Interview Gaby Hauptmann
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Liebe ist die Antwort!

Der neue Roman von Bestsellerautorin Gaby Hauptmann

Montag, 01. Juni 2015 von Piper Verlag


Anna Dettmer hat mit der Autorin gesprochen und sie zu ihrem neuen Roman »Zeig mir, was Liebe ist« befragt.


Haben Sie selbst am Großglockner Grand Prix 2013 teilgenommen?

Grand Prix 2013 und 2014. Ich schreibe immer gern über das, was ich nachempfinden kann – schon wegen der Atmosphäre, der Umgebung, der Menschen (die verschleierten Frauen in Zell am See), der Gebäude, der Hotels, der Landschaft – wie auf der Fahrt nach Venedig – die Ortsnamen, die Eigenheiten der Pässe, der verlassenen Zollstellen, die Parkgarage in Venedig, die Fahrt nach Ravenna und das Grand Hotel in Ravenna. Nichts wird dem Zufall überlassen, das ist wahrscheinlich die Journalistin in mir … :)

Kam Ihnen dort die Idee zum Roman »Zeig mir, was Liebe ist«?Die Idee kam mir, als auf dem Großglockner neben mir ein Ferrari stand, der auf zehn Millionen geschätzt wurde … vor kurzem wurde übrigens eine Berlinetta 250 für über 37 Mio. Dollar versteigert … und ich überlegte mir, wie es ist, wenn jemand völlig unbedarft mit so einem Geldbatzen unter dem Hintern durch die Weltgeschichte fährt und wenn zudem zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander prallen - in diesem Fall Valentin und Leska. Denn wenn ein Fünzigjähriger sein Schätzchen ausfährt, ist das sicherlich anders, als wenn zwei Heranwachsende einfach Gefallen an einer Idee finden – kurz nach Italien, um dort am Meer einen Rotwein zu trinken. Im so einem Fall (wie bei Valentin und Leska) ist der Ferrari nur Mittel zum Zweck, könnte auch ein Volvo Kombi sein :)


Wieviel von Leska steckt in Ihnen selbst?

Mir sind Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen, von Grund auf sympathischer als Menschen, für die das Leben wie ein Teppich ausgerollt wird. Wie Leska, das Mädchen, das alles in sich aufnehmen möchte, aber nicht darf, im Gegensatz zu der Übersättigung mancher Jugendlicher, denen alles geboten wird, die aber nichts wollen (außer vielleicht zu Hause am PC zu sitzen und in einer virtuellen Welt zu leben). Leska, die „Kanalratte“, ist mir von ihrer Struktur her sehr nah. Eine Kämpferin war ich immer, auch wenn mir meine Eltern – soweit es in ihrer Macht stand – alles geboten haben. Vor allem die Freiheit, selbst über mich und mein Leben zu entscheiden. Und dies von frühester Kindheit an. 

Ich mag aber auch Valentin. Er hat materiell alles und jede Bildung wird ihm geboten, aber tief in seinem Herzen spürt er, dass ihm entscheidende Dinge fehlen: Elternliebe und Eltern, die ihm Zeit geschenkt hätten. Er fühlt sich lediglich als Trophäe seiner Eltern, als etwas, das irgendwie zum Status dazu gehört. Seine innere Leere kann er damit nicht füllen. Trotzdem ist er ein liebenswürdiger und warmherziger Mensch geworden.  

Wie kamen Sie darauf, Gedichte zu zitieren? Wie haben Sie die Auswahl vorgenommen?

