Warp-Antrieb?

Impuls-Antriebe, also Antriebe die auf dem Rückstoßprinzip beruhen, sind ungeeignet, um die gigantischen Distanzen zwischen den Sternen unserer Milchstraße zu überbrücken. Sie sind viel zu ineffizient, und heutzutage schaffen wir Maximalgeschwindigkeiten von etwa 0,1 Promille der Lichtgeschwindigkeit. Man kann sich nicht vorstellen wie mit diesen chemischen Antrieben auch nur ein Zehntel, also 10 Prozent, der Lichtgeschwindigkeit erreicht werden kann. Mit dieser Geschwindigkeit würde es zwar immer noch etwa 40 Jahre dauern, um zum nächsten Stern zu reisen. Aber immerhin könnte man es dann innerhalb eines Menschenlebens realisieren. Selbst mit utopisch anmutenden Kernfusionsantrieben würde diese Reise immer noch 20 Jahre in Anspruch nehmen.

Trotzdem kann man bei Science Fiction Serien wie STAR TREK natürlich immer argumentieren, dass bis zum 22. Jahrhundert ja noch etwas Zeit vergeht und bis dahin sicher noch einiges erfunden werden wird. Vielleicht werden Supertreibstoffe entdeckt, die man mit bisher ungeahnten Geschwindigkeiten nach hinten ausstoßen kann, oder es werden neuartige Ionenantriebe konzipiert, bei denen die Energie aus der Kernfusion gewonnen und in einen Vortrieb für das Raumschiff verwandelt wird. Wir reden ja über Science Fiction und nicht über das, was heute geht. Trotzdem ist STAR TREK eine Serie, bei der Wert darauf gelegt wird, dass die Naturgesetze nicht zu stark „verbogen“ werden. Daher wollen wir erst einmal die Frage beantworten, warum immer der Warp-Antrieb eingeschaltet werden muss, wenn man die gigantischen Distanzen zwischen den Sternen überbrücken möchte und dies nicht einfach mit einem „sehr schnellen“ Impuls-Antrieb gemacht wird

Angenommen es gäbe also keine technischen Beschränkungen beim Bau von Rückstoßantrieben. Dann gibt es aber immer noch das kosmische Tempolimit, das durch die Spezielle Relativitätstheorie gegeben ist. Schneller als mit Lichtgeschwindigkeit kann man sich prinzipiell nicht bewegen. Also kann der beste Impuls-Antrieb maximal eine Geschwindigkeit von c also von 300000 Kilometern pro Sekunde erreichen. Mehr geht nicht. Dies ist dann aber auf den ersten Blick ein sehr großes Problem, denn die Distanzen im Universum sind ja riesig. Der nächste Fixstern Proxima Centauri ist vier Lichtjahre von uns entfernt. Selbst mit diesem allerbesten Impuls-Antrieb würde eine Reise zu unserem Nachbarstern damit vier Jahre dauern, oder? Dies würde dann natürlich mächtig das Tempo aus den STAR TREK Serien rausnehmen. Wir sehen, dass selbst der schnellste Impuls-Antrieb nicht schnell genug ist.

Aber das ist nicht ganz richtig, denn für das durch die Relativitätstheorie verursachte kosmische Tempolimit und den damit auf den ersten Blick verbundenen sehr langen Reisezeiten hat die Relativitätstheorie auch eine Lösung parat. Wir haben schon gesehen, dass der Preis, den man in der Relativitätstheorie für das kosmische Tempolimit zahlen muss, darin besteht, dass die Zeit nicht mehr absolut und unveränderlichabläuft. Es stellt sich nun heraus, dass in einem bewegten Raumschiff die Zeit langsamer verläuft im Vergleich zu einem unbewegten Beobachter. Damit ist der objektive Zeitablauf gemeint, also auch der Ablauf, der uns beispielsweise altern läßt. Dieser Effekt macht sich aber nur dann bemerkbar, wenn die Geschwindigkeit des Raumschiffs nahe der Lichtgeschwindigkeit ist. Bei normalen „irdischen“ Geschwindigkeiten von Autos, Zügen, Flugzeugen oder auch unserer schnellsten Raketen und Sonden, die man bisher in der Weltraum geschossen hat, sind die Geschwindigkeiten so klein im Vergleich zur Lichtgeschwindigkeit, dass sich Änderungen im Zeitablauf nicht bemerkbar machen. Aber angenommen wir hätten einen Impuls-Antrieb konstruiert, mit dem man 99,9996 Prozent der Lichtgeschwindigkeit erreichen könnte. Wenn wir uns mit diesem Antrieb auf die Reise nach Proxima Centauri machen und immer Vollgas geben würden, dann würden wir bei der Ankunft feststellen, dass unsere Uhr nicht vier Jahre für die Reisezeit anzeigt, sondern nur vier Tage! Dieser Effekt wird relativistische Zeitdilatation genannt. Das bedeutet nun aber, dass die gigantischen Entfernungen im Universum plötzlich doch für Raumschiffe überbrückbar werden, indem sie fast mit Lichtgeschwindigkeit reisen und somit die Zeit stark verlangsamt abläuft. Es geht also doch mit einem super Impuls-Antrieb. Wozu braucht man dann den Warp-Antrieb bei STAR TREK, wenn es ein Impuls-Antrieb auch tut?

