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Call of Crows - EntfesseltCall of Crows - Entfesselt

Call of Crows - Entfesselt

Roman

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Call of Crows - Entfesselt — Inhalt

Spätestens seit »Thor« wissen wir: nordische Götter können ziemlich sexy sein! In G. A. Aikens neuer Urban-Fantasy-Reihe »Call of Crows« senden die Asen ihre Boten ins L.A. der Neuzeit, um die Welt vor der drohenden Ragnarök zu bewahren. Doch bei einem Haufen wilder Wikinger und kampflustiger Kriegerinnen sind gewisse »Spannungen« vorprogrammiert ... Niemand weiß besser als Vig Rundstrom: auch Odins Krieger brauchen ab und zu mal einen Kaffee. Erst recht, wenn der von einer heißen Barista wie Kera Watson serviert wird. Als Vig mitansehen muss, wie Kera nach ihrer Schicht überfallen und ermordet wird, beschließt er, sie zu retten. Doch Ex-Marine Kera ist sich nicht sicher, was sie von dieser Rettung halten soll. Als »Krähe« der Norne Skuld soll sie fortan den Weltuntergang verhindern. Nur scheinen ihre neuen Kampfgefährtinnen so gar nichts von Disziplin zu halten. Und dann wäre da noch Vig, der sie ständig von ihrer Arbeit ablenkt ...


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€ 9,99 [D], € 10,30 [A]
Erschienen am 02.05.2016
Übersetzt von: Karen Gerwig
416 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-28082-2
€ 8,99 [D], € 8,99 [A]
Erschienen am 02.05.2016
Übersetzt von: Karen Gerwig
416 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-97288-8

Leseprobe zu »Call of Crows - Entfesselt«

Kapitel 1

 

Sie wusste nicht, was sie geweckt hatte.

Blitz und Donner draußen vor dem Schlafzimmerfenster? Das kam zu Beginn eines Sommers in L. A. selten vor, vielleicht war es also das. Oder die Tatsache, dass sie in einem fremden Bett lag. Oder dass sie nackt in einem fremden Bett lag.

Vielleicht war es auch das Quietschen der Schlafzimmertür, als sie vorsichtig geöffnet wurde.

Nach mehr als einem Jahrzehnt als United States Marine schlief Kera nicht mehr so tief wie früher als Jugendliche. Sie hatte Einsätze im Nahen Osten gehabt und auf alles [...]

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Kapitel 1

 

Sie wusste nicht, was sie geweckt hatte.

Blitz und Donner draußen vor dem Schlafzimmerfenster? Das kam zu Beginn eines Sommers in L. A. selten vor, vielleicht war es also das. Oder die Tatsache, dass sie in einem fremden Bett lag. Oder dass sie nackt in einem fremden Bett lag.

Vielleicht war es auch das Quietschen der Schlafzimmertür, als sie vorsichtig geöffnet wurde.

Nach mehr als einem Jahrzehnt als United States Marine schlief Kera nicht mehr so tief wie früher als Jugendliche. Sie hatte Einsätze im Nahen Osten gehabt und auf alles vorbereitet zu sein lag ihr inzwischen im Blut. Doch es war nicht nur der Feind gewesen, nach dem sie Ausschau halten musste. Manchmal hatte sie sich leider auch vor anderen Marines schützen müssen. Vor Männern, die es eigentlich besser hätten wissen müssen.

Das alles hatte sie jedoch dummerweise vor mehr als anderthalb Jahren hinter sich gelassen. Jetzt arbeitete sie in einem Café. Sie bereitete überteuerten Kaffee zu und verkaufte überteuertes Gebäck an Leute, die glaubten, sie würden ohne ihre regelmäßige Dosis Koffein den Tag nicht überstehen.

Wo verdammt noch mal war sie also?

Im Moment wusste Kera es nicht. Sie erinnerte sich nur noch daran, dass sie im Café den Müll rausgebracht hatte, weil keiner der Möchtegern-Schauspieler, Models und Sänger, mit denen sie arbeitete, je seinen faulen Hintern bewegte und es selbst machte. Also hatte Kera es getan. Und dann … und dann …?

Jemand beugte sich über sie. Zu dicht. Es war ein Mann. Sie mochte es nicht, wenn ihr Männer, die sie nicht kannte, so nahe kamen. Das weckte unangenehme Erinnerungen, die ihre Muskeln zucken ließen. Ihre Nackenhaare stellten sich auf.

Kera konnte warten, ob er einfach wieder ging, aber »abwarten« hatte nie zu ihren Stärken gehört.

Er berührte sie nicht, doch er beugte sich noch etwas weiter vor. Als versuchte er, ihr ins Gesicht zu schauen.

»Muss ein neues Mädchen sein«, murmelte er.

»Snorri!«, rief jemand draußen im Flur. »Beweg dich! Uns läuft die Zeit davon!«

Die Zeit wofür? Und wer verdammt noch mal nannte sein Kind »Snorri«? Hing da der Haussegen schief? Und in welchem Haus befand sie sich? Kera versuchte, sich zu erinnern … an irgendwas. Doch ihr Hirn fühlte sich merkwürdig vernebelt an. Als wäre es mit einem Tuch bedeckt, durch das sie nicht deutlich sehen konnte.

Das sah ihr nicht ähnlich. Sie war für ihr hervorragendes Gedächtnis bekannt und für ihre Fähigkeit, schnell zu analysieren und entsprechend zu reagieren.

Gott, wie sie die Marines vermisste. Es war kein leichtes Leben gewesen. Um genau zu sein war es ziemlich hart gewesen. Hart, aber lohnend.

Du stirbst.

Nein, das tat sie nicht. Kera starb nicht.

Das ist dein letzter Atemzug. Also musst du eine Wahl treffen.

O Gott. Das hatte sie zu Kera gesagt. Die verschleierte Frau, die bei dem großen Baum gestanden hatte. Groß und von Kopf bis Fuß in einen hauchdünnen Schleier gehüllt, der es trotzdem schaffte, alles zu verbergen. Außerdem war irgendetwas an der Frau anders gewesen. Etwas, das Stärke und Intelligenz ausstrahlte … und Macht.

Gott, wer war diese Frau? Wie hieß sie? Wie hieß …

Mein Name ist Skuld. Und ich biete dir die Chance auf ein zweites Leben. Wirst du sie annehmen? Wirst du dich uns anschließen?

Und Keras Antwort war gewesen … Unter einer Bedingung.

Unter einer Bedingung? Was für eine Bedingung? Auf welcher Bedingung hatte Kera bestanden? Sie konnte sich nicht erinnern. Warum konnte sie sich nicht erinnern?

Der Mann warf einen Blick auf die halb offen stehende Tür, doch diejenige, die mit ihm gesprochen hatte, war fort.

»Anstrengende Kuh«, sagte er leise. »Ständig scheucht sie einen herum. Aber ich tue, was ich will.«

Er wandte sich wieder Kera zu und da hörten sie es beide: das leise Knurren neben Kera, den großen Körper, der sich vom Bett erhob und sich über sie hinwegschob, um den Mann wütend anzuknurren, der ihr zu nahe war.

Kera konnte nicht behaupten, dass sie das Aussehen des Tieres erkannte, das den Mann warnend anknurrte. Doch sie kannte es. Wie konnte es auch anders sein? Sie waren seit dem Tag, an dem Kera die Kreatur gerettet hatte, zusammengeblieben. Doch damals hatte sie anders ausgesehen. Ein armer, misshandelter Pitbull, dem ein Teil der Schnauze und die meisten Zähne fehlten. Ein Weibchen von kaum mehr als zwanzig Kilo, das für die Zucht benutzt und dann in der Nähe einer Lagerhalle in Keras Nachbarschaft zum Verrotten an einen Lastwagenmotor gebunden worden war.

