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Denkanstöße 2022 (Denkanstöße)

Denkanstöße 2022 (Denkanstöße) - eBook-Ausgabe

Isabella Nelte
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Ein Lesebuch aus Philosophie, Kultur und Wissenschaft

— Jahrbuch
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Denkanstöße 2022 (Denkanstöße) — Inhalt

„Die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.“ Spiegel Online

Wie können wir in unsicheren Zeiten vernünftig mit Risiken und Gefahren umgehen? Was können wir tun, um rassistische Strukturen zu überwinden? Wieso müssen wir Natur und Gesellschaft ganz neu denken, wenn wir der Klimakrise wirklich etwas entgegensetzen wollen? Und wie konnte es dazu kommen, dass die Bewältigung der Corona-Krise die Politik in diesem Jahr so sehr überfordert hat? Die Denkanstöße 2022 versammeln kompaktes Wissen und ausgereifte Argumente eines Jahres von bekannten Autorinnen und Autoren wie Julian Nida-Rümelin, Stefan Aust, Mohamad Amjahid, Katja Gloger und Georg Mascolo. Eine Einladung zum Mit- und Weiterdenken!

€ 8,99 [D], € 8,99 [A]
Erschienen am 01.09.2021
224 Seiten
EAN 978-3-492-99908-3
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Leseprobe zu „Denkanstöße 2022 (Denkanstöße)“

Vorwort

„Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn“, hat der argentinische Schriftsteller Jorge Luis Borges einmal gesagt. Wie wichtig und horizonterweiternd das Denken mit fremden Gehirnen gerade in unserer krisengebeutelten, herausfordernden Zeit ist, kann gar nicht genug betont werden. Bei der Diskussion um Maßnahmen der Pandemiebekämpfung, der aktuellen Rassismusdebatte oder der Frage nach dem richtigen Umgang mit der Klimakrise entsteht allzu oft der Eindruck, es gebe nur noch Schwarz oder Weiß. Das politische Klima polarisiert sich mehr und mehr, Teile [...]

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Vorwort

„Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn“, hat der argentinische Schriftsteller Jorge Luis Borges einmal gesagt. Wie wichtig und horizonterweiternd das Denken mit fremden Gehirnen gerade in unserer krisengebeutelten, herausfordernden Zeit ist, kann gar nicht genug betont werden. Bei der Diskussion um Maßnahmen der Pandemiebekämpfung, der aktuellen Rassismusdebatte oder der Frage nach dem richtigen Umgang mit der Klimakrise entsteht allzu oft der Eindruck, es gebe nur noch Schwarz oder Weiß. Das politische Klima polarisiert sich mehr und mehr, Teile der Bevölkerung stehen einander in scheinbar unversöhnlichen Lagern gegenüber, durch die Gesellschaft verlaufen tiefe weltanschauliche Gräben. Wie wohltuend kann es da sein, den eigenen Denkhorizont ganz bewusst zu verlassen und die eigenen Positionen mit dem Wissen und den Thesen fremder Gehirne zu bereichern.
Die hier versammelten Texte der „Denkanstöße 2022“ laden Sie ein zu einer Reise weit hinaus über die Grenzen der eigenen Gedankenwelt. Julian Nida-Rümelin und Nathalie Weidenfeld erläutern, wie wir vernünftig mit Risiken und Gefahren umgehen können. Fabian Scheidler zeigt, warum unser technokratisches Weltbild, das die Natur zu einer beherrschbaren Ressource in der Hand des Menschen degradiert, ein fataler Irrtum ist. Mohamed Amjahid gibt wichtige Impulse für antirassistisches Denken und Handeln, Katja Gloger und Georg Mascolo liefern Innenansichten des politischen Geschehens in der Corona-Pandemie, und Stefan Aust nimmt uns in seiner Autobiografie mit durch eine besonders spannende Episode der bundesdeutschen Geschichte. Ursula Nuber erläutert, warum Beziehungsprobleme in Wahrheit oft Bindungsprobleme sind. Doris Reisinger und Christoph Röhl decken auf, wie der ehemalige Papst und das „System Ratzinger“ sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche jahrzehntelang geleugnet, vertuscht und verschwiegen haben. Und der UNO-Sonderbeauftragte für Folter Nils Melzer zeigt, warum die Verfolgung von Julian Assange einen der größten Justizskandale unserer Zeit darstellt.
Die hier versammelten Autorinnen und Autoren setzen sich kritisch mit der Wirklichkeit auseinander, in der wir leben. Sie leihen uns also ihre Gehirne, damit wir unser Denken und Tun hinterfragen und gegebenenfalls neu ordnen können. Dabei wünsche ich Ihnen viel Vergnügen und erhellende Einsichten.

