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Corrupt – Dunkle Versuchung (Devil’s Night 1) Corrupt – Dunkle Versuchung (Devil’s Night 1) - eBook-Ausgabe

Penelope Douglas
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Roman

— Sinnliche Dark Romance von der TikTok-Lieblingsautorin des SPIEGEL-Bestsellers „Punk 57“ endlich auf Deutsch!
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Corrupt – Dunkle Versuchung (Devil’s Night 1) — Inhalt

Dunkle Verlockung und gefährliche Spiele

Rika zieht zum Studium in die Großstadt. Zum ersten Mal in ihrem Leben ist sie auf sich allein gestellt. Was sie nicht ahnt: Sie wird bereits erwartet. Von dem Mann, in den sie schon immer heimlich verliebt war, dessen Verachtung sie aber stets gespürt hat: Michael Crist. Seit drei Jahren warten er und seine Freunde darauf, Rika für all das bezahlen zu lassen, was sie ihnen angetan hat. All das Leid, all den Schmerz. Michael weiß, dass Rika ihn will, und beginnt ein böses Spiel mit ihr. Doch Rika ist nicht so wehrlos, wie er denkt. Schon bald beginnt sie, Gefallen an dem Spiel zu haben – und es zu gewinnen.

„Phänomenal geschrieben und absolut süchtig machend!“ Natasha is a Book Junkie

Nach „Punk 57“ und „Birthday Girl“ die neue sinnliche TikTok-Romance von SPIEGEL-Bestsellerautorin Penelope Douglas

€ 15,00 [D], € 15,50 [A]
Erschienen am 31.05.2024
Übersetzt von: Christina Kagerer
480 Seiten, Klappenbroschur
EAN 978-3-492-06531-3
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€ 9,99 [D], € 9,99 [A]
Erschienen am 31.05.2024
Übersetzt von: Christina Kagerer
480 Seiten
EAN 978-3-492-66601-5
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Leseprobe zu „Corrupt – Dunkle Versuchung (Devil’s Night 1)“

KAPITEL 1

Erika


Er wird nicht dort sein.

Er hätte keinen Grund, bei der Abschiedsparty seines Bruders aufzutauchen, da die beiden sich nicht ausstehen konnten. Also …

Nein, er wird nicht dort sein.

Ich schob mir die Ärmel meines dünnen Pullis zurück und eilte durch die Eingangstür des Hauses der Familie Crist, wo ich in Windeseile das Foyer durchquerte und direkt zu den Treppen lief.

Im Augenwinkel sah ich den Butler um die Ecke kommen, aber ich blieb nicht stehen.

„Miss Fane!“, rief er mir nach. „Sie sind sehr spät.“

„Ja, ich weiß.“

»Mrs Crist hat Sie schon [...]

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KAPITEL 1

Erika


Er wird nicht dort sein.

Er hätte keinen Grund, bei der Abschiedsparty seines Bruders aufzutauchen, da die beiden sich nicht ausstehen konnten. Also …

Nein, er wird nicht dort sein.

Ich schob mir die Ärmel meines dünnen Pullis zurück und eilte durch die Eingangstür des Hauses der Familie Crist, wo ich in Windeseile das Foyer durchquerte und direkt zu den Treppen lief.

Im Augenwinkel sah ich den Butler um die Ecke kommen, aber ich blieb nicht stehen.

„Miss Fane!“, rief er mir nach. „Sie sind sehr spät.“

„Ja, ich weiß.“

„Mrs Crist hat Sie schon gesucht“, sagte er vorwurfsvoll.

Ich zog die Augenbrauen hoch, blieb abrupt stehen und drehte mich um, um ihn über das Treppengeländer hinweg anzuschauen. „Hat sie das wirklich?“ Ich warf ihm einen gespielt erstaunten Blick zu.

Er presste verärgert die Lippen zusammen. „Na ja, sie hat mich geschickt, um Sie zu suchen.“

Ich lächelte, beugte mich über das Geländer und gab ihm einen flüchtigen Kuss auf die Stirn.

„Nun ja, hier bin ich“, versicherte ich ihm. „Sie können sich jetzt wieder wichtigeren Aufgaben zuwenden.“

Ich drehte mich um und stieg weiter die Treppe hinauf. Leise Partymusik wehte von der Terrasse herein.

Ich bezweifelte doch sehr, dass Delia Crist, die beste Freundin meiner Mutter und die Matriarchin von Thunder Bay, unserer kleinen Gemeinde an der Ostküste, ihre kostbare Zeit damit verbrachte, nach mir zu suchen.

„Ihr Kleid liegt auf Ihrem Bett!“, rief er mir hinterher, als ich um die Ecke ging.

