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The Score – Mitten ins Herz (Off-Campus 3) The Score – Mitten ins Herz (Off-Campus 3) The Score – Mitten ins Herz (Off-Campus 3) - eBook-Ausgabe

Elle Kennedy
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Roman

— BookTok-Liebling | Prickelnde College-Romance für New Adults
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The Score – Mitten ins Herz (Off-Campus 3) — Inhalt

Er weiß, wie man siegt. Aber kann er auch ihr Herz gewinnen?

College-Eishockey-Player Dean bekommt immer, was er will. Zumindest war das bisher so. Denn nach einer gemeinsamen Nacht mit der Studentin Allie, die seine Welt auf den Kopf gestellt hat, will sie plötzlich nur Freundschaft. Auf dem Eis fühlt sich Dean wohl, in der Friendzone hingegen überhaupt nicht. Er will Allie um jeden Preis für sich gewinnen! Doch wie soll ein draufgängerischer Eishockeyspieler, der nie um eine Frau kämpfen musste, jemanden von sich überzeugen, dem gerade das Herz gebrochen wurde?

„Elle Kennedy schafft es immer wieder, uns zum Lachen und Schwärmen zu bringen. ›The Score‹ ist genau das, was wir gebraucht haben.“ Totally Booked Blog

„Wie Dean Di Laurentis sollte auch ›The Score‹ mit einer Warnung versehen werden: zu sexy, um es in Worte zu fassen. Elle Kennedy hat wieder einen Volltreffer gelandet.“ Wit and Sin

„Off-Campus“-Reihe, Band 3

€ 15,00 [D], € 15,50 [A]
Erschienen am 14.03.2024
Übersetzt von: Christina Kagerer
416 Seiten, Klappenbroschur
EAN 978-3-492-06613-6
Download Cover
€ 12,00 [D], € 12,40 [A]
Erschienen am 02.06.2017
Übersetzt von: Christina Kagerer
416 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-30940-0
Download Cover
€ 8,99 [D], € 8,99 [A]
Erschienen am 02.06.2017
Übersetzt von: Christina Kagerer
416 Seiten
EAN 978-3-492-97680-0
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Leseprobe zu „The Score – Mitten ins Herz (Off-Campus 3)“

Können wir reden?

Bitte!

Verdammt, Allie. Nach allem, was wir durchgemacht haben, verdien ich mehr wie das.

Das hast du nicht ernst gemeint, als du gesagt hast, es ist Schluss, oder?

Kannst du mir jetzt bitte ANTWORTEN?

Weißt du was? Leck mich. Du willst mich ignorieren? Bitte, tu das!

 

Als ich am Freitagabend das Fitnesscenter auf dem Campusgelände verlasse, befinden sich auf meinem Handy sechs Textnachrichten. Sie sind alle von Sean, meinem Exfreund – seit gestern Abend. Ich nehme die emotionale Wandlung von Betteln bis Angepisstsein sehr wohl wahr, aber [...]

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Können wir reden?

Bitte!

Verdammt, Allie. Nach allem, was wir durchgemacht haben, verdien ich mehr wie das.

Das hast du nicht ernst gemeint, als du gesagt hast, es ist Schluss, oder?

Kannst du mir jetzt bitte ANTWORTEN?

Weißt du was? Leck mich. Du willst mich ignorieren? Bitte, tu das!

 

Als ich am Freitagabend das Fitnesscenter auf dem Campusgelände verlasse, befinden sich auf meinem Handy sechs Textnachrichten. Sie sind alle von Sean, meinem Exfreund – seit gestern Abend. Ich nehme die emotionale Wandlung von Betteln bis Angepisstsein sehr wohl wahr, aber mein Hauptaugenmerk liegt auf seinem Grammatikfehler.

Ich verdien mehr wie das.

Das heißt als und nicht wie. Und ich denke nicht, dass man das auf die Autokorrektur schieben sollte, denn Sean ist nicht gerade die hellste Kerze im Leuchter.

Okay, das stimmt nicht ganz. Auf manchen Gebieten ist er ein richtiges Genie. Baseball zum Beispiel – da kann er Statistiken aufsagen, die bis in die Sechzigerjahre zurückreichen. Aber das schriftliche Ausdrucksvermögen ist nicht gerade seine Stärke. Und als herausragender Freund kann er sich auch nicht unbedingt rühmen, zumindest nicht in letzter Zeit.