Isabella Nelte



ERKENNTNISSE
Aus Wissenschaft und Philosophie



Julian Nida-Rümelin, Nathalie Weidenfeld
Die Realität des Risikos. Über den vernünftigen Umgang mit Gefahren

Risiko ist kein Konstrukt
In Nigeria bringt ein Taxifahrer eine blutende Patientin in ein Krankenhaus. Beim Abladen der Patientin erfährt er, dass diese an Ebola leidet. Er brüllt, rauft sich die Haare und schreit das Krankenhauspersonal an. Er weiß genau, dass bei einer so ansteckenden Krankheit wie Ebola diese Fahrt möglicherweise sein eigenes Todesurteil bedeutet.
Als New York von riesigen, eiskalten Flutwellen überschwemmt wird, bricht eine Massenpanik aus. Die Bewohner flüchten auf Hochhäuser, in U-Bahn-Schächte. Wer hätte gedacht, dass die nahende Eiszeit jetzt schon beginnt?
Nach einem Erdbeben wird ein Atomkraftwerk im Süden Koreas schwer beschädigt. Die Mitarbeiter wissen nicht, was zu tun ist. Der Cheftechniker rät dem Direktor des Werks, offiziell Alarm auszurufen und die Anwohner zu benachrichtigen, damit diese evakuiert werden können. Der aber weigert sich. Stattdessen herrscht er die Arbeiter an weiterzuarbeiten. „Es gibt überhaupt keinen Grund durchzudrehen. Gehen Sie ganz normal Ihrer Arbeit nach.“ Die Mitarbeiter sehen ihn entgeistert an. Will er die Gefahr unbewusst verdrängen? Oder geht er bewusst ein Risiko ein, in der Hoffnung, dass die Folgen doch nicht so schlimm sein werden, wie eigentlich zu erwarten ist? Aber selbst der Präsident Südkoreas zögert, eine Evakuierung anzuordnen. Was, wenn eine Massenpanik ausbricht? Wären dann die Kollateralschäden nicht größer?
Szenen wie diese stammen aus Katastrophenfilmen wie 93 Days, The Day After Tomorrow und Pandora. Leider sind Situationen wie diese aber nicht nur auf Filme beschränkt – wir hatten es in der Vergangenheit sowohl mit beschädigten Atomkraftwerken wie auch mit ausbrechenden Ebola-Pandemien zu tun, auch wenn uns eine innerhalb weniger Stunden hereinbrechende Eiszeit wie in The Day After Tomorrow bislang noch erspart geblieben ist. Katastrophen sind ein Teil unserer Menschheitsgeschichte. In all diesen Situationen geschieht meist das, was in Filmen auch geschieht. Politiker versuchen, Massenpanik zu vermeiden, Risiken zu beschränken und ihr Image nicht zu beschädigen. Sie sind in der schwierigen Position, sich von der Gesamtlage ein Bild zu machen und auf dieser Basis Entscheidungen zu treffen, was vor allem angesichts sich zuweilen widersprechender Expertenmeinungen nicht einfach ist. Es droht ein Clash zwischen der Bevölkerung und der Regierung, der vorgeworfen wird, die Krise nicht gut zu bewältigen. Und dann sind da natürlich auch noch die Menschen mit ihren individuellen psychologischen Reaktionen auf Krisensituationen. Manche behalten einen kühlen Kopf, manche werden hysterisch und überschätzen die Gefahrenlage, und andere wiederum denken selbst in Krisensituationen nur an ihren eigenen ökonomischen Vorteil.
Aber es ist nicht nur das Individuum, das, konfrontiert mit Unsicherheiten und Gefahren, ratlos oder sogar kopflos werden kann, auch ganze Gesellschaften müssen sich Risiken stellen und auf diese reagieren. Ohne Verständigung über das, was gefährdet ist, und das, was eine angemessene Reaktion sein könnte, werden Gesellschaften und Kulturen in der Krise handlungsunfähig. Die Covid-19-Pandemie hat große Teile der Welt in eine anhaltende Ratlosigkeit gestürzt und nicht nur viel Leid über betroffene Familien gebracht, Todesopfer und Gesundheitsschäden verursacht, sondern auch aufgezeigt, wie vulnerabel die global vernetzte Ökonomie ist. Institutionen und Systeme wurden auf den Prüfstand gestellt, und Prüfungen solcher Art wird es auch in Zukunft geben. Daher ist es wichtig, über individuelle Risiken nachzudenken und Kriterien eines rationalen Umgangs mit diesen zu entwickeln. Dazu verbindet dieser Beitrag wissenschaftliche Erkenntnisse und philosophische Überlegungen mit lebensweltlichen Erfahrungen und fiktionalen Beispielen insbesondere aus Filmen. Die Lektüre soll zum eigenen Nachdenken anregen, aber auch Orientierung geben. Orientierung in der Welt der Werte und Normen im Umgang mit individuellen und kollektiven Risiken. Covid-19 ist nur das aktuelle Ausgangsbeispiel. Aber es steht für das Ganze eines sensiblen, aufgeklärten, vernünftigen und moralischen Umgangs mit der Realität des Risikos. Risiko ist kein Konstrukt. Es ist real. Und wir sind herausgefordert, uns mit dieser Realität zu arrangieren.

