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»Ein neuer Tag ist immer ein Neuanfang«

Dienstag, 30. Mai 2017 von Sergio Bambaren


Sergio Bambaren inspirierte mit seinem Buch »Der träumende Delphin« Millionen von Lesern.

Hier gibt er Einblicke, wie seine Romane entstehen.

»Ich wünschte, jeder Mensch könnte jeden Tag mit einem Lächeln beginnen« Das ist einer meiner Träume, und ich hoffe, dass er eines Tages wahr wird.

Ich bin ein Frühaufsteher. Normalerweise wache ich gegen 5:30 Uhr auf. Da ich mich vor längerer Zeit dazu entschieden habe, der Stadt den Rücken zu kehren und fernab der Zivilisation zu leben, kann ich jetzt jeden Morgen – ohne mir vorher etwas anziehen zu müssen – durch ein wundervolles Paradies laufen. Nur wenige Schritte von meinem Haus entfernt liegt das Meer. Rote Krabben begleiten mich, wenn ich am Strand spazieren gehe. Es ist mir völlig gleich, ob die Sonne scheint oder ob es regnet: Ein neuer Tag ist immer ein Neuanfang, zumindest für mich.

Ich setze mich in den weichen Sand und gebe dem Meer einen Guten-Morgen-Kuss. Dann nehme ich mir mindestens eine halbe Stunde Zeit zum Meditieren. Meine Meditation beginnt jeden Tag mit denselben Worten, die eine Art Mantra für mich sind:

»Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.«

Nach dem Meditieren ist meine Seele von Frieden und Harmonie erfüllt.

Ich stehe auf, gehe ins Meer und schwimme eine Weile. Schließlich brauchen meine Kiemen Wasser!
Wenn ich fertig bin, gehe ich duschen – mit Regenwasser, das ich gesammelt habe. Das mache ich aber nur jeden zweiten Tag, denn ich habe festgestellt, dass es meiner Gesundheit gut tut, wenn mein Körper für vierundzwanzig Stunden mit einer feinen Schicht Meersalz bedeckt ist. Außerdem gibt mir der Geruch des Salzes das Gefühl, den ganzen Tag mit dem Ozean verbunden zu sein.
Durch die glühende Sonne bin ich mittlerweile so gebräunt wie noch nie zuvor. Und ich liebe es. Trotzdem creme ich mein Gesicht jeden Morgen mit Sonnenmilch ein, und setze mir meistens einen Hut auf.

Dann genieße ich einen oder zwei Becher frisch gebrühten, entkoffeinierten Kaffee, während ich auf der Veranda meines Hauses (das aussieht, als stamme es aus „Hänsel und Gretel“) sitze und auf das Meer blicke. Ich weiß nicht, wie lange es her ist, seit ich zum letzten Mal eine Zeitung gelesen habe! Ich sehe auch selten fern, nur manchmal spät nachts. Ich liebe die Serie „The Big Bang Theorie“ und Liebesfilme mag ich auch sehr.

Niemand ist perfekt!

Ich muss zugeben, dass ich zu meinem morgendlichen Kaffee gerne eine Zigarette rauche. Niemand ist perfekt, und auch ich bin ein einfacher Mensch mit Schwächen. Ich bin Vegetarier, trinke keinen Alkohol, mache viel Sport, führe das Leben eines Soul-Surfers und könnte nicht mal eine Ameise töten. Aber ich rauche – so ist das eben.

Am liebsten schreibe ich morgens und am späten Nachmittag. Das sind die Momente des Tages, in denen meine Inspiration am größten ist. Ein bisschen New-Age- oder Meditations-Musik begleitet mich oft bei der Arbeit. Genauso wie der Meeresblick. Ich setze die Kopfhörer auf und reise zu einem fernen Ort, an dem Träume wahr werden.

Mittags fahre ich oft zu einem kleinen Markt, der etwa zehn Kilometer von meinem Haus entfernt liegt, um Lebensmittel einzukaufen. So nah am Äquator zu leben, bedeutet, dass wir uns hauptsächlich von Früchten ernähren. Mangos, Bananen, Ananas und so weiter. Alle ganz frisch, genauso wie das Gemüse: Tomaten, Paprika, Kartoffeln, Brokkoli und noch vieles mehr. Glücklicherweise habe ich einen Bio-Bauernhof in der Nähe gefunden, der Ziegenkäse, Eier von Freilandhühnern und Joghurt aus Ziegenmilch verkauft. Alles absolut naturbelassen. Und jedes Mal, wenn ich nach Lima fliege um meinen Sohn zu besuchen, bringe ich verschiedene Sorten Tofu mit, die ich dort gekauft habe.