Ich wollte nie eines dieser Mädchen werden, die ständig mit ihrem Freund Schluss machen und dann doch wieder mit ihm zusammenkommen … Ich hatte wirklich gedacht, ich wäre stärker. Aber Sean McCall lässt mich seit meinem ersten Jahr an der Briar University nicht mehr los. Er hat mich mit seinem unverschämt guten Aussehen und diesem schelmischen und vollkommen unwiderstehlichen Grinsen total um den Finger gewickelt.

Ich werfe erneut einen Blick aufs Handy, und mein Argwohn wuchert wie der Efeu am Gebäude hinter mir. O Mann, worüber will er denn mit mir reden? Alles, was gesagt werden musste, wurde gestern Abend gesagt, bevor ich aus seinem Studentenwohnheim gestürmt bin. Und als ich gesagt habe, dass Schluss sei, habe ich es auch so gemeint.

Jetzt ist wirklich Schluss. Es ist unsere vierte Trennung in drei Jahren. Ich kann so nicht mehr weitermachen mit diesem endlosen Kreislauf aus Freude und Herzschmerz.

Trotzdem tut es weh. Es ist schwer, jemanden gehen zu lassen, der über eine so lange Zeit ein großer Teil deines Lebens war. Und es ist noch schwerer, wenn diese Person dich nicht gehen lässt.

Seufzend eile ich die Treppen hinunter zum Kopfsteinpflasterweg, der sich über den Campus schlängelt. Normalerweise nehme ich mir die Zeit, die Umgebung zu genießen – diese wunderschönen Gebäude, die gusseisernen Bänke und die riesigen, Schatten spendenden Bäume –, aber heute will ich einfach nur zurück in mein Wohnheim, mir die Bettdecke über den Kopf ziehen und die Welt um mich herum vergessen. Und zum Glück kann ich das auch tun, denn meine Mitbewohnerin Hannah ist dieses Wochenende nicht da. Das bedeutet, sie kann mir auch keine Vorträge über die emotionalen Risiken meines Selbstmitleids halten.

Dabei hat sie das gestern Abend auch nicht getan. Nein, sie hat genau das getan, was man als beste Freundin der Welt so tut. In dem Moment, als ich durch unsere Tür gekommen bin, nachdem ich mit Sean Schluss gemacht hatte, wartete Hannah schon in unserem Wohnzimmer mit einer großen Packung Eis, einer Schachtel Kleenex und zwei Flaschen Rotwein auf mich. Anschließend hat sie die halbe Nacht damit verbracht, mir Papiertücher zu reichen und meinem unverständlichen Gebrabbel zuzuhören.

Schlussmachen ist scheiße. Ich komme mir vor wie eine Idiotin. Nein, ich komme mir vor wie eine Versagerin. Der letzte Rat, den mir meine Mutter gegeben hat, bevor sie starb, lautete: Hör nie auf, an die Liebe zu glauben. Das hat sie mir eigentlich schon eingebläut, lange bevor sie krank geworden ist. Ich kenne die genauen Details nicht, aber es ist kein Geheimnis, dass die Ehe meiner Eltern während ihrer achtzehn gemeinsamen Jahre mehr als einmal auf der Kippe stand. Aber sie haben es geschafft. Sie haben dafür gekämpft.

Jedes Mal, wenn ich daran denke, wie ich Sean gestern zurückgelassen habe, verkrampft sich mein Magen. Vielleicht hätte ich mehr für unsere Liebe kämpfen müssen. Ich meine, ich weiß ja, dass er mich liebt …

Würde er dich lieben, hätte er dir nicht dieses Ultimatum gestellt, ertönt eine verärgerte Stimme in mir. Du hast das Richtige getan.

Ich schnappe nach Luft, als ich die Stimme in meinem Kopf erkenne. Sie gehört meinem Vater, der zufälligerweise auch mein größtes Vorbild ist. In seinen Augen kann ich nichts falsch machen.

Zu schade, dass Sean mich nicht durch diese Augen sehen kann.

Fünf Minuten bevor ich das Bristol House erreiche, in dem ich mir eine Zweizimmerwohnung mit Hannah teile, vibriert mein Handy.