Ich finde, das macht Leska aus. Sie ist ein Schöngeist, der täglich ums Überleben kämpfen muss – und kaum hat sie einen Lichtblick, wie ihr  verdientes Geld auf Ibiza, kommt der nächste Boxring. Dazu kommt, das manche Gedichte mehr aussagen als ein ganzer Artikel: Wenn ich an den „Panther“ von Rilke denke, schnürt es mir jedes Mal den Magen zu. Er beschreibt diesen Drang nach Freiheit, diese Hoffnungslosigkeit zum Schluss unglaublich gut – es passt zu meiner Lebensanschauung, dass Tiere nicht in einen Käfig gehören. Genauso wie Goethes  »Gefunden«. Klar geht es eigentlich um seine spätere Frau Christiane, dem »Blümchen«. Aber es trifft eben auch auf alle Menschen zu, die wahllos Pflanzen ausreißen, wo sie doch blühend in der Natur am schönsten sind. Die Auswahl? Aussagekräftige Gedichte habe ich schon immer gemocht und hatte eine ziemliche Ahnung, was gerade zu welchem Thema oder zu welcher Stimmungslage passen könnte.

»Das Leben ist zu kurz für Kompromisse« – würden Sie diesem Ausspruch zustimmen?

Gewisse Kompromisse muss jeder eingehen, vor allem in einer Partnerschaft, denn zwei überzeugte Individualisten streben sonst nach kurzer Zeit wieder auseinander, jeder in seine Richtung.  Ich bin nur dagegen, dass einer den Ton angibt und der andere wie sein Schatten hinterher schleicht. In so  einer totalitären Beziehung bleibt kein Platz für einen Kompromiss - einer bleibt auf der Strecke. So gesehen bin ich eher ein Mensch, der einen Kompromiss sucht – solange er mich nicht übermäßig einschränkt :)

Ist eine Verfilmung von »Zeig mir, was Liebe ist« geplant? Die Story bietet sich dafür an.

Ja, finde ich auch. Mal sehen, was kommt … :)

Vielen Dank!

Ich danke auch,


Mit herzlichem Dank an Anna Dettmer und Gaby Hauptmann


Blick ins Buch
Zeig mir, was Liebe istZeig mir, was Liebe ist

Roman

Ist Geld wirklich alles? Findet Leska nicht. Valentin schon. Er kommt aus einer reichen Familie, und der Überfluss ist für ihn selbstverständlich. Bis er Leska trifft - und spontan mir ihr im Ferrari seines Vaters durchbrennt. Bloß: der seltene Oldtimer ist mehr als 10 Millionen wert. Und während sich Valentin und Leska auf ihrem verbotenem Ausflug nach Italien immer näher kommen, muss er bald feststellen, dass sie nicht allein unterwegs sind - und seine Leska mindestens noch einen Grund hatte, mit ihm durchzubrennen ...
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Sie war sich nicht sicher, ob sie ihn leiden konnte. Seine ganze überspannte Familie, die vor allem sich selbst im Kopf hatte. Der Abend strotzte nur so vor Geistlosigkeit, und Leska verkniff sich ein Gähnen. Ihr Blick glitt vom festlich weiß gedeckten Tisch durch die großen Fenster auf den See, der kleine Schaumkronen trug und am gegenüberliegenden Ufer von sanft aufsteigenden Bergen begrenzt wurde. Rot-weiß gestreifte Fahnen flatterten im Wind, ansonsten rührte sich auf der üppig mit Blumen geschmückten Terrasse nichts. Sie war menschenleer. Leska fragte sich, wo sie jetzt lieber wäre. Aber es fiel ihr nichts ein, sie musste ja froh sein, dass sie hier sein durfte, reichlich zu essen bekam und vielleicht heute Nacht ein Dach über dem Kopf hatte. Ein leichtes Unbehagen signalisierte ihr, dass sie beobachtet wurde. Sie sah nach rechts und begegnete Valentins Blick. Er hatte sie am Nachmittag in Zell am See aufgegabelt. Einfach so. Zwischen all den urlaubenden verschleierten Frauen aus muslimischen Ländern war sie vielleicht die Einzige gewesen, deren Gesicht er sehen konnte, anders war es nicht zu erklären, denn besonders hübsch fand sie sich im Moment nicht. Eher ausgelaugt, müde, traurig. Sie hielt seinem intensiven Blick stand. Die Tiefe seiner dunkelbraunen Augen, sein offenes Gesicht, sein sanftes Lächeln schienen ihr im Moment das Einzige zu sein, was Halt versprach. Und sein Alter. Sie lagen nur drei Monate auseinander, sie Zwilling, er Löwe, beide 23. Sie hatten sich zwischen all dem Wahnsinn knatternder Oldtimer, enthusiastischer Fans, fachsimpelnder Fahrer auf dem Platz vor dem Congress Center gefunden. Das heißt, dachte Leska, sie war da ja nur durch Zufall hingeraten, mehr oder weniger auf der Durchreise. Aber da hatte Valentin schon quasi vor ihr gekniet, mit einer Startnummer in der Hand, die er nach den ausführlichen Anweisungen eines Mannes auf die Seitentür eines roten Auto kleben sollte: »Pass auf, dass es keine Blasen gibt!« Und: »Schau, dass es nicht schräg hängt!« Und: »Sie sollten auf beiden Türen in etwa auf der gleichen Stelle sein!« Und: »Pass auf den Lack auf!« In dem Moment trafen sich ihre Blicke. Er in der Hocke, sie stehend, abwartend, fasziniert von dem, was wichtig sein könnte. Ihr waren völlig andere Dinge wichtig, wo sie ihre nächste Mahlzeit herbekam, zum Beispiel. Oder wo sie schlafen konnte. Oder überhaupt, wie ihr Leben weitergehen sollte. Und da saß einer und jonglierte mit einer auf Kunststoff gedruckten schwarzen Nummer, als ob das das Wichtigste auf der Welt sei.