Ich zog verärgert die Luft ein und ging den schummrig beleuchteten Flur entlang, während ich leise murmelte: „Danke, Edward.“

Ich brauchte kein neues Kleid. Ich besaß bereits einige, die ich erst einmal angezogen hatte. Und mit neunzehn Jahren war ich durchaus dazu in der Lage, mir meine Klamotten selbst auszusuchen. Nicht, dass er hier sein würde, um mich darin zu sehen. Und selbst wenn er hier wäre, würde er mich nicht anschauen.

Nein. Ich sollte dankbar sein, dass Mrs Crist an mich gedacht hatte, und es war nett von ihr sicherzugehen, dass ich etwas zum Anziehen hätte.

Eine dünne Schicht Sand bedeckte meine Beine und Füße, und ich griff an den unteren Saum meiner Jeans-Shorts, um zu begutachten, wie nass ich unten am Strand wirklich geworden war. Musste ich vielleicht noch duschen?

Nein, ich war bereits zu spät. Das konnte ich vergessen.

Ich betrat mein Zimmer – das Zimmer, das mir die Crists zur Verfügung stellten, wenn ich hier übernachtete – und sah ein weißes, sexy Cocktailkleid auf dem Bett liegen. Sofort begann ich, mich auszuziehen.

Die dünnen Spaghettiträger hielten meine Brüste kaum oben, aber es passte perfekt und schmiegte sich an meinen Körper, während es meine sowieso schon braune Haut noch dunkler erscheinen ließ. Mrs Crist hatte einen fantastischen Geschmack, und wahrscheinlich war es gut, dass sie mir das Kleid besorgt hatte. Ich war zu beschäftigt mit meiner morgigen Abreise gewesen, um mich darum zu kümmern, was ich heute Abend tragen sollte.

Ich sauste ins Badezimmer, wusch mir schnell den Sand von den Unterschenkeln, der sich auf dem Weg hierher an meine Beine geheftet hatte, kämmte mein langes, blondes Haar und trug etwas Lipgloss auf. Dann eilte ich ins Schlafzimmer zurück, nahm die Riemchensandaletten, die sie mir neben das Kleid gestellt hatte, und rannte durch den Flur zurück und die Treppen runter.

Noch zwölf Stunden.

Mein Herz schlug schneller, als ich durch das Foyer Richtung hinterem Teil des Hauses lief. Morgen um diese Zeit wäre ich ganz für mich alleine – keine Mutter, keine Crists, keine Erinnerungen …

Und vor allem würde ich mich nicht mehr fragen müssen, hoffen oder befürchten, dass ich ihn sehe. Oder zwischen Euphorie und Qual schwanken, wenn ich es täte. Ich würde meine Arme ausstrecken und mich im Kreis drehen können, ohne einen einzigen Menschen, den ich kenne, zu berühren. Hitze strömte mir durch die Brust, und ich wusste nicht, ob es aus Angst oder vor Aufregung war. Aber ich war bereit.

Bereit, alles hinter mir zu lassen. Wenigstens für eine Weile.

Ich ging rechts an den Küchen vorbei – eine für den alltäglichen Gebrauch, eine weitere angrenzende für Caterer – in Richtung Wintergarten, der sich an die Seite des großen Hauses schmiegte. Dann öffnete ich die Schwingtüren und trat in das riesige, mit Keramik geflieste Gartenzimmer. Die Wände und die Decke waren komplett aus Glas, und sofort spürte ich den Temperaturanstieg. Die drückende, feuchte Hitze saugte sich durch den Stoff meines Kleides und ließ es förmlich mit meinem Körper verschmelzen.

Über mir und um mich herum erhoben sich Bäume in dem ruhigen, dunklen Raum. Nur Mondschein, der durch die Fenster über mir drang, erleuchtete die Dunkelheit. Ich atmete den süßen Geruch der Palmen, Orchideen, Lilien, Veilchen und Hibiskuspflanzen ein, der mich an den Kleiderschrank meiner Mutter und all die Parfümnoten erinnerte, die von ihren Mänteln und Schals ausströmten.

Dann drehte ich mich um, blieb an der Glastür stehen, die auf die Terrasse führte, und schlüpfte in meine Sandaletten, während ich die Leute eingehend musterte.

Zwölf Stunden.

Dann streckte ich mich, griff nach meinen Haaren und legte sie über meine Schulter, um die linke Seite meines Halses zu bedecken. Anders als sein Bruder wäre Trevor heute Abend definitiv hier, und er sah meine Narbe nicht gerne.

„Miss?“, fragte ein Kellner, der mit einem Tablett neben mich trat.

Ich lächelte und nahm eins der Longdrinkgläser, das – wie ich wusste – bis oben hin mit Tom Collins gefüllt war. „Danke.“

Das zitronenfarbene Getränk war der Lieblingsdrink von Mr und Mrs Crist, also bestanden sie darauf, dass die Kellner ihn herumtrugen.