Mist. Noch eine Mitteilung von Sean.

Und noch mal Mist, denn sie lautet:

Es tut mir so leid, dass ich dich beschimpft habe, Schatz.

Ich habe es nicht so gemeint. Ich bin einfach nur fertig.

Du bedeutest mir alles. Ich hoffe, du weißt das.

Eine weitere Nachricht erscheint auf dem Display:

Komme nach meinen Kursen vorbei. Wir müssen reden.

Ich spüre Panik in mir aufsteigen. Ich habe keine Angst vor Sean, zumindest nicht im körperlichen Sinne. Ich weiß, dass er mir gegenüber nie handgreiflich werden würde. Aber ich habe Angst davor, dass er mich wieder einlullt. Das kann er nämlich sehr gut. Er muss mich einfach nur Schatz nennen und mir dieses unwiderstehliche Lächeln zuwerfen, und schon ist es um mich geschehen.

Ich verspüre eine Mischung aus Ärger, Angst und Wut, während ich seine Nachrichten noch einmal lese. Er blufft nur. Er würde doch nicht unaufgefordert vorbeikommen, oder?

Verdammter Mist.

Mit zittrigen Fingern wähle ich Hannahs Nummer. Nach zwei Klingeltönen höre ich die aufmunternde Stimme meiner besten Freundin am anderen Ende der Leitung. „Hey, was ist los? Geht’s dir gut?“

Im Hintergrund höre ich eine leise Frauenstimme – es ist Grace Ivers, Logans Freundin. Das bedeutet, dass Hannah und ihr Freund Garrett schon auf dem Weg zu ihrem Wochenendausflug nach Boston sind. Sie hat mich eingeladen, mit ihnen zu kommen, was ich dankend abgelehnt habe, da ich nicht das fünfte Rad am Wagen sein wollte. Zwei total verliebte Pärchen und ich? Nein danke.

Jetzt wünschte ich mir, ich hätte die Einladung angenommen, denn ich bin am Wochenende allein, und Sean will mit mir reden.

„Sean kommt heute Abend vorbei“, sprudelt es aus mir heraus.

Hannah schnappt nach Luft. „Was? Nein! Warum hast du überhaupt zugestimmt?“

„Ich habe überhaupt nicht zugestimmt. Er hat mich nicht einmal gefragt, ob es in Ordnung ist. Er hat mir einfach eine Nachricht geschickt, dass er heute Abend vorbeikommt.“

„Was soll das?“ Sie klingt so verärgert, wie ich mich fühle.

„Keine Ahnung.“ Jetzt überkommt mich richtige Panik. „Ich kann mich nicht mit ihm treffen, Hannah. Die Trennung ist noch zu frisch. Wenn er vorbeikommt, nehme ich ihn am Ende vielleicht doch wieder zurück.“

„Allie …“

„Meinst du, wenn ich alle Lichter ausmache und die Tür abschließe, denkt er, dass ich nicht zu Hause bin, und geht wieder?“

„So, wie ich Sean kenne, wird er wahrscheinlich die ganze Nacht vor deiner Tür warten. Weißt du was? Ich hätte nicht zu diesem Bruins-Spiel fahren sollen. Ich hätte zu Hause bei dir bleiben sollen. Warte kurz, ich sage Garrett, dass er umdrehen soll …“

„Auf gar keinen Fall“, unterbreche ich sie. „Du wirst deinen Ausflug nicht meinetwegen abbrechen. Das ist deine letzte Chance auf ein bisschen Spaß.“

Hannahs Freund ist Captain des Eishockeyteams der Uni, und das bedeutet, dass sein Trainings- und Spielplan wieder voll sein wird, jetzt, da die neue Saison begonnen hat. Was bedeutet, dass Hannah ihn nicht mehr so oft sehen wird. Und ich will bestimmt nicht diejenige sein, die eines ihrer seltenen freien Wochenenden ruiniert.