Alles wäre in der Tat kein Problem, wenn die Enterprise lediglich zu fernen Sternsystemen aufbrechen und niemals zurückkehren würde. Dann könnte sie mit einem super Impuls-Antrieb reisen und würde aufgrund der Zeitdilatation auch die gigantischen Entfernungen im Kosmos in kurzer Zeit zurücklegen können. Das Problem entsteht aber, wenn die Enterprise wieder zurück zur Erde reisen möchte. Angenommen sie ist von der Erde losgeflogen und war 4 Tage lang mit 99,9996 Prozent der Lichtgeschwindigkeit unterwegs, um Proxima Centauri zu untersuchen. Dort angekommen stellt die Crew fest, dass es ziemlich langweilig ist und reist umgehend wieder mit 99,9996 Prozent der Lichtgeschwindigkeit zurück zur Erde. Auch das dauert 4 Tage. Insgesamt ist die Crew dann 8 Tage unterwegs. Aber auf der Erde ist die Zeit normal weitergelaufen, und dort sind inzwischen 8 Jahre vergangen. Das ist das Problem! In der Relativitätstheorie ist es unter dem Namen „Zwillingsparadoxon“ bekannt. Man beläßt dabei einen Zwilling auf der Erde und schickt den anderen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit auf die Reise. Bei seiner Rückkehr ist er dann deutlich jünger als sein auf der Erde verbliebener Bruder. Wegen des durch die Zeitdilatation verursachten Zwillingsparadoxons würde sich die Enterprise nach jeder Reise irgendwo in der Zukunft befinden. Diejenigen, die die Enterprise auf eine Mission in die tiefsten Tiefen des Weltraums geschickt haben, wären bei ihrer Rückkehr sicher schon viele Jahre tot. Es würde also ein völliges Zeitchaos entstehen, bei dem eine Crew, die auf eine Mission geschickt wird, jedes Mal weit in die Zukunft katapultiert wird. Eine zentral regierte Föderation, wie sie bei STAR TREK zu sehen ist, könnte so natürlich niemals existieren. Man sieht also, dass dem Antrieb der Enterprise eine fundamentale Rolle zukommt, denn er bestimmt über die Existenz der Föderation der Planeten. Um eine solche Föderation aufrecht zu erhalten, muss es einen Antrieb für die Raumschiffe geben, der die oben genannten Zeitverzerrungen vermeidet. Genau dies leistet der Warp-Antrieb. Mit dem Warp-Antrieb können also die riesigen Entfernungen im Weltall zügig überbrückt werden, ohne dass es zum Zwillingsparadoxon kommt. Die Zeit läuft damit für alle gleich ab. Wer allerdings bei STAR TREK diese „Einheitszeit“ festlegt, an der sich alle zu orientieren haben, wird in den Serien nicht geklärt. Es muss aber trotzdem so etwas wie einen „Hüter der Zeit“ geben, denn bei STAR TREK darf der Impuls-Antrieb nur bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von einem Viertel der Lichtgeschwindigkeit eingesetzt werden, weil anderenfalls die Zeitverzerrungen für die Reisenden zu groß werden. Wenn die Enterprise schneller unterwegs sein will, dann muss sie den Warp-Antrieb einschalten

Über Metin Tolan

Metin Tolan, 1965 geboren, hat als Kind die Enterprise mit Lego nachgebaut. Ob das Universum wirklich so groß ist wie in der Kultserie »Star Trek«, wollte er genau wissen und wurde Professor für Experimentelle Physik an der Technischen Universität Dortmund. Seit Jahren macht er sich einen Namen als Deutschland bekanntester Physikerklärer, 2013 erhielt er den Communicator-Preis. Seine Bücher »Geschüttelt, nicht gerührt« und »So werden wir Weltmeister« über die Physik in James-Bond-Filmen und beim Fußballspiel wurden zu Bestsellern. In »Titanic« erklärt er, was das berühmteste Passagierschiff der Welt mit einer Ente gemeinsam hat - und warum es sinken musste. 

Blick ins Buch
Die STAR TREK PhysikDie STAR TREK PhysikDie STAR TREK Physik

Warum die Enterprise nur 158 Kilo wiegt und andere galaktische Erkenntnisse

Wie genau nehmen es die Macher von »Star Trek« eigentlich mit Physik und Technik? Erstaunlich genau! Schließlich rechnet Spock in Windeseile aus, dass genau 1.771.551 puschelige Tribbles in den Laderaum der Enterprise passen. Und es wird auch nicht einfach nur »Gas« gegeben, wenn die Enterprise zu ihren Reisen aufbricht – nein, sie reist mit »Warp-Antrieb«. Könnte sich das berühmteste Raumschiff der Filmgeschichte tatsächlich in der Nähe des Sterns Sigma Draconis befinden, und müssen wir uns vor dunkler Materie wirklich fürchten? In bewährter wie unterhaltsamer Manier analysiert Metin Tolan anhand vieler Filmszenen alle Mechanismen und Zahlen, mit denen die Sternenflotte zu tun hat – und kommt zu galaktischen Erkenntnissen. Faszinierend!
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1 Dies sind die Abenteuer …