Der Kellner verschwand wieder und ging zu den vielen anderen Gästen weiter, aber ich blieb stehen und ließ meinen Blick über die Party schweifen. Blätter flatterten an den Ästen, die ruhige Brise erinnerte noch leicht an die Hitze des Tages, und ich betrachtete die Gäste, die alle in ihre schicken Cocktailkleider und Jacketts gekleidet waren.

So perfekt. So sauber.

Die Lichter in den Bäumen und die Kellner in ihren weißen Westen. Der kristallblaue Pool, der von schwimmenden Kerzen geschmückt wurde. Die funkelnden Juwelen an den Ringen und Halsketten der Damen, die das Licht auffingen.

Alles war so makellos, und wenn ich mich unter all den Erwachsenen und Familien umsah, mit denen ich aufgewachsen war – mit ihrem Geld und den Designerklamotten –, dann hatte ich oft das Gefühl, als sähe ich eine Farbschicht, die man aufmalte, um verfaultes Holz zu verdecken. Dunkle Machenschaften und böses Blut waren allgegenwärtig, aber wen interessierte es schon, dass das Haus zerfiel, solange es hübsch aussah, richtig?

Der Duft des Essens lag in der Luft, und die leise Musik des Streichquartetts war nun besser zu hören. Ob ich wohl zuerst Mrs Crist suchen und sie wissen lassen sollte, dass ich da war? Oder sollte ich mich erst nach Trevor umsehen, da die Party schließlich ihm zu Ehren gegeben wurde?

Völlig verkrampft klammerte ich meine Finger um mein Glas, und mein Puls ging schneller, als ich versuchte, dem Drang zu widerstehen, das zu tun, was ich wirklich tun wollte. Was ich immer tun wollte.

Nach ihm zu suchen.

Aber nein, er würde nicht hier sein. Wahrscheinlich war er nicht hier.

Er könnte aber hier sein.

Mein Herz begann, wie wild zu hämmern, und mir wurde ganz heiß. Wieder begann mein Blick, gegen meinen Willen umherzuschweifen. Über die Gesichter der Partygäste, auf der Suche nach …

Michael.

Ich hatte ihn schon seit Monaten nicht mehr gesehen, aber seine Anziehungskraft war außergewöhnlich präsent, besonders hier in Thunder Bay. In den Fotos, die seine Mutter überall im Haus aufgehängt hatte, in seinem Duft, der aus seinem alten Zimmer in den Flur drang …

Er könnte hier sein.

„Rika.“

Ich blinzelte und riss den Kopf nach links, als ich Trevor meinen Namen rufen hörte.

Er trat aus der Menge heraus, sein blondes Haar war ganz kurz geschnitten, seine dunkelblauen Augen sahen ungeduldig aus, und er kam mit bestimmtem Schritt auf mich zu. „Hey, Baby. Ich habe schon gedacht, du kommst nicht mehr.“

Ich zögerte und spürte, wie sich mein Magen verkrampfte. Aber dann zwang ich mich zu lächeln, als er zu mir in den Eingang zum Wintergarten kam.

Zwölf Stunden.

Er legte eine Hand um die rechte Seite meines Halses – niemals um die linke – und rieb mit dem Daumen über meine Wange, während er sich an mich drückte.

Ich drehte meinen Kopf zur Seite und trat unbehaglich von einem Fuß auf den anderen. „Trevor …“

„Ich weiß nicht, was ich getan hätte, wenn du heute Abend nicht gekommen wärst“, schnitt er mir das Wort ab. „Vielleicht hätte ich Steinchen an dein Fenster geworfen, dir ein Ständchen gesunden, dir Blumen oder Süßigkeiten gekauft … oder ein neues Auto …“

„Ich habe ein neues Auto.“

„Ich meine, ein echtes Auto.“ Endlich grinste er.

Ich verdrehte die Augen und entzog mich seinem Griff. Zumindest scherzte er wieder mit mir, selbst wenn es nur war, um meinen brandneuen Tesla schlechtzumachen. Anscheinend waren Elektroautos keine echten Autos, aber hey, damit kam ich zurecht, wenn es bedeutete, dass er endlich aufhörte, mir wegen allem anderen ein schlechtes Gewissen zu machen.

Trevor Crist und ich waren seit Geburt an befreundet gewesen, wir sind unser ganzes Leben zusammen zur Schule gegangen, und für unsere Eltern war schon immer klar gewesen, dass eine Beziehung unausweichlich wäre. Und letztes Jahr habe ich schließlich nachgegeben.

Wir waren fast ein ganzes Jahr lang auf dem College zusammen – beide auf dem Brown-College, wofür ich mich beworben hatte und wohin er mir gefolgt war. Aber im Mai hatte die Beziehung geendet.

Besser gesagt, ich hatte sie im Mai beendet.