„Ich will nur deinen Rat.“ Ich muss schlucken. „Bitte, sag mir, was ich tun soll. Soll ich Tracy fragen, ob ich bei ihr übernachten kann?“

„Nein, du solltest besser nicht im Bristol sein, wenn Sean durch die Gänge läuft. Vielleicht Megan – nein, warte, ihr neuer Freund ist dieses Wochenende in der Stadt. Sie wollen wahrscheinlich alleine sein.“ Hannah klingt nachdenklich. „Was ist mit Stella?“

„Sie und Justin sind letzte Woche erst zusammengezogen. Sie haben bestimmt keine Lust auf einen spontanen Übernachtungsgast.“

„Warte mal kurz.“ Eine Pause entsteht. Ich höre Garretts gedämpfte Stimme, kann aber nicht verstehen, was er sagt. Dann ist Hannah wieder am Telefon. „Garrett sagt, du kannst übers Wochenende in seinem Haus bleiben. Dean und Tucker sind beide da, und wenn Sean herausfindet, wo du bist, und vorbeikommen sollte, dann werden sie ihm einen Arschtritt verpassen.“ Ich höre wieder Gerede im Hintergrund. „Du kannst in Garretts Zimmer schlafen“, fügt sie hinzu.

Ist das nicht total lächerlich? Ich kann es nicht fassen, dass ich ernsthaft darüber nachdenke, vor Sean aus meiner eigenen Wohnung zu flüchten. Aber in Gedanken sehe ich ihn an meine Tür hämmern. Oder noch schlimmer: Er steht mit einem Gettoblaster vor meinem Fenster und spielt diesen einen Song von Peter Gabriel! Ich hasse dieses Lied.

„Ist das wirklich in Ordnung?“, frage ich.

„Auf jeden Fall. Logan schreibt Dean und Tucker gerade eine Nachricht, damit sie Bescheid wissen. Du kannst jederzeit kommen.“

Ich fühle mich erleichtert und schuldig zugleich. „Mach den Lautsprecher an, okay? Ich will mit Garrett reden.“

„Klar. Warte kurz.“

Im nächsten Moment ertönt Garrett Grahams tiefe Stimme am anderen Ende der Leitung. „Saubere Bettwäsche liegt im Schrank, aber vielleicht bringst du dir dein eigenes Kissen mit. Wellsy ist der Meinung, dass meine zu weich sind.“

„Sie sind zu weich“, protestiert Hannah, die wegen ihres Nachnamens Wells den Spitznamen Wellsy bekommen hat. „Da kommt man sich vor, als würde man auf einem matschigen Marshmallow schlafen.“

„Es fühlt sich an, als ob man auf einer flauschigen Wolke schläft“, korrigiert sie Garrett. „Glaub mir, Allie, meine Kissen sind der Wahnsinn. Aber du solltest trotzdem dein eigenes mitbringen. Für alle Fälle.“

Ich muss lachen. „Danke für den Tipp. Aber bist du dir sicher, dass das in Ordnung ist? Ich will mich nicht aufdrängen.“

„Alles gut, Allie. Du musst Tucker nur mit deinen großen blauen Augen anschmachten, dann kocht er dir auch ein gutes Abendessen. Ach, und Logan gibt Dean gerade ganz klare Anweisungen, dass er dich nicht anmachen soll. Du dürftest also deine Ruhe vor ihm haben.“

Ja, richtig. Dean Heyward-Di Laurentis ist der größte Frauenheld der Welt. Jedes Mal, wenn ich ihn sehe, macht er mich an. Aber das ist nichts Besonderes, weil er das bei jedem Mädchen tut.

Deshalb mache ich mir auch keine Sorgen. Ich weiß, wie ich mit Dean umgehen muss. Und Tucker ist ja auch noch da – als Puffer zwischen mir und seinem sexbesessenen Mitbewohner.

„Das weiß ich wirklich zu schätzen“, sage ich zu Garrett. „Im Ernst, ich schulde dir was.“

„Blödsinn.“

Jetzt mischt sich Hannah wieder ein. „Schreib mir, wenn du da bist, okay? Und dann schaltest du dein Handy aus, damit Sean dich nicht belästigen kann.“

Habe ich schon erwähnt, dass ich die beste, beste Freundin der Welt habe?

Ich lege auf und fühle mich augenblicklich besser. Wahrscheinlich ist es wirklich eine gute Idee, das Wochenende nicht im Wohnheim zu verbringen. Ich werde es einfach als eine kleine Auszeit betrachten, ein paar Tage, um den Kopf frei zu kriegen und mich wieder zu sammeln. Und solange Dean und Tucker in meiner Nähe sind, werde ich auch nicht versucht sein, Sean anzurufen. Dieses Mal brauchen wir einen klaren Schlussstrich. Gar keinen Kontakt mehr, zumindest für die nächsten Wochen. Oder Monate. Oder Jahre.