Das Covid-19-Exempel
Am Ufer von Chinas wichtigstem Strom ranken sich Ungetüme aus Glas und Stahl in den Himmel. 438 Meter misst der höchste dieser Türme, an einem weiteren, der über 600 Meter in die Lüfte ragen soll, wird gerade gebaut. Schon jetzt nimmt es Wuhans Skyline mit den weitaus bekannteren Metropolen der Welt auf. Elf Millionen Menschen leben in Chinas neuntgrößter Stadt und damit mehr als in Paris, London oder New York. Die zentralchinesische Stadt ist ein Verkehrsknotenpunkt. Der Flughafen zählt zu den größten des Landes, er ist Ausgangspunkt für Direktflüge nach Europa, konkret Rom, Paris und London. Noch bequemer sind die Anschlüsse innerhalb des Riesenreichs. Vom modernen Hauptbahnhof, einer Kathedrale aus Kuppeln und Glas, brauchen Hochgeschwindigkeitszüge gerade mal vier Stunden und zwanzig Minuten in die Hauptstadt Beijing, die 1150 Kilometer nördlich liegt. Nur ein paar Blöcke hinter dem Bahnhof tut sich aber eine andere, alte, fast schon archaische Welt auf. Auf mehr als 50 000 Quadratmetern breitet sich der Hunan-Fischgroßmarkt aus, wo an die tausend Händler an Ständen ihre Ware feilbieten. Angeboten werden neben allerlei Meerestieren auch Süßwasserfische und Reptilien. Im westlichen Teil des Marktes wirkt die Szenerie, die auf Bildern festgehalten wird, gleich einmal rauer. Dicht gedrängt stehen dort Käfige, in denen wilde Tiere gefangen sind. Was Kunden dort erwartet, ist fern von europäischen Vorstellungen. Neben Füchsen, Schlangen und etlichen Gürteltieren sind dort auch „Delikatessen“ wie Wolfswelpen, Marderhunde und Fledermäuse zu haben. (…) In diesem Umfeld, inmitten des Gestanks und Lärms, der Enge zwischen Tier und Mensch, passiert im Herbst 2019 etwas, das, auch wenn es pathetisch klingen mag, der Geschichte einen neuen Verlauf gibt.
Aus: Addendum (Hrsg. Michael Fleischhacker)