Es war meine Schuld, dass ich ihn nicht liebte. Es war meine Schuld, dass ich dem Ganzen nicht mehr Zeit geben wollte. Es war meine Schuld, dass ich beschlossen hatte, die Uni zu wechseln und in eine andere Stadt zu ziehen, in die er mir nicht folgen würde.

Es war auch meine Schuld, dass er sich schließlich dem Willen seines Vaters gebeugt hatte, ebenfalls die Uni zu wechseln, um nach Annapolis zu gehen. Und es war meine Schuld, dass ich unsere Familien auseinandergerissen hatte.

Es war meine Schuld, dass ich Raum für mich brauchte.

Ich atmete tief aus und zwang meine Muskeln, sich zu entspannen. Zwölf Stunden.

Trevor grinste mich an, und seine Augen funkelten, als er meine Hand nahm und mich in den Wintergarten führte. Er zog mich hinter die Glasscheibe, packte mich an der Hüfte und flüsterte mir ins Ohr: „Du siehst fantastisch aus.“

Aber ich zog mich zurück und brachte etwas Abstand zwischen uns. „Du siehst auch gut aus.“

Er sah aus wie sein Vater mit seinem sandfarbenen Haar, dem schmalen Kinn und diesem Lächeln, mit dem er fast jeden um den Finger wickeln konnte. Er zog sich auch so an wie Mr Crist und sah so geschniegelt aus in seinem mitternachtsblauen Anzug, dem weißen Hemd und der silbernen Krawatte.

So sauber. So perfekt. Trevor bewegte sich immer innerhalb der Grenzen.

„Ich will nicht, dass du nach Meridian City gehst“, sagte er und sah mich mit zusammengekniffenen Augen an. „Du wirst dort niemanden haben, Rika. Zu Brown-Zeiten hattest du wenigstens mich, und Noah war weniger als eine Stunde entfernt in Boston. Du hattest Freunde in der Nähe.“

Ja, in der Nähe.

Genau deshalb brauchte ich etwas anderes. Ich hatte den Schutzraum der Leute um mich herum nie verlassen. Es war immer jemand da – meine Eltern, Trevor, Noah –, um mich aufzufangen, wenn ich fiel. Selbst, als ich aufs College gegangen war und den Komfort, meine Mutter und die Crists in der Nähe zu haben, aufgegeben hatte, war Trevor mir gefolgt. Und dann hatte ich Freunde von der Highschool, die auf die Unis in der Nähe gegangen waren. Es war, als hätte sich nichts geändert.

Ich wollte etwas Neues erleben. Ich wollte etwas finden, was mein Herz wieder zum Schlagen brachte, und ich wollte wissen, wie es war, niemanden in der Nähe zu haben, an dem man sich immer festhalten kann.

Ich habe versucht, ihm das zu erklären, aber jedes Mal, wenn ich den Mund geöffnet habe, konnte ich die richtigen Worte nicht finden. Laut ausgesprochen, klangen sie egoistisch und undankbar, aber innerlich …

Ich musste wissen, aus was ich gemacht war. Ich musste wissen, ob ich auf eigenen Beinen stehen konnte ohne den Schutzschild meines Familiennamens und die Unterstützung der anderen. Und ohne Trevor, der ständig über mich wachte. Wenn ich in eine neue Stadt zog, mit neuen Menschen, die meine Familie nicht kannten, würden sie sich überhaupt mit mir abgeben? Würden sie mich mögen?

Brown und Trevor hatten mich nicht glücklich gemacht, und obwohl die Entscheidung wegzuziehen für alle um mich herum hart und enttäuschend war, war es genau das, was ich wollte.

Erkenne an, wer du bist.

Mein Herz schlug schneller, als ich mich an die Worte von Trevors Bruder erinnerte. Ich konnte es kaum erwarten. Noch zwölf Stunden …

„Aber so ganz stimmt das ja auch nicht, richtig?“, sagte Trevor mit anschuldigendem Tonfall. „Michael spielt für Storm, er wird also jetzt in deiner Nähe sein.“

Ich schloss die Augen und holte tief Luft, während ich mein Glas abstellte. „Bei einer Bevölkerung von über zwei Millionen bezweifle ich, dass ich ihm oft über den Weg laufen werde.“

„Außer, du suchst nach ihm.“

Ich verschränkte die Arme vor der Brust und hielt Trevors Blick stand. Ich weigerte mich, mich von ihm in diese Diskussion hineinziehen zu lassen.

Michael Crist war Trevors Bruder. Etwas älter, ein bisschen größer und viel einschüchternder. Sie hatten so gut wie nichts gemeinsam, und sie hassten sich. Seit ich mich erinnern konnte, war Trevor eifersüchtig auf ihn. Michael hatte gerade seinen Abschluss an der Westgate University gemacht und wurde kurz darauf von der NBA verpflichtet. Er spielte jetzt für Meridian City Storm, eine der Top-Mannschaften in der NBA.

