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Diamonds For Love – Verlockende NäheDiamonds For Love – Verlockende Nähe

Diamonds For Love – Verlockende Nähe

Roman

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Diamonds For Love – Verlockende Nähe — Inhalt

Nichts funkelt so sehr wie ein Brillant – außer der Liebe

Logan Bennett trägt seinen Nachnamen mit Stolz und steht zu hundert Prozent hinter dem Familienunternehmen, das hochwertigen Schmuck produziert. Er weiß zwar, dass Arbeit allein nicht glücklich macht, doch seit ihn seine Exverlobte hat abblitzen lassen, will er von der Liebe nichts mehr wissen. Aber damit hat er die Rechnung ohne seine Schwester Pippa gemacht: Sie liebt ihr Hobby, das Verkuppeln. Als sie erfährt, dass die umwerfende Nadine Hawthorne nach San Francisco zieht, beschließt sie, dass es für Logan an der Zeit ist, der Liebe eine neue Chance zu geben.

»Einmal angefangen, kann man Layla Hagens Bücher nicht mehr zur Seite legen.« Geneva Lee, Autorin der Royals-Serie

€ 10,00 [D], € 10,30 [A]
Erschienen am 01.03.2018
Übersetzt von: Vanessa Lamatsch
320 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-31162-5
€ 8,99 [D], € 8,99 [A]
Erschienen am 01.03.2018
Übersetzt von: Vanessa Lamatsch
304 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-97870-5

Leseprobe zu »Diamonds For Love – Verlockende Nähe«

1 Logan 

»Wie fühlst du dich?«, frage ich meine Schwester, kaum dass sie im Auto sitzt.

Pippa nimmt die Schultern zurück. »Endlich frei.«

Sie hat gerade ihre Scheidungspapiere unterschrieben, also ist frei wohl das passende Wort. Allerdings heißt frei nicht gut, was bedeutet, dass meine wichtigste Aufgabe für heute darin besteht, mich um meine Schwester zu kümmern und sie aufzumuntern.

Als wir Teenager waren, war alles noch ganz einfach. Um Pippas Laune zu heben, musste ich sie nur mit jeder Menge Eis füttern und sie vielleicht noch ins Kino ausführen. [...]

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1 Logan 

»Wie fühlst du dich?«, frage ich meine Schwester, kaum dass sie im Auto sitzt.

Pippa nimmt die Schultern zurück. »Endlich frei.«

Sie hat gerade ihre Scheidungspapiere unterschrieben, also ist frei wohl das passende Wort. Allerdings heißt frei nicht gut, was bedeutet, dass meine wichtigste Aufgabe für heute darin besteht, mich um meine Schwester zu kümmern und sie aufzumuntern.

Als wir Teenager waren, war alles noch ganz einfach. Um Pippas Laune zu heben, musste ich sie nur mit jeder Menge Eis füttern und sie vielleicht noch ins Kino ausführen. Jetzt, wo sie dreißig ist, liegen die Dinge anders. Aber ich bin immer noch ihr großer Bruder, und daher ist es nach wie vor meine Aufgabe, einen Weg zu finden, um sie aufzuheitern.

»Was würdest du gern machen?«, erkundige ich mich.

»Ava und Sebastian essen gerade in meinem Lieblings-Sushi-Restaurant. Wir könnten uns ihnen anschließen.«

»Sebastian wird nicht glücklich sein, wenn wir in seine Verabredung platzen.«

»Oh, das werden wir nicht«, meint Pippa. Ihre Mundwinkel heben sich zum ersten Mal am heutigen Tag und verziehen ihre Lippen zu einem echten Lächeln.

Ich kneife die Augen zusammen, weil ich eine Falle wittere. In den vergangenen Monaten, genau genommen seitdem meine Schwester herausgefunden hat, was für ein Mistkerl ihr Exmann ist, hat sich Pippa ein gefährliches Hobby zugelegt: die Kuppelei. Sie hat unserer Mutter erklärt, sie plane, für jedes ihrer Geschwister den perfekten Partner zu finden. Da es neun von uns Bennetts gibt, dürfte das ein sehr ehrgeiziges Projekt werden. Als Erstes war Sebastian dran, unser ältester Bruder. Aber so lächerlich ich Pippas Idee auch finden mag, letztendlich hat Sebastian tatsächlich die perfekte Frau gefunden.

Unsere Eltern sind seit über dreißig Jahren verheiratet und lieben sich immer noch. Ich kann verstehen, welchen Zauber die Vorstellung eines perfekten Partners auf Pippa ausübt. Ich beneide unsere Eltern ebenfalls; aber soweit es mich betrifft, ist das, was sie haben, unmöglich zu finden. Sie hatten einfach Glück, genau wie Sebastian und Ava.

Unglücklicherweise scheint Pippa meine Wenigkeit als ihr nächstes Opfer auserkoren zu haben. Unglaublich. Ich bin der Chief Financial Officer einer milliardenschweren Firma. Ich kann verdammt noch mal selbst eine Frau finden, wenn ich will …

Und in diesem Moment fällt bei mir der Groschen.

»Pippa, ist noch jemand mit Ava und Sebastian im Restaurant?«, frage ich.