Anfang Dezember 2019 kommt es in der chinesischen Metropole Wuhan zu zahlreichen Fällen einer bis dahin unbekannten Krankheit, die vor allem die Lungen angreift. Ende Dezember wird ein neues Coronavirus als Ursache identifiziert. Die lokalen chinesischen Behörden vertuschen diese Erkenntnis. Die WHO, von China informiert und involviert, kommt um den Jahreswechsel zu dem Ergebnis, dass die rätselhafte Lungenkrankheit wenig besorgniserregend sei, weil es wohl nicht zu einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung komme. Noch in der ersten Januarhälfte 2020 kommt es zu den ersten Covid-19-Todesfällen. Ende Januar lässt sich nicht mehr verheimlichen, dass es Mensch-zu-Mensch-Übertragungen in großer Zahl gibt, auch ein Teil des medizinischen Personals ist betroffen. Die chinesische Regierung reagiert nun mit drastischen Maßnahmen: Zunächst wird die Millionenstadt Wuhan abgeriegelt, dann über die gesamte Provinz Hubei mit der Einwohnerzahl Italiens ein Lockdown verhängt.
Auch in Europa werden nun erste Fälle registriert, aber in den EU-Gremien dominiert die Einschätzung, man habe alles unter Kontrolle. Im Februar bleibt es weiterhin bei der Einschätzung, das Ansteckungsrisiko sei gering, die notwendigen Vorbereitungen auf das großflächige Übergreifen der Pandemie nach Europa unterbleiben. Grenzkontrollen werden nicht erwogen, Reisebeschränkungen auch gegenüber China abgelehnt. Zunächst gelingt es in Deutschland noch, das Aufflammen der Pandemie lokal einzuschränken (der Fall Webasto), aber kurz darauf verlieren die Gesundheitsämter auch hier die Kontrolle über das Geschehen.
Italien leidet da schon massiv in zwei nördlichen Regionen (Lombardei und Emilia-Romagna) unter der neuartigen Krankheit. In Bergamo und Umgebung fällt ihr, wie die Einheimischen sagen, eine ganze Generation von Großeltern zum Opfer. Das örtliche Gesundheitssystem bricht zusammen, und es gelingt nicht, die Ressourcen des Landes insgesamt so zu mobilisieren, dass tragische Triage-Situationen ausbleiben. Zu den Fehleinschätzungen des Risikos zu Beginn der Pandemie (statt zeitlich und regional punktueller Risikoeinschätzungen hätte es diachrone und strukturelle geben müssen, also Einschätzungen, besser noch unterschiedliche Szenarien, zur weiteren zeitlichen und räumlichen Entwicklung des Pandemie-Geschehens) gesellt sich die ausbleibende europäische Solidarität gegenüber dem zunächst am stärksten betroffenen Land Italien, und es zeigen sich massive organisatorische Defizite im Land. Auch die weitgehende Privatisierung und Ökonomisierung des Gesundheitswesens unter Lega-Regierungen im Norden macht sich als Krisentreiber zunehmend bemerkbar.
Am 8. März 2020 werden in Deutschland Großveranstaltungen angesichts der nun auch hierzulande rapide zunehmenden Verbreitung verboten, am 16. März folgen Schulschließungen, und am 22. März das, was man seitdem als „Lockdown“ bezeichnet, also massive Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, die allerdings in Deutschland nicht so rigide sind wie in den Nachbarländern Österreich, Italien, Frankreich und Spanien. Die Zahl der Neuinfektionen pro Zeiteinheit geht im Laufe der zweiten Märzhälfte deutlich zurück, sodass die erwartete Überforderung der Intensivbettenkapazitäten und des Gesundheitssystems im Ganzen in Deutschland nicht eintritt.

Über Isabella Nelte

Biografie

Isabella Nelte studierte Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte, bevor sie sich mit einer antiquarischen Buchhandlung einen Lebenstraum erfüllte. Sie lebt mit ihrer Familie in einer alten Mühle im Taunus.