Das hier war nicht derselbe Hund, wie er nun über Kera aufragte, und dennoch … war er es. Es war Brodie. Keras geliebter Hund, den sie … den sie …

»Unter einer Bedingung«, hatte sie der verschleierten Frau gesagt. »Ich muss meinen Hund mitnehmen.«

Unergründliche Augen hatten sie über den Schleier hinweg finster angeblickt. »Was?«

»Ich nehme Ihr Angebot an … aber nur, wenn ich meinen Hund mitbringen darf. Kein Hund, kein Deal.«

»Ist das dein Ernst? Du bist bereit, deine Chance auf ein zweites Leben für einen Hund aufzugeben?«

»Ich werde nicht ohne Brodie gehen.«

Die Frau hatte die Arme vor der Brust verschränkt und etwas gehalten, das aussah wie eine Gießkanne … was, milde ausgedrückt, komisch aussah.

»Du weißt aber schon«, fragte die Frau Kera, »dass du mit einem Messer in der Brust vor mir stehst, oder? Wenn ich dich jetzt so zurückschicke, ist es vorbei. Kein zweites Leben. Kein Festmahl in Walhall. Kein Ragnarök. Das verstehst du doch, oder?«

»Eigentlich nicht. Ich weiß nicht, was Walhall und Ragnarök damit zu tun haben. Ich weiß nur, dass ich ohne Brodie nirgendwo hingehe. Ich verlasse sie nicht. Sie kommt mit oder ich gehe nicht. So einfach ist das.«

»Du würdest alles, was ich dir anbiete, für einen Hund aufgeben?«

»Sie war für mich da, als es sonst keiner war. Ich werde sie nicht im Stich lassen.«

Die Frau lehnte sich ein wenig zurück. »Faszinierend. Absolut faszinierend.«

Doch die verschleierte Frau hatte Keras Bedingungen wohl zugestimmt, denn hier war Brodie – natürlich eine ganz neue Brodie, aber dennoch mit gefletschten Zähnen und gespannten Muskeln, bereit, jederzeit anzugreifen, während sie dem Mann die Schnauze ins Gesicht presste, sodass ekliger Hundesabber an seiner Wange herablief. Angewidert wich er zurück, trat vom Bett und wischte sich schaudernd das Gesicht ab.

Kera setzte sich auf die Knie auf, während Brodie den Mann mit scharfem Blick beobachtete, und Kera konnte nicht fassen, wie sie sich fühlte.

Stark. Mächtig. Böse.

Sehr, sehr böse. Denn wer zum Henker war dieser Kerl in ihrem Zimmer, der um sie herumschlich? Was sollte daran in Ordnung sein? Nichts. Sie wusste es. Sie wusste zwar nicht, woher, aber sie wusste, er sollte nicht hier sein. Und sonst sollte auch niemand hier sein.

Kera blickte auf ihre Hände hinab, ballte sie zu Fäusten. Sie holte tief Luft und ließ sie wieder herausströmen. Jetzt war sie nicht mehr nur ein Mensch, oder? Die verschleierte Frau hatte ihr mehr als nur eine zweite Chance im Leben gegeben. Sie hatte ihr Macht versprochen. Für manche bedeutete das Geld, Autos, teure Schuhe. Doch für Kera bedeutete es, wie sich ihr Körper in diesem Moment anfühlte. Als könnte sie alles. Absolut alles.

Sie blickte zu dem Mann auf, und obwohl es dunkel im Raum war, sah sie, wie er blass wurde. In diesem Augenblick wusste sie, dass er sie fürchtete.

Und das gefiel Kera. Es gefiel ihr sogar sehr.

 

Frieda ging durch den Flur des Bird House und befahl ihrem Clan, sich zu beeilen. Sie hatten nicht viel Zeit. Rein und raus, so sollte es laufen. Rein und raus.

Ihr wurde klar, dass Snorri immer noch in diesem Zimmer war. Das gefiel ihr nicht. Snorri war ein bisschen dumm und hatte die Neigung, nicht zu tun, was sie von ihm wollte und wann sie es von ihm wollte. Natürlich ließ er sich allgemein ungern etwas von Frauen befehlen.

Er war ein Wikinger der alten Schule, wie die Clans es gern nannten.

Frieda nannte sie einfach Dummköpfe der alten Schule.

Sie drehte sich um und machte sich auf den Weg zu dem Schlafzimmer, in dem sie ihn zurückgelassen hatte, blieb aber stehen, als die halb offenstehende Tür vollends zugeknallt wurde und Snorri hindurchkrachte.

Kurz darauf folgte ihm eine mittelgroße Frau mit brauner Haut. Sie war nackt. Dichte, braune Haare reichten ihr bis knapp unter die starken Schultern, ihre Beine waren noch kräftiger. Eine Tätowierung am Bizeps wies sie als »United States Marine« aus und oben auf ihrer linken Schulter stand: »Donnie«.

Frieda verstand das nicht. Das Haus sollte leer sein. Sie hatten mit dem Diebstahl eines mächtigen alten Rings, der einst Skuld gehört hatte, alle Bewohner herausgelockt. Nicht nur ein oder zwei Angriffsteams, sondern alle Crows, damit das ganze Haus leer war. Wer war also verdammt nochmal diese Crow? Was tat sie hier?

Die Crow schaute sich um, sah den Rest von Friedas Clan.

Sie wandte sich Frieda zu und da sah Frieda es. Die frisch verheilte Wunde mitten in der Brust der Frau.

Die hier war erstochen worden. Frieda erkannte eine Stichwunde, wenn sie eine sah. Erstochen und dann von der Göttin Skuld zurückgeholt, um als eine ihrer Crows zu kämpfen.

Das war eine Neue. Wahrscheinlich erst vor ein paar Stunden oder vielleicht sogar erst vor ein paar Minuten gestorben.

Deshalb hatten die anderen Crows diese Frau hiergelassen. Es war zu früh, um sie in den Kampf mitzunehmen.

Gut, dann sollte sie leicht zu …

Anders hatte sich aus einem gegenüberliegenden Raum von hinten an die Frau herangeschlichen und holte mit seinem Hammer nach ihrem Kopf aus. Ohne den Blick von Frieda abzuwenden, ließ sich die Frau in die Hocke fallen und Anders’ Hammer traf die Wand. Wo er steckenblieb.

Während er versuchte, ihn herauszustemmen, stand die Crow auf und packte Anders an den Haaren, riss seinen Kopf nach unten und hob das Knie. Mit einer Bewegung zerschmetterte sie ihm Nase und Wangenknochen, dann schlug sie ihn mit dem Gesicht voraus an die Wand.

Frieda verdrehte die Augen. Da packte die Crow Anders’ Hammer und befreite ihn mit einem Ruck.

Niemand nahm ihrem Clan die Hämmer weg. Sie waren heilig. Jeder einzelne war nach dem Vorbild von Thors Hammer Mjölnir speziell für den jeweiligen Krieger gefertigt.

»Ihr Idioten!«, wütete Frieda. »Haltet die Schlampe auf!«

Ihr Clan strömte aus den anderen Zimmern und griff die Neue an. Die Crow hievte den Hammer einmal hoch … dann begann sie, ihn zu schwingen.

Frustriert wollte Frieda die Frau selbst angreifen, da kam ein Pitbull von fünfzig Kilo aus dem Zimmer und knurrte sie an.

