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Der letzte GastDer letzte Gast

Der letzte Gast

Kriminalroman

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Der letzte Gast — Inhalt

München. Ein Tag wie jeder andere. Die Dogwalkerin Mia bringt Coco, den Pudel ihrer schwer kranken Kundin Berna, zurück. Die alte Dame erwartet sie bereits an der Tür, sie wirkt benommen und fahrig, behauptet, ihr Neffe sei zu Besuch, und schickt Mia mit der Bitte fort, in zwei Stunden noch einmal wiederzukommen. Später reagiert sie jedoch nicht auf ihr Klingeln. Alarmiert dringt Mia in das Haus ein und findet dort Spuren einer heftigen Auseinandersetzung. Sie entdeckt Berna, die erdrosselt in ihrem Bett liegt. Von diesem Moment an ist sie für die Polizei eine wichtige Zeugin – und für den Täter eine ernst zu nehmende Gefahr.

€ 10,00 [D], € 10,30 [A]
Erschienen am 02.12.2019
384 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-31477-0
€ 12,99 [D], € 12,99 [A]
Erschienen am 02.05.2018
384 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-99027-1
Sabine Kornbichler

Über Sabine Kornbichler

Biografie

Sabine Kornbichler, geboren 1957, wuchs an der Nordsee auf und arbeitete in einer Frankfurter PR-Agentur, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Schon ihr Debüt „Klaras Haus“ war ein großer Erfolg, ihr Kriminalroman „Das Verstummen der Krähe“ wurde...

Pressestimmen
Ruhr Nachrichten

„Spannender Krimi.“

angisbuecherkiste.blogspot.com

„(…) ein Pageturner der Extraklasse.“

Kommentare zum Buch
Wer Leben nimmt
Anyah Fredriksson am 10.06.2018

Mia Kaminski arbeitet als Hundetrainerin und Dogwalkerin in München. Eine ihrer Kundinnen, die 69jährige Berna Kiening, Besitzerin einer Zwergpudeldame Coco, ist schwer an der Nervenkrankheit ALS erkrankt. In vier Wochen steht ihr Termin zur Sterbehilfe in der Schweiz an. Als Mia Berna tot auffindet, ist ihr erster Gedanke, dass die alte ihren Entschluss früher in die Tat umgesetzt hat, denn deren Familie war nicht mit ihrer Entscheidung einverstanden und hatten sogar mit Entmündigung gedroht. Doch die herbeigerufenen Ärzte, sprich Notarzt sowie der Hausarzt Bernas, stellen schnell fest, dass Berna ermordet wurde. Wie sinnlos und brutal, wo sie selbständig aus dem Leben treten wollte? Schnell gerät Bernas Neffe Nico, mit dem Mia vor einiger Zeit ein paar Monate lang liiert war, unter Verdacht und Mia selbst gerät in die Schusslinie.   Der Autorin Sabine Kornbichler ist es wieder einmal gelungen, eine subtile Spannung aufzubauen und mir damit die gesamte Lesedauer über eine Gänsehaut zu verpassen. Die Geschichte ist perfekt erzählt und ich hatte immer wieder einmal den einen oder anderen der mitspielenden Figuren im Verdacht, die Auflösung hat mich dann mächtig beeindruckt und überrascht. Alle Charaktere sind hervorragend angelegt, und selbst die Vierbeiner sind eigenständige kleine Persönlichkeiten, die man einfach liebhaben muss. Alle Positionen sind glaubhaft und authentisch besetzt und kurbeln die Hochspannung wie auch die Geschichte selbst an. Die Sprache der Autorin gefällt mir prächtig, ist sie doch ausgewogen und erwählt. Mit ihrem Schreibstil zieht mich Sabine Kornbichler immer wieder auf's Neue in ihren Bann.   Nur zu gerne vergebe ich hier die volle Punktzahl: fünf von fünf möglichen Punkten und spreche eine absolute Leseempfehlung aus. Leser werden mit einzigartiger Spannung und hohem Niveau belohnt. Ein Buch, das mich außerordentlich gut unterhalten hat, ein Pageturner der Extraklasse. Aber auch Hundeliebhaber kommen nicht zu kurz, Mias Arbeit mit den Vierbeinern und ihr schönes wie besonderes Verhältnis kommt klar zum Vorschein.