Also ja, es gab eine Person in der Stadt, die ich kannte.

Aber das brachte mir keinerlei Vorteile. Michael sah mich so gut wie nie an, und wenn er mit mir redete, war sein Tonfall nicht anders, als wenn er mit einem Hund reden würde. Ich hatte nicht vor, mir das zu geben. Nein, meine Lektion hatte ich schon vor langer Zeit gelernt.

Dass ich nach Meridian City zog, hatte überhaupt nichts mit Michael zu tun. Es war näher an zu Hause, also könnte ich meine Mutter öfter besuchen. Aber es war auch der einzige Ort, an den mir Trevor nicht folgen würde. Er hasste große Städte, und seinen Bruder hasste er noch mehr.

„Es tut mir leid“, sagte Trevor sanft. Er nahm meine Hand, zog mich an sich und legte mir wieder eine Hand um den Hals. „Ich liebe dich einfach, und ich hasse diese Situation. Wir gehören zusammen, Rika. Es waren schon immer nur wir.“

Wir? Nein.

Trevor hatte mein Herz nicht so zum Klopfen gebracht, dass es sich angefühlt hatte, als säße ich in einer verdammten Achterbahn. Er war nicht in meinen Träumen aufgetaucht, und er war auch nicht der erste Mensch, an den ich dachte, wenn ich aufwachte. Er verfolgte mich nicht in meinen Gedanken.

Ich strich mir die Haare hinters Ohr und bemerkte seinen kurzen Blick auf meinen Hals. Schnell wandte er den Blick wieder ab, als hätte er es nicht gesehen. Die Narbe machte mich wohl weniger perfekt.

„Komm schon“, drängte er mich, legte seine Stirn an meine und zog mich erneut an der Hüfte näher zu sich. „Ich bin doch gut zu dir, oder? Ich bin ein netter Kerl und immer für dich da.“

„Trevor“, widersprach ich und versuchte, mich aus seinem Griff zu befreien.

Aber dann legte er seine Lippen auf meine, und der Duft seines Parfüms brannte mir in der Nase, als er seine Arme um meine Hüfte schlang.

Ich stemmte meine Fäuste gegen seine Brust, drückte ihn von mir und zog meinen Mund weg. „Trevor“, knurrte ich leise. „Hör auf.“

„Ich gebe dir alles, was du brauchst“, protestierte er, und seine Stimme wurde wütender, als er sein Gesicht an meinen Hals drückte. „Du weißt, dass wir zusammengehören.“

„Trevor!“ Ich spannte jeden Muskel in meinen Armen an, drückte mich von ihm weg und schaffte es schließlich, ihn wegzuschieben.

Er ließ die Hände sinken und taumelte einen Schritt zurück. Sofort trat ich mit zitternden Händen zurück.

„Rika.“ Er griff nach mir, aber ich versteifte mich und trat noch einen Schritt zurück.

Er ließ die Hand fallen und schüttelte den Kopf. „Na schön“, zischte er. „Dann geh dort aufs College. Such dir neue Freunde, und lass alles hier hinter dir. Aber deine Dämonen werden dir trotzdem noch folgen. Vor ihnen kannst du nicht davonlaufen.“

Er fuhr sich mit den Fingern durch das Haar, warf mir noch einen bösen Blick zu, zog seine Krawatte zurecht und ging schließlich um mich herum durch die Tür.

Ich starrte ihm durch das Fenster nach, und Wut baute sich in mir auf. Was zum Teufel sollte das bedeuten? Es gab nichts, was mich zurückhielt, und nichts, vor dem ich zu fliehen versuchte. Ich wollte einfach nur meinen Frieden.

Ich trat von der Tür zurück, konnte nicht wieder nach draußen gehen. Ich wollte Mrs Crist nicht enttäuschen, indem ich mich von der Party ihres Sohnes schlich, aber ich wollte meine letzten Stunden auch nicht länger hier verbringen. Ich wollte bei meiner Mom sein.

Ich drehte mich um und wollte gehen, aber dann blickte ich auf und hielt abrupt inne.

Mein Magen verkrampfte sich, und ich kriegte keine Luft mehr.

Scheiße.

Michael saß auf einem der Sessel ganz hinten im Wintergarten und blickte mir direkt und mit einer unheimlichen Ruhe in die Augen.

Michael. Derjenige, der nicht nett war. Derjenige, der nicht gut zu mir war.

Meine Kehle verengte sich, und ich wollte schlucken, konnte mich aber nicht bewegen. Völlig gelähmt starrte ich ihn einfach nur an. War er schon hier gewesen, als ich runtergekommen war? Hatte er die ganze Zeit dort gesessen?