Kommentare zum Buch
Lebensfroher Unglücksbringer mit Herz - Mein Lesehighlight
Blonderschatten's Welt der Bücher am 24.12.2016

Meinung:   Die 20-jährige Alana ist kratzbürstig, schlagfertig und spricht offen aus, was sie denkt. Damit strapaziert sie nicht nur die Geduld und die Belastbarkeit von Detective Dylan Shanes Nerven, er amüsiert sich zugleich auch über ihre tollpatschige und temperamentvolle Art, da die High-Heels-liebende junge Frau, kein Fettnäpfchen auslässt und das Unglück nahezu magisch anzuziehen scheint.   Das Leben ist endlich und ich habe mich schon das ein um das andere Mal gefragt, wie es wäre, zu wissen, wie lange man noch zu leben hat. Alana hat diese Fähigkeit, allerdings nur auf andere bezogen. Sie sieht die verbleibende Lebenszeit eines jeden Menschen. Eine Fähigkeit die wie man hier erlebt, Vor- und Nachteile mit sich bringt, denn einerseits nutzt Alana dieses Wissen um Menschen zu retten, deren Zeit fast abgelaufen ist, indem sie versucht ihr Umfeld zu analysieren und die vermeintliche „Gefahrenquelle“ zu entschärfen. Jeder Mensch trifft eigenständige Entscheidungen, die sich auf seine Lebenszeit auswirken, ebenso wie die äußeren Einwirkungen.   Gott, auf was hatte er sich da eingelassen? Wie unprofessionell konnte man sein? Eine Kaffeeschlacht! War er eigentlich noch bei Sinnen? Okay, das war eine rhetorische Frage. Alana McClary brachte ihn um den Verstand.   Eine Mordserie in Santa Fe versetzt die ganze Stadt in Alarmbereitschaft und auch Alana muss sich endlich eingestehen, dass sie kein normaler Mensch ist und auch ihre Freunde diesbezüglich einige Geheimnisse vor ihr gehütet haben. Gemeinsam mit dem Police Department ermitteln sie in den Mordfällen, nur dass Alana und ihre Freunde die magische Komponente außen vor lassen, denn keiner ahnt etwas von den himmlischen Wesen, die zahlreich in ihrer Mitte vertreten sind.   Alana wird hier einiges abverlangt, denn sie muss nicht nur die Ruhe und einen kühlen Kopf bewahren, als die Lebensuhr ihres besten Freundes auf einmal rasant an Zeit verliert, sondern auch noch erfahren, dass der Tot ihrer besten Freundin Ava vor ein paar Monaten der Beginn etwas viel Größerem war. Hinzukommend das ihr „Detective Sockenschuss“ auch noch ihre Gefühle aufmischt, scheint das Chaos perfekt, da dieser Dickkopf von Mann eine Ablenkung ist, die Alana zurzeit gar nicht gebrauchen kann. Ihr einziger Lichtblick scheint ihr 21ster Geburtstag, welcher für eine Banshee eine besondere Bedeutung hat.   >>Ist irgendwas? Haben dir die Würstchen etwas Angst eingejagt? Ein Allergieschock?<< Missbilligend sah Alana zu ihm auf. >>Wirklich sehr witzig. Bist du jetzt im Komikermodus oder wie?<< >>Geladen und entsichert<<, grinste Dylan.   Morgan ist ihrer Entführung und damit ihrem Tod, dank Clay entkommen, sie scheint einiges Licht ins Dunkel bringen zu können, hat dabei allerdings auch ihr eigenes Päckchen zu tragen. Die Last eines Familienerbes, die Ermordung einer Bezugsperson und ihre Krankheit. Sie liefert wichtige Anhaltspunkte, welche jedoch keine konkrete Spur erkennen lassen.   Clay ist ein quirliges Kerlchen. Egal was auch passiert, er strahlt Lebensfreude aus und weiß jede Situation mit seinen neckenden Sprüchen aufzulockern. Dylan ist ihm ein Dorn im Auge, weshalb es zwischen den beiden Männern oft zu einem verbalen Hahnenkampf kommt, bei dem Clay sein Glück überstrapaziert und den dunkeln Mächten dabei genau in die Finger zu spielen scheint. Sein Temperament macht ihn berechenbar, doch seine Gefühle für Alana stellen eine Schwachstelle da, die ein jeder unterschätzt.   Wenn ich die einzige Hoffnung der Menschheit war, sollte die sich lieber warm anziehen. Ich meine, niemand legt sich so oft auf die Schnauze wie ich! Wie sollte das gut gehen?   Der Plan der dunklen bezieht sich auf die magischen Wesen, hat allerdings fatale Folgen für die Menschheit. Es bedarf einem besonders seltenen magischen Wesen um das Ritual des Dián Mawr zu vervollständigen, doch ebenso wie Alana und ihre Freunde, haben auch die dunklen einen Plan B und in diesem spielt die junge Banshee eine Rolle, die sie bis zum Ende nicht als Möglichkeit in Betracht gezogen hat.   