Dieser Abend wurde einfach immer besser.

 

Der Hammer gefiel Kera.

Natürlich hatte sie nicht gewusst, dass es Leute gab, die Hämmer noch für etwas anderes als zum Renovieren eines Hauses benutzten. Zumindest nicht mehr seit dem sechzehnten oder siebzehnten Jahrhundert. Aber eine Waffe war eine Waffe, da war sie nicht wählerisch. Abgesehen davon erinnerte sie der Hammer ans Softballspielen in der Schule. Damals war sie eine ziemlich gute Spielerin gewesen … und auch heute war sie noch eine gute Spielerin und warf diese großen Typen und Mädels durch die Gegend.

Die Männer waren alle oben ohne, mit großen Brandzeichen auf der Brust. Ein Kreis mit einer Art Symbol in der Mitte. Vielleicht ein Buchstabe. Sie wusste es nicht genau. Es sah aus wie ein verhunztes »P«. Die Frauen trugen Tanktops, hatten aber alle dasselbe Brandzeichen über der Brust und ein Stück den Hals hinauf.

Also vielleicht ein Kult? Kera wusste es nicht. Im Moment zählte nur, dass sie angegriffen wurde, und sie hatte einen Hammer. Der Rest war hauptsächlich Instinkt.

Sie schwang die Waffe wieder und knallte jemanden gegen die Wand. Dann drehte sie sich und schwang ihn noch einmal, was jemand anderen durch eine Tür schickte.

Gott, sie fühlte sich stark. Ihr ganzer Körper schien vor neugewonnener Kraft zu vibrieren. Es war unglaublich!

Kera schwang den Hammer erneut, aber er traf auf einen anderen Hammer, den ein älterer Mann hielt. Er hatte lange, weiße Haare und einen langen Bart. Wie ein Biker … oder wie sie sich Grizzly Adams mit Mitte sechzig vorstellte. Aber auch wenn sein Gesicht darauf schließen ließ, dass er jenseits der sechzig war, sagte sein Körper … wow.

Er verhakte seinen Hammer mit ihrem und zog ruckartig daran. Wahrscheinlich hatte er gehofft, Kera ihre Waffe zu entreißen, doch sie hielt ihn fest und ließ sich von dem Mann herumschwingen. Erst zur einen Seite, dann zur anderen.

Ein bisschen gelangweilt stemmte sie die Füße auf den Boden und zog zurück. Es war toll, wie der Mann die Augen aufriss, als er mit einem Ruck mehrere Fuß nach vorn geschleudert wurde. Er war eindeutig nicht daran gewöhnt, dass ihn jemand so bewegen konnte.

Kera riss wieder an dem Hammer und schleppte den Mann den Flur entlang. Dabei hielt ihr Hund Brodie ihr den Rücken frei. Schnappte und griff jeden an, der Kera zu nahe kam.

Bis zum heutigen Tag hätte Kera nicht sagen können, was sie geritten hatte, dem hässlichen kleinen Hund zu helfen. Brodie war nicht freundlich gewesen. Doch Kera war gerade nach Los Angeles zurück gezogen, nachdem sie die Marines verlassen hatte. Sie hatte sich niemandem zugehörig gefühlt, war angespannt … und wütend. Arbeit zu finden war schwerer gewesen, als sie es sich vorgestellt hatte. Ihre alten Freunde von der Highschool wussten nicht, über was sie mit ihr reden sollten. Sie behandelten sie wie einen Freak, eine Außenseiterin. Wenigstens fühlte es sich damals so an. Wahrscheinlich war das der Grund, warum sich Kera zu dem Hund hingezogen gefühlt hatte. Gott weiß, Brodie hatte damals selbst wie ein Freak, wie eine Außenseiterin ausgesehen. Am Ende hatte sich herausgestellt, dass dieser hässliche, böse, kleine Hund bereit war, alles zu tun und alles zu riskieren, um Kera zu beschützen.

Und Brodies offenkundiger Lohn für diese Treue? Nun ja, jetzt war sie ein großer, muskulöser, schöner Pitbull von ungefähr hundert Pfund, mit allen Zähnen und heiler Schnauze. Doch Brodie war immer noch bereit, alles zu tun und alles zu riskieren, um Kera zu beschützen.

Weiter um die Kontrolle über ihre Hämmer kämpfend, erreichten Kera und der ältere Kultanhänger das Ende des Flurs und einen runden Bereich – einen Balkon, nahm sie an –, von dem weitere Flure mit weiteren Zimmern abgingen. Außerdem gab es zwei Treppen, die mindestens drei Stockwerke zum Erdgeschoss hinunterführten, das sie über die Brüstung leicht sehen konnte. Inmitten alldessen hing ein riesiger Kristalllüster, der wahrscheinlich mehr gekostet hatte als das Haus von Keras Eltern.

Kera befand sich in einer Villa – und sie hatte keine Ahnung, wie sie hierher gekommen war.

Diesen Moment des Schreckens nutzte der ältere Mann und griff wieder an.

Er hob den Hammer und Kera dabei gleich mit.

Plötzlich stand sie auf der Brüstung, ihre nackten Zehen umklammerten das polierte Holz und ihr Griff um den Hammerstiel war das Einzige, das sie davon abhielt, drei Stockwerke zu fallen.

Weil er seinen Hammerkopf nicht von Keras lösen konnte, begann der Mann, beide Hämmer auf Kera zuzuschieben und drängte sie zurück. Sie warf einen Blick nach hinten und sah den gnadenlosen Marmorboden unter sich. Sie wollte nicht fallen, doch die anderen Kultanhänger kamen mit zum Schwingen oder Rammen bereiten Hämmern wieder auf sie zu.

Kera hatte genug. Sie umklammerte das glatte Holz so gut sie konnte mit den Zehen, beugte die Knie und riss den alten Kerl und seinen Hammer mit einem ordentlichen Ruck an ihrer Seite vorbei. Er schrie im Fallen und Kera schlang die Beine um seine nackte Brust und drehte sie beide in der Luft, damit sie, wenn sie landeten …

 

Frieda schaute über die Brüstung und sah den armen Pieter ausgestreckt auf dem Marmorboden liegen. Sein Blut bildete langsam eine Pfütze um seinen Kopf. Das neue Mädchen lag auf ihm, vorübergehend ausgeknockt.

»Bewegung!«, befahl Frieda. »Los!«

Sie mussten hier raus, und zwar sofort.

Sie drehte sich um, machte ihren Leuten ein Zeichen, einen Stock tiefer zu gehen. Als sie ihnen folgen wollte, stürzte sich wieder dieser verflixte Hund auf sie. Frieda schlug mit dem Hammer zu und der Hund flog ganz am Ende des Flurs gegen die Wand. Er machte das Geräusch, das Hunde machen, wenn sie verletzt sind, aber bevor Frieda an der Treppe ankam, stand das Vieh schon wieder auf.

»Scheiße«, knurrte Frieda, bevor sie hinter ihren Leuten die Treppe hinunterrannte.

»Hinten raus«, befahl sie. »Los!«

Frieda erreichte den letzten Treppenabsatz gerade rechtzeitig, um ein Knurren zu hören, und war nicht überrascht zu sehen, dass die Neue schon wieder aufstand, den Hammer immer noch in den Händen.

Rittlings über Pieter stehend, holte sie damit nach Lorens aus, der versucht hatte, Pieter aufzuheben.

Frieda nahm die letzte Stufe und griff die neue Crow mit Kampfgebrüll und erhobenem Hammer an.