»Kannst du mal prüfen, ob die Nummer auf beiden Seiten gleich hoch ist?«, fragte er sie, als ob sie dazugehörte. Leska überlegte kurz, dann nickte sie und ging vor dem Auto hin und her, um beide Türen sehen zu können. »Etwas höher«, wies sie ihn an. »Und etwas weiter nach vorn!« Schließlich: »Ja, so passt es!«

Der Mann wandte sich ihr zu. Sein rotes Polohemd spannte über dem Bauch, und seine welligen weißen Haare fielen füllig in den Kragen. »Und zu wem gehörst du?«

»Zu wem?« Leska reckte sich. »Zunächst mal zu mir selbst.«

»Er meint, zu welchem Team«, erklärte Valentin und stand auf. Er war größer, als sie gedacht hatte. Und die Lässigkeit seiner Kleidung war wohlüberlegt. Ein reicher Schnösel, schoss es Leska durch den Kopf. Nichts für mich.

Und jetzt saß sie hier. Mit Valentins Vater, der sich zum Dinner umgezogen hatte und einen weißen Leinenanzug über einem giftgrünen Hemd trug, und mit seiner Mutter, die sich in ein schwarzes Kleid gezwängt hatte, das kein Atmen mehr zuließ. Und mit der weiteren Familie, dem Onkel und dessen Frau. Ihr war langweilig, die Gespräche waren langweilig, und alles, was es zu essen gab, mochte sie nicht. Sie wollte weder Austern noch Hummer und beruhigte ihren hungrigen Bauch mit viel Brot und Beilagen. Valentin blinzelte ihr zu, und sie fragte sich, was sie hier eigentlich suchte.

»Wollen wir mal kurz raus?«, fragte er. »An die frische Luft?«

»Gleich kommt der dritte Gang«, mahnte seine Mutter.

»Bis dahin sind wir wieder zurück!«

Leska stand auf. Sie hatte ein leichtes schwarzes Kleid an, das nach Seide aussah, aber aus Polyester war. Dazu trug sie schwarze Ballerinas. Und was die Kleidung nicht hergab, wurde durch ihre Jugend ausgeglichen, das wusste sie, als sie die prüfenden Blicke der Tischgesellschaft auf sich spürte. Sie lächelte und ging bewusst aufrecht neben Valentin hinaus.