»Avas beste Freundin Nadine. Du weißt schon, die gerade erst in die Stadt gezogen ist.«

Bingo. Ich wusste doch, dass das hier ein abgekartetes Spiel ist. Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten: ein Machtwort sprechen und meiner Schwester erklären, sie solle sich ein anderes Hobby suchen – oder die Klappe halten und mitspielen. Das Problem: Ich schaffe es einfach nicht, meinen drei Schwestern etwas abzuschlagen. Das konnte ich noch nie, was mich in der Vergangenheit oft in Schwierigkeiten gebracht hat. Und ich habe so eine Ahnung, dass es bald schon wieder passieren wird. Doch trotz meines Misstrauens kann ich nicht Nein sagen. Wenn es meine Schwester von ihrem Unglück ablenkt, dass ich diese Nadine treffe, und sei es nur für ein paar Stunden, dann ist es die Sache wert.

»Ich habe von ihr gehört«, murmle ich.

»Super. Dann lass uns fahren.«

Als ich den Motor starte, blicke ich noch mal kurz zu meiner Schwester rüber. Pippa ist vollkommen begeistert – was bedeutet, dass ich am Arsch bin.

Nadine, du solltest besser witzig oder sexy sein …

 

2 Nadine 

»Willkommen in San Francisco!«

Meine beste Freundin Ava, ihr Verlobter Sebastian Bennett und ich lassen die Gläser klirren.

»Ich bin so aufgeregt«, sage ich und kichere. »Langsam begreife ich, dass ich jetzt hier wohne.«

Ich bin vor zwei Wochen in die Stadt gezogen, doch den Großteil der Zeit habe ich damit verbracht, durch die Gegend zu hetzen, um alles unter Dach und Fach zu bringen. Das ist der Grund, warum mein Begrüßungsessen erst heute stattfindet. Die Location ist perfekt: Von der Bar im Hof aus kann man die berühmten Hügel von San Francisco sehen, die Twin Peaks, hinter dem Hof liegt das Restaurant. Es ist elegant, aber nicht schickimicki, was ich zu schätzen weiß.

Ava erzählt mir seit meiner Ankunft, dass die Bennetts keine Snobs sind, obwohl sie ein milliardenschweres Unternehmen besitzen. Ich hatte vermutet, dass die Beobachtungsgabe meiner Freundin unter ihrer Liebe zu Sebastian gelitten hat. Nachdem ich ihn und seine Schwestern Pippa und Alice getroffen habe, wurde mir allerdings klar, dass Ava recht hat. Die Bennetts sind so ziemlich das Gegenteil von Snobs. Vielleicht, weil sie nicht reich geboren wurden.

Tatsächlich hat Ava mir erzählt, dass die Familie ziemlich arm war, als Sebastian vor mehr als zehn Jahren Bennett Enterprises gründete. Seitdem ist die Firma zu einem der berühmtesten Schmuckproduzenten der Vereinigten Staaten herangewachsen. Ich habe größten Respekt für die Familie und ihre Leistungen und deute die Begegnung mit ihnen als gutes Omen dafür, dass in San Francisco alles anders werden wird. Besser als das sogar.

»Pippa, Logan! Schön, dass ihr es noch geschafft habt«, sagt Sebastian zu jemandem hinter mir.

Ich drehe mich um, dann bleibt mir fast die Luft weg. Ich habe Bilder der gesamten Bennett-Familie gesehen und Logan hat von Anfang an meine Aufmerksamkeit erregt. Doch ihn live und in Farbe vor mir zu sehen ist eine ganz andere Erfahrung. In seinem marineblauen Anzug könnte er mühelos einer Plakatwerbung für Aftershave entsprungen sein. Wenn sie ihn auf einer Werbetafel einblenden würden, käme es darunter wahrscheinlich zu Auffahrunfällen.

Logan ist zweifellos der heißeste Mann, der mir je untergekommen ist. Er hat breite Schultern und einen muskulösen Körperbau. Hohe Wangenknochen betonen seine dunklen Augen. Sein braunes Haar ist verwuschelt, als wäre er gerade mit der Hand hindurchgefahren. Plötzlich verzehren sich meine Finger danach, diese wunderbaren Locken und seine vollen Lippen zu berühren.

Verdammt.

Es ist lange her, dass ein Mann eine so starke Wirkung auf mich ausgeübt hat. Ich beiße mir auf die Innenseite der Wange und wende den Blick von Logan ab. Das Letzte, was ich gerade brauchen kann, ist, mich nach einem Mann zu verzehren – besonders, wenn es sich dabei um den baldigen Schwager meiner besten Freundin handelt.

»Logan, das ist Nadine«, sagt Ava.

Ohne zu zögern, schüttelt Logan meine Hand. Seine Berührung entzündet ein Feuer in mir.

»Schön, dich kennenzulernen, Nadine.«

Selbst seine Stimme ist sexy. Ich halte seine Finger ein wenig zu lange fest, bis mir klar wird, dass es Zeit wird, sie loszulassen. Eilig ziehe ich meine Hand zurück und lächle verlegen.

»Wir sollten euch etwas zu trinken besorgen«, schaltet Sebastian sich ein. Er winkt eine Kellnerin an den Tisch und wir bestellen.

Bald schon stehen die Getränke vor uns. Mit den Gläsern in der Hand stehen wir um einen hohen Bartisch herum. Ich bemühe mich, Logan nicht unentwegt anzustarren, und versage kläglich. Oh, verdammt …

Wobei. Ich mag ja eine Männerpause ausgerufen haben, aber das bedeutet nicht, dass ich ein besonders attraktives Exemplar nicht zumindest bewundern darf, wenn es mir begegnet. Damit beginnt offiziell das Begaffen von Logan Bennett.