Die Frau duckte sich, als Frieda ausholte, und sie verfehlte den Kopf der Crow. Als sie es noch einmal versuchte, fing die Frau Friedas Hammer mit dem eigenen ab, genau wie Pieter den gestohlenen Hammer zuvor abgefangen hatte.

Na super. Sie lernte schnell. Das fehlte ihnen jetzt gerade noch.

Frieda riss die Frau zu sich, weg von Pieter. Drei ihrer Leute nutzten den Moment, um Pieter hochzuheben. Er lebte noch, blutete aber stark und keiner wusste, welche inneren Verletzungen er erlitten hatte. Sie brauchten einen Heiler, und zwar schnell.

Frieda zog noch einmal und zerrte die kleinere Frau in ihre Richtung. Über die ineinander verkeilten Waffen hinweg beugte Frieda sich vor und knurrte sie an. Die kleinere Frau antwortete mit einem Kopfstoß an ihr Kinn.

Frieda hörte ein Knacken, und dann spürte sie den Schmerz, weil ihr Kiefer ausgerenkt war. Das passierte ihr nicht zum ersten Mal, deshalb kannte sie es schon.

Jetzt war Frieda richtig wütend. Sie griff an, knallte die Frau an die Wand und hielt die Crow-Schlampe dort fest.

Sie spürte, wie ihr die Spucke zwischen den zusammengebissenen Zähnen herauslief. Bis sie es in Ordnung gebracht bekam, würde sie kaum schlucken und auch den Mund nicht öffnen können. Der plötzliche Strom von Flüssigkeit ekelte die nackte Frau vielleicht an, hielt sie aber nicht auf. Nichts schien sie aufzuhalten.

Sie schob Frieda von sich, die Muskeln an ihren Armen wölbten sich.

Frieda taumelte rückwärts. Es kam selten vor, dass jemand, der nicht zu ihrem Clan gehörte, so stark war wie sie. Wie auch ihr Gott wurden sie stark geboren. Wahre Krieger des mächtigen Thor bis zum Ende.

Doch diese Crow … die war anders. Andere Crows waren natürlich auch mächtig. Aber nicht so stark. Niemals so stark.

Die Frau schob Frieda weiter rückwärts, immer weiter, bis diese Monstrosität von einem Hund an die Seite ihrer Herrin gerannt kam.

Mit einem Knurren – von der Frau, nicht von dem Hund – wirbelte die kleine Schlampe da herum und nahm Frieda mit. Um sie dann loszulassen …

 

Kera schleuderte die Frau durch die Glastür in den Hof. Sie folgte ihr, ohne auf die Scherben zu achten, auf die sie trat. Sie bückte sich und riss der Frau den zweiten Hammer aus der Hand.

Sie wog sie beide in den Händen und hob sie an. Ihr erster Gedanke war, den Kopf der Frau zwischen den beiden Waffen zu zerquetschen, bis er nur noch aus Blut, Hirnmasse und Schädelsplittern bestand. Doch bevor sie den doppelten Schwung beendete, hielt Kera inne.

Guter Gott … was war nur mit ihr los?

Sie war nicht blutrünstig. Sie versuchte nicht, Leute umzubringen. Sie kannte den Unterschied zwischen Selbstverteidigung und dem bloßen Verletzen von Leuten um des Verletzens willen verdammt gut. Aber sie war wütend. Sie war angepisst.

Gerade als sie die Waffen senkte, blitzte es auf. Da sah sie es: Sie umringten sie. Einige hielten die gebrandmarkten Freunde der Frau zurück, lange, dünne Klingen drückten sich gegen lebenswichtige Arterien an Kehle, Innenschenkel, in der Nähe der Armbeuge.

Sie hielten die Freunde der Frau gefangen, während sie schweigend Kera beobachteten.

Kera wusste, dass sie fertig war und warf die Hämmer zur Seite.

Sofort rollte die Frau herum, streckte sich nach ihrem Hammer aus, doch eine kleine, asiatisch aussehende Frau trat ihr mit einem schwarzen Stiefel auf die Hand.

Die Frau schrie und hielt sich die Finger. Die Asiatin ging um sie herum, trat sie in den Bauch, in die Seite und schließlich ins Gesicht.

Dann beugte sie sich herab, die Hände auf die Knie gestützt. »Ich weiß nicht, was du hier verloren hast, Frieda. Aber wenn wir dich noch mal ohne Einladung hier erwischen, ziehe ich dir die Gesichtshaut vom Schädel.«

Sie packte »Frieda« an den kurzen blonden Haaren und zerrte sie hoch.

»Und jetzt raus hier!«

Frieda hielt sich mit einem Arm die Rippen und beugte sich herab, um ihren Hammer aufzuheben. Kera glaubte nicht, dass sie wieder einen Angriff plante, sie wollte ihn nur aufheben, doch die Asiatin holte plötzlich mit der Hand nach Friedas Gesicht aus und kratzte ihr ein Stück Haut von Wange und Kiefer.

Frieda schrie und ignorierte ihre Waffe, um sich mit der freien Hand das blutende Gesicht zu halten.

»Die gehören jetzt ihr«, sagte die Asiatin und zeigte auf Kera. »Verschwinde!«

Keuchend und überall blutend rannte Frieda davon. Ihre Leute folgten ihr und verschwanden zwischen den Bäumen hinter dem Haus.

Als sie weg waren, drehte sich die Asiatin zu Kera um. Sie musterte sie von oben bis unten, dann zog sie die Oberlippe hoch und zeigte mit dem Finger. »Was ist das?«

Kera blickte an sich herab. »Was?«

»Das?«

Kera merkte, dass sie auf ihren Hund zeigte. »Das ist Brodie Hawaii.«

»Ist das nicht ein … ein … wie nennt man diese Hunde?«, fragte sie … jemanden.

»Pitbull«, antwortete jemand.

»Ja! Ist das ein Pitbull? Wir können hier keinen Pitbull halten. Unsere Versicherung deckt keine Pitbulls ab und auch sonst keine von diesen Hunden aus den Siebzigern, die damals Leute umgebracht haben.«

»Dobermänner.«

»Ja, die. Du kannst aber einen Pudel haben. Ich habe gehört, die sind superklug!«

Kera, die von diesem halbminütigen dummen Gespräch jetzt schon erschöpft war, schüttelte den Kopf. »Mich interessiert eure Versicherung nicht. Brodie bleibt.«

»Ich verstehe. Du kapierst nicht, dass ich hier das Sagen habe.«

»Du kapierst nicht, dass mir das egal ist. Und wenn du hier das Sagen hast, solltest du dein Grundstück besser schützen.«

Die Asiatin machte einen Schritt auf Kera zu, doch eine größere schwarze Frau stellte sich rasch zwischen sie. »Nein, Chloe.«

»Ich werde sie verdrehen, bis sie aussieht wie eine Brezel.«

Die schwarze Frau schaute zu Kera zurück, bevor sie erwiderte: »Nein, wirst du nicht. Aus vielen Gründen. Also entspannen wir uns jetzt alle und denken das Ganze durch.«

»Es gibt nichts durchzudenken«, sagte Kera. »Brodie bleibt oder wir gehen beide. Es gibt keine andere Option. Ich werde jetzt wieder in mein Zimmer gehen … mit Brodie. Wenn ihr mich also bitte entschuldigen wollt …«

Als niemand etwas sagte, ging Kera mit Brodie zurück ins Haus.

 

Erin Amsel starrte auf die Neue hinab, die auf den ersten sechs Stufen, die zu den Zimmern hinaufführten, ohnmächtig geworden war. Sie schnarchte wie ein betrunkener Matrose. Der Hund auch.