 

STAR TREK hatte zunächst den Ruf, eine zu anspruchsvolle Serie zu sein:

La Forge: »Captain! Anscheinend war wieder die Zeit stehen geblieben. Laut meinen Instrumenten wurden wir gerade erst jetzt von unserer Rettungsmission zurückgebeamt.«

Data: »Sir. Wie kommt es, dass Q und seinesgleichen so gut mit Raum und Zeit umgehen können und so schlecht mit uns?«

Picard: »Vielleicht erkennen wir eines Tages, dass Raum und Zeit leichter zu handhaben sind als die menschliche Natur!«

(Zitat aus der 10. TNG-Folge der 1. Staffel, »Rikers Versuchung«)

 

 

50 Jahre STAR TREK – eine Erfolgsgeschichte?

Seit nunmehr 50 Jahren dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Dabei hat sie es bisher auf 726 je etwa 45 Minuten dauernde Folgen im Fernsehen und zwölf jeweils ungefähr zwei Stunden lange Kinofilme gebracht. Wenn man wollte, wäre es also möglich, 24 Tage am Stück ununterbrochen STAR TREK zu gucken! Keine andere Fernsehserie kann auf einen so anhaltenden und auch weltweit umspannenden Erfolg verweisen.

War dies alles schon vor 50 Jahren absehbar? Mitnichten! Gene Roddenberry, der Erfinder von STAR TREK, musste in den 1960er-Jahren viele Leute ganz mühsam davon überzeugen, ihm sein Konzept von der Erforschung des Weltraums überhaupt abzunehmen. Mehrmals wurde seine Idee aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt, obwohl die USA gerade das Apollo-Programm gestartet hatten, mit dem sie einen Menschen zum Mond und wieder zurück bringen wollten. Der Weltraum war also »in« – STAR TREK aber offenbar nicht. Endlich, im Jahr 1964, konnte Roddenberry den US-Fernsehsender NBC dazu bewegen, einen Pilotfilm herzustellen. Dieser Film mit dem Titel »The Cage« und mit Jeffrey Hunter in der Hauptrolle des nachdenklichen Captains Christopher Pike wurde für die damalige Zeit zwar recht aufwendig hergestellt, aber dann am Ende doch nicht ausgestrahlt.[1] Seine Handlung galt als zu intellektuell und anspruchsvoll, und seine Protagonisten wurden als zu fremdartig und zum Teil sogar satanistisch empfunden. Doch Roddenberry ließ nicht locker. Er überarbeitete das Konzept und konnte schließlich im Jahr 1966 NBC für seine Serie gewinnen, die im 23. Jahrhundert angesiedelt sein sollte. STAR TREK mit dem weniger nachdenklichen und eher draufgängerischen Captain James Tiberius Kirk, gespielt von William Shatner, war geboren.

Diese Serie wird im englischen Sprachraum heutzutage als »The Original Series« bezeichnet und entsprechend mit »TOS« abgekürzt.[2] Der einzige Hauptdarsteller, den man vom Pilotfilm übernommen hatte, war Leonard Nimoy in der Rolle des Ersten Offiziers Spock, der vom Planeten Vulkan stammt. Er wurde allerdings weniger fremdartig dargestellt, behielt aber zumindest seine markanten spitzen Ohren.

Die Serie startete am 8. September 1966 mit der Folge »The Man Trap«[3]. Insgesamt 29 Episoden wurden immer am Donnerstagabend ausgestrahlt. Das Raumschiff Enterprise gehört zu der Sternenflotte und ist im Namen der Vereinten Föderation der Planeten[4], zu der auch die Erde gehört, unterwegs, um fremde Welten im Universum zu erforschen und Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Es stellte sich allerdings schnell heraus, dass man kein großes Publikum anzog. So plante NBC, die Serie schon nach einer Staffel einzustellen, denn die durch Werbung erzielten Einnahmen waren weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Allerdings hatte sich bereits zu dieser Zeit ein harter Kern von Fans gebildet, die insbesondere die Darstellung der Technik bei STAR TREK faszinierend fanden. Sie organisierten eine groß angelegte Protestaktion, als bekannt wurde, dass die Serie eingestellt werden sollte. Davon beeindruckt, ließ NBC eine zweite Staffel von TOS produzieren, die im Herbst 1967 ins US-Fernsehen kam.[5] Sie war dann aber noch erfolgloser als die erste, woran auch der neue Sendeplatz am Freitagabend nicht ganz unschuldig war. Wieder sollte die Serie aus dem Programm gekippt werden, und abermals führte eine Protestaktion der aufgebrachten Fans dazu, dass dies nicht geschah.[6] Eine dritte Staffel wurde produziert und im Herbst 1968, allerdings auf einem noch deutlich schlechteren Sendeplatz, ausgestrahlt. Nun waren die Einschaltquoten so schlecht, dass selbst die größte Fanaktion nichts mehr retten konnte: Die Programmverantwortlichen von NBC ließen sich nicht mehr erweichen und schmissen die Serie aus dem Programm. Am 3. Juni 1969, exakt 47 Tage vor der ersten Mondlandung, lief damit die letzte Folge von STAR TREK im US-Fernsehen, denn auch kein anderer großer Sender wollte diese Serie ins Programm nehmen.