Wer steckt hinter den Morden? Welches Ziel wird verfolgt? Die dunklen scheinen Alana und ihren Freunden immer ein Schritt voraus zu sein und die Mitglieder von Petrus Army scheinen ihre Augen und Ohren überall zu haben. Wird Alana Clay, trotz ihrem Hang jegliches Unglück anzuziehen, retten können? Werden sie den Plan der dunklen vereiteln und die Menschheit beschützen? Ein Buch voller Spannung, Abenteuer, welches mit einem Quäntchen Magie für mich zu einem Lesehighlight erwachsen ist.     Charaktere:   Alana redet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, getreu dem Motto: Wie kann ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage. Dennoch ist sie eine durchweg herzliche Person, die trotz ihrer kleineren Eskapaden nie die Hoffnung und Zuversicht verliert.   Während Dylans Zusammenarbeit mit Alana bekommt er so einiges geboten, seien es die rekordverdächtigen Anhäufungen von Unfällen in ihrer Nähe, ihre vermeintliche Würstchen-Allergie oder, dass diese Frau anscheinend zwei linke Füße besitzt. Selbst ein Knock out durch sie schreckt den Detective nicht ab, er weiß, dass die Privatdetektivin etwas zu verbergen hat, allerdings ahnt er nicht, dass die Mordserie in Santa Fe zur weltweiten Bedrohung erwächst und auch seine Lebensuhr bereits den Countdown seiner letzten Lebensstunden zählt.     Schreibstil:   Nina MacKay hat mich mit „Plötzlich Banshee“ voll und ganz begeistert. Obwohl diese Geschichte einige fantastische Elemente beinhaltet, so steht in meinen Augen, die Freundschaft im Vordergrund, ebenso wie du Botschaft, das Andersartigkeit, kein Grund dafür ist, sich zu schämen oder zu verstecken. Insbesondere mit der Protagonistin Alana ist der Autorin ein liebenswerter Charakter gelungen, den ich nicht mehr vergessen werde. Sie ist flippig und vorlaut, dabei aber immer natürlich und auf den Schutz ihrer Freunde bedacht.   Die Feen und Elfen der Geschichte lernen wir zwar nur oberflächlich kennen und erhalten nur wenig Einblick auf ihre Fähigkeiten, die Hintergrundgeschichte dieser Wesen hingegen – die um einiges Interessanter ist – wird immer weiter aufgearbeitet, bis uns zum Schluss sämtliche Details offen liegen.   Ebenso die Konflikte, denen unsere Charaktere ausgesetzt waren, sind gut gewählt worden, gleichsam wie die dadurch hervorgerufenen Reaktionen. Eine tiefe Freundschaft erweist sich augenscheinlich als Fassade purer Berechnung und Alanas Fähigkeiten werden für sie zu einer Zerreisprobe zwischen einer Person, die für sie schon immer die einzige Familie war. Auch die Konfrontation zwischen Alana und Brianna war interessant. Obwohl ich Alanas Zurückhaltung ihr gegenüber vollkommen nachvollziehen kann, so war Briannas Erklärung ebenso plausibel. Für die junge Banshee hat es den Anschein, als wäre Brianna damals den einfachsten Weg gegangen, doch nach ihrem Einsatz und selbstlosen Handeln zu urteilen, war dies der schwerste Weg um Alana die nötige Sicherheit zu gewährleisten.   Dylan ist ein verschlossener Charakter, der Alana verbal zwar auf Augenhöhe begegnet, dennoch aber recht undurchschaubar ist. Der Grund seines Verhaltens wird hinterher von einer anderen Person offen gelegt, hier hätte ich es zwar schöner gefunden, wenn Dylan selbst derjenige gewesen wäre, der uns einen tieferen Einblick zu seiner Person erlaubt hätte, ebenso wie ich seine Reaktion auf die Offenbarung von Alanas Geheimnis gerne mitverfolgt hätte, anstatt eine „Stellungnahme“ Alanas dazu, dennoch finde ich, hat dieses Buch die volle Bewertungspunktzahl verdient.   Das Ende ist dramatisch, hat mich aufatmen lassen und ist ein Happy End der anderen Art. Die Geschichte habe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet, ebenso wie Alana die auf das Glück eines neu wachsenden vierblättrigen Kleeblatts hofft.