Mia Kaminski - die etwas andere Ermittlerin
Gaby Hochrainer am 07.06.2018

Maria-Antonia "Mia" Kaminski, 34, verdient sich in München als Dogwalkerin ihren Lebensunterhalt. Berna Kiening, 69, eine ihrer Kundinnen mit Pudel Coco beabsichtigt wegen ihrer unheilbaren Nervenkrankheit in 14 Tagen in der Schweiz ihrem Leben ein Ende setzen zu lassen. Ihre Schwester, ihre beiden Neffen und ihre Nichte versuchen alles um ihr diese Idee auszureden. Wollen sie evtl. sogar entmündigen lassen. Die kommenden 2 Wochen will Berna nun noch nutzen um sich von Freunden zu verabschieden und noch einmal die Stellen aufsuchen, die ihr besonders am Herzen liegen. Doch dann ist Berna tot, stranguliert, und das kurz nachdem sie sich an der Haustür, wie Mia es scheint, endgültig von ihr verabschiedet hat. Mia stellt die letzten Worte von Berna an sich infrage und versucht auf eigene Faust den Mörder ausfindig zu machen. Hat der machtbesessene und skrupellose Neffe Nikolai Nawrath etwas mit dem Tod der alten Dame zutun? Oder liegt es an dem Testament, das zur Unterschrift beim Notar bereit liegt? Die Beweislage scheint eindeutig, aber Mia bekommt immer mehr Zweifel und merkt bei ihren "Schnüffeleien" nicht, wie sie sich selbst immer wieder in Gefahr bringt.   Der Kriminalfall, den mir Mia aus ihrer Sicht in allen Einzelheiten schildert, scheint eindeutig. Der Beschuldigte hat ein Motiv, die Indizien sind eindeutig, aber sie hat ihre Zweifel. Und die begleiten sie und mich durch einige Wendungen bis zur endgültigen Auflösung. Spannungsgeladen ab der ersten Seite, unterbrochen durch die Schilderungen der Hunde, die Mia betreut und von denen einer eine ganz besondere Rolle hier spielt, düse ich nur so durch die Seiten. Ich bin mit Mia ohne es zu wissen immer mal wieder ganz nahe am Mörder dran. Was mich zum Schluss sogar etwas erschreckt hat. Hier am Ende löst sich alles sehr real auf und ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist. .   Ich finde es toll mit Mia mal einer ganz anderen Art von Ermittlern zu begegnen. Sie reagiert oft so ganz anders als ich es z.B. von den beiden Kriminalermittlern, die hier auch tätig sind, gewohnt bin. Was aber auch dafür sorgt, dass ich oft denke: So doch nicht Mädel. Aber sie macht ihre Sache im Großen und Ganzen sehr gut. Ich habe sie mit ihrer aufrichtigen, gradlienigen und herzlichen Art sofort ins Herz geschlossen. Genau so wie Greta, eine Dame, die mit ihrer Tochter in der Wohnung über ihr wohnt. Warum, das werdet ihr beim Lesen sehr schnell heraus bekommen. Und natürich die Hunde, mit denen ich durch den Englischen Garten und am Eisbach entlang streife und die den Kriminalfall etwas auflockern. Auch die anderen Protagonisten kann ich mir gut vorstellen und meine Sympathien bzw. Antipathien, die es auch gibt, sind schnell verteilt. Die bildhaften Beschreibungen, die immer wieder vorkommen, tragen dazu bei, dass mein Kopfkino ständig routiert.   Das die Geschichte in München spielt hat mich von daher fasziniert, dass ich alle Wege, die Mia mit ihren Hunden oder mit Greta geht, im Geiste mit gehen kann. Denn hier kenne ich mich aus. Da macht mir das Lesen noch einen Tick mehr Spaß. Und als Nicht-Münchner bekommt man den Beschreibungen z.B. vom Odeonsplatz oder dem Hofgarten bestimmt Lust, sich das auch mal anzuschauen.   Was meinen Augen aufgefallen ist, ist die vergleichsweise große Schrift, die sie als sehr angenehm empfunden haben.   Zum Schluss noch ein Zitat, das mir sehr gut gefallen hat: „Das Leben meisterst du nur, wenn du schwimmst, nicht, wenn du alles nur vom Beckenrand aus beobachtest.“   Spannende Unterhaltung, ein Kriminalfall bei dem ich mittendrin bin und miträtseln kann und ein Schreibstil, der mich an die Seiten fesselt – das alles hat dieser wieder sehr gute Kornbichler-Krimi.

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