Es war kein hübscher Anblick, aber das Mädchen hatte viel durchgemacht. Also würde Erin ihr ein bisschen Ruhe gönnen.

Abgesehen davon mochte sie diese Neue. Nicht viele widersprachen Chloe – und dann auch noch nackt. Es war unterhaltsam.

»Mein Ding ist die Neue nicht«, verkündete Chloe Wong und alle starrten sie an. Nichts war peinlicher, als wenn Chloe versuchte, nicht nach dem zu klingen, was sie eigentlich war: eine eingebildete Besserwisserin, die für einen Gott tötete.

Erin wollte etwas sagen, doch Tessa Kelly, die Erins Teamleiterin war, seit Erin vor vier Jahren im Bird House aufgewacht war, unterbrach sie mit einem: »Lass es.«

Erin schloss den Mund wieder und Tessa sagte: »Sei nicht so streng mit ihr, Clo. Als sie aufgewacht ist, war sie mit Riesentötern allein im Haus. Das wünscht man keiner an ihrem ersten Tag.«

»Warum waren die Killer in unserem Haus?«, fragte Alessandra Esporza und sah schon gelangweilt aus, sobald sie ihren Satz beendet hatte. Nichts machte Alessandra lange Spaß … außer Shopping. Die Frau hatte Geld und liebte es einfach.

»Ich weiß nicht. Das ist eine gute Fra… wohin willst du, Alessandra? Du hast mich etwas gefragt!«

»Oh, ich höre dir zu. Ich hole mir nur ein bisschen Champagner.«

Erin schüttelte den Kopf. »Sie hört nicht zu.«

Chloe blickte auf die Neue hinab. »Wir kümmern uns morgen um alles.« Sie stieg über das schnarchende Mädchen hinweg. »Ihr bringt sie wieder ins Bett. Ich will Wächter in den Bäumen, bis die Sonne aufgeht.«

»Ich bezweifle, dass die Killer zurückkommen«, merkte Tessa an.

»Wir gehen kein Risiko ein. Genau wie ihr Gott sind sie nicht allzu helle.«

»Leigh. Annalisa.« Tessa zeigte auf das neue Mädchen. »Bringt die Kleine nach oben.«

»Sicher, dass das eine gute Idee ist?«, fragte Erin.

»Willst du sie auf der Treppe schlafen lassen? Das ist harter Marmor.«

»Nein.« Erin trat nahe an ihre Teamleiterin heran. »Du weißt, was passiert, wenn wir die Verantwortung für sie übernehmen. Dann gehört sie zu unserem Team.«

»Na und?«

Erin zeigte auf die Tätowierungen der Neuen. Tessa warf einen Blick darauf und wiederholte: »Donnie.«

»Nicht das Tattoo. Das andere. Sie ist ein Ex-Marine. Du weißt, was das heißt.«

»Dass sie eine ziemliche Nervensäge sein wird?«

Erin lächelte. »Genau.«

Über G. A. Aiken

Biografie

G. A. Aiken ist New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie lebt an der Westküste der USA und genießt dort das sonnige Wetter, das gute Essen und die Aussicht auf attraktive Strandbesucher. Ihre erfolgreichen Erotic-Fantasy-Reihen um die Drachenwandler, »Lions«, »Wolf Diaries« und »Call of Crows«...

Kommentare zum Buch

Ein happen für zwischendurch
Alisia am 20.09.2017

Meine Meinung:     Einmal eine Marine, immer eine Marine. Für Kera gibt es kein Ex Marine. Sie ist, laut ihrer Definition eine Marine, die pensioniert worden ist. Dem entsprechend schaltet sich ihr Gerechtigkeitssinn ein, als sie eine junge Frau in einer Gasse schreien hört. Ohne groß nachzudenken, rennt sie zu dessen Hilfe und es passiert etwas, mit das sie nicht gerechnet hätte. Sie stirbt. Als sie jedoch die Augen wieder öffnet, ist sie im Haus der Crows und sie sieht sich gezwungen, in ihr neues Leben sich einzufügen.   Endlich eine neue Reihe von G.A. Aiken! Die Dragon-Reihe habe ich verschlungen und so hab ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Das Cover ist ähnlich wie die der Dragon Reihe. Leider. Ich muss zugeben, dass ich nicht ein Fan von der Gestaltung bin. Naja, von der Person darauf. Es scheint mir einfach nicht passend. Ich finde, sie sieht weder aus wie eine Person aus dem Buch noch spiegelt sie dessen Geschichte gut dar. Gott sei Dank geht es nicht nur um das Cover. Leider gibt es viele Coverkäufer und so wäre das für mich ein Grund es nicht zu kaufen (da ich selber auch oft nach dem Cover gehe).   Die Geschichte spielt allerdings auch eine Rolle. Ich bin letzter Zeit sehr auf nordische Götter fixiert, und da ich permanent versuche, meinen Horizont zu erweitern, passte dieses Buch sehr gut hinein. Nett fand ich, dass dieses Buch aufgebaut war, wie die englische Ausgabe. Die Danksagung und auch die Worte des Autors an die Leser gleich zu Anfang an.   Man hat durch das ganze Buch hinweg gemerkt, dass sich G.A. Aiken große Mühe gegeben hat, Fakten wieder zu geben und ich fand es auch interessant, wie sie diese Aussagen gleich darauf mit den Quellen (sozusagen) belegt hat. Natürlich alles gut verpackt. Das hat mir am besten an dieser Geschichte gefallen. Die Art, wie sie erzählt hat, wirkte so real und man hat angefangen, darüber nachzudenken. Gleichzeitig konnte man auch gut abschalten und sich mit der Geschichte ziehen lassen, da es einfach zu lesen und zu verstehen war. Man konnte sich wirklich fast alles bildlich vorstellen.   Es gibt groß nichts zu bemängeln außer vielleicht, dass die Charaktere manchmal zu oberflächlich wirkten. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Dragon Reihe wirklich verschlungen habe und es noch immer, und immer wieder lesen kann, aber dieses Buch scheint mir ein schwacher Abklatsch von dem zu sein, was die Autorin wirklich drauf hat. Sie schafft es normalerweise den Charakteren leben einzuhauchen und in wenig Worten ihnen tiefe zugeben. Das hat sie in diesem Buch allerdings kaum geschafft. Das besondere Etwas hat hier gefehlt und man hat umsonst danach gesucht. Trotzdem ist es eine gute Idee.   Fazit:   Trotz des gewöhnungsbedürftigen Covers und auch das Fehlen der Tiefe bei den Charakteren konnte mich die Autorin überzeugen, es weiter zu versuchen. Es mag zwar vielleicht so klingen als hätte ich keinen Spaß gehabt es zu lesen, was nicht stimmt. Es war eine wunderschöne Idee und auch die Umsetzung und die Recherche war toll! Was allerdings gefehlt hat, war die Tiefe der Charaktere. Es hat Spaß gemacht es zu lesen und daher ist es ein gutes Buch für zwischen durch.