Sehr amüsante, spannende und emotionale Fantasy Geschichte.
Buch_Versum am 07.11.2016

Lustige Geschichte mit Fantasy Touch.   Plötzlich Bunshee handelt vom Erkennen der Herkunft, viele verschiedene Fabelwesen werden hier in einem Buch vereint!   Außerdem bekommen wir viel Spannung durch die Bearbeitung der ominösen Mordfälle geboten, wobei die Privatdetektivin Alana schnell zwischen die Fronten gerät. Besonders hat es ihr der Detective Dylan angetan.   Sehr amüsante, spannende und emotionale Fantasy- Geschichte.   Das Cover ist einfach wunderschön, ich finde den Totenkopf mit Vogel sehr verspielt! Er sticht direkt ins Auge und man will das Buch einfach besitzen.   Der Schreibstil der Autorin ist einfach, aber sehr fesselnd, man kann das Buch zügig lesen, sich alle Szenen bildlich vorstellen und amüsiert sich bei den Szenen zwischen Alana und Dylan einfach köstlich.   Hat mich zwischendurch sehr an Janet Evanovich's Serie von Stephanie Plum erinnert, die ich sehr gerne lese!   Sehr heiteres Buch mit Fantasy Besetzung.   Vielen Dank für das Lese Exemplar! 

Ohne Lächeln geht’s nicht :)
Peggy von Nickypaulas Bücherwelt am 29.09.2016

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Plötzlich Banshee ist ein Einzelband, welcher mich schon mit dem Cover geködert hat. ^^ Beim Lesen wurde ich auch des Öfteren schief angesehen, weil das Buch durch seine witzigen Wortgefechte und Situationen einfach ein Lächeln auf meine Lippen gezaubert hat.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Das Cover lässt nichts vom Inhalt erahnen aber ist trotzdem ein echter Hingucker und lädt gleich auf den ersten Blick zum Mitnehmen und lesen ein.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Ich konnte dieses Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Protagonistin Alana hat mir in dem ganzen Buch am besten gefallen, da sie von ihren Reaktionen, ihrer Wortwahl und ihrer einfallsreichen Ausreden einfach gewirkt hat, als wären es Szenen und Wortgefechte des täglichen Lebens, obwohl sie eine Todesfee ist. Der attraktive Detective Dylan Shane überzeugte mich schon allein durch seinen Namen. Er passt einfach perfekt zu ihm und macht das Bild von dem unverschämten Detective zu einem Kunstwerk. =) Anfangs versucht Alana die Morde in der Stadt auf eigene Faust aufzuklären aber muss dann einsehen, dass sie doch die Unterstützung von Dylan Shane benötigt. So beginnt die wilde Suche nach den Tätern, wodurch aber das Schlamassel erst richtig beginnt und Alana in das Visier der Mörder gerät. Kann sie sich und die, die sie liebt retten? Findet es am besten selbst heraus und lasst euch von diesem Buch begeistern.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Mein Fazit zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ „Ohne Lächeln geht’s nicht.“   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Allen die einfach mal wieder von einem Buch zum lächeln gebracht werden wollen.   Peggy von Nickypaulas Bücherwelt