»Und so ein Zweierzelt mit deiner Freundin, ist das die Erfüllung?«

Sie standen an der weißen Balustrade und sahen auf den See hinaus. Langsam wurde es dunkel, und Leska spürte so etwas wie Romantik aufkommen. So ein Gefühl hatte sie lange nicht mehr gehabt. Jetzt fehlen nur noch Kerzen und Eros Ramazzotti, dachte sie ironisch.

»Es ist mal etwas ganz anderes«, sagte sie. »Back to the roots, zurück zu den Wurzeln, haben wir uns gesagt. Das ist erdverbunden, nah dran, anders.«

»Sehr erdverbunden, stelle ich mir vor …«

»Man hat eine Plane dazwischen …« Sie lächelte. »Und darüber eine Isomatte.«

»Hört sich hart und steinig an!«

»Kann auch schön sein!«

»Ich könnte dir ein weiches Bett bieten.«

Er sah sie an. Leska machte keinen einzigen Schritt auf ihn zu. Selbst wenn sie ihren Arm ausgestreckt hätte, hätte sie ihn nicht berühren können. »Natürlich ohne Wurzeln«, fügte er an.

»Zwei Tannenwurzeln groß und alt / Unterhalten sich im Wald. / Was droben in den Wipfeln rauscht, / Das wird hier unten ausgetauscht. / Ein altes Eichhorn sitzt dabei / Und strickt wohl Strümpfe für die zwei. / Die eine sagt: knig. Die andre sagt: knag. / Das ist genug für einen Tag.«

Es war kurz still. Valentin legte den Kopf schief. »Und was ist jetzt das?«

»Nicht was, sondern wer: Christian Morgenstern. Ist mir spontan eingefallen.«

»Ist dir spontan eingefallen«, wiederholte er.

»Und du?«, fragte sie. »Was machst du so im Leben?«

»Ich kann jedenfalls kein einziges Gedicht auswendig. Ich muss Zahlen studieren.«

»Ich habe heute Abend nur Zahlen gehört.«

»Ja, mein Vater redet gern übers Geschäft. Und sein Bruder auch.«

»Sie sehen sich überhaupt nicht ähnlich.«

»Sie wollen sich auch nicht ähnlich sein.«

»Und warum nicht?«

Valentin überlegte. »Mein Onkel ist der Bonvivant, sagt mein Vater. Ständig unterwegs, schöne Autos, junge Frauen, dicke Jacht, ein Leben auf großem Fuß.«

»Er ist doch verheiratet?«

Valentin verzog kurz den Mund. »Ja, mit sich.«

Leska dachte an ihre Eltern. Aber den Gedanken verbot sie sich sofort wieder. Mit dem Thema hatte sie abgeschlossen. Wenn etwas immer nur schmerzt, muss man es von sich fernhalten, sonst killt es einen.

»Und was macht deine Mutter?«

»Meine Mutter?«

Leska betrachtete Valentin. Er sah sensibel aus. Der geschwungene Mund, die schmale Nase mit den geblähten Nasenflügeln, das Kinn, nichts war grob an seinem Gesicht, alles eher fein geschnitten. Dazu passten auch seine dunkelbraunen Haare, die ihm jetzt in die Stirn fielen.

»Ja, deine Mutter.«

»Sie schaut, dass der Laden läuft.«

»Der Laden?«

»Na ja, dass das Haus läuft, die Angestellten funktionieren, die Fahrer und Piloten an Ort und Stelle sind, dass mein Studium und das Drumherum rechtzeitig bezahlt werden, die ständigen Erledigungen eben.«

»Dann leben deine Eltern doch auch auf ziemlich großem Fuß?«

»Schon. Aber mein Vater ist der Geschäftsmann, der kümmert sich ums Verdienen. Und meine Mutter sorgt dafür, dass die internen Dinge funktionieren.«

»Das hört sich ziemlich stressig an …«

Er antwortete nicht, sondern sah sie nur an.