Ein toller Start
Mietze's Bücherecke am 11.04.2017

Ein toller Start einer neuen Reihe von einer meiner Lieblingsautorinnen die diesmal ihre Wurzeln in der nordischen Mythologie hat. Eine toughe Protagonistin die weiß was sie will, jedoch in ihrem zweiten Leben als Mitglied eines nordischen Todes-Clans der ein oder anderen Schwierigkeit gegenüber steht. Wunderbar und sympathisch umgesetzt und sowohl spannend als auch humorvoll.   Komplette Rezi auf: cat-buecher-welt.blogspot.de/2016/05/rezi-entfesselt-call-of-crows-bd-1-von.html

Ich liebe diese Autorin!
Michelle von All you need is a lovely book am 21.08.2016

„Call of Crows: Entfesselt“ ist der neue Band von G.A. Aikens neuer „Call of crows“- Reihe. Wieder einmal konnte die Autorin mich mit ihrem Schreibstil und einer genialen Story in ihren Bann ziehen! Richtig gut!   Meinung   Ich bin ein großer Fan der Autorin G.A. Aiken. Schon ihre Dragon-Reihe konnte mich vollständig in ihren Bann ziehen. Umso gespannter war ich natürlich auf ihre neue Reihe, die sich diesmal um nordische Götter bzw. diese Mythologie drehen. Für mich klang es nach einer sehr interessanten Mischung.   Der Klappentext und das Cover haben mich sehr angesprochen. Ich bin ein großer Fan Mythologie, egal ob nordische, griechische oder römische. Dementsprechend große Erwartungen hatte ich natürlich auch.   Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Der Schreibstil der Autorin ist etwas richtig besonderes. Er überträgt so viele Emotionen, dass man sich fühlt, als wäre man unmittelbar beim geschehen dabei. Besonders die witzigen, leicht sarkastischen Szenen gefallen mir sehr. Diese sind eben auch sehr typisch für diese Autorin.   Kera Watson ist eine Ex-Marine. Sie arbeitet in einem kleinen Cafe und hat einen Hund namens Brodie Hawaii. Eines Abend wird sie von einem Typen ermordet und wacht in einer für sie völlig neuen Umgebung auf. Ab da beginnt der Spaß erst so richtig. Sie gehört jetzt zum Clan der Crows, den Vorreitern von Tod und Verwüstung. Dort lernt sie einige neue Leute kennen und Vig.   All zu viel möchte ich nicht auf den Inhalt des Buches eingehen, da er ziemlich verstrickt ist und ich sonst spoilern würde. Ich kann aber versprechen, dass eine bunte Mischung von Emotionen auf den Leser zukommt. Spannende Kämpfe, überraschende Wendungen, viel Humor und auch ein Schuss Erotik!   Das Buch konnte mich wirklich richtig überzeugen. Die Crows sind eine wirklich herrliche Mischung von verschiedenen Personen. Streitigkeiten also vorprogrammiert! Die Geschichte ist etwas neues, aber wirklich super gut gestaltet. Zu Beginn muss ich sagen, habe ich mir wirklich gefragt, ob noch etwas wirklich spannendes passieren wird, da es am Anfang vordergründig um Kera und die Art, wie sie mit ihrer neuen Situation umgeht. Aber keine Sorge, die Spannung kommt noch!   Dazu muss ich vielleicht auch noch sagen, dass die Crows nicht unbedingt freundlich immer miteinander umgehen, sodass auch einige blutige und gewalttätige Szenen und Kämpfe. Nur für die, die Kämpfe und solche Dinge nicht lesen wollen.   Fazit   Auch mit diesem Buch konnte Frau Aiken mich wieder in ihren Bann ziehen. Der Schreibstil ist wirklich etwas besonderes! Kera und Vig sind wirklich ein besonderes Paar. Im Gegensatz zu ihren Büchern ist dieser Band nicht so „sexlastig“ wie ihre anderen, was aber keinesfalls negativ gemeint ist. In keinem Sinne. Ich kann diese neue Reihe jedem empfehlen, der G.A. Aiken liebt und/ oder sich gerne in eine mythologische Welt stürzt. Wirklich super!

Was für eine grandiose Mischung für eine neue Reihe! WOW, mit Stärken und Makel wird diese Reihe besonders interessant!
Floh am 18.05.2016