STAR TREK wurde also wegen chronischer Erfolglosigkeit 1969 aus dem US-Fernsehprogramm verbannt – aus heutiger Sicht völlig unfassbar, denn man hat inzwischen viele Milliarden Dollar mit der Serie umgesetzt. Was war der Grund für diese überraschende Tatsache? Das wurde inzwischen von vielen Wissenschaftlern aus den verschiedensten Gebieten untersucht. Was war so Besonderes an dieser neuen Serie, dass sie so erfolglos war? »Buck Rogers« war beispielsweise auch eine Science-Fiction-Serie, die in den USA schon seit 1928 als Comic veröffentlicht wurde und später auch im Fernsehen mit großem Erfolg lief. Also konnte der Weltraum allein nicht der Grund des Misserfolgs sein. Was aber dann? Es stellte sich ganz unerwartet heraus, dass STAR TREK tatsächlich Neuland im TV betreten hatte: STAR TREK war 1966 im US-Fernsehen eine Serie, bei der es »Gute« und »Böse« gab. Das gab es zwar in vielen Serien, aber bei STAR TREK hatten die »Bösen« zumindest immer einen guten Grund, warum sie »böse« waren.[7] Diese Tatsache scheint den US-amerikanischen Zuschauer der 1960er-Jahre schlichtweg überfordert zu haben!

So wurde die Serie also abgesetzt und galt zunächst als gescheitert, wie so viele andere Serien auch, die sogar nicht einmal drei Staffeln zusammenbekommen haben.[8] Dies sollte sich aber doch noch als großer Vorteil erweisen. Denn nachdem STAR TREK bei NBC ohne Erfolg ausgestrahlt worden war, konnten die vielen kleinen regionalen Privatsender in den USA die nun sehr günstigen Rechte an dieser Serie erwerben und sie in den folgenden Jahren immer wieder ausstrahlen. Dadurch verbreitete sie sich zunächst eher unterschwellig, und es entstand eine sehr solide Basis von Fans, die die Weltraumabenteuer sogar nachzuspielen begannen.[9] Auch das deutsche Fernsehen griff bei den günstigen Senderechten zu. Das ZDF sicherte sie sich im Jahr 1972 für 39 der 79 TOS-Episoden und strahlte sie unter dem Titel »Raumschiff Enterprise« aus. Die restlichen wurden nicht erworben, weil sie nach Meinung der ZDF-Verantwortlichen kein ansprechendes Niveau hatten. Außerdem wurde STAR TREK als Kinderserie eingestuft und auf den Sendeplatz samstags um 18 Uhr parallel zur »Sportschau« im Ersten Programm gelegt.[10]

Die Einstufung als Kinderserie im Vorabendprogramm führte auch zu teilweise drastischen Entstellungen bei der Handlung und der Synchronisation.[11] Erst mit dem Aufkommen der Privatsender in Deutschland änderte sich die Situation. 1985 kaufte SAT.1 die Rechte an den restlichen 40 Episoden, ließ sie eigens synchronisieren[12] und strahlte 39 von ihnen meist ungekürzt aus. Nur die Folge »Patterns of Force« traute man sich auch bei SAT.1 zunächst nicht ins Programm zu nehmen, denn hier landen Kirk und Spock auf einem Planeten mit faschistischem Herrschaftssystem, auf dem alle Personen mit Hakenkreuzbinden umherlaufen. Dies wollte noch nicht einmal ein junger Privatsender seinem Publikum zumuten, der ansonsten nicht so zimperlich war und sogar manche nicht jugendfreie Sendung im Abendprogramm ausstrahlte.[13]

STAR TREK verbreitete sich also auf leisen Sohlen. So kam es in den 1970er-Jahren zu dem Wunsch, die Serie wieder aufleben zu lassen. 1973 wurden 22 Zeichentrick-Episoden von STAR TREK realisiert. Allerdings war die Umsetzung so schlecht, dass man recht schnell wieder damit aufhörte. Danach wurde die Serie »STAR TREK II« geplant, 1977 wenige Tage vor Produktionsbeginn aber wieder gestoppt. Schließlich entschied man sich für einen anderen Weg und brachte 1979 den ersten STAR TREK-Film mit dem höchst »originellen« Titel »STAR TREK – Der Film« in die Kinos. Er dauert zweieinhalb Stunden, und selbst hartgesottene Fans bezeichnen seine Handlung als »zäh«. Die Frankfurter Rundschau schrieb am 6. September 2004 als Ankündigung einer Wiederholung dieses Films im Fernsehen:

 

Star Trek – Der Film. Science Fiction, USA 1979, Kabel1, 20.15 Uhr.