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, ob ich diese Trennung überleben werde. Ich habe diesen Kerl jahrelang geliebt. Und Sean hat auch seine guten Seiten. Immer wenn ich krank war, stand er mit einer Suppe vor meiner Tür. Und als er …

Stopp!

In meinem Kopf schrillen die Alarmglocken und machen mich auf meine Dummheit aufmerksam. Nein. Ich werde nicht wieder zurückrudern. Es ist völlig egal, dass er durchaus gute Seiten hat, denn er hat definitiv auch seine schlechten, wie der gestrige Abend gezeigt hat.

Ich straffe die Schultern, gehe schneller und bin fest entschlossen, es diesmal durchzuziehen. Zwischen Sean und mir ist es aus. Ich kann ihn jetzt nicht treffen oder ihm schreiben oder irgendetwas tun, das meine Meinung ändern könnte.

Tag eins meines Lebens ohne Sean hat offiziell begonnen.

Es ist Freitagabend, ich liege auf der Couch im Wohnzimmer und nippe an einem Bier, während zwei Blondinen – zwei sehr heiße, sehr nackte Blondinen – sich vor meinen Augen einen Zungenkuss geben. Mein Leben ist einfach geil.

„Der beste Abend meines Lebens“, murmle ich vor mich hin. Mit dem Blick verfolge ich Kellys Hände, die sich auf Michelles pralle Brüste zubewegen. Kelly drückt zu, und ich stöhne auf. „Er wäre aber noch besser, wenn ihr beiden eure kleine Party hierherverlagern könntet.“

Atemlos lassen sie voneinander ab und kommen lachend zu mir herüber. „Gib uns ein guten Grund dafür“, sagt Kelly aufreizend.

Ich runzle die Stirn und fasse mir dann selbst an meinen steifen Penis. Langsam fahre ich mit der Hand auf und ab. „Ist das Grund genug?“

Michelle ist die Erste, die mit wippenden Brüsten und wackelndem Hintern in meine Richtung tänzelt, sich dann auf meinen Schoß setzt und ihre Lippen auf meinen Mund presst. Wenige Sekunden später sitzt auch Kelly neben mir, und ich spüre ihre warmen, weichen Lippen an meinem Hals. O Gott! Mein Penis ist so hart, dass es fast wehtut, und diese beiden Göttinnen foltern mich mit Küssen. Mit langen, fordernden Küssen und feuchten, magischen Zungen, mit gezieltem Lecken und sanftem Saugen, was mich in den Wahnsinn treiben soll.

Ich würde ja gerne behaupten, dass ein solcher Dreier eine neue Erfahrung für mich ist, oder dass die Bezeichnung „männliche Hure“, die mir meine Eishockeyteamkollegen gegeben haben, wirklich übertrieben ist, aber das wäre falsch. Es ist so, wie es ist. Ich liebe Sex. Und ich habe jede Menge davon. Was soll’s?

Ich stöhne auf, als Kelly mit ihren Fingern an meinem Penis entlangfährt. „O Gott, womit habe ich das verdient?“

„Das ist erst der Anfang“, erklärt Michelle und wirft ihre lange Mähne über die Schulter. „Du kommst nicht, bevor wir nicht kommen, ist das klar?“

Sie hat recht – ich habe ein Versprechen gegeben, und ich habe auch vor, es einzuhalten. Im Gegensatz zu dem, was meine Arschlochfreunde über mich denken, geht es mir beim Sex vor allem um die Frau. Oder in diesem Fall um die Frauen. Zwei wunderschöne, ungeduldige Frauen, die nicht nur auf mich, sondern auch aufeinander stehen.

„Dann sollte ich wohl endlich anfangen“, verkünde ich und drücke Michelle auf das Kissen. Ich umschließe einen ihrer Nippel mit den Lippen und sauge fest daran. Stöhnend drückt sie ihre Hüften nach oben. Im Augenwinkel sehe ich einen Schatten. Kelly beugt sich ebenfalls über ihre Freundin und saugt an ihrem anderen Nippel. Grundgütiger Gott! Ich stöhne laut genug, um Tote zu wecken.