Er lehnte sich in dem schweren Sessel zurück und wurde fast von der Dunkelheit und den Schatten der Bäume über ihm verschluckt. Eine Hand ruhte auf einem Basketball, der auf seinem Oberschenkel lag, mit der anderen hielt er eine Flasche Bier.

Mein Herz begann, so heftig zu schlagen, dass es wehtat. Was machte er hier?

Er brachte die Flasche an seine Lippen, schaute mich immer noch an. Für einen kurzen Moment ließ ich meinen Blick nach unten gleiten, während mir die Schamesröte ins Gesicht stieg.

Er hatte die ganze Szene mit Trevor mitgekriegt. Verdammt.

Ich blickte wieder auf und musterte ihn. Sein hellbraunes Haar war perfekt für das Cover eines Modemagazins gestylt, und seine haselnussbraunen Augen erinnerten mich wie immer an Cider, der mit Gewürz gesprenkelt war. Im Schatten erschienen sie dunkler, als sie wirklich waren, aber sie blickten mich eindringlich unter den geschwungenen Augenbrauen hervor an, die ihn genauso Furcht einflößend aussehen ließen, wie er war. Seine vollen Lippen zeigten nicht den Ansatz eines Lächelns, und sein großer Körper nahm fast den gesamten Sessel ein.

Er trug eine schwarze Hose mit einem schwarzen Jackett, und sein Hemd war oben aufgeknöpft. Keine Krawatte. Wie üblich tat er das, was er wollte.

Und das war alles, was man von Michael bekam. Seine Erscheinung. Sein Aussehen. Ich war mir sicher, nicht einmal seine Eltern wussten, was hinter diesen Augen vor sich ging.

Er erhob sich aus dem Sessel, legte den Basketball auf die Sitzfläche und ließ mich nicht aus den Augen, während er auf mich zuging. Je näher er kam, desto größer sah er mit seinen ein Meter fünfundneunzig aus. Michael war schlank, aber muskulös, und er gab mir das Gefühl, klein zu sein. Winzig. Auf viele Arten. Er kam direkt auf mich zu, und mein Herz hämmerte wie wild in meiner Brust, als ich die Augen zusammenkniff und mich wappnete.

Aber er blieb nicht stehen.

Der vage Duft seines Duschgels traf mich, als er an mir vorbeiging. Ich drehte den Kopf und spürte einen Stich in der Brust, als er, ohne ein Wort zu sagen, raus in den Wintergarten ging.

Ich biss mir auf die Unterlippe und kämpfte gegen die Tränen in meinen Augen an.

Eines Nachts hatte er mich bemerkt. Eines Nachts, vor drei Jahren, hatte Michael etwas in mir gesehen, und es hatte ihm gefallen. Und gerade, als das Feuer aufzulodern begonnen hatte, bereit, zu flackern und in eine Flut aus Flammen auszubrechen, war es wieder in sich zusammengebrochen. Es hatte seine Rage und Hitze begraben und sie zurückgehalten.

Ich rannte zurück ins Haus, durch das Foyer und zur Tür hinaus, während Wut und Frustration an jedem Nerv meines Körpers zerrten, als ich zu meinem Auto eilte.

Abgesehen von dieser einen Nacht, hatte er mich den Großteil meines Lebens ignoriert, und wenn er mal mit mir redete, dann waren es nur schroffe Worte.

Ich schluckte den Kloß in meinem Hals hinunter und stieg in mein Auto. Ich hoffte, ich würde ihn in Meridian City nicht sehen. Ich hoffte, unsere Wege würden sich nie wieder kreuzen und ich müsste nie wieder von ihm hören.

Ob er überhaupt wusste, dass ich dorthin zog? Selbst wenn, war es egal. Selbst wenn wir im gleichen Haus lebten, würde ich für ihn immer noch auf einem anderen Planeten wohnen.

Ich machte den Motor an, und 37 Stitches von Drowning Pool ertönte aus den Lautsprechern. In der langen Einfahrt beschleunigte ich und drückte auf den Klicker, um das Tor zu öffnen. Dann raste ich auf die Straße. Mein Haus war nur ein paar Minuten entfernt, und den kurzen Weg war ich schon viele Male in meinem Leben zu Fuß gegangen.

Ich zwang mich dazu, tief ein- und auszuatmen, und versuchte, mich zu beruhigen. Zwölf Stunden. Morgen würde ich alles hinter mir lassen.

Die hohen Steinmauern des Anwesens der Crists hörten auf und wichen Bäumen, die die Straße säumten. Nach nicht einmal einer Minute kamen die Gaslaternen meines Hauses in Sicht und erhellten die Nacht. Ich lenkte nach links, klickte auf einen anderen Knopf meiner Fernbedienung und fuhr meinen Tesla durch das Tor. Die Laternen warfen ein schwaches Licht auf die runde Einfahrt, wo ich direkt vor dem Haus, neben dem großen Marmorbrunnen, parkte. Dann eilte ich zur Eingangstür. Ich wollte mich einfach nur noch in meinem Bett verkriechen, bis es morgen war.