Es ist schon atemberaubend, mit wie wenig man gegen Ende der 70er Weltraum-Fans glücklich machen konnte. Mehr als zwei Stunden lang dringt das Raumschiff Enterprise in ein ödes Drehbuch ein, wie es nie ein Mensch zuvor geschrieben hat, und belustigt mit Trickeffekten, die stark an die Augsburger Puppenkiste erinnern. Dennoch: ein Dokument der Zeitgeschichte. Und heute brauchen wir die USS Enterprise mehr denn je: Sie muß in die Vergangenheit reisen und verhindern, daß der blöde neue Bully-Film gedreht wird …

Egal, STAR TREK war nach zehn Jahren endlich wieder da! Und wie – es ging 1982 gleich weiter mit dem zweiten Film »STAR TREK II: Der Zorn des Khan«. Dieses Mal wurde ein wahres Feuerwerk an Action und Tricktechnik abgebrannt, und bei der Handlung bediente man sich einfach der 22. TOS-Folge der 1. Staffel mit dem Titel »Der schlafende Tiger«, die man konsequent weitererzählte. In einem dramatischen Höhepunkt opfert sich Spock am Ende für die Crew mit den Worten: »Die Bedürfnisse vieler sind wichtiger als das Wohl weniger oder eines Einzelnen!« So konnte es dann doch nicht enden, und folgerichtig kam 1984 der dritte Film mit dem Titel »STAR TREK III: Auf der Suche nach Mr. Spock« in die Kinos. Dieser Film war wieder weniger erfolgreich, weil sich auch seine Handlung arg hinzog. Spock war zwar wieder da, aber noch nicht der Alte. Also musste 1986 der vierte Film »STAR TREK IV: Zurück in die Gegenwart« gedreht werden, in dem Spock wieder so wird, wie er früher war. Durch eine Zeitreise ins Jahr 1986 enthielt der Film so viele komische Elemente, dass er sehr erfolgreich wurde und sich ein fünfter im Jahr 1989 mit dem Titel »STAR TREK V: Am Rande des Universums« anschloss. Selbst wohlwollende Fans gestehen ein, dass dieser fünfte STAR TREK-Film nur suboptimal gelungen ist. Hier deutet sich bereits an, was unter Experten als »das Gesetz der ungeraden STAR TREK-Filmnummer« bekannt ist. Jeder STAR TREK-Film mit ungerader Nummer ist nicht optimal gelungen, also der erste, dritte, fünfte usw., und jeder mit einer geraden Nummer ist hervorragend.[14] Demnach müsste der sechste Film »STAR TREK VI: Das unentdeckte Land« aus dem Jahr 1991 wieder gut sein – und er ist es tatsächlich. Es war der letzte Film, bei dem die gesamte, doch schon etwas in die Jahre gekommene TOS-Crew mitgespielt hat.

Wegen der vielen Wiederholungen der TOS-Folgen im Fernsehen und aufgrund des Erfolgs der Kinofilme kam der Wunsch nach einer neuen STAR TREK-Fernsehserie wieder auf. Dies führte dazu, dass 1987 die Serie »STAR TREK – The Next Generation«, unter Fans abgekürzt als »TNG«, von den Paramount Studios neu produziert und eine erste Staffel ausgestrahlt wurde.[15] Allerdings wollte man nur am Grundkonzept der friedlichen Erforschung des Weltraums im Rahmen der »Föderation« festhalten, ansonsten sollte alles anders sein, insbesondere galt zunächst das Motto: »Keine Vulkanier!« Zu sehr stand die Figur des Mr. Spock für TOS. Man wollte TNG aber ein eigenes Gesicht geben, sodass am Anfang jeder Bezug zu TOS vermieden wurde.[16] Die Serie spielt im 24. Jahrhundert, also ein Jahrhundert später als TOS. Die Figur des Captains hieß nun Jean-Luc Picard, dessen Name schon seine französische Herkunft andeutet mit den entsprechend guten Manieren und einer Vorliebe für Bücher, guten Tee und gutes Essen. Er wurde gespielt von Patrick Stewart, einem Shakespeare-Darsteller, der damit einen großen Kontrast zu William Shatner und dem draufgängerischen Raufbold und Frauenhelden James T. Kirk bei TOS darstellte. Draufgänger war jetzt der Erste Offizier William Riker, oder kurz auch »Nummer Eins« genannt, gespielt von Jonathan Frakes. Die Rolle des andersartigen Crewmitglieds – bei TOS der Vulkanier Spock – wurde bei TNG einem Androiden mit dem Namen Data übertragen, der über fantastische kognitive und physische Fähigkeiten verfügt und dessen großes Ziel es ist, immer »menschlicher« zu werden. TNG wurde ein voller Erfolg und lief über sieben Staffeln mit insgesamt 178 Episoden bis zum Jahr 1994. Die Crew um Captain Picard schaffte auch den Sprung in die Kinos. Im siebten STAR TREK-Film »STAR TREK – Treffen der Generationen« wird noch der Übergang von der alten zur neuen Crew thematisiert, aber die Filme acht, neun und zehn handeln nur noch von den Abenteuern der Picard-Mannschaft.[17]