Kelly hebt ihren Kopf und grinst mich an. „Ich dachte, du könntest etwas Hilfe gebrauchen.“ Dann küsst sie sich über Michelles flachen Bauch in Richtung Oberschenkel.

Auch meine Lippen gleiten über ihre gebräunte Haut und ihre weichen Kurven, bis ich die Stelle erreiche, bei der mir das Wasser im Mund zusammenläuft. Kelly ist bereits in vollem Gange. Verdammt, ich weiß nicht, ob ich mich lange genug unter Kontrolle halten kann, um beide zum Höhepunkt zu bringen. Ich bin selbst schon ganz kurz davor.

Ich ignoriere das Pochen in meinem Schritt, befeuchte meine Lippen, bewege meinen Mund auf Michelles feuchte Stelle zu und …

Da klingelt es an der Tür.

Verdammt! Ich schiele auf die Digitaluhr am Blu-Ray-Player. Es ist halb neun. Ich versuche mich zu erinnern, ob ich einen von meinen Kumpels eingeladen habe, aber ich habe den ganzen Tag mit niemandem geredet außer mit meinen Mitbewohnern. Und die sind alle ausgeflogen. Garrett und Logan sind mit ihren Freundinnen vor einer Stunde nach Boston gefahren, und Tucker geht heute Abend mit irgendeinem Mädchen ins Kino.

„Merkt euch, wo ihr wart.“ Ich lecke kurz über Michelles Oberschenkel und stehe dann von der Couch auf, um meine Shorts zu suchen.

Als ich meinen Penis sicher verstaut habe, gehe ich zur Haustür. Als ich öffne und sehe, wer davorsteht, runzle ich die Stirn.

„Schlechtes Timing“, sage ich zu Hannahs bester Freundin Allie. „Deine Freundin ist schon weg. Komm am Sonntag wieder vorbei.“

Ich will die Tür wieder schließen, doch dummerweise schiebt die Blondine auf meiner Schwelle einen schwarzen Winterstiefel zwischen Tür und Rahmen. „Jetzt sei kein Arschloch, Dean. Du weißt, dass ich das Wochenende hier verbringe.“

Verwundert ziehe ich die Augenbrauen nach oben. „Äh, wie bitte?“ Ich sehe sie mir genauer an, und erst jetzt bemerke ich den vollgepackten Rucksack, der über ihrer Schulter hängt. Und den pinkfarbenen Trolley neben ihren Füßen.

Allie Hayes stößt einen lauten Seufzer aus. „Logan hat dir alles geschrieben. Und jetzt lass mich rein. Mir ist kalt.“

Ich lege meinen Kopf schief. Dann schiebe ich ihren Fuß unsanft aus dem Weg. „Warte hier. Ich bin gleich wieder zurück.“

„Willst du mich verarschen?“

Ich lehne die Tür an.

Verärgert gehe ich zurück ins Wohnzimmer, wo Michelle und Kelly mich nicht einmal bemerken – sie sind zu sehr miteinander beschäftigt. Ich brauche fast eine Minute, um mein Handy zu finden, und als ich es schließlich vom Boden aufhebe, sehe ich, dass Hannahs Freundin keinen Mist erzählt hat.

Auf dem Display erscheinen fünf ungelesene Nachrichten. Das kann schon mal vorkommen. Ein Dreier hat in dem Fall natürlich Vorrang. Das ist ja wohl klar.

Logan:  Hey, Bro. Wellsys Freundin Allie schläft am Wochenende bei uns.

Logan:  Lass deinen Schwanz in der Hose. Garrett und ich sind nicht in der Stimmung, dich zu verprügeln, falls du sie anmachst. Aber Wellsy könnte sehr wohl in der Stimmung dafür sein. Also: Schwanz = Hose = belästige unseren Gast nicht.

Hannah:              Allie übernachtet bis Sonntag bei euch. Sie ist gerade sehr verletzlich. Nutz das bloß nicht aus, sonst machst du mich sehr unglücklich. Und du willst mich doch nicht unglücklich machen, oder?

Ich muss schmunzeln. Hannah Wells, diplomatisch wie immer. Schnell lese ich noch die letzten beiden Nachrichten.

Garrett:               Allie wird in meinem Zimmer schlafen.