Aber dann sah ich nach oben und erblickte eine Kerze in meinem Schlafzimmerfenster brennen.

Was?

Ich war seit heute Vormittag nicht mehr zu Hause gewesen. Und mit Sicherheit hatte ich keine Kerze brennen lassen. Sie war elfenbeinfarben und stand in einem Kerzenhalter aus Glas.

Ich ging zur Tür, sperrte auf und trat ein. „Mom?“, rief ich.

Sie hatte mir vorhin geschrieben, dass sie ins Bett gehen würde. Aber es war nicht untypisch für sie, nicht einschlafen zu können. Vielleicht war sie ja noch wach.

Der vertraute Duft von Lilien drang mir in die Nase. Mom hatte immer frische Blumen im Haus. Ich blickte mich in dem großen Foyer um, dessen Marmorboden in der Dunkelheit grau erschien. Dann lehnte ich mich gegen das Treppengeländer und schaute die zwei Stockwerke hinauf in die unheimliche Stille.

„Mom?“, rief ich wieder.

Kurz wartete ich, dann lief ich hinauf in den ersten Stock und bog nach links ab, wo meine Schritte von den elfenbeinfarbenen und blauen Teppichen auf dem Holzboden verschluckt wurden.

Langsam öffnete ich die Tür zum Zimmer meiner Mutter, steckte meinen Kopf hinein und sah mich um. Nur das schwache Badezimmerlicht, das sie immer anließ, erhellte das ansonsten dunkle Zimmer. Ich ging zu ihrem Bett und beugte mich über sie, um ihr Gesicht zu sehen, das Richtung Fenster gedreht war. Ihr blondes Haar verteilte sich über dem Kissen, und ich strich es ihr aus dem Gesicht.

Das Heben und Senken ihrer Brust verriet mir, dass sie schlief. Als ich zum Nachttisch schaute, sah ich ein halbes Dutzend Pillendöschen. Welche davon hatte sie wohl genommen, und wie viele?

Ich blickte wieder auf sie hinab und runzelte die Stirn. Ärzte, Reha zu Hause, Therapie … Nichts davon hatte all die Jahre, seit mein Vater gestorben war, geholfen. Meine Mutter wollte sich einfach selbst zerstören – mit Leid und Depression.

Zum Glück hatten die Crists uns sehr geholfen, weshalb ich auch mein eigenes Zimmer in ihrem Haus hatte. Mr Crist war nicht nur der Treuhänder des Anwesens meines Vaters, der alles organisierte, bis ich mit der Uni fertig wäre, Mrs Crist war auch noch als zweite Mutter für mich eingesprungen.

Ich war ihnen unendlich dankbar für all ihre Hilfe in den letzten Jahren, aber jetzt … Ich war bereit, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ich war bereit, keine Menschen mehr um mich herum zu haben, die sich um mich kümmerten.

Ich drehte mich um, verließ ihr Zimmer, schloss die Tür und ging in mein Zimmer zwei Türen weiter. Als ich eintrat, sah ich sofort die brennende Kerze im Fenster. Mit klopfendem Herzen sah ich mich schnell im Zimmer um und stellte erleichtert fest, dass niemand da war.

Hatte meine Mutter sie angezündet? Vermutlich. Unsere Haushälterin hatte heute frei, also konnte es niemand anders gewesen sein.

Mit zusammengekniffenen Augen ging ich ans Fenster und sah eine längliche Holzschachtel auf dem kleinen runden Tisch neben der Kerze liegen. Ein unbehagliches Gefühl breitete sich in mir aus. Hatte Trevor mir ein Geschenk dagelassen? Aber es hätten wahrscheinlich auch meine Mutter oder Mrs Crist sein können. Ich nahm den Deckel ab und legte ihn zur Seite. Dann schob ich das Verpackungsmaterial weg und erhaschte einen Blick auf schiefergraues Metall mit kunstvollen Verzierungen.

Meine Augen wurden groß, und ich griff sofort tiefer in die Schachtel, als mir klar wurde, was ich finden würde. Ich schloss meine Finger um den Griff und lächelte, während ich die schwere Damaszenerklinge aus Stahl herausnahm.

„Wow.“

Ich schüttelte ungläubig den Kopf. Der Dolch hatte einen schwarzen Griff mit einer Parierstange aus Bronze, und ich schloss meine Hand darum. Ich hielt den Dolch hoch und bewunderte die Linien und Verzierungen.

Wo zum Teufel war das hergekommen?