Mit TNG begann der eigentliche weltweite Siegeszug von STAR TREK. Bereits 1993, also noch während der Laufzeit von TNG, wurde mit »STAR TREK – Deep Space Nine«, abgekürzt als »DS9«, die dritte STAR TREK-Serie gestartet. Captain Benjamin Sisko, gespielt von Avery Brooks, ist der Befehlshaber der gleichnamigen Raumstation, die sich am Rand des Föderationsraums in unmittelbarer Nähe eines stabilen Wurmlochs befindet, welches einen schnellen Weg in den Gamma-Quadranten eröffnet.[18] DS9 lief ebenfalls über die vollen sieben Staffeln mit insgesamt 176 Episoden und war damit genauso erfolgreich wie TNG. Im Jahr 1995 wurde dann die Serie »STAR TREK – Voyager«, abgekürzt als »VOY«, gestartet, die wie ihre beiden Vorgänger sehr erfolgreich war und auch wieder volle sieben Staffeln lief. Nach sieben Staffeln galt eine Crew immer als »verbraucht« – dann hatte sie jede Spezies einmal gesehen, und auch die Beziehungen untereinander konnten nicht mehr weiterentwickelt werden. Bei dieser Serie wird das Raumschiff Voyager im Pilotfilm von einer fremdartigen Macht in den Delta-Quadranten »geschleudert«, von wo es selbst mit dem besten Warp-Antrieb mehr als 70 Jahre dauern wird, um zur Erde zurückzufliegen. In insgesamt 172 Episoden sieht man, wie die Voyager-Crew einen schnelleren Weg zurück sucht und es schließlich nach sieben Jahren auch schafft.

Bei VOY konnte man ganz deutlich sehen, was STAR TREK neben den akkuraten technischen und physikalischen Beschreibungen immer schon von anderen Serien unterschied: Es wird eine gesellschaftliche Utopie vorgestellt. So sind auf der Erde nicht nur alle Kriege überwunden, es gibt keine sozialen Spannungen mehr, sogar das Geld wurde folgerichtig abgeschafft, und bei der Voyager befehligte mit Captain Kathryn Janeway, gespielt von Kate Mulgrew, zum ersten Mal eine Frau die Brücke. Die Gleichberechtigung hatte also auch vor STAR TREK nicht haltgemacht. In dieser Hinsicht war die Serie aber schon immer ein Vorreiter: Bei TOS gab es im November 1968 in der 12. Folge der 3. Staffel, »Platons Stiefkinder«, zwischen Nichelle Nichols als Kommunikationsoffizier Lieutenant Nyota Uhura und William Shatner als Captain Kirk den ersten Kuss zwischen Schwarz und Weiß im US-Fernsehen.[19] Mit dem Japaner Lieutenant Hikaru Sulu war der Erzfeind aus dem Zweiten Weltkrieg ebenso auf der Brücke der Enterprise vertreten wie mit dem Sowjetrussen Pavel Chekov der große Gegner zu den Zeiten des Kalten Krieges.[20] Und mit Benjamin Sisko bei DS9 hatte STAR TREK auch das erste Mal einen Captain mit afroamerikanischer Abstammung.

STAR TREK war also in den 1990er-Jahren sehr erfolgreich. Drei Serien liefen über volle sieben Staffeln – zweifellos die beste Zeit, die STAR TREK jemals gesehen hat! Im Herbst des Jahres 2001 nach dem Staffelfinale von VOY kam daher eine neue Serie mit dem Titel »STAR TREK – Enterprise«, abgekürzt als »ENT«, ins Fernsehen. Bei dieser Serie, die ursprünglich auch auf sieben Staffeln ausgelegt war, wird erzählt, wie die »Vereinigte Föderation der Planeten«, deren Mitglied die Erde zu Zeiten von Kirk und Spock ist, überhaupt erst entstanden ist. Sie spielt im Jahr 2151, etwa 90 Jahre nach dem ersten Kontakt mit den Vulkaniern[21] und rund 100 Jahre vor TOS. Die Serie beginnt mit der Inbetriebnahme des ersten Raumschiffs mit dem Namen Enterprise NX-01 durch Captain Jonathan Archer, gespielt von Scott Bakula, und seiner Crew und endet schon nach vier Staffeln mit der Gründung der Föderation.

Warum wurde diese Serie relativ abrupt im Jahr 2005 nach nur 98 Episoden beerdigt? Wegen Erfolglosigkeit! Sie wurde einfach von zu wenigen Menschen in den USA angeschaut.[22] Dies heißt nicht, dass man mit ihr kein Geld verdient hätte – nein, das hat man schon. Aber der US-Sender United Paramount Network (UPN), der inzwischen die Rechte an STAR TREK besaß, war der Überzeugung, dass mit einer günstiger zu produzierenden Serie, beispielsweise einer Sitcom, deutlich mehr Gewinn erzielt werden könne, sodass man sich letztlich dafür entschied. Protestaktionen im Internet, die zu Spendensammlungen unter den Fans aufriefen, um das Geld für die Produktion der Serie zusammenzubekommen, hatten zwar beachtlichen Erfolg, doch sie konnten trotz des Einsammelns von ca. einer Million Dollar nicht dazu beitragen, dass ENT fortgesetzt wurde.[23] Mehr als zehn Jahre lang gab es nun keine neue STAR TREK-Serie im Fernsehen. Es tauchten zwar häufiger mal Gerüchte auf, dass etwas Neues geplant sei, aber die Fans wurden immer wieder enttäuscht.