»Lasst uns auf Pippas Freiheit anstoßen«, schlägt Sebastian vor und reißt mich damit aus meinen Tagträumen. Ich erinnere mich daran, dass Pippa heute ihre Scheidungspapiere unterzeichnet hat.

Als wir unsere Gläser aneinanderstoßen, bemerke ich eine Veränderung in der Körpersprache der Geschwister. Beim Wort »Freiheit« ist Pippas Lächeln eine Spur blasser geworden. Logan und Sebastian legen ihr jeweils eine Hand auf die Schulter.

»Wenn du willst, dass wir dem Kerl die Fresse polieren oder sein Leben zerstören, genügt nur ein Wort«, erklärt Logan seiner Schwester.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass er nur halb im Scherz spricht. Er umfasst ihre Schulter ein wenig fester und Pippas Lächeln kehrt zurück. Es ist schön zu sehen, wie viel Zärtlichkeit im Blick der Brüder liegt, wenn sie ihre Schwester ansehen. Ich bin Einzelkind, also habe ich keine Ahnung von so was. Es muss wundervoll sein, jemanden zu haben, auf den man sich immer verlassen kann. Ich verlasse mich überwiegend auf mich selbst. Wenn es mal hart wird, esse ich Schokolade, trinke ein Glas Wein und wappne mich dann für den Kampf.

»Mein Bruder und sein hitziges Gemüt.« Sebastian schüttelt amüsiert den Kopf.

Logan grinst nur. »Na ja, jemand muss die Rolle ja übernehmen, wenn du immer so vernünftig bist. Das nervt.«

»Wieso reden wir nicht über dein …«, setzt Sebastian ebenfalls grinsend an.

Logan fällt ihm ins Wort. »Hüte deine Zunge, Sebastian! Wir wollen doch nicht, dass Nadine einen falschen Eindruck von mir bekommt.«

Ich lache über ihr Geplänkel. Diese Familie wächst mir mit jeder Sekunde mehr ans Herz.

»Logan erzählt gern allen, er wäre der nette Bennett«, informiert mich Pippa ernst. »Und er ist nett. Bis er glaubt, jemand in seiner Nähe wäre in Gefahr – dann ist er plötzlich gar nicht mehr so nett.«

»Das klingt nach einem vollkommen vernünftigen Verhalten«, erwidere ich ebenso ernst.

»Kluges Mädchen.« Logan hebt sein Glas in meine Richtung und spießt mich förmlich mit seinem Blick auf, der jeden Zentimeter meiner Haut zum Kribbeln bringt.

Ich trage ein eng anliegendes schwarzes Kleid und eine kurze Jacke darüber. Ohne jede Scheu lässt er den Blick über meinen Körper gleiten. Er verweilt kurz auf meinen Hüften und meinen Brüsten, bevor er sich wieder meinem Gesicht zuwendet. Dann lächelt Logan.

Also gut.

In diesem Moment fällt mir auf, dass Pippa uns beobachtet. »Ich friere«, sagt sie plötzlich. Ihr Kommentar überrascht mich, da es nicht im Mindesten kalt ist. »Ich werde drinnen auf euch warten.«

Sie und Ava wechseln einen Blick.

»Ich komme mit«, erklärt Ava. »Mein Glas ist sowieso leer.«

»Ich kann die Damen ja kaum allein lassen. Ich werde mich euch anschließen«, fügt Sebastian hinzu. »Logan, kannst du Nadine Gesellschaft leisten, bis sie ausgetrunken hat?«

Logan mustert seinen Bruder mit zusammengekniffenen Augen, während ich das Lachen kaum unterdrücken kann. Ich habe Ava und Pippa dabei belauscht, wie sie die Kuppelei für Logan und mich geplant haben … Aber geht es noch auffälliger? Die beiden verschwinden nach drinnen, Sebastian dicht auf den Fersen.

Sobald wir allein sind, knistert die Luft zwischen Logan und mir vor Spannung. Jegliche Verlegenheit wegen seiner Geschwister hat sich offenbar in Luft aufgelöst, denn seine Augen glühen förmlich, während er mich mustert. Ich suche nach Worten, um das Schweigen zu brechen, doch im Zentrum seiner Aufmerksamkeit zu stehen ist ein wenig mehr, als ich verarbeiten kann. Für meinen Körper ist es fast zu viel. Meine Brustwarzen verhärten sich unter dem dünnen Stoff meines Kleides und eine feuchte Hitze sammelt sich zwischen meinen Schenkeln.

»Wow, das war ja mal subtil«, kommentiert Logan. »Um ehrlich zu sein, muss ich dir gestehen, dass meine Geschwister …«

»Versuchen, uns zu verkuppeln? Habe ich schon bemerkt. Sie haben mir eine Menge von dir erzählt, Logan.« Lächelnd nippe ich an meinem Martini.

»Nur Gutes, hoffe ich.«

»Na ja, gut ist immer relativ. Und Auslegungssache.«

Logan stöhnt, dann umrundet er den Tisch, bis er direkt neben mir steht. Seine Nähe jagt Schauder über meine Haut.