Garrett:               Dein Schwanz bleibt in deinem Zimmer.

Mann, was hat nur jeder mit meinem Schwanz?

Und ihr Timing könnte nicht schlechter sein. Ich werfe einen sehnsüchtigen Blick auf die Couch. Kellys Finger sind genau da, wo meine jetzt gern wären.

Ich räuspere mich, und die Mädchen blicken zu mir rüber. Michelles Blick ist verschwommen durch die besondere Aufmerksamkeit, die ihre Freundin ihr schenkt.

„Ich sag das wirklich nicht gern, aber ihr müsst jetzt leider gehen, Ladys.“

Die beiden reißen die Augen auf. „Wie bitte?“, meint Kelly entrüstet.

„Ich habe einen unangemeldeten Gast, der draußen wartet“, murmle ich. „Und das bedeutet, dass dieses Haus gerade zur jugendfreien Zone geworden ist.“

Michelle kichert. „Seit wann stört es dich, wenn dir jemand beim Sex zuschaut?“

Das stimmt. Normalerweise ist es mir total egal, ob noch jemand anderes im Zimmer ist. Meistens finde ich das sogar besser. Aber vor Hannahs Freundin kann ich das unmöglich bringen. Auch nicht vor Hannah und Grace. Die Jungs stören mich nicht. Sie kennen das schon. Aber ich weiß, dass Garrett und Logan es nicht so gut fänden, wenn ich vor ihren Freundinnen Sex hätte. Seitdem die beiden eine feste Beziehung haben, sind meine Kumpel zu prüden Kerlen mutiert. Das ist wirklich schade.

„Dieser Gast ist eine zarte Blume“, sage ich trocken. „Sie würde wahrscheinlich in Ohnmacht fallen, wenn sie uns drei zusammen sehen würde.“

„Würde ich nicht“, erklingt Allies verärgerte Stimme von der Türschwelle.

Jetzt werde ich langsam sauer. Diese Tussi kann doch nicht einfach durchs Haus laufen, als würde sie hier wohnen? Das geht nicht.

Ich blicke sie finster an. „Ich habe dir doch gesagt, du sollst draußen warten.“

„Und ich habe dir gesagt, dass mir kalt ist“, erwidert sie schnippisch. Und außerdem scheint es sie überhaupt nicht zu stören, dass ein paar Meter von ihr entfernt zwei nackte Mädchen auf der Couch liegen.

Meine Besucherinnen studieren Allies Gesicht wie einen Haufen Bakterien unter dem Mikroskop. Dann rümpfen sie ihre Nasen und wenden ihre Blicke ab, als wäre sie nichts als … ein Haufen Bakterien unter dem Mikroskop. Mädchen scheinen in meiner Gegenwart immer einen Konkurrenzkampf austragen zu müssen. Aber anscheinend sehen sie Allie nicht als Konkurrenz an.

Das kann ich gut verstehen. Sie trägt eine dicke schwarze Jacke, Stiefel und Handschuhe, und ihr blondes Haar steckt unter einer roten Wollmütze. Wir haben Anfang November, es liegt kein Schnee, es ist noch nicht wirklich kalt, und es gibt überhaupt keinen Grund, sich so einzupacken. Außer man ist verrückt. Und das denke ich langsam von Allie, denn jetzt marschiert sie einfach in mein Wohnzimmer und lässt sich auf einen Sessel fallen.

Als sie ihre Jacke öffnet, wirft sie meinen Gästen einen kurzen Blick zu und dreht sich dann wieder zu mir um. „Warum verlegt ihr eure kleine Party nicht nach oben? Ich bleibe hier unten und schaue mir einen Film an.“

„Oder du gehst in Garretts Zimmer und schaust dir dort einen Film an“, sage ich entschlossen. Aber eigentlich ist es schon egal. Sie hat die Stimmung versaut, und ich habe keine große Lust, mit zwei Mädchen rumzumachen, wenn außer uns nur noch Hannahs beste Freundin im Haus ist.

Seufzend drehe ich mich zu den Mädchen um. „Können wir das verschieben?“

Keine von beiden hat große Einwände. Anscheinend hat Miss Allie nicht nur die Stimmung versaut, nein, sie hat die Erde verbrannt und mit Salz bestreut, damit nie wieder auch nur ein Funken von Geilheit darauf sprießen kann.