Alles, was mit Krähen, Raben oder Rabenvögeln zu tun hat, weckt schnell mein Interesse und meine ganze Aufmerksamkeit. So zerging auch der Titel des Auftakts einer neuen Romance-Fantasy-Erotik-Reihe von der Bestsellerautorin G.A.Aiken „Call of Crows – Entfesselt“ auf meiner Zunge wie Eis. Dieses Buch, diesen Auftakt zu einer neuen Reihe der beliebten und talentierten Autorin, musste ich einfach kennenlernen. Dem Titel wegen, dem Cover wegen, dem verheißungsvollen Klapptextes wegen und der Tatsache wegen, dass sie mich bisher immer gut begeistern und unterhalten konnte. Die Trilogie der „Wolf Diaries“ war für mich ein Jahreshighlight. Nun könnten die Krähen, also die Crows, die Wölfe schlagen… Ich war wirklich gespannt… Ob es sich bezahlt gemacht hat, erfahrt ihr schon bald in meiner Rezension! Aufgepasst Ladies und Wikinger!!! Ein überaus erotisches Mystery Romance Werk, dass trotz der großen Marktüberflutung in diesem Genre einzigartig herausragt. Krähen, Raben, Walküren, griechische Mythologie, Götter, Freya, Thor, Clans, Wikinger, Wallhall, Ragnarök, Nornen, Mare, Skuld, Artefakte, Krieger, Kämpfe und prickelnde Erotik zwischen einer Crow und einem harten Wikinger… Wow…..Wird sich die Autorin auch in ihrer neuen Reihe selbst übertreffen? Erschienen im Piper Verlag (http://www.piper.de/)   Zum Inhalt: "Nordische Götter, wilde Wikinger und kesse Kriegerinnen Spätestens seit »Thor« wissen wir: nordische Götter können ziemlich sexy sein! In G. A. Aikens neuer Urban-Fantasy-Reihe »Call of Crows« senden die Asen ihre Boten ins L.A. der Neuzeit, um die Welt vor der drohenden Ragnarök zu bewahren. Doch bei einem Haufen wilder Wikinger und kampflustiger Kriegerinnen sind gewisse »Spannungen« vorprogrammiert ... Niemand weiß besser als Vig Rundstrom: auch Odins Krieger brauchen ab und zu mal einen Kaffee. Erst recht, wenn der von einer heißen Barista wie Kera Watson serviert wird. Als Vig mitansehen muss, wie Kera nach ihrer Schicht überfallen und ermordet wird, beschließt er, sie zu retten. Doch Ex-Marine Kera ist sich nicht sicher, was sie von dieser Rettung halten soll. Als »Krähe« der Norne Skuld soll sie fortan den Weltuntergang verhindern. Nur scheinen ihre neuen Kampfgefährtinnen so gar nichts von Disziplin zu halten. Und dann wäre da noch Vig, der sie ständig von ihrer Arbeit ablenkt ..." „Denn sie sind die Crows, sagte er feierlich, und sie sind die Vorboten des Todes.“ (Seite 52) Handlung – Darum geht´s: Kera, eine Marine im Ruhestand, arbeitet in einem langweiligen Cafe in Los Angeles. Eines Abends wird sie jedoch Zeugin einer Bedrängung einer jungen Frau. Kera eilt zur Hilfe und wird ohne zögern ermordet. Sie ist tot. Doch ehe sie begreifen kann, taucht eine mysteriöse Gestalt bei ihr auf und schenkt ihr, und notgedrungen auch ihrem Hund Brodie Hawaii, ein zweites Leben in einer Parallelwelt. Kera wird als Kriegerin der Crows neu geboren. Von jetzt auf gleich befindet sich die resolute und organisierte Ex-Marine Kera unter einem Haufen Zicken, Weiber, Klatschtanten, Schönheitsqueens, Schauspielerinnen und Sonnenanbeterinnen… Für Kera ein No-Go. Ohne Plan und strikte Regeln in ein neues Leben mit der Chance das zu tun, was man schon immer wollte. An Geld sollte es nicht scheitern. Doch da sie nun auch eine der Crow-Schwestern ist, hat sie gefährliche und nützliche Fähigkeiten, sie besitzt Klingen-Waffen und dient nun als Vorbotin des Todes. Die Crows wurden Wiedergeboren um zu töten. Sie erhalten von ihrer Chefin Chloe einen Auftrag, den sie im Namen der Göttin Skuld zu erledigen haben. Nachts. Rausschwärmen, töten, zurückkehren, in den Tag hineinleben… So sieht Keras neues Leben nun aus. Doch Kera kennt es anders, sie hat Grundsätze, Regeln und Organisation gelernt und eingeschärft bekommen. Sie kann ihr altes Leben nicht hinter sich lassen, bis Ludvig, genannt Vig, ein riesenhafter Wikinger mit Bart und Haar und rauer Geste sie um den Verstand vögelt und ihr mehr beibringt als nur gute Bettgeschichten. Vig ist genau der Gast aus ihrem alten Cafe, der niemals sprach und nur Kaffee und vier Bärentatzen genoss. Ein Wikinger der ersten Sorte, kein alter bebrochener Kriegsveteran, wie Kera zuvor dachte…. Kera lernt von ihm die Liebe und das Töten. Vig ist ein Raven… „Der Vogel rieb den Kopf an Tessas, dann flog er los. Als er auf einem hohen Ast saß, stieß er einen Ruf aus und Tessa wusste, seine Geschwister würden ihm zu Hilfe kommen.“ (Seite 91)   Schreibstil: Die Autorin G.A. Aiken hat einfach das geniale Händchen dafür, Fantasy, Romance, Erotik und Handlung perfekt zu verweben und ihren endlosen und genialen Ideen freien Lauf zu lassen. Mit ihrer neuen Reihe „Call of Crows“ zeigt sie uns einen ganz anderen Roman dieses Genres. Trotz der Marktüberflutung solcher Handlungen, Geschichten und Storys, hat sie es geschafft, nochmals etwas völlig neues und innovatives zu schaffen. Einen Haufen Zicken, die Crows, (die sich Kriegerinnen nennen) unter einem Clan derber Wikinger, den Ravens. Insegsammt schenkt uns die Autorin mit ihrer neuen Reihe Einblicke in neun unterschiedliche Clans. Alle diese Verbindungen sind an alte Mythologien angelehnt. Crows, Ravens, Walküren, die Krallen Rans, Riesentöter, den Protectors in Eulengestalt etc… Hier hat die Autorin etwas wirklich Einmaliges und Glänzendes geschaffen. WOW. Durch ihren Schreibstil, der die Leser sehr nah in das Geschhen eindringen lässt, durch ihre gewohnte Situationskomik, ihrer Ironie und den treffenden Humor, ihrem Sinn für prickelnde Erotik und starke Gefühle und ihrer recherchierten Hintergründe zur griechischen Mythologie und dem Können Kulissen und Schauplätze lebendig werden zu lassen, kann mich G.A. Aiken hier mal wieder sehr überzeugen. Zwar wirkte hier ihr Schreibstil, bzw. ihre Umsetzung in den ersten knapp 70 oder 80 Seiten sehr wirr und chaotisch, da man ohne Vorhandlung mitten ins Thema geschmissen wird, genau wie Kera. Die Handlung und die Hintergründe erklären sich mit jeder weiteren gelesenen Seite und organisieren sich so zu einer Übersicht, sodass die Handlung immer klarer, jedoch nicht vorhersehbar, wird. Das rasante Ende ist dann wieder Geschmacksache. Hier geht es holterdipolter auf ein großes Finale mit wütenden und blutigen Kämpfen zu. Rau, derb und schonungslos. Im Mittelteil widmet sich G.A.Aiken ganz dem großen Gefühl, der körperlichen Anziehung zwischen Kera und dem sich stark zurückhaltenden Vig, bis er sich nicht mehr bremsen kann und all seine Manneskraft freien Lauf lässt. Eine neue Reihe, eine neue Buchidee, eine ganz andere Handlung mit vielen genialen Stärken, aber auch kleineren Makeln… Bei gewohnt prickelndem Schreibstil mit viel Fantasy und grandiosen Kulissen. Und echt positiv nervigen Charakteren im Crow-Clan. Weiber eben… Ein geschickter Schachzug dieser bekannten Autorin. Der übliche Fantasy-Romance-Mystery Roman ist es nicht, denn die Autorin begibt sich sofort direkt aus der Normalwelt und Keras Alltag in die Welt der Krieger und mysthischen Wesen (Wesen aller Art). Ohne Vorschweife sind wir mitten drin und fühlen uns zunächst durch Thors Hammer erschlagen, ehe jede gelesene Zeile mehr Licht und Klarheit ins Dunkel bringt. Ein einziges Chaos, was sich stetig organisiert… Dann beginnt ein sagenhaft leidenschaftliches Spiel mit den Gefühlen und Anziehungskräften der beiden Stars in dem Buch. Ex-Marine und nun Crow Kera und ihr Lebensretter und Wikinger, der Raven Vig. Eine unmögliche und von Gefahr geprägte Liebe... Autorin G.A. Aiken bedient sich einer ganz anderen Art des Fantasy, denn sie würzt ihre Story mit viiiieeeeel Erotik, etwas High Fantasy und Rollenspiel, Übersinnlichen und etwas verbotener Liebe und Niedertracht samt Zickenkrieg erster Güte. Die Autorin schreibt unheimlich nah, erweckt lebhafte Bilder, konzentriert sich auf Details des Liebesspiels, formt wunderbar schlagkräftige und witzige Dialoge und harte Fakten. Sie trifft den Nerv der Zeit. Mit ihrem für Teil 2 offenen Ende schafft sie einen Cliffhanger, der sagenhafte Vorfreude auf die Fortsetzung macht! Ohne jedoch etwas unbeantwortet zu lassen. „Krähen sind besser. Sie sind klug. Böse klug, wie meine Schwester sagen würde. Sie sind die einzigen bekannten Vögel, die Werkzeuge benutzen. Die wirklich Dinge abwägen und Probleme lösen können. Weißt du, was Adler können? Majestätisch aussehen und sich auf Ratten stürzen… Jeder Rabe ist eine Krähe, aber nicht jede Krähe ist ein Rabe.