»Um ganz ehrlich zu sein, möchte ich dich bitten, mir zu sagen, was sie dir erzählt haben. Nur so kann ich eventuelle Missverständnisse aus der Welt schaffen.«

»Keine Sorge, es war nicht allzu schlimm. Dass du klug bist und ehrgeizig.« Ich lächle und füge hinzu: »Und dass du ein riesiges Ego besitzt.«

Logan schenkt mir einen Blick, der deutlich sagt: Wusste ich es doch. Dann sagt er: »Siehst du? Der letzte Punkt stimmt absolut nicht.«

»Ach, wirklich?«

»Ich gebe dir mein Wort.«

»Mmmm … Dein Wort? Es wird sich erst noch zeigen, was das wert ist.«

»Befinde ich mich bei irgendeiner Art von Aufnahmetest oder so?«

Logan lehnt sich zu mir und ich hole tief Luft. Großer Fehler. Er riecht wunderbar nach Meer, Sandelholz und natürlicher Männlichkeit. Meine Knie werden weich.

»Vielleicht«, antworte ich scherzhaft.

Er lacht. Es ist ein Geräusch, das mich gleichzeitig beruhigt und mein Herz wie wild schlagen lässt. Logan Bennett ist nicht einfach nur sexy. Dieser Mann ist die Mensch gewordene Erotik.

Er sieht mich unverwandt an. »Ich habe auch eine Menge über dich gehört.«

»Muss ich mir eine Verteidigungsstrategie zurechtlegen?«

»Keine Sorge. Ich habe wirklich nur Gutes gehört.«

»So? Was denn?«

»Dass du klug, leidenschaftlich und engagiert bist.«

Ich grinse. »Ava kann wirklich gut verkaufen, oder?«

»Das kann sie. Und sie irrt sich selten.«

Ava arbeitet mit Logan, Sebastian und Pippa bei Bennett Enterprises. Meine Freundin ist als Marketingspezialistin genial und ich liebe sie. Wir haben uns auf dem College in New York getroffen und sind seitdem befreundet.

In diesem Moment rempelt mich jemand von hinten an, sodass ein scharfer Schmerz in meine Schulter und bis in meine Hüfte fährt. Ich drehe mich um. Ein angetrunkenes Arschloch grinst mich an und starrt mir in den Ausschnitt. Ich balle die Hände zu Fäusten, bereit, alles anzuwenden, was ich in meinem Selbstverteidigungskurs gelernt habe, sollte er auch nur einen unpassenden Kommentar von sich geben.

»Entschuldige dich bei ihr«, verlangt Logan laut.

Das Arschloch duckt sich unter seinem Blick. Wahrscheinlich haben Logans Größe und sein breiter Körperbau auch etwas damit zu tun.

»Tut mir leid«, murmelt der Kerl und eilt davon.

Logan streichelt mir in einer beschützenden Geste den Rücken. Seine Berührung verbrennt mich, doch gleichzeitig fühle ich mich sicher.

»Ich habe gehört, du willst ein Bekleidungsgeschäft eröffnen«, meint Logan in dem offensichtlichen Versuch, über den Arschlochzwischenfall hinwegzugehen.

»Stimmt. Eine Boutique für Abendkleider und Designermode.«

»Das ist eine tolle Idee.«

»Findest du wirklich?«

Von Ava abgesehen, reagieren die meisten Leute nicht besonders enthusiastisch, sondern fragen eher: »Wäre ein fester Job nicht besser?« Bestimmt wäre er das, aber ich versuche, meinen Traum zu verwirklichen. Wenn ich es nicht tue, wird es niemand anders für mich tun.

»Klar. Ich bin immer dafür, dass Leute ihren eigenen Weg gehen.«

»Es ist riskant, aber ich habe beschlossen, diese Unternehmung nicht mehr auf die lange Bank zu schieben. Ich träume schon seit Ewigkeiten davon. Es gab ein paar Schlaglöcher auf meinem Weg, aber jetzt bin ich entschlossen, es durchzuziehen.«

»Schlaglöcher« ist noch milde ausgedrückt. Ich spare seit dem College für meinen Traum und habe immer gehofft, den Laden mit fünfundzwanzig eröffnen zu können. Doch dann schlug das Leben zu. Meine Mutter und mein Stiefvater verloren ihre Jobs und ich zog wieder nach Hause, um sie zu unterstützen – was ein ziemliches Loch in meine Ersparnisse riss. Das tut mir allerdings nicht leid. Ich würde alles tun, um meiner Mom und Brian zu helfen.

Nachdem sie wieder auf die Füße gekommen waren, fing ich erneut an, auf meinen Laden zu sparen. Doch dann traf ich Thomas und alles ging erneut den Bach runter.

Ich schüttle den Kopf und atme tief durch. Ich werde jetzt nicht an meinen Ex denken. Er gehört der Vergangenheit an und da gehört er auch hin. Nach seinem Verrat habe ich mich erholt; habe härter gearbeitet als je zuvor. Diesmal werde ich es schaffen.

Logan starrt mich an, eine Mischung aus Sorge und Neugier spiegelt sich auf seinem Gesicht. Verdammt, bin ich so einfach zu durchschauen?

Ich verpasse mir eine mentale Ohrfeige. Ich habe schließlich gute Gründe zu lächeln. Ich bin in eine neue Stadt gezogen, in die Nähe meiner besten Freundin. Vor mir steht ein heißer Typ, der vielleicht, vielleicht aber auch nicht mit mir flirtet. Er ist absolut tabu, aber darüber kann ich mir später Gedanken machen.