Ich liebte Dolche und Schwerter, seit ich mit acht Jahren zu fechten angefangen hatte. Mein Vater hatte immer gepredigt, dass die Künste eines Gentlemans nicht nur zeitlos, sondern auch notwendig waren. Schach würde mich das strategische Denken lehren, Fechten würde mir die menschliche Natur und Selbstverteidigung beibringen, und Tanzen würde meinen Körper formen. All das war wichtig für einen vielseitigen Menschen.

Als ich den Griff in meiner Hand spürte, erinnerte ich mich an das erste Mal, als er mir ein Florett in die Hand gelegt hatte. Es war das Schönste, was ich je gesehen hatte, und ich fasste nach oben und fuhr mit einem Finger die Narbe an meinem Hals nach, fühlte mich ihm wieder nahe.

Wer hatte den Dolch hiergelassen?

Ich warf erneut einen Blick in die Schachtel und entdeckte einen kleinen Zettel mit schwarzer Schrift darauf. Ich benetzte meine Lippen und las die Worte leise. Hüte dich vor dem Zorn eines geduldigen Mannes.

„Was?“, sagte ich zu mir selbst und kniff verwundert die Augen zusammen. Was sollte das bedeuten?

Aber dann blickte ich auf und schnappte nach Luft, als mir die Klinge und der Zettel aus der Hand auf den Boden fielen. Mir stockte der Atem, und mein Herz drohte in meiner Brust zu zerspringen.

Drei Männer standen vor dem Haus, Seite an Seite, und blickten durch das Fenster zu mir hinauf.

„Was zum Teufel …?“, keuchte ich und versuchte zu begreifen, was hier vor sich ging.

War das ein Scherz?

Sie standen vollkommen bewegungslos da, und mich überkam eine Gänsehaut, als sie mich einfach nur anstarrten.

Was taten sie hier?

Alle drei trugen Jeans und schwarze Springerstiefel, und als ich in die schwarze Leere ihrer Augen blickte, musste ich die Zähne zusammenbeißen, um nicht am ganzen Körper zu zittern.

Die Masken. Die schwarzen Kapuzenpullis und die Masken.

Ich schüttelte den Kopf. Nein. Das konnten nicht sie sein. Das war ein Scherz.

Der größte stand auf der linken Seite und trug eine schiefergraue, metallisch glänzende Maske mit Krallenspuren auf der rechten Seite seines Gesichts. Der mittlere war kleiner und blickte durch seine schwarz-weiße Maske mit einem roten Strich auf der linken Seite zu mir hinauf. Seine Maske sah ebenfalls zerkratzt aus. Und der Mann rechts, dessen komplett schwarze Maske in den schwarzen Pulli überging, sodass man nicht sagen konnte, wo seine Augen waren, war derjenige, der meinen ganzen Körper schließlich zum Erbeben brachte.

Ich trat zurück, weg vom Fenster, und versuchte, Luft zu holen, als ich nach meinem Telefon griff. Ich drückte auf die Taste mit der 1 und wartete darauf, dass der Sicherheitsdienst, dessen Büro sich nur ein paar Minuten die Straße runter befand, ans Telefon ging.

„Mrs Fane?“, antwortete ein Mann.

„Mr Ferguson?“, keuchte ich und ging wieder ans Fenster. „Hier ist Rika. Könnten Sie ein Auto herschicken, um …?“ Mitten im Satz hielt ich inne.

Die Einfahrt war leer. Sie waren weg.

Was zur …?

Ich blickte nach links und rechts, ging direkt ans Fenster und beugte mich vor, um zu sehen, ob sie in der Nähe des Hauses waren. Wo waren sie hingegangen, verdammt? Ich blieb still und lauschte nach einem Zeichen, dass sich jemand beim Haus aufhielt, aber alles war leise und ruhig.

„Ms Fane?“, rief Mr Ferguson. „Sind Sie noch dran?“

Ich öffnete den Mund und stammelte: „Ich … Ich dachte, ich hätte etwas gesehen … vor meinem Fenster.“

„Wir schicken jetzt einen Wagen hoch.“

Ich nickte. „Danke.“ Dann legte ich auf und starrte aus dem Fenster.

Das konnten nicht sie gewesen sein.

Aber diese Masken. Sie waren die Einzigen, die diese Masken trugen.

Warum sollten sie hierherkommen? Warum sollten sie nach drei gottverdammten Jahren hierherkommen?

Penelope  Douglas

Über Penelope Douglas

Biografie

Die SPIEGEL-Bestsellerautorin Penelope Douglas hat einen Master in Pädagogik und acht Jahre lang als Lehrerin gearbeitet, bevor sie sich ganz auf das Schreiben fokussierte. Ihre Bücher sind auf TikTok äußerst beliebt und wurden bereits in zahlreiche Sprachen übersetzt. Penelope Douglas liebt den...

Medien zu „Corrupt – Dunkle Versuchung (Devil’s Night 1)“
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