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Vielleicht wollte er gar nicht schweigen, er fand bloß die Worte nicht
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Beschreibung
Der Vater stammt aus einer jüdischen Berliner Familie, er hat Auschwitz überlebt. Die Mutter war ein BDM-Mädel aus Vorpommern. Eine deutsch-jüdische Verbindung des Nachkriegsdeutschlands – so ungewöhnlich wie ihre Kinder: eine seltene Mischung. Doch über die Geschichte herrschte Schweigen.
Hatte der Vater nicht doch recht, wenn er sagte „Lass niemanden über dich etwas wissen“?
Reflexionsstark, feinfühlig und mit subtilem Humor tastet Schoeneberg die Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein ab. Hatte der Vater nicht doch recht, wenn er sagte „Lass niemanden über dich etwas wissen“? Sind das die…
Der Vater stammt aus einer jüdischen Berliner Familie, er hat Auschwitz überlebt. Die Mutter war ein BDM-Mädel aus Vorpommern. Eine deutsch-jüdische Verbindung des Nachkriegsdeutschlands – so ungewöhnlich wie ihre Kinder: eine seltene Mischung. Doch über die Geschichte herrschte Schweigen.
Hatte der Vater nicht doch recht, wenn er sagte „Lass niemanden über dich etwas wissen“?
Reflexionsstark, feinfühlig und mit subtilem Humor tastet Schoeneberg die Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein ab. Hatte der Vater nicht doch recht, wenn er sagte „Lass niemanden über dich etwas wissen“? Sind das die Lehren aus dem auf den Straßen Neuköllns erschallenden Jubel über das Massaker des 7. Oktober?
So hat noch kein Nachfahre über Auschwitz geschrieben.
„Ein Buch von atemberaubender Intensität, das mich völlig in seinen Bann gezogen hat. So hat noch kein Nachfahre über Auschwitz geschrieben. Die persönliche Erzählung vermittelt die geschichtlichen Tatsachen mit einer Tiefe und Unmittelbarkeit, die sie nachfühlbar macht.“ Marianne Rosenberg
„So, wie es aussah, hatte mein Vater etwas zu verbergen.“
»Mein Vater war anders. Vielleicht war er schwul. Das hätte alles erklärt. Jedenfalls wurde um sein Anderssein ein riesiges Brimborium gemacht. Obwohl das Brimborium eben darin lag, kein Brimborium zu machen. Von der Mutter waren wir beizeiten eingeschworen, den Vater auf keinen Fall mit Fragen zu behelligen, denn jede Frage wäre eine Quälerei. Auch gab es eine nicht ausgesprochene, doch immer im Raum stehende Verschwiegenheitsverpflichtung, bloß nichts über den Vater nach außen zu tragen. Eine kleine familiäre Omertà, die alle im Schweigen verband. So, wie es aussah, hatte mein Vater etwas zu verbergen.«





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