»Auf jeden Fall bin ich vor ein paar Monaten dreißig geworden. Wann, wenn nicht jetzt, ist also der richtige Zeitpunkt?« Ich lächle ihn an, als es mir dämmert. O Gott. Ich habe gerade einem Mann mein Alter verraten, was ich eigentlich nie tue. Das ist nur seine Schuld, weil ich mich in seiner Nähe so wohlfühle.

»Wenn du einen Traum hast, verfolge ihn. Falls es etwas gibt, was ich – was wir – tun können, um dir zu helfen, sag es mir einfach. Schließlich agiert auch Bennett Enterprises im Luxussegment.«

»Ich weiß.« Ich gebe mir keine Mühe, die Sehnsucht in meiner Stimme zu unterdrücken. »Euer Schmuck ist so wundervoll. Jedes Mal, wenn ich ein Foto in einem Magazin sehe, will ich heulen.«

»Unser Schmuck bringt dich zum Weinen?« Er runzelt die Stirn. »Ich hatte gehofft, er würde dich zum Lächeln bringen.« Er kommt mir noch näher und fügt hinzu: »Du leuchtest, wenn du lächelst.«

Okay. Er flirtet definitiv mit mir. Ich lecke mir über die Lippen und trete von einem Fuß auf den anderen. Das Problem ist, dass ich sein Flirten mag – und das sollte ich nicht. Seitdem ich mich von Thomas getrennt habe, habe ich uneinnehmbare Mauern um mich errichtet. Anscheinend sind sie nicht so stabil, wie ich dachte, oder Logan ist besonders gut darin, die Schwachstellen zu finden. Auf jeden Fall werde ich besagte Mauern verstärken müssen.

Logan zieht sich ein wenig zurück. »Hast du dir schon Läden angesehen?« Plötzlich klingt er vollkommen geschäftsmäßig.

»Noch nicht. Bisher war ich damit beschäftigt, eine Wohnung zu finden. Nach einem passenden Ladenlokal suche ich ab nächster Woche.«

»Ich habe einen Freund, der ein ziemlich guter Makler ist. Ich könnte den Kontakt herstellen.«

»Das wäre toll.« Dass mir dieser Quasi-Fremde sofort seine Hilfe anbietet ist … wow.

Logan erstarrt plötzlich. »Wenn ich allerdings so darüber nachdenke, werde ich dich zum ersten Treffen lieber begleiten.«

»Das ist wirklich nicht nötig.« Ich beäuge ihn neugierig, um herauszufinden, was der Grund für seine plötzliche Anspannung ist.

»Ich bestehe darauf.«

»Du akzeptierst kein Nein als Antwort, oder?«

Ohne den Blick von mir abzuwenden, erklärt er: »Niemals.«

Meine Haut kribbelt und mein Pulsschlag rast. Ich stoße einen Pfiff aus, in der Hoffnung, so zu vertuschen, welchen Effekt Logan auf mich ausübt. »Ich nehme an, dann stimmt es doch, was ich über dich gehört habe.«

»Ah. Jetzt habe ich keine Punkte bei der Ego-Sache gesammelt, oder?«

»Nein. Aber ich bin bereit, mein abschließendes Urteil noch einmal zu überdenken.«

»Sehr großmütig von dir. Dieser Makler-Freund ist ein ziemlicher Frauenheld. Ich würde mich wohler fühlen, wenn du dich nicht allein mit ihm triffst.«

»Ich kann gut auf mich aufpassen.«

»Das bezweifle ich nicht. Ich komme trotzdem mit.«

»Woher soll ich wissen, dass ich bei dir sicher bin? Ich habe dich gerade erst kennengelernt.«

»Schon, aber ich bin ein Bennett. Hast du das noch nicht gehört? Ich bin sogar der nette Bennett. Absolut ungefährlich und vertrauenswürdig.«

Eins muss ich ihm lassen: Logan sagt das mit vollkommen ernster Miene, auch wenn der Schalk in seinen Augen blitzt. Ach, ich liebe Männer mit Humor. Unglücklicherweise bin ich nicht seiner Meinung. Er mag vertrauenswürdig sein, aber er ist nicht ungefährlich. Ein Mann, der mich mit wenigen Worten zum Lachen und mit einem Blick zum Brennen bringen kann, ist alles andere als das.

»Also werde ich mich dir anschließen, wenn du meinen Makler-Freund kennenlernst.« Er klingt, als wäre das sein letztes Wort, und ich widerspreche nicht. Ich weiß, dass ich mich aufs Wesentliche konzentrieren muss, und ich habe so ein Gefühl, dass ich mit Logan noch einige Auseinandersetzungen führen werde. »Und jetzt würde ich vorschlagen, dass wir uns den anderen im Restaurant anschließen. Ich bin am Verhungern.«

»Okay.«

Ich gehe vor Logan her und spüre die ganze Zeit über seinen Blick in meinem Rücken. Meine Haut kribbelt. Ich stecke in echten Schwierigkeiten und ahne, dass es noch schlimmer werden wird.

 

3 Logan 

Das Abendessen vergeht wie im Flug und irgendwann schließt sich uns Alice an. Nach dem Dessert verkünden Ava und Nadine, dass sie gehen werden. Zu meiner Überraschung bin ich enttäuscht.