“ (Seite 100 & 101)   Charaktere: Die Auswahl der Charaktere ist hier wirklich etwas ganz außergewöhnliches und von mir bisher in dem Genre noch nie erlebtes. G.A. Aiken macht mir sogar einen Clan zickiger und nerviger Weiber sehr sympathisch. Ladies mit allen erdenklichen Klischees: Shopping, Schönheits OP´s, Sonnenbad, Geld, teure Autos, Klamotten, Drinks, Lästereien, Hinterlist, Ignoranz, Eitelkeit und Schandmaul… Ja, das klingt ätzend und nervtötend, ist es aber nicht!!! Wirklich nicht. Erin, Tessa, Jace, Chloe, Betty und Co wachsen mir echt ans Herz. Auch bei den Ravens gibt es neben Vig noch Stieg und wie die alten Schweden alle heißen, harte Wikinger, wilde Kerle im Dienste Odins. Zudem erleben wir urbane Gestalten in Eulengewandt, den Protectors, den Walküren mit ihren beflügelten Pferden, die Krallen Rans, dem Gott des Meeres, und vielen Widersachern und Gefahren. Götter, Nornen, Nachtmare und Ausgeburten der Zerstörung. Die Crows sind die Vorboten des Todes. Doch Kera Watson bringt die Wende. Außerdem beginnt sie ein heißes Liebesspiel mit Vig. Crows und Ravens sollten sich jedoch nicht vereinen… Wir erleben die zunächst absolut disziplinierte, rechtschaffende und organisierte Kera kennen, die ihr Leben als Marine nicht so schnell hinter sich lassen kann und in dieser neuen Welt nur schwer Anschluss findet, auch wenn ihre Mentorin Erin ihr dabei helfen soll. Doch Erins Hilfe sieht eben anders aus… Ludvig Rundström hat Kera dieses zweite Leben geschenkt, nun liegt es an ihm ihr zu ihrer Bestimmung und ihrem zweiten Glück zu verhelfen… Er gibt alles, nicht nur seine Gefühle, sondern auch seine starke Brust und kämpferische Erfahrung. Einige Protagonisten nehmen im Laufe der Handlung einen ganz neuen Part ein und werden den Leser überraschen. Auch die Gedankenwelt der Kriegerinnen der Crows und dem Wikingerhaufen der Ravens werden wirklich packend dargestellt. Trotz aller Klischees wirkt es nicht überladen oder aufgesetzt. Glückwunsch, liebe G.A.Aiken. „Sie fühlte, wie die Muskeln ihre Flügel bewegten. Die Federn direkt an ihrem Rücken strichen ihr über die Wirbelsäule. Der Wind… Gott, der Wind strömte durch jede einzelne Feder.“ (Seite 210)   Meinung: Die Autorin hat mich mit ihrer Reihe um die Wolf Diaries vollends begeistert, mit ihrer Story, mit den sagenhaften bildhaften Schreibstil, mit den fantastischen Schauplätzen und zuletzt mit den einmaligen Protagonisten und der gehörigen Portion Erotik, die ich so gar nicht erwartet hätte. Etwas enttäuscht war ich, als diese neue Reihe „Call of Crows“ so wirr und durcheinander direkt losging. Ohne Vorwarnung, ohne Einleitung, einfach so ins kalte Wasser. Ich kannte weder Hintergrund, Charaktere noch roten Faden. Aber das scheint hier genau das Stilmittel der Autorin zu sein, welches sie hier ausprobieren und nutzen will. Ich muss sagen, dass das sehr gewagt ist, denn wenn der Leser dieses Wirrwarr erst noch entknäueln muss, verlieren viele vielleicht die Geduld oder die Freude daran. Denn erst mit jeder weiteren Seite lichtet sich der Plot und ab etwa Seite 70 oder 80 kann man auch eine Struktur und einen roten Faden erkennen. Dann hat man auch die vielen Charaktere und Clans (neun Stück!) sortiert und platziert, ehe man sich auf die Handlung und das Geschehen konzentrieren kann. Der Mittelteil bietet dann genau dass, was ich von G.A.Aiken gewohnt bin und was ich mir auch für ihre neue Reihe erhofft hatte: Spannung, Fantasy, Erotik, gefühl, Fesselung, Humor, Situationskomik, Gefahr, fremde Welt, polarisierende Charaktere und hinreißende Gestalten… Das Ende, muss ich leider zugeben, hat mir dann wieder weniger zugesagt. Ab der Passagen in Asgard, als Kera ihre kämpferische Ausbildung erhält und sie dann in ihrer Crow-Welt den Schmuck der Göttin wiederfinden soll, und es zu harten Kämpfen und Schlachten kommt, war für mich das prickelnde Band gebrochen und die tolle Stimmung etwas zerstört. Rasant, hart, blutig und krass. Ein paar schöne Liebeleien ganz gegen Ende haben dieses wütende Spektakel auf dem Schlachtfeld nicht mehr ganz wettmachen können. Aber, da es Potential zu einem offenen Ende gibt, darf man sich auf jeden Fall auf die verheißungsvolle Fortsetzung freuen! Band 2 „Call of Crows – Entfacht“ erscheint schon bald! Besondere Stärken: • Diese einzigartige Idee mit Bezug zur Mythologie und mystischen Wesen und Göttern • Bei Raben, Krähen, Eulen, Falken etc. bin ich sofort mit Feuereifer dabei. Gleiche Wirkweise wie Vampire, Wölfe und Gestaltwandler. Wikinger und echte Nordmänner setzen dem die Krone auf! • Ein Haufen Zicken, die ich sonst so gar nicht mag mit ihrem Chic-Lit, werden mir hier wirklich sympathisch. Sie bieten den Stoff für Situationskomik, Ironie und Humor! • Vig, der starke Wikinger, ist echt heiß, kein Wunder, dass Kera den Verstand verliert. Lechz* • Die Schauplätze sind mal wieder 1A. Das „Bird House“ getarnt als Entzugsklinik, die schnellen Autos, das viele Geld, die High-Class Berufe, Asgard mit seinen Schlachten und Trinklaune… • Das große Gefühl und die hinreißende anziehung zwischen Vig und Kera • Auf Seite 285 wird Keras neues Tattoo, welches sie von Erin erhält beschrieben. WOW. Ich möchte es soooo gern sehen! • Griechische Mythologie mal ganz anders erklärt. Cool.   Mögliche Kritik: • Der zu wirre und unvorbereitete Start in die Story. • Ein Weiberhaufen aus Crow-Zicken, die man erst annehmen und liebgewinnen muss • Etwas mehr Erotik, Fesselung, Bann und Prickeln wäre toll gewesen, die beschränkt sich dezent auf den Mittelteil • Ein sehr derber und unerwartet rasanter und kämpferischer Showdown, der wieder sehr undurchsichtig und unordentlich wirkt • Das Lektorat und Korrektorat hat nicht alle Fehler ausfindig gemacht!   Die Autorin: "G. A. Aiken ist New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie lebt an der Westküste der USA und genießt dort das sonnige Wetter, das gute Essen und die Aussicht auf attraktive Strandbesucher. Ihre erfolgreichen Erotic-Fantasy-Reihen um die Drachenwandler, »Lions«, »Wolf Diaries« und »Call of Crows« erschienen alle im Piper Verlag."   Cover: Das Cover passt zum Genre, ich denke, es zeigt uns Kera Watson, die als Crow wiedergeboren wird. Im Hintergrund ganz dezent ihre blauschimmernden Krähenflügel. Der Schriftzug des Titel ist fühlbar und hochwertig. Die Reihe bildet ein tolles Bild im Regal. Kleine Vogel- oder Krähenapplikationen in den Kapiteln wären ein kleines Highlight gewesen.   Bonus vom Verlag: „+++ Dieses Buch können Sie bequem auf Ihrem Smartphone und Tablet weiterlesen – mit Papego: Kostenlose App downloaden, Buchseite scannen und sofort mobil weiterlesen. Nähere Infos auf papego.de +++“     Fazit: Dieser erste Band ist ein gelungener Auftakt einer ganz neuartigen Reihe. Ein dezenter Cliffhanger macht enorme Lust auf Band 2. Denn Entfesselt hat Stärken und Schwächen, gerade das macht es so reizvoll und ausbaufähig. Suchtgefahr!!!!! Verdiente 3,5 Sterne, gerundet auf 4 Sterne. Eine erotische Fantasy-Reihe, die ich absolut empfehlen möchte. Neuartig, innovativ, ganz anders, aber unglaublich faszinierend…

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