Ein Pageturner
Nicis Buchecke am 11.09.2016

Dieses schwarze Buch mit der tollen Zeichnung ist schon ein Blickfang, aber wenn man dann den Klappentext gelesen hat will man einfach nur loslesen. Ich mag Geschichten über magische Wesen sehr und war gespannt, wie die Idee mit einer Todesfee hier umgesetzt wurde. Unsere Todesfee, auch Banshee genannt, ist die 20 jährige Alana. Ich konnte mich von den ersten Seiten an sofort mit ihr anfreunden. Ich mag ihre humorvolle, sarkastische und manchmal direkte, fast schon patzige Art. Oft musste ich lachen und schmunzeln über ihre Sprüche, die sie einfach so trocken raushaut. Zusammen mit ihrer tollpatschigen Art wird dem Buch ein ganz besonderer Humor eingehaucht, der aber im richtigen Maß an den Leser herangetragen wird und nicht überhand nimmt, so dass das Buch auf keinen Fall lächerlich wirkt. Die Autorin, von der ich bisher noch nichts gelesen habe, hat einen lockeren und wunderbar charmanten Schreibstil, der einen die Charaktere wirklich nahe bringt. Auch wie uns als Leser die verschiedenen magischen Wesen erklärt werden fand ich wirklich bezaubernd. Man wird nicht wie in einem Sachbuch Schritt für Schritt über jede Art unterrichtet, sondern die Informationen fließen wie von selbst Stück für Stück ein. So fühlte ich mich durch die Vielfalt nicht erschlagen oder überfordert und konnte mich ganz in die Welt um Alana und mit ihr einfühlen. Auch von den anderen Charakteren bekam ich ein sehr gutes Bild vermittelt. Nina MacKay hat mit ihren Charakterbeschreibungen den Figuren wirklich Leben eingehaucht und ich konnte mir von allen ein sehr gutes Bild machen. Besonders mochte ich auch Dylan. Seine Optik und die Art, wie er sich verhält und gibt wirkte sehr anziehend. Aber außer wunderbare Charaktere und Humor bot das Buch auch Spannung. Man wird durch die Geschehnisse angehalten mitzufiebern und mitzurätseln, wer denn jetzt hinter der Sekte steckt und was deren Ziel ist. Oft fühlte ich mich wie eine kleine Ermittlerin und verdächtigte den ein oder anderen und wurde durch die vielen Ereignisse immer weiter vorwärtsgezogen. Dadurch hatte ich das Buch auch in zwei Tage durchgelesen und war fast schon ein wenig traurig, dass ich mich von Dylan und Alana verabschieden musste. Allerdings finde ich es gut, dass dieser Roman wirklich mal ein Einzelbuch ist und es nicht wieder in einer Reihe ausartet. Wirklich selten findet man ja nun noch Bücher, die nicht zu einer Trilogie oder dergleichen gehören. Ich finde die Autorin hat hier auch einen Abschluss geschaffen, mit dem ich als Leser sehr gut leben kann. Und auch wenn es sich um ein Jugendbuch handelt, für das der Verlag eine Altersempfehlung von 14 Jahren ausgibt, bin ich mir sicher das auch Erwachsene voll auf ihre Kosten kommen. Denn dieses Buch ist ein gelungener Mix aus Fantasy, Humor, Spannung und Romantik. Hier wird einem wirklich alles geboten und Langeweile kommt hier garantiert nicht auf. Ich kann dieses Buch einfach nur jedem ans Herz legen, der gerne mal wieder abtauchen und dabei ein wenig schmunzeln möchte. 

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