»Nadine muss immer noch eine Menge auspacken und ich habe angeboten, ihr zu helfen«, meint Ava. »Viel Spaß euch vieren.«

Als die beiden gehen, kann ich einfach nicht anders, als anerkennend Nadines Po zu mustern. Ich verkünde hiermit, dass ich auf Hintern stehe. Ich weiß jede Form zu schätzen, doch Nadines Hinterteil ist perfekt. Aber das gilt tatsächlich für jeden Teil von ihr und ich habe sie heute Abend eingehend gemustert. Ihr langes braunes Haar und der dunkle Teint bilden einen attraktiven Kontrast zu den blauen Augen. Ihre vollen Brüste und die Rundung ihrer Hüften lassen mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Ich hatte gehofft, dass sie witzig oder sexy wäre. Beides ist der Fall. Tatsächlich ist Nadine so viel mehr als das, dass mir einfach die Worte fehlen. Sie war so voller Energie und Leidenschaft, als sie über ihren Laden geredet hat, dass ich sie fast geküsst hätte … nur um herauszufinden, ob sie dabei auch so viel Leidenschaft an den Tag legt.

Kaum sind Nadine und Ava verschwunden, verändert sich Pippas Haltung. Sie sieht mich aus großen Augen erwartungsvoll an. Sebastian liest irgendetwas auf seinem Smartphone, demnach ist zumindest mein Bruder nicht in diesen albernen Plan eingeweiht. Alice mustert die Speisekarte, also droht wohl auch aus dieser Richtung keine Gefahr.

Moment mal …

Alice wirft mir alle paar Sekunden neugierige Blicke zu. O Mann, Pippa hat Alice mit in diese Kuppelsache hineingezogen, ja? Ich bin ein toter Mann. Das Problem an meinen geliebten Schwestern ist, dass sie sich meiner Liebe nur allzu bewusst sind und sie ausnutzen. Die Frauen in unserer Familie können uns Kerle jederzeit um den kleinen Finger wickeln. Besonders mich. Gegen eine von ihnen könnte ich mich vielleicht noch zur Wehr setzen. Aber wenn sie sich verbünden? Keine Chance.

Ich hatte gehofft, heute Abend Alice auf meiner Seite zu haben. Anscheinend lag ich falsch. Willkommen im Bennett-Clan, wo die Bündnisse schneller wechseln als die Windrichtung und jedes Geschwister denkt, es wüsste, was gut für die anderen ist. Wir sind zu neunt, drei Schwestern, sechs Brüder. Ich habe mich durchaus auch schon der Einmischung schuldig gemacht. Im Moment hoffe ich inständig, dass Summer, unsere jüngste Schwester, nicht auch noch mit drinhängt. Als wir noch Kinder waren, waren die Fronten klar. Pippa, Sebastian und ich – die drei Ältesten – gegen die Jüngeren. Inzwischen ist alles komplizierter geworden.

Pippa bricht das Schweigen. »Und, was hältst du von Nadine?«

»Ich weiß, was du planst«, antworte ich. »Lass es gut sein. Ich kann mir selbst eine Frau besorgen, vielen Dank.« Allerdings vermeide ich es, sie anzusehen. Ich mag Nadine – aber das bedeutet nicht, dass ich der Richtige für sie bin.

»Wir sind anderer Meinung«, erklärt Pippa.

»Absolut«, ergänzt Alice hilfreich.

»Du hast uns niemanden mehr vorgestellt, seitdem du dich von Sylvia getrennt hast. Und das war vor zwei Jahren«, fährt Pippa fort.

Sebastian bleibt verdächtig still. Der Mistkerl will mich heute offensichtlich nicht unterstützen.

»Das bedeutet nicht, dass ich nicht ausgehe«, erkläre ich ruhig. Pippa ist die Einzige von uns Bennett-Geschwistern, die geheiratet hat … aber auch ich war einmal kurz davor. Sylvia war meine Verlobte. »Ich trenne nur meine Familie und mein Beziehungsleben.«

Wenn es irgendetwas gibt, was mir die gescheiterte Beziehung mit Sylvia beigebracht hat, dann, dass den meisten Frauen diese Trennung lieber ist. Ich gehe offen und ehrlich mit denjenigen um, mit denen ich mich verabrede – lasse sie gleich wissen, dass ich nichts Dauerhaftes suche, sondern nur Spaß haben will. Wir verbringen ein paar Monate miteinander und ich behandle sie immer gut, weil ich davon überzeugt bin, dass jede Frau das verdient hat.

Ich war noch in der Highschool, als ich beschlossen habe, kein Arschloch zu werden. Diese Entscheidung traf ich, nachdem ich irgendeinen Volltrottel dabei belauscht hatte, wie er erklärte, er werde »die da gern mal anstechen«. Womit er Pippa meinte. In diesem Moment wurde mir klar, dass jedes Mädchen die Tochter und Schwester von irgendwem ist und dass es nicht fair wäre, sie auf eine Art zu behandeln, die mir bei meinen eigenen Schwestern ein Gräuel wäre.

Ich mag ja ein Mann sein, der auf Ärsche steht, aber ich bin kein Arsch.