Trotzdem ging es zunächst mit STAR TREK in unerwarteter Weise weiter. Man konzentrierte sich wieder auf das Kino und brachte im Jahr 2009, nach sieben Jahren Pause, einen neuen Film mit dem einfachen Titel »STAR TREK« heraus, der die alte Crew, also Kirk, Spock und »Pille« McCoy, wieder aufleben lassen sollte. Doch wie sollte das geschehen? Die beiden Schauspieler William Shatner und Leonard Nimoy waren schon fast 80 Jahre alt, und die Darsteller von Pille und Scotty, DeForest Kelly und James Doohan, waren bereits gestorben. Der geniale Trick bestand darin, mit Chris Pine und Zachary Quinto Schauspieler zu verpflichten, deren Ähnlichkeit mit Shatner und Nimoy frappierend ist. Man nimmt ihnen ab, dass sie die jungen Kirk und Spock sind, zu einer Zeit, als sich beide noch auf der Akademie der Sternenflotte befanden. Gleichzeitig schickte man die Enterprise in eine alternative Zeitlinie, sodass man auch noch ein größeres Erzählpotenzial hatte. Dieser Film wurde ein voller Erfolg, und es folgte 2013 ein weiterer mit dem Titel »STAR TREK Into Darkness«, der auch die Handlung des zweiten STAR TREK-Films »Der Zorn des Khan« mit aufnahm und weiterspann. Er war daher die optimale Synthese zwischen dem Alten, was die Fans noch kennen, und einer neuen Geschichte, mit der man ein neues Publikum erreichen wollte. Das Einspielergebnis zeigte, dass dies auch hervorragend gelang, sodass im Juli 2016 zum 50-jährigen Jubiläum der 13. STAR TREK-Kinofilm mit dem Titel »STAR TREK Beyond« in die Lichtspielhäuser kommt.

Im November 2015 gab es dann einen weiteren, noch größeren Paukenschlag. Der US-Fernsehsender CBS kündigte an, dass das lange Warten der Fans endlich ein Ende habe und es Anfang 2017 mit STAR TREK auch im Fernsehen weitergehen werde! Man wird eine neue Serie produzieren und so die größte Erfolgsgeschichte, die es in Film und Fernsehen jemals gab, um ein bedeutendes Kapitel weiterschreiben.

 

[1] Die Produktionskosten beliefen sich immerhin auf 630 000 US-Dollar. Der Film galt in den 1980er-Jahren als verschollen, tauchte dann aber wieder auf und wurde in Deutschland das erste Mal im Jahr 1993 von SAT.1 ausgestrahlt.

[2] Wir werden in diesem Buch ebenfalls die entsprechenden Abkürzungen für die Serien verwenden. Weiterhin werden die Episoden so nummeriert, wie sie in offiziellen STAR TREK-Verzeichnissen gelistet sind, und folgen somit nicht immer der Produktionsreihenfolge. Insbesondere bei TOS gibt es hier Unterschiede.

[3] In Deutschland hieß diese Episode »Das Letzte seiner Art«.

[4] Die »Vereinte Föderation der Planeten« wird in der Serie auch immer nur kurz als »Die Föderation« bezeichnet.

[5] Es gab auch noch einen zweiten Grund, warum STAR TREK weitermachen durfte. Die Serie war eine der wenigen, die damals schon in Farbe gedreht wurden. Da NBC ein starkes Interesse an der Einführung des Farbfernsehens hatte, durfte Roddenberry trotz magerer Quoten seine Serie fortsetzen.

[6] Eine Million Briefe überzeugten die Verantwortlichen bei NBC davon, dass die Serie wohl doch mehr Zuspruch genoss, als man allein aus den Einschaltquoten ablesen konnte.

[7] Schon in der ersten ausgestrahlten Folge »The Man Trap« wird dies sehr deutlich. Es geht dabei um eine Lebensform, die Salz zum Überleben braucht. Sie erscheint in der Gestalt von McCoys Jugendliebe und ermordet mehrere Mannschaftsmitglieder nicht aus Bosheit oder anderen niederen Motiven, sondern nur deshalb, weil sie sonst selbst keine Chance aufs Überleben hätte.

[8] Man denke nur an die Serie »Time Tunnel« über zwei Zeitreisende, die sich in einem Zeittunnel befinden, der sie regelmäßig zu markanten Zeitpunkten der Geschichte befördert. Diese Serie wurde bereits nach einer Staffel und 30 Episoden eingestellt. Sie startete am 9. September 1966, also einen Tag nach STAR TREK, beim US-Sender ABC. Kurioserweise heißen in beiden Serien die Hauptfiguren »Kirk«.