Allie schenkt den Mädchen, die sich jetzt anziehen, kaum Beachtung. Sie ist zu beschäftigt damit, sich tausend Schichten von Winterklamotten auszuziehen und sie über die Lehne des Sessels zu werfen. Als sie fertig ist, sieht sie gleich viel kleiner aus in ihrer schwarzen Leggins und dem viel zu großen, gestreiften Oberteil. Und sie zögert keine Sekunde, es sich auf dem großen, weichen Sessel bequem zu machen.

Ich bringe Kelly und Michelle noch zur Tür, wo beide praktisch mein ganzes Gesicht verschlingen und mir das Versprechen abverlangen, alles nachzuholen. Als sie weg sind, ist mein Penis wieder hart.

Ich gehe zurück ins Wohnzimmer und werfe Allie einen bösen Blick zur. „Hat dir das Spaß gemacht?“, will ich von ihr wissen.

„Was?“

„Mir den Abend zu versauen.“

Allie lacht. „Gibt es einen einzigen Grund, warum du deine beiden Blondies nicht mit nach oben nehmen konntest? Du hättest sie meinetwegen nicht rausschmeißen müssen.“

„Denkst du wirklich, ich kann da oben mit zwei Mädchen rummachen, während du hier unten sitzt?“

Sie lacht erneut. „Du machst immer in der Öffentlichkeit rum. Die ganze Zeit. Was schert es dich, wenn ich im Haus bin?“ Sie blickt mich nachdenklich an. „Oder willst du einfach nicht in dein Zimmer? Hannah hat mir schon erzählt, dass du immer im Wohnzimmer Sex hast. Was soll das? Hast du Bettwanzen oder so etwas?“

Ich knirsche mit den Zähnen. „Nein.“

„Warum gehst du dann nicht in dein Zimmer, wenn du Damenbesuch hast?“

„Weil …“ Ich halte inne und blicke sie wieder finster an. „Das geht dich gar nichts an. Warum bist du überhaupt hier? Hat es im Bristol House gebrannt?“

„Ich verstecke mich.“ Sie sagt das so, als müsste ich es verstehen. Dann schaut sie sich im Wohnzimmer um. „Wo ist Tucker? Garrett hat gemeint, er ist auch hier.“

„Er ist ausgegangen.“

Sie schiebt ihre Unterlippe nach vorn. „Hm … das ist blöd. Er hätte bestimmt einen Film mit mir angeschaut. Das musst du jetzt wohl übernehmen.“

„Erst versaust du mir den Abend, und jetzt willst du, dass ich was mit dir unternehme?“

„Glaub mir, du bist die letzte Person, mit der ich etwas unternehmen möchte, aber ich stecke gerade in einer Krise, und du bist der Einzige, der hier ist. Du musst mir Gesellschaft leisten, Dean. Sonst könnte ich etwas sehr, sehr Dummes tun, und mein ganzes Leben wäre ruiniert.“

Hannah hat mir mal erzählt, dass Allie Schauspielerei als Hauptfach hat. Darin ist sie wirklich gut.

„Bitte?“

Sie wirft mir einen flehenden Blick zu. Großen blauen Augen konnte ich noch nie widerstehen. Vor allem nicht, wenn sie zu einer süßen Blondine mit einem tollen Körper gehören.

„Du hast gewonnen. Ich werde dir Gesellschaft leisten, okay?“

Sie sieht erfreut aus. „Welchen Film schauen wir uns an?“

Ich muss ein Stöhnen unterdrücken. Aus einem Dreier mit zwei heißen Mädels ist ein Babysittereinsatz geworden, bei dem ich die beste Freundin meines besten Freundes beaufsichtigen muss.

Dank der heißen Abschiedsküsse von Kelly und Michelle ist mein Schwanz immer noch steinhart. Absolut fantastisch.

Elle  Kennedy

Über Elle Kennedy

Biografie

Elle Kennedy wuchs in einem Vorort von Toronto (Kanada) auf und studierte Englische Literatur an der York University. Sie wusste schon früh, dass sie Autorin werden will, und im Alter von zwölf Jahren schrieb sie ihren ersten Liebesroman. Wenn sie nicht schreibt, liest sie, und wenn sie nicht liest,...

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