Also ja, ich behandle meine Frauen gut. Ich führe sie aus, aber ich lasse sie nicht an mich heran. So ist es einfacher. Will ich ewig so weitermachen? Der Gedanke ist verlockend. Ohne emotionale Tiefe kann mir niemand das Herz herausreißen, wie Sylvia es getan hat. Aber will ich mit sechzig immer noch ständig wechselnde Verabredungen haben? Auf keinen Fall.

Ich will eine Familie wie meine Eltern … irgendwann. Und genau hier liegt das Problem. Wenn ich eine Familie will, muss ich eine Frau an mich heranlassen, wozu ich einfach noch nicht bereit bin. Das ist ein Dilemma, für das ich keine Lösung finde. Als CFO von Bennett Enterprises bilde ich mir viel darauf ein, jedes Problem mit Logik lösen zu können. Wenn es um mein Liebesleben geht, hilft Logik aber leider überhaupt nicht weiter.

Pippas Stimme reißt mich aus den Gedanken. »Du hattest schon seit einer Weile keine richtige Beziehung mehr. Es wäre gut für dich.«

»Oh, und was macht dich in diesem Punkt zur Expertin?«

Pippa zuckt zusammen und ihr Kinn zittert. Sebastian sieht mich böse an. Verflucht. Zum Teufel mit meiner Impulsivität.

»Tut mir leid, das war ein blöder Kommentar.« Ich schüttle den Kopf. »Was mit Terence geschehen ist, war nicht deine Schuld. Das wollte ich nicht andeuten.«

»Ich vergebe dir«, sagt Pippa. »Du warst schon immer gut darin, ins Fettnäpfchen zu treten.«

»Ach, niemand macht bessere Komplimente als meine Schwester«, murmle ich leise. »Auch wenn ich dieses wirklich verdient habe. Alice, bitte schließ du dich wenigstens Pippas Kuppelei nicht an.«

»Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst. Ich habe Nadine ein paarmal getroffen und ich mag sie«, erklärt Alice schlicht.

Ich weiß sofort, dass sie die Wahrheit sagt, und verstehe, warum sie Nadine ins Herz geschlossen hat. Selbst während unserer kurzen Begegnung konnte ich erkennen, dass sie wild entschlossen, ehrgeizig und fleißig ist. Sie und Alice haben viel gemeinsam.

»Also besteht keinerlei Chance, dass du mal mit Nadine ausgehen willst?«, hakt Pippa nach. »Niemals?«

»Nein.« Ich lüge wie gedruckt und Pippa durchschaut mich mühelos. Vielleicht fiele es mir leichter, überzeugend zu wirken, wenn diese Frau nicht so verdammt sexy wäre und sie mich nicht so beeindruckt hätte. Ihre Energie ist ansteckend und der Mut, ihren Traum zu verwirklichen, einfach charmant.

Ihren Rücken zu berühren hatte eine sofortige Wirkung auf mich. Als ich näher an sie herantrat, erregte mich ihr weiblicher Duft. Sie riecht nach Orangen. Nadine besitzt eine einzigartige, angeborene Sinnlichkeit – ganz anders als jede Frau, der ich bisher begegnet bin.

Was ein guter Grund ist, mich von ihr fernzuhalten. Ava ist die einzige gute Freundin, die Nadine in dieser Stadt besitzt. So wie ich meine Familie kenne, werden sie Nadine mit offenen Armen aufnehmen und auch zu Familientreffen einladen. Würde ich mit ihr ausgehen, würde das die Situation schnell verkomplizieren. Ich habe nur zeitlich begrenzte Beziehungen, was ihr gegenüber nicht fair wäre. Ich kann das Gefühl nicht unterdrücken, dass Nadines Leben schon kompliziert genug ist. Sie braucht keine weiteren Schwierigkeiten. Ich will, dass sie hier glücklich wird.

»Na ja, auf jeden Fall war es nett von dir, ihr Hilfe mit dem Makler anzubieten«, meint Pippa. »Wir reden von Alex, richtig? Ich wette, er wird versuchen, mit ihr auszugehen.«

Der Gedanke an Alex bringt mein Blut in Wallung. Er ist ein toller Makler, ja – aber im Umgang mit Frauen ist er ein Mistkerl. Er wird seine Dreckspfoten von Nadine lassen, dafür werde ich sorgen. Verdammt. Ich habe kein Recht, in Bezug auf sie so besitzergreifend zu sein. Sie gehört mir nicht. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass ich zulassen werde, dass jemand sie ausnutzt.

»Ich werde dafür sorgen, dass Alex nichts versucht.« Deswegen habe ich Nadine angeboten, sie zu dem Treffen mit Alex zu begleiten. Wenn ich ehrlich bin, habe ich auch nach einer Ausrede gesucht, sie wiederzusehen. Was meinen Plan, mich von ihr fernzuhalten, ad absurdum führt. Toll gemacht, Bennett …

»Wie ritterlich von dir.« Pippa lächelt selbstgefällig, als der Kellner eine weitere Runde Drinks bringt. Nachdem er verschwunden ist, erklärt meine Schwester: »Nadine wird in ihrem Laden auch supersexy Dessous verkaufen, zusätzlich zu den Abendkleidern.«

Ich spucke fast meinen Wein über den Tisch. »Wieso erzählst du mir das, Pippa?«

Sie grinst fies. »Damit deine Fantasie Amok läuft. Wenn du mit ihr ausgehst, wird sie dir vielleicht eine Privatvorführung geben.«

Frauen in sexy Dessous sind mein Kryptonit – aber woher soll Pippa das wissen? Über solche Details rede ich nicht mit meinen Schwestern. Anscheinend hat einer meiner lieben Brüder mich verpfiffen. Ich würde auf Blake wetten, einen meiner jüngeren Brüder. Dieser Mistkerl.