[9] Die erste STAR TREK-Convention wurde im Jahr 1972 mit 3 000 Teilnehmern veranstaltet.

[10] Zur Information für die jüngeren Leser: Damals gab es nur drei Fernsehprogramme!

[11] 33 der 39 vom ZDF gekauften Folgen wurden geschnitten. Besonders stark verändert wurde die Folge »Amok Time«, in der sich Spock im sogenannten »Pon Farr«, einer Art »vulkanischer Brunftzeit«, die alle sieben Jahre auftritt, befindet. Da man dies dem deutschen Publikum nicht zumuten wollte, wurde Spock kurzerhand in einen Fieberwahn versetzt, und die ganze Handlung wurde von ihm geträumt. Die Folge hieß beim ZDF deswegen konsequenterweise auch »Weltraumfieber«.

[12] Die unterschiedliche Synchronisation fällt vor allem bei dem Antrieb der Enterprise auf. Während bei der ZDF-Übersetzung vom »Sol-Antrieb« die Rede ist, wird bei der SAT.1-Synchronisation immer der richtige Ausdruck »Warp-Antrieb« verwendet. Dies ist aus physikalischer Sicht ein immens wichtiger Unterschied, wie wir noch sehen werden. In allen anderen STAR TREK-Serien und -Filmen wird daher auch immer korrekt vom »Warp-Antrieb« gesprochen.

[13] Es dauerte noch bis zum Jahr 1999, bis diese Folge erstmalig im deutschen Fernsehen unter dem Titel »Schablonen der Gewalt« gezeigt wurde.

[14] Es handelt sich hierbei natürlich nicht um eines der streng gültigen Naturgesetze aus der Physik, wie wir sie noch kennenlernen werden!

[15] Der deutsche Titel der Serie lautete zunächst »Raumschiff Enterprise – Die nächste Generation«, später dann »STAR TREK – Die nächste Generation«.

[16] Nur der Schiffsarzt Leonard »Pille« McCoy ist als nun 137-jähriger Greis im Pilotfilm von TNG aus TOS übernommen. Bis zum Auftauchen des nächsten TOS-Charakters bei TNG sollten mehr als 100 Folgen vergehen. Mr. Spock erscheint ganz kurz am Ende der 7. TNG-Folge der 5. Staffel, »Wiedervereinigung«, mit anschließendem Cliffhanger. Inzwischen hatte TNG ein völlig eigenständiges Profil gewonnen, sodass TOS-Charaktere als kleine Besonderheit vorkommen konnten. Auch der Chef des Maschinenraums aus TOS, der legendäre Scotty, hat in der 4. TNG-Folge der 6. Staffel, »Besuch von der alten Enterprise«, einen entsprechenden Auftritt.

[17] Die Titel der Filme lauten: »STAR TREK – Der erste Kontakt«, »STAR TREK – Der Aufstand« und »STAR TREK – Nemesis«.

[18] Bei STAR TREK ist das Universum in vier Quadranten aufgeteilt, den Alpha-, Beta-, Gamma- und Delta-Quadranten. Dies wird später noch genauer erläutert.

[19] Einige Südstaatensender weigerten sich damals tatsächlich, diese Folge auszustrahlen!

[20] Allerdings wurde Chekov erst in der zweiten Staffel nach einem Protest von russischer Seite auf der Brücke der Enterprise installiert.

[21] Dieser erste Kontakt mit den Vulkaniern, der durch den ersten Warp-Flug der Menschheit zustande kommt, wird ausführlich im achten Kinofilm »STAR TREK – Der erste Kontakt« beschrieben.

[22] Auch in Deutschland waren die Einschaltquoten sehr mäßig, sodass SAT.1 die Serie schon nach kurzer Zeit auf einen weniger attraktiven Sendeplatz am Samstagnachmittag verbannt hat.

[23] Zum Vergleich: Die Produktionskosten einer ENT-Folge lagen bei etwa 2 Millionen Dollar.

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Interview mit Miriam Meckel

Miriam Meckel erklärt unter anderem was Brainhacking ist, ob wir uns um unsere Autonomie sorgen machen müssen und wie sich die technologischen Entwicklungen mit unserem Bedürfnis nach Privatheit vereinbaren lassen.
News
18. Juli 2017

Drei Piper-Bücher für »Wissensbücher des Jahres« nominiert

Die Zeitschrift »bild der wissenschaft« wählt jährlich die «Wissensbücher des Jahres«. In diesem Jahr stehen drei Piper-Bücher auf der Longlist.
Themenspecial
23. Mai 2016

50 Jahre Star Trek

Wir haben Bücher zum Star Trek-Jubiläum und zum Verkürzen der Wartezeit auf den Kinostart von »Star Trek Beyond« zusammengestellt. So erklärt beispielsweise Metin Tolan in »Die STAR TREK Physik« technische und physikalische Zusammenhänge des Star Trek Universums.