Ich liebe es zu kochen. Mein Lieblingsessen? Thai, Italienisch und kreolisch. Und jede Menge Reis. Oh, und ich bin ganz verrückt nach französischem Senf!

Ich habe gelernt, mit wenig zu leben. Und ich bin dankbar dafür.

Jetzt ist schon Nachmittag: Zeit um schnorcheln, surfen oder mit Walen oder Delfinen, die ich so sehr liebe, schwimmen zu gehen. Das kommt ganz auf die Jahreszeit an. Ich habe eine Schaukel gebaut, die am Meeresufer steht. Ich liebe sie! Sie erinnert mich an das Kind, das seit jeher in mir wohnt. Manchmal lasse ich auch einen Drachen steigen oder spiele ein wenig mit Cheekee, einem wilden Fuchs, der mich ab und zu besucht. Ich füttere die Vögel, die Kolibris, die in meinem kleinen Heim Zuflucht gefunden haben. Ich habe gelernt, mit wenig –nur mit den wichtigsten materiellen Besitztümern – zu leben. Und ich bin dankbar dafür.

Der Tag schreitet voran und die Sonne geht langsam unter. Ich liebe den Sonnenuntergang, genauso wie den Sonnenaufgang. Sie stimmen mich melancholisch, ein Gefühl, das ich sehr genieße. Ich gehe barfuß durch den feuchten Sand, während ich mit meinem Sohn telefoniere. Mein Gott, wie sehr ich ihn liebe! Ich werde mich nie daran gewöhnen, dass die Welt so wunderschön ist.

Der Abend ist gekommen und Dunkelheit umgibt mich. An diesem abgelegenen Ort, an dem ich wohne, weiß man nie, ob es mit der Elektrizität klappt. Deswegen habe ich solarbetriebene Taschenlampen und einen kleinen Generator. Nach einem einfachen Abendessen geht’s wieder ans Schreiben. Aber erst lese ich noch meine Mails. Menschen aus der ganzen Welt haben mir wunderschöne Nachrichten geschrieben. Ich bin so ein Glückspilz!

Ich danke dem Universum dafür, dass ich lebe.

Dann ist Mitternacht. Zeit schlafen zu gehen. Ich habe mich daran gewöhnt, den ganzen Tag nur in Badehose herumzulaufen. Deswegen dauert das Umziehen auch nicht lange. Ich lege mich also ins Bett. Und danke dem Universum dafür, dass ich lebe.

Und während ich diese Zeilen schreibe, bekomme ich einen Kuss. Nie will sie erwähnt werden – aber ohne Ecaterina, meine Frau, wäre nichts vollständig. Sie ist die Liebe meines Lebens, jetzt und für immer. Mein rumänischer Engel …

Sergio Bambaren
Peru, 2016

Die schönsten Zitate von Sergio Bambaren

»Wahre Freunde respektieren einander, auch wenn sie nicht einer Meinung sind.«

»Um glücklich zu sein, braucht man Mut.«

»Die Liebe kann jeden Streit schlichten, und durch jede gläserne Wand strahlen.«

»Lass keinen Tag deines Lebens vergehen, ohne deine Träume genährt, ohne die Schönheit einfacher Dinge bemerkt und ohne etwas Neues gelernt zu haben.«

»Die glücklichen Menschen haben nicht unbedingt das Beste von allem, sie machen nur das Beste aus allem, was ihnen begegnet.«

»Einige Dinge werden immer stärker sein als Zeit und Raum, wichtiger als Sprache und Lebensart. Zum Beispiel, deinen Träumen nachzugehen und zu lernen, du selbst zu sein. Mit anderen das wunderbare Geheimnis zu teilen, das du entdeckt hast.«

»Es kommt eine Zeit im Leben, da bleibt einem nichts anderes übrig, als seinen eigenen Weg zu gehen. Eine Zeit, in der man die eigenen Träume verwirklichen muss.«

»Mögen all deine Träume sich erfüllen, Träumer; mögen sie dir stets Glück und Erkenntnis bringen.«

Über Sergio Bambaren

Sergio Bambaren, geboren 1960 in Peru, gelang mit »Der träumende Delphin« auf Anhieb ein internationaler Bestseller. Er gab seinen Ingenieurberuf auf und widmete sich fortan ganz dem Schreiben und seiner Leidenschaft für das Meer. Nach längerem Aufenthalt in Sydney lebt er heute wieder in Peru, engagiert sich für die Umweltschutzorganisation »Mundo Azul« und ist Präsident des Non-Profit-Unternehmens »Delphis«.

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