Ich schlucke schwer. »Würde sie nicht.«

»Ha!«, meint Pippa triumphierend, bevor sie mit Alice anstößt.

»Was läuft hier?«, frage ich vollkommen verwirrt, als sogar Sebastian lacht.

»Du bist Pippa direkt in die Falle gelaufen.«

»Du hast zugegeben, dass du gern eine Privatvorführung von Nadine hättest«, meint Pippa.

»Ich bin aus Fleisch und Blut, Pippa. Und ich bin ein Mann.« Ich lasse den Kopf in die Hände sinken. Team Logan: 0. Team verräterische Bennetts: 1. Diese Frauen werden mein Untergang sein. »Du hättest mich warnen können«, sage ich zu Sebastian.

»Warum? Es macht bedeutend mehr Spaß zu beobachten, wie sie dich hochgehen lassen.« Ich ziehe die Augenbrauen hoch. Sebastian hebt kapitulierend die Hände. »Ich hatte nichts damit zu tun. Aber das Ergebnis gefällt mir.«

»Dafür wirst du zahlen, Brüderchen«, warne ich ihn.

Alice und Pippa grinsen. Der Ausdruck auf den Gesichtern meiner Schwestern macht mir klar, dass sie so schnell nicht aufgeben werden.

Ich bin definitiv am Arsch.

Layla Hagen

Über Layla Hagen

Biografie

Layla Hagen ist das Pseudonym einer USA-Today-Bestsellerautorin. Sie lebt in Österreich, spricht fließend Englisch, Deutsch und Spanisch, und schreibt am liebsten prickelnde Liebesromane.

Pressestimmen

miisbuecherwelt.blogspot.com

»(…) ein richtiger Pageturner, wie auch Band 1. Es ist atemberaubend geschrieben und lässt einen nicht mehr los.«

linejasmin.blogspot.de

»Mit ›Diamonds For Love - Verlockende Nähe‹ ist der Autorin eine bittersüße Lovestory gelungen die mich auf ganzer Linie überzeugte.«

steffisbookworld.blogspot.de

»Die zweite Bennett'sche Verkupplungsaktion kommt mit viel Humor und Gefühl daher.«

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Bennett'sche Verkupplungsaktion Nr. 2 mit viel Humor und Gefühl
Sarahs Büchertraum am 28.03.2018

Verkupplungsaktion Nr. 2 in der Familie Bennett. Mit der Hoffnung im Herzen zieht Nadine nach San Francisco, wo sie sich den Traum von ihrer eigenen Boutique erfüllen will. Ganz zur Freude ihrer Freundin Ava und deren neuen Familie herrscht vom ersten Moment an ein Knistern zwischen ihr und Logan Bennett. Eigentlich ist Logan mit dem Beziehungsthema durch, doch Nadine und ihre Situation wecken sowohl seinen Ehrgeiz als auch seinen Beschützerinstinkt …   Mit „Diamonds for Love – Verlockende Nähe“ geht die Reihe von Layla Hagen rund um die Bennett-Familie weiter. Das Cover ist genauso schön und elegant gestaltet wie beim Reihenauftakt.   Im zweiten Band steht nun Logan im Vordergrund. Der Klappentext hat mich auch hier sehr angesprochen. Da man von Logan im ersten Teil schon einiges erfährt, war ich auf seine Story sehr gespannt!   Der Einstieg ins Bennett-Universum war schnell geschafft. Fast sofort fühlte ich mich in dieser großen und liebevollen Familie wie Daheim!   Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht. Mit den abwechselnden Sichtweisen von Logan und Nadine erhält man einen tollen Einblick in die Story!   Die Männer der Familie Bennett sind schon etwas ganz besonderes. So ist Logan einfühlsam, charmant und besitzt einen ausgeprägten Beschützerinstinkt! Um keinen Spruch verlegen und dabei sehr selbstbewusst, lässt Logan die Herzen der Frauen höherschlagen – meines inklusive! Doch innerlich kämpft Logan mit den Nachwirkungen der Trennung von seiner Ex. Kein Wunder, dass er eigentlich nur etwas Spass und Ablenkung sucht …   Zumindest bis Nadine ihn mit ihrer toughen und leidenschaftlichen Art vom Hocker reißt ;). Dabei wollte sich Nadine doch eigentlich, ehrgeizig, wie sie ist, auf die Verwirklichung ihres Traums konzentrieren. Nadine mochte ich wirklich sehr. Sie ist super sympathisch.   Logans und Nadines Story ist eine tolle und unterhaltsame Romanze mit viel Liebe und Charme. Ohne großes Drama und mit viel Humor und Gefühl schwebt man durch die Bennett'sche Verkupplungsaktion Nummer 2. Mit dabei sind auch bereits bekannte Mitglieder der Familie, die stets für humorvolle und harmonische Szenen sorgen. Trotzdem fehlt mir zwischen all der Vertrautheit und Liebe etwas Tiefe und Spannung.   4 von 5 Sterne   Ich danke dem Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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