»Leska, du bist ein sonderbares Mädchen.«

»Valentin, du bist ein sonderbarer Junge.«

Und dann küssten sie sich.

Sein Angebot, bei ihm im Hotel zu schlafen, lehnte sie ab. Obwohl sie gern mal wieder in einem richtigen Bett geschlafen hätte, erschien es ihr falsch. Ihr Bauch sagte ihr, dass sie ihre Geschichte durchziehen musste, egal wie. So nahm sie nach dem Dessert und einem väterlichen Monolog über die Vorzüge des Grappa aus der Distilleria Levi Serafino, sprich des Grappa-Papstes Romano Levi, Reißaus. Dieser Grappa sei so exklusiv, dass Kenner Hunderte von Euro für eine einzige Flasche zahlten, erklärte er so inbrünstig, als redete er über ein Heilmittel gegen eine grassierende Seuche. Leska wusste, dass sie entweder bald ausfällig werden würde, oder auf der Stelle gehen musste. Valentin zuliebe entschied sie sich für Letzteres. Er begleitete sie hinaus und wollte sie unbedingt zu ihrem Campingplatz fahren. Sie lehnte ab. »Lass nur, die Luft tut mir gut, ich kann ein bisschen Bewegung gebrauchen.«

»Dann gehe ich mit.«

»Ich möchte allein sein. Das brauch ich jetzt.« Sie nahm sein Gesicht in ihre Hände. »Das ist nichts gegen dich. Das ist etwas für mich.«

Er beugte sich für einen Kuss zu ihr hinab, aber auch den kürzte sie ab. »Du hast meine Handynummer«, sagte sie schnell. Er nickte und sah ihr nach, wie sie die Treppen des Grand Hotels hinunterging und über den Bahnsteig in Richtung Innenstadt verschwand. Sie drehte sich nicht um. Erst, als sie wusste, dass er verschwunden war, ging sie zurück und bat an der Rezeption um ihren Rucksack.

Die Nacht war lau, und Leska versuchte, einen Fußweg entlang des Sees zu finden. Irgendwo würde eine Parkbank auftauchen, das lehrte die Erfahrung. Doch die erste war besetzt und das Pärchen sichtlich erschrocken, als sie so unvermittelt auftauchte. Sie tat, als hätte sie nichts gesehen, und schnürte so schnell und leise wie ein Fuchs vorbei. Ein paar Hundert Meter weiter fand sie einen guten Platz: windgeschützt hinter einer mannshohen Hecke in einem Garten. War es ein Privatgrundstück? Ein privater Park? Sie war durch ein Loch in der Hecke hineingeschlüpft und sah sich um, aber ein Haus konnte sie in der Dunkelheit nicht erkennen. Egal, wenn sie früh aufstand, war sie weg, bevor Zell am See erwachte. Sie kramte ihren dicken Jogginganzug aus ihrem Rucksack, füllte einen Becher aus der Mineralwasserflasche, putzte sich die Zähne und überlegte, ob sie noch in den See sollte. Weit konnte er nicht sein, sie meinte sogar, ihn riechen zu können. Zumindest aber hörte sie die Wellen ans Ufer schlagen. Dann verschob sie den Plan auf den Morgen, legte sich ihr kleines Kissen und den dünnen Schlafsack zurecht und schlüpfte hinein. Gibt es etwas Schöneres, als unter freiem Himmel zu schlafen?, dachte sie mit offenen Augen. Der Sternenhimmel über ihr war grandios. Und zum Greifen nah. Als eine Sternschnuppe vorbeisauste, überlegte sie, was sie sich wünschen sollte. Aber es gab im Moment so vieles, was in ihrem Leben nicht stimmte, dass sie den Überblick verlor. Über diesen Gedanken